Autor Thema: Killer-Kinder vs. Kinder killen  (Gelesen 2858 mal)

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #150 am: 12.06.2019 | 11:54 »
Um noch mal auf den Originalpost zurückzukommen, weil mir da ein Punkt aufgefallen ist, der, glaube ich, im Faden selbst noch etwas zu kurz gekommen ist...

Es ist ein im Horror Genre gern benutztes Thema... KINDER.
Entweder als Opfer oder als TÄTER.

Man ist des Grauens geschockt, wenn in einem Szenario ein misshandeltes und ermordetes Kind gefunden wird.

Und noch grösser ist das Grauen, wenn die verletzlichen Kinder NUR VERLETZLICH WIRKEN und selbst zum Killer werden.

Als SL mag ich so etwas und bin dann doch häufiger geschockt, wenn die Chars brutal gegen Kinder-Monster vorgehen.

Ja...und? Die Spieler sollen gefälligst bereit sein, sich schocken zu lassen, aber wenn sie sich dann entscheiden, einfach mal zurückzuschocken, ist das dann plötzlich nicht mehr in Ordnung?

Was, wenn ich mal so frech sein darf, ist so falsch daran, wenn das Leiten eines Horrorszenarios auch mal für die SL zum Horror wird? ;)

Offline Just_Flo

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #151 am: 12.06.2019 | 12:19 »
Liess bitte Deinen Post noch mal in aller Ruhe - #131.
Und dann überleg bitte, ob Du solche Antworten bekommen möchtest.
Ja? Ich nicht.

Hier jetzt Posts von dir zu zitieren, die deutlich stärkeren Tobak über die Meinung anderer Personen oder gar über diese  beinhaltet zu zitieren würde diesen Thread vermutlich noch mehr eskalieren lassen.

Du weisst schon, wie Du Dich gerade verhälst?
Auch, dass das eine mit dem anderen mal gar nichts zu tun hat?
Ich vermute, dass das Wort das du wegen der Forenregeln nicht schreibst sich auf Aschermittwoch reimt und stimme dir falls wir beide das selbe Wort meinen zu. So verhalte ich mich auf den ersten Blick ohne Kontext in dem Zitat.

Wenn ich mich hier hinstelle und schreibe aber es ist doch das Internet und ein Diskussionsforum also musst du doch gewusst haben was auf dich zukommt als du auf Seite 1 ider 2 die Trigger für die Threadentgleisung gelegt hast, dann wird mir sicher Bobba zurecht erklären, dass es so in seinem Forum nicht geht.

 Was ich dir zeigen wollte waren Parallelen. Dafür das dies nicht geklappt hat entschuldige ich mich.

Der Spieler schreibt sich in eine Runde ein. Du eröffnest den Thread. Der Spieler hat bestimmte Vorstellungen was er erleben wird und wie er sich fühlen wird. Du hast bestimmte Vorstellungen davon wie dein Startpost aufgenommen wird und was du erfahren wirst. Die ersten Abweichungen im Spielinhalt passieren und der Spieler versucht sich zu orientieren bzw. mit den mitteln Seines Charakters gegenzusteuern odet Einfluss auszuüben. Die ersten Posts beginnen nicht über die Spielfigurreaktionen auf Killerkinder zu diskutieren sondern ob das Themenfeld Kinder und Gewalt ins Rollenspiel rein soll. Der Spieler versucht immer  angestrengter seinen Charakter aus für ihn selber unbequemen Situationen raus zubekommen. Du sagst vereinfacht gesagt es ist horror passt also schon und stellt euch nicht so an. Der Spieler versucht verzweifelt immer panischer seinen Charakter zu retten. Bei jedem Versuch andere Meinungen abzubügeln legst du immer neue Trigger und provoziertst Widersprüche wenn andere einen Teil der OT Diskussion um Horror und Spieler/SL Verantwortung abschließen oder verlassen wollen trittst du nach odet grätscht dazwischen.

Wie soll dieser Thread da zum Thema zurückkehren wenn  fu auch nicht dazu aufrufst und den Thread nicht steuerst.
« Letzte Änderung: 12.06.2019 | 12:24 von Just_Flo »
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Offline Just_Flo

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #152 am: 12.06.2019 | 12:35 »
Um noch mal auf den Originalpost zurückzukommen, weil mir da ein Punkt aufgefallen ist, der, glaube ich, im Faden selbst noch etwas zu kurz gekommen ist...

Ja...und? Die Spieler sollen gefälligst bereit sein, sich schocken zu lassen, aber wenn sie sich dann entscheiden, einfach mal zurückzuschocken, ist das dann plötzlich nicht mehr in Ordnung?

Was, wenn ich mal so frech sein darf, ist so falsch daran, wenn das Leiten eines Horrorszenarios auch mal für die SL zum Horror wird? ;)
Ich vermute das der Läuterer ein stärkeres und intensiveres Ausspielen der "kann das sein", der "aber es sind doch Kinder", oder der "wie bekomme ich die nur wieder friedlich" und der "was habe ich nur getan" Spielelemente möchte.

Dies beist sich halt gefühlt mit der es sind nur Pixel Sichtweise/ Ebene.
Auch sehe ich in vom ihm als RL Beispiel präsentierten Szene keinen Raum dafür bis ich in ausreichend Sicherheit bin wo ich wohl Seelsorger, Psychiater und/oder Polizei aufsuchen würde.

Mit langsam genügen  Aufbau sehe ich aber Raum dafür.
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Online nobody@home

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #153 am: 12.06.2019 | 12:51 »
Ich vermute das der Läuterer ein stärkeres und intensiveres Ausspielen der "kann das sein", der "aber es sind doch Kinder", oder der "wie bekomme ich die nur wieder friedlich" und der "was habe ich nur getan" Spielelemente möchte.

Dies beist sich halt gefühlt mit der es sind nur Pixel Sichtweise/ Ebene.
Auch sehe ich in vom ihm als RL Beispiel präsentierten Szene keinen Raum dafür bis ich in ausreichend Sicherheit bin wo ich wohl Seelsorger, Psychiater und/oder Polizei aufsuchen würde.

Mit langsam genügen  Aufbau sehe ich aber Raum dafür.

Hmja, definitiv auch Sache der Präsentation. Konfrontier' meinen Charakter von jetzt auf gleich mit höhnisch grinsenden messerwetzenden Killerkindern, die er nicht mal kennt, und wahrscheinlich wird sich der "egal, wonach die jetzt aussehen -- wer sich wie ein Monster benimmt, wird auch wie ein Monster behandelt"-Reflex schnell durchsetzen. Eine längere Anbahnung mit Kindercharakteren, die mein Charakter erst mal ehrlich kennen und mögen lernen kann, die erst später "unheimlich" oder gar "mörderisch" werden, und bei denen am Ende noch begründeter Verdacht besteht, daß sie nicht mal etwas dafür können? Da ist die Motivation für sanfteres Vorgehen und sogar Rettungsversuche schon sehr viel leichter zu finden -- und da geht's dann auch eher mal an die Nieren, wenn sich so eine Möglichkeit einfach nicht bietet.

Offline kasi45

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #154 am: 12.06.2019 | 13:31 »
Liess bitte Deinen Post noch mal in aller Ruhe - #131.
Und dann überleg bitte, ob Du solche Antworten bekommen möchtest.
Ja? Ich nicht.

Dann lass uns das doch mal in Ruhe betrachten. Zunächst habe ich zum Ausdruck gebracht, dass ich eine Diskussionskultur a la "Das ist falsch" "ist es gar nicht" "ja wohl" für albern halte und einen unbegründeten Satz "Das ist falsch", der einfach in den Raum geschmissen wird für Mist. Habe ich dich dadurch behandelt wie den letzten Dreck? Wohl kaum.

Als nächstes habe ich deutlich gemacht, dass du keinerlei Vorstellung hast, was ich mir ausmalen kann und was nicht. Du kennst mich nicht und wirst mich auch nicht kennenlernen. Habe ich dich dadurch behandelt wie den letzten Dreck? Wohl kaum.

Dann habe ich einen ironischen Kommentar (erkennbar an dem Ironieschild) zum besten gegeben. Habe ich dich dadurch behandelt wie den letzten Dreck? Wohl kaum.

Als nächstes ging es um den Punkt, weswegen man Spiele spielt. Ich habe aus meiner direkten Praxiserfahrung gesprochen und gesagt dass man Spiele spielt, um Spaß zu haben. Du hast auch dieses als falsch hingestellt und dich dabei auf irgendwelche abstrakten Theorien von dritten gestützt. Tut mir leid, aber ich weiß weswegen ich Spiele spiele und das weiß ich auch bei meinen Freunden. Die Theorien sind keine Tatsachen sondern es ist eine Theorie die du als wahr erachtest. Das ist deine Meinung. Und ich habe deutlich gemacht, dass du offensichtlich nicht zwischen deiner Meinung und Tatsachen unterscheiden kanst. Habe ich dich dadurch behandelt wie den letzten Dreck? Wohl kaum.

Als nächstes habe ich verdeutlicht, dass auch ein Spiel genau wie ein Film Konsequenzen haben kann. Habe ich dich dadurch wie den Letzten Dreck behandelt? Wohl kaum.

Vllt. kannst du mir ja wirklich mal deutlich sagen, wo ich dich wie den letzten Dreck behandelt habe? Wenn du schon solche Kommentare von dir gibst....

Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #155 am: 12.06.2019 | 15:57 »
Ich vermute, dass das Wort das du wegen der Forenregeln nicht schreibst sich auf Aschermittwoch reimt und stimme dir falls wir beide das selbe Wort meinen zu. So verhalte ich mich auf den ersten Blick ohne Kontext in dem Zitat.
Knapp daneben. Nein, das war es nicht.
Das Wort, das ich in solch einem Fall nutzen würde, wäre 'respektlos'.
Ich bleibe beim Schreiben einer Antwort jedoch so offen, um Dritten eine Interpretations Möglichkeit zu lassen.

Aber nur, weil es in anderen Foren zugeht, wie in Sodom & Gomorra, muss das nicht überall so sein. Steht da aber Sodom & Gomorra drauf, dann muss man mit dem Entsprechenden rechnen.
Ich für meinen Teil sehe immer zu, mit anderen so zu kommunizieren, wie ich es mir gegenüber erwarte und gehe anständig mit Ihnen um, und erwarte gleiches von der andren Seite.

So sieht es auch bei den Szenarien aus. Wenn da ein Horror Label drauf klebt, dann muss man mit allem rechnen.
Wenn nicht, dann nicht.
Wenn ein Spieler das nicht packt und das wäre für mich auch völlig okay, dann muss es halt ein anderes Setting sein; Möglichkeiten gibt es ja genug.

Was ich dir zeigen wollte waren Parallelen. Dafür das dies nicht geklappt hat entschuldige ich mich.
Dass das eine Provokation war, war zu erahnen.
Dass Du Dich entschuldigen würdest nicht. Das hat Grösse. Danke.

Wie soll dieser Thread da zum Thema zurückkehren wenn  fu auch nicht dazu aufrufst und den Thread nicht steuerst.
Das ist ein Gedankenaustausch in einem offenen Forum. Ich habe zwar den Thread erstellt, sehe mich aber nicht als Moderator. Der Thread soll fliessen, frei sein und sich entwickeln können.
Genauso versuche ich das auch bei den Szenarien laufen zu lassen. Das funktioniert ganz gut. Nicht immer, aber meistens.

Offline unicum

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #156 am: 12.06.2019 | 16:47 »
Als SL mag ich so etwas und bin dann doch häufiger geschockt, wenn die Chars brutal gegen Kinder-Monster vorgehen.

Folgende Szene:

2 Soldaten in einem Gefechtstand - Spielende Kinder nähern sich der Sperrzone - Soldaten rufen, keine Reaktion, Kinder kommen näher, Warnschüsse in die Luft - keine Reaktion, Kinder kommen noch näher,... und werfen dann eine Handgranate in den Gefechtstand.

Kein Rollenspiel - Szenario aus der Bundeswehr/Blauhelmausbildung zum Schutz von Wasseraufbereitungsanlagen in Somalia (1994?). Ausbilder: "Das ist leider kein hypothetisches Szenario sondern das ist so schon passiert."

Die Realität hat auch so ihre Horrorszenarien,....
und bezüglich des geschockt seins wenn Chars dann brutal dagegen vorgehen - was werden wohl die Kameraden der beiden Soldaten machen wenn sie das nächste mal in der gleichen Situation sind?
Krieg brütet eben Monster aus,... leider hätten die Wasseraufbereitungsanlagen alleine nichts gebracht. Ein paar Warlords nehmen die dann auseinander und verkaufen die Einzelteile (die gleichen welche wohl auch Kindersoldaten ausbilden).

(Auch ein versuch das Thema wieder zum Anfang zu lenken)

Offline KhornedBeef

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #157 am: 12.06.2019 | 17:04 »
Ja okay, aber sollten denn alle SC traumatisierte Soldaten sein?
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Ich vergeige, also bin ich.

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Online nobody@home

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #158 am: 12.06.2019 | 17:23 »
Ja okay, aber sollten denn alle SC traumatisierte Soldaten sein?

Sagen wir's mal so...mit die klassische Cthulhu-Ära (in Anbetracht des Bretts, an dem dieser Faden hängt, vielleicht nicht ganz irrelevant) sind ja die zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Das ist genau das Jahrzehnt nach dem ersten Weltkrieg -- da werden tatsächlich eine Menge der Erwachsenen im besten "Ermittleralter", die da herumlaufen, an der einen oder anderen Front selbst mitgekämpft und Kameraden verloren haben. Vielleicht nicht gerade gegen Kinder an sich, aber doch auch gegen andere junge Leute in ihrer eigenen Altersklasse, von den diversen dreckigen Tricks der "modernen" Kriegsführung ganz zu schweigen...

Muß für andere Epochen nicht zwingend gleichermaßen gelten, aber gerade in der "traditionellen" Ära würde ich in der typischen Ermittlergruppe schon auch den einen oder anderen Kriegsveteranen als fast schon selbstverständlich betrachten. Wie stark traumatisiert, ist im Zweifelsfall Sache des Spielers -- nicht überall war gleich Verdun, aber tatsächlich als Fußsoldat mit im Graben gesteckt zu haben entschuldigt schon die eine oder andere Macke.
« Letzte Änderung: 12.06.2019 | 17:25 von nobody@home »

Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #159 am: 12.06.2019 | 18:09 »
Ich vermute das der Läuterer ein stärkeres und intensiveres Ausspielen der "kann das sein", der "aber es sind doch Kinder", oder der "wie bekomme ich die nur wieder friedlich" und der "was habe ich nur getan" Spielelemente möchte.
Interessanter Gedankengang.
Aber so ist es dann leider doch nicht. Das Ganze ist vielschichtiger.

Gewaltanwendung als solche, wird in RPGs vorausgesetzt und, durch den Tausch von HP gegen XP, unterstützt und belohnt. Mitunter gibt es sogar extra Kill Points.

Viele Spieler (zumindest viele jener Spieler, die ich kenne) gehen rigoros gegen jeden Gegner vor, der sich ihnen in den Weg stellt und kennen dann weder Freund noch Feind.

Manche (nicht alle) haben bei Kindern Hemmungen.
Die einen brüllen "Stirb Monster!", die anderen schluchzen "Oh nein. Ich kann nicht."
Den goldenen Mittelweg gibt es nicht. Zumindest geht ihn niemand. Es gibt nur die zwei Extreme.

Dann gibt es da noch die allgemeinen No Gos.
Die liegen aber seltsamerweise nicht am oberen Ende der strafrechtlichen Verfolgung. Weshalb?
Mit Mord und Todschlag hatte noch kein Char eines Spielers bei mir jemals ein Problem.
Und dennoch gibt es geächtete Taten bekannter Couleur.

Und weshalb ändert sich die Sicht des Spielers (nicht des Chars), wenn er ein eigenes Kind hat?
Und weshalb greift die Hemmung dann nicht auf alle 'flauschigen' Aspekte über?
Das Heim, die Familie, die Liebe? Die erfahren kaum Schonung.

Die NSC Geliebte eines Chars hat, wenn sie sich z.B. in irgendetwas verwandelt, kaum Überlebenschancen.
Feuer legen, Häuser niederbrennen, um die eigenen Taten zu decken? Kein Problem.

Das mit den Pixeln kam meinerseits auf, als die Begründung mit dem eigenen Kind auftauchte.
Der Spieler wird Vater/Mutter und der Char wird weichgespült. Kann passieren.

Dann wird häufig das Faktum des Selbsterhstriebs vergessen. Würde man wirklich so handeln? Oder ist das Realitäts-fern?

Deshalb hatte ich auch die Real Life Szene eingestreut.
Ginge es dort nicht nach dem Motto 'Er oder Ich'?

Obwohl es beim Spiel nur um ein Fantasie Konstrukt geht, gibt es Hemmungen.

Das ist bemerkenswert und absolut verrückt.

Offline Rhylthar

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #160 am: 12.06.2019 | 18:28 »
Zitat
Der Spieler wird Vater/Mutter und der Char wird weichgespült. Kann passieren.
Das hast Du zumindest in meinem Fall falsch verstanden.

Mein Charakter im Spiel ist davon vollkommen ausgenommen bzw. steht da gar nicht im Vordergrund. Ich (als Person) habe keine größeren Ambitionen mehr, mich im Rahmen eines Spiels damit zu beschäftigen. Weil es mich (als Person) als Thema stört. Weil es mich gar nicht mehr "in-character" spielen lässt, sondern auf die Gefühls-Meta-Ebene zieht, die u. U. das Spiel für mich madig macht.

Mein Charakter handelt in-game weiterhin, wie er "gepolt" ist.
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.

Offline SeldomFound

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #161 am: 12.06.2019 | 20:04 »


.

Das ist bemerkenswert und absolut verrückt.

Nein, das ist nur die Macht des Tabu in einer Diskussion, die für die einen privat ist und für die anderen öffentlich.

Du fühlst dich sicher in deiner vertrauter Runde, andere haben nicht dieses Gefühl und damit auch wahrscheinlich heutzutage Recht. Siehe die Twitter-Sache, wo der Tabubruch des SLs brutal von einer anonymen Öffentlichkeit bestraft wurde. Mit Social Media zerfällt die Grenze zwischen privaten und öffentlichen, zwischen dem sicheren Raum, wo Tabus gebrochen werden dürfen, und dem öffentlichen Raum, wo sie noch heilig sind.




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Offline kasi45

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #162 am: 12.06.2019 | 20:27 »

Nein, das ist nur die Macht des Tabu in einer Diskussion, die für die einen privat ist und für die anderen öffentlich.

Du fühlst dich sicher in deiner vertrauter Runde, andere haben nicht dieses Gefühl und damit auch wahrscheinlich heutzutage Recht. Siehe die Twitter-Sache, wo der Tabubruch des SLs brutal von einer anonymen Öffentlichkeit bestraft wurde. Mit Social Media zerfällt die Grenze zwischen privaten und öffentlichen, zwischen dem sicheren Raum, wo Tabus gebrochen werden dürfen, und dem öffentlichen Raum, wo sie noch heilig sind.





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Ich würde dir insofern recht geben, dass die Grenze zwischen privaten und öffentlichen Raum mit Sicherheit durch Social Media zerbröckelt. Allerdings bin ich nicht so unbedingt der Meinung, dass sich dieses Beispiel auf den aktuellen Fall anwenden lässt, weil der SL nunmal in der Öffentlichkeit (auf der Con) ein Spiel angeboten hat.

Ich denke, dass aber auch im privaten Raum Tabus vorhanden sein können. Welche das sind, ist individuell unterschiedlich...

Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #163 am: 12.06.2019 | 21:22 »
Du fühlst dich sicher in deiner vertrauter Runde, andere haben nicht dieses Gefühl und damit auch wahrscheinlich heutzutage Recht. Siehe die Twitter-Sache, wo der Tabubruch des SLs brutal von einer anonymen Öffentlichkeit bestraft wurde. Mit Social Media zerfällt die Grenze zwischen privaten und öffentlichen, zwischen dem sicheren Raum, wo Tabus gebrochen werden dürfen, und dem öffentlichen Raum, wo sie noch heilig sind.
Das ist an mir vorbeigegangen. Ich bin in keinem Netzwerk. Es hätte keinen Mehrwert für mich.
Hast Du einen Link für mich zu dem Vorfall? Ich würde das gerne nachlesen.

Ist es in den Runden, die ich leite, sicher?
Es hat etwas von einer gesunden/kranken und uralten Beziehung. Der Respekt ist da. Auch gibt es das Vertrauen.
Das ist mir wichtig.
Und selten wurde ich dabei enttäuscht.
Demnach ist es wohl sicher bei uns, wenn Sicherheit bedeutet, dass nichts nach draussen dringt.

Wir haben Spass am Genre.

Es ist schwer, das, was ich mache, so zu formulieren, dass es durch meine Worte auch sinngemäss transportiert wird.

Ich versuche meine Emotionen zu bündeln und fliessen zu lassen. Mit vielen Vergleichen und plastischen Beschreibungen - das liesst sich jetzt ebenso platt und blöd wie nichts sagend, ist aber das Mittel zum Erfolg.

Und weil man sich kennt und vertraut, muss man zu überraschen wissen. Unberechenbar bleiben. Einmal ist es so; ein anderes mal ganz anders.

Aber wenn man unter Synonyme BIZARR eingibt, dann formen die Worte, die da ausgeworfen werden, ein Mosaik. Ein Kaleidoskop, das sich wieder und wieder verändert und das sich mit unberechenbar und schonungslos vielleicht am Besten umschreiben lässt - grenzüberschreitend wäre der falsche Begriff, da wir, wie ich bereits schon schrieb, keine Grenzen haben.

Es fliesst und wenn man es zulässt, vermag es einen mitzureissen - kling jetzt irgendwie esoterisch, ist es aber überhaupt nicht.
Albträume sind bei uns möglicherweise inbegriffen. Sollte man mögen, sonst sind wir die falsche Rotte.

Das klingt jetzt fast zu phantastisch um wahr zu sein. Und so toll ist es auch gar nicht. Nicht immer. Denn das wäre langweilig. Und manchmal ist es genau das: langweilig. Da muss ich gegensteuern und das klappt auch nicht immer.

Highlights machen das Besondere aus. Nadelstiche setzen.
Und wie in der Akupunktur können die Nadelstiche viel positives bewirken, z.B. Spannungen lösen. Das wäre dann das, was ich als Therapie bezeichnet habe. Es muss unter die Haut gehen.

Ich mag meine Rotte sehr. Und ich mag, dass sie es toll finden, was ich mit ihnen anstelle. Das gibt unglaublich viel zurück. Mir zumindest.

Wenn es also bei uns flutscht, dann ist es der Verdienst der Rotte, nicht meiner.

Offline Just_Flo

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Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #165 am: 12.06.2019 | 21:38 »
Bedankt.

Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #166 am: 12.06.2019 | 22:50 »
Wenn ich jetzt schreiben würde, was ich dazu denke, hätte der Thread noch zahlreiche Klicks mehr.

Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #167 am: 12.06.2019 | 23:13 »
Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber diese aufgesetzte Empörung, weil man ja empört zu sein hat, da es alle von einem erwarten, obwohl wir heutzutage überall mit Titten und Ärschen bombardiert werden, ob wir nun wollen oder nicht, hat auf den ersten Blick etwas rührseliges.

Auf den zweiten Blick erscheint die Empörung mal wieder nur eines: heuchlerisch verlogen.

Und dann kommt mitunter sogar dieser Ruf nach rechtlichen Konsequenzen. Ernsthaft?


Was ist passiert?

Der Vorfall hat in etwa den Stellenwert, als würden Kinder in der Kita mit Playmobil Figuren Doktor spielen und die Erzieherin ruft sogleich 110 an.
Das ist lächerlich überzogen und der Ordnungshüter winkt ab. "Aber Herr Wachtmeister, er hat ihrem Püppchen doch unter das Plastik Röckchen geguckt."

Wenn die Gruppe auf dem Con D&D gespielt haben, dann sind wir (bald) wieder bei B.A.D.D. - die Hass-Kampagne 'Bothered About Dungeons & Dragons' gegen P&P RPGs.


Zusammenfassung:
  Das Ganze ist schlimmstenfalls eine geschmacklose Simulation gewesen.
  Selbst wenn die Spieler nicht volljährig gewesen wären, läge keine strafbare Handlung vor.
  Den Schutzauftrag eines SLs gegenüber seinen Mitspielern gibt es nicht - im Gegensatz zu Schulen und Kitas, wo für die Schulleitung bzw. Sozialpädagogen diese Handlungspflicht besteht und das Jugendamt informiert werden muss.
  Da der Con eine öffentliche Veranstaltung war, alles frei zugänglich gewesen ist und nichts hinter verschlossenen Türen stattgefunden hat, gestaltet die Sachlage noch harmloser.
  Das 'Spiel' fand auf freiwilliger Basis statt.
  Niemand wurde zu irgendetwas beim 'Spiel' gezwungen.
  Jede/r MitspielerrIn hätte jederzeit gehen können, wenn er/sie gewollt hätte.


Das mag jetzt sicherlich nicht jedem gefallen und einigen massiv gegen den Strich gehen, ist aber so.
« Letzte Änderung: 13.06.2019 | 17:51 von Der Läuterer »