Autor Thema: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese  (Gelesen 3387 mal)

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Offline Hewisa

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #50 am: 2.09.2019 | 15:28 »
Ich hab damals bei der Lesung im Kaminzimmer schwer gelacht.
Total spannend fand ich die Kombination aus den ultrakrassen SC und den SL-Tips, die subtilen Grusel propagierten, mit dem expliziten Beispiel "Blutstropfen im Schnee").

Das mag an mir liegen, aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wieso ein blutrünstiger Kommunisten-Werwolf-Psychopath oder ein komplett entmenschlichter Termonator-Caborg sich wegen ein paar Blutstropfen im Schnee fürchten soll.
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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #51 am: 2.09.2019 | 16:05 »
Ich hab damals bei der Lesung im Kaminzimmer schwer gelacht.
Total spannend fand ich die Kombination aus den ultrakrassen SC und den SL-Tips, die subtilen Grusel propagierten, mit dem expliziten Beispiel "Blutstropfen im Schnee").

Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das in den SL-Tipps drin war oder auch im Interview.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #52 am: 2.09.2019 | 18:50 »
War auf jeden Fall im Buch - das hab ich nämlich daraus vorgelesen ;D
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Offline pharyon

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #53 am: 2.12.2019 | 23:43 »
Sooo,

ich melde hiermit wieder Lebenszeichen an.

Was die "Exegese" betrifft: Ich arbeite mich Stück für Stück durch das Buch, nach jedem Kapitel versuche ich, meine Eindrücke wiederzugeben. Mit zunehmender Kapitelzahl und Gesamtmenge werde ich das Gelesene auch zueinander in Relation setzen, wie sie sich mir ergibt. Das Ganze hat keinen Anspruch auf literarischen Höhenflug. Mit humorvoller Distanz und Neugier lese ich das GRW und versuche dabei in höflich-humorvoller Weise zu berichten. Ihr dürft dann daraus verwerten, was ihr wollt.

Für ein Fazit halte ich die ersten 5-10% auch in der Tat sehr früh. Im neuen Jahr will ich fertig sein mit dem Koloss, da es dann ja auch eine One-Shot-Runde zu planen gilt...

Schauen Sie bitte weiter... es gibt hier (noch) nichts (Neues) zu lesen.  ~;D

p^^
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Offline pharyon

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #54 am: 26.01.2020 | 21:33 »
Kapitel 4 - Konzerne und Fraktionen

Nu geht es settingseitig ans Eingemachte. Die mächtigen Fraktionen werden vorgestellt. Positiv anzumerken ist, dass die Beschreibung einem erkennbaren Muster folgen, das man schnell erfasst hat. Die dargestellten Punkte sind immerhin ein Hinweis auf die Schwerpunkte der jeweiligen Fraktion: Welches Menschenbild herrscht vor? Worin hebt sich die Fraktion besonders ab? Was ist typisch? Das ist eingängig und hilft beim Kennenlernen der wichtigsten Kulturen des Settings.
Negatives: Klischee-Akkumulation auf Anschlag gedreht. Und es werden einige Abkürzungen nicht oder später eingeführt (Beispiel: WEB). Wah!

Die großen "Acht":
a) das Alpha-Konsortium / Westeueropäischer Bund (Europa): Willkommen im faschistoid anhauchenden Teil dessen, was von Europa übrig geblieben ist. Die Begrifflichkeiten Stählerner Adler, Supersoldat, Fleischschmiede, Leistung, Gehorsam, Trachtenkultur, Bürokratieflut und Blitzkrieg-Spezialisierung finden sich alle hier. Imposante Architektur, pompöse Melodeien und eine effiziente Hierarchie zeichnen das öffentliche Bild. Soweit so einfach.
b) Church of Clone / Last Eden (Nord-Amerika/Nord-USA-Kanada): dem Alpha-Konsortium in Sachen Klon- und Gen-Technik mindestens ebenbürtig finden sich hier die fanatischen Anhänger einer monotheistischen Religion. Immerhin werden hier auch Engel gezüchtet, die im Auftrag des Schöpfers über die schutzlosen Gläubigen wachen und an den Grenzen wie im Inneren für Sicherheit sorgen. Dabei gibt es auch gefallene ENgel, da der "Vater" unter Umständen nicht der richtige "Vater" ist, sondern dessen erster Klon. Bei der Church of Clone könnte es sich um die innovativste Gruppe unter den großen Acht handeln.
c) Cycore / der Cluster (Süd- & Mittel-Amerika): ein Land, in dem die Maschinen regieren, bzw. ein Kollektiv aus menschlichen Gehirnen und künstlichen Intelligenzen. Cyborgs - Maschinenkörper mit menschlichen Hirnen fungieren in unterschiedlichsten Positionen als Streitkräfte und Abgesandte dieses "wohltätigen" effizienten Kolosses. Terminator trifft Futurama. Nett!
d) Freelands Alliance (südliches Nord-Amerika): die letzte Bastion einer freiheitlichen und konstitutionellen Republik. Wild-West-Ästhetik trifft auf Freiheitskampf-Mentalität, liegt man doch zwischen Last Eden und dem Cluster zwischen zwei enorm gefährlichen Feinden. Hier gibt es dafür überdurchschnittlich viele Hacker und eine computergestützte Demokratie.
e) Gothika / Chaos Sektor (Arktis & Antarktis): dank der äußerst gefährlichen Seuche WASTE starben einige Auserkorene nicht, sondern wurden zu Untoten mit besonderen Fähigkeiten. Hier haben wir quasi eine Vampirokratie. Die Fürsten der Nacht, genannt Nekroide, herrschen und verwalten diese Urgewalt und drohende Gefahr im Nacken ziemlich jeder anderen Fraktion. Und so erhält die Underworld-Ästhetik Einzug in dieses Setting.
f) Nomaden (überall ein wenig): in diesem Fall haben wir es nicht mit einer Fraktion zu tun sondern einer Abstraktion der verschiedenen nomadischen Gruppierungen, unter anderem den hier Primals genannten wiederauferstandenen Neanderthalern, die als einzige eine mysteriöse Kraft namens Me spüren können. Hello, Eiszeit-Mad Max. Nebenbei wird hier noch Afrika als Warlord-Kriegszone etabliert, was nun aber auch niemanden mehr wundern dürfte.
g) Okton / Great Blue (alle Meeresgebiete der Ozeane bis zu einem gewissen Grad an die Küsten): eine eher ökologisch angehauchte Entität der Meere, mit zum Teil genetisch an das Unterwasserleben angepassten Menschen. Erinnert ein wenig an Schleichfahrt, sitzt zwischen vielen Fronten, gerade im Atlantik und Pazifik.
h) Sanada Entertainment / Pakt der aufgehenden Sonne (Ost- & Südost-Asien): der Medienkonzern schlichthin, in dem der Schein und die Wahrung des Gesichts/Anscheins die größte Rolle spielt. Cybersamurai und Shinobi sind Spezialisierungen, die es hier gibt. Sehr japanisch und koreanisch angehauchte Asienfraktion.
i) Skimitar / Vereinigte Emirate (Mittlerer Osten): die auf Tarntechnologie spezialisierten Nachfahren der islamischen Staaten werden hierunter zusamengefasst. Religiosität und Frömmigkeit werden groß geschrieben. Und natürlich muss man sich als Feind Skimitars vor Attentaten und Anschlägen ihrer Spezialkräfte fürchten. Auch hier gibt es wenig Überraschendes.
j) Troika / Rote Union (Osteuropa, Mittel- und Nordasien, ~ehemaliges Russland & China): zum Schluss finden wir endlich den berüchtigten Konzern, der sich dem kommunistischem Menschenbild verschreibt, Bestienmutanten züchtet und so ziemlich alle Sowjetklischees bedient. Und dann stolpert der geneigte Leser noch über sprachliche Perlen wie der "typisch slawischen Opferbereitschaft". Ich war zumindest über diesen Halbsatz dermaßen irritiert, dass es mich aus dem Lesefluss warf.

Zusammenfassend werden hier 9 statt 8 Fraktionen vorgestellt, d.h. eine Angabe aus dem vorangegangenen Kapitel wird schon revidiert/ergänzt. Wer ein dickes mentales Fell hat, kommt mit der Klischeedichte zurecht. Fast nichts, was hier vorgestellt wird, wirkt neu oder innovativ. Positiv ausgedrückt: die Zugänglichkeit ist ziemlich hoch.

Wir haben Kapitel 4 hinter uns gebracht und befinden uns somit schonmal auf Seite 87 von 560. Das nächste Kapitel folgt morgen Abend: Kapitel 5 - Herren der Unterwelt. Das wird kurz.

p^^
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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #55 am: 27.01.2020 | 09:38 »
Irgendwie ist das hier wie ein Cthulhu-Buch zu lesen und den Pharyon beim Weg in den Wahnsinn zuzusehen.  ;D
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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #56 am: 27.01.2020 | 17:21 »
Zitat
Negatives: Klischee-Akkumulation auf Anschlag gedreht.

Ohne Frostzone jemals in der Hand gehabt zu haben, kann ich beim besten Willen nicht erkennen, was an Klischees so schlecht sein soll. Für mich ist das fast schon ein Kaufargument... :d
« Letzte Änderung: 27.01.2020 | 17:34 von Weltengeist »
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #57 am: 27.01.2020 | 17:30 »
Irgendwie ist das hier wie ein Cthulhu-Buch zu lesen und den Pharyon beim Weg in den Wahnsinn zuzusehen.  ;D
Dazu müsste er aber ja eigentlich ein DSA -Regelwerk lesen...

Ohne Frostzone jemals in der Hand gehabt zu haben, kann ich beim besten Willen nicht daran erkennen, was an Klischees so schlecht sein soll. Für mich ist das fast schon ein Kaufargument... :d
Ich verstehe das FZ-Gebashe auch nicht so ganz. Ich hatte es mal vor ein paar Jahren und kann mich aber nicht daran erinnern, es so schlimm gefunden zu haben.
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Cynom

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #58 am: 27.01.2020 | 21:20 »
Also finde ich es sehr amüsant, pharyon - gerne mehr davon  :d


Ohne Frostzone jemals in der Hand gehabt zu haben, kann ich beim besten Willen nicht erkennen, was an Klischees so schlecht sein soll. Für mich ist das fast schon ein Kaufargument... :d

Es behauptet ja auch Niemand, dass Klischees generell schlecht sind. Allerdings gibt es da sicher Abstufungen und Abstraktionsebenen. Oft bediente oder sehr aufdringliche bzw. eindimensionale Klischees können natürlich unfreiwillig albern oder störend sein. Das kennt doch Jeder. Und unoriginelle Klischees sind doch für viele Leute ziemliche abturner.

Hier bei Frostzone sind sie dazu noch .. na ja, sie wirken problematisch. Und eben durchaus ziemlich unoriginell. Kommunistische Russen, Assassinen-Araber, Warlord-Afrika etc.

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Ich verstehe das FZ-Gebashe auch nicht so ganz. Ich hatte es mal vor ein paar Jahren und kann mich aber nicht daran erinnern, es so schlimm gefunden zu haben.

Von dem was ich bisher davon gelesen habe (nicht nur hier im Thread) kann ich es absolut verstehen. Aber sind ja auch Geschmäcker.

Offline pharyon

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #59 am: 27.01.2020 | 22:40 »
Hallo ihr,

falls es euch wie Gebashe vorkommt: Was meint ihr damit? Ist das bisher Geschriebene zu einseitig? Zu despektierlich? Ich versuche meinen Eindruck des Gelesenen mit einem Augenzwinkern wiederzugeben. Falls ich damit den falschen Nerv bei euch treffe: das tut mir leid.

Wie aber eingangs angekündigt, möchte ich mit einem Schmunzeln berichten, was ich so im Regelwerk entdecke.

Was Klischees betrifft: Ich bewerte nicht, dass es Klischees gibt. Ich bewerte aber, dass es im Regelwerk für mich bislang zu viele Klischees gibt (fast ausschließlich). Ihr dürft das natürlich anders sehen.

Kommen wir zu Kapitel 5 - den Gangs von FrostZone

Das Kapitel liefert über zehn Seiten, vier davon vollseitig bebildert, einen Einblick in zehn Gangs, als da wären:
a) die Bratva: die russische Mafia hat den 3. Weltkrieg überlebt und ist und bleibt die Bratva
b) die Chunin: die Nachfolger der Yakuza sind im Endeffekt ... die Yakuza
c) eine Drogendealergang im Rasta-Style mit Voodoo-Einschlag
d) die Loge: eine graue Eminenz wohlhabender, sehr diskreter Herrschaften
e) eine Mutantengang
f) eine Cyborg-Assassinen-Gang, die sich auch als Söldner einsetzen lässt
g) eine Hightech-Gang, die sich aber mystisch, keltisch und fantasymäßig kleidet und gebart
h) eine Neo-Indianer-Gang, mit Tattoos, Piercings und Irokesenschnitt
i) eine Gang aus glatzköpfigen Männern mit Südstaatenschnurrbärten (das steht da wirklich drin) und nordischer Symbolik
j) eine Zombiegang - bei der finde ich interessant, dass sie erst einmal freundlich, höflich und zuvorkommend sind, beim kleinsten Anpfiff aber komplett ausrasten und die Welt brennen sehen lassen wollen (bzw. alle mit dem WASTE-Virus infizieren) -> die Gang erinnert so ein wenig an die Anhänger des Joker

Kurz und bündig werden die Gruppierungen vorgestellt, jede mit eigenem Kodex und mit bestimmten Spezialisierungen. So kann der Neo-Indianer-Schläger natürlich als Skalpjäger Angst und Schrecken verbreiten, der Yakuza-Pilot mit Kamikaze-Manövern noch besseren Rammschaden verursachen und so weiter. Hier wird wieder jede Erwartung erfüllt - im Guten, wie im Schlechten. Irritierend finde ich, dass die Loge, obwohl doch so eloquent, exquisit und diskret, so elaborierte Techniken wie "Ich muss weg" und "Kroppzeuch opfern" ermöglicht - hier bricht meines Erachtens der Stil erheblich.

Immerhin Seite 97 von 560 erreicht. Kommen wir also zu ...

Kapitel 6 - Söldner, Kulte und Nomaden bzw. Geheimgesellschaften

Auf vier Seiten (ohne Vollbilder wie im Kapitel zuvor) werden 4 Söldnergruppen, 3 Primalstämme, 3 Nomadenstämme und 2 Kulte vorgestellt. Die Kreativität reicht von einem den Weltuntergang herbeiführenden Hackerkult über ägyptisch anlehnende Organsammler, Kannibalen, Genknetern, Maschinenanbetern, Eiswanderern, Psi-Söldnern, Spezialisten für schwere Waffen hin zu Schwarzen Witwen (so wie Black Widow oder die Red Sparrows). Ein kurzer Einschub für Spieler, die durch die beiden vorherigen Kapitel noch nicht ganz abgeholt worden sind.

Hey, wir sind bei Seite 101 von 560!

Ein erstes Zwischenfazit: Frostone wirkt wie die Rollenspiel gewordene Version des Kartenspiels SmashUp (welches ich sehr gerne spiele).Als Vorteil kann man die gute Zugänglichkeit sehen. Quasi jede halbwegs bekannte SciFi-, Horror- oder Fantasy-Idee wurde hier irgendwo eingemischt. Man kann Supersoldaten, Werwölfe, Vampire, Terminatoren, Engel, Psioniker, Amphibienmenschen, Samurai, Ninjas, Assassinen und noch einiges mehr spielen - alles in einem Setting. Für mich liegt die Klischeedichte bei gefühlt 99% etwas zu hoch, so langsam habe ich mich aber daran gewöhnt.

Freuen wir uns also morgen Abend gemeinsam auf Kapitel 7 - XGen-Faktor.

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #60 am: 27.01.2020 | 23:09 »
Hallo ihr,

falls es euch wie Gebashe vorkommt: Was meint ihr damit? Ist das bisher Geschriebene zu einseitig? Zu despektierlich? Ich versuche meinen Eindruck des Gelesenen mit einem Augenzwinkern wiederzugeben. Falls ich damit den falschen Nerv bei euch treffe: das tut mir leid.
Ich finde das nicht unbedingt despektierlich aber schon ziemlich einseitig beschrieben. Es wirkt grade so, als ob du alles was du findest, so aufzählst als ob es lächerlich oder peinlich wäre. Eigentlich so, wie wenn du dich über das ganze Buch nur lustig machen willst- und das fängt schon im ersten Posting an. Und die Runde, die du auf Hessenstein dazu anbietest, tut ihr Übriges.
Ich hatte hier eigentlich eher auf eine...sagen wir...neutralere Art der Berichterstattung gehofft.

Zitat
Wie aber eingangs angekündigt, möchte ich mit einem Schmunzeln berichten, was ich so im Regelwerk entdecke.
Klar, kannst du machen- aber ich habe bis jetzt noch nichts entdeckt, was mich zum Schmunzeln oder Lachen gebracht hätte- ganz im Gegensatz zu Brehms Tierleben von anno dazumals.

Zitat
Was Klischees betrifft: Ich bewerte nicht, dass es Klischees gibt. Ich bewerte aber, dass es im Regelwerk für mich bislang zu viele Klischees gibt (fast ausschließlich). Ihr dürft das natürlich anders sehen.
Wenn du bewertest, dass es ayho zu viele Klischees gibt, dann bewertest du damit auch, dass es Klischees gibt. So gesehen widersprichst du dir da nicht nur, der Satz macht auch so keinen Sinn.

Zum Thema Klischees will ich mich jetzt auch nicht weiter äußern, denn da sind Geschmäcker bekanntlich verschieden; der eine mag mehr, der andere weniger Klischees. Völlig in Ordnung. Ich frage mich nur, wie oft du das Wort Klischee bzw. Klischeedichte in deiner Wiedergabe des Inhalts noch verwenden willst. Es in gefühlt jedem zweiten Satz einzubauen macht es nicht besser (vom Lesen her). Ganz im Gegenteil.

Von dem was ich bisher davon gelesen habe (nicht nur hier im Thread) kann ich es absolut verstehen. Aber sind ja auch Geschmäcker.
Was hast du denn wo noch gelesen?
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Online Keuner

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #61 am: 27.01.2020 | 23:46 »
Ich finde es bis her witzig.  ;D

[...] Wenn du bewertest, dass es ayho zu viele Klischees gibt, dann bewertest du damit auch, dass es Klischees gibt. So gesehen widersprichst du dir da nicht nur, der Satz macht auch so keinen Sinn.
[...]

Das ist ein logischer Fehlschluss deinerseits.
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Offline AngeliAter

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #62 am: 27.01.2020 | 23:54 »
Kapitel 4 - Konzerne und Fraktionen

....

Zusammenfassend werden hier 9 statt 8 Fraktionen vorgestellt, d.h. eine Angabe aus dem vorangegangenen Kapitel wird schon revidiert/ergänzt. Wer ein dickes mentales Fell hat, kommt mit der Klischeedichte zurecht.
....

Man sollte bedenken das die Großen 8 die Konzerne sind welche die Welt mehr oder minder beherrschen. Die Normanden die hier aufgeführt werden sind aber kein Konzern sondern eine Fraktion.
Das erklärt auch den Fehler betreff der Vermutung, das hier was rediviert wurde.

Cynom

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #63 am: 27.01.2020 | 23:59 »
Was hast du denn wo noch gelesen?

Rezensionen und Diskussionen darüber als es damals rauskam, in Foren, auf Blogs. Ich hab auch mal quer reingelesen und der Eindruck wurde bestätigt.

"Subjektive Exegese" + Eingangspost haben doch eigentlich sehr klar gemacht, was geliefert wird. Und das kam dann auch. Warum sollte das hier Anspruch auf eine neutrale Berichterstattung haben? Davon gibts ja auch noch genug. Und man kann ja anderen auch einfach mal den Spaß gönnen.


Offline pharyon

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #64 am: 28.01.2020 | 00:00 »
Wenn du bewertest, dass es ayho zu viele Klischees gibt, dann bewertest du damit auch, dass es Klischees gibt. So gesehen widersprichst du dir da nicht nur, der Satz macht auch so keinen Sinn.
Wenn der Satz für dich keinen Sinn ergibt, bedaure ich das. Worauf ich hinaus will ist Folgendes: Das Klischee als literarische Abkürzung (der Duden nennt es auch eine unschöpferische Nachbildung, Abklatsch) ist für mich ambivalent - es hat seinen Nutzen, aber auch seine Tücken. Die Häufigkeit, in der Klischees aufgebracht werden, beeinflusst mein Empfinden aber enorm (und ich beschäftige mich durchaus eher mit klischeegefüllten Settings wie Star Wars, Star Trek und Aventurien). Und hier werden Klischees (bislang!) fast in jedem Satz transportiert - so mein Eindruck. Ich werde jetzt nicht durchzählen, in wie vielen Fällen, das tatsächlich der Fall sein mag (so weit bin iach dann doch noch nicht  ;)), aber der Eindruck drängt sich mir nunmal auf. Und wenn dich die Häufigkeit des Begriffs hier schon reizt, kannst du dir vorstellen, wie es mir bei der Lektüre des Regelwerks geht.
Da könnte ich mich natürlich drüber aufregen - werde ich aber nicht. Die lapidar-flapsige Art ist meine Art der Wertschätzung, die ich über die letzten Seiten tatsächlich auch ein Stück weit entdecke. Weil: in Sachen Zugänglichkeit geht es fast nicht direkter. Man kann einfach irgendwie alles spielen. Und das hat was Gutes für sich.
Und mit der Tatsache, dass unser Humor jetzt nicht groß übereinkommt, kann ich leben. Nichtsdestotrotz danke ich dir für deine konträre Meinung.

Gute Nacht allerseits.

PS:
Man sollte bedenken das die Großen 8 die Konzerne sind welche die Welt mehr oder minder beherrschen. Die Normanden die hier aufgeführt werden sind aber kein Konzern sondern eine Fraktion.
Das erklärt auch den Fehler betreff der Vermutung, das hier was rediviert wurde.
Es sind 9 Konzerne plus die Nomaden. Das ist nicht dramatisch, mit Big9 kann ich auch leben. Die Nomaden sind - wenn man so will - die 10. Macht.

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #65 am: 28.01.2020 | 00:31 »
PS:Es sind 9 Konzerne plus die Nomaden. Das ist nicht dramatisch, mit Big9 kann ich auch leben. Die Nomaden sind - wenn man so will - die 10. Macht.

Ups, du hast Recht, sind 10 in deiner Liste aufgeführt. Denoch kannst du die Freelands auch streichen weil diese kein Konzern sind sondern eine Nation.

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #66 am: 28.01.2020 | 09:29 »
Das ist ein logischer Fehlschluss deinerseits.
Nö, ist es nicht.

Warum sollte das hier Anspruch auf eine neutrale Berichterstattung haben? Davon gibts ja auch noch genug.
Weil so ziemlich alle anderen Threads in diesem Channel, in denen über ein System berichtet wird, eine nicht ganz so subjektiv-einseitige Darstellung haben.

Zitat
Und man kann ja anderen auch einfach mal den Spaß gönnen.
Habe ich irgendwo behauptet, ich würde phayron und den anderen, die das lustig finden, ihren Spaß nicht gönnen? Nein, habe ich nicht.
Wenn es euch Spaß macht und ihr euch darüber amüsieren könnt, dann ist doch alles in Ordnung.
Aber vielleicht akzeptiert ihr auch, dass diese Art der "Berichterstattung" nicht alle Leute gleich oder eher nicht lustig finden.

Die lapidar-flapsige Art ist meine Art der Wertschätzung, die ich über die letzten Seiten tatsächlich auch ein Stück weit entdecke.
Mag sein. Für mich hat das aber eher weniger mit Wertschätzung denn viel mehr mit Geringschätzung zu tun (zumindest kommt es bei mir so rüber).

Wenn du damit durch bist, machst du dann eine subjektive Exegese von DSA oder Rolemaster?
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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #67 am: 28.01.2020 | 10:30 »
Also angesichts anderer Berichterstattungen über Frostzone finde ich die hier dargelegten Fakten in der hier benutzten Art und Weise geradezu vorbildlich "neutral".  ;D

Ein Alles-Vorstellbare-in-einen-Mixer-und-fünf-Minuten-laufen-lassen-Setting finde ich bereits vom Grundgedanken ... schwierig. Wenn die Macher dann auch noch so dermaßen tief in die Klischeekiste greifen, bin ich über nicht-vernichtende Kritiken geradezu erstaunt. In meinen Augen hat das Setting einen viel zu hohen Gonzofaktor, um es ernst nehmen zu können. Was nicht heißt, dass man damit keinen Spaß haben könnte. Theoretisch. Allerdings sind wir hier ja noch beim Settingteil und was ich bisher von diversen Seiten über die Regeln gehört habe, lässt bereits Übles erahnen.

Also ich harre der Dinge, die da noch kommen, in freudiger Erwartung und bin pharyon dankbar, dass er sich das an meiner Stelle antut und ich mich durch die 560 Seiten nicht persönlich durcharbeiten muss. ;)
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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #68 am: 28.01.2020 | 10:49 »
Es ist halt ein Kitchensink. Im Grunde... ja: Wie DSA. Und DSA-Bashing hatte ja auch seine Hochkultur - da war (ist?) es ja gängige Praxis, sich zBsp. immer wieder darüber lustig zu machen, wie klein Aventurien ist, wie sinnlos die Kulturen nebeneinander auf unterschiedlichen technologischen Niveau existieren usw.
Insofern bin ich irritiert, dass man dasselbe jetzt nicht mal auf ein anderes System anwenden sollen dürfte.   >;D
It's repetitive.
And redundant.

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #69 am: 28.01.2020 | 12:11 »
Ein Alles-Vorstellbare-in-einen-Mixer-und-fünf-Minuten-laufen-lassen-Setting finde ich bereits vom Grundgedanken ... schwierig. Wenn die Macher dann auch noch so dermaßen tief in die Klischeekiste greifen, bin ich über nicht-vernichtende Kritiken geradezu erstaunt. In meinen Augen hat das Setting einen viel zu hohen Gonzofaktor, um es ernst nehmen zu können. Was nicht heißt, dass man damit keinen Spaß haben könnte. Theoretisch.

Die Frage ist halt, wie Leute dann EDO-Settings wie Golarion oder Lorakis bei Splittermond ernst nehmen können. Für mich kommt die Dissonanz hauptsächlich daher. Oder in dem Fall hier eher passend: ShadowRun. Für mich ist der Unterschied zwischen den von mir genannten Settings mit einer großen Fanbase und den Spielen, die statt auf 9 halt auf 11 drehen, wirklich nur graduell. Deshalb wundert es, dass die dann mit einer solcher Euphorie durchs durch Dorf getrieben werden, wo man sich doch viel besser über die Settings lustig machen könnte, die man selber gut kennt.

Aventurien (und unter Umständen die Forgotten Realms) kriegen ja zumindest auch das verdiente Fett ab. >;D

Aber William Gibson wurde sein Kommentar zu ShadowRun wohl nie vergeben.
« Letzte Änderung: 28.01.2020 | 12:13 von tartex »
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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #70 am: 28.01.2020 | 12:44 »
Die Frage ist halt, wie Leute dann EDO-Settings wie Golarion oder Lorakis bei Splittermond ernst nehmen können.
1) Die Klischeedichte ist naturbedingt nicht so hoch. Im Falle Frostzone tangiert das schon ziemlich unlustigen Rassismus, so wie real existierende Kulturen da in die Klischeekorsette gepresst werden. Da muss man sich ja schon zwangsweise drüber lustig machen.
2) Dieses Alles-mit-Allem-und-Scharf ist tatsächlich für mich schon ziemlich drüber. Für dich mag ein Aufdrehen von 9 auf 11 nur graduell sein, für mich ist bei 9 schon so ziemlich Schluss und Frostzone legt dann noch drei Schippen oben drauf.

Ganz davon ab, dass ich auch weder Golarion, noch Aventurien mag und mich mit Lorakis nur sehr rudimentär beschäftigt habe. ;)
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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #71 am: 28.01.2020 | 13:09 »
Die Frage ist halt, wie Leute dann EDO-Settings wie Golarion oder Lorakis bei Splittermond ernst nehmen können.

In meinem Falle: Auch nicht. Jedenfalls nicht, ohne bewusstes Hochdrehen meines SoD dafür. Aventurien ist ja bei mir auch nur Liebhaberei - für mich ist das ein Märchenkontinent, da ist dementsprechend eben ALLES möglich. Die Gedankenwelt eines Djinn oder so  ~;D

Aber ja: Dieses "Einmal Pizza mit alles" reizte mich noch nie.

PS: Ich lese mich gerade in Malmsturm ein und bemerke gerade, wie gut das einem Setting tut, wenn es deutliche Grenzen hat und maximal ein Kerngenre und Überlappungen duldet - aber eben nicht die gegengesetzte Kultur nebenan.
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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #72 am: 28.01.2020 | 14:01 »
1) Die Klischeedichte ist naturbedingt nicht so hoch. Im Falle Frostzone tangiert das schon ziemlich unlustigen Rassismus, so wie real existierende Kulturen da in die Klischeekorsette gepresst werden.

+1

Es ist schon noch ein Unterschied, ob ein Fantasysetting ein oder zwei Schritte entfernt ne (historische) Kultur kopiert oder sogar (unfreiwillig) persifliert. Das kann auch schon gähnend langweiiig, störend oder einfach unangebracht sein. In einem Setting das näher an der Realität dran ist, ist das natürlich nochmal schwieriger und problematischer.

Auch Shadowrun musste sich dafür schon Einiges gefallen lassen, zum Teil absolut zurecht.

Und ich finde dieses "Sau durchs Dorf treiben" und "Bashing"-Wortwahl hier im Kontext irgendwie unpassend. Das ist ein Thread, wo sich ein User subjektiv und mit einem Zwinkern mit einem RPG auseinandersetzt und praktisch seine Eindrücke ungefiltert wiedergibt. Einige finden das lustig und lesen es gerne, andere nicht. Darauf kann man butthurt reagieren und ein Fass drüber aufmachen. Man muss es aber auch wirklich nicht.

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #73 am: 28.01.2020 | 14:38 »
Und ich finde dieses "Sau durchs Dorf treiben" und "Bashing"-Wortwahl hier im Kontext irgendwie unpassend. Das ist ein Thread, wo sich ein User subjektiv und mit einem Zwinkern mit einem RPG auseinandersetzt und praktisch seine Eindrücke ungefiltert wiedergibt. Einige finden das lustig und lesen es gerne, andere nicht. Darauf kann man butthurt reagieren und ein Fass drüber aufmachen. Man muss es aber auch wirklich nicht.

Man könnte natürlich auch sagen, dass du butthurt reagierst und ein Fass drüber auchmachst, dass andere die Begriffe "durchs Dorf treiben" und "Bashing" benutzen. 8] Man muss es aber auch wirklich nicht.
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Cynom

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Re: Pharyon liest FrostZone - eine subjektive Exegese
« Antwort #74 am: 28.01.2020 | 14:45 »
Man könnte sagen, dass du und andere sich hier am Thread stören.

Man könnte auch sagen, dass ich mich daran störe, dass ihr euch daran stört.

Und dann kann man darüber nachdenken, wer sich zurückhalten sollte, damit der Thread ungestört weitergehen kann.   ::)