Autor Thema: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1  (Gelesen 9258 mal)

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Offline Hotzenplot

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Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« am: 16.08.2019 | 08:53 »
Rollenspiel mit Kindern im Hause Hotzenplot(z).

Teil 1: Der Fluch des Elfenwaldes

Gruppe
Hotzenplot, alter Sack, Spielleiter
Subplot, 4 Jahre, Spieler

System und Charaktererstellung:
Ich warte ja gespannt auf So nicht, Schurke!, aber das gibt es ja noch nicht. Eine Alternative wäre Amazing Tales gewesen, dass ich schonmal für Subplot und seine damals 9- und 10jährigen Cousinen benutzt habe. Allerdings war das gestern so eine spontane Idee von uns, Rollenspiel zu spielen. Der kleine Mann hatte Tage zuvor in das Aventurische Bestiarium geschaut und sich jedes einzelne Monster angeguckt. Er war ziemlich begeistert und hat mir Löcher in den Bauch zu den Monstern gefragt. An der ein oder anderen Stelle (Dämonen!) habe ich die Monster in meiner Beschreibung etwas verharmlost und bei der Erklärung des Laraans (aka Succubus) habe ich ihm eins in die Tasche gelogen ("äh, da hockt so eine nackte Frau, weil der Dämon die gefangen genommen hat").
Wir hatten maximal 45 Minuten Zeit - was als Konzentrationszeitspanne für den Kleinen auch so ziemlich das Maximum ist. Bevor ich also das Amazing Tales Zeug rauskrame, habe ich ein leeres Blatt Papier genommen, um dort Charakterwerte einzutragen, irgendwas würde mir schon einfallen. 
Dann wollte ich ihm die Archetypen aus dem DSA5-Regelwerk zeigen, weil die schön bebildert sind und er sich hätte einen Helden aussuchen können. Stattdessen klappte ich zufällig die Professionen auf und er entschied sich nach einigem Blättern für den Jäger. Hektisch habe ich noch nach Namen gesucht - natürlich nicht sofort gefunden - und dem Jäger dann den Namen Orastes verpasst (der Name eines der Archetypen). Subplot fand an dem Jäger vor allem den Bogen toll, den dieser auf dem Bild in der Hand hält.
Als ich das leere Blatt Papier mit Charakterwerten füllte, ließ ich mich etwas von der Beschreibung des Jägers inspirieren. Das letzte Mal, dass Sohnemann und ich Rollenspiel gemacht haben, ist schon eine Weile her. Damals war der größte Würfel ein W10. Ich wollte dieses Mal einen Schritt weiter versuchen und den W20 benutzen. Er kennt die Zahlen bis 20 locker, sie zu lesen und zu bewerten ist natürlich eine andere Sache. Aber ich wollte es probieren.
Bevor ich nun den Charakter schrieb, hatte ich mir nebenbei ein paar Gedanken zum "Plot" gemacht: Eine böse Hexe versumpft den Wald der Elfen. Die Hexe hat einen Dämon dabei, der nur durch Magie/magische Waffen zu verletzen ist. Außerdem sollte die Hexe noch ein anderes (normaleres) Wächtermonster haben. In dem Wald gibt es eine gute Blütenfee, die hilfsbereit ist. Das war´s, damit kann man was anfangen.

Auf dem Charakterblatt trug ich also folgende Werte ein:
Bogen 17 - 1w6 + 10
Schwert 15 / 12 - 1w6 + 5

Körperkraft (KK) 12
Geschick (GE) 16
Klugheit (KL) 14

Naturtalent: 17
Sagen/Legenden: 12

Lebensenergie/Wunden hatte ich in Form von 4 gestapelten Chips dargestellt. Aber die wurden nie angewendet, weil der Typ einfach alles weggecrittet hat und selbst nie verletzt wurde.  ::)

Einige Buchstaben kann Subplot schon lesen, die Körperkraft hatte er beim Studium des Bestiariums ständig nachgefragt (er wollte wissen, was das stärkste Monster ist), weshalb er die Kombination KK erstaunlich gut erkannte. Sagen/Legenden habe ich ihm als Wissen über Märchen und alte Geschichten erklärt, da er die Begriffe natürlich nicht kannte.

Ich habe ihm dann noch erklärt, dass er alles auf der linken Seite (da standen die Eigenschaften und Werte) mit dem w20 würfeln muss und die rechte Seite (Trefferpunkte) mit dem w6.

Das Ganze war also schon mal deutlich komplexer als Amazing Tales, aber das hatte ich bewusst so gemacht. Das vorletzte Mal, als wir ein 1on1 gemacht haben, hatte ich lediglich zwei Werte (Körper/Magie) im Zahlenraum 1-10. Ich wollte die Anforderungen hochschrauben. Man muss dazu sagen, dass er manchmal beim Rollenspiel etwas zuguckt (kurz vorm Schlafengehen ein paar Minuten zum Beispiel) und die Würfel alle kennt. Das war also nicht neu für ihn.

Dennoch war ich sehr gespannt, wie es klappen würde...


Metagefasel
Es lag die Karte des Svelltlandes vom letzten DSA-Spieltag auf dem Tisch. Deshalb habe ich den Plot in die Salamandersteine verlegt und das Ausgangsdorf sollte Gashok sein. Die Größen und Entfernungen habe ich natürlich vereinfacht.

Ich merkte Subplot an, dass er, als ich fragte, ob er bereit sei, ziemlich angespannt und nervös war. Sense of Wonder sag ich nur!
Ich war bei der Eröffnungszene in der Taverne erstaunt, wie souverän er es gemacht hat. Unser Sohn ist eher auf der schüchternen Seite muss man dazu sagen. Als die Elfe Vindaria in den Raum gerufen hat, ob ein Orastes da ist, hat er vorsichtig aufgezeigt und leise "Hallo" gerufen, nachdem er - das fand ich erstaunlich - beschrieben hat, dass er oben sitzt, als sie rein kommt. Ich kann ja (leider) nicht in seinen Kopf schauen und bin neugierig, was da so vorgegangen ist in dem Moment. Er konnte aber sehr gut zwischen Papa und der Elfe unterscheiden, hatte ich das Gefühl. Von der Elfe habe ich ihm ein Bild gezeigt (Archetyp der Elfe im Regelwerk). Die Taverne und das Dorf (Gashok) habe ich nur beschrieben. Ich bin mir nicht sicher, wie viel er davon versteht, so eine Karte vor sich liegen zu haben.
Schön war die Reaktion auf das Hilfegesuch der Elfe: Er war sofort dabei. Nichts da mit dein heutigen Motivationsfragen und Preisverhandlungen ;).
Sehr erstaunt war ich, wie konzentriert er als Orastes seine Sachen für die Reise gepackt hat, nachdem ich gefragt habe, ob er noch etwas mitnehmen möchte. Er hat den Bogen und das Schwert eingepackt und eine Fackel. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie er auf Fackel kommt. Ich wusste nicht mal, dass er das Wort kennt. Gerührt war der Hotze, als Subplot etwas "zu Essen für die Mama von der Elfe" eingepackt hat. Super!

Der erste Wurf ging dann auf Naturtalente und was soll ich sagen? Subplot hat das Würfelglück von Hotze geerbt. Überhaupt hat er alle Würfe an dem Abend geschafft (was gewissermaßen doof war, weil ich ihm ja auch zeigen wollte, was passiert, wenn er drüber würfelt bzw. gucken wollte, ob er das erkennt). Beim Naturtalent-Wurf gab es direkt die 1. So kam er auf die Spur des Marus (hektisch hatte ich im Bestiarium geblättert und ein cooles Bild von einem Monster gesucht, dass Hexenwächter sein kann).
Die Schleichenszene und der Angriff waren toll. Für das Schleichen habe ich ihn Geschick würfeln lassen. Er hat eine 13 gewürfelt bei einem Wert von 16. Er wusste nicht von allein, ob das niedriger oder höher als 16 ist (ich glaube, er konnte mit dem Konzept von niedrigen und hohen Zahlen nichts anfangen). Also habe ich ihn zählen lassen bis 16 und vorher gefragt, ob die 13 vorher vorkommt. Das hat er dann geschafft, wobei er ziemlich unsicher war, aber der Papa-SL ist ja nicht so ein Schweinemeister wie sonst und hat geholfen.
Dann ging es an das Trefferpunkte Würfeln. Den w6 beherrscht er natürlich schon aus anderen Spielen (es war der Tanelorn-Würfel mit dem :T: auf der 6, was ich ihm kurz erklärte). Haken: Dieses Mal musste gerechnet werden. Er würfelte eine eins bei einem 1w6+10 Bogen. Kopfrechnen kann er noch nicht, also legte ich meine zehn Finger auf die Armlehne und bat ihn, einen weiteren Finger von sich dazuzulegen. Mit der anderen Hand zählte er und kam auf das richtige Ergebnis.
Der zweite Schuss mit dem Bogen war dann auch eine 1. Das gleiche Prozedere mit den Trefferpunkten erneut, nur zwei Mal (meine Auslegung vom Meisterschuss). Das war es für das Maru. Mein Maru war dann unterwürfig, was ihm allerdings nichts genutzt hat. Subplot war knallhart und hat das Vieh fertig gemacht. Richtig so! Jajaja, ich höre die Pädagogen weinen. Ich war auch etwas überrascht, weil das Maru sich ja ergeben hatte. Aber er kannte kein Mitleid - vielleicht weil es ein schreckliches Monster war, also unmenschlich? Oder sind das viel zu pädagogische Fragen? Ich weiß es nicht.
Bei der Entscheidung, ob er erst zur Fee oder direkt zur Hexe gehen sollte, habe ich ihm diese Optionen nochmal metamäßig erklärt (bei erwachsenen Spielern hätte ich gesagt: Vorgekaut). Er hat verstanden, dass er es bei der Hexe und dem Dämon schwieriger hat ohne die Hilfe der Fee. Also die Fee gesucht.
Der Naturwurf war wieder ein Erfolg, wobei er wieder die Schwierigkeit hatte zu erkennen, was eine höhere und niedrigere Zahl ist. Ich zählte ihm nochmal vor und er konnte dann mit etwas Hilfe entscheiden, dass der Wurf gelungen war.
Als Orastes die Fee fand, kam passenderweise Mama gerade rein. War das erste Mal, dass sie beim Rollenspiel zuhört - freiwillig zumindest. Subplot hat das aber irritiert, ich hatte das Gefühl, dass er sich etwas geschämt hat. Mit der Fee hat er dann auch ganz leise gesprochen, so dass die Fee ihn bitten musste, lauter zu sprechen, was Subplot/Orastes dann auch tat.
Wie seine Augen strahlten, als die Fee das Schwert zu einem magischen Schwert machten!
Subplot erzählte dann direkt fleißig, wie er zur Hexe geht und sie mit dem Schwert "schneidet". Moment Kollege, hier bin ICH immer noch der MEISTER!
Also erstmal zum Platz der fünf Eichen geschlichen. Bei der Beschreibung des dunklen Waldes wurde Subplot sichtlich unwohl, also änderte ich den Kurs etwas und machte es nicht ganz so dyster. Den Dämon fand er - wie schon beim Durchblättern des Bestiariums - überhaupt nicht schlimm, als ich ihm das Bild zeigte (ein Zant). Spricht gegen die Darstellungen der DSA5-Dämonen, denke ich ^^.
Was soll ich sagen: Eine gelungene und eine Meisterattacke mit dem Schwert auf den Dämon und das war´s.
Leider hatte ich dann kaum noch Zeit (ein Telefonat mit dem Mythos und Blechpirat stand an), also ließ ich die Hexe um Gnade betteln, sie bot sogar an, das fiese Ritual rückgängig zu machen. Hier war Orastes/Subplot plötzlich sehr gnädig. Ich frage mich warum. Weil die Hexe das Ritual rückgängig machen wollte oder weil sie ein Mensch ist im Gegensatz zum Maru?
Das Ende habe ich dann in Form eines Abspanns erzählt. Die Elfen haben Orastes Gold (sic!) geschenkt und einen magischen Elfenbogen - für das nächste Abenteuer.

Subplot war sehr begeistert und erzählte Mama sofort von seinem Abenteuer - eine ziemlich auf die Gewalttaten komprimierte Wiedergabe mit der Darstellung verschiedener Moves. Ich habe ihn für seine Entscheidung gelobt, zu der Fee zu gehen und wie gut er das mit dem Würfeln und Rechnen gemacht hat.


Spielbericht
Der berühmte Jäger Orastes ist gerade in einer Taverne in Gashok. Die schöne Elfe Vindaria tritt ein und fragt, ob Orastes da ist. Orastes meldet sich von oben. Vindaria setzt sich zu ihm. Sie erzählt, dass ihre Familie und andere Elfen Probleme im Elfenwald haben. Dort breitet sich eine Dunkelheit im Wald aus und ihr Lieblingsplatz mit den fünf Eichen kann nicht mehr besucht werden. Orastes sagt, dass das eine Hexe sei, was Vindaria ziemlich überrascht - woher sollte er das wissen, sie weiß den Grund ja nicht. Orastes sagt, dass er helfen möchte.
Am nächsten Tag brechen die beiden auf. Orastes hat seine Waffen, eine Fackel und etwas zu Essen für Vindarias Mama eingepackt. Am Waldeingang bleibt Vindaria stehen, Orastes geht weiter.

Orastes sucht Spuren und findet Krallenspuren an einem Baum und tiefe Eindrücke im komischerweise sumpfig werdenden Wald. Er folgt den Spuren und sieht ein Maru, wie es in einem Sumpfloch badet. Er schleicht sich heran und schießt zwei Mal mit dem Bogen. Der zweite Schuss ist meisterhaft und trifft das Maru ins Maul. Das Maru geht zu Boden und gibt zu, dass Orastes viel stärker ist. Es erzählt, dass es der Wächter für eine Hexe ist. Die Hexe macht den Wald dunkel und sumpfig. Das Maru zeichnet in Orastes´ Karte ein, wo die Hexe ist (nämlich bei den fünf Eichen). Sie hat einen Dämonen bei sich, den niemand verletzten kann. "Hahaha, nur die Fee weiß, wie man ihn verletzen kann, aber die findet ja zum Glück keiner!". Orastes hat genug gehört und macht kurzen Prozess mit dem Maru.

Orastes sucht nach der Fee. Zum Glück kennt er sich in der Natur aus und findet die Blütenfee an einem Wasserfall. Orastes spricht erst ganz leise mit ihr. Sie kann es nicht hören und als er lauter spricht, versteht sie, was er will: "Mach mein Schwert magisch!" Die Fee fragt, was Orastes will und er erzählt sofort, dass er gegen den Dämon kämpfen will und dass die Familie von der Elfe wieder im Wald sein kann. Die Fee ist begeistert und wirkt einen Zauber, so dass Orastes´ Schwert nun silbrig glänzt. Orastes findet das ganz toll und läuft zu der Hexe.

Als Orastes ankommt, sitzt die Hexe zwischen den fünf Eichen und wirkt ein Ritual, dass den Wald dunkel und sumpfig macht. Ein Dämon, ein Zant, bewacht sie. Orastes schleicht sich heran und greift dann an. Weil der Jäger sich so gut versteckt hatte, ist der Dämon überrascht und Orastes kann ein zweites Mal angreifen. Meisterhafter Schlag - der Dämon wird in genau zwei Hälften geschnitten und vergeht in schwarzem Rauch. Die Hexe ergibt sich, und bittet darum, dass Orastes sie in Ruhe lässt. Sie bietet an, das böse Ritual rückgängig zu machen. Orastes grinst und nickt. Die Hexe macht den Wald wieder schön und rennt dann weg. Orastes überlegt kurz, lässt sie aber laufen.

Die Elfen kommen zurück in den Wald und bedanken sich bei Orastes, der sich sehr freut. Er bekommt einen Beutel voller Gold und einen Elfenbogen, mit dem er sofort ganz viel schießt.

- ENDE -
« Letzte Änderung: 17.08.2019 | 13:15 von Hotzenplot »
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Offline Gwynplaine

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Mega! Mein Kurzer ist 3 1/2 und ich überlege schon länger, wann wir mal das erste Abenteuer spielen können. Bis 20 zählen klappt locker, erste Buchstaben sind auch kein Problem.  Er spielt total gerne Ritter und Dein Bericht (inkl. Metagefalsel) hört sich so gut an, dass ich es in einem halben Jahr oder so sicherlich auch mal ausprobiere (vermutlich dann aber ein anderes System als DSA)...

Offline Hotzenplot

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Cool, freut mich.

Was du als Grundlage nimmst, ist glaube ich den Kindern sowieso egal. Ich empfehle dir, mal einen Blick in Amazing Tales zu werfen. Gibt´s bei drivethrurpg.com als pdf. Das hat sogar mit einer Mischung aus kleinen und mittleren Kindern gut geklappt bei mir. Das ist sehr einfach und kindgerecht gemacht. Amazing Tales bringt eigene kleine Settingvorschläge mit (also einfach sowas wie "Raumfahrt" oder "Fantasy" - so ungefähr, habe ich jetzt auswendig nicht auf dem Schirm) und die Regeln sind gut: Die SC haben im wesentlichen vier Fähigkeiten, die nach Würfeln sortiert sind: W6, W8, W10, W12 wenn ich mich recht entsinne. Die Kinder können sich zu jedem dieser Werte eine Fähigkeit/Attribut ausdenken. Mein Sohn hatte z. b. einen Roboter, der "gut schießen kann" (Überraschung! ;)) auf dem höchsten Wert und solche Sachen wie "mit Computern was machen" dann auf W10 usw. Tolles Spiel!

Das erste Mal, als meiner in dem Alter von deinem war, habe ich wie oben bereits gesagt einfach nur zwei Werte genommen. Das konnte er sich sehr gut vorstellen.
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Offline Selganor [n/a]

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Ein Trick wenn es mit dem Zahlen erkennen noch nicht ganz so gut laeuft waere ein Wuerfel pro "Aktivitaet" in unterschiedlicher Farbe (der Kampfwuerfel (rot?), der Schleichwuerfel (schwarz?), ...) und da dann einfach die "guten" Zahlen bunt einfaerben. Und beim "Aufstieg" kann man das dann gleich noch am Wuerfel "nachmalen".
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #5 am: 17.08.2019 | 14:27 »
Rollenspiel mit Kindern im Hause Hotzenplot(z).

Teil 2: Silvanas Befreiung

Gruppe
Hotzenplot, alter Sack, Spielleiter
Subplot, 4 Jahre, Spieler

System und Charaktererstellung:
Selbes "System" wie letztes Mal, ziemlich improvisiert. Werde wohl beim nächsten Mal auf ein DSA1-Derivat umsteigen. Subplot wollte wieder seinen Jäger Orestas spielen.

Aber, unglaublich eigentlich, ich habe noch etwas anderes benutzt: Mit Lanze, Helm und Federkiel. Das bescheuertste und unnützeste DSA-Supplement aller Zeiten wird tatsächlich im Hause Hotze benutzt. Unfassbar. Ich war damals kurz davor, das Teil zu verbrennen, so schlecht fand ich das. "Kinderkacke" habe ich damals laut ausgerufen. Und ja, es ist Kinderkacke. Aber ich habe ja nunmal ein Kind, mit dem ich rollenspiele - also wie wär´s mit einem Versuch. So ähnlich habe ich gedacht. Der Kurze war begeistert. Alles haptisch vor sich zu haben ist natürlich eine ganz andere Nummer für ein Kind. Klasse!
Der zweite haptische Teil zu Anfang waren die DSA-Silbermünzen (jaja, der ganze Müll, den man sonst nur unnütz rumliegen hat, wird mal benutzt), die ich in einen Lederbeutel getan hatte. Das war Orestas´ Geldbeutel. So konnte ich Subplot gut vermitteln, dass er zwar Geld hatte (im Gegensatz zur Versprechung nur Silbermünzen, aber was wissen Elfen schon über Geld?), aber nicht unendlich viel. Die Ausrüstungsgegenstände aus MLHuF habe ich 1, 2 oder 3 Münzen kosten lassen. So konnte ich Subplot vermitteln, was das Geld wert ist und das er sich nicht alles leisten konnte.
Orestas kaufte sich einen Heiltrank, Heilkräuter, ein Pferd, ein Schild und eine Krötenhaut (Rüstung).


Metagefasel
Wenig Zeit, deshalb kurz:
Ich habe den Tipp von Selganor beherzigt, allerdings etwas anders umgesetzt. Wie auf den Fotos zu sehen, habe ich Zahlen von 1 bis 20 untereinander geschrieben und einen Bleistift auf den Zielwert gelegt. Auf den erwürfelten Wert habe ich den Würfel gelegt mit der erwürfelten Zahl nach oben. So konnte Subplot gut erkennen, ob er unter- oder überwürfelt hat. Das hat gut geklappt. Werde ich weiter so anwenden.

Ich habe ein eingestampftes Silvanas Befreiung geleitet. Da Subplot nach der Beschreibung von Havena sofort im Hafen tauchen wollte (Dreckwasser hielt ihn nicht ab), habe ich die Neckerbegegnung eingebaut, die ihn auf Silvana und deren Entführung gebracht hat.

Das Prinzip der Aufteilung des Erzählrechtes hat Subplot noch nicht so ganz verstanden/verinnerlicht. Er erzählt ganz gerne drauf los, was so alles passiert. Eigentlich toll. Gemeinsames Geschichtenerzählen funktioniert also wunderbar. Aber ich wollte dann doch klassisches Rollenspiel machen und habe ihn etwas gebremst. Was er übrigens ziemlich doof fand.

Wie schon beim letzten Mal, hat Subplot die Begegnungen vorrangig mit Gewalt gelöst. Ich habe ihm bei den Goblins sehr offen die Reden-Möglichkeit angeboten, aber er wollte die Goblins lieber verkloppen. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm, ne?! ;D

Problematisch waren die zwei-drei vergeigten Proben. Beim letzten Mal ist ja schlichtweg alles gelungen. Jetzt bemerkte Subplot, dass man auch mal schlecht würfeln kann. Bereits ohne die Konsequenzen des missglückten Wurfes zu kennen, zog Subplot eine Schmollmiene. Überhaupt ist Verlieren beim Spiel für ihn nicht wirklich eine Option. Ein Problem, dass ich bei allen Gesellschaftsspielen mit ihm habe. :D Nunja, ich munterte ihn auf und er machte weiter (natürlich gestaltete ich die Proben so, dass es niemals eine Sackgasse ergab).

Schön an Silvanas Befreiung ist, dass man das Geheimtür-Rätsel mit der Skizze und dem Wandbild (Eingeweihte wissen Bescheid) gut für Kinder darstellen kann. Subplot hat das mit etwas Hilfe sehr gut gelöst und freute sich entsprechend.

Achja, Subplots Wunsch war es, ein Tier zu haben. ;)


Spielbericht
Orestos (ja, beim letzten Mal noch anders geschrieben/genannt) der Jäger ist in Havena. Er kauft sich bei einem Händler von seinem Geld ein paar Sachen: Rüstung, Schild, Pferd, Seil, Heilkräuter und Heiltrank. Dann geht er in die Stadt. Beim Hafen schwimmt und taucht er. Er sieht im Wasser etwas silbrig glänzen und taucht darauf zu. Das silbrige ist die Haut eines Neckers, der sich nun zeigt. Der Necker ist freundlich und führt Orestos in eine Höhle mit Atemluft. Dort erzählt er Orestos, dass er eine Freundin am Hafen hat (oh Gott, wie das klingt!), die er normalerweise oft im Hafen sieht. Sie war lange nicht da. Er fragt Orestos, ob der ihm helfen möchte. Orestos nickt. "Finde Silvana, ihre Großmutter hat ein Handelskontor am Hafen!".

Orestos schwimmt zurück zum Hafen. Er versucht Spuren von Silvana zu finden, aber in der Stadt gibt es zu viele Spuren. Er sieht viele Menschen und fragt einen Kapitän. Den fragt er nach Silvana. Der Kapitän kann sich an das hübsche Mädchen erinnern und zeigt in eine Gasse. Allerdings habe der Handelskontor seit kurzem geschlossen, was sehr komisch ist.

Orestos reitet zum Handelskontor (er hat ja jetzt ein Pferd). Die Gasse ist still und auch der Handelskontor ist geschlossen. Die Tür ist verrammelt. Orestos lässt sein Pferd steigen und wiehern. Da hört er von drinnen eine Stimme: "Moment, ruhig, ich habe was gehört!". Orestos steigt ab und nimmt seine Fackel in die Hand. Damit zündet er die Tür ein und geht danach durch.

Drinnen ist ein durch diesen Auftritt erschrockener Ork, der gerade eine Oma bedroht. Er will wissen, wo der Schatz ist. Die Oma ruft jetzt um Hilfe. Orestos zieht sein Schwert und schlägt auf den Ork. Der wird getroffen, wehrt sich allerdings (es ist ein starker Ork!). Aber Orestos zieht jetzt sein Schild und wehrt ab. Dann trifft er den Ork erneut. Der gibt auf und verrät, dass Orestos im Keller schauen soll. Orestos lässt den Ork fliehen. Die Großmutter (Igraine) bedankt sich und bittet, dass Orestos Silvana findet. Sie gibt ihm den Hund "Rex" mit, einen großen Bornländer.

Orestos geht in den Keller. Es ist dunkel, also zündet Orestos seine Fackel an. Er sieht nun einen Durchbruch im Keller und einen gegrabenen Gang. Dahinter hört er Stimmen in einer fremden Sprache. Orestos ist klug genug, die Stimmen zu verstehen. Es unterhalten sich zwei Goblins auf goblinisch. Der eine will abhauen, der andere will bei seinem Chef, Kapitän Einauge bleiben. Orestos überlegt, ob er mit den Goblins reden soll. Dann schlägt er lieber zu. Rex und Orestos besiegen die Goblins. Die Goblins betteln und ihr Leben und verraten, dass Orestos beim Kapitän in der Kammer suchen soll. Dort soll es einen Geheimgang finden.

Orestos geht in die Kapitänskammer. Er sieht ein großes Wandbild, bei dem mehrere Krieger in einer Schlacht kämpfen. Im Schreibtisch findet er eine Skizze von einem behelmten Krieger. Auf die Augen des Kriegers zeigen Pfeile. Orestos schaut sich die Skizze und das Wandbild an. Er findet den Krieger mit dem Helm wieder. Er weiß nicht weiter. Dann schaut er nochmal genau und sieht, dass die Augen des Kriegers an der Wand wie Steine aussehen. Oder Knöpfe. Orestos findet, dass es aussieht wie Knöpfe an einem Hemd. Oder Knöpfe wie Schalter? Orestos drückt dann endlich in die Augen. Links von ihm schwingt eine Geheimtür auf.

Hinter der Geheimtür ist ein Raum, in dem ein schönes Mädchen auf einem Bett liegt (sie hat nur ein T-Shirt an). Der Piratenkapitän Einauge bewacht sie. Es ist Silvana. Der Pirat versucht aus Silvana herauszukriegen, wo der Schatz ist. Sie verrät es nicht.
Orestos versucht, sich anzuschleichen. Es misslingt leider. Der Pirat dreht sich um: "Was willst du denn hier, verschwinde, ich bin Pirat Einauge und bin unbesiegbar!" Orestos lacht ihn aus. Der Pirat fragt, warum Orestos lacht, aber Orestos lacht ihn noch mehr aus. Jetzt reicht es Einauge und er greift an. Orestos ist aber schneller. Nach einem kurzen Schlagabtausch, bei dem Orestos keinen Kratzer abbekommt, ist Einauge besiegt. Orestos nimmt sein Seil und fesselt ihn, weil er ihn der Polizei (Stadtwache) übergeben will. Er gibt Silvana richtige Kleidung. Dann bringt er Silvana zu ihrer Oma.

Alle sind sehr froh. Silvana zeigt Orestos den Schatz, den die Piraten wollten: Es sind Perlen, die Orestos auch beim Necker in der Höhle gesehen hatte. Silvana schenkt Orestos einige Perlen, die er sofort in Silbermünzen eintauscht. Anschließend gehen beide zum Hafen, wo sie den Necker treffen. Der freut sich auch und nimmt alle in den Arm. Er überreicht Orestos zum Dank eine Halskette des Efferd. Wenn immer Orestos im Wasser Probleme hat, kann er die Macht der Kette benutzen.

- ENDE -



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Offline Gunthar

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #6 am: 17.08.2019 | 14:50 »
1W6+15 ist aber ein krass fetter Bogen!   8] >;D :d :headbang:
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Offline Huhn

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #7 am: 17.08.2019 | 15:44 »
Das liest sich so richtig schnuffig. Danke für die ausführlichen Berichte. ^-^

Und mach dir wegen des schlechten Verlierens keine Sorge - das bessert sich. Ich habe als Kind mehrere Spiele geschrottet, weil ich sauer darüber war, verloren zu haben. (Schwarzer Peter macht mit knitterigem Schwarzen Peter wenig Spaß. Und Memory mit Pärchen, die man an Bisspuren erkennen kann, auch nicht... :-[) Wenn ich es geschafft habe, das zu überwinden, schafft Subplot das auch!

Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #8 am: 17.08.2019 | 17:01 »
1W6+15 ist aber ein krass fetter Bogen!   8] >;D :d :headbang:

Ja, wir sind Munchkins  ;D


@Huhn, danke für die Worte. Ja, ich höre ähnliches zum Glück auch von anderen Kindern.  >;D
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Offline schneeland

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #9 am: 17.08.2019 | 17:03 »
Ja, das mit dem schlecht verlieren können kenne ich von mir selber - hat, glaube ich, fast die ganzen einstelligen Lebensjahre gehalten  ~;D

Ansonsten möchte ich nur kurz nochmal bekräftigen: macht Spaß Deine Abenteuer mit dem Kurzen zu lesen  :d
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Offline Tante Petunia

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #10 am: 17.08.2019 | 17:06 »
Spannend! Sehr fein! Abo!  :d
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Offline Gunthar

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #11 am: 17.08.2019 | 19:44 »
@Hotzi: Hast Du die Karten im Inventar selber gemacht? Sehen gut aus.  :d
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Offline Flamebeard

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #12 am: 17.08.2019 | 19:58 »
@Hotzi: Hast Du die Karten im Inventar selber gemacht? Sehen gut aus.  :d

Die Karten /Und der Inventar-Ordner) sind aus einem der weniger notwendigen Kästen für DSA3: Mit Lanze, Helm und Federkiel. Damals gab es in der Box eine große Mappe sowie 2 kleine Mappen mit Einstecktaschen, dazu die komplette Einkaufsliste aus den Grundboxen als kleine Kärtchen. So hatte man eine (große) Mappe für den Charakter an sich, eine (kleine) Mappe für den Rucksack und eine weitere (kleine) Mappe für alles, was am Pferd hing.

 Die Idee war gut - leider waren die Einstecktaschen damals so weit geformt, dass die Karten quasi schon beim Zuklappen der Mappe komplett verrutscht sind. Ganz zu schweigen von 'in den Rucksack stecken und am Wochenende mit auf Rollenspiel nehmen'...

 Was der Sache auch einen Dämpfer verpasste - weiteres Equipment, das in den Regionalbänden vorgestellt wurde, gab es eben auch nur als Kärtchen in eben diesen Regionalboxen.

 Aber wenn dir das gefällt - Ich habe hier noch die Mappen sowie einen (fast) kompletten Satz (Gerüchten zur Folge sogar inklusive einem maraskanischen Hartholzharnisch) Kärtchen rum liegen...
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #13 am: 17.08.2019 | 20:26 »
Richtig gutes Thema. Möchte ich beobachten.

Offline Gunthar

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #14 am: 17.08.2019 | 20:54 »
Also für das Kind sind die Kärtchen sicher praktisch. Und es ist ja auch nur ein Charakter. Bei mehreren würde es vermutlich mühsam.
« Letzte Änderung: 18.08.2019 | 10:07 von Gunthar »
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #15 am: 18.08.2019 | 10:04 »
Ich abonnier das auch mal.
Meine kleine ist zwar erst 8 Monate... aber dann sind es ja nur noch gut drei Jahre, bis wir endlich anfangen können :-)
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Offline Sashael

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #16 am: 18.08.2019 | 12:23 »
Toller Thread. :)

Das mit dem Verlieren können gibt sich tatsächlich zum Teil von selbst. Frust besser auszuhalten ist dann noch ne kleine Erziehungsherausforderung, aber mit niedrigem CR. ;D
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #17 am: 18.08.2019 | 12:46 »
Ich habe nun schon mehrfach mit Kids gespielt und dabei viel Spaß gehabt. 1on1 habe ich auch mit 4 oder 5 bei meinen Kindern die ersten Gehversuche gemacht, allerdings völlig frei erzählt als eine Art selbsterkundbare Gutenachtgeschichte. Aber gerade mein jüngerer Sohn (jetzt 10), ist auch am systembasierten Spiel interessiert, hat sich DSA 5 zum Geburtstag gewünscht und baut mit seinen Kumpels gerade eine erste Runde auf.

Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #18 am: 19.08.2019 | 07:25 »
Danke für euer Feedback. Subplot hat schon gefragt, wann wir wieder spielen. Ich überlege zurzeit, was ich als nächstes mit ihm spiele. Zurzeit denke ich über irgendeinen Miniplot nach, der in die Richtung von "Mein Papa ist ein Ork" geht (das ist so ein bebildertes Kinderbuch, dass er sehr mag). Also was mit Zwergen. Mal schauen.

@Gunthar: Flamebeard hat dir ja schon geantwortet, wobei ich das ganze Konzept von vornherein für so ein Spiel bescheuert fand. Aber wie gesagt, für Kinder ist es toll. Und ja, wie hier schon aufkam, wenn mehrere Kids mitspielen, wird es natürlich mit den Karten knapp. Zur Not muss ich dann noch so einen Kasten gebraucht kaufen. ;D

Aber gerade mein jüngerer Sohn (jetzt 10), ist auch am systembasierten Spiel interessiert, hat sich DSA 5 zum Geburtstag gewünscht und baut mit seinen Kumpels gerade eine erste Runde auf.

Das finde ich ja super. Dass er das in dem Alter schon macht, also sich eine Runde aufbaut, klasse!
« Letzte Änderung: 19.08.2019 | 07:30 von Hotzenplot »
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Offline Wandler

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #19 am: 19.08.2019 | 07:40 »
Einfach toll! Mich hat damals auch meinen Papa zum Rollenspiel gebracht, zwar doch ein gutes Stück später als Subplot, aber echt toll zu sehen wie das bei so einem kleinen Knirps schon so gut funktioniert! Die Liebe zum Rollenspiel ist etwas für das ich persönlich dankbar bin sie so mitbekommen zu haben, und sie ist mir bis heute geblieben. Dazu noch all die schönen Erinnerungen der ersten Rollenspielrunden :)

Wirklich sehr schöner Bericht, danke dass du dir dafür die Zeit genommen hast Hotzenplotz!

Offline Faras Damion

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #20 am: 19.08.2019 | 08:15 »
Ein schöner Bericht.

Ich finde es sehr beeindruckend, dass der Kleine immer in seiner Rolle geblieben ist. In diesem Alter kenne ich ständigen Positionswechsel. :)
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Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #21 am: 19.08.2019 | 08:21 »
Wandler: Danke dir - und das Berichten mache ich ja selbst gerne  ;)  :d

Ein schöner Bericht.

Ich finde es sehr beeindruckend, dass der Kleine immer in seiner Rolle geblieben ist. In diesem Alter kenne ich ständigen Positionswechsel. :)

Danke.

Ja, fast. Natürlich hat er zwischendurch den authorstance eingenommen, aber jeweils nur kurz. Ansonsten ist er schon in seiner Rolle geblieben. Wobei ich mich frage, wie sehr das Kind zwischen "Ich, Subplot" und "Ich, Orestos der Jäger" unterscheidet.

Einige Angriffe wollte er unbedingt darstellerisch im Wohnzimmer zeigen (wie er mit dem Schwert zuschlägt, wie er schleicht oder mit dem Bogen schießt). Ich war kurz davor, Gummipunkte zu etablieren und ihm welche für diese Moves zu geben.  >;D
« Letzte Änderung: 19.08.2019 | 08:22 von Hotzenplot »
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Offline Faras Damion

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #22 am: 19.08.2019 | 09:02 »
Schlaue Leute haben Ideen für mehr Bewegung zwischendurch in Spiele umgesetzt.
- Beim Schleichen muss man im Flur an Mama vorbei, deren Augen verbunden ist.
- Bei der Verfolgungsjagd muss man 10 mal um den Tisch rennen.
- Im Dungeon muss man durchs Wohnzimmer ohne den Lavaboden zu berühren.

Ich stelle es mir aber schwierig vor, die Kinder dann wieder ruhig an den Tisch zu bekommen. 

Zum Scheitern:
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Offline Fezzik

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #23 am: 19.08.2019 | 09:16 »
Die ersten Sachen die ich mit meinen Kindern damals gespielt hab waren die hier:
http://dungeonslayers.net/download/DS4FWMinidungeons.pdf

Die sind als etwas ausgeschmückter Dungeoncrawler grade lang genug gewesen, das die nicht die Lust verlieren. Ich glaub die waren auch so 5 und 7 Jahre alt (heute sind sie 13 und 16).
System war Labyrinth Lord, die zwei SC der Kids + Kleriker NPC von mir. Etwas später hab ich viele One Page Dungeons mit ihnen gespielt, hat super geklappt.  :)
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Offline Der Läuterer

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #24 am: 19.08.2019 | 09:41 »
Gut geschrieben.
Schön zu lesen.
Tolle Umsetzung.
Phantastisch für Dein Kind.

Ich bin begeistert. Angefüttert und sofort eingefangen.
Der kleine Subplot war aber sicherlich bereits vorgeprägt durch seinen Daddy, bei dessen Sessions er bisweilen gelauscht hat, oder?

Die Ausrüstungskarten sind über ihre Visualisierung sicher sehr nützlich, da die Kinder auch Gewinn und Verlust begreifen lernen, wenn etwas verloren oder kaputt geht.
Selbst gezeichnet oder aus dem Netz gefischt und ausgedruckt, tut es aber auch.
Du könntest auch IHN die Gegenstände selber zeichnen lassen, wenn ihm das Spass macht.

Auch der Einsatz und die Verwendung von Geld, bzw. der Tausch, gibt den Kindern schon früh einen Blick auf den Sinn und Zweck von Geld.

Ich bin gespannt, wann Subplot lernt, die Stereotypen zu durchbrechen.
Der freundliche Ork. Die hinterhältige Fee.
Nicht alles, was schön ist, ist auch gut.
Kämpfe werden nicht durch Muskeln entschieden.
Jedes Ding hat seinen Nutzen/Wert.
Manche Rätsel sollten besser nicht gelöst werden.
usw. etc. pp.

Gratulation.
Daumen hoch.
Und Chapeau.
Ganz, ganz grosser Wurf.
Ich bin ehrlich begeistert.
Weiter so.
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Offline Gregor

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #25 am: 19.08.2019 | 11:18 »
Auch von mir ein herzliches Danke für die Beiträge und  :d.

Wobei ich dann ja fast bereue, dass ich mit meinen beiden Jungs (9 und 11) viel zu spät - vor ca. einem Jahr - zum Spielen angefangen habe  :think: ^-^

Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #26 am: 27.08.2019 | 17:37 »
Weiter geht's.

Rollenspiel mit Kindern im Hause Hotzenplot(z).


Teil 3: Das Grauen von Ranak

Gruppe
Hotzenplot, alter Sack, Spielleiter
Subplot, 4 Jahre, Spieler

System und Charaktererstellung:
So Freunde, wir nähern uns einem offiziellen System, auch wenn das vorher gar nicht der Plan war (wenn schon, hatte ich geplant, mit ihm So nicht, Schurke zu spielen). Ich kramte in meinen DSA1-Boxen nach Dokumenten der Stärke aka Charakterblättern. Weder in meiner 1985 selbst gekauften, noch in der nachgekauften Box (die mit den unzensierten Bildern! ;)) fand ich unbeschriebene Dokumente. Alle waren benutzt. Während meine Dokumente noch unglaublich kreative Namen wie Wulf enthielten, standen bei der gebraucht gekauften Box Namen wie Paul und Klaus. Anfänger! Naja, zum Glück hatte ich ja die Kaiser Retro Box gebackt und hatte dadurch ein jungfräuliches Dokument für Sohnemann. Die Daten hatte ich vor einigen Tagen schon halbwegs übertragen. So ganz DSA1-rein war das aber auch nicht (unterschiedliche AT-Werte für Schwert und Bogen zum Beispiel) und natürlich viel zu viele Trefferpunkte. Das mit den TP hatte ich bei meinem Spontantest mit Subplot aber schon deshalb gemacht, weil ich keine langen Kämpfe wollte.
Abgesehen davon gibt es den Jäger natürlich nicht als Heldentyp. Naja, aber immerhin habe ich ihn die letzten beiden Eigenschaften stilgerecht auswürfeln lassen, wobei ich ihm die Zuordnung überließ. Er wollte lieber mutiger als charismatisch sein. ;)

Ansonsten haben wir beim Charakter alles so belassen. Er wollte auch Orestos den Jäger weiter spielen, was mich etwas überrascht, denn ich hatte erwartet, dass er verschiedene Professionen/Rassen ausprobieren will. Aber nein, er bleibt dem menschlichen Jäger treu.
Wie auch beim letzten Mal habe ich wieder mit der Mappe aus "Mit Lanze, Helm und Federkiel" gearbeitet, was Subplot extrem bei der Vorstellungskraft unterstütz hat.

Metagefasel
Die Voraussetzungen waren dieses Mal nicht so gut. Subplot kam mit hochrotem Kopf herein, weil er bei der Hitze mit den Nachbarjungs draußen auf dem Trampolin war. Weil er schon so erhitzt war, wollte ich nicht noch hoch in den Rollenspielraum unterm Dach. Er hätte das gewollt. Vermutlich wäre das für seine Konzentration besser gewesen. Irgendwie scheint er sich dort oben besonders wohl zu fühlen oder auf eine Art "für sich". Unten war Mama nämlich mit zwei Freundinnen nur einen Raum weiter, natürlich quatschenderweise. Später saugte sie noch Staub und zwischendurch klingelte es zwei Mal an der Tür. Schlechte Voraussetzungen insgesamt, um einen vierjährigen bei der Stange zu halten. Es fiel ihm gestern deutlich schwerer, sich zu konzentrieren (kein Wunder!). Er kam aber nach den beiden Türklingelunterbrechungen (er möchte immer die Tür aufmachen) schnurstracks zum Tisch zurück und wollte weiterspielen.

Zeitmäßig hatte ich 45 Minuten vorgesehen. Viel länger würde seine Konzentration nicht reichen. Außerdem war noch Abendbrot angesagt und ich wollte pünktlich bei einer online-DSA-Runde bei Faras Damion teilnehmen (übrigens ist die Einstimmung für so eine Runde mit einem Subplot-Abenteuer perfekt).

Beim letzten Abenteuer hatte Subplot vom Necker ja eine Muschelhalskette bekommen, in der die Mächte Efferds fließen. Was genaueres habe ich mir nicht überlegt, so dass ich das im Laufe des Abenteuers anpassen konnte. Jedenfalls dachte ich, dass es dann schön wäre, wenn wir ein Abenteuer mit Efferds Element, dem Wasser, machen. Was wurde es also: Das Grauen von Ranak als Auftakt für die Südmeertetralogie. Subplot wird also Kampagnenspieler ;D.

Ich war mir unsicher, ob diese Wahl des Abenteuers richtig war, doch meine Befürchtungen waren umsonst. Gerade weil diese alten Schinken so unglaublich reich bebildert sind, konnte ich ihm zu jeder Szene etwas zeigen. Und auch weil die Abenteuer eben relativ einfach gestrickt sind, eigenen sie sich auch für Kinder. Zudem sind es ikonische Szenen, die meines Erachtens einfach für Kinder zu erfassen und für sie einprägsam sind.
Aufgrund der Ablenkungen musste ich in den Szenen Subplot öfter an seine Handlungsmöglichkeiten erinnern als beim letzten Mal. Er selbst wirkte auch unsicher in manchen Momenten. Viel Spaß hatte er beim Würfeln (und unglaubliches Würfelglück - VIER Mal die 1, nicht ein Mal die 20). Sehr sicher war er dieses Mal bei der Aussprache der Zahlen bis 21. Außerdem wusste er nun fast immer, welchen Würfel er verwenden musste.
Die meist gewürfelte Eigenschaft war mit Abstand Klugheit (alles, was Richtung Sinnesschärfe und Wissen ging), was ich rein pädagogisch ganz gut fand - ob das beim Kind angekommen ist? Keine Ahnung. :D

Subplot hatte zwei Wünsche, als wir anfingen und ich weiß auch, woher die kamen: Er durfte kürzlich 2-3 Mal vor dem zu Bett gehen zugucken, wie ich Skyrim spiele (jaja, alle Pädagogen kreischen jetzt auf ;D). Dabei habe ich unter anderem eine Begleiterin gehabt und ich habe gegen Riesen gekämpft. Genau das wünschte er sich, allerdings, als wir schon mitten im Spiel waren. Aus Garuk dem Grausamen habe ich also einen Riesen gemacht und ich ließ Vindaria, die Elfenfreundin von Subplot aus dem ersten Abenteuer, ihn begleiten.
Den NSC Vindaria habe ich dann übernommen. Er wusste scheinbar intuitiv, dass ich diese Figur steuere und hat sich bei seinem Erzählrecht ziemlich auf seine eigene Figur beschränkt. Ich war erstaunt, wie gut das schon klappte.

Auch an diesem Spieltag mit Subplot haben mir wieder Bilder geholfen. Einige Dinge konnte er sich noch nicht selbst erklären oder kannte die Begriffe nicht (erkläre mal einem kleinen Kind, was eine Schlucht ist). Die Vorstellung für die Karten hat er natürlich auch noch nicht, wobei ihm der Querschnitt des Felsens unter dem Kloster neben dem Bild mit Kloster und Felsen extrem geholfen hat. Für das Risso-Bild habe ich das DSA5-Bestiarium II herangezogen (Insel der Risso wäre wohl besser gewesen, aber ich hatte keine Lust, dafür wieder zwei Stockwerke hochzulatschen ;)). Ein Bild vom Krakenmolch hatte ich ja auch im Bestiarium, wobei es glaube ich auch im Abenteuer eins gegeben hätte, das habe ich aber vergessen.

Das Abenteuer habe ich weitestgehend aus dem Gedächtnis geleitet. Es ist nicht soooo lange her, dass ich es für meine Gruppe geleitet habe (2012 oder so) und ich habe es gefühlt als Kind zwanzig Mal durchgeblättert. Ich habe es auf die 4-5 wichtigen Szenen zusammengedampft.

Die Begegnung mit den Risso wurde übrigens von mir sanft in eine friedliche Richtung gelenkt. Subplot wollte Orestos direkt wieder in den Kampf stürzen, aber durch sein Muschelamulett konnte er mit den Risso reden und hat das dann auch gut gemacht.

Wie immer war Subplot etwas schüchtern, insbesondere die direkte Rede zu imaginären Personen scheint ihm schwer zu fallen. Aber auf gewisse Weise passt das ja perfekt zu einem wortkargen Jäger.

Der Endkampf gegen den Krakenmolch war dann sehr spannend und ein voller Erfolg für Subplot. Wie er sich gefreut hat, dass seine Falle funktioniert. Die Falle war übrigens komplett seine Idee und auch das spannen des Seils zwischen den Felsen. Meister Hotze war ganz stolz! Die Delphine waren dann nicht nötig, ich hatte sie auch völlig vergessen ;).


Spielbericht
Der berühmte Jäger Orestos reist von Havena mit dem Schiff in den aventurischen Süden. Dort gibt es dampfende Dschungel und ganz andere Tiere zu jagen. Er ist in einem kleinen Dorf in einer Taverne. Fischer sitzen dort und unterhalten sich. Unter anderem ein alter Mann und dessen Sohn. Die beiden reden darüber, dass Garuk der Grausame, ein mächtiger Riese, zurück gekehrt sein soll. Deshalb können sie nicht zum Kloster, wo die Efferdpriester wohnen. Die Efferdpriester kommen aber auch nicht mehr zum Dorf. Da gibt es wohl Probleme. Orestos hört sich das an und will dann zum Riesen gehen und den tot machen. Dann überlegt er aber nochmal und redet mit den Fischern, um mehr zu erfahren. Die Fischer fragen ihn, ob er helfen will. Er nickt heftig. Vindaria, die elfische Freundin von Orestos, ist auch da und möchte auch mithelfen. Die Fischer nehmen Orestos und Vindaria mit ihrem Boot zu einer Steilküste. Dort sehen sie ein Kloster auf einem Felsen. Die Fischer erklären Orestos und Vindaria, dass sie die Efferdpriester für ihre Arbeit brauchen und die beiden nachgucken müssen, was da los ist. Orestos und Vindaria haben ihre Pferde mit, sind aber noch auf dem Boot. Die Fischer erklären Orestos, dass er aufpassen muss auf die Riesen. Orestos nickt.

Die Fischer lassen Orestos und Vindaria an Land. Beide gehen Richtung Kloster. Sie kommen durch eine Schlucht. Nach einer Weile versperren große Felsen den Weg. Orestos denkt, dass das eine Falle ist. Er schleicht mit Vindaria auf die Schlucht und findet zwei Riesen, die noch mehr Steine auf den Jäger und die Elfe fallen lassen wollen, allerdings finden sie diese nicht mehr. Orestos weiß, dass einer der Riesen Garuk der Grausame ist. Der gefährlichste Riese von ganz Brabak! Orestos will erst mit Vindaria angreifen. Aber nur er und Vindaria gegen zwei Riesen, das wird ganz schwer. Dann überlegt er, ob er gegen einen Riesen kämpft und Vindaria auch gegen einen, aber er bemerkt, dass das irgendwie das gleiche wäre. Vindaria schlägt vor, dass die beiden Riesen getrennt werden. Orestos weiß nicht wie und fragt nach einem Tipp. Vindaria schlägt vor, dass sie in die Schlucht geht und Garuk zum Schein allein herausfordert, während Orestos von oben mit dem Bogen schießen soll. Tolle Idee, es wird gemacht!

Vindaria geht in die Schlucht und ruft, dass Garuk der Grausame zeigen soll, was für ein mächtiger Riese er ist. Garuk kommt tatsächlich allein, sicher, dass er diese lästige Elfe im Vorbeigehen zerquetschen würde. Sofort schießt Orestos von oben und bereits der erste Schuss ist ein Meisterschuss. Orestos hat so gut gezielt, dass er eine fiese Stelle trifft: Den Bauch! Mehrere Pfeile von Vindaria und Orestos treffen den Riesen, der schlussendlich zusammenbricht. Garuk der Grausame ist besiegt. Der andere Riese flieht. Orestos grinst. Dann geht er zum Riesen, weil der ja etwas dabei haben könnte. Er findet vier Silbertaler und eine Paste. Orestos überlegt und erkennt dann, dass es Waffenbalsam ist, der sein Schwert besser macht. Sofort schmiert er es damit ein. Und den Dolch auch noch. Bei den Pfeilen reicht es leider nicht mehr.

Orestos und Vindaria treten aus der Schlucht und sehen das Kloster. Orestos sieht einen Priester, wie er im Tor steht. Dann aber wird der Mann von einer Gestalt, die im Dunkeln nicht genau erkennbar ist, ins Innere gezogen. Das Tor schließt sich. Die Zugbrücke über den Spalt zwischen Felsen und Steilküste bleibt hochgezogen. Orestos wundert sich. Er weiß, dass Efferdgeweihte die guten sind. Was für eine Gestalt das war, weiß er nicht. Wie kommen Orestos und Vindaria nun über den Spalt? Vindaria schlägt vor, vielleicht das Seil zu benutzen, aber Orestos kann sich das nicht recht vorstellen, wie das funktionieren sollte. Stattdessen steigt er auf sein Pferd und springt rüber. Das Pferd ist groß und macht auch das Eingangstor des Klosters kaputt. Dahinter findet Orestos einen Hebel, den er betätigt. Die Zugbrücke geht runter und Vindaria kommt auch ins Kloster.

Die beiden sind in einem Eingangsbereich. Es gibt ganz viele Türen, eine Treppe rauf, eine Treppe runter und ein doppelflügiges Portal vor ihnen. Das Portal ist halb geöffnet und dahinter sieht Orestos einen großen Pool voll mit Wasser. Orestos will sofort die Treppe runter gehen, um die Bösen zu finden. Aber da hört er Geräusche aus dem Pool. Er schleicht sich heran, kniet sich hin und steckt den Kopf ins Wasser, um reinzugucken. Dort sieht er zwei Gestalten schwimmen. Es sind Fischmenschen. Orestos springt ins Wasser, um mit ihnen zu reden. Er bemerkt, dass er unter Wasser nicht sprechen kann. Einer der Fischmenschen winkt ihn zur Wasseroberfläche. Als alle die Köpfe aus dem Wasser haben, erzählt der Fischmensch so einiges: Die Fischmenschen sind hier, weil ihr Herr und Meister, ein Krakenmolch, ihnen das befiehlt. Sie wollen die Priester gefangen nehmen. Ihr Meister will, dass die Priester die bösen Piraten nicht stören. Die Fischmenschen schlagen vor, dass Orestos mit ihrem Meister spricht. Er befindet sich ganz unten in der Höhle vom Felsen, wo das Wasser reinkommt. Orestos findet die Fischmenschen gar nicht so böse und merkt, dass sie die Priester wohl nicht freiwillig gefangen genommen haben, sondern vom Krakenmolch gezwungen werden. Orestos verabschiedet sich und verspricht noch, die Priester nicht frei zu lassen.

Orestos und Vindaria gehen die Treppe runter. Sie finden einen Kerker mit den Priestern. Die bitten, freigelassen zu werden. Orestos schüttelt den Kopf und sagt, dass er erst den Chef von den Risso tot macht. Die Priester segnen Orestos und Vindaria mit Efferds Segen.

In der Höhle unten am Felsen finden Orestos und Vindaria den Krakenmolch, der den Risso gerade böse Dinge befiehlt. Sie sollen die Fischer ärgern und alle Priester gefangen nehmen. Der Krakenmolch ist dabei in ziemlich niedrigem Wasser und angreifbar. Orestos baut eine Falle aus seinem Seil und vielen Steinen am Ausgang der Höhle, so dass der Krakenmolch nicht ins tiefe Wasser kann. Dann versteckt er sich und wartet. Dabei ruft er mit dem Muschelamulett noch Delphine herbei, die werden aber etwas brauchen, bis sie hier sind. Als der Krakenmolch wegschwimmen will, verheddert er sich in dem Seil. In diesem Moment greifen Orestos und Vindaria mit Pfeil und Bogen an! Wieder gelingen Orestos geniale Meisterschüsse. Schon ziemlich verletzt, schafft es der Krakenmolch schließlich, sich halbwegs zu befreien. Mit seinen großen Tentakeln greift er Orestos an. Dieser kann aber unfassbar schnell zu Schild und Schwert wechseln und wehrt den Angriff ab. Dann greift er im Nahkampf an und trifft. Sein Schwert ist ja doppelt so gefährlich wegen dem Waffenbalsam und es genügt ein einziger Schlag. Der Krakenmolch ist tot.

Plötzlich verhalten sich die Risso ganz anders. Sie wundern sich, wo sie sind. Dann kommen sie zu Orestos und Vindaria, umarmen beide und bedanken sich für die Befreiung. Orestos lächelt. Alle Risso werfen ihre Waffen weg und schwimmen davon. Orestos und Vindaria befreien noch die Priester. Das Kloster ist befreit!
Aber woher kamen diese Risso und was war das mit den Piraten?

- ENDE ? -





« Letzte Änderung: 28.08.2019 | 13:40 von Hotzenplot »
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Offline sindar

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #27 am: 28.08.2019 | 12:25 »
 :d Klasse! :D
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #28 am: 28.08.2019 | 12:35 »
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #29 am: 28.08.2019 | 15:14 »
Wieder einmal ein schöner Bericht. Danke.

Wie sieht das bei Euch mit der Nachbesprechung aus?
Klärst Du eigentlich Dinge auf, wenn etwas im Plot unklar war, oder kommt so etwas gar nicht vor?
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #30 am: 30.08.2019 | 13:41 »
Danke euch.

"Nachbesprechung" ist ein super Stichwort. Sollte ich unbedingt machen mit ihm. Bei den ersten beiden Malen war das danach im Gespräch, als er ja auch direkt seiner Mutter begeistert berichtet hat. Aber ich sollte das wirklich gezielt mit ihm machen. Mich interessiert auch total, wie er bestimmte Situationen erlebt hat. Ob er das dann so wiedergeben und artikulieren kann, ist natürlich eine andere Sache.

Man könnte auch sagen: Spielern sollte man möglichst früh beibringen, dass Feedback gut für ihr zukünftiges Spielerlebnis ist.  ~;D
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #31 am: 30.08.2019 | 13:56 »
Interessant wäre es auch zu erfahren, ob bzw. wie sehr Deinen Sohn das Spiel mit Dir auch ausserhalb der Session beschäftigt.
Dazu könntest Du in der Kita nachfragen, ob er von den Sessions mit Papa erzählt, etwas dazu ins Spiel mit anderen einfliessen lässt (z.B. Bauecke) oder Bilder zum Spiel malt.
Frag da mal beiläufig nach.
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Offline unicum

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #32 am: 30.08.2019 | 14:04 »
Man könnte auch sagen: Spielern sollte man möglichst früh beibringen, dass Feedback gut für ihr zukünftiges Spielerlebnis ist.  ~;D

 :d

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Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #33 am: 15.10.2019 | 08:17 »
Kleiner Zwischenstand

Zum Rollenspielen sind wir in letzter Zeit nicht so richtig gekommen, der kleine Mann und ich. Er hat aber schon eine genaue Vorstellung, welchen Charakter er als nächstes spielen will: Mpemba, einen Krieger mit Plattenrüstung und vielen Waffen (er hat mir halt mehrfach beim Skyrim-Zocken zugeschaut, wo ich genau diesen Typen spiele ;)).

Wir haben aber mehrfach Das Schwarze Auge - Das Dorf des Grauens gespielt. Das habe ich hier von einem netten Tanelorni erworben. Mit den heutigen Dungeoncrawlern kann das Spiel natürlich nicht mithalten und irgendwie sind die Regeln insgesamt eher Schrott (es ist halt DSA, ne?  >;D). Allerdings sind die Figuren toll gemacht - deutlich stabiler als von heutigen Crawlern und damit für Kinderhände mehr geeignet. Die ganze bunte Aufmachung tut ihr übrigens - heutzutage muss man jedes Püppi selbst anmalen.
Die vermurksten Regeln sind aber auch sehr einfach. Allein könnte er das Spiel nicht spielen, aber mit ein bisschen Entscheidungshilfe von Papa weiß Subplot dann ziemlich genau, wie der Hase läuft.
Wir haben es einmal im 1on1 und einmal mit seinen etwas älteren Cousinen (10 und 11 Jahre) gespielt. Hat allen viel Spaß gemacht.



Zusätzlich habe ich vor ein paar Tagen mal wieder Maus und Mystik rausgekramt. Das hatte ich auch vor einiger Zeit schon einmal ausprobiert, allerdings mit den oben genannten Nichten. Subplot war damals schon als Dreijähriger dabei, aber noch auf dem Level "ich nehme die Figuren in die Hand und die Ratte stirbt einen grässlichen Tod durch wiederholtes Draufhauen mit der Mausfigur". Die Regeln sind nicht gerade kinderleicht und auch ältere Kinder müssen eigentlich bei dem Spiel von Erwachsenen angeleitet werden. Ich muss Subplot also jeden einzelnen Zug erklären und treffe auch die taktischen Entscheidungen für uns. Dennoch hat er viel Spaß dabei und wollte am nächsten Tag direkt weiter spielen (eigentlich noch am Abend, weil ins Bett gehen ja oldschool ist). Im Gegensatz zu Das Dorf des Grauens, wo Papa den bösen Gegenspieler spielt, spielt Subplot ja bei Maus und Mystik mit Papa zusammen gegen das Spiel.
Schön daran ist, dass er hier einfache Rechenschritte üben kann (Bewegungsrate, Angriffs- und Verteidigungswürfel). Da er als Stichtagskind nächstes Jahr schon mit 5 eingeschult wird, ist das ein zusätzlicher Bonus für ihn und für uns (heutzutage wird ja erwartet, dass die Kids bereits zur Einschulung schreiben und rechnen können  ::)).
Maus und Mystik hat natürlich noch den Vorteil, dass es für Kinder toll gemacht ist. Die Figuren (okay, leider nicht bemalt), das Spielbrett und die Marker sind alle liebevoll gestaltet.
« Letzte Änderung: 15.10.2019 | 10:25 von Hotzenplot »
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #34 am: 15.10.2019 | 08:32 »
Maus und Mystik ist sehr schön, kann aber auch furchtbar frustig sein, da selbst die ausgeklügelsten Züge durch crappiges Würfeln kaputt gemacht werden können.

Da hilft nur die wirklich gute Strategie:

"ich nehme die Figuren in die Hand und die Ratte stirbt einen grässlichen Tod durch wiederholtes Draufhauen mit der Mausfigur".

Hat dein Subplot schon damals gut erkannt!

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Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #35 am: 15.10.2019 | 08:38 »
~;D

Ja, vielleicht hast du recht. Irgendwo hatten wir ja einen Thread zu der Schwere des Spieles: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,90339.msg1864385.html

Ich sollte dazu sagen, dass ich für ihn (*hust*) die Schwierigkeit angepasst habe. Ich habe im Wesentlichen den Zeitdruck rausgenommen (kein Hochspringen auf die nächste Seite durch Kartenwechsel, Gegner können keinen Käse erwürfeln). Dadurch ist es natürlich super entspannt. Aber für ein Kind sind Erfolge eben wichtig und es war gut, dass er so schon viele gute Gegenstände finden konnte. Wir sind jetzt gerade in der Küche und in der nächsten Runde wird der Dreckskater auftauchen, mal gucken, ob ich da noch schummeln muss.  ;)
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Offline Sashael

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #36 am: 15.10.2019 | 09:01 »
Da er als Stichtagskind nächstes Jahr schon mit 5 eingeschult wird,
OT, aber: Mein herzliches Beileid.

Deine Spielrundenbeschreibungen sind wie immer sehr schön zu lesen. :)
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


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Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #37 am: 27.11.2019 | 16:31 »
Systemwechsel wegen Frustspieler - Runde bricht fast zusammen!

Na, Spaß. Ich war sehr überrascht, wie lange Subplot Spaß an Maus und Mystik hatte. Mehrere Wochen stand das Teil jetzt durchgehend auf dem Esstisch und wir mussten uns mehrfach gegen ein "räumt das endlich weg" von Mama durchsetzen. ^^
Wir haben 4 oder 5 Teile der Kampagne gespielt. Meistens nicht länger als eine Stunde (also ungefähr 2 Kartenabschnitte oder so), weil dann die Konzentration bei Subplot nachließ und er nicht mehr richtig Lust hatte. Dafür hat er dann immer mal wieder gefragt, wann wir das weiter spielen. Da wir es länger gespielt hatten, wusste er auch ziemlich genau, wieviel Angriffs- und Verteidigungswürfel die Mäuse hatten und was allgemein zu tun war.
Zuletzt ließ die Lust aber etwas nach und ich habe es weggepackt.

Als ich kürzlich mit den Harten Heroen (auch Haarige Helden genannt) beim Dreamdealer wieder in den Genuss eines Dungeoncrawlers kam (Conan), habe ich selbst wieder Blut geleckt. Zufälligerweise stand bei mir noch Massive Darkness herum. Gestern habe ich es spontan aufgebaut. Subplot war sofort fasziniert von den tollen Figuren (natürlich besonders den großen wie der Riesenspinne) und wollte mitspielen.
Selbstverständlich ist Massive Darkness noch weniger Kleinkindgerecht als Maus und Mystik, aber da er insgesamt gut mit sowas klar kommt, habe ich entschieden, dass eine gemeinsame Partie mit dem Tutorial pädagogisch sehr wertvoll wäre ;D
Das Tutorial haben wir gestern bis zur Hälfte geschafft. Die Regeln hat Subplot natürlich nicht im Detail durchschaut, aber einige Dinge (z. b. Angriffs- und Verteidigungswürfel) kannte er ja bereits aus Maus und Mystik, was ihm den Einstieg vereinfacht hat.
Als Charakter hat sich Subplot anhand der Charakterbilder den Paladin ausgesucht (zweite Wahl wäre der Barbar gewesen). Ich selbst habe dann die Fernkämpferin genommen, um ihm den Triumph im Nahkampf zu überlassen.
Er hat ungefähr 30 Minuten durchgehalten. Das ist nicht viel, aber es war schon relativ spät. Ich bin gespannt, ob sich die Motivation zum Spiel auch hier länger hält.

« Letzte Änderung: 27.11.2019 | 16:53 von Hotzenplot »
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Offline daaavid

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #38 am: 28.11.2019 | 17:03 »
Danke für die Berichte.
Ich habe auch So nicht, Schurke unterstützt, eigentlich als Investition wenn der kleine Typ 5 oder 6 ist. Jetzt da ich weiß, dass es schon viel früher möglich ist freue ich mich um so mehr darauf. Der Kleine ist jetzt 3, dann kann es ja wirklich mit erscheinen der Boxen losgehen.  :headbang:  :headbang:

Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #39 am: 5.03.2021 | 16:09 »
Lang ist´s her. Zwischendurch haben wir so einiges ausprobiert, unter anderem nochmal Die Schwarze Katze mit den Erzählregeln. Zuletzt haben wir aber eher mal, wenn etwas in diese Richtung, Massive Darkness oder Maus und Mystik gespielt.

Heute stand aber mal wieder Rollenspiel auf dem Programm. Ich mach´s kurz.

Rollenspiel mit Kindern im Hause Hotzenplot(z).

Black Panther schnappt die Klaue

Gruppe
Hotzenplot, alter Sack, Spielleiter
Subplot, 6 Jahre, Spieler

System und Charaktererstellung:
Das Ganze entstand sehr spontan. Wir saßen am Tisch und spielten ohnehin Spiele (zur aktuellen Coronasituation passend "Leo muss zum Friseur"), als er sein neues Black Panther Kostüm anziehen wollte. Ich haute raus: "Wenn du magst, können wir auch mal ein Avengers-Rollenspiel spielen!". Er war sofort Feuer und Flamme.

Ich habe mich für das schöne Amazing Tales entschieden, dass ich auch schon zwei Mal mit ihm ausprobiert habe, ein Mal davon mit seinen zwei Cousinen auf Star-Wars-Art.

Also schnell ein Charakterblatt ausgedruckt (an seinem Computer, den er seit der Coronazeit im Kinderzimmer hat) und ausgefüllt.

Bei Amazing Tales sucht man sich vier Eigenschaften aus, die den Charakter ausmachen sollen und auf die dann gewürfelt wird. Das Kind kann zudem weitere Sachen aufschreiben bzw. was malen (dafür gibt es ein extra Blatt). Da er erst kürzlich eine Black Panther Variante ausgemalt hat, wollte er das direkt dazu nehmen (übrigens, wenn man auf englisch nach Black Panther Ausmalbildern googelt, erwischt man einen Haufen politisches Zeug, was ein Kind vielleicht nicht unbedingt ausmalen sollte  >;D - ist ja nicht so, als wäre ich mit den politischen Black Panthern nicht vertraut, aber sowas ausmalen?  :think:).

Ich fragte ihn also, was BP so alles können soll und dabei kam raus: "Kämpfen", "Superschnell", "Überlegen" und "Verstecken". Bei der Gewichtung war er sich sehr sicher, dass man lieber besser "überlegen" können soll, als sich "verstecken".



Authentischer geht es nicht, Black Panther spielt Black Panther!



Die Regeln habe ich ihm nochmal kurz erklärt (alles ab 3 aufwärts ist ein Erfolg). Die Würfel kann er inzwischen ganz gut auseinanderhalten, auch wenn er länger keine Rollenspielwürfel mehr in der Hand hatte. Mit dem Zahlen vergleichen klappt es sowieso ganz gut. Rein pädagogisch gesehen hätte ich also ruhig etwas komplexeres als System hernehmen können, um ihn mathematisch etwas herauszufordern, aber ich war selbst zu faul dafür  >;D

Was soll ich sagen, BP hatte wieder Würfelglück. Außer beim Überlegen, das hat er zwei Mal verhauen, aber ganz im Sinne von fail forward ging es natürlich weiter.

Subplot hat wieder einige gute Ideen selbst eingebracht und hat an einigen Stellen das übliche Maß an Erzählrecht eines Spielers überschritten, aber das haben wir dann gemeinsam erzählt. Er wusste an 1-2 Stellen nicht, ob ich jetzt noch mehr Storyinput von ihm erwarte oder nicht, glaube ich. An einer Stelle hat er einfach so mal Thor angerufen, warum, wussten weder er noch ich. Aber man kann ja wohl mal nen Kumpel anrufen einfach so?

Ich habe es einfach und kurz gehalten, da er bei den letzten versuchen nach ca. 30 Minuten abgebrochen hat. Spielzeit war ziemlich genau 35 und er hat nachher rumgemeckert, dass das so kurz war. Beim Endkampf ging ihm das auch zu schnell (ich habe es auf einen Wurf reduziert und er hätte glaube ich gerne mehr gehabt). Er hat dann den Kampf gegen den imaginären Ulysses Klaw im Wohnzimmer mit allen Einzelheiten ausgefochten.

Subplot war ziemlich aktiv bei dem Spiel. Die Kämpfe hat er gegen unsichtbare Gegner im Wohnzi- tschuldigung, in der Bank, ausgefochten, hat "am Laptop getippt" (komischerweise kam er von allein auf das Wort "recherchieren", was mich ziemlich überrascht hat), sich hinter allem möglichen versteckt und so weiter.


Spielbericht
Black Panther ist in Lagos, einer riesigen Stadt in Nigeria. Nick Fury hat ihn hierher geschickt, weil hier bald ein Bankraub stattfinden soll, den er verhindern soll.
Und da bekommt er schon einen Anruf von Nick Fury: "Black Panther, mach dich bereit. Die Räuber überfallen die Nigeria National Bank!"
Black Panther rennt zur Bank - natürlich nimmt er kein Auto oder so, er ist ja schließlich superschnell!

In der Bank sind zwei Bankräuber. Einer hält mit einem Maschinengewehr einige Menschen, die in der Bank sind, als Geiseln, während ein anderer mit dem Bankdirektor den Tresor aufmacht.

Black Panther schleicht sich erfolgreich in die Bank und sieht, wie der Räuber aus dem Tresor eine Kiste nimmt. Die öffnet er kurz, Black Panther sieht darin, äh, wie heißt es noch gleich... "Vibrianium!" - genau, danke, Vibranium.
Erst will Black Panther sich sofort den Räuber des Vibraniums schnappen aber dann fällt ihm ein, dass der andere Räuber mit dem Gewehr auf Menschen zielt.
Er springt den Räuber an, schlägt ihn mit seinem eigenen Maschinengewehr bewusstlos und fesselt ihn. Die Menge jubelt.

Leider ist in dem Moment der andere Räuber entkommen, der sich draußen mit dem Vibranium auf ein Motorrad setzt und davonbraust.
Black Panther rennt superschnell hinter dem Flüchtenden her und reißt ihn vom Motorrad. Den verletzten Mann bringt er zu Nick Fury, der in seinem Büro in Lagos sitzt. Nick und Black Panther überlegen, was man jetzt machen soll. Erst weiß Black Panther, wer hinter allem steckt:
Der dicke von Spiderman
Rhino?
NEIN, DER DOCH NICHT!
Äh, ah ja, ich weiß, wen du meinst, aber ich habe mir hier einen anderen überlegt, ist das okay?
Okay!

Dann überlegt Black Panther. Leider fällt ihm nicht so recht was ein, dafür weiß Nick Fury was: Da standen doch ein Fahrzeug der Räuber vor der Bank, hatte das vielleicht ein Nummernschild. Black Panther überlegt wieder und es fällt ihm ein: UK 1. Das könnte doch zu Ulysses Klaw passen, seinem Erzfeind? Schnell schaut sich Black Panther noch Bilder auf dem Handy an, damit er weiß, wie Ulysses Klaw aussieht.

Dann recherchiert (!) Black Panther mit dem Nummernschild in einem Laptop, den Nick Fury hat. Er findet erst nicht die richtige Adresse. Er telefoniert dann mit Thor. Der zeigt ihm das aber auch nicht. Dann fällt ihm ein, dass er doch schließlich recherchiert hat und deshalb die Adresse weiß!

Black Panther steht kurze Zeit später beim Haus von Ulysses Klaw. Es ist dunkel. Klaw ärgert sich drinnen über irgendwas (vermutlich den misslungenen Überfall). Draußen steht ein Wachmann vor der Tür. Den schaltet Black Panther heimlich aus. Er haut ihn bewusstlos, weil die Guten ja nicht töten. Also jedenfalls nicht einfach so, höchstens bei was ganz Schlimmen. Vielleicht.
Jedenfalls schleicht Black Panther dann noch in das Haus und macht Ulysses Klaw schnell alle. Aber wenn man genau hinschaut, sind das ziemlich viele coole Moves gewesen.

Black Panther bringt den gefangenen Ulysses Klaw zu Nick Fury. Das Abenteuer ist zu

- ENDE -

Szenenbild Black Panther in der Bank
« Letzte Änderung: 5.03.2021 | 17:41 von Hotzenplot »
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Offline Sashael

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #40 am: 5.03.2021 | 16:26 »
Sehr sehr geil!  ;D :d
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Offline Blechpirat

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #41 am: 9.03.2021 | 12:17 »
Subplot ist der coolste :)

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #42 am: 15.07.2021 | 07:33 »
Der Hammer, danke für diese Einblicke!

Scheinst du bisher gut hinbekommen zu haben, den Support.

Und wenn ich mir die Szenenbilder so ansehe... aus dem wird noch ein LARPer  ;D
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #43 am: 15.07.2021 | 07:51 »
Andersrum... irgendwann werden manche LARPer so cool wie subplot. :)

Megagut, Hotze! Viel Spaß euch weiterhin!

Offline BBB

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #44 am: 15.07.2021 | 08:27 »
Haha, oder so, ja
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #45 am: 16.07.2021 | 15:01 »
Was ne Action! Gut, dass Black Panther zur Stelle war!  ;D

Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #46 am: 13.06.2022 | 09:06 »
Rollenspiel mit Kindern im Hause Hotzenplot(z).

D&D Kindersession: Der Drache vom Eisnadelgipfel (Basisset)

Gruppe

Hotzenplot, alter Sack, Spielleiter
Subplot, 7 Jahre, Spieler

In der zweiten Session kam Subplots Cousine, 14 Jahre, dazu.

Metagefasel

7 Jahre, 10 Accounts
Ist schon etwas her, aber Sohnemann hatte mal wieder Lust auf Rollenspiel. Zwischendurch haben wir viele Brettspiele gespielt, u. a. ziemlich lange und ausgiebig mit verschiedenen Freunden von ihm oder zu zweit Aventuria, das DSA-Kartendeck-Spiel.
Da Subplot mehrfach gesehen hat, wie ich mit meinen Leuten Rollenspiel online spiele, wollte er diese Variante aber jetzt mal ausprobieren.
An seinem Kinderschreibtisch steht seit der Online- und Zuhauseschulzeit noch ein halbwegs leistungsfähiger Rechner mit Webcam, also hatten wir hardwaremäßig schon alles, was wir brauchten.

Ich habe für Subplot also Accounts für roll20 und dndbeyond gemacht. Ich habe selbst eine recht große D&D-Sammlung auf dndbeyond, die ich als SL dann mit meinen Spielern sharen kann, sowie das Abenteuer "Dragon of Icespire Peak". Letzteres habe ich zusätzlich auch auf roll20, so dass ich beide Varianten ausprobieren konnte. Der Vorteil, das Abenteuer auf roll20 zu haben, liegt vor allem in allen vorbereiteten Karten und Token.
Gescheitert bin ich dann daran, für Subplot einen discord-account zu machen. Ich wollte Discord eigentlich als Sprach- und Videoübertragung nutzen, weil das aktuell in fast allen meiner Spielrunden genutzt wird und eigentlich recht rund läuft. NACHDEM ich dann die Anmeldeschritte bei Discord mit seiner email-adresse durchgegangen bin, kam eine Abfrage des Geburtsdatums. "Naja, 12 Jahre wird wohl reichen!" dachte ich und gab entsprechend ein Datum vor. Discord so: "haha, ätsch, man muss aber 13 sein und du kannst das jetzt nie wieder ändern, fuck off!" Oh man.... Klar, ich hätte jetzt ne neue email-adresse anlegen können und so, aber das war mir dann zu umständlich. Also musste als Videoübertragung mal wieder Skype ran.

Charaktererschaffung
Ich hatte Subplot gesagt, dass er mehrere Charaktere braucht. Hat er nicht so richtig Bock drauf gehabt, kann ich auch verstehen. Er kennt es so, dass er sich auf einen SC konzentrieren kann/muss und jetzt drei...?
Den ersten Charakter wollte er dann aber zusammen mit dir frisch erstellen. Wie fast immer wünschte er sich einen Bogenschützen. Ich habe ihm einen Eladrin Ranger vorgeschlagen, den er dann auch genommen hat. Selbst ausgedachter Name: Klei. Keine Ahnung...
Da ich weiß, dass er sonst ganz gerne auch SC mag, die andere heilen/unterstützen, war klar, dass ich ihm noch einen Kleriker (Bombur, Hill dwarf Cleric, Forge domain) bauen würde. Tja, und dann braucht man noch ein Frontschwein. Da ich in meiner Storm King´s Thunder Runde den Goliath Fighter ganz interessant finde, habe ich den auch genommen: Grim, Goliath, Fighter (wird ein Battle Master werden).

Erschaffen habe ich alle auf Level 2, da ich bei Dragon of Icespire Peak schlechte Erfahrungen mit einem TPK gemacht hat, als es uns der Schweinemeister @Blechpirat bei der ersten Quest (Dwarven Excavation) so richtig fies besorgt hat.

Technik, Geduld und erste Schritte
Wir haben für die ganze Frickelei mit Software/Accounts und Charaktererschaffung ungefähr 2,5 Stunden gebraucht. Danach mussten wir los, also spielten wir die erste Session an einem anderen Tag.

Subplots Geduld/Konzentrationsfähigkeit ist seit dem letzten Mal Rollenspiel deutlich gestiegen, wie ich bemerkte. Mit 6 Jahren war eigentlich so nach 45 Minuten/einer Stunde Schluss und jetzt waren sowohl Session 0 als auch Session 1 mit ungefähr 2 Stunden kein Problem.

Subplot fand sich mit der Technik erstaunlich schnell zurecht. Grundsätzlich kennt die Klickerei im Browser aber auch schon. Der Nachteil bei ihm war das Monitor-Einzelkind. Ich werde ihm beim nächsten Mal wohl einen zweiten Monitor hinstellen, irgendwo habe ich noch einen rumstehen. Dafür ist der Kinderschreibtisch wiederum zu klein auf Dauer, also... naja, ihr wisst schon. :D
Nun ist D&D, auch in der recht geschmeidigen 5ten Edition, kein regelarmes Spiel. Außerdem ist roll20 und dndbeyond komplett auf englisch. In der Schule sind sie gerade bei "Fruits" in englisch. Vielleicht sollte ich der Englishlehrerin mal einen Tipp geben, dass es viel sinnvoller ist, erst zu lernen, was skills, spells und chain mail heißt?

Es ist also eine große Hürde gewesen, sich in den dndbeyond-Charakterblättern zurecht zu finden. Andererseits ist dndbeyond dafür wiederum toll, weil das mit dem Würfeln (durch die beyond20 Erweiterung im Browser auch direkt in roll20) so eingängig und nett gemacht ist. Beim dritten Mal Perception wusste er dann auch sofort, wo er drücken musste.



Zocken mit der älteren Cousine
Da die Eltern sich schrecklich besaufen wollten aka zu einer Hochzeit eingeladen waren, schlief dann an einem Samstag Subplots Cousine bei uns. Die junge Dame ist inzwischen 14 Jahre alt, nennen wir sie aus bestimmten Gründen Nachwuchswombat 1.
Diese Gelegenheit wollte Subplot nicht verstreichen lassen und gemeinsam mit ihr weiter D&D spielen. Da mein Bruder früher ebenfalls jahrelang Rollenspiele gespielt hat und gerne am Rechner entsprechende Spiele spielt, ist sie recht affin mit solchen Dingen. Sie hat auch schon bei mir und mit Subplot Die schwarze Katze und Star Wars Rollenspielrunden gespielt. Sie weiß also worum es geht.

Beide Kinder saßen also vor Subplots Schreibtisch und waren mit mir per Skype verbunden, während ich in meinem Büro/Rollenspielzimmer saß.
Ich hatte das Gefühl, dass das erlebte Spannungsgefühl für Subplot durch das Zusammenspiel noch größer wurde. Beide Kids hatten richtig Spaß. Die Session dauerte so um die 1,5-2 Stunden und war eigentlich "nur" die Kampfbegegnung mit den Orks und ein bisschen Erzählerei, damit Nachwuchswombat 1 wusste, worum es geht.


Session 1
Spieler: Subplot

Die SC:
Klei, Eladrin Ranger, LVL 2
Bombur, Hill Dwarf Cleric Forge Domain, LVL 2
Grim, Goliath Fighter, LVL 2

Ich habe zum System und wie es funktioniert schlichtweg nichts vorher erklärt. Ich glaube, das wäre einfach zu langweilig und langwierig gewesen. Auch hier hat er natürlich den Vorteil, dass er grundsätzlich schon lange weiß, was ein Rollenspiel ist und wie das funktioniert.

Eine große Einleitung gab es eigentlich nicht. Ich habe ihm die Karte von Phandalin auf roll20 gezeigt, kurz was zum Dorf gesagt (dass es dort den und den Laden gibt und ein Rathaus etc.).

Als erstes sind die Helden zum Tempel marschiert und haben dort gebetet und "aufgeräumt", wofür es Inspiration gab (vielleicht sollte ich ihm auch Inspiration für das Aufräumen seines Zimmers anbieten?).

Beim Schrein stehen auch ein paar ältere Frauen, die was von einem Turm an der Küste erzählt haben, wo es in letzter Zeit schaurig zugeht (ich hatte das Gefühl, dass Subplot das im wahrsten Sinne für Altweibergewäsch genommen hat, der ist gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass dies eine Quest sein könnte).
Außerdem hören die Helden im Dorf von einem weißen Drachen, der die Umgebung unsicher macht.
Danach gehen die Helden zum Bürgermeister, klopfen an und sagen zu dem ängstlichen Mann: "Hallo wir sind Helden, wir wollen helfen!".
Der Bürgermeister verweist die Helden auf die Quest-Anschlagstafel. Dort stehen drei Quests zur Verfügung:
1. Zwergische Ausgrabung aufsuchen und Zwerge retten
2. Hebamme in ihrem Turm aufsuchen und ins Dorf holen
3. Zu den Gnomen gehen und was gegen den Drachen kriegen

Die Helden entscheiden sich für Nummer 1 und gehen zur Ausgrabungsstätte. Klei kommt auf die Idee, erstmal die Berge drum herum zu untersuchen (weil er es gut kann!). Er sieht dabei 3 Orks in weiter Entfernung, die wohl einen Unterschlupf suchen. Normalerweise kommen sie nicht so weit von den Bergen runter.

Die Helden gehen jetzt zur Ausgrabungsstätte und finden dort zwei Zwerge. Die Zwerge wurden von einem gelben Glibbermonster (=ochre jelly) aus dem Tempel, den sie ausgegraben haben, verscheucht. Sie bieten den Helden die Hälfte aller Schätze an und zwei sending stones, wenn sie die Monster plätten. Da willigen die Helden natürlich ein. Da die Zwerge vor Fallen gewarnt und auf mögliche Geheimgänge hingewiesen haben, achten unseren drei Spezies sehr darauf. Als erstes finden sie jedoch den ochre jelly.
Klei weiß nach einem Nature-Wurf, dass die Viecher sehr lahm sind, aber hart zuhauen können. Der Bogenschütze folgert scharf: Also Schießen.
Zitat
Genau. Ungefähr 10x klüger als die Spieler unserer Haarigen Helden-Runde, als mein Kleriker das erste Mal draufgegangen ist, weil er sich in den Nahkampf gestürzt und dann kacke gewürfelt hat.
Gesagt, getan. Grim war etwas traurig, dass er sein Schwert nicht benutzen konnte (zum Glück wusste er nicht, dass es dafür gesorgt hätte, dass der Ochre Jelly sich geteiilt hätte), aber alle ballern letztendlich auf Entfernung das arme Glibbermonster fast vollständig weg. Nur die letzte Runde läuft im Nahkampf, weil das Glibbermonster sonst zu nah an die beiden Commoner-Zwerge gekommen wäre (das diese sich hätten wegbewegen können, darauf sind sie oder der Meister wohl nicht gekommen).

Nachdem das Glibbermonster besiegt ist, freuen sich alle.

Session 2
Spieler:
Subplot, 7 Jahre
Nachwuchswombat 1, 14 Jahre

Die SC:
Klei, Eladrin Ranger, LVL 2
Bombur, Hill Dwarf Cleric Forge Domain, LVL 2
Grim, Goliath Fighter, LVL 2

Beide Kinder haben übrigens alle Charaktere zusammen gespielt. Mal hat der Kleine gewürfelt, mal die große Cousine. Ganz interessante Variante, die sich einfach so ergab.

Von draußen dröhnen Orkstimmen. Klei erinnert sich an die Gefährlichkeit von Orks. Grim und Bombur stellen sich in einem Gang gemeinsam hin, so dass die Gruppe nicht umzingelt werden kann und Klei von hinten schießen kann.
Zitat
Auch diese Aufstellung ist ungefähr 100 Mal besser gewesen, als wir Erwachsenen es hinbekommen haben, wobei die Ausgangslage massiv schlechter war, da der "frische" Tefloncleric gerade erst zur Höhle rein kam, als die Orks schon von hinten angerannt kamen. Also direkt umzingelt -> tot. Der Rest der Gruppe hatte dann gegen die drei Orks auch keine Chance mehr. Alle natürlich LVL 1.  :gasmaskerly:

Die Orks kamen also wie die Furien angerast - und bekamen so richtig aufs Maul. Nicht ein einziger Ork konnte einen der SC treffen. Vorne standen natürlich die beiden dick gerüsteteten Leute Grim und Bombur. Bombur hatte vorher noch die Rüstung von Grim magisch verbessert (Feat des Forge-Domain Cleric, AC +1) und sich selbst, als die Orks angriffen, ein Schild des Glaubens verpasst (AC +2; die beiden hatten also zu Kampfbeginn AC 19 bzw. 20, was dann nur noch eine ca. 30%ige Trefferchance für die Orks bedeutet).

Die Helden feierten sich nach dem Sieg gegen die Orks ordentlich selbst und lachten diese eine Heldengruppe aus, die hier komplett krepiert war.
Danach wurde der Tempel noch etwas untersucht. Die Helden finden heraus, dass es sich um einen Tempel eines bösen Zwergengottes der Gier handelt. Sie entdecken ein paar Schätze und Geheimtüren.

Fortsetzung folgt (hoffentlich).


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Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
http://www.tanelorn.net/index.php?topic=91369.msg1896523#msg1896523

Ich habe die G7 in 10 Stunden geleitet! Ich habe Zeugen dafür!

Ich führe meinen Talion von Punin in der Borbaradkampagne im Rollenhörspiel
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Offline Megavolt

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #47 am: 13.06.2022 | 09:10 »
Großartig.  ~;D :d

Offline Tintenteufel

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #48 am: 13.06.2022 | 10:07 »
Ja, sehr cool! Kann es kaum abwarten mit meinen Kleinen loszulegen!!
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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #49 am: 13.06.2022 | 10:22 »
Mal wieder ein sehr toller Bericht. Danke schön.

Offline Blechpirat

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #50 am: 29.06.2022 | 19:13 »
Ich bin erfreut zu sehen, dass es in deiner Familie zumindest einen kompetenten Rollenspieler gibt :D

Offline Jens

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #51 am: 30.06.2022 | 18:38 »
Oh Mann das sind voll die guten Geschichten, mein Kleiner muss auch Mal wieder Rollenspiel ausprobieren. Das letzte Mal war er Captain America (incl. Kostüm) aber ich wette, beim nächsten Mal ist er entweder Ninja oder Spiderman/Miles Morales... Black Panther findet er zwar auch cool, aber das Kostüm hat er nicht. ;D

Offline Hotzenplot

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Re: Ein Kinderspiel! Hotzenplot und Subplot 1on1
« Antwort #52 am: 11.04.2024 | 09:05 »
Ein kleines Update zum Rollenspiel mit Subplot

Eigentlich müsste ich dafür den Titel ändern, denn wir spielen zwar immer noch gelegentlich 1on1s, aber wir haben seit einigen Monaten eine feste Runde.

In dieser Runde bin ich der SL. Subplot, ein Junge aus seiner Fußballmannschaft, dessen 2 Jahre älterer Bruder und der Vater der beiden sind die Spieler. Die Kinder sind stand heute 9, 9, und 11 Jahre alt.
Wir spielen D&D 5. Ich hatte mit Subplot mit D&D 5 bereits mehrere 1on1s gespielt, aber jeweils nur kurze Sessions. Dann haben sich zwei Dinge entwickelt:

Erstens hat Subplot nach einem kleinen Vorschlag von mir begonnen, seine eigene Welt zu entwickeln. Eigentlich aus der Idee heraus, als wir gerade Massive Darkness gespielt haben. Deshalb hatte er auch zunächst angefangen, etwas brettspielartigere Karten und vorgefertigte Charaktere zu bauen. Es wurde schnell klar, dass es zu schwierig ist, gleichzeitig ein eigenes System und das Setting zu bauen. Er hat sich dann auf das Setting konzentriert (mit mir zusammen eine Karte gemalt und erste Hintergründe für Städte und Völker geschrieben. Ist ziemlich generische Fantasy geworden, was er halt so kennt. Dabei aber auch einige Highlights, bei denen ich zum Teil keine Ahnung habe, woher er die Sachen hat, wie zum Beispiel die Insel des Orakels und die Insel der Lügen.
Weil es kein System dazu gab habe ich, offen gesagt zunächst schweren Herzens, weil es die Inspiration doch deutlich verengt, es mit D&D 5e zu versuchen. Das machen wir jetzt.
Parallel dazu hat er angefangen, im Illustrationsbuch "Legend of Drizzt" zu blättern und ich lese ihm seit Anfang des Jahres abends aus den ersten Drizzt-Büchern vor. Jetzt kann sich jeder denken, was er sich als seinen ersten Hauptcharakter erstellen wollte :D.
Die Abenteuer in seiner Welt denke ich mir aus, nehme aber Ideen von ihm mit. Wir haben jetzt im "Lebenden Wald" bei den Elfen angefangen. Denn der Wald beginnt zu sterben *dramatische Musik*. Da ich grundsätzlich faul bin, habe ich nur die ersten Sessions wirklich selbst ausgedacht, eigene Karten aus dem Internet geklaut und so. Danach habe ich einfach begonnen, von bestehenden Abenteuern, die ich auf roll20 gekauft habe, Elemente zu übernehmen. Aus Princes of the Apocalypse habe ich mir einen Dungeon "geklaut" (man kann in roll20 ja Karten verschieben in eigene Abenteuer). Das läuft ganz gut, die letzte Session ist jetzt aber auch schon was her.

Zweitens: Der Drache vom Eisnadelgipfel
Denn wir spielen doch regelmäßig, ca. alle zwei Wochen, o. g. Runde mit seinen Fußballkumpels (der eine ist Torwart in der D-Jugend und der andere Torwart in der E-Jugend). Gerade der jüngere der beiden Brüder ist Feuer und Flamme, hat schon das Player Handbook zu Hause und liest auch fleißig darin (und löchert mich dann am Spielfeldrand beim Fußball immer mit Fragen zu seinem Kleriker). Keiner der drei "neuen" hat jemals etwas mit Rollenspiel am Hut gehabt und der Vater kannte das auch gar nicht (typisches Problem unserer kleinen Nische).

Welche Charaktere werden gespielt?
Die Gruppe besteht aus einem Eladrin Wizard / School of Evocation (Subplot), einem Goliath-Fighter / Battlemaster (Goali D), einem Dwarf-Kleriker / Forge Domain (Goali E) und einem Tabaxi Rogue / Thief (Goali Dad).
Die Charaktere hatte ich vor der ersten Runde erstellt. Ich hatte ungefähr 12 verschiedene Charaktere LvL 1, die den Kindern grob erklärt und sie aussuchen lassen.
Inzwischen sind die Charaktere alle Level 5.
Wir spielen mit dndbeyond und roll20. Die Spieler benutzen ihre Tablets, in der Mitte des Tisches liegt ein großer Bildschirm, auf dem roll20 mit Subplots Account läuft.
Das Abenteuer ist Dragon of Icepire Peak. Ich habe sowohl das Starter Set zu Hause, was sehr hilfreich ist mit der großen Karte, den Quest- und Itemkarten. Außerdem habe ich es für roll20 und dndbeyond, also quasi Vollausstattung. Über dndbeyond lese ich das Abenteuer und würfele die Monster, die Karten und das Figurenschubsen läuft natürlich über roll20.

Insbesondere Subplot und Goali-E brauchen für ihre Charaktere noch viel Unterstützung. Neben der Sprachbarriere (wobei wir als Väter es als netten "Zwang" zum Einstieg ins englische sehen) sorgt die große Auswahl an Spells dafür, dass ich deutliche Empfehlungen ausspreche und die Kinder etwas lenke. Liegt auch daran, dass viele spells einfach schlechter sind als andere. Subplot geht gerade steil, weil er seit kurzem den Feuerball kann und damit natürlich gerade alles plättet. Ich habe ihm dazu das passende T-Shirt bestellt.


Goali-D kommt mit seinem Fighter ganz gut klar, wobei es auch da schon einige Optionen gibt (Battlemaster), bei deren Auswahl er Unterstützung braucht - auch wegen der Sprache wieder.

Das Miteinander klappt inzwischen gut. Anfänglich hatten die Kinder Schwierigkeiten, miteinander zu spielen. Ein Thema, dass hier im Kinderrollenspielbereich ja schon mal angesprochen wurde: Offensichtlich neigen jüngere Kinder dazu, fast nur mit dem SL zu interagieren. DnD 5e ist da aber relativ hilfreich, weil man zur Bewältigung der Abenteuer eigentlich auf alle Fähigkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder angewiesen ist. Ich hatte die Gruppe bei der Charakterauswahl auch zu einer typische Aufteilung Fighter-Cleric-Rogue-Wizard beraten, weil alle dann ihre Momente haben, in denen sie glänzen können und alle Dinge können, die die anderen nicht (so gut) können.

Die Runde macht auf jeden Fall mordsmäßig viel Spaß. Wir sind im letzten Drittel des Abenteuers und überlegen schon, wie es danach weitergeht. Komplett anderes Rollenspiel probieren, DnD ein anderes Abenteuer spielen oder mal einen Dungeoncrawler wie Massive Darkness probieren?

Die Gruppe funktioniert inzwischen ganz gut. Anfänglich hatten wir Schwierigkeiten mit Goali-E. Ich kenne den Jungen schon einige Jahre durch den Fußball (ich war bis zu meiner Erkrankung auch Trainer für die Kids) und mag ihn auch gerne. Aber er ist halt eeetwas unruhig. Ich habe da keine Ahnung von, aber so ungefähr stelle ich mir ein Kind mit einer ausgeprägten ADHS-Symptomatik vor. Das macht es natürlich schwer, vor allem auch für Subplot, der eher introvertiert ist und der auch deutlich gesagt hat, dass ihm der andere Junge zu unruhig ist (er will am Tisch nicht mehr neben ihm sitzen). Der Junge ist so aufgeregt, dass ich bei ihm schon etwas vorsichtiger bin, wie ich die Spannung aufbaue, dass er mir nicht am Tisch komplett abdreht. Hatte ich so auch noch nie, aber da die Gruppe wirklich Spaß hat und Spaß macht, ist es mir das wert, es weiter anzugehen.

Zur Technik:
Die Würfelwürfe von den Tablets auf roll20 habe ich nicht hinbekommen, auch nach zig Fummelei nicht, und habe es aufgegeben. Dafür haben alle ja die Kampagnenübersicht in dndbeyond mit dem Gamelog, wo alle die Würfe sehen. Meine Würfe können sie aber auch auf roll20 auf dem Bildschirm sehen.
Die Benutzung von dndbeyond/roll20 macht natürlich einiges einfacher, aber die Kinder lernen dadurch weniger über die Mechaniken des Spiels. Da Subplot beim letzten Mal sein Tablet bei einem anderen Kumpel hatte liegen lassen, musste er auf üblichem Wege Pen&Paper spielen. Ich hatte ihm also den Bogen ausgedruckt und alles an Würfeln bereit gelegt. Es hat gut geklappt, aber ein paar mal wusste er nicht, was er würfeln sollte, weil es eben nicht mit einem Klick geht.
ehrenamtlicher Dienstleistungsrollenspieler

Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
http://www.tanelorn.net/index.php?topic=91369.msg1896523#msg1896523

Ich habe die G7 in 10 Stunden geleitet! Ich habe Zeugen dafür!

Ich führe meinen Talion von Punin in der Borbaradkampagne im Rollenhörspiel
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