Autor Thema: Sammelst du noch oder spielst du schon? Über den Sinn vom RPG-Sammeln.  (Gelesen 2057 mal)

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Online Jiba

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Hotze



Ich tanze auch viel zu oft wie ein dicker Junge in der Konditorei durch mein Spielezimmer (ja, ich habe ein Zimmer voller Spiele) und schaue in die Regale und bin unentschlossen, was ich denn nun spielen soll - so wie der Junge, der weiß, dass er nicht alles essen können wird.

Um jetzt mal provokant zu sein: Ein Zimmer voller Spiele (!) stelle ich mir eher belastend als befreiend vor. Es ist im Grunde doch nur ein Zimmer voller Unerledigtem. Deshalb versuche ich zum Beispiel, meine Sammlungen zu verknappen oder wenigstens digital irgendwo zu vergraben.

Aber das wäre eigentlich ein Thema für einen neuen Thread: Warum sammeln wir Rollenspiele (oder eben nicht)?
« Letzte Änderung: 20.09.2019 | 07:29 von Hotzenplot »
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Offline Almah

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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #1 am: 19.09.2019 | 09:21 »
Um jetzt mal provokant zu sein: Ein Zimmer voller Spiele (!) stelle ich mir eher belastend als befreiend vor. Es ist im Grunde doch nur ein Zimmer voller Unerledigtem. Deshalb versuche ich zum Beispiel, meine Sammlungen zu verknappen oder wenigstens digital irgendwo zu vergraben.

Aber das wäre eigentlich ein Thema für einen neuen Thread: Warum sammeln wir Rollenspiele (oder eben nicht)?

Es geht! Wenn man wirklich keine Gelegenheit hat seine Spiele auszuprobieren, dann ja. Deswegen erweitere ich meine Sammlung nur, wenn wenigstens ein One-Shot am Horizont steht, aber dadurch entsteht schon eine kleine Reihe an spielen. Außerdem ist es doch auch etwas schönes zum Angucken :)

Offline JS

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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #2 am: 19.09.2019 | 09:47 »
Um jetzt mal provokant zu sein: Ein Zimmer voller Spiele (!) stelle ich mir eher belastend als befreiend vor. Es ist im Grunde doch nur ein Zimmer voller Unerledigtem.

Ein Zimmer voller Spiele ist ein Zimmer mit einer "erledigten" Sammlung und daher sehr befreiend.
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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #3 am: 19.09.2019 | 09:52 »
Ja, aber der Kram steht und liegt dann doch nur rum, oder wie sehr ich das? Das kriegt man doch weder gelesen, noch gespielt. Das ist dann doch letztlich zweckentfremdet.

Oder sagst du wirklich: So jetzt habe ich alles von XYZ — damit ist meine Rollenspielsammlung fertig?
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Offline tartex

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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #4 am: 19.09.2019 | 10:00 »
Um jetzt mal provokant zu sein: Ein Zimmer voller Spiele (!) stelle ich mir eher belastend als befreiend vor. Es ist im Grunde doch nur ein Zimmer voller Unerledigtem. Deshalb versuche ich zum Beispiel, meine Sammlungen zu verknappen oder wenigstens digital irgendwo zu vergraben.

Nur weil es nicht bei dir im Zimmer steht, bedeutet ja nicht, dass es nicht existiert. Das ist sonst Vogel-Strauß-Vorgehen.  >;D
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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #5 am: 19.09.2019 | 10:03 »
Ja, aber auch da miste ich regelmäßig aus. Und ich hole PDFs auch primär deshalb, weil der Lesezugang einfacher ist, z. B. im Zug. Ich fange also schon was damit an.
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Offline tartex

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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #6 am: 19.09.2019 | 10:17 »
Oder sagst du wirklich: So jetzt habe ich alles von XYZ — damit ist meine Rollenspielsammlung fertig?

Bei mir läuft es wohl darauf hinaus irgendwann mal alles zu besitzen, was in der Vor-Internet-Zeit so geheimnisvoll im Esdevium- und FanPro-Katalog 1992-1995 gelistet war, und worüber ich jahrelang gegrübelt habe, was es wohl sein könnte.

Wobei ich allerdings inzwischen auch auf PDFs umgestiegen bin, und Neuauflagen den Zweck auch erfüllen.

Ich rede inzwischen von Zeug, das mich als Teenager gar nicht interessierte. Z.B. Midgard oder Champions. Als nächstes gehe ich wohl mal RuneQuest und Glorantha an.

Ich will einfach alles kennen, um zu allem meinen Senf abgeben zu können.  >;D
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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #7 am: 19.09.2019 | 10:29 »
Glaubst du dann etwa auch, dass man jedes Deutsch-Punkalbum gehört haben muss, um bei Deutsch-Punk mitreden zu können?
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Offline General Kong

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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #8 am: 19.09.2019 | 18:10 »
Ein Zimmer voller Spiele ist ein Zimmer mit einer "erledigten" Sammlung und daher sehr befreiend.

Mitten ins Schwarze!  :d
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Offline Weltengeist

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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #9 am: 20.09.2019 | 06:47 »
Ich hab mir ja eigentlich vorgenommen, Luxferres Bitte nachzukommen und den Thread nicht weiter mit "sinnlosen" Kommentaren zu versehen, aber das hier kann ich einfach nicht unkommentiert stehen lassen:

Ein Zimmer voller Spiele ist ein Zimmer mit einer "erledigten" Sammlung und daher sehr befreiend.

Mitten ins Schwarze!  :d

Seit wann sind Sammlungen jemals "erledigt"? Ich kenne keine Sammler, die sagen: "Jetzt ist meine Sammlung fertig und ich werde nie mehr etwas dazuholen"... ;)
Über Geschmack kann man nicht streiten. Aber auf Tanelorn hindert das niemanden daran, es trotzdem zu tun.

Spielleitermotto: Ein Kaufabenteuer ist eine Geschichte, wie sie hätte passieren können, wenn man keine Spieler darauf losgelassen hätte.

Spielt derzeit: Die Türme von London (Ubiquity)
Bereitet vor: Pulp-Kampagne (tbd)

Offline KhornedBeef

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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #10 am: 20.09.2019 | 07:11 »
Mit Aristoteles gesprochen: Weltengeist ist ein Sammler. Sammler werden nie fertig mit sammeln. Also wird Weltengeist nie fertig mit sammeln.
Die Folgerung ist, wenn du fertig bist mit sammeln, bist du halt kein Sammler mehr. Mehr so eine Art Archivar, schätze ich.
Edit: vertippt
« Letzte Änderung: 20.09.2019 | 07:33 von KhornedBeef »
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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #11 am: 20.09.2019 | 07:18 »
Ja, wie gesagt. Lagern wir das doch aus. Ich jedenfalls finde es gar nicht mehr reizvoll, jedes Spiel bis zur absoluten Obergrenze zu sammeln. Nicht mal die, die ich spiele.
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Offline Hotzenplot

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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #12 am: 20.09.2019 | 07:29 »
Ja, wie gesagt. Lagern wir das doch aus.

Habe ich jetzt mal gemacht.

Feuer frei.  ;)
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Offline Hotzenplot

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Um jetzt mal provokant zu sein: Ein Zimmer voller Spiele (!) stelle ich mir eher belastend als befreiend vor. Es ist im Grunde doch nur ein Zimmer voller Unerledigtem. Deshalb versuche ich zum Beispiel, meine Sammlungen zu verknappen oder wenigstens digital irgendwo zu vergraben.

Mal abgesehen davon, dass das "digitale Vergraben" ja nur eine Ausweichstrategie zu sein scheint...

Ich kann das von dir Gesagte ganz gut nachvollziehen. Mir geht es manchmal so, dass ich auf die RPG-Bücher auf meinem Tisch blicke, die ich noch lesen will und echt nicht weiß, wo ich anfangen soll. So viel zu lesen und so wenig Zeit. Das ist auch ne Art Stress  8]
Andererseits ist es schön, wenn ich Lust habe, irgendein RPG zu lesen, einfach in mein RPG-Zimmer zu gehen und mir was auszusuchen. Und es ist extrem befriedigend während meiner DSA-Großkampagne, dass ich einfach auf jeden scheiß Zugriff habe, ob ich nun gerade Kram aus 1985 leite oder aus 2002. Andere müssen (wollen) sich da mühsam irgendwelche Quellen aus dem Netz zusammenklauben und ich kann einfach an den Schrank gehen. Das ist wirklich toll. Speziell für meine DSA-Sammlung ist noch, dass ich mehrere Sachen doppelt habe - einfach, weil mehrere Spieler sie gleichzeitig verwenden können sollen oder weil 1x Schrank- und 1x Tischversion eines Buches ;)
Ähnlich, nicht ganz so extrem, geht es mir mit Splittermond, wo ich inzwischen auch Komplettsammler geworden bin. Auch hier ist es schön, alles verfügbar zu haben.
Die Sammlung meiner sonstigen Rollenspiele ist zwar auch schon üppig geworden, aber ich habe auch einiges wieder veräußert (bzw. auf die Treffen-Versteigerung gebracht), weil ich mir da vorgenommen habe, nur noch Dinge zu kaufen, bei denen mindestens eine kleine Chance besteht, dass ich sie irgendwann leite oder spiele. Das klappt nicht immer (weil dann oneshots nicht wie geplant stattfinden oder was anderes Vorzug erhalten hat), hält das Ganze aber im Rahmen. Außerdem bin ich da nicht so "heiß" darauf, einfach alles haben zu wollen.
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Offline Megavolt

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Um jetzt mal provokant zu sein: Ein Zimmer voller Spiele (!) stelle ich mir eher belastend als befreiend vor. Es ist im Grunde doch nur ein Zimmer voller Unerledigtem. Deshalb versuche ich zum Beispiel, meine Sammlungen zu verknappen oder wenigstens digital irgendwo zu vergraben.

Dem schließe ich mich an. Sammeln erinnert mich zudem an meine eigene Sterblichkeit, das ist scheiße. :)

Wir hatten diesem spannenden Thema vor einiger Zeit sogar mal eine ganze Folge gewidmet, fällt mir da ein.

Offline Slokmig

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Hach ja, die Diskussion zwischen Spieler und Sammler  ;).

Ich habe auch schon oft die Diskussion geführt (zwar eher öfter mit Oldschool-Nintendo Sammler, aber auch schon mit Rollenspieler), da ich auch immer mehr dazu tendiere, das zu "sammeln" was ich auch spielen werde. Für mich persönlich käme es gar nicht in Frage, (Rollen-)Spiele zu sammeln, die ich nie bespielen werde, da für mich der Reiz bei dem aktiven spielen liegt, und nicht an den Besitz des Objekts. Und genau da scheiden sich die Geister.

Für viele Sammler ist es schon ein Hochgenuss über das volle Regal mit der vollständigen Sammlung zu blicken. Oder man genießt es, Abends durch die Bücher zu blättern und hier und da die Artworks, die Texte und das Layout zu bestaunen. Ob sie es jemals spielen werden? Vielleicht ist für Herzblut-Sammler diese Frage einfach nicht wichtig. Ich persönlich bin von dieser Sammlerei weggekommen, weil mich dieser hier schon öfters genannte Stress des Unerledigten gestört hat. Aber unter einen anderen Blickwinkel betrachtet kann ich auch die Sammler verstehen...

Es gibt ja viele Sachen, die man "nur" sammeln kann und nichts mit ihnen anfangen kann. Oder fragt man einen Briefmarken-Sammler auch, wann er denn endlich das ganze Porto aufbraucht?  ;D

Online Jiba

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Wir hatten diesem spannenden Thema vor einiger Zeit sogar mal eine ganze Folge gewidmet, fällt mir da ein.

Super, die höre ich mir an.
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Offline Hotzenplot

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Oder fragt man einen Briefmarken-Sammler auch, wann er denn endlich das ganze Porto aufbraucht?  ;D

Hahaha, großartig! So habe ich das Briefmarken-Sammeln noch nie betrachtet. Wertsteigerung durch ständige Portoerhöhung, DAS ist also der Sinn dahinter.  :headbang:
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Offline Hotzenplot

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Achso, da ich den Thread gerade auf Facebook teile, ist mir noch eine Frage eingefallen:


Sind digitale und analoge Sammlungen das gleiche?

Für mich fühlen sich zehn echte Bücher im Regal mehr als eine Sammlung an als die 5w20 Gigabyte auf dem Rechner. Wie seht ihr das?
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Online aikar

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Für viele Sammler ist es schon ein Hochgenuss über das volle Regal mit der vollständigen Sammlung zu blicken. Oder man genießt es, Abends durch die Bücher zu blättern und hier und da die Artworks, die Texte und das Layout zu bestaunen.
Genau das. Mein Wohnzimmer ist voll mit RP-Bücherregalen. Und ich genieße es jeden Abend zwischen den ganzen Büchern zu sitzen. Bücher sind einfach schön. Andere haben Romane im Regal, die sie wahrscheinlich auch nie alle (nochmal) lesen werden, ich habe RP-Bücher (Dafür habe ich meine Romane inzwischen großteils auf den Ebook-Reader verbannt).

Und ich nehme mir immer nach Lust und Laune mal eines raus und schmökere darin.
Manche Systeme/Settings vermute ich tatsächlich, dass ich sie nie spielen werde, weil sie mir zu komplex oder speziell für eine Kampagne sind (Eclipse Phase, Degenesis und Magus z.B.), aber ich genieße es, sie hin und wieder zu lesen und von diesen Welten zu träumen.
Manche dienen auch nur der Inspiration und Teile werden dann in anderen RPs verwertet.
« Letzte Änderung: 20.09.2019 | 08:00 von aikar »

Offline Megavolt

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Für mich fühlen sich zehn echte Bücher im Regal mehr als eine Sammlung an als die 5w20 Gigabyte auf dem Rechner. Wie seht ihr das?

Wenn es um Medien geht, ist alles gleich real bzw. irreal. Schwarze Flecken auf Papier sind für sich genommen keine spannende Geschichte, Nullen und Einsen in der Cloud sind es auch nicht.

Weiter gedacht führt der Gedanke in die (meiner Meinung nach korrekte) Richtung, dass erst der Betrachter die Realität erschafft. Dann ist man beim Konstruktivismus angelangt und der legt nahe, dass auch dingliche Objekte nicht "existieren", sondern stattdessen der Akt des Betrachtens und des Berührens relevant ist, der sie quasi erschafft.

Also besser nix sammeln. Sich vorzustellen, man hätte eine Sammlung, kommt aufs gleiche raus und ist billiger. :)

Offline JS

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Re: Re: Welche Systeme muss man kennen - und warum?
« Antwort #21 am: 20.09.2019 | 08:06 »
Seit wann sind Sammlungen jemals "erledigt"? Ich kenne keine Sammler, die sagen: "Jetzt ist meine Sammlung fertig und ich werde nie mehr etwas dazuholen"... ;)

Wenn ich von einem System alles für mich Relevante habe, ist diese Sammlung für mich abgeschlossen und das korrespondierende Gefühl "befreiend". Der Strang findet sein Ende. Daß danach dann ein neues System kommt, ist dann das übergeordnete Sammeln. Zeitweise fand auch das mal sein Ende, was ich auch angenehm fand.
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Offline Luxferre

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Ich sammele gern aus mehreren Gründen:

- ich kann gar nicht so viel spielen, wie ich gern würde.
- ich lese mich gern in neue und alte Systeme ein und bastel Teile daraus in meinen Eigenbräu.
- ich hänge meiner Phantasie nach, aka Eskapismus.

Dabei bin ich längst kein Komplettist oder sammele gestreut. Vielmehr besorge ich mir das, was ich gern nochmal spielen würde oder wo eine Menge positiver Nostalgie dran hängt.
Außerdem gehe ich doch in grob 20 Jahren in Rente ... und die viele wunderbare Freizeit will doch gefüllt werden  >;D  :d
ina killatēšu bašma kabis šumšu

---

‘Consider the seed of your generation:
You were not born to live like animals
But to pursue virtue and possess knowledge.’

Offline KhornedBeef

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@Megavolt: Ich bezweifle arg, dass ich so nebenher auch nur 10% der Bücher in meinem Regal erschaffen könnte, wenn ich mich plötzlich dazu entschlösse. Aber eine niedliche Vorstellung, das alles.
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Offline Der Narr

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Ich sammle nur noch Spiele, die ich für sehr, sehr gute Spiele halte und bei denen ich mir vorstellen könnte, sie zu spielen. (Sturmbringer lag ca. 10 Jahre in meinem Regal, bevor ich es das erste Mal spielte. Und es war gut. Manche Spiele müssen ja auch ein wenig reifen, HârnMaster war noch viel länger in meinem Regal ungespielt und jetzt ist es das Rollenspiel, für das ich das meiste Geld ausgebe.) Spiele, die außergewöhnliche Bücher haben oder die ich konzeptuell als Bereicherung sehe, z.B. Castle Falkenstein, welches ich vermutlich niemals spielen werde, aber ein tolles Buch ist. Ein Spiel wie Chronosaurus würde ich auch nie weggeben :).

Notgedrungen sammle ich natürlich auch Spiele, die ich aktiv spiele, von denen kann ich mich aber auch trennen, wenn ich es nicht mehr brauche. Manche Spiele schaffen es auch, ein besonderes Erinnerungsstück zu werden (z.B. Earthdawn, spielen will ich es nicht mehr, aber weggeben auch nicht), manche eben nicht (Midgard-Sammlung zu 90% aufgelöst). Im Moment ist das etwas einfacher, da wir zuletzt viel selbst entwickelte Settings und Systeme gespielt haben und man da nichts anschaffen muss, oder Spiele, die ich zum Glück schon gesammelt habe.

In den vergangenen Jahren habe ich meine Sammlung schon um einiges reduziert. Da könnte noch mehr weg, aber das ist ja auch wieder Arbeit. Bei Midgard oder Cthulhu fiel das leicht, weil die auch viel einbrachten (Verkaufspreise > damalige Einkaufspreise). Aber sich aufraffen alten auch noch total zerlesenen Shadowrun-Kram zu verkaufen, wo man dann auch noch kaum was für bekommt, ist mir zu mühselig, auch wenn ich den Platz im Schrank gut gebrauchen könnte.

Prinzipiell finde ich es auch nicht so toll, wieviel Raum so eine Spielesammlung einnimmt. Aber ich habe auch noch ein Regal voll mit Fachbüchern, wo sicher die Hälfte weg kann. Vielleicht sollte ich bei meiner nächsten Runde auszumisten erstmal da anfangen, aber tendentiell finde ich mal freien Platz in einem Regal zu haben statt Bücher in zweiter Reihe aufstellen zu müssen auch mal angenehm ;).

Die digitale Sammlung ist was anderes. Da kann ich eigentlich nicht genug haben. Ich habe auch viel freies Material, aus Bundles usw. Klar, vieles davon habe ich nie gelesen, in manches (vor allem aus Bundles) nicht mal reingeschaut. Aber ehrlich gesagt habe ich auch viele gekaufte Bücher früher nicht mehr gelesen. Als Jugendlicher habe ich das noch gemacht, aber später im Studium einfach nicht mehr die Muße dazu gehabt, aber weiter gekauft, bis ich halt irgendwann gesagt hatte: Ne, das macht keinen Sinn, das wird einfach nur mehr und was soll das? Beim digitalen Material habe ich nun für weniger Geld und ohne dass es Platz wegnimmt das Gefühl, die Sachen verfügbar zu haben ;). Zusätzlich dazu, dass die digitalen Produkte für manche Sachen für mich sogar einen höheren praktischen Nutzen haben. Gerade Abenteuer brauche ich nicht mehr gedruckt, aber auch auf Regelwerke greife ich zum Nachschlagen lieber digital zu. Am Spieltisch habe ich die Regelwerke auch in meinem Tablet, die Volltextsuche ist sehr komfortabel und es ist auch angenehm, eine ganze Bibliothek in so einem kleinen Gerät dabei zu haben. In den Urlaub nehme ich ja auch nur meinen E-Reader und keinen Stapel Bücher mit.
Gerade ohne Signatur