Autor Thema: Sammelst du noch oder spielst du schon? Über den Sinn vom RPG-Sammeln.  (Gelesen 2062 mal)

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Offline korknadel

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Ich hoffe nur, dass sich möglichst viele Sammler von den Spielern bekehren lassen und ihren Kram loswerden wollen, der Markt also mit dem ganzen gesammelten Kram geschwemmt wird und ich die Sachen dann endlich zu vernünftigen Preisen kriege.
Hipster

Otherland Buchhandlung Rumspielstilziels und korknadels SF- und Fantasy-Buchladen in Berlin.

Offline unicum

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Ich habe alles was im Spieleschrank steht und ich selbst gekauft habe auch gelesen.
Und ja - das ist auch eine ganze Menge Zeugs bei mir.

Aber ich verstehe mich trotz eines Schrankes nicht als Sammler - ich musste mir nie alles zulegen - im erst finde ich Systeme wo ich alles haben muss ein Greul, gerade wenn ich an solche Systeme denke wo häppchenweise mal wieder ein neuer Teil "Regeln" dazukommt.


Online Chiarina

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Ich habe alles gelesen, was bei mir im Regal steht.
Etwa 70% davon habe ich auch schon gespielt.
Für die restlichen 30% suche ich Gelegenheiten.
Im Moment kaufe ich überhaupt nichts, weil ich keine Zeit mehr für eine weitere Runde habe.
Briefmarkensammeln fand ich auch schon immer irgendwie befremdend.
[...] the real world has an ongoing metaplot (Night´s Black Agents, The Edom Files, S. 178)

Online schneeland

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Um jetzt mal provokant zu sein: Ein Zimmer voller Spiele (!) stelle ich mir eher belastend als befreiend vor. Es ist im Grunde doch nur ein Zimmer voller Unerledigtem. Deshalb versuche ich zum Beispiel, meine Sammlungen zu verknappen oder wenigstens digital irgendwo zu vergraben.

Das initiale Statement von Jiba aufgreifend, muss ich feststellen: ja, trifft für mich definitiv zu. Das Trickreiche ist, dass
a) mir Prozess des Sammelns durchaus Spaß gemacht hat, der des "eine Sammlung Haben" allerdings deutlich weniger als ich dachte
b) ein gutes Dutzend (oder vielleicht auch zwei) ungelesene oder lange nicht mehr gelesene Bücher auf mich durchaus eine motivierende Wirkung haben - über 100 dann allerdings nicht mehr

Mittlerweile ist der Trend, was analoge Bücher angeht,  daher eher wieder abnehmend und es plagt mich allein das Problem, dass ich zu vielen der deutschen Bücher gern ein PDF hätte, damit ich das physische Gegenstück verkaufen, bei Bedarf aber nochmal nachschlagen kann - nur gibt es halt keine und meine eigenen Bücher zu zerlegen, um sie selbst zu digitalisieren, habe ich noch nicht übers Herz gebracht.
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BlizzCon 2018

Offline Issi

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Es gibt Jäger und Sammler.
Und Mischtypen.
Ich bin vermutlich eher  ein Jäger.
Manche Dinge  kaufe ich, nicht weil ich sie unbedingt spielen werde, sondern wegen den darin enthaltenen Infos.
Ich bin  froh, dass es auch Sammler gibt.
Denn die haben ab und an ihren Entrümplungs- Anflug, und dann fallen gute Sachen günstig ab.
 ~;D
Den Sammelantrieb habe ich nie ganz verstanden- Aber es geht, denke ich, um "haben wollen" und um "Vollständigkeit".

Edit.
Sammler sind toll, denn:
1. Sie pflegen ihre Sachen(Schätze) unglaublich gut. Manchmal sind sie noch originalverpackt.
2. Sie haben idR. alles was man legal auf dem Markt kaufen kann.
3. Sie haben zuviel- Es gibt immer mal Überschuss- Und wenn sie dann verkaufen sind es dann uU. gleich gut erhaltene Komplettpakete
« Letzte Änderung: 20.09.2019 | 10:00 von Issi »

Online Mithras

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Ich bin vom Sammler zum Nutzer umgestiegen. Ich habe mir selbst 2 Einschränkungen auferlegt:

1) Ich verkaufe alle Bücher die ich entweder auf englisch habe bzw. warte auf die deutsche Version.
2) Ich kaufe nur noch Sachen die ich bespielen möchte, in absehabrer Zukunft die nächsten 5+ Jahre. Das heisst auch das ich ältere Bücher noch ungenutzt und ungelesen im Schrank stehen habe und sie erst "irgendwann" brauche. Ich habe tatsächlich einen groben 10-Jahres-Plan für das Rollenspiel!

Deshalb habe ich die Shadowrun 5 und Wraith&Glory Bücher verkauft oder alles englische für Pathfinder. Und es funktioniert ganz gut, ich spiele derzeit viel Savage Worlds, hauptsächlich grad Deadlands. Das stand auch jahrelang unangetastet rum genau wie Hellfrost oder Sundered Skies. Aber das System und Setting begeistert und die Gruppe also wird es gespielt. Dafür liegt D&D, Cthulhu, Hârnmaster oder Warhammer brach, aber auch das kommt wieder. Ich habe mir Coriolis gekauft um es mal zu spielen. Ich hatte lange Zeit Midgard rumstehen bis es zum Einsatz kam als Spieler. Und wenn ich etwas spiele oder leite lese ich natürlich auch! Oder Cyberpunk 2020, Dragon Age und The Witcher, da freue ich mich auch drauf.

Ich freue mich auch schon auf den Einsatz der Eberron Bücher oder mal wieder eine Forgotten Realms Kampagne, Freeport oder Iron Kingdoms, alles in D20 oder Savage Worlds Ausführung. Die restlichen Bücher habe ich als Inspiration oder Ideensteinbruch bzw. weil ich gerne an Regelsystemen bastele, deswegen habe ich Splittermond und Game of Thrones Zuhause. Oder Sachen für Mythras, die werden für Sword & Sorcery Bronzezeitalter verwendet. Aber vieles habe ich tatsächlich aussortiert und kaufe gezielter. Das Wohnzimmer ist trotzdem voller Bücher.
Ich spiele lieber AD&D statt Pathfinder und Cyberpunk 2020 statt Shadowrun.

Offline Huhn

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Total Offtopic, aber das muss raus. o__o

Oder fragt man einen Briefmarken-Sammler auch, wann er denn endlich das ganze Porto aufbraucht?  ;D
Soweit ich das von meinem Vater, der früher Briefmarken sammelte, im Kopf habe, sammeln die meisten Sammler nur bereits abgestempelte und entwertete Briefmarken. Das macht den Reiz des Sammelns aus, denn du kannst dir nicht einfach die jeweiligen Marken der Saison bei der Post kaufen, sondern musst eben warten, bis du einen Brief findest, wo die drauf sind. Sammlermarken der Post sind daher auch immer (?) mit einem schönen Stempel entwertet (Beispiel siehe hier).

Insofern: Briefmarkensammler sammeln kein Porto in rauen Mengen und können es daher auch nicht aufbrauchen.
Aber als Spieler möchte ich das Spiel auch konsumieren. Also spiele ich was möglichst bequemes. Kurz etwas, was mir liegt.
Die "Jogginghose unter den Figuren. "

Offline Leonidas

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Die Lücken zwischen den Spielterminen sind bei uns mit den Jahren leider größer geworden und ersatzweise ist da das Lesen eines Rollenspielwerkes die zweitbeste Beschäftigung mit dem Hobby. Vor diesem Hintergrund kaufe und lese ich, was mir interessant scheint, egal ob es eine unmittelbare Spielperspektive gibt. Das ist vermutlich kein Sammeln, sondern eher ein Ansammeln, mit dem Nutzen, dass ich vieles vorab aussortieren kann und in der knappen Spielzeit dann etwas parat habe, das mir richtig gut gefällt und das zur Spielrunde passt.

Offline Hotzenplot

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Die Lücken zwischen den Spielterminen sind bei uns mit den Jahren leider größer geworden und ersatzweise ist da das Lesen eines Rollenspielwerkes die zweitbeste Beschäftigung mit dem Hobby. Vor diesem Hintergrund kaufe und lese ich, was mir interessant scheint, egal ob es eine unmittelbare Spielperspektive gibt. Das ist vermutlich kein Sammeln, sondern eher ein Ansammeln, mit dem Nutzen, dass ich vieles vorab aussortieren kann und in der knappen Spielzeit dann etwas parat habe, das mir richtig gut gefällt und das zur Spielrunde passt.

Das ist tatsächlich auch ein Argument für mich. Wenn schon nicht spielen, dann wenigstens lesen (ist jetzt nicht so, dass ich unregelmäßig spiele, aber ich brauche den Stoff halt häufiger  >;D).
ehrenamtlicher Dienstleistungsrollenspieler, Spotlightbitch und Plothure

Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
http://www.tanelorn.net/index.php?topic=91369.msg1896523#msg1896523

Ich habe die G7 in 10 Stunden geleitet! Ich habe Zeugen dafür!

Offline rillenmanni

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Die Lücken zwischen den Spielterminen sind bei uns mit den Jahren leider größer geworden und ersatzweise ist da das Lesen eines Rollenspielwerkes die zweitbeste Beschäftigung mit dem Hobby. Vor diesem Hintergrund kaufe und lese ich, was mir interessant scheint, egal ob es eine unmittelbare Spielperspektive gibt. Das ist vermutlich kein Sammeln, sondern eher ein Ansammeln, mit dem Nutzen, dass ich vieles vorab aussortieren kann und in der knappen Spielzeit dann etwas parat habe, das mir richtig gut gefällt und das zur Spielrunde passt.

Das hast Du gut ausgedrückt, Leonidas: Es ist kein Sammeln, es ist ein Ansammeln. :) Geht mir auch so.
Während die Opfer sich umkrempeln und der Professor nicht zu erreichen ist, reißt Rillen-Manni voller Wut eine Waffe an sich ...

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Offline Jiba

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Wenn auf dieses Ansammeln nicht auch ein Abstoßen folgt, ist es aber ja doch Sammeln, oder? ;)
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Offline Leonidas

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Wenn auf dieses Ansammeln nicht auch ein Abstoßen folgt, ist es aber ja doch Sammeln, oder? ;)

Ja, vielleicht, wobei ich den Unterschied eher darin sehen würde, dass der echte Sammler seine Motivation vordringlich aus dem Komplettieren zieht.

Offline KhornedBeef

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Das Glück das Komplettierens ist die Kehrseite der Angst, die passende Erweiterungsregel im kritischen Moment nicht da zu haben ;)
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Ich vergeige, also bin ich.

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Offline rillenmanni

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Das Glück das Komplettierens ist die Kehrseite der Angst, die passende Erweiterungsregel im kritischen Moment nicht da zu haben ;)

Das wird echt interessant hier! :)
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Offline Jiba

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Das Glück das Komplettierens ist die Kehrseite der Angst, die passende Erweiterungsregel im kritischen Moment nicht da zu haben ;)

Oh, wow, These: Spieler von superschlanken Storygames sammeln weniger als High-Rules-Simulationisten... oder: Müssen mehr sammeln?

Aber ich bin sicher da gibt’s Gegenbeispiele, ja?
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Offline Exar

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Ich sammel zuviel, lese zu wenig und spiele noch viel weniger.
Nicht weil ich nicht will, sondern weil die liebe Zeit fehlt und die Möglichkeiten.
Eigentlich sammel ich also nur fürs Regal und für die eigene Befriedigung.

Allerdings ist das keine neue Sache bei mir. Ich habe schon immer mehr oder weniger gesammelt, egal welches Hobby.
Irgendwie ist das ein Impuls, der sich schnell bei mir einstellt.

Online schneeland

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Aber ich bin sicher da gibt’s Gegenbeispiele, ja?

Ich biete mich als Gegenbeispiel an - ich spiele aktuell praktisch nur regelleichte Sachen (derzeit v.a. PbtA), habe aber auch eine Haufen weniger regelleichter und extensiv "befluffter" Sachen im Regal stehen. Hauptsächlich wegen:
- Nostalgie
- Der Illusion ich könnte ja vielleicht doch mal wieder eine richtig große Kampagne leiten
- Einer schwäche für hübsche Illustrationen/Bücher
- der Sorge, dass Dinge, die ich ja vielleicht doch noch mal anschauen möchte, aus dem Druck gehen und ich sieh dann nur noch für horrende Sammlerpreise kaufen kann
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Offline Luxferre

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Ich sammel übrigens auch, weil es befriedigend ist, etwas zu kaufen, das man toll findet.
ina killatēšu bašma kabis šumšu

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You were not born to live like animals
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Online Crimson King

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Ich sammel übrigens auch, weil es befriedigend ist, etwas zu kaufen, das man toll findet.

Ich finde es allerdings genauso befriedigend, Sachen los zu werden, die man nicht toll findet.  ;)

Ich persönlich behalte alles, was ich auch verwenden will. Wenn ich davon ausgehen muss, dass ich das auf absehbare Zeit nicht selbst spiele, leite oder als Ideensteinbruch verwende, macht es Platz für neues. Stauraum ist begrenzt.

Ich bin aber auch Jäger, kein Sammler. Gilt auch für Musik, Filme etc.
« Letzte Änderung: 20.09.2019 | 13:00 von Crimson King »
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

J.W. von Goethe

Offline Clagor

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 Hi zusammen,

ist man als SL nicht immer auch Sammler?
Ich sammel bei zwei Systemen das Papier, das sind Splittermond und Midgard. Das erste weil ich es aktuell in verschiedenen Runden leite. Das zweite aus Nostalgie und weil ich es einmal im Jahr auf einem Con ausgrabe.
Alles weitere versuche ich mit GRW und den Rest als PDFs abzudecken. Spart doch so einiges an Platz.
Und ich finde man kann sich durchaus mal von etwas trennen. Wie diese Jahr gerade gemacht. System die man nicht mehr spielt oder leitet können auch mal weg, bzw. verkauft werden.
Lg
Clagor

Offline Luxferre

  • Gott, der den Drachen mit seinen zwei Füßen tritt
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Ich finde es allerdings genauso befriedigend, Sachen los zu werden, die man nicht toll findet.  ;)

Kann ich auch verstehen.
Andererseits habe ich doch so einige Verkäufe bereut (WH2 - ich schaue auf Dich!) und verschenkten Sachen hinterhergetrauert.
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Offline Megavolt

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Wenn auf dieses Ansammeln nicht auch ein Abstoßen folgt, ist es aber ja doch Sammeln, oder? ;)

[Platzhalter für einen komplexen Wortwitz über Semmeln]

Ich möchte ja eigentlich gerne den nicht-sammelnden Puritaner geben, aber in Wahrheit bin ichs natürlich nicht. Besonders augenfällig ist das im Brettspielebereich, wo ich mir z.B. Beispiel Erweiterungen nicht zwingend deshalb kaufe, weil ich sie spielen will, sondern weil ich vermeiden will, auf dem Sekundärmarkt dann 120 Euro dafür zu berappen, weil etwas out of print ist. Da habe ich mir schon zu oft diesbezüglich in den Hintern gebissen, aber wenn ich jetzt mal überschlage, wie viel Kohle so ein komplettistischer Sammelansatz dann zum Beispiel bei Eldritch Horror kostet - mein lieber Herr Gesangsverein!

 
« Letzte Änderung: 20.09.2019 | 13:23 von Megavolt »

Offline sindar

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Ich habe nur Zeug von Systemen im Regal, die ich schon mal gespielt habe. Mit D&D4-Zeug kaufen habe ich aufgehoert, als unsere D&D4-Runde auseinandergeflogen ist. Da hatte ich dann aber deutlich mehr Material als am Tisch zum Einsatz kam. Ich wusste halt nicht, was gebraucht wird. Grundsaetzlich hole ich mir Zeug, von dem ich Grund zu der Annahme habe, dass es gebraucht werden wird.

Ausnahme: Splittermond. Spiele ich nicht, gefaellt mir aber so gut, dass ich es aus Freude am Lesen kaufe. Und am drueber Mitreden. (Und natuerlich, um die Uhrwerker zu unterstuetzen.)
Bewunderer von Athavar Friedenslied

Offline Rhylthar

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Ich bin schon immer ein Sammler gewesen.

Ohne Scham sage ich gerne, dass ich jahrelang (junger) Philatelist war und auch durchaus meinen Spaß daraus zog. Da ging es aber um ein wenig etwas anderes als jetzt beim Rollenspiel bzw. nur ein Teilaspekt (das "Vervollständigen") spielt davon bei meiner RPG-Sammlung eine Rolle.

Ein wichtige Sache beim RPG-Sammeln sind bei mir "Optionen/Möglichkeiten". Und das "Bibliophile"; schon als Kind konnte ich stundenlang durch die Stadtbibliothek wandern und nur gucken, was es für Bücher so gibt und auch während des Studiums bin ich einfach in andere Fachbereiche gegangen, nur um mal das ein oder andere Buch zu nehmen und mal anzulesen/den Inhalt anzuschauen. Und falls ich heute Abend im Lotto den Jackpot abräumen würde, ginge es nicht darum, ein Haus zu kaufen, sondern ein Haus mit Platz für eine Bibliothek zu kaufen.

Zurück zu "Optionen/Möglichkeiten". Ich habe ca. 50 verschiedene Ketchup/Grill-Saucen im Keller stehen (kommt mir nicht mit MHD; 2 Jahre drüber heisst "reif"  ~;D). Darunter 15 unterschiedliche Flaschen hochprozentigen Schnaps, die ich über Jahre nicht leertrinken werde. Warum? Weil ich mich spontan entscheiden will, was jetzt, genau in dem Moment, für mich passend ist.

Ebenso mit RPG-Büchern: Ich nehme das, wonach mir der Sinn steht. Manches wird öfter gelesen, manches wartet darauf, gelesen zu werden. Manches wurde komplett gelesen, bei anderen Dingen nur angerissen. Manches intensiv, manches quer. Vielleicht wird auch irgendwas niemals gelesen, aber die Möglichkeit ist eben da.

Komplettieren spielt durchaus auch eine Rolle; eine komplette, gut erhaltene, Planescape-Sammlung zu haben, befriedigt mich. Oder eine der zahlreichen Boxen. Und, jedesmal, wenn ich etwas kaufe, ist das auch eine Art Anerkennung an mich, weil ich sehe, wofür ich arbeiten gehe, um mir so etwas leisten zu können.

“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.

Online Weltengeist

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Ich kaufe zu Systemen, die ich aktuell bespiele, oft recht viel Zeug, weil ich im Zweifel schnell alle Informationen zur Hand haben will. Das mache ich aber z.B. bei Sachbüchern genauso - wenn mich ein neues Thema interessiert, kaufe ich häufig gleich 3 oder 4 Bücher, denn woher soll ich wissen, welches wirklich das ist, was am besten passt oder die entscheidende Info enthält?

Aber ich bin auch ziemlich rigoros im Wieder-Rauswerfen. Dazu zwingt mich allein schon die Tatsache, dass ich kein Haus habe und auch kein Hobbyzimmer. Und ich mag es, wenn ich die eine oder andere Wand in meinem Büro noch sehen kann ;). Wenn ich darüber hinaus noch weitere Motivation bräuchte, dann würde auch helfen, dass ich einen Hardcore-Sammler in der Familie hatte, der mir recht drastisch vorgeführt hat, wohin es führt, wenn man immer nur reinträgt ohne auch wieder rauszutragen.

Wobei ich die Sammler schon verstehen kann. Wenn ich unbegrenzt Geld und Platz hätte, wäre ich vermutlich einer. So aber bin ich nach Issis Schema wohl eher ein Jäger... ~;D
Über Geschmack kann man nicht streiten. Aber auf Tanelorn hindert das niemanden daran, es trotzdem zu tun.

Spielleitermotto: Ein Kaufabenteuer ist eine Geschichte, wie sie hätte passieren können, wenn man keine Spieler darauf losgelassen hätte.

Spielt derzeit: Die Türme von London (Ubiquity)
Bereitet vor: Pulp-Kampagne (tbd)