Autor Thema: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)  (Gelesen 5022 mal)

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Offline Niniane

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #50 am: 10.09.2020 | 20:59 »
Also ich mag Arrival sehr, aber Blade Runner 2049 fand ich recht dünn, aber optisch ein Meisterwerk. Das kann man von Dune jetzt nicht behaupten, deswegen könnte das schon gut werden (und Timothée Chalamet doch noch mehr Gesichtsausdrücke drauf hat. Da ich den Trailer von The King gesehen habe, habe ich da allerdings wenig Hoffnung  ::))
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Offline Ham's the R

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #51 am: 10.09.2020 | 21:01 »
Du irrst Dich. Das ist nicht Johnny Depp.
Schon klar, dass das nicht JD ist.
Im Trailer sah der Schauspieler für mich aber sehr nach Edward Scissorhands aus.
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Ich weiss, dass Sie glauben, Sie verstünden, was ich geschrieben habe; aber ich bin mir nicht sicher, ob Sie begreifen, dass das, was Sie gelesen haben, nicht das ist, was ich meine.

Offline Lichtschwerttänzer

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #52 am: 10.09.2020 | 21:03 »
mal die soziökonomischen Hintergründe begutachten, die Rolle der Gilde, der Fremen usw
“Uh, hey Bob?”
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Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #53 am: 10.09.2020 | 21:05 »
Schon klar, dass das nicht JD ist.
Im Trailer sah der Schauspieler für mich aber sehr nach Edward Scissorhands aus.
Für mich kein Stück. Edward definiert sich für mich durch die starrenden Augen.
Ich bin viel lieber suess als ich kein Esel sein will...
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Offline Sagittarius

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #54 am: 11.09.2020 | 07:40 »
Der Trailer kommt beimir so Mittelgut an. Pau wirkt hölzern, unsympathisch und wird zumindest beim Trailern von den anderen Darstellern an die Wand gespielt. Die Ästhetik ist bemüht. Einige großartige fotografierte Momente, die auf der Leinwand überwältigend wirken werden.
Ich hoffe aber, daß sie nach dem Buch verfilmen und nicht den Film von 1984 nochmal aufwärmen (z.B. den Schwachsinn mit den Schallmodulen). Wobei ich glaube, daß das Buch in seiner Komplexität nicht auf die Leinwand zu bringen ist, zuviele Details.
Aber anschauen werde ich mir den Film aber trotzdem.
P.S.: Die Musik hat mich aber ziemlich abgeschreckt. Ich hoffe das wird nicht zum Disneyfilm, wo Paul anfängt zu singen...
« Letzte Änderung: 11.09.2020 | 07:46 von Sagittarius »

Offline Huhn

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #55 am: 11.09.2020 | 08:08 »
Im Trailer sah der Schauspieler für mich aber sehr nach Edward Scissorhands aus.
Du bist nicht alleine - ich hab mir auch die ganze Zeit gedacht, dass es Edward doch noch recht weit gebracht hat. ;D

Ansonsten (oder gerade deswegen?) - sah schick aus. Ich habe allerdings zu meiner unendlichen Schande immer noch nicht die Romane gelesen und mochte auch die beiden anderen Verfilmungen. Bin da ganz anspruchslos. Bestes Hollywood-Publikum. *kaut zufrieden die vorgesetzte Möhre*
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Offline Mr Grudenko

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #56 am: 11.09.2020 | 08:21 »
Ich hoffe das wird nicht zum Disneyfilm, wo Paul anfängt zu singen...

Angesichts der Bedeutung, die Liedern in allen Büchern als Kommentare haben, wäre das eigentlich gar nicht so daneben. Vielleicht als Baliset Duell mit Gurney Halleck. Wäre auf jeden Fall kein schlechter Weg für World-Building / Info-dump ;)

Ansonsten pusht der Trailer bei mir alle Dune Reflexe ('Echte' Ornithopter, wenn auch eher insektenartig, Martial Arts mit 'echten' Körperschilde, Sandwürmer wie vom Taschenbuchumschlag etc.). Und das macht mir schon Sorgen, weil ich das Gefühl nicht los werde, dass es bei diesen Schauwerten bleibt und das ganze zu einer spektakulären Space Opera wird, bei der halt nicht, wie in den Büchern, die eigenen Klischees untergraben/zumindestens hinterfragt werden.

Der zweite wunde Punkt ist halt die fette 'Who is Who' Besetzung, die mich ein wenig zu sehr an die Historienschinken aus den 50er oder die Katastrophenfilme aus den 70er erinnert.

Chalamets Aussehen als Paul hat halt ein sehr 'ernster junger Gentleman aus guten Haus der Viktorianischen Ära'-Flair, das ich gar nicht sooo unpassend finde.
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Offline Tegres

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #57 am: 11.09.2020 | 08:53 »
Der Trailer von Blade Runner 2049 hat total in die Irre geführt. Da waren alle Actionszenen drin, was den Eindruck erweckte, der Film würde stilistisch stark vom ersten abweichen, doch der eigentliche Film war sehr bedächtig. Ich kann mir gut vorstellen, dass das hier genauso wird. Man sollte immer bedenken, dass ein Regisseur so gut wie keinen Einfluss auf den Trailer hat. Da kümmern sich das Marketing und spezialisierte Firmen drum.
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Offline Sir Mythos

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #58 am: 11.09.2020 | 08:57 »
Wobei ich glaube, daß das Buch in seiner Komplexität nicht auf die Leinwand zu bringen ist, zuviele Details.

Das hat man vom Herrn der Ringe auch mal gesagt.  ;D

Der zweite wunde Punkt ist halt die fette 'Who is Who' Besetzung, die mich ein wenig zu sehr an die Historienschinken aus den 50er oder die Katastrophenfilme aus den 70er erinnert.

Chalamets Aussehen als Paul hat halt ein sehr 'ernster junger Gentleman aus guten Haus der Viktorianischen Ära'-Flair, das ich gar nicht sooo unpassend finde.

Das lustige ist, dass mir irgendwie keiner der Schauspieler etwas sagt.
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Offline Niniane

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #59 am: 11.09.2020 | 09:10 »
Also zumindest Oscar Isaac und Dave Bautista solltest du kennen ;) gut, ersterer hat in seiner bekannten Rolle keinen Bart und letzterer war blau-grau geschminkt.
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Offline Crimson King

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #60 am: 11.09.2020 | 09:11 »
Mich hat der Trailer auch nicht überzeugt. Ich denke aber auch, man sollte die Aussagekraft von Trailern nicht überbewerten, solange sie nicht spoilern ohne Ende.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
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Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #61 am: 11.09.2020 | 09:17 »
Also zumindest Oscar Isaac und Dave Bautista solltest du kennen ;) gut, ersterer hat in seiner bekannten Rolle keinen Bart und letzterer war blau-grau geschminkt.

Ja, nachdem ich die gegoogelt habe. :D
Irgendwie kann ich mir einfach Schauspielernamen nicht merken - die sind so unwichtig.
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Offline Ham's the R

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #62 am: 11.09.2020 | 09:33 »
Jason Momoa hast Du sicherlich auch schon gesehen, z.B. in Game of Thrones.
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Ich weiss, dass Sie glauben, Sie verstünden, was ich geschrieben habe; aber ich bin mir nicht sicher, ob Sie begreifen, dass das, was Sie gelesen haben, nicht das ist, was ich meine.

Offline Scurlock

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #63 am: 11.09.2020 | 12:53 »
Angesichts der Bedeutung, die Liedern in allen Büchern als Kommentare haben, wäre das eigentlich gar nicht so daneben. Vielleicht als Baliset Duell mit Gurney Halleck. Wäre auf jeden Fall kein schlechter Weg für World-Building / Info-dump ;)

Ansonsten pusht der Trailer bei mir alle Dune Reflexe ('Echte' Ornithopter, wenn auch eher insektenartig, Martial Arts mit 'echten' Körperschilde, Sandwürmer wie vom Taschenbuchumschlag etc.). Und das macht mir schon Sorgen, weil ich das Gefühl nicht los werde, dass es bei diesen Schauwerten bleibt und das ganze zu einer spektakulären Space Opera wird, bei der halt nicht, wie in den Büchern, die eigenen Klischees untergraben/zumindestens hinterfragt werden.

Der zweite wunde Punkt ist halt die fette 'Who is Who' Besetzung, die mich ein wenig zu sehr an die Historienschinken aus den 50er oder die Katastrophenfilme aus den 70er erinnert.

Echt jetzt? Der Film macht offenbar hinsichtlich Bildern und Besetzung alles richtig. Und genau das macht Dir Sorgen? Was für eine verquere Logik ist das denn? Ein Trailer kann nicht viel mehr zeigen als Schauwerte und Besetzung. Mich freut es zumindest, dass sie visuell die richtige Richtung eingeschlagen haben. Und ich traue keinem anderen (aktuellen) Regisseur mehr zu, die vermeintlich unverfilmbare Vorlage auf die Kinoleinwand zu bringen. 

Offline Pyromancer

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #64 am: 11.09.2020 | 16:46 »
Ich hoffe aber, daß sie nach dem Buch verfilmen und nicht den Film von 1984 nochmal aufwärmen (z.B. den Schwachsinn mit den Schallmodulen). Wobei ich glaube, daß das Buch in seiner Komplexität nicht auf die Leinwand zu bringen ist, zuviele Details.
Und deswegen hoffe ich, dass sie NICHT das Buch verfilmen, sondern einen Dune-FILM drehen - bzw. gedreht haben.
Ihr findet mich im Traveller-Kanal: https://www.tanelorn.net/index.php/board,380.0.html

Offline Space Pirate Hondo

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #65 am: 11.09.2020 | 17:18 »
Jason Momoa hast Du sicherlich auch schon gesehen, z.B. in Game of Thrones.

Alle vergessen immer, dass seine erste große Rolle in Stargate Atlantis war.

Offline Lord of Badlands

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #66 am: 11.09.2020 | 17:55 »
Alle vergessen immer, dass seine erste große Rolle in Stargate Atlantis war.
Ja, sein Tyr Anaszasi Verschnitt war schon 'ne coole Sau.

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Offline Mithras

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #67 am: 11.09.2020 | 20:29 »
Ich habe das Buch nicht gelesen und werde das auch nicht tun. Ich habe den Lynch Film gesehen und fand den einfach nur schlecht. Und beim neuen Trailer frage ich mich: was ist so toll an Dune? Könnt mir mal eure Begeisterung vermitteln? Das soll jetzt kein rumgetrolle sein sondern ehrliches Interesse aber ist das Material so innovativ? Spannend? Ich habe halt bisher auch kaum Sci-Fi gelesen und kann das echt nicht nachvollziehen. (Kann ich aber bei Star Trek und Marvel auch nicht ist also vielleicht einfach nur Geschmackssache).

Edit: ich habe Blade Runner 1 auch erst nach dem dritten Mal angucken kapiert und die Fortsetzung gar nicht.
Ich spiele lieber AD&D statt Pathfinder und Cyberpunk 2020 statt Shadowrun.

Offline Flamebeard

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #68 am: 11.09.2020 | 21:10 »
Wenn man sich die behandelten Themen ansieht, ist Dune der Prototyp des Alternativen und Öko-SciFi. Ausbeutung und Unterjochung eines Ökosystems inklusive der örtlichen menschlichen Population, um interstellaren Krieg und Handel aufrecht erhalten zu können sowie die Auswirkungen davon und die Suche nach Alternativen. Eine starke Frauen-Organisation als Machtstruktur im Imperium.
 Das alles vor dem Hintergrund einer archaisch anmutenden Machtstruktur, die noch Häuser, Herzöge und Imperatoren kennt, aber in seinen Abläufen teils unwohlverbreitend bekannt die Abläufe in der (damals) aktuellen Politik spiegelt...
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Offline Urias

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #69 am: 11.09.2020 | 21:22 »
Ein paar unorganisierte Punkte was mich an Dune so fasziniert hat, ohne Ordnung und sehr schemenhaft, weil ichs auch nicht ganz benennen kann:
- Die Rolle organisierter Religionen/Glaubensrichtungen, die hier nicht nur schmückendes Beiwerk ist um der Welt Farbe zu verleihen sondern ein primärer Baustein.
- Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus einem Buch aus dem Dune-Universum, wobei diese innerhalb der zeitlinie meist nach den dargestellten Ereignissen geschrieben wurden. Damit wird immer ein gewisses Foreshadowing betrieben, wie die ganzen Geschehnisse in der Zukunft verklärt werden. Das ist zwar nur ein kleiner schriftstellerischer Kniff aber er passt sehr gut, gerade wenn man die Wichtigkeit des Prophezeiungsthemas in Dune betrachtet (dazu unten mehr)
- Das Buch fühlt sich für mich bei weilen fast schon wie eine geführte Meditation an, was halt auch daran liegt, dass viel innerer Monolog vorkommt und gerade in der zweiten Hälfte der Protagonist sehr abspaced. Dabei merkt man deutlich Herberts Beschäftigung mit der Philosophie, auch wenn es nie ganz so gaga wird wie etwa bei Philipp K. Dicks Valis-Trilogie (die ja wirklich ein literarischer Acidtrip ist beiweilen)
- Der wichtigste Punkt ist, für mich, und hier wirds etwas spoilerig : Dune ist so wie ich das sehe eine sehr gelungene "Dekonstruktion" (das Wort mag ich eigentlich nicht aber mir fällt kein besseres ein) des oftmals bemühten Schemas vom prophezeiten Helden/Messias/Whatever. Wie das gemacht wird ist finde ich sehr clever: Die Prophezeiung vom großen Erlöser ist wahr, aber sie ist wahr, weil ihre Wahrheit forciert wurde. Die Prophezeiung wurde gestreut und Generationen lang wurde an Ihrer Erfüllung gefeilt. Paul ist auch der versprochene Messias aber der Joke ist, dass er das auch weiß und aufgrund seiner übermenschlichen Wahrnehmung auch genau darüber bescheid weiß, was seine Anwesenheit in dieser Welt bewirken wird aber kann dem nicht entrinnen. Letztlich entwickelt sich der ganze Kult um Paul als dem Muad'dib in einen repressiven Klerikalfaschismus. Das weiß Paul auch quasi von Anfang an, weil er alle Zeitlinien ever gleichzeitig sieht, aber will das so überhaupt nicht. Und er erlebt das Ganze auch mit. Dabei wird ihm klar, dass sich seine Rolle als Erlöser von ihm als Person abhebt und auch wenn er noch da ist nichts mehr dagegen tun kann.
Herbert hat dieses Schema nach eigener Aussage so kreiiert um den Gegenpol zum klassischen Heldenreise-Bild zu bilden. Psychoanalytisch gesprochen zeigt er dabei den perversen Kern der Heldenreise auf: Der Held des Mythos ist immer schon latent ein totalitärer Herrscher. Es ließe sich hier sagen, dass er dem jungianisch-reaktionären Heldenreisemythos einen mehr oder weniger psychoanalytisch-ideologiekritischen Gegenpart gegenüberstellt.
- In der Welt von Dune ist der Mensch im Zentrum. Es gibt keine Aliens per se (soweit ich weiß, hab die späteren Bücher nicht gelesen) sondern maximal sehr entfremdete Menschen. Alles was übermenschlich ist ist das Ergebnis menschlicher Forschung und Anstrengungen, die halt ewig gedauert haben beiweilen. Und das geht wie gesagt auch so weit, dass auch die quasi-metaphysische Prophezeiung die im Fokus steht menschengemacht ist.
So weit von mir.
Liebe Grüße,
Urias
Ohne Gott ging es nicht weiter, und so hab ich mich entschieden, / meiner ist jetzt der Alkohol. / Ich trank ein paar Schlücke und ich fand meinen Frieden / und ich fühlte mich kurzfristig wohl. - Joint Venture, Der trinkende Philosoph

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #70 am: 11.09.2020 | 21:57 »
Ich habe das Buch nicht gelesen und werde das auch nicht tun. Ich habe den Lynch Film gesehen und fand den einfach nur schlecht. Und beim neuen Trailer frage ich mich: was ist so toll an Dune? Könnt mir mal eure Begeisterung vermitteln? Das soll jetzt kein rumgetrolle sein sondern ehrliches Interesse aber ist das Material so innovativ? Spannend? Ich habe halt bisher auch kaum Sci-Fi gelesen und kann das echt nicht nachvollziehen. (Kann ich aber bei Star Trek und Marvel auch nicht ist also vielleicht einfach nur Geschmackssache).

Ich denke auch das ist einfach Geschmackssache. Insofern wird man dir das auch nicht vermitteln können. Sowohl Buch als auch die Lynch-Verfilmung haben meinen Geschmack jedenfalls gut getroffen. Dune ist für mich quasi Game of Thrones in einem Science-Fiction Setting.

Ich bin jedenfalls vorsichtig optimistisch gespannt auf den neuen Film. Den Paul-Darsteller kenne ich aus "The King". Der ist absolut sehenswert und konnte mich voll überzeugen das der Mann der richtige ist um Paul zu spielen.

Offline Pyromancer

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #71 am: 12.09.2020 | 01:13 »
Ich habe das Buch nicht gelesen und werde das auch nicht tun. Ich habe den Lynch Film gesehen und fand den einfach nur schlecht. Und beim neuen Trailer frage ich mich: was ist so toll an Dune? Könnt mir mal eure Begeisterung vermitteln? Das soll jetzt kein rumgetrolle sein sondern ehrliches Interesse aber ist das Material so innovativ? Spannend? Ich habe halt bisher auch kaum Sci-Fi gelesen und kann das echt nicht nachvollziehen. (Kann ich aber bei Star Trek und Marvel auch nicht ist also vielleicht einfach nur Geschmackssache).

"Dune" ist zuerst einmal ein sehr gutes Buch; die Figurenzeichnung, die Gedankenwelt der Charaktere, der dicht gewebte Hintergrund, die sehr plastisch vermittelten, fremden Kulturen, und im ersten Teil auch noch die schönen Action/Abenteuer-Szenen. Das Material war damals sehr innovativ - das ist es heute, 50 Jahre später, natürlich nicht mehr. Trotzdem: Lesen lohnt sich immer noch!
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AngeliAter

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #72 am: 12.09.2020 | 10:43 »
Und nicht zu vergessen, im Film von 1984 haben über 20.000 Statisten mitgewirkt. Das sieht man auch, überall sind Leute.
Klar, heute ist das sowie kein Problem mehr, werden einfach rein kopiert aber damals war diese Anzahl eher nur bei Monumentalfilmen üblich

Offline YY

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #73 am: 12.09.2020 | 13:16 »
Klar, heute ist das sowie kein Problem mehr, werden einfach rein kopiert aber damals war diese Anzahl eher nur bei Monumentalfilmen üblich

Dass die (obendrauf recht lieblos) reinkopiert sind, sieht man allerdings auch spätestens beim zweiten Gucken.
Wenn das nach was aussehen soll, muss man mindestens Statisten und CGI-Leute mischen.
"Kannst du dann bitte mal kurz beschreiben, wie man deiner Meinung bzw. der offiziellen Auslegung nach laut GE korrekt verdurstet?"
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Offline Daicorion

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Re: [Film] Dune von Denis Villeneuve (2021)
« Antwort #74 am: 14.09.2020 | 22:00 »
Die Musikuntermalung ist mir auch aufgefallen, aber ich hoffe, dass das Trailer-typisch nicht die echte Musik aus dem Film ist, sondern einfach irgendwas, das sie halt für den Trailer genommen haben.

Das ist "Eclipse" von Pink Floyd. In den 1970er Jahren wollte Alejandro Jodorowsky Dune verfilmen und dafür Pink Floyd als Musiker haben. Deren Musik galt damals als "psychedelic rock" und das wäre nicht das Einzige gewesen, was den Film zu einem einzigen Drogentrip gemacht hätte. Ich denke mal, dass das Musikstück nur als Remineszenz daran gedacht ist und Pink Floyd in den Filmen nicht weiter auftauchen wird. Hans Zimmer, der scheinbar seit dem ersten Roman ein Dune-Fan ist und schon seit langem gehofft hatte, dazu Filmmusik schreiben zu können, wird wohl den größten Teil der Musik verantworten.

Ich habe erst die Lynch-Verfilmung gesehen und dann das Buch gelesen, das ist 1:1 umgesetzt.

Naja. Einiges hat mir sehr gut gefallen, zum Beispiel die Aufbauten und Kostüme,
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« Letzte Änderung: 14.09.2020 | 22:13 von Daicorion »