Autor Thema: [D&D 5E] Knight & Sage  (Gelesen 1939 mal)

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Online Mhyr

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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #25 am: 4.04.2021 | 03:04 »
Wir haben soeben Session 9 beendet und die SCs (sowie die Sidekicks) sind mittlerweile Level 3, während ich nun schon 3 Spielberichte hinterherhinke.  :-\
« Letzte Änderung: 4.04.2021 | 10:25 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #26 am: 4.04.2021 | 19:12 »
Moin. Habe jetzt ein paar Tage nicht reingeschaut. Die Session 6 klingt auch unterhaltsam. Kann mir lebhaft vorstellen wie die spielenden da gesessen haben und Ihnen die Dame mit der eisernen Maske erzählt das sie nicht da war wo die Gruppe glaubte :)

Freue mich auf deine weiteren Berichte. Aber auch da gilt. Keinen Stress machen mit dem Schreiben. Das soll dir ja auch Spaß machen und nicht in Arbeit ausarten.
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #27 am: 4.04.2021 | 23:12 »
Moin. Habe jetzt ein paar Tage nicht reingeschaut. Die Session 6 klingt auch unterhaltsam. Kann mir lebhaft vorstellen wie die spielenden da gesessen haben und Ihnen die Dame mit der eisernen Maske erzählt das sie nicht da war wo die Gruppe glaubte :)

Ja, ich glaube im Spiel waren sie zunächst nur ordentlich irritiert und haben erst nach der Session realisiert was das alles bedeuten könnte.  >;D

Freue mich auf deine weiteren Berichte. Aber auch da gilt. Keinen Stress machen mit dem Schreiben. Das soll dir ja auch Spaß machen und nicht in Arbeit ausarten.

Danke. Du hast natürlich völlig recht. Aber es tut trotzdem gut das mal wieder gesagt zu bekommen!

Ich priorisiere auch einfach das Weiterspielen bzw. die Vorbereitung für die nächste Session!

Ohne zu viel „spoilern“ zu wollen, aber am Ende von Session 9 haben sie tatsächlich die Ruine von Burg Isenwaid erreicht. Und jetzt überlege ich gerade wer die derzeitige Burgherrin ist.
Ich tendiere derzeit sehr zu einer bandit captain veteran mit dagger of the ogre mage und studiere RPGBots Artikel Melee Cantrips vs. Extra Attack.

Wer also gute Vorschläge für melee cantrips hat: nur her damit bitte!
« Letzte Änderung: 7.04.2021 | 15:53 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #28 am: 6.04.2021 | 11:44 »
Session 7

Sol, 21. Tag des Richters 1504 n. B.

Auch Saer Anskar Fengrin nahm am heutigen Turnier zu Ehren des Roten Gottes teil. Ich selbst habe nichts für solche Ritterspiele übrig und wollte die Zeit sinnvoller nutzen. Den Mächten des Lichts sei Dank war der Druide Moryn zur Stelle, der mich auf der Tribüne vertreten und Baron Konnabel Unkenrath unterstützen konnte.




Baron Konnabel Unkenrath

Nachdem Ynhes von Yslark ihre ruhmreichste Heldendichtung zum Besten gegeben hatte, eröffneten Fanfaren das Turnier.

In Peredur werden die Recken im Bogenschießen und Lanzenstechen geprüft. Steht nach diesen beiden Disziplinen noch kein Sieger fest, müssen die Wettstreiter sich dem “Golem von Peredur” stellen; einer albernen Apparatur der Werkstattgnome von Garogs Hügeln.*
Und Saer Anskar musste bereits mit seinem ersten Gegner, Saer Florin Meralda, gegen das Konstrukt antreten. Doch der Mann aus dem Herzogtum Lys konnte gegen den Golem nicht bestehen und so zog der Ritter mit dem dreiköpfigen Wolf von Haus Fengrin auf dem Schild ins Halbfinale ein.

Unsere Augen und Ohren berichten, dass aber nicht nur Saer Anskar seine Kämpfe auszutragen hatte, denn dem Druiden Moryn erging es auf der Tribüne nicht viel besser als seinem jungen Herren auf der Rennwiese. Er musste sich mit den Gesandten des Herzogtums Lys, der Markgrafschaft Gareth, dem Fürstentum Nebeltal und der Waldgrafschaft Rosenwinter herumärgern. Ja, ich war ihm sehr dankbar, dass er mich zwischen Abt Calderus und der Hohepriesterin Maelina vertrat.



Abt Calderus



Hohepriesterin Maelina



Waldgraf Torian Blaumond

In seinem zweiten Wettkampf besiegte Saer Anskar einen Streiter aus dem Fürstentum Nebeltal. Es war Saer Eugenio von Falkenstein der da den weißen Schwan von Haus Morganth zu Felde trug, und später im kleinen Finale auch Sera Felosial Sternenblüte unterliegen sollte. Fürstin Irilla blieb von alledem unberührt wie immer, aber die Zähne ihres Beraters Nimir konnte ich bis in die Turmburg hinauf knirschen hören.



Fürstin Irilla Morganth



Nimir von Leira

Der Neuling aus dem Hause Fengrin hatte es tatsächlich bis ins Finale geschafft, während unser Mann, Saer Targor Wulk, schon sein erstes Lanzenstechen verloren hatte. So war dann auch Baron Unkenrath Feuer und Flamme für Saer Anskar, der nördlich von Peredur die Burg seiner Ahnen wieder aufbauen wollte!

Im Finale musste sich der Neuling allerdings Saer Dulzun Xerk stellen, auf dessen Schild die schwarze Wyverne von Haus Lamorak und der Markgrafschaft Gareth prangte. Der finstere Recke setzte sich durch, war aber für einen Sieger wenig ritterlich und verweigerte nicht nur seinen Gegnern den Blick auf sein Gesicht. Er hielt selbst bei der Siegerehrung das Visier geschlossen!




Markgraf Orthan Lamorak



Arlyna von Noskor

Doch das war bei Weitem das geringste Ärgernis des Augenblicks, denn in all dem Jubel und Trubel um Sera Felosial Sternenblüte, Saer Anskar Fengrin und Saer Dulzun Xerk war Herzog Gisilberth Belram unbemerkt ermordet worden



Herzog Gisilberth Belram

- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Verzeiht, diese letzte Bemerkung war unsachlich.

« Letzte Änderung: 7.04.2021 | 15:56 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage (Spielbericht Nr. 7 ist da!)
« Antwort #29 am: 7.04.2021 | 16:03 »
Sorry, bevor ich den nächsten Spielbericht poste muss ich noch einen kleinen Werbeblock einschieben!  ~;D

Den Spielabend mit dem Turnier vorzubereiten war eeecht zeitintensiv. Deswegen habe ich beschlossen die Bilder der VIPs auf der Tribüne auch hier zu teilen (siehe Spielbericht Nr. 7), bevor sie noch schlecht werden. Ich verwende nämlich zum Portraitieren meiner NSCs die Beta der Portrait Workshop App von Worldspinner. Bin recht zufrieden damit, auch wenn nicht alles alles damit möglich ist und die letztendliche Qualität nicht 1A ist, wie bspw. die der NPC for Hire App von Knights of Vasteel. Aber da habe ich eigentlich alle schon durch.  :-\

Ach, und die Regeln, die wir für das Turnier verwendet haben, sind hier auf Tanelorn entstanden und die findet ihr hier.
Vielen Dank auch noch mal an dieser Stelle an alle die sich an der Diskussion beteiligt hatten!!  :-*
« Letzte Änderung: 7.04.2021 | 16:05 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #30 am: 7.04.2021 | 23:46 »
Session 8

Lum, 22. Tag des Richters 1504 n. B.

Unsere Augen und Ohren berichteten mir, dass Saer Anskar am vergangenen Tage (21.1.1504) neben meinen eigenen Ermittlungen noch weitere Hinweise auf den oder die Mörder von Herzog Belram sammeln konnte.

Während das Volk noch selig in Unwissenheit grölte und die Gesandtschaften des Herzogtums Lys, des Fürstentums Nebeltal sowie der Grafschaften Gareth und Rosenwinter von eiskalter Furcht gelähmt waren, handelte der Berater von Saer Anskar, der mich auf der Tribüne vertreten hatte.

So konnte der Druide Moryn feststellen, dass der Herzog von einem Armbrustbolzen getötet worden war. Die Fiederung des Bolzens war meisterhaft auf den kastanienbraunen Umhang von Gisilberth Belram abgestimmt worden. Zudem war seine Spitze vergiftet. Moryn legte sich sogar darauf fest, dass es das Gift einer Wyverne war.*

Auch Saer Anskar blieb nicht untätig. Er gab seiner schwarzen Stute die Sporen und lenkte das Reittier sowie sein übriges Gefolge - den Schildknappen Berthil Basilius und die königliche Heroldin Silaqui von Rosenwinter - in die Richtung aus der das Geschoss vermutlich abgefeuert worden war. Der Ritter konnte jedoch den Schützen nicht ausfindig machen.

Allerdings traf er bei den Zelten erneut auf Saer Florin Meralda im blauen Waffenrock mit der goldenen Lilie von Lys. Die Recken beschlossen sich für die Suche nach dem Mörder des Herzogs zu verbünden und während Saer Florin mit seinen Männern den Tatort sicherte, führte Moryn seinen Herren bis zur Stadtmauer. Denn die Untersuchungen des Druiden hatten ergeben, dass der Armbrustbolzen höchstwahrscheinlich von den Zinnen Peredurs abgefeuert worden war!

Hohepriesterin Maelina schützte in der Zwischenzeit den Leichnam des Herzogs mit der Magie Nymias.

Die Wachsoldaten am Münztor ließen Saer Anskar und sein Gefolge gewähren. Wer kann es ihnen verdenken? Ich werde dennoch Disziplinarmaßnahmen gegen die Schicht durchführen müssen, aber selbstverständlich Milde walten lassen.

Auf den Zinnen der Stadtmauer konnten die Helden von Schwarzdorn jedenfalls weitere Hinweise sammeln. Sie entdeckten Brandspuren auf der Mauerkrone. Ganz so als hätte sich dort jemand mit Rauchwaren die Zeit vertrieben.

Sie beschlossen den Wachturm an der Vika zu untersuchen und stellten fest, dass die untere Tür zur Leiter nicht nur offen stand, sondern mit Diebeswerkzeug geöffnet worden war!

Wieder suchten sie die Umgebung am Flussufer ab und wurden in einer namenlosen Gasse fündig. Moryn entdeckte ein Bündel grün-blauen Stoffes in das ein Helm eingeschlagen war. Der Druide breitete das Kleidungsstück aus und blickte auf einen weißen Turm, das Wappen von Peredur. Der Attentäter war demnach vermutlich bei seinem hinterhältigen Anschlag als Wachsoldat verkleidet gewesen! Silaqui nahm unterdessen eine frische Fußspur im Schlamm der Gosse auf.

Die Helden folgten der Spur bis auf den Marktplatz, wo sie sich in der mittlerweile gut angetrunkenen Menschenmenge verlor. Aber sie trafen dort auch auf ihren neuen Verbündeten, Saer Florin Meralda, der sie in die Kirche des Lichts bat um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Man hatte den toten Herzog in die Kirche gebracht, doch auch Jana Dämmerschwinge, die Hohepriesterin Peredurs, vermochte es nicht den Herzog aus dem kalten Griff der Grünen Göttin zu reissen. Sie schlug vor den Toten dafür nach Morr Thuris, in die Kathedrale des Lichts, zu überführen. Selbstverständlich beanspruchte es Saer Florin für sich den Geleitschutz zu stellen, überließ Saer Anskar aber die Entscheidung den Tross ebenfalls zu begleiten.



Hohepriesterin Lara Dämmerschwinge

Der Erbe von Haus Fengrin lehnte jedoch höflich ab, denn er beschloss noch im Altarraum der Kirche stattdessen in die nördlichen Hügel auszuziehen und die Burg seiner Ahnen von den Schatten der Vergangenheit zurückzuerobern.

- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Ich habe mir erlaubt das Gift von einem Alchemisten analysieren zu lassen und der Werkstattgnom konnte die Aussage des Druiden bestätigen.
« Letzte Änderung: 15.04.2021 | 10:51 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #31 am: 8.04.2021 | 14:44 »
Session 9

Tar, 24. Tag des Richters 1504 n. B.

Heute Abend hatte Saer Anskar mit seinem Gefolge die Ruine von Burg Isenwaid erreicht.



Bevor die Helden von Schwarzdorn Peredur am 22.1.1504 verlassen hatten, waren sie in der Nacht des 21.1.1504 jedoch noch in eine Wirtshausschlägerei geraten.

Ein kühler Frühlingsregen hatte den betrunkenen Pöbel vom Turnier in die Gaststätten getrieben, und in der Taverne
Zur Verfluchten Katze entlud sich der Frust von Anhängern verschiedenster Lager dann in einem sinnlosen Handgemenge, bei dem so mancher Stuhl zertrümmert und Krug zerschlagen wurde.

Obwohl der Druide Moryn seinen Körper in ein glühendes Sternbild verwandelte konnte er die Trunkenbolde nicht besänftigen. Es war eine wohl platzierte Beleidigung, die Saer Anskar auf den Tresen trieb. Ein unbekannter Mann hatte ihn “erster Verlierer” geschimpft. Das konnte der stolze Ritter offensichtlich nicht auf sich sitzen lassen und ergriff das Wort. Er brüllte die Leute förmlich an und erinnerte sie an seine Taten im Turnier, denn betretenes Schweigen machte sich im Schankraum der
Katze breit.

Wirt Demirel setzte die kleinlauten Leute auf die Straße und die Helden von Schwarzdorn halfen den drei Schankhexen* die Taverne wieder in Ordnung zu bringen.

Die Beleidigung nagte jedoch an Saer Anskar.

So schwor er bei Mitternacht, im blutroten Licht von Tarans vollem Antlitz, seinem Haus wieder Ruhm und Ehre zu verleihen. Er legte eine ganze Reihe von Gelöbnissen ab, die es vermögen ihn zu mehr als einem Ritter des Drachenkönigs zu machen. Dieser Schwur, unter einem vollen roten Mond geleistet, macht Saer Anskar zu einem Paladin der Mächte des Lichts!

Ich will im Folgenden alles so getreu wiedergeben, wie es mir unsere Augen und Ohren zugetragen haben:

Er versprach, man solle in Zukunft seine Taten höher als seine Worte bewerten können. Und Herausforderungen sollen nicht mehr als Prüfsteine für seine reine Seele sein. Wie der Bildhauer die Statuen von Helden aus grauem Granit schlägt, so will auch er seinem Körper alles abverlangen, um sein wahres Können unter Beweis zu stellen. Mit eiserner Disziplin wird er jeden Rückschlag überwinden, jede Unzulänglichkeit seiner Selbst verbannen und es nicht zulassen die Glorie von Haus Fengrin zu schwächen. 

In Garogs Hügeln fand er seinen ersten Prüfstein nach jenem heldenhaften Eid.

Am Vormittag des 23.1.1504 entdeckten die Helden von Schwarzdorn winzige Zahnräder am Rand der Alten Straße. Sie suchten alles etwas genauer ab und fanden einen kleinen, staubigen Hund aus Blech. Der Druide Moryn zog den Dachshund mit einem Schlüssel in dessen Flanke auf und sogleich führte das Konstrukt die Gruppe tiefer in die Hügel hinein.

Aus einer kleinen Baumgruppe in einer Senke stieg Rauch auf. Der Blechdackel wollte geradewegs hinabsteigen, da hob ihn Moryn wieder vom Boden auf und blockierte den Mechanismus der das Konstrukt antrieb. Silaqui kundschaftete die Umgebung aus, doch stieß nur auf eine verlassene Feuerstelle über der ein verkohlter Fleischspieß hing sowie ein verbeulter Kessel brodelte. Kurz nachdem die anderen zu der Halbelfin aufgeschlossen hatten, donnerten mächtige Schritte durch die Hügel. Der Ritter machte sich mit seinem Gefolge bereit riesenhaften Köchen gegenüberzutreten.



Und fürwahr, es schälten sich zwei Oger aus dem Dickicht der Baumgruppe. Noch bevor Worte gewechselt werden konnten schleuderte einer der beiden Menschenfresser einen riesigen Felsbrocken auf den Schildknappen. Ein wilder Kampf mit den haarlosen Muskelbergen entbrannte um das qualmende Lagerfeuer.

Nachdem die Helden von Schwarzdorn den ersten Oger gefällt hatten, brach ein weiterer Riese aus dem Unterholz. Der Neuankömmling wirbelte grobschlächtig eine mächtige Kette um sich, mit der er plötzlich Saer Anskar bewusstlos schlug!

Als auch der Schildknappe des Ritters zu Boden ging spickte die königliche Heroldin die blutverschmierten Oger mit todbringenden Pfeilen, während der Druide sie mit magischen Blitzen brutzelte. So konnten sich Moryn und Silaqui gegen die Menschenfresser behaupten und ihre Gefährten vor dem Kochtopf der Riesen bewahren.

Über den sterbenden Flammen des Lagerfeuers fanden die Helden von Schwarzdorn die zerhackten Reste der Expedition von Meister Funkelstein. An ihrem ersten Abend in der Taverne
Zur Verfluchten Katze hatten sie nämlich von der Witwe des Uhrmachers Raulnor erfahren, dass der Juwelier Peredurs eine Gruppe junger Werkstattgnome in die Hügel geschickt hatte. Und in dem verbeulten Kessel kochte eine trübe Suppe aus ihren Fingern, Augen, Ohren und Nasen.

Saer Anskar war seinem Schwur treu geblieben, obwohl er die Besinnung verloren hatte und die Werkstattgnome tot waren. Er hatte sie gerächt. Vielleicht nicht nur durch eigene Taten, aber sehr wohl durch die rechte Anführung seiner Gefolgsleute.
 
- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Verzeiht die Bezeichnung, aber die Kellnerinnen der Taverne
Zur Verfluchten Katze sind als Hexen verkleidet. Die Erste hat dabei ihre Haut rot, die Zweite grün und die Dritte blau gefärbt.
« Letzte Änderung: 13.04.2021 | 18:06 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #32 am: 8.04.2021 | 15:29 »
Puh! Und damit bin ich wieder auf Stand. Heute Abend wird weitergespielt!!
Mal sehen wie sie an die wirklich nicht gerade unbewohnte Ruine von Burg Isenwaid herangehen.  >;D

Ach, und das weiß der Berater unseres Ritters (mit einem History Check von 22) über den Untergang der Festung:

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts nach Bahamut führte ein dreiköpfiger Frostriese (DC 20: Hjulfniir) eine plündernde Horde (DC 20: Vapraks Stolz) von Orks und Riesen (DC 20: Oger, Ettins, Trolle und Frostriesen) aus Isgard in das Herzland Eralions. Nach vielen blutrünstigen Überfällen und Kämpfen rieben die Ritter von Haus Fengrin die Horde endlich auf.
Die Orks und Riesen flohen in die Hügel um Burg Isenwaid und der Drachenkönig belohnte das siegreiche Rittergeschlecht mit mehr Ländereien und zwei zusätzlichen Wolfsköpfen auf seinem Wappen.
Ein Troll namens Garog bemächtigte sich anschließend in jenem Hügelland eines Reliktes aus dem Zeitalter der Riesen (DC 25: das es vermochte Oni herbeizurufen), einte die versprengte Horde, unterwarf einen Stamm Hügelriesen und zerstörte mit seiner neuen Streitmacht Burg Isenwaid.
(DC 20: Erst die Wyvernenreiter von Haus Lamorak konnten die auferstandene Horde letztendlich in den Ostmarken besiegen.)






Ja, ganz genau: das hat er nicht gewusst.  >;D  >;D
« Letzte Änderung: 19.04.2021 | 16:47 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #33 am: 11.04.2021 | 10:17 »
Hat auch hier Spaß gemacht sich das durchzulesen. Der Kampf mit den Ogern muss gut gewesen sein. Aber die Stelle mit dem Schwur unter dem Mond muss auch ein ziemlich cooles Rollenspielerlebnis dargestellt haben.

Ihr spielt das als Hexcrawl Kampagne? Zumindest entnehme ich das deinen Karten so.
Geht das gut an? Ich plane sowas mit meiner Gruppe auch mal und puzzle da ein wenig dran. Habe da vor die irgendwann eine vergessene Insel bzw ein unbekanntes Land zum entdecken zu geben und nur ein paar Landmarken zu zeigen.

Der Historycheck mit der verschachtelung ist auch geil. Ich ja da bisher meist ganz oder gar nicht Sachen draus gemacht. Aber in einer Sache einfach unterschiedliche DCs anzuwenden ist ne gute Idee. Muss ich bei nächsten mal D&D auch mal machen.

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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #34 am: 12.04.2021 | 10:12 »
Hat auch hier Spaß gemacht sich das durchzulesen.
Super! So soll es sein.

Der Kampf mit den Ogern muss gut gewesen sein.
Oh, jaaa!!

Aber die Stelle mit dem Schwur unter dem Mond muss auch ein ziemlich cooles Rollenspielerlebnis dargestellt haben.
Um ehrlich zu sein: nein. Der Part wurde kaum ausgespielt. Wir haben nur gemeinsam OoC überlegt wie Saer Anskar zu seinem Archetype kommt. So war es eigentlich auch bei Moryn beim Level Up auf Stufe 2 (siehe Spielbericht Nr. 5). Aber wir sind so alle ziemlich häppy damit und das ist ja die Hauptsache.
Und ich scheine mir auch treu zu bleiben, denn wenn man meinen gut drei Jahre alten Blogartikel zum Verfassen von Spielberichten ließt, ist "Rollenspiel" da auch schon einer von drei Bestandteilen.  ^-^

Ihr spielt das als Hexcrawl Kampagne? Zumindest entnehme ich das deinen Karten so.
Jein.
Ja, die Spieler erkunden im Verlauf der Kampagne Hex für Hex ihre Umgebung, aber was für mich zu einem wahren Hexcrawl fehlt ist das Unbekannte, die Gefahr sowie das wahre Wagnis die Zivilisation / Point of Light zu verlassen.
Aber nein, das ist im letzten Drachenkönigreich unseres Avalons einfach nicht der Fall. In den anderen vier, bereits gefallenen, Drachenkönigreiche, also auf den Halbinseln Avalons, da wäre das ein Vollblut-Hexcrawl. Eralion ist eigentlich viel zu sicher. Alles ist weitestgehend kartographiert und zivilisiert. Es gibt wenig üble Verbrecher, keine (offensichtlichen) fiesen Machtgruppen, keine nennenswerten Ansammlungen an bösartigen Humanoiden (wie Orks, Goblins o. ä.) und ebenso kein nennenswertes Vorkommen von so richtig gefährlichen Monstern (wie Drachen, Scheusalen o. ä.).
Aber irgendwie scheint sich das gerade zu ändern...

Geht das gut an?
Aber das was ich weiter oben erläutert habe klappt richtig gut!
Nur einer der beiden Spielern wimmert ab und an, dass es keine ausführliche Landkarte gibt, die alles auf einen Blick kommuniziert und auch den letzten Hauch von Mysterium um Eralion vernichten würde. Ich bin da mal ganz bei Matt Colville.  :)
Was aber vielleicht noch erwähnenswert ist: Für jeden der vier Landstriche um Peredur (Ebene, Wald, Sumpf, Hügel) gibt es eine eigene Tabelle mit Zufallsbegegnungen. Reisen die SCs durch den Landstrich ist dieser offen einsehbar durch die Spieler und alle Würfe machen auch die Spieler selbst. Also sie würfeln selbst, ob eine Begegnung stattfindet und wenn dann welche. Niedrige Zahlen sind schlecht für sie und hohe gut. Allerdings fand bisher bei ca. 30+ Würfen (!!!) noch keine statt.  :'(

Ich plane sowas mit meiner Gruppe auch mal und puzzle da ein wenig dran. Habe da vor die irgendwann eine vergessene Insel bzw ein unbekanntes Land zum entdecken zu geben und nur ein paar Landmarken zu zeigen.
Das klingt mega stark! Und viiiel mehr nach Hexcrawl, wie ich ihn definiere.

Der Historycheck mit der verschachtelung ist auch geil. Ich ja da bisher meist ganz oder gar nicht Sachen draus gemacht. Aber in einer Sache einfach unterschiedliche DCs anzuwenden ist ne gute Idee. Muss ich bei nächsten mal D&D auch mal machen.
Hat sich für mich irgendwie so ergeben, aber ja, mir gefällt das auch! Werde das Prinzip sicher beibehalten und weiter ausfeilen.

Bei DSA 5 habe ich das auch schon gesehen fällt mir Rückblickend auf
Ja? Cool. Wie machen die das da so? Tut mir leid, ich bin viel zu sehr auf D&D fokussiert und blicke viel zu wenig über meinen Tellerrand.
« Letzte Änderung: 12.04.2021 | 10:33 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #35 am: 13.04.2021 | 17:56 »
Session 10

Sha, 25. Tag des Richters 1504 n. B.

Da ich diese Zeilen schreibe ist Burg Isenwaid, der Stammsitz von Haus Fengrin, nicht viel mehr als ein großer Haufen verwitterter Steine in Garogs Hügeln. Nur zwei verfallene, aber noch deutlich erkennbare Gebäude erheben sich aus dem Schutt: der Hauptturm im Norden und die innere Burg im Zentrum.

Die zerstörte Festungsanlage thront auf einer ovalen Insel inmitten eines kalten Wasserlaufs, der sich an ihrem Südende wieder zu einem sprudelnden, weißen Katarakt vereint. Dieser natürliche Wassergraben besitzt an jeder Stelle gute 20 Fuß Breite, während eine weitestgehend unbeschädigte Steinbrücke die Insel mit dem östlichen Flussufer verbindet. Das Torhaus am westlichen Ende der Brücke liegt jedoch vollkommen in Trümmern und ist nur noch zu erahnen.

Nordöstlich der Burgruine verläuft die Alte Straße. Wo sich die überwucherte Handelsstraße mit der Zuwegung von Burg Isenwaid kreuzt steht eine weitere Ruine. Vermutlich handelt es sich dabei um die eingestürzten Überreste einer Hufschmiede.



Silaqui führte Saer Anskar und seine Gefolgsleute am gestrigen Tage (24.1.1504) vorbei an jener Ruine hin zu der verwüsteten Festungsanlage von Haus Fengrin. Als der Ritter einen Blick in die Schatten des zerstörten Gebäudes warf, sprang ein zweiköpfiger Riese heraus.

Der Ettin war nicht viel größer als ein Oger, aber schlug unerbittlich mit Axt und Keule auf die Helden von Schwarzdorn ein. Noch im Kampf führte das Monster allerdings Streitgespräche mit sich selbst! Der eine Kopf ließ den kräftigen Körper des Riesen noch auf den Ritter einschlagen, während der andere bereits den schwarzen Amboss im westlichen Teil der Ruine anvisierte.

Plötzlich ließ der Ettin von Saer Anskar und seinem Schildknappen ab und rannte hinüber zu dem Schmiedewerkzeug. Mit einem mächtigen Hieb seiner Axt schlug er Funken aus dem schwarzen Stahl. Doch kurz darauf streckte Saer Anskar den Riesen nieder. Zum Beweis seiner Verbundenheit mit Taran wurde der Schwertstreich des Paladins von ohrenbetäubendem Donnerschlag begleitet und zertrennte so das Rückgrat des Ettins mühelos.

Der Druide Moryn untersuchte sogleich den Amboss auf dem die Angriffe des Riesen eine Rune zum glühen gebracht hatten. Lange betrachtete er das geheimnisvolle Schriftzeichen, das da im schwarzen Stahl orange aufleuchtete, vermochte es aber nicht näher zu deuten. Er war sich nur sicher, dass es eine Rune der Riesen war. Was bei einem Ettin natürlich nahe liegt.

Ohne weitere Zeit an der Ruine zu verlieren zogen die Helden von Schwarzdorn weiter. Stolz schritt Saer Anskar als rechtmäßiger Burgherr voran, über die blanke Steinbrücke und auf den Stammsitz seiner Familie zu. Als er das innere Burgtor passierte waren bereits die Klänge eines Gelages aus der großen Festhalle zu vernehmen, ganz so wie es vielleicht vor vierhundert Jahren noch üblich war. Aber heute? In dieser Ruine?

Der Ritter blieb mit Moryn und Berthil Basilius am Tor zurück und sandte die königliche Heroldin Silaqui aus, um die Lage auszukundschaften.*
 
- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Unsere Augen und Ohren haben nun schon länger keine Rückmeldung gegeben. Auch wenn heute ein Sha ist, und die Schwarze Göttin geachtet werden muss, sende ich sogleich eine Einheit aus, die an der Burgruine nach dem Rechten sieht.
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« Antwort #36 am: 14.04.2021 | 09:44 »
Session 10

Sha, 25. Tag des Richters 1504 n. B.

...

Der Ritter blieb mit Moryn und Berthil Basilius am Tor zurück und sandte die königliche Heroldin Silaqui aus, um die Lage auszukundschaften.*
 
- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Unsere Augen und Ohren haben nun schon länger keine Rückmeldung gegeben. Auch wenn heute ein Sha ist, und die Schwarze Göttin geachtet werden muss, sende ich sogleich eine Einheit aus, die an der Burgruine nach dem Rechten sieht.

Der Cliffhanger der Runde sah eigentlich anders aus, da aus der Ruine der inneren Burg eine alte Bekannte der SCs in den Hof kam:



Die unbarmherzige Anführerin der (mittlerweile toten) Schläger aus Session 4,
die Saer Anskar, Moryn und Berthil niedergestreckt hatte.

Da das aber IC Spielberichte sind ist diese Info noch nicht eingearbeitet, anstatt dessen noch eine Schippe Anspannung oben drauf indem Wendelyn in der Zukunft schreibt - denn wir spielen ja noch den 24.1.1504 aus - und Verstärkung zur Burgruine schickt.
« Letzte Änderung: 14.04.2021 | 09:49 von Mhyr »
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Offline WaterBaron

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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #37 am: 15.04.2021 | 00:11 »
Cliffhanger kann man sich leider nicht immer aussuchen bzw den perfekten Absprung finden. Aber wenn das klappt ist das immer cool zu sehen wenn alle heiß auf auf die nächste Spielsitzung sind.

Bei DSA 5 hast du Qualitätsstufen die du erreichen kannst. Das geht erstmal damit los das du eine bestimmte Anzahl an Fertigkeitspunkten hast. Mit denen kannst du deine Würfe bei der Attributsprobe ausgleichen. Bei DSA ist das ja auf 3x W20 Würfe gesetzt. Sprich für Geschichte könnte das jetzt ein Test auf Klugheit, Klugheit und Intuition sein. Wenn du dein Attribut/die Eigenschaft unterwürfelst ist alles im Lack. Würfelst du drüber kannst/musst du mit deinen Fertigkeitspunkten ausgleichen. Je nachdem wieviel Punkte überbleiben kannst du entsprechend Abstufungen/Qualitätsstufen erreichen. Pro 3 Punkte gibt es da eine Stufe. Es gibt dann z.B. bei Tieren/Monster/was auch immer ne Tabelle was du bei deinem Naturcheck (oder was auch immer) an wissen kriegen kannst. Je mehr Punkte desto mehr Infos. Klingt komplizierter als es ist, aber durchaus etwas sperriger als ein einfacher W20 + Attribut und den Übungsbonus :)

Ich kann, wenn du magst, gerne mal ein paar Infos zu der Hexcrawlkiste per PN geben. Ich glaube zwar das meine Spieler:innen hier nicht mitlesen, aber man weiß ja nie. Muss mal schauen ob meine Gruppe dafür überhaupt geeignet ist bzw. ob die daran Spaß haben

Das die Spieler selber würfeln ist gar nicht verkehrt. Wenn die Welt eh bekannt ist und es nicht so viele weiße Flecken gibt ist das nicht verkehrt. Bei einer unbekannten Welt würde ich die Tabellen, zumindest am Anfang, zurück halten. Ändern sich deine Tabellen im Verlauf der Runde noch und spiegeln Auswirkungen der Spielrunde wieder?

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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #38 am: 15.04.2021 | 12:45 »
Cliffhanger kann man sich leider nicht immer aussuchen bzw den perfekten Absprung finden. Aber wenn das klappt ist das immer cool zu sehen wenn alle heiß auf auf die nächste Spielsitzung sind.
Es hat jetzt schon paar mal ganz gut geklappt in dieser Kampagne. Hier ist der große Vorteil für mich der, dass ich nur zwei Spieler habe. Wir legen Termine so, dass wirklich alle können. Deswegen können wir exakt in der gleichen Situation weiterspielen. Das war in meinen anderen Runden die vergangenen Jahre nie der Fall, da ich eigentlich einen Spielerpool von 10 habe. Und die meisten nur sporadisch dabei waren.

Bei DSA 5 hast du Qualitätsstufen die du erreichen kannst. Das geht erstmal damit los das du eine bestimmte Anzahl an Fertigkeitspunkten hast. Mit denen kannst du deine Würfe bei der Attributsprobe ausgleichen. Bei DSA ist das ja auf 3x W20 Würfe gesetzt. Sprich für Geschichte könnte das jetzt ein Test auf Klugheit, Klugheit und Intuition sein. Wenn du dein Attribut/die Eigenschaft unterwürfelst ist alles im Lack. Würfelst du drüber kannst/musst du mit deinen Fertigkeitspunkten ausgleichen. Je nachdem wieviel Punkte überbleiben kannst du entsprechend Abstufungen/Qualitätsstufen erreichen. Pro 3 Punkte gibt es da eine Stufe. Es gibt dann z.B. bei Tieren/Monster/was auch immer ne Tabelle was du bei deinem Naturcheck (oder was auch immer) an wissen kriegen kannst. Je mehr Punkte desto mehr Infos. Klingt komplizierter als es ist, aber durchaus etwas sperriger als ein einfacher W20 + Attribut und den Übungsbonus :)
Klingt interessant! Aber auch echt etwas kompliziert und sperrig, ja. Das Prinzip finde ich aber gut! Und das ist ja verhältnismäßig einfach auf den schlichten W20-Wurf zu übertragen.

Ich kann, wenn du magst, gerne mal ein paar Infos zu der Hexcrawlkiste per PN geben. Ich glaube zwar das meine Spieler:innen hier nicht mitlesen, aber man weiß ja nie. Muss mal schauen ob meine Gruppe dafür überhaupt geeignet ist bzw. ob die daran Spaß haben
Ja, bitte unbedingt! Don Kamillo hat mir auch schon mal Einsicht in seine Aufzeichnungen gewährt. Sowas ist für mich immer Gold wert!!

Das die Spieler selber würfeln ist gar nicht verkehrt. Wenn die Welt eh bekannt ist und es nicht so viele weiße Flecken gibt ist das nicht verkehrt. Bei einer unbekannten Welt würde ich die Tabellen, zumindest am Anfang, zurück halten. Ändern sich deine Tabellen im Verlauf der Runde noch und spiegeln Auswirkungen der Spielrunde wieder?
Ich mache das sogar in unbekanntem Terrain. Ausser die Spannung erwächst aus dem Unwissen. Ja, es ist eine Herausforderung für Metagamer, aber es ist ein Nervenkitzel für die Spieler wenn eine 1 eine Begegnung mit einem eeecht gefährlichen Drachen bedeuten würde!
Die Änderung der Tabellen habe ich so schon angedacht, aber noch nicht umgesetzt.
Bspw. haben die SCs die Möglichkeit den Ertrunkenen Wald aka den Sumpf südlich von Peredur wieder zurückzutreiben indem sie gewisse Kreaturen vernichten. Durch sowas würden sich die erstmal die Tabellen verändern und dann das Terrain...

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Yeah! Heute geht es am Spieltisch weiter!!  :headbang:
« Letzte Änderung: 15.04.2021 | 12:47 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #39 am: 18.04.2021 | 10:28 »
Session 11

Sha, 25. Tag des Richters 1504 n. B.

Kurz nachdem der Trupp, den ich als Verstärkung von Saer Anskar in Garogs Hügel entsandt hatte, das Burgtor passierte, erhielt ich eine Nachricht unserer Augen und Ohren in der Nähe des Ritters.

Die Helden von Schwarzdorn waren in der Ruine von Burg Isenwaid auf ein Räubernest gestoßen und hatten noch am Abend des 24.1.1504 alle Hände voll zu tun gehabt den Stammsitz von Haus Fengrin zurückzuerobern.



Saer Anskar hatte Räuber um Räuber mit seiner magischen Klinge niedergestreckt. Er schien wie im Blutrausch und hatte bis die Sonne untergegangen war mehr als einem Dutzend Männern und Frauen das Leben genommen. Der Druide Moryn hatte sich unterdessen erneut in die nahezu körperlose Gestalt eines Sternbildes verwandelt. Aus seinen leeren Händen verschoss er dabei grün gleißende Pfeile und tötete mit den Geschossen aus knisterndem Sternenstaub ebenfalls zahlreiche Räuber.

Insgesamt hat Saer Anskar mit seinem Gefolge nahezu zwei Dutzend Gesetzlose erschlagen! Es muss ein wahres Blutbad im inneren Burghof gewesen sein.

Nur eine Frau konnte dem Zorn des Ritters entrinnen. Sie hatte kurzes bläuliches Haar und die leicht spitz zulaufenden Ohren einer Halbelfin. Ihre kalten Augen und die Haarfarbe waren ein klarer Hinweis auf Eiselfen unter ihren Vorfahren. Sie sollte in Peredur und dem Rest der Baronie auffallen. Ich werde noch heute ein Kopfgeld auf sie aussetzen.



Silaqui konnte die toten Anführerinnen anhand meiner Steckbriefe vor der Turmburg identifizieren. Die eine war Astryd von Vilir* auf deren Kopf 50 GM ausgesetzt waren. Sie wurde nicht zuletzt wegen versuchten Mordes an einem Ritter in der Taverne zur Verfluchten Katze gesucht. Die andere war Lurra von Peredur auf deren Kopf seit vergangenem Herbst 50 GM ausgesetzt waren. Meine Aufzeichnungen halten fest, dass sie in einem Wutanfall ihren eigenen Ehemann erschlagen habe. Er musste ihr vorgeworfen haben, dass sie ihm das Kind eines anderen anhängen wolle. Lurra musste daraufhin behauptet haben, dass sie vergewaltigt worden wäre. Es kam zu einem heftigen Streit. Die Stadtwache wurde gerufen, versuchte Lurra in Gewahrsam zu nehmen, sie widersetzte sich, schlug wild um sich, verletzte mehrere Gardisten und floh mit ihrem Säugling in die Wildnis von Garogs Hügeln.

Bei den toten Frauen fand die königliche Heroldin ähnliche Eisenringe. Beide trugen ihn wie einen Ehering an der rechten Hand. Zwei Frauen? Verheiratet? Sowas ist in Eralion nicht rechtwegens! Allerdings meinte der Schildknappe Berthil Basilius einen ebensolchen Ring auch an der Hand des Eisbluts gesehen zu haben.

Aber auch auf den Kopf des Riesen unter den Räubern war eine Prämie ausgesetzt. Ja, die Helden von Schwarzdorn mussten sogar einen Halboger im inneren Burghof erschlagen! Der bestialische Mann hatte sich im Jahre 1501 einen Namen als Mogg “der Menschenfresser von Leira” gemacht. So ist Haus Morganth des Fürstentums Nebeltal bereit jedem 100 GM zu bezahlen, der das Monster zur Strecke bringt, zu dessen schlimmsten Vergehen Kannibalismus zählte.

Auch wenn sich Saer Anskar mit seinem Gefolge ohne Verluste durchsetzen konnte, beschloss ich die entsandte Einheit dennoch aufrücken zu lassen und die zerstörte Festungsanlage nachhaltig zu sichern. Diese Räuber hatten uns in den vergangenen Monaten nämlich einige Unannehmlichkeiten bereitet und saßen an einer für uns - im Nachhinein ganz offensichtlich! - strategisch ungünstigen Stelle: genau zwischen der Baronie Peredur und der Waldgrafschaft Rosenwinter.

Ich danke aber den Mächten des Lichts, dass unser weiser Drachenkönig den Erben von Haus Fengrin in den Stand eines Ritters erhoben hat und aussandte um die Burg seiner Ahnen wieder aufzubauen! Das Herzland ist über die Jahrhunderte, da sich die großen Konflikte an den Grenzen Eralions abgespielt haben, militärisch verkümmert und dadurch vielleicht zu schwach und wehrlos geworden.

Saer Anskar vermag das zu ändern, wenn er nicht wie die anderen Lehnsherren unter dem Herzog von Lys, den Fokus verliert. Die Leiche von Gisilberth Belram ist übrigens auf dem Weg nach Sturmkrone. Der Tross um Saer Florin Meralda hat bereits am 23.1.1504 das Kloster des Blauen Sterns hinter sich gelassen und sollte mittlerweile das Herzogtum erreicht haben.

In der Kathedrale des Lichts kann er sicher wiederbelebt werden, ansonsten müsste sein Sohn übernehmen, der im Ränkespiel des Landadels wahrscheinlich ebenso versiert wie Gisilberth ist. Ich persönlich mochte jedoch den alten Herzog und bin damit ganz bestimmt nicht allein.

Aber zu diesem Thema werde ich demnächst einen eigenständigen Bericht verfassen.

Burg Isenwaid scheint jedenfalls in blutigem Kampf gewonnen zu sein, wenn sich in den Gewölben unter der zerstörten Festung keine weiteren bösen Überraschungen mehr verbergen.

- Wendelyn, Stadtschreiber von Peredur

*Nach dem Studium der Aufzeichnungen zu dieser Verbrecherin ist anzumerken, dass auch ihr, wie angeblich Lurra, ein Mann einst seinen Willen aufgezwungen hatte. Es ist vielleicht ein Zufall, aber Vergewaltigungen sind in Eralion - Bahamut sei Dank - sehr viel seltener geworden als noch zu Zeiten des verkommenen Imperium Drakanum.
« Letzte Änderung: 19.04.2021 | 16:43 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #40 am: 18.04.2021 | 10:36 »
Dieser Spielbericht (Nr. 11) bedarf dringend ein paar Erläuterungen zu u.a. folgenden Themen: Patriarchat, gleichgeschlechtliche Liebe, Vergewaltigung und Feminismus. Hoffe diese zeitnah nachliefern zu können!

In der Zwischenzeit: mir ist bewusst, dass ich mich hier an Grenzen der politischen Korrektheit bewege.
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #41 am: 19.04.2021 | 15:48 »
Ja, ich habe das Bedürfnis die Ereignisse in Session 11 etwas ausführlicher zu erläutern.

Warum?

Weil ich persönlich z. B. der Meinung bin, dass gleichgeschlechtliche Liebe toll ist.
Liebe ist Liebe!

Die vorherrschende Gesellschaft Eralions (dem Königreich in dem die Abenteuer von Knight & Sage spielen) toleriert diese Form der Liebe aber - wenn überhaupt - lediglich. Zudem handelt es sich um eine patriarchale Gesellschaft, die nach den Lehren der Kirche Bahamuts (Lawful Good) strukturiert wurde. Und vor allem ein Gegenstück zu der vorherigen, überwiegend matriarchalischen Gesellschaft, dem Imperium Drakanum, welche eine Tyrannei der Kirche Tiamats (Chaotic Evil) und ihrer chromatischen Sprösslinge war.
Viele Bewohner*innen Eralions verbinden deshalb Rechtschaffenheit und Ordnung mit dem Guten und Chaos sowie zu viel Individualität mit dem Bösen.

So haben es Frauen unter dem letzten Drachenkönig schwerer als bspw. auf den anderen Halbinseln unseres Avalons, die nicht mehr von Drachenkönigen regiert werden. Und das sorgt auch mal für böses Blut.

Die Räuber in Burg Isenwaid gehören insgeheim einer bösartigen Söldnerkompanie an, die von einem Hexenzirkel (Hag Coven) gefördert wird. Die Befehlshaberinnen der Kompanie mit dem Namen "Vapraks Bräute" sind alles Frauen. Frauen die ein schreckliches Schicksal erlitten haben und Halt gesucht haben, nur um unbarmherzige Stärke für ewige Rachsucht von den Vetteln zu erhalten.

Nein, ich persönlich glaube selbstverständlich nicht, dass alle - oder viele bzw. mehr - Frauen böse sind und auch nicht, dass man sowas anhand des biologischen Geschlechts, oder dem mit dem man* sich identifiziert, pauschalisieren kann.

Aber ich mag neuerdings feministische Söldnerkompanien wie die Töchter des Drachen (LN) in unserer Isgard-Kampagne oder wie die Drachenlöwen (CG) in unserer Marisa-Kampagne uuund ich mag Grautöne in unserem Spiel.
So haben die ach so wohlwollenden Patriarchen Eralions in diesem Fall ihrer rechtschaffend guten Gesellschaft damit keinen Gefallen getan Frauen mehr als schlecht zu behandeln. Frauen die sie über den Rand ihrer Gesellschaft hinaus und in die Verzweiflung getrieben haben. Frauen die nun mit den Mächten der Finsternis im Bunde sind und zurückschlagen!

EDIT: Habe mal ein Bild des Eisblutes und die Karte der Burgruine in Spielbericht Nr. 11 eingefügt und in der Hintergrundinfo zu selbiger zwei Schnappschüsse mit einer Riesenmini(!)!
« Letzte Änderung: Gestern um 15:14 von Mhyr »
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Re: [D&D 5E] Knight & Sage
« Antwort #42 am: Heute um 15:54 »
Session 12

Sha, 25. Tag des Richters 1504 n. B.

Bereits am Mittag erreichte mich ein weiterer Bericht unserer Augen und Ohren in der Ruine von Burg Isenwaid. Saer Anskar war mit seinem Gefolge in die Gewölbe unter der inneren Burg hinabgestiegen.

Wie wirklich nicht zu erwarten war, wurden die Korridore des Kerkers nach all den Jahren, in denen Burg Isenwaid nun schon in Trümmern liegt, noch immer von magischen Feuern beleuchtet. Die goldenen Flammen brannten über großen Messingschalen in halbkreisförmigen Wandnischen und so wurde das Licht gut verteilt. Auf den langen Gängen und in den verwinkelten Kammern bildeten sich dadurch aber auch besonders tiefe Schatten.

So zogen nicht nur der rechtmäßige Erbe von Burg Isenwaid und seine Gefolgsleute einen Vorteil aus den verzauberten Feuerschalen.



Silaqui, eine ehemalige Kundschafterin aus der Waldgrafschaft Rosenwinter, führte die Helden von Schwarzdorn zunächst vor ein Relief welches das Wappentier des Hauses Fengrin darstellte: den dreiköpfigen Wolf.

Sowohl der linke, wie auch der rechte, Wolfskopf wurde jeweils als zur Seite gewandte Silhouette mit nur einer mandelförmigen Augenhöhle abgebildet, während der mittlere frontal dargestellt wurde und den Betrachter mit zwei schmalen Augen musterte. In einer der beiden mandelförmigen Vertiefungen des mittleren Wolfskopfes schillerte ein grüner Edelstein.

Saer Anskar forderte die königliche Heroldin auf den kostbaren Stein aus der Fassung zu brechen. Die Halbelfin zögerte, doch folgte dem Befehl. Der Edelstein war soeben in ihre Hand gefallen, da trat ein düsterer Schemen aus dem Relief hervor.

Der körperlose Untote verströmte nicht nur eine unnatürliche Kälte in der Kammer, sondern schien mit seinen spitzen, schwarzen Krallen gar nach der Lebensenergie der Abenteurer zu greifen. Ein göttlicher Lichtblitz des Druiden Moryn verscheuchte den Schemen so schnell wieder wie er aus dem Relief gekommen war.

Neben dem Kunstwerk befand sich eine schwere, doppelflügelige Eichentür; dahinter lag der Kerker. Silaqui führte die Gruppe dort an eine Kreuzung von zwei langen Gängen. Der Paladin hatte gerade zu der Heroldin aufgeschlossen, da trat die Halbelfin mit den kurzen, bläulichen Haaren auf den Korridor des Zellentraktes und lockte Saer Anskar zu sich.

Voller Kampfeswut stürmte dieser mit erhobenem Schwert auf sie zu, nur um von einem weiteren Halboger eingekesselt zu werden. Der Riese hatte sich in eine der Zellen gezwängt und offenbar nur darauf gewartet die Falle des Eisblutes zuschnappen zu lassen!

Ein wilder Kampf entbrannte. Moryn hatte sogleich aufgeschlossen und nahm die mächtige Gestalt des Sternbildes an das dem Druiden erlaubte mit grünen Geschossen um sich zu werfen. Er unterstützte Saer Anskar mit seiner Magie, während auch Silaqui und Berthil sich anschickten den Riesen zu attackieren. Ein zweiter Riese mit Ogerblut in Adern presste sich aus einer der Zellen auf den Korridor und ein knisternder Strahl magischer Energie traf den Schildknappen in den Rücken.

Als Berthil herumwirbelte stürzten sich bereits zwei Furien mit Streitkolben auf den jungen Mann. Eine dritte blieb zurück und beschoss ihn mit weiteren graublauen Strahlen aus ihrem Kurzschwert. Alle Frauen* trugen einen der rätselhaften Eisenringe an ihrer rechten Hand. Sie nahmen die Helden von Schwarzdorn in die Zange! Denn nun schlugen sie an zwei Fronten mit ihren Klingen und Keulen auf Saer Anskar und sein Gefolge ein.



Die Riesen starben noch vor ihren Gebieterinnen, doch kurze Zeit später verlor auch Berthil das Bewusstsein. Der Knappe wurde durch die Magie des Druiden geheilt und erwachte neben einem der wütenden Weiber. Sie lag tot neben ihm.

Der Bann war gebrochen und die zweite Furie ging zu Boden. Saer Anskar brachte unterdessen das Eisblut in ernsthafte Bedrängnis. Die beiden verbliebenen Anführerinnen bezeichneten sich zwar geheimnisvoll nur als “Schwestern”, aber tauschten sich offen über einen Rückzug aus. Der stolze Erbe von Haus Fengrin wollte die Verbrecherinnen jedoch nicht ziehen lassen.

Er streckte die Kriegerin mit dem bläulichen Haar der Eiselfen nieder, bevor sie es überhaupt vermochte über die Leichen der Riesen hinwegzusetzen. Und sein Berater verhinderte die Flucht der letzten Schwester mit herbeigezauberten Dornenranken. Die Frau mit dem magischen Kurzschwert stürzte und der Druide tötete sie noch im Fallen mit einer grün leuchtenden Sternschnuppe aus seiner Hand.

Gegenüber des Zellentraktes befand sich ein Verhörraum. Saer Anskar schaffte mit seinem Gefolge die Habseligkeiten der toten Räuberinnen und ihrer Riesen in die gut beleuchtete Kammer. Der Druide hatte das Kurschwert der letzten Schwester an sich genommen und untersuchte es, während die anderen sich um Münzen und andere Wertgegenstände kümmerten.

Nachdem Moryn die magische Waffe unter Augenschein genommen hatte suchte er den Verhörraum ab und entdeckte dabei eine Geheimtür. Saer Anskar ordnete eine kurze Rast an, in deren Anschluss er plante die verborgene Tür ins Ungewisse zu öffnen.
 
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*Ja, alle vier Frauen in den Gewölben unter der Burg trugen einen äußerst schlichten Eisenring am Ringfinger ihrer rechten Hand. Doch wer war mit diesen widerlichen Weibern den heiligen Bund der Ehe eingegangen? Ich persönlich glaube nicht mehr an gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen den Räuberinnen, die sich zudem gegenseitig mit “Schwester” ansprachen.
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