Autor Thema: Layout und Visuelles  (Gelesen 1117 mal)

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Offline Arne..

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Layout und Visuelles
« am: 9.08.2022 | 14:33 »
Heja ich hab jetzt hier schon einige coole Systeme gesehen und Frage mich:
Wie haltet ihr das mit dem Layout? Ich scheue mich irgendwas am Layout zu machen, bevor die Regeln nicht gut getestet sind. Das gleiche gilt für visuelles und sogar mit Spielbeispielen halte ich mich zurück, weil ich dann mit jeder Regeländerung gleich drei Dinge mit ändern muss.
Sucht ihr euch erstmal ein schönes Layout raus und baut es nach, sodass es dann leicht angepasst werden kann? Benutzt ihr Bilder und Ähnliches, selbst wenn es noch nicht in Richtung Druck gehen soll?
Versucht ihr mit eurem Layout eine kleine eigene Geschichte zu erzählen und wo holt ihr da eure Inspirationen für?
Gerade Charakterbögen werden ja ständig angeguckt, wie händelt ihr das?

Offline Metamorphose

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #1 am: 9.08.2022 | 15:11 »
Grundsätzlich ist es essenziel, dass dein Spiel VIEL Spielgetestet wurde und es verständlich formuliert ist. Du kannst dir Layouts zur Inspiration anschauen, aber ich würde nicht im pingpong Text schreiben und layouten. Der Charakterbogen ist bei mir zuerst eine Excel-Tabelle und wird erst später ein bisschen geformt. Wichtige Eckpfeiler bei der entwicklung für das design halte ich in einer Datei fest, das geht schneller als es zu Layouten.

Ich musste lernen, dass des Pingpong seitdem ich professioneller Spiele mache wenig bringt. Wenn du den Text fertig hast (mit allen schritten bis dahin), muss es gefühlt drölftausendmal spielgetestet werden. Dann musst du drüber dass es klarer formuliert ist. Dann kommt ggf  noch ein lektor, es folgt das Korrektorat... und dann hast du den text, mit dem du arbeiten kannst.

Die Grafik soll das geschriebene untermalen oder leerstellen füllen. Ich hab den Fehler bei ZweiKopfDämon gemacht, dass ich zuviel layoutete im Entstehungsprozess. Das hat mich ungefähr 3 Monate Arbeit gekostet... für nichts schlussendlich.

Was gut ist, wenn du klare Vorstellungen hast und wenn essenzielle und unverrütbare elemente illustriert werden können. Am besten von einem illustrator oder zwei mit ähnlichen stil.

Wenn du öffentlich spieltestest, kannst du kleine elemente designen, da andere ein Bild von deinem Spiel bekommen. Ich hab beispielsweise einen bezweckmässigen Charakterbogen designt. Etwas, was ein Fehler hätte sein können aber nicht war: ich hab im 9. Jahr der Entwicklung eine Titelillustration anfertigen lassen. Die lässt das Setting erahnen, hat mich dann angespornt.

Spielbeispiele würde ich am Anfang nicht gross einfügen. Lass es Leute lesen und wenns unklar ist, füge ein Spielbeispiel hinzu... später kannst du immer noch gute Spielbeispiele einfügen... Kommt da auch auf die Zielgruppe und deren Vorwissen an.

Ich finde es auch gut, nie alleine an einem Projekt zu sein sondern sich zu vernetzen. Wenn du die Musse hast: Lies mal in den Eigenentwicklungen das ganze von den Hobbyentwickler*innen... das hat mir viel gebracht und ich hoffe anderen auch.

Aber schlussendlich ist das nur meine Erfahrung. Ich würde, wenn ich ein neues RPG erschaffe, zuerst den Text fertig machen und viel Spieltesten, sowie gegenlesen.... bevor ich an Design herumstudier.... und wenn ichs nicht sein lassen kann, dann Stichwortartig zur Erinnerung aufschreiben.

Edit: Verständlicher formuliert, war/bin müde ;)
« Letzte Änderung: 9.08.2022 | 16:00 von Metamorphose »
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Offline Doc-Byte

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #2 am: 9.08.2022 | 15:59 »
Also, rein vom Arbeitsaufwand muss ich Metamorphose zustimmen. Die wenigste Arbeit mit dem Layout hat man, wenn man das mit einem fertigen Text macht. Und jede professionelle Produktion wird das wohl auch so machen. - Als Hobbyentwickler ist man allerdings sehr auf Feedback angewiesen und persönlich glaube ich, dass eine fremde Person viel eher bereit ist, sich einen Text anzusehen, der wenigsten halbwegs ansehnlich aufbereitet ist, statt dutzende oder gar hunderte Seiten Bleiwüste. Was ich inzwischen gelernt habe ist, wenn man einen Text layoutet, von dem man weiß, dass er sich noch ändern wird, ist es wichtig, den in möglichst kleine Abschitte zu unterteilen, damit sich eine Änderung auf möglichst wenig andere Teile des Layouts auswirkt. Das führt dann ggf. zu einer leeren bzw. fast leeren Seite am Ende des Abschitts, aber das kann man ja (später) über das Einfügen von Artwork regel. - Überhaupt ist Artwork so eine Universalwaffe im Layoutprozess. Man kann damit allerdings tatsächlich auch unbeabsichtigt übertreiben... :o

Offline Metamorphose

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #3 am: 9.08.2022 | 16:04 »
Ja, da hast du Recht. Ein minimales Layout ist vernünftig, wenn es andere lesen sollen. Würde ich aber generell nur was einfaches machen, beispielsweise eine Hintergrundgrafik die gut aussieht und 2-3 gescheite Titelformatierungen.

Bei Keys habe ich es jetzt so, dass die Grundregeln für die Spieltester auf einer Seite sind und ich den Rest erkläre. Wie ein Cheat-Sheet. Das ist dann minimal designed. Wenig Aufwand und grosser Ertrag :)
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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #4 am: 9.08.2022 | 16:38 »
Auch ein guter Punkt! Wenn man Spieltester sucht, ist die Erfolgschance sicherlich höher, wenn man denen deine eine Seite (oder ggf. auch ein paar mehr) hinlegt als bspw. meine 400... x_X

Offline Arne..

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #5 am: 9.08.2022 | 23:16 »
Ich merke nur, dass bei mir immer wieder das Layout angesprochen wird. Das Filter ich ganz gut raus, aber es ist wie Doc-Byte sagt. Heute hatte ich an nem allgemeinen Gamedesignstammmtisch teilgenommen und es viel vielen schwer 5-10 Seiten zu lesen. Nicht weil sie nicht lesen können, sondern weil das Commitment nicht da ist, sich 10 Minuten mit etwas ohne Ertrag zu beschäftigen. Ein schönes Layout hilft da schon, weil das sagt "ich habe auch ein Commitment hier reingesteckt und nicht einfach was runtergeschrieben".

Ich werde auf jeden Fall noch ein bisschen mehr hier rumstöbern, aber ich finde es noch recht schwierig mal auf alte Posts zu antworten oder mich da durch zu wühlen :) Aber ich habe schon gehört, es ist ganz ok hier Posts wiederzubeleben ;)

Achja zum Testlesen heute: Ich werde einfach mal ein Onepage primer für Spielleitung, Spielende und komplett Neulinge machen. Macht ihr sowas auch in der Regel? Für mich ists grade so ein Aha-Erlebnis.
« Letzte Änderung: 9.08.2022 | 23:19 von Arne.. »

Offline Metamorphose

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #6 am: 9.08.2022 | 23:25 »
Bei mir ist es tatsächlich das erste mal, dass ich des mach. Habe zuvor immer Regeln geschrieben und die dann geteilt. Wenn das Regelwerk aber nicht hochkomplex ist, lässt sich das schon auf eine Seite quetschen. Ich machs einfach so, damit die Spieler*innen was zum festhalten haben und ich eine Linie, der ich in dem Spiel treu bleibe. Bei Keys ist es durchaus aber nochmals was anderes, da die Regeln skalierbar sind, sprich die einfachste Stufe (von 3) lässt sich mit weniger Details auf einer Seite grob zusammenfassen.
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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #7 am: 10.08.2022 | 16:15 »
Achja zum Testlesen heute: Ich werde einfach mal ein Onepage primer für Spielleitung, Spielende und komplett Neulinge machen. Macht ihr sowas auch in der Regel? Für mich ists grade so ein Aha-Erlebnis.

Bisher hab ich ja nur ein einziges RPG umgesetzt und dabei auch noch ein vorhandenes Regelwerk genutzt. Aber dafür einen Schnellstarter zu schreeiben wäre tatsächlich eine Idee, über dich ich mal nachdenken könnte.

Auf eine Seite bekomme ich das Regelwerk aber nicht komprimiert. Ich habe 5 Seiten Cheat Sheets, die tatsächlich fast alle Regeln zusammenfassen. Ich fände es eigentlich spannend, ob man damit losspielen könnte, gehe aber davon aus, das ich zumindesten dazu sagen muss, wie der grundlegende Würfelmechanismus funktioniert. Zusammen mit den Beispielcharakteren und den 4 Einsendungen zum WOP Contest wäre das ja fast schon ein Mini-Schnellstarter. - Könnte dann so in der Art aussehen... :think:

Es kommt natürlich darauf an, was bzw. wen man erreichen will. Mit so einem Onepager oder einem Schnellstarter kann man sicherlich ggf. ein grundsätzliches Interesse wecken, aber wenn es einem um Playtesting geht, führt am Ende dann doch kein Weg daran vorbei, dass das komplette Buch gelesen werden sollte.

Offline unicum

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #8 am: 10.08.2022 | 16:26 »
Ganz allgemein - ich schreibe zum teil beruflich texte und Layout ist so ziemlich das lezte was passiert, nichts ist doofer als nachdem man das Layout gemacht hat irgendwo nochmal was einfügen muss was "das ganze" Layout "zerschiesst".

Offline 1of3

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #9 am: 10.08.2022 | 20:42 »
Ich hab mein Spiel jetzt fertig und müsste wohl was mit Layout machen. Das macht keinen Spaß. Ich würde das Problem auch mit Geld bewerfen, weiß aber nicht in welche Richtung.

Offline Alex

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #10 am: 11.08.2022 | 09:34 »
Ich hab mein Spiel jetzt fertig und müsste wohl was mit Layout machen. Das macht keinen Spaß. Ich würde das Problem auch mit Geld bewerfen, weiß aber nicht in welche Richtung.
Du hast doch mindestens 500 RPG-Bücher zuhause. Warum nimmst du dir jene welche dir gefallen nicht vor, analysierst es und versuchst es ähnlich zu machen?

Also was für einen Hintergrund benötige ich? Wie vermeidet das RPG Textwüsten? Wie sehen die Überschriften aus bzw. wie groß sind sie? Was für einen Schriftsatz verwende ich?
Wo stehen die Seitenzahlen?
Wie viele Spalten will ich?
Generell in welchen DIN-Format soll mein Buch überhaupt sein?

Beim Hintergrund kann man sich helfen lassen und wenn man etwas mehr Geld in die Hand nimmt, kann man sich auch einen Layouter kaufen, der das alles für einen macht, damit man nur noch den Text einfügen muss.
Außerdem würde ich 20 Euro im Monat für Indesign ausgeben und mich da reinfuchsen. Dann werden die Druckvorlagen sehr viel leichter zu machen.

Offline kizdiank

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #11 am: 11.08.2022 | 10:52 »
Ich schreibe zwar keine Bücher, aber ich lese sie. Für mich ist gute Lesbarkeit und Barrierefreiheit dabei zunehmend wichtiger als grafischer Schnickschnack.

Es gibt einige Rollenspielbücher die zwar schön anzuschauen aber praktisch kaum lesbar sind. Von daher würde ich auf sowas wie Hintergrundgrafiken ganz verzichten. Lieber schwarzer Text auf weißem Grund, ordentlich strukturiert, knackig und klar geschrieben.

Digital darf es neben dem PDF auch gerne ein EPUB geben. Wenn das leicht zu erstellen ist geht dein Layout in die richtige Richtung.

Offline Raven Nash

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #12 am: 11.08.2022 | 11:14 »
Außerdem würde ich 20 Euro im Monat für Indesign ausgeben und mich da reinfuchsen. Dann werden die Druckvorlagen sehr viel leichter zu machen.
Oder man nimmt die Lösung mit deutlich besserem Preis/Leistungsverhältnis: Affinity. Einarbeiten muss man sich ohnehin - aber die Preispolitik von Adobe will ich schon seit Jahren nicht mehr unterstützen.

@topic: Ich arbeite gerne hybrid. Das Gros schreibe ich in Scrivener (einfach weil ich mit dem Programm besser zurecht komme als mit Word/Writer wenn es um lange Texte mit Struktur geht), das Layout geschieht dann in Affinity Publisher. Allerdings schreibe ich dann auch kleinere Passagen direkt dort, insbesondere, wenn der Text im Layout passen soll (Umbruch, Länge, etc.) oder ich Bildunterschriften mache.
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Offline Arne..

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #13 am: 11.08.2022 | 15:00 »
Ich bin auch ein fan von affinity, die haben auch 1-2 mal im Jahr eine Aktion, inder sie alles 40/50% günstiger machen. Und naja 75 euro insgesamt für die halbe adobe suit und das einmalig gezahlt? Das ist wirklich stark.

Die Frage bleibt für mich, wie man auf das System aufmerksam macht, sei es drum es nur zu testen.
Ein gutes Layout und ein paar schicke Bilder ziehen doch mehr Leute an als man denkt. Ich bin grade in nem Spieletest von Stewpot gelandet und da hat mir das Layout und ein kleines Titelbild auf jeden Fall geholfen, drauf aufmerksam zu werden. Ein Layout heißt ja nicht immer ein DND Layout mit fertigen illustrationen etc., sondern kann auch einfach ein paar nette Boxen um nen Text sein oder? Man könnte sich da ja sogar seinen kleinen Standart in Publisher/Indesign zurecht fummeln, den man überall erstmal benutzt.
Achja und ich muss auch zugeben, dass die marke Evil Hat bei mir gezogen hat, es mir anzuschauen.

Also für mich ergibt sich die Frage, wie spricht man Spielende an?
Ists bei euch das Setting? Ein nettes Bild? "Die krassen Mechaniken" (das ist ja wirklich eher was für spieledesignende ;) )?
Kennt ihr einfach eine Menge Leute? :D

Offline Doc-Byte

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #14 am: 11.08.2022 | 16:37 »
Ganz allgemein - ich schreibe zum teil beruflich texte und Layout ist so ziemlich das lezte was passiert, nichts ist doofer als nachdem man das Layout gemacht hat irgendwo nochmal was einfügen muss was "das ganze" Layout "zerschiesst".

Das kann man mMn nicht zu 100% vergleichen. Als Hobbyschreiber muss man sein Werk irgendwie bekannt machen und die/meine Erfahrung zeigt, dass wengistens halbwegs aufbereitete Texte leichter Beachtung finden als seitenweise reiner Fließtext. Ein Verlag hat natürlich ganz andere PR Kanäle zu den potentiellen Kunden und muss kein halb fertiges Produkt vorzeigen, um bekannt zu werden.

Lieber schwarzer Text auf weißem Grund, ordentlich strukturiert, knackig und klar geschrieben.

Das würde ich persönlich heute nicht mehr als zeitgemäß empfinden. Bzw. als ein Zeichen von sehr schmalem Budget. - Wobei tatsächlich ein wichtiger Punkt ist, ob das Layout auf ein gedrucktes oder ein eBook abzielt. Nicht jedes Layout funktioniert bei beidem gleich gut. Aber man kann PDFs prinzipiell ja auch so erstellen, dass sich der Hintergrund ausblenden lässt.

Oder man nimmt die Lösung mit deutlich besserem Preis/Leistungsverhältnis: Affinity.

Der Affinity Publisher ist wirklich gut und ich arbeite gerne damit. Aber mich nervt es unglaublich, dass die Macher bis heute nicht die Bedeutung von selbst aktualisierenden Seitenverweisen verstanden haben, obwohl die Nutzer seit inzwischen Jahre danach fragen. >:(

Die Frage bleibt für mich, wie man auf das System aufmerksam macht, sei es drum es nur zu testen.
Ein gutes Layout und ein paar schicke Bilder ziehen doch mehr Leute an als man denkt.

Meine Rede.  ;D

Also für mich ergibt sich die Frage, wie spricht man Spielende an?

Wenn ich eine Patentlösung hätte, würde ich es sofort so machen... :(

Offline Alex

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #15 am: 11.08.2022 | 16:48 »
Geht es um das Layout oder wie man Spieler gewinnt?

Generell hat der Gedanke wie man das Layout einer Textseite aufzieht gar nichts damit zu tun, ob man das Buch s/w oder farbig und welche Bilder (in welcher Qualität) hineinbekommen.

Wenn man keine Erfahrung sollte man vielleicht zuerst eine Seite in Word erstellen, was sehr viel leichter ist als mit Indesign (und wahrscheinlich auch mit Affinity). Gerne auch mit Lorem Ipsum Text.
Dann sollte man sich Gedanken um aufbrechende Elemente machen, damit es nicht nur eine Textwüste wird. Ich nutze dazu (u.a.) Beispielkästen oder Tipps für den Spielleiter. Kann man auch mit Bildern machen, aber dann benötigt man ziemlich viele davon.

Offline Raven Nash

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #16 am: 11.08.2022 | 16:54 »
Der Affinity Publisher ist wirklich gut und ich arbeite gerne damit. Aber mich nervt es unglaublich, dass die Macher bis heute nicht die Bedeutung von selbst aktualisierenden Seitenverweisen verstanden haben, obwohl die Nutzer seit inzwischen Jahre danach fragen. >:(
Inhaltsverzeichnis und PDF-Bookmarks sind auch so ein Thema. Aber nur dafür werfe ich Adobe keine Unsummen in den gierigen Rachen. Genauso, wie Apple keinen Cent mehr von mir kriegt (obwohl ich mal Apple-Fan war).
Wenn man keine Erfahrung sollte man vielleicht zuerst eine Seite in Word erstellen
Grundsätzlich sollte man niemals irgendwas in Word erstellen. Außer man legt keinen Wert auf die eigene geistige Gesundheit. >;D ~;D
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Offline Doc-Byte

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #17 am: 11.08.2022 | 17:11 »
Inhaltsverzeichnis und PDF-Bookmarks sind auch so ein Thema.

Mit dem Inhaltsverzeichnis komme ich eigentlich gut zurecht und selbst den Index kann ich seit einem der letzten Updates wieder aktualisieren. Die PDF Lesezeichen wiederum sind der reinste Upfuck. Warum gibt es keine Möglichkeit, mit einem Klick alle Unterebenen einzuklappen? Und was zur Hölle hat sich der Entwicker dabei gedacht, dass alle verdammten Unterebenen, die man gerade mühseelig von Hand ausgeblendet hat, schlagartig wieder da sind, sobald man irgendein Lesezeichen in einen anderen Baum verschiebt?!? - Ich meine, das wäre ja alleine nicht so schlimm, wenn man die Spalte mit den Lesezeichen wenigstens noch scrollen könnte, wenn man eins zum Verschieben angeklickt hat, aber nein, diesen Luxus gönnt man uns nicht... ::)

Aber davon mal abgesehen, wirklich ein gute Tool. ;D

Grundsätzlich sollte man niemals irgendwas in Word erstellen. Außer man legt keinen Wert auf die eigene geistige Gesundheit. >;D ~;D

Also, bis zu einem gewissen Punkt kam ich mit Open Office gut zurecht. (Hey, selbst die Seitenverweise konnte es automatisch aktuell halten! ;)) Irgendwann wurde die Datei dann nur aufgrund der Bilder zu groß, was zu ständigen Abstürzen und Datenverlusten führte. Aber generell kann Office schon einiges, auch wenn es nicht zum Layouten gedacht ist. :d

Online schneeland

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #18 am: 11.08.2022 | 17:37 »
Inhaltsverzeichnis und PDF-Bookmarks sind auch so ein Thema. Aber nur dafür werfe ich Adobe keine Unsummen in den gierigen Rachen. Genauso, wie Apple keinen Cent mehr von mir kriegt (obwohl ich mal Apple-Fan war). Grundsätzlich sollte man niemals irgendwas in Word erstellen. Außer man legt keinen Wert auf die eigene geistige Gesundheit. >;D ~;D

Macht mich das jetzt zu einem Chaos-Kultisten?  ;)

Mal ernsthaft: man kommt mit Word (oder Open/LibreOffice) schon relativ weit, wenn man anständig Formatvorlagen & Co benutzt. Idealerweise spart man sich ein paar Kopfschmerzen und verwendet kein Buchlayout.
Für die finale Version möchte man dann m.E. schon ein eher Layout-Programm verwenden, aber hier geht's ja, wenn ich das richtig verstanden habe, auch darum, wie man seine Inhalte für Testspieler aufbereitet, und da wäre Word/LibreOffice m.E. scho ausreichend (wer mag, kann natürlich auch LaTeX verwenden). Einfach nur runtergeschriebenen Text finde ich dagegen schwierig - das geht so gerade noch für Abenteuernotizen, aber bei Regeltexten dürfen's schon ein bisschen mehr Struktur und zumindest Platzhalter-Bilder sein.

Nachtrag:
Wie Doc-Byte lassen mich manche Lücken und Einschränkungen in der Funktionalität im Affinity Publisher auch ein wenig kopfschüttelnd zurück. Aber aufwendig gestaltete Bücher scheinen da auch irgendwie nicht so im Fokus zu stehen.
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Offline Alex

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #19 am: 11.08.2022 | 17:54 »
Grundsätzlich sollte man niemals irgendwas in Word erstellen. Außer man legt keinen Wert auf die eigene geistige Gesundheit. >;D ~;D
Von mir aus auch Open Office.  :)
Ein Textverarbeitungsprogramm ist halt viel intuitiver als ein Satzprogramm. Ich habe lange gebraucht um diesen Schalter umzulegen.
Und wenn man mal eine Doppelseite erstellt hat und nebeneinander legt, dann bekommt man ein gutes Gefühl, ob es das ist was man will oder ob man es anders machen sollte.

Offline flaschengeist

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #20 am: 11.08.2022 | 19:22 »
Der Affinity Publisher ist wirklich gut und ich arbeite gerne damit. Aber mich nervt es unglaublich, dass die Macher bis heute nicht die Bedeutung von selbst aktualisierenden Seitenverweisen verstanden haben, obwohl die Nutzer seit inzwischen Jahre danach fragen. >:(

+1. Ich habe ihn schon vor einer ganzen Weile in einem der besagten Sales gekauft aber dieser Punkt hält mich vom "Umstieg" ab, da ich in meinem Regelwerk zur leichteren Verwendung am (virtuellen) Spieltisch sehr viele Querverweise nutze.

Zum Thema: Ich habe rückblickend zig Stunden nur darauf verwendet, um nach größeren Updates das Layout in Word wieder zu "reparieren". Aber mir ist es halt einfach wichtig, dass das Regelwerk auch während der "Testphase" bissel was hermacht.
« Letzte Änderung: 11.08.2022 | 19:26 von flaschengeist »
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).

Offline Shihan

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #21 am: 11.08.2022 | 19:55 »
Ganz unzusammenhängend von der Seitenlinie eingeworfen:
Bitte beim Verwenden von Word und Co. nicht die Standard-Einstellungen verwenden! Bitte nicht! Die Texte sehen so hundsmiserabel und textwüstig aus, da macht es keinen Spaß, reinzulesen.

Tipps, unabhängig vom Programm, für schnelle Verbesserungen:
- automatische Silbentrennung für schöneren Blocksatz
- ENTWEDER erste Zeile eines Absatz eingerückt ODER Abstände zwischen Absätzen, nicht beides
- generell Absätze einbauen! (mindestens drei Absätze auf einer Seite, besser mehr)
- Text zweispaltig kann viel für's Auge bringen (hier mindestens zwei in einer Spalte)
- keine voreingestellte Schrift und keine zu abgefahrene (fontsquirrel bietet viele tolle Schriften an)

Das sind so ein paar Dinge, auf die ich persönlich achten würde. Ist natürlich nicht in Stein gemeißelt und sicherlich runzeln die Profis bei dem ein oder anderen Tipp die Stirn, aber das sind Punkte, die einen Text m.M.n. schonmal ohne großen manuellen Aufwand schöner, d.h. lesbarer machen.

Offline Doc-Byte

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #22 am: 11.08.2022 | 20:36 »
+1. Ich habe ihn schon vor einer ganzen Weile in einem der besagten Sales gekauft aber dieser Punkt hält mich vom "Umstieg" ab, da ich in meinem Regelwerk zur leichteren Verwendung am (virtuellen) Spieltisch sehr viele Querverweise nutze.

Problematisch wird das halt, wenn sich die Infos, auf die verwiesen werden soll, auf eine andere Seite verschieben. - Deshalb sollte man ja eigentlich nur fertige Texte ins Layout geben... ~;D Ich arbeite als Workaround mit Platzhaltern, aber das ist nicht wirklich ideal, weil ich nicht für jede neuen Onlineversion wieder 2 Tage lang die Seitenverweise von Hand einfügen kann bzw. will. (Alleine schon, weil es bis dahin oft das nächste Update gibt.)

Zum Thema: Ich habe rückblickend zig Stunden nur darauf verwendet, um nach größeren Updates das Layout in Word wieder zu "reparieren". Aber mir ist es halt einfach wichtig, dass das Regelwerk auch während der "Testphase" bissel was hermacht.

Mir hat es am Ende mit so ziemlich jedem (der fast schon regelmäßigen) Abstürze irgendwo das Layout zerschossen und ich war am Ende nur noch mit dem Fixen der Fehler statt der Arbeit am Text beschäftigt...

Bitte beim Verwenden von Word und Co. nicht die Standard-Einstellungen verwenden! Bitte nicht! Die Texte sehen so hundsmiserabel und textwüstig aus, da macht es keinen Spaß, reinzulesen. [...]

Grundsäzlich kann Word/Office echt mehr, als man denken würde, so lange sich die Dateigröße unterhalb einer kritischen Schwelle bewegt. Ich hab ja früher schon mal Vergleichsbilder verlinkt:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

Sobald aber viele und/oder große Grafiken ins Spiel kommen, ist ein DTP Tool mEn kaum verzichtbar.

Offline Shihan

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #23 am: 12.08.2022 | 01:17 »
Grundsäzlich kann Word/Office echt mehr, als man denken würde, so lange sich die Dateigröße unterhalb einer kritischen Schwelle bewegt. Ich hab ja früher schon mal Vergleichsbilder verlinkt:
Deshalb ja auch die Hinweise, wie man es ändern kann. Was man ja bei deinen Bildern ganz gut in Aktion sieht  ;)

Offline Arne..

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Re: Layout und Visuelles
« Antwort #24 am: 12.08.2022 | 12:23 »
Ich bin mit google docs auch echt zufrieden. Man kann es überall benutzen, querverweise, table of contents etc, sind 2 clicks und man muss nichts zahlen für den vollen Umfang. (und es gibt plugins die in einigen gebieten aushelfen können)