Autor Thema: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl  (Gelesen 18942 mal)

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Offline Kurna

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #175 am: 8.02.2026 | 21:23 »
Mir graut es nur etwas vor der Recherche. Und dazu bräuchte es ja auch "berühmte" moderne Waffen etc. Und ich weiß noch nicht, ob es wirklich zum eigentlichen Spiel passt.
Geh einfach von bekannten Persönlichkeiten aus und gebe eine passende Waffe dazu, z.B. den Revolver von John Dillinger, die Tommy-Gun von Al Capone, der Hammer von John Henry (streng genommen ein Werkzeug, keine Waffe) etc. (wobei sie vermutlich auch halbwegs zur Gegend passen sollten)
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Offline Eismann

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #176 am: 9.02.2026 | 21:26 »
Ich hab ein wenig am Thema kritische Fehler und Waffenverschleiß gebastelt.
Bei jeder Probe ist einer der Würfel ein Glückswürfel. Würfelt er eine 6, wiederholt man die Probe. Kommt noch eine 6, erzielt man einen kritischen Erfolg. Was der genau macht, kommt später.
Zeigt er aber eine 1, würfelt man nochmal. Zeigt er die Verschleißstufe oder weniger, gehts zur Tabelle Kritischer Fehler. Normal funktionierende Waffen (und auch Fahrzeuge) haben eine Verschleißstufe von 1. Die kann aber hochgehen bis 3. Das heißt, je ramponierter die Waffe ist, desto wahrscheinlicher sind Ladehemmungen oder andere kritische Fehler. Steigt sie auf 4, ist die Waffe kaputt. Die Stufen senken zudem den Verkaufswert. Dadurch kann man Waffen etc. auch billiger kriegen, eben mit größerem Risiko, dass es einem um die Ohren fliegt. Man kann für Reparaturen die gesparten Kosten ausgeben, um die Waffen wieder instand zu setzen, womit man Gammelwaffen nach und nach wieder fit machen kann. Außerdem kann man so irgendwelchen runtergekommenen Bandoleros halbwegs durchschlagsfähige Knarren mitgeben, ohne dass die zu erwartende Waffenplünderei der Charaktere gleich die Gruppenkasse explodieren lässt.

Kritischer Fehler 1W6
1 katastrophaler Fehler (schießt sich in den Fuß, trifft Verbündeten, löst Brand aus etc.)
2 Verschleiß steigt um 1
3 Präzisionsverlust (Mindestwurf +1, bis 5 Minuten Reparatur investiert werden)
4 Präzisionsverlust (Mindestwurf +1, bis 5 Minuten Reparatur investiert werden)
5 Ladehemmung (Waffe feuert nicht, 1 Aktion zum Durchladen nötig)
6 Ladehemmung (Waffe feuert nicht, 1 Aktion zum Durchladen nötig)

Verschleiß        Stufe   Preis
voll funktionsfähig   1   100%
verschlissen      2   75%
beschädigt              3   50%
kaputt         4   25% oder weniger

Theoretisch erscheint mir das gut gangbar. Aber die Praxis wird zeigen, ob das nicht doch zu umständlich wird.
An einem ersten Testabenteuer bastel ich zur Zeit. Was ganz simples mit etwas Ballerei.

Offline Eismann

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #177 am: 12.02.2026 | 18:20 »
Thema Übernatürliches:
Am einfachsten wäre es natürlich, wenn Zauber einfach wie Skills erworben, gesteigert und angewandt werden. Aber die Zauber sind unterschiedlich "nützlich" und teils eher special interest. Das dürfte schnell zu Schweizer-Taschenmesser-Zauberern führen, wie bei Shadowrun, wo 90 Prozent mit Unsichtbarkeit, Levitation und Manablitz rumrennen.
Ich tendiere daher dazu die verschiedenen Themenfelder der Zauber in Skillbäume aufzugliedern oder statt einzelnen Zaubern einfach nur Themenfelder als Skills festzulegen. Wahrscheinlich aber eher Skilltrees. Ich fand das bei Gurps ganz charmant, nur die ständigen Verbindungen zwischen den Bäumen waren nervig. Ich muss dann wiederum schauen, wie ich die angedachten Zauber aufeinander aufbauen werde. Und ich brauche einfach mehr Zauberideen, die gut in die Welt passen.

Offline BBB

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #178 am: 12.02.2026 | 19:20 »
Ich mag die Verschleißmechanik.
Das hat michs chon immer gewurmt, dass bei vielen Rollenspielen eine Rüstung oder eine Waffe viel zu lange halten, bzw. Der Mechanismus zum Verschleiß viel zu umständlich ist.

Da bin ich echt gespannt drauf.

Was das Übernatürliche angeht: wenn du Hilfe/Ideen beim "Menschen" Teil haben willst, ich glaube da kann man sich bei einigen Sachen der Psychologie bedienen...
Power Gamer: 33% Butt-Kicker: 21% Tactician: 67% Specialist: 42% Method Actor: 88% Storyteller: 75% Casual Gamer: 42%

Spielt zur Zeit: DSA Briefspiel (https://wiki.punin.de/Algerio_da_Selaque_von_Culming), sowie 3-6 DSA Larps pro Jahr. Am Tisch: derzeit nix ;D

Würde gern spielen: Altered Carbon, Shadowrun, Cyberpunk, irgendetwas aus diesem Genre... außerdem The Witcher, Nesciamus, Vampire, ... irgendwas

Offline Eismann

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #179 am: 12.02.2026 | 23:34 »
Der Bereich "Menschen" unterteilt sich momentan in körperliches und geistiges.
Bisher hab ich da für das geistige schlagwortartig:
Stimmung erkennen
Stimmung verstärken/schwächen
Traummanipulation
Aufmerksamkeit lenken: Aufmerksamkeit von einem ablenken, solange man nichts wichtiges/ungewöhnliches macht. Oder Aufmerksamkeit komplett auf sich ziehen, beispielsweise für Ablenkung oder Darbietung.
Spachverwirrung?

Und beim Körperlichen:
Heilung: Benötigt Schlangenöl, Rauchwerk o.ä. Max. Immunität Kästchen Heilung. Bei Verletzungen nur einmal möglich.
Erst sofort X Kästchen Betäubung drauf, dann in der Regeneration X Kästen Körperlich runter.
Hexenschuss?
Krankheit oder Gift wird erst aus dem Körper in einen kleinen Körperteil konzentriert (Größe einer Fingerkuppe oder kleiner Zeh) und das dann mit dem Gift amputiert. Besser eine Fingerkuppe ab als Tod durch Schlangenbiss...

Beim Körperlichen ist es also effektseitig noch etwas dünn. Vielleicht kann man noch was Richtung Nahkampfschaden o.ä. machen. Ist eher eine Sache der Zeit, die ich reinstecke, um Ideen zu sammeln.

Offline Eismann

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #180 am: 20.02.2026 | 19:22 »
Eine gute Nachricht: Ich habe einen Illustrator gefunden, der Interesse hat mit an Painkillers mitzuwirken.
Das bedeutet auch, dass ich mir mehr Gedanken zu Art Style, Illus und deren Verteilung und auch Titel + Logo machen muss.
In dem Zusammenhang habe ich mich entschlossen das Projekt umbenennen zu "Painkillers". Also im Plural.
Den damit verbundenen Motivationsschub habe ich genutzt, mal tiefer in den verbleibenden Rest der Hintergrundbeschreibung in Angriff zu nehmen und die Black Hills und Rapid City in South Dakota weiter umzusetzen.

Offline schneeland

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #181 am: 20.02.2026 | 20:22 »
Bin mal gespannt, für was Du Dich entscheidest. In meinem mentalen Modell hatte Painkiller(s) ja schon immer so schicke Schwarz-Weiß-Illus wie altes Shadowrun  ;D
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Offline Eismann

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #182 am: 20.02.2026 | 21:43 »
Ich tendiere auch zu schwarz-weiß mit ocker und rot als Zusatzfarben. Aber mal schauen, ich bin kein Illustrator. Vielleicht wird es auch was ganz anderes. Chibi-Painkillers, oder so.

Offline Eismann

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Re: [Painkiller] Dark Future in der Dust Bowl
« Antwort #183 am: Heute um 01:24 »
Mir macht das ganze Themenfeld "Indianer" immer noch etwas Unbehagen, ich habe mich aber entschieden das Thema Kopf voran anzugehen.  Damit ist dann South Dakota fertig, inklusive Rapid City und den Black Hills. In Rapid City stehen über die Stadt verteilt lebensgroße Bronzestatuen der amerikanischen Präsidenten. Amerikaner...
Wie auch immer, mit dem nördlichen Ende der Hell Bowl bzw. der "unbefriedeten Gebiete" ist die Hintergrundbeschreibung vollständig, und die Ecke hat noch ein paar ganz interessante Konfliktlinien erhalten.
Ungefähr sieht das dann so aus:

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Das Ende der Reservate
Mit der Auflösung der Reservate waren ihre Bewohner Illegale im eigenen Land geworden, ohne irgendeinen rechtlichen Schutzstatus und gejagt von den Behörden von South Dakota. Sie wurden ausgebeutet, herumgeschubst und zu tausenden in Arbeitslager gesteckt. “No indians allowed” hing bald an vielen Ladentüren und Missbrauch, Drogenhandel und Lynchmorde waren an der Tagesordnung. Die Lager in Sioux Falls platzten aus allen Nähten und einige Leute machten eine Menge Geld mit der billigen Arbeitskraft der Gefangenen. Tausende amerikanische Ureinwohner wurden später in Lager nach Kolumbien verschifft, der Rest musste schuften oder zugrunde gehen. Viele Lakota und Dakota waren so gezwungen abzutauchen und wirkliche “Illegale” zu werden. 
 
> Es war ein teuflischer Trick, die Bewohner der Reservate mit ein paar juristischen Winkelzügen zu Illegalen zu erklären. Keine Bürgerrechte, kein Wahlrecht, kein gar nichts. Jeder Sheriff mit schlechter Laune konnte nach Belieben mit ihnen umspringen und sie in Lager verfrachten. Für die meisten Weißen waren die Lakota vorher schon antriebslose, unbeherrschte Alkoholiker, die nicht mit den Ressourcen des Landes umgehen konnten und nur dem Staat auf der Tasche lagen. Und jetzt muss man nicht mal mehr ihren Namen sagen oder von “Natives” sprechen. Man sagt Illegaler, meint aber Rothaut.
> Criollo

 
> Das Sioux Correctional Camp 3 auf dem Gelände des ehemaligen Wild Water West Waterparks ist eines der berüchtigsten Lager, und es besteht bis heute. Die Gefangenen werden wie so oft miserabel versorgt und schuften in den umliegenden Betrieben. Es ist schwer zu sagen, was genau in den Lagern geschieht, aber so wie ich den Umgang mit Gefangenen auf der einen und mit “nichtweißen Minderheiten” auf der anderen Seite kenne, dürfte das eine menschengemachte Hölle sein. Zwar versucht das BHRP sowohl juristisch als auch mit Bestechung und politischen Kampagnen die Inhaftierten freizubekommen, aber die Schlipse in Pierre halten sie lieber als Druckmittel in der Hinterhand, während sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit von der “Befriedung der Black Hills” fantasieren.
> Raised Fist

Die ganze Sache begann zu kippen, als zwei Dinge zusammenkamen: Die Regierung in Pierre erklärte die Regionen des East River zum “unbefriedeten Territorium”, und gleichzeitig begab sich das Black Hills Reclamation Project (BHRP) aus seiner Deckung. Die kanadische Regierung bezahlte die gleichen kolumbianischen Regierungsbehörden, die zuvor aus Pierre bezahlt wurden, nur diesmal nicht, um Indianer tausende Meilen fern der Heimat wegzusperren, sondern um sie zu einem “First Nations Education Project” einzuladen. Die befreiten “Illegals” wurden für kurze Zeit in Kanada betreut und dann an der Grenze zu South Dakota an Vertreter des BHRP übergeben. Die wiederum hatten über eine Reihe von Stiftungen und Scheinfirmen einen Großteil der Black Hills erworben und, das muss man ganz klar auch sagen, durch Druck, Anschläge und teils offenen Terrorismus einen guten Teil der bisherigen Bewohner der Black Hills vertrieben.  Und während der Regierung in Pierre immer weiter die Zügel entglitten, übernahm das BHRP immer mehr Regierungsaufgaben. Innerhalb der “unbefriedeten Territorien” dürften die Black Hills einer der sichersten Orte sein, an dem man leben kann. Zumindest, wenn das BHRP einen als Bürger akzeptiert. Und das gilt üblicherweise nur für Abkömmlinge der Lakota, Dakota und einigen Winnebago, Omaha und Crow.

> Es leben tatsächlich einige hundert Crow, beziehungsweise Absarokee, in den Black Hills, hauptsächlich in der Region um Deadwood. Aber es gibt immer wieder Reibereien zwischen ihnen und den Lakota.
> Meat Eraser


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Ach ja: Ich hab noch ein paar weitere Skizzen erhalten. Ich warte noch ab, dass "mein" Illustrator selbst die Sachen online stellt, bevor ich die hier mit reinpacke. Er hat übrigens auch ein eigenes ganz cooles, rollenspielfähiges Setting, geht aber in eine völlig andere Richtung. Hat eine Menge Potential.

« Letzte Änderung: Heute um 01:43 von Eismann »