Autor Thema: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?  (Gelesen 15735 mal)

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Offline Minne

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #50 am: 15.07.2004 | 17:42 »
Elor, du scheinst einen wichtigen zusammenhang nicht zu verstehen : es geht um aventurien bzw. dsa als produkt für den amerikanischen markt, wo sich tde wegen der starken konkurrenz nicht durchsetzen kann.

Es geht darum, dass eine d20 umsetzung des settings (nein, keine dnd umsetzung, für alle, die das für identisch halten) auf dem amerikanischen markt weitaus bessere chancen gehabt hätte, als ein vollkommen fremdes system.

Zitat
Nein, wäre nicht geklärt. Ausser in den Augen von Leuten, die glauben, dass FanPro ne Geldpresse im Keller hat und die von wirtschaftlichen Faktoren keine Ahnung haben.

Sorry, ich habe den eindruck du liest die postigns hier nicht richtig : dass tde in den usa, eben wegen dem wirschaftlichen faktor der vorherrschaft von d20 produkten auf dem us markt ein debakel war, war doch erst der auslöser dieser diskussion.

Oder nein, eigentlich geht es in diesem thread sogar mehr darum ob und wie man die Aventurische Magie in ein anderes system (in diesem fall d20) portieren kann, und diese debatte hast du erfolgreich durch nicht beantworten von wjassulas frage, und ablenken in andere bereiche auf falsche gleise gelenkt.

Offline Selganor [n/a]

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #51 am: 15.07.2004 | 17:43 »
Die erste Edition von D&D war fest mit Mystara verbunden  ;)
Nope...
Nirgendwo im der Besschreibung der Charakterklassen, Sprueche, Faehigkeiten, ... kann ich irgendeine "Verbindung" mit der Welt erkennen...
Im "Expertenset" kam dann eine Karte der Welt dazu, aber da waren kaum Informationen ueber diese Welt drin, hauptsaechlich Infos ueber allgemeines zu Ueberlandreisen usw.
Erst durch die Gazeteers (IMHO noch mit die besten "Regional-Supplemente") wurde die Welt mal "beleuchtet".
In den Abenteuern war nie allzuviel Info ueber die Region in der es spielt...
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Offline Samael

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #52 am: 15.07.2004 | 17:48 »

@Samael: Wie isses denn jetzt?
.

Hab meine DSA Sachen verhökert. Also aus dem Gedächtnis:
Es gibt keine negativen ZFWs mehr. Wenn man einen neuen Spruch erlernt, fängt man mit ZfW 0 an. Die Sprüche haben bestimmte "Merkmale". Ein Feuerstrahl hätte zBsp die Merkmale "Elementar (Feuer), Kampf" oder so. Wenn man nun die passende SF (zBsp "Kampf") besitzt, wird der Spruch billiger zu erlernen. Weiterhin gibt es mehrere verschiedene Arten Magie zu begreifen und zu manipulieren "Elfisch", "Gildenmagisch" etc. Manche Sprüche gibt es nicht in jeder dieser "Repräsentationen" (hieß das wrklich so...?). Ein Magier, der nur die Repäsentation "Gildenmagie" kann, wird also eine Spruuch, den es in dieser Repräsentation nicht gibt niemals lernen können. Wenn er einen Spruch, den es zwar gildenmagisch gibt jeoch in einer anderen Repräsentation beigebracht bekommt (zBsp von einer Hexe) ist das mit schweren XP Mali belegt.

Hoffe das war halbwegs richtig.       
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Offline Roland

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #53 am: 15.07.2004 | 17:50 »
Damit wäre geklärt, dass es keine Argumente gegen Aventurien d20 gibt, denke ich.

Ohne Zustimmung der Rechtinhaber wäre das eine Verletzung des Urheberrechts.

Bleibt also nur das Fazit: Aventurien d20 wäre gegangen. Warum es nicht gemacht wurde ist nicht klar.

Ich werde mal nachfragen, wenn mir Thomas Römer in nächster Zeit über den Weg läuft.
Meine Hypothesen bis dahin:

  • Das Regelsystem wurde gerade überarbeitet, der Redaktion gefällt es sehr gut, warum es also ändern.
  • Niemand bei FanPro kennt sich mit D20 aus.
  • Einfach übersetzen geht schneller als konvertieren.
  • Fürs konvertieren braucht man Fachleute (oder solche die man dafür hält), die kosten Geld.
  • Man hat gehofft sich in kleinem Rahmen als Alternative zum D20 System zu etablieren.
  • Auch mit einer D20 Umsetzung wäre nicht unbedingt ein höherer Absatz gewährleistet

Ob es besser gelaufen wäre ist auch nicht klar (wenn auch wahrscheinlich).

Von diversen Menschen wuden in letzter Zeit Standard-Auflagenstärken zwischen 500 und 1000 Exemplare für Small Press D20 Publikationen genannt. Dafür lohnt sich der Aufwand nicht, so viel weniger wird wohl auch TDE nicht verkauft haben.

Wie schon im TDE Thread geschrieben sind wohl nicht die Regeln der Grund für den TDE Mißerfolg, sondern die Produktpolitik von FanPro/FPUSA. Ohne Support kein Verkauf. D20 hätte allerdings den Vorteil, das der Support vereinfacht würde. Andererseits würden wohl ein paar der aktiven US Fans, für die die Regeln ein Plus sind, wieder abspringen.
« Letzte Änderung: 15.07.2004 | 18:12 von Roland »
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Offline Selganor [n/a]

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #54 am: 15.07.2004 | 17:52 »
Ich habe immer noch keinen Grund gesehen, warum FanPro das finanzielle Risiko einer Übertragung auf sich nehmen soll.
Weil sie so durch den "vertrauten Faktor" d20 auch Spieler fuer DSA interessieren koennte die sich nicht mit anderen Systemen auseinandersetzen wollen?

Ich kenne mehrere Leute die durch Swashbuckling Adventures zu 7th Sea, durch Deadlands d20 zum Original-Deadlands, ... gekommen sind.

Aber so wie sie es gemacht haben: Einfach mal rausbringen... Werbung brauchen wir ja nicht, DSA kennt ja jeder...

DAS war ein Schuss ins Wasser.
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Offline Fredi der Elch

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #55 am: 15.07.2004 | 18:09 »
Ich habe Beispiele gebracht.
Im Gegensatz zu Dir wiederhole ich mich gerne: Wo? Welche? Fass es doch für einen armen, dummen Elch nochmal zusammen, bitte. Dann können wir drüber diskutieren.

Zitat
Im übrigen hast du mein wirtschaftliches Argument mit nichts entkraftet. Ansonsten bin ich mir auch nicht sicher, ob dein Wissen über den amerikanischen Markt profunder ist als meins.
Lies den Thread-Titel: ist DSA-Magie umsetzbar (u.a. auf d20)? Darum geht es. Wirtschaft hat hier nichts zu suchen. (das gilt für alle hier im Thread...)

Ein Magier, der nur die Repäsentation "Gildenmagie" kann, wird also eine Spruuch, den es in dieser Repräsentation nicht gibt niemals lernen können.
Also spricht doch alles für eien Feat-Lösung, oder?
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Zitat von: 1of3
D&D kann immerhin eine Sache gut, auch wenn es ganz viel Ablenkendes enthält: Monster töten. Vampire kann gar nichts.

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #56 am: 15.07.2004 | 18:14 »
Da sich die DSAler immernoch weigern trifftige Gründe zu nennen, die dem ganzen widersprechen, wir d20er aber schon mehrere Konzepte geliefert haben, wie man rangehen könnte, ist die Sache wohl klar.

Hail d20! :)

Und um mal böse zu werden:

Genau die hier wunderbar ausgedrückte Starrhalsigkeit ist Schuld für das Scheitern von TDE. TDE hätte ein Erfolg auf dem amerikanischen Markt werden können, denn viele Amerikaner lieben die deutsche Detailliebe. Aber da man sich ja nicht auf das Level von "AD&D" herablassen will, ist FanPro es selber Schuld. Hochmut nennt man sowas glaub ich.

Offline Samael

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #57 am: 15.07.2004 | 18:16 »
Jo, das würde schon gehen. Feats sind im wesentlichen SFs.

Ich bin sowieso der Ansicht, dass man ein DSA d20 hinkriegen könnte.
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Offline Selganor [n/a]

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #58 am: 15.07.2004 | 18:18 »
Ein Magier, der nur die Repäsentation "Gildenmagie" kann, wird also eine Spruuch, den es in dieser Repräsentation nicht gibt niemals lernen können.
Also spricht doch alles für eien Feat-Lösung, oder?
Wie waer's mit einer Kombination?

Im Psychic's Handbook von Green Ronin (wer mehr darueber wissen will soll im (A)D&D/d20 einen Thread dazu aufmachen) sind die psionischen Faehigkeiten Skills, die man aber erst lernen kann wenn man die "Schule" der diese Faehigkeit angehoert als Feat genommen hat.
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Offline Minne

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #59 am: 15.07.2004 | 18:22 »
Nein, ich werde auch nicht fürs posten bezahlt ;)
Deshalb werde ich mir auch jetzt den luxus gönnen, diesen post ganz schlank zu halten, indem ich nur zweierlei dinge sage : Roland war der erste der echte argumente *gegen* eine dnd umsetzung vorgebracht hat (auch wenn das eigentlich nicht das thema war) und du liest tatsächlich selektiv, den ich für meinen teil bin ganz bestimmt kein "blinder verehrer" von d20, was ich schon mehrmals gesagt habe.

Und du hast dich übrigends immernoch nicht zur machbarkeit der regelumsetzung geäußert, oder inwiefern die regeln von dsa, das setting unterstützen.

« Letzte Änderung: 15.07.2004 | 18:25 von Minneyar »

Offline Samael

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #60 am: 15.07.2004 | 18:26 »

Wie waer's mit einer Kombination?

Im Psychic's Handbook von Green Ronin (wer mehr darueber wissen will soll im (A)D&D/d20 einen Thread dazu aufmachen) sind die psionischen Faehigkeiten Skills, die man aber erst lernen kann wenn man die "Schule" der diese Faehigkeit angehoert als Feat genommen hat.

Ich glaube genau das hat er gemeint.
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Offline Fredi der Elch

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #61 am: 15.07.2004 | 18:26 »
Wie waer's mit einer Kombination?

Im Psychic's Handbook von Green Ronin (wer mehr darueber wissen will soll im (A)D&D/d20 einen Thread dazu aufmachen) sind die psionischen Faehigkeiten Skills, die man aber erst lernen kann wenn man die "Schule" der diese Faehigkeit angehoert als Feat genommen hat.
Kann man auch machen. Aber warum so kompliziert?

Magietypen = Klassen mit eigenen Spruchlisten.
ASP = Psipunkte
Einen Skill für Zaubern, DC steigt mit Zaubergrad.
Feats zum lernen "fremder" Sprüche.

Ich sehe nicht, was das DSA-Setting dadruch verlieren würde und es ist sehr nah am original D&D (was aus Akzeptanz- und Marketinggründen sicher gut wäre).
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Zitat von: 1of3
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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #62 am: 15.07.2004 | 18:41 »
Ich fände eine Umsetzung von Aventurien auf Unknown Armies interessant... und ich glaube sogar, dass das ohne große Probleme möglich wäre und auch noch den Flair von Aventurien gut einfangen würde...
Ich bin viel lieber suess als ich kein Esel sein will...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Nicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern
Gewinn.

Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist

Offline Fredi der Elch

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #63 am: 15.07.2004 | 18:43 »
 :o Bitte?!? Wie und warum das? Infos bitte, als UA-Fan, interessiert mich das.
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Ludovico

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #64 am: 15.07.2004 | 18:53 »
Nur mal so eine Frage von einem Laien:
Was spricht denn dagegen das DSA-Magiesystem 1:1 auf D20 zu übertragen (also daß die D20-Regeln die DSA-Regeln in dem Fall ersetzen und Zauberer ihre Sprüche lernen müssen und nicht auf Astralpunkte angewiesen sind)?

Offline Selganor [n/a]

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #65 am: 15.07.2004 | 19:01 »
Dazu bleibe ICH mal ruhig... (Es werden genuegend andere Leute noch dahingehend "laut" werden) ;)
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Ludovico

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #66 am: 15.07.2004 | 19:03 »
[Nein, der Regelmechanismus geht darüber hinaus und schliesst den Lernprozess mit ein, sowie die Mechanismen, die Sprüche zu verändern.

Kann man das nicht mit einigen wenigen Regeln nicht einfach hinkriegen?
Alleine wenn ich an die Sache mit Astralenergie denke, so ist das doch absolut nichts besonders Settinggebundenes. Bei den meisten PC-Rollenspielen findet man schon so etwas wie Astralenergie.

Zitat
Nein, dazu reicht die Diskussion nicht aus. Denn dazu kommen noch logistische/öknomische Faktoren. Das gesamte Material auf D20 umzusetzen ist ein Arbeitsaufwand, der angesichts des Risikos mit nichts zu rechtfertigen ist.

Hast Du schon an die Möglichkeit gedacht, einfach die Lizenz an einen amerikanischen Verlag zu verkaufen? Das macht AEG schon seit Jahren so. Die vergeben einfach Lizenzen an lokale Verlage wie in Deutschland Games In.

Zitat
Ich habe das Gefühl du überfliegst meine Posts und antwortest, ohne gelesen zu haben. Ich habe zig konkrete Beispiele genannt.

Ähm... also ich hab mir Deine Posts nun durchgelesen so weit und konnte keine Beispiele finden, die ich nachvollziehen konnte.

Zitat
Kann man ein anderes System aufpfropfen? Sicher. Aber es ist bodenlos naiv zu behaupten, dass dabei irgendetwas ähnliches herauskäme. System und Setting befruchten sich gegenseitig in der Herstellung einer Grundstimmung der Welt, und eines von beiden rauszuschmeissen ändert das Gesamtbild.

Inwiefern? Außerdem kennt in den USA doch kaum jemand DSA geschweige denn das System dazu. Die Konvertierung auf D20 würde einem weiteren von hunderten erhältlichen Fantasy-Settings zumindest einen gewissen Markt zugänglich machen.

Zitat
Ich will dir mal ein drastisches Beispiel geben: Hast du mal auf RPG.net geschaut, als Engel auf englisch rauskam? Das Setting hat die Leute begeistert, aber allein die Tatsache, dass es auf d20 aufgespannt wurde hat die Leute zum Haareraufen gebracht. Weil das Setting und d20 sich beissen. Das Spiel wurde nicht wirklich für d20 geschrieben, und das ist an allen Ecken und Enden erkennbar.

Okay, Engel kenn ich nicht. Aber es wird dennoch gespielt als D20 gespielt, oder?
Genauso ist es doch auch mit Babylon 5. Die Umsetzung empfinde ich überaus gelungen und tausendmal besser als das Original-B5.

Ach ja, ich würde mir DSA D20 wohl eher zulegen als das aktuelle System. DSA 3 hab ich aufgrund der Zufallsabhängigkeit gehaßt und bei DSA 4 haben sie noch immer diese dussligen Talentproben mit 3 Würfeln.  ::)
« Letzte Änderung: 15.07.2004 | 19:08 von Ludovico »

Ludovico

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #67 am: 15.07.2004 | 19:24 »
Also ich versteh immer noch nicht, wieso man die Lizenz nicht einfach an einen amerikanischen Verlag verkauft, der das Ganze einfach 1:1 auf D20 umsetzt.
Kann mir das jemand erklären?

Offline Fredi der Elch

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #68 am: 15.07.2004 | 19:28 »
[Post hat Ludovico nicht gefallen. Schade. ;)]

Die zig Beispiele kann ich nicht finden. Dass es mit d20 machbar wäre steht auch nirgendwo.
Und wer hier a) grob unhöflich ist und sich b) disqualifiziert überlassen wir mal der geneigten Leserschaft...
« Letzte Änderung: 15.07.2004 | 19:42 von Fredi der Elch »
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Zitat von: 1of3
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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #69 am: 15.07.2004 | 19:51 »
Ich frage mich gerade, wer sich hier eingentlich disqualifiziert... 

Aber um noch einmal auf die Sachebene zurückzukehren : Du hast vorallem Behauptungen aufgestellt, die aber kaum, wenn überhaupt begründet, und jetzt stelle ich die frage ein weiteres mal : warum soll man dsa nicht auf d20 portieren können? (dass die portierung natürlich vorraussetzt, dass es danach kein vollkommen anderes spiel ist sollte klar sein.) Welche mechanismen sind besonders wichtig für den flair von dsa (nein, ich brauche keine zeilenangabe) und warum sollten die nicht auch in ein anderes system übertragbar sein?

Solltest du die fragen auf diese antworten schon gebracht haben, dann bitte ich dich, sie für mich  strukturiert zusammenzufassen, damit auch ich deine gedankengänge nachvollziehen kann.

Preacher

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #70 am: 15.07.2004 | 21:35 »
Zitat aus nem anderen Thread, aber die Antwort hier, weil das wohl eher hierher gehört:
Selbstverständlich kannst du dir für alles mögliche irgendwelche Regeln aus den Finger saugen. Aber das Endresultat wird nie einem System entsprechen, dass gewachsen ist.

Da stimme ich dir bedingt zu. Über lange Zeit gewachsene Systeme/Settings wirken auf mich des öfteren wie Flickwerk. Gut, allzuviele kenn ich nicht, aber DSA kann da als Beispiel dienen. Das haben sie inzwischen zwar ganz gut homogenisiert, aber das war auch ein langsamer Prozess.
Beispiel: Borbarad. In der G7-Kampagne hervorragend mit dem Hintergrund und der Mythologie der Welt verwoben, stimmig, stimmungsvoll, hervorragend. In einem uralten Soloabenteuer (weiß leider nimmer wie das hieß) dagegen findet man ein RAUMSCHIFF (!!!) mit dem er vor Urzeiten auf DERE gelandet sein soll.

Entsprechend kann man, wenn man sich Mühe gibt, Eine System-Setting-Kombination aus einem Guß erschaffen, bei der alles passt (umgekehrt natürlich auch genauso pfuschen)

Nur die Frage. Warum sollte man bei DSA den Hintergrund (Borbarad etc.) mit den entsprechenden Sprüchen nicht vom System trennen und mit zum Beispiel D20 umsetzen? Hab D20 nie gespielt, aber letztlich ist es doch nur eine Frage von Würfelmechanismen. Klar, man muss mehr Arbeit investieren, aber machbar wäre es sicherlich. Und ich denke auch nicht, daß DSA-Flair verloren ginge - das Flair wird schließlich nicht vom Würfelmechanismus bestimmt.

Offline Alrik aus Beilunk

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #71 am: 15.07.2004 | 21:36 »
Also ich versteh immer noch nicht, wieso man die Lizenz nicht einfach an einen amerikanischen Verlag verkauft, der das Ganze einfach 1:1 auf D20 umsetzt.
Kann mir das jemand erklären?
Ich probiers mal:

Anpassung als D20 und warum keine Amis die Anpassung / Übersetzung in Lizenz machen

Die DSA Basisbox an D20 anzupassen dürfte kein Problem sein:
Es gibt nur zwei Magierklassen:
Gildemagier & Elfen
Es gibt nur 27 Zauber

Zauber als Fertigkeiten, Astralpunkte (ASP), Effekte nach Qualität des Wurfs, Modifikation durch mehr ASP bzw Zeit (nimm 10, 20 ect...) dürfte auch kein Problem sein.
Die Starthöhe dieser Fertigkeiten muß natürlich auf das d20 Würfelsystem angepasst werden.
Wie gesagt, das ist vom Regelumfang und Zeitaufwand überschaubar und vor allem bezahlbar.

Das Problem fängt dann an, wenn man die Box "Zauberei und Hexenwerk" anpassen will:
123 Magische Profession: für jede müssten die DSA ZauberFertigkeitsWerte angepasst werden.
Insgesamt gibt es 11 Verschiedene Gruppen von Magiern, deren Besonderheiten (Behinderung durch Eisen, Bonus für Wut, Hass oder Leidenschaft beim Zaubern ect) natürlich auch an die Regeln angepasst werden sollten.
ca. 380 Zauber die angepaßt werden müssen...

Und natürlich müssen auch die Boxen "Schwerter & Helden" sowie "Götter & Dämonen" und die Kreaturenbox angepasst werden.

Eigene Regeln zu schrieben ist schon schwierig genug, aber Fremde an ein neues System anzupassen ?
Vor allem durch eine US Firma mit Leuten die noch nie DSA gespielt haben ?

Ich (als US Firma) währe nicht so verrückt so was zu versuchen und auch noch eine Lizenz dafür zu bezahlen, und FanPro hat für sowas keine Kapazität (Regelbau ist nicht einfach !)

Sicher, DSA ist interessant weil es ein etabliertes "old skool" System ist (das sich denoch genug vom "old skool" D&D unterschiedet ) für das theoretisch eine riesige Menge Material vorhanden ist die nur übersetzt werden muß.
(Unter uns süchtigen, wir würden doch schneller kaufen als die Verlage produzieren können ;) )
Nur das der Vorteil des "nur" übersetzen verloren geht wenn man auch jedesmal vorher den regeltechnischen Teil anpassen muß.

Liquid, Mage, (freie Magiesystem, ect...)
Das wenige was ich über diese Systeme weiß:
Magie ist extrem kreativ, je nach Kombination und Einfallsreichtum des Spielers sind unterschiedliche Effekte möglich.
Das fällt in Aventurien unter "Freizauberei"  und dafür gibt es keine Regeln da sie nur für extrem mächtigen NSCs so Richtung Halbgott ist.
Aus diesem Grund sind die DSA Zauber auch recht unflexibel was die Wirkung angeht.

Beispiel:
Der Zauber Adamantium (Merkma:l Erz & Objekt):
Damit kann man einen Gegenstand für eine gewisse Zeit härter und belastbarer machen. Nach Ablauf der Zauberwirkung wird der Gegenstand zerbrechlicher.
Die Wirkungsdauer hängt von der Qualität der Probe ab.
Auch wenn man viel machen kann ( die Struktur waren um den negativen Effekt zu vermeiden, Waffen verzaubern um zusätzlichen magischen Schaden zu machen, die Wirkung permanent sein zu lassen, schneller Zaubern, sich Zeit lassen, ASP sparen, mehr ASP reinsteckn um eine besserer Qualität zu bekommen ect...) bleibt die Wirkung im Prinzip immer gleich, und wer den Adamantium nie gelernt hat kann diese Wirkung mit keinen anderen Zauber erreichen. egal wie gut er in anderen Zaubern mit dem Merkmal Erz & Objekt ist.

Sicher kann man ein freies Magiesystem so verbiegen das dieser Effekt eintritt, aber wollen das die Spieler dieser Systeme überhaupt ?

Nur Hintergrund und Anpassung ?
Sicher währe es eine Möglichkeit gewesen nur den Hintergrund, z.B. die Box "Die Welt des schwarzen Auges" zu übersetzen.
Man hätte sogar die Werte der NSCs so lassen können.

Natürlich wären kleine Anpassungen nötig gewesen, z.B. eine Liste mit Spruchname und Effekt, eine Abbildung der Waffen und Rüstungen mit Name, und eine Angabe wie die Werte zu verstehen sind (Eigenschaft > 10 = überdurchschnittlich, Talent über 14 meisterlich).

Wer weis wie ein Tuzakmesser aussieht, das ein Ignisphäreo ein Feuerball ist und das ein Zwerg mit Körperkraft/Fingerfertigkeit 20 und Schmieden 25 alles andere als ein Dorfschmied ist kann den Hintergrund an jedes System anpassen.

Leider hat sich FanPro entschieden die Basisbox vor dem Hintergrund zu übersetzen, was TDE für nicht TDE Spieler uninteressant macht.
Quote: Ambrose Bierce  
Cynic, n: a blackguard whose faulty vision sees things as they are, not as they ought to be.

Preacher

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #72 am: 15.07.2004 | 21:49 »
Da ich weder D20 noch CF noch Amber je gespielt hab kann ich dazu keine definitive Aussage treffen. Aber die beiden von dir beschriebenen Mechanismen (Diceless, Karten) sind ja nun auch wieder etwas besonderes, und tragen somit auch dazu bei, das Spiel besonders zu machen.
Bei DSA wird immerhin auch nur ein W20 benutzt, und ein W20 ist ein W20 - so viel ist mal sicher. Da dürfte das flairtechnisch keinen so großen Unterschied machen.

wjassula

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #73 am: 15.07.2004 | 22:50 »
Puhhh....hier geht's ja ab. Um es kurz zu machen: Ich hatte ja glaube ich am Anfang des Threads ziemlich deutlich gemacht, um welche Frage es hier gehen soll. Nämlich nicht darum, ob es gut wäre, wenn alle DSA-Spieler auf der ganzen Welt plötzlich D20 spielen würden, sondern ob man Teile der DSA-Mechanismen nach D20 portieren könnte. Auch wollte ich nicht diskutieren, ob eine solche Portierung von Fanpro hätte vorgenommen werden sollen oder noch vorgenommen werden sollte, ob das wirtschaftlich und logistisch ginge usw. Es ging mir darum, die Zweifel auszuräumen, die die reine Möglichkeit betreffen, weil die in Thread über TDE erhoben wurden.

Und dass das nicht geht, das hat mir noch keiner gezeigt. Ausser nebulösen Behauptungen, bei DSA wären eben Hintergrund und Regeln wie Pech und Schwefel hab ich nichts entdecken können. Mag an mir liegen, aber dann sei's drum. Elgor, dass man in den Zaubern auch besser werden kann stellt doch meien grundsätzliche Darstellung der Sprüche als Talente nicht in Frage, oder? Und ich war nicht nur mal in einem amerikanischen Rollenspielladen, ich habe auch mit Amerikanern Rollenspiel gespielt (D&D  Wink), und mich mit denen über Rollenspiel unterhalten. Aber wie gesagt: Ob und wie Aventurien D20 ein Chance hätte, das ist wieder Thema für den TDE-Thread....Auf Wiedersehen dort.

Ludovico

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Re: DSA-Magie umgesetzt: Geht das überhaupt?
« Antwort #74 am: 15.07.2004 | 22:54 »
@Alrik
Danke!
Endlich mal eine klare Antwort, mit der ich etwas anfangen kann!