*Nehmt die Steine in die Hand. Fertig? Los:
Ich finde Christopher Nolan ist als Regisseur überschätzt.
Ja, er hat Qualitäten. Ja, die Darstellenden, die mit ihm arbeiten wollen, sind immer allererste Sahne. Ja, er hat auch wirklich gute Filme gedreht, zB."Batman 2" und "Inception", vielleicht auch "Interstellar" (Hans Zimmer sei dank).
Aber "Tenet"? "Batman 3"? "Oppenheimer"?
Der erste Trailer zu Odyssee holt mich noch nicht ab, trotz toller Riege an Darsteller:innen. Der zweite Tailer machte immerhin deutlicher, worum es gehen könnte: Gesellschaftliche Konventionen und Gewalt wollen Frau und Sohn zwingen, ihre Loyalität und Liebe zu Mann und Vater zu verraten. Ich erwarte, dass die beiden sich unter Opfern von Verbündeten mit Hirnschmalz, Tricks, Fiesigkeiten und geschliffenen Dialogen wehren, bis Papa nach Hause kommt und blutig aufräumt. Das könnte ich gut finden, und wenn es nicht zu fantastisch wird - in einer Welt spielt, in der Übernatürliches alle Probleme lösen kann - dann könnte es mir gefallen. Abweichungen von Homers Figuren-Beschreibungen sind bei so einer Geschichte ja wohl völlig egal.
Risiko: Nolan verzettelt sich darin, zuviel erzählen zu wollen, oder wieder einmal mit einem Zeittrick auftrumpfen zu wollen (Memento; Tenet; Dunkirk) oder er schreibt miese Batman-3-Dialoge. (Gedächtnisprotokoll: (Bitte in tiefen, blechernen Stimmen lesen) "Ich bin hier um die Stadt zu zerstören!" "Und ich bin hier um Dich aufzuhalten!")