Autor Thema: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden  (Gelesen 1267 mal)

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Online klatschi

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Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #50 am: 11.03.2026 | 10:50 »
Hírngar
An der Eiche auf dem Kupferweg zwischen Hallwind und Nordhalle


Ein Drücken und Ziehen machte sich in der Magengegend des Holzfällers breit. Ein unangenehmes Gefühl, das ihn von der Eiche wegeilen lassen wollte, flieh, was auch immer das getan hat, es kann es auch mit Dir und deinen Gefährten tun!
Er musste hart schlucken und sich bemühen, den Geruch von Verwesung nicht zu stark einzuatmen. Er griff nach einem Tuch, dass er sich vor Mund und Nase hielt. "Bei den Göttern der Erde und des Waldes, Meister Gylfi, was ist hier geschehen?" Wer hat das getan? Und warum?

"Das ist das Werk von Monstern!" Sein Blick blieb auf den Kindern hängen. Monster!
Über all dem schwebte die Erinnerung an seinen Traum, an die Toten, die in der Kälte auf ihn warteten.
Würde die Kleidung etwas über diese armen Gestalten preis geben?

Offline Hinxe

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Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #51 am: 11.03.2026 | 17:32 »
Gylfi
An der Eiche auf dem Kupferweg zwischen Hallwind und Nordhalle


Gylfi war für einen Augenblick wie versteinert, als er die Toten genauer betrachten konnte. Sein Blick blieb besonders an den Kindern hängen, er nahm jedes Detail auf. Die misshandelten Körper, die blutige Kleidung, die am Baum befestigten Seile. Stumm schickte er einen Ruf nach Hilfe an die Flowras, bat um die Kraft, nicht fortzulaufen oder den Verstand zu verlieren. Sie wurde ihm gewährt.

Nur flach atmend antwortete der Alte seinem Gefährten: "Mögen es Monster gewesen sein oder Menschen, das Ergebnis ist dasselbe. Vier Leben verloschen, zwei davon hatten gerade begonnen. Wir sollten uns nach Hinweisen umschauen. Wenn wir verstehen, was sich zugtragen hat, lässt sich vielleicht Gerechtigkeit herstellen oder zumindest Rache nehmen."

Ohne allzuviel Hoffnung begann der skwilde sich am Fuße der alten Eiche umzuschauen. Innerlich nahm er sich vor, die Leichen nicht erneut zu betrachten. Der Anblick hatte sich sowieso schon in seinem Gedächtnis eingebrannt. Er musste an die Zeilen aus der "Zeit der Ungezähmten" denken. Vielleicht ist das erst der Anfang, nur ein Schatten dessen, was auf uns alle zukommt. Er versuchte ein Erschauern zu unterdrücken, was aber nur zum Teil gelang.
Leitet Earthdawn 4e, Shadowrun 5e und Against the Darkmaster.
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Online klatschi

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Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #52 am: 11.03.2026 | 20:05 »
Hírngar
An der Eiche auf dem Kupferweg zwischen Hallwind und Nordhalle


Hírngar seufzte und nickte dann.
"Ihr habt Recht, vielleicht finden wir etwas. Und danach sollten wir die Toten begraben. Ein letztes bisschen Anstand für die armen Seelen."

Offline Outsider

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Re: [RMS - S] A1 -Zeit des Zorns- Auf dem Kupferweg nach Norden
« Antwort #53 am: 12.03.2026 | 10:26 »
Das Gras um die Eiche ist niedergetrampelt, es müssen mehrere Personen gewesen sein. Die Kleidung der Opfer wurde ihnen grob vom Leib gerissen, alles von Wert scheint entfernt worden zu sein. Gürtel, Haarspangen, Broschen, Ringe, nichts ist zu finden. Zurückblickend könnt ihr die Spuren sehen die ihr im hohen Gras hinterlassen habt, doch die der Angreifer sind nicht mehr zu sehen. Es ist zu lange her und die Witterung hat ihr übriges getan. Das muss das Werk einer der Räuberbanden sein welche auf dem Kupferweg zwischen Hallwind und Nordhalle ihr Unwesen treiben. Nicht alle scheinen nur Wegzoll einzutreiben, vielleicht findet man sie auf einer der verlassenen Höfe welche rechts und links ein paar Meilen weit weg vom Weg in der Grasebene liegen.
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Offline pharyon

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Aeryn
Auf dem Pfad unweit der Eiche auf dem Kupferweg zwischen Hallwind und Nordhalle, beim Wagen mit Sote


Aeryn sah ihren gefährten nach, wie sie sich dem Baum näherten. An der Körpersprache der beiden versuchte sie abzulesen, ob sie etwas Wichtiges entdeckt hatten. Es sah nicht nur nicht danach aus, sondern anscheinend war ihr Fund eher belastender Natur. Hoffentlich können wir diese Station schnell hinter uns lassen. An Sote gewandt fragte sie: "Was haben wir alles, um ggf. Gräber ausheben zu können? Wenn es sich nicht um Verbrecher handelte, sollten wir den Verstorbenen einen letzten Rest ihrer Würde gewähren. Schaut bitte nach, was wir haben, um ggf. zu zweit Gräber ausheben zu können. Ich behalte derweil die Gegend im Auge."

In der Hoffnung, keine Überraschungen zu erleben, behielt Aeryn ihre Gefährten immer wieder im Blick, hielt aber in alle Richtungen Ausschau. Manchmal schlägt der Blitz auch an der selben Stelle noch mal ein. Hoffentlich nicht hier.
"Lassen Sie uns die leichten Raumanzüge anziehen - schließlich wollen wir ja nicht ins All." (Koloth, Sohn des Rodoth)

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Offline Outsider

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Sote nickt Stumm und macht sich daran das Werkzeug welches ihr eingepackt hattet hervorzukramen. Eigentlich war es dafür gedacht im späteren Verlauf der Reise einen festsitzenden Karren sprichwörtlich aus dem Dreck zu ziehen oder mehr zu graben. Jetzt jedoch war der Grund für den Einsatz der Schaufel und Spitzhacke eher trauriger Natur.

Aeryns Blick schweift über das Land. Sie kann sehen wie sich der etwas erhobene Damm mit dem Kupferweg wie eine feststehende Konstante durch das Grasmeer zog. Immer weiter nach Norden auf die am Horizont liegenden Bege zu vor denen dünn, kaum wahrnehmbar die braunschwarze Mauer der Dunkelwälder lag. Wer sich ins Gras legte, keine Pferde oder Wagen dabei hatte konnte sich gut vor den Augen eines Beobachters verbergen. Aeryn konnte keine Anzeichen dafür finden, dass dort draußen irgendwer oder irgendwas ihnen auflauerte oder gerade dabei war sich an sie anzuschleichen.

Am östlichen Horizont bauten sich neue Regenwolken auf, vielleicht brachten sie auch Schnee. Kalt genug ist der Wind der vom Meer her kommt allemal. 
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