Seit es diesen Thread gibt, stehe ich manchmal vor dem Regal und überlege, wie ich die Titel finde, die ich da lese.
Shadowrun steht zwar nicht in meinem Regal, aber ich muss zugeben, dass das ein toller Titel ist.
Aber Ars Magica steht da, und finde ich das nur einen guten Titel, weil mir die alte deutsche, schwarze Ausgabe und überhaupt das Spiel so sehr gefallen hat? Ich meine mich zu erinnern, dass der Titel mich damals in den Läden auch schon immer sehr gelockt hat.
Ganz toll finde ich auch River of Cradles.
Stormbringer/Sturmbringer hat mir auch schon immer enorm gefallen. Ruf des Warlock eigentlich auch, muss ich zugeben (den Namen des RdW-Abenteuers "Träne der Verzweiflung" finde ich auch gut, aber aus sehr persönlichen Erfahrungen heraus, denn das Teil wurde bei meinen damaligen Spielern, die das Abenteuer an den Rand solcher Tränen gebracht hat, legendär).
Peril of the Purple Planet sticht mir auch immer wieder ins Auge. Schon als der Titel damals angekündigt wurde, fühlte ich ein interessiertes Kribbeln.
Seltsamerweise staune ich auch immer wieder, wie ästhetisch, vielversprechend und passend ich den Titel Six Seasons in Sartar finde. Eine ähnliche Aliteration, aber ohne den Pulp, den der DCC-Titel verspricht. Klingt aber trotzdem so, als gehe es hier um profunde Erfahrungen, ähnlich wie so manche Buchtitel von Klassikern, bei deren Klang man habhafte Kost wittert.
Ungeheuer verheißungsvoll empfinde ich auch den Titel Aquelarre. Vielleicht weil die Burg von Loarre schon lange auf meiner Liste von Orten steht, die ich unbeingt einmal besuchen möchte?
Aber wenn ich mich auf einen Titel festlegen müsste, auf den besten Titel, dann wäre das für mich das bereits genannte Te Deum pour un massacre. Französisch klingt oft eben schon von sich aus sehr gut. Das erste große klassische Werk, bei dem ich, damals noch vor dem Stimmbruch als Sopran, mitgesungen habe, war das Te Deum von Charpentier, später durfte ich sogar einmal bei der Bruckner-Vertonung mitwirken. Was für ein gewaltiger Titel: Hier wird ein Massaker nicht beweint -- keine Lamentations of the Flame Princess, was auch ein toller Titel ist --, aber auch nicht barbarisch beklatscht, sondern von der Macht mit einem liturgischen Akt gefeiert. Da tun sich für mich ganze Biblio- und Audiotheken auf.