Für mich gehören haptische Elemente seit den Ursprüngen des Rollenspiels zum Hobby dazu.
(
Einsehbar z.B. in der Fernseh-D&D-Runde der Games-Workshop-Gründer.)
Und ganz grundsätzlich mag ich solche Dinge auch.
S o l a n g e das Ganze nicht zu Material-Schlacht ausufert.
Was ich als passend empfinde, hängt ganz vom Spiel ab.Wenn taktischer Kampf Teil des Regelwerks ist, dann habe ich gerne eine Battle/Flip-Mat oder ein Nadelspiel zur Visualisierung.
Sind die Regeln recht detailiert und komplex, dann behindert das Fehlen solcher Hilfsmittel das Spielen. Ich würde bei keinem D&D ganz darauf verzichten wollen, aber als krasse Einschränkung würde ich das erst in D&D 3+ empfinden.
Wenn wir darauf schauen, was so im Markt unterwegs ist:
Ja. Für Zauber mag ich zusätzliche Zauber-Karten. Insbesondere, wenn die mechanisch wie ein immer gleiches Rezept funktionieren. Was ich nicht mag ist, wenn die Karten die einzige Möglichkeit sind, die Zauber überhaupt zu haben. (Das Phänomen "gibts nur als Karten" fand ich in WFRP3 ganz schlimm.)
Ansonsten finde ich es gut, wenn RSP-Firmen nötiges Zubehör (wie Gummipunkte/Bennies & Co.) mit anbieten. Nicht alle haben Zeit und Nerv z.B. passende Glassteine o.ä. zusammenzusuchen oder extern zu bestellen.
Fortschirtts-Tracker (für Zeit, Meilensteine) können OK sein. Marker und Zustände-Karten auch.
Die werden umso wichtiger, je zentraler diese Dinge für die Regeln sind. Die Alternative alles auf dem Spielfiguren-Bogen zu verwalten/zu "tracken" fnde ich ganz schrecklich.
Gleichzeitig mag ich aber keine Zubehör-Flut.
Ich mag Rollenspiele, die eher wie Brettspiele daher kommen, generell nicht so gern.
Ganz schlimm finde ich auch, wenn RSP-Verlage für alles Mögliche haptische Hilfsmittel anbieten und gar nicht mehr leicht ersichtlich ist, was essentiell, was nützlich, was nice to have und was effektiv nur Merchandise ist.
Werden es wirklich mehr Spiele, die solche Elemente nutzen?
Nach meindem Eindruck ist das - auf alle neueren Rollenspiele bezogen - nicht der Fall. Größere Verlage aber, welche die Kapazitäten haben, solchen Kram auch herzustellen/hersetellen zu lassen, nutzen das immer mehr. Schließlich verkaufen Sie - je mehr Zubehör benötigt wird, nützlich ist oder nett zu haben ist, mehr Produkte an die Kundschaft.