Autor Thema: Spielerstellung mit Hilfe von KI  (Gelesen 378 mal)

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Offline Maarzan

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Spielerstellung mit Hilfe von KI
« am: Heute um 15:57 »
Da immer wieder nach gelungenen Beispielen von KI-(Text)Werken gefragt wird, solche aber kaum zu identifizieren sind bleibt wohl nur etwas selber machen. Da ich bisher mit KI kaum praktische Ahnung habe würde ich daher so ein Projekt bzw. eine Abschätzung der Machbarkeit von Leuten, die schon mehr mit KI gemacht haben anstoßen wollen.

Und was liegt da näher sich genau mit den beiden Referenzwerken zu messen.

Info / Vorgaben für die KI:
Romance Rollenspiel
Ziel ist ein Dating Rollenspiel auf der Basis der creative commons der  5e.
Wir gehen davon aus, dass sich die Spieler noch nicht kennen, kaum oder keine Rollenspielerfahrung haben und sich beziehungstechnisch näher kennen lernen wollen.
Jeder Spieler führt eine noch zu erstellende Figur und teilt sich „HotSeat“ die SL-Rolle mit dem gegenüber, d.h. jeder SL spielt die Umgebungs- und NSC-Interaktionen des jeweils anderen.

Die beiden SC sind Figuren im frühen Erwachsenenalter aus 2 miteinander in einer fremden Stadt zivilisiert rivalisierenden Familien.
Spielort ist ein Sommerschloss und ein dort stattfindender Ball mit viel Prominenz, welchen jemand zu einem Debakel machen will, um die Familie politisch in einem Reichsrat zu blamieren und zu isolieren.
Jeder SC ist mit einem von Hausherrn und Hausherrin verwandt, also kein fremder Gast und damit erweiterter Teil der Familie und so zu Unterstützung verpflichtet, aber auch für lokale Ermächtigungen durch die Hausherren oder aber im Notfall geeignet.

Beschreibe eine Methode aus einen Fragenkatalog die Attribute von 5 e zu ermitteln statt zu würfeln oder zu wählen. Z.B. für Konstitution: Schaffst du die Anforderungen des Sportabzeichens für Gold, Silber,Bronze mit oder gar ganz ohne zusätzliches Training. Bist du oft krank?
Schreibe einen Fragenkatalog, welcher die geeignetste Klasse für den SC ermittelt.
Erstelle dann jeweils einen SC der 5. Stufe auf Basis dieser Daten für jede Klasse. Wir gehen bei den SCs von durchgehend Menschen aus.
Der Feind hat mehrere Diener und Verbündete, welche er für Sabotagen etc einsetzen kann.
Im übergeordneten Plot sollte sich das Geschehen von der Anreise über das Kennenlernen der Anlage und der anderen Gäste bis zu einem ersten Dinner spannen und wenn der Intrigant bis zum Ball keinen Erfolg hatte, dann wird er zum Abschluss verärgert selbst aktiv und kann ggf. enttarnt werden.

Benenne 20 typische gute und 20 schlechte Eigenschaften je in männlich und in weiblich, auf welche jemand bei der eigenen Partnerwahl achten würde. Jede Seite würde die Zahl der 20 Minutenabschnitte abzüglich der 2 festen Szenen eine Eigenschaften zum Testen auswählen.
Erzeuge für jede der so 80 Eigenschaften eine kurze Szene, wo diese Eigenschaft präsentiert werden kann.
Die Szene sollte dem oben beschriebenen Versuch der Diskreditierung dienen oder dient als Füller zwischen zwei Probenszenen oder selbst als Probenszene. Dazu sollte in vielen Szenen eine Möglichkeit sein die Position der eigenen Familie ggf auf Kosten der Familie des Gegenübers oder des Gastgebers besser zu stellen, sei es bei den Gastgebern,  bei Neutralen oder gar bei Gegnern.
Je nach beabsichtigter Dauer sollen die SC pro halbe 20 Minuten angestrebte Spielzeit eine Szene aus der Liste ihrer erklärten Prioritäten bekommen mit dem Dinner und dem Ball als feste Ankerszenen. Pro Szene soll es 1-3 Erfolgs oder Misserfolgspunkte geben und bis zu einem Einflusspunkt bei einer möglichen dritten Interaktionsperson.
Die Beschreibung der Szene beginnt mit einer Darstellung der Ausgangslage und der Art der Herausforderung passend zur getesteten Eigenschaft. Es soll ein möglicher Weg aufgeführt werden, aber auch 2-3 Hinweise, wie die Spieler in ihrer SL-Rolle die Szene personalisieren und abändern können. Sollten gewisse Entwicklungen nicht möglich sein, weil wir in so einem vorgeskripteten Hotseat keinen moderierenden Gesamt-SL haben, so gehört diese Info mit auf die Szenenkarte.
Zu der nachfolgenden geplanten Szene gehört ja ebenfalls eine Startsituation, welche schon einmal ohne die Herausforderung aufgedeckt werden soll, damit die SL wissen wo sie ggf. hin müssen und einen passenden Übergang kreieren können.

Hat da jemand KI-kundiges Ideen, Kritik oder Anregungen zu? Ich nehme an das bräuchte einiges an Speicher, was einen Basisaccout sprengt, oder?
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Offline unicum

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #1 am: Heute um 17:20 »
Da immer wieder nach gelungenen Beispielen von KI-(Text)Werken gefragt wird, solche aber kaum zu identifizieren sind bleibt wohl nur etwas selber machen.

Ein gelungenes KI Werk erkennst du daran das du es nicht als KI Werk erkennst - ausser an dem (nicht vorhandenen) KI Logo. Denn das ist doch der Punkt an KI - jedenfalls was solche Sachen betrifft.


Ich nehme an das bräuchte einiges an Speicher, was einen Basisaccout sprengt, oder?

Ich hab für sowas KI noch nie gebraucht, ich hab eher Fragen gestellt "Eine Insel 8x4 km groß davon 33% landwirtschaftlich nutzbar und reiche Fischgründe - wieviele Personen könnten so einer Insel im Jahr 1200 ernähren? Bitte gebe mir Quellen an wie du auf das ergebnis kommst. Denke länger nach."

Oder "Erstelle mir einen detailierten Plan was die Tochter eines römischen Senators zur Zeit von Julius Caesar in einer Woche unternehmt. Gehe davon aus das es in einer fantasy Version von Rom stattfindet und die Tochter als Magierin ausgebildet wird und am Ende der Woche eine Prüfung ansteht. Trozdem hat die junge Frau ein bedüfnis an zerstreuung und muss auch als Senatorentochter präsentieren sein"

Ich glaube aber DDDVerlag hat mal so etwas versucht mit ChatCPT und es war beim ersten Versuch ein Debakel aber danach hat er geschrieben das er aus einer neueren Version von ChatCPT einen Entwurf bekommen hat der zwar deutlich mehr redigiert werden musste als bei einem menschlichen Schreiber aber er trozdem etwas daraus gemacht werden konnte.

Wir müssen auch bedenken - selbst bei all dem Scam der an anderer Stelle diskutiert wird - das diese Technik immer noch sehr neu ist.

Was du auch bedenken kannst:
Zerteile deine Sachen. Lass ihn eine Einleitung schreiben, eine überleitung, einen haupteil, einen Klimax und einenn Schluss. Lasse zu jedem Teil eine Zusammenfassung schreiben die kurz und knackig ist und gebe die ihm wieder als Prombt für den nächsten Teil mit.

Auf die Art und weise arbeiten wir hier mit KI - wir wollen aber kein Abenteuer schreiben sondern ein 7 Dimensionales Problem in einem 11 Dimensionalen Raum lösen, also vereinfacht zusammengefasst gesagt.

Die Programme werden besser, das ist alles was ich dazu zu sagen habe. Wenn es da nicht eingebremmst wird - wovon ich nicht ausgehe wenn ich in die Politische Landschaft sehe - dann wird das irgendwann auch was passables liefern können. Mit gewissen abstrichen halte ich das auch schon jetzt möglich. Problematisch wird es aber eben - und da kann es auch brechen - wenn KI mit schlechtem KI Scam gefüttert wird, wenn das so ist würde ich sagen "Da wird nie was draus!"

Also wenn jemand gegen KI ist muss er genügend KI sachen erstellen und die schlechtesten davon ins Netz stellen.

Offline caranfang

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #2 am: Heute um 17:43 »
Eines sollte jedem klar sein, der mit KI arbeitet. KI kann nur Mittelmaß liefern, da es das gesamte Internet als Quelle benutzt. KI liefert auch oft falsche Daten und kann auch nicht zwischen veralteten und aktuellen Daten unterscheiden. Dazu kommt dann noch, dass viele KI-Programme darauf trainiert sind, bestimmte Eingaben zu verweigern.
Deshalb sollte man sich meiner Meinung nach keine Abenteuer oder auch Quellenbücher von einer KI erstellen lassen. Sie kann einerm aber dabei helfen, entsprechende Texte zu schreiben, wenn man weiß, was man haben will und bereit ist, länger mit der KI an diesen Texten zu pfeilen.

KI hat übrigens oft genug keine Ahnung von den Regeln oder auch dem Hintergrund eines Rollenspiels, auch wenn sie das Gegenteil behauptet.

Offline Doc-Byte

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #3 am: Heute um 18:06 »
Da immer wieder nach gelungenen Beispielen von KI-(Text)Werken gefragt wird, solche aber kaum zu identifizieren sind bleibt wohl nur etwas selber machen. Da ich bisher mit KI kaum praktische Ahnung habe würde ich daher so ein Projekt bzw. eine Abschätzung der Machbarkeit von Leuten, die schon mehr mit KI gemacht haben anstoßen wollen.

[..]

Hat da jemand KI-kundiges Ideen, Kritik oder Anregungen zu? Ich nehme an das bräuchte einiges an Speicher, was einen Basisaccout sprengt, oder?

Ich hab kürzlich ein wenig mit Google Gemini herumprobiert und die Anwendung kommt mir nochmal deutlich stärker als ChatGPT vor, aber es liegen ja auch schon wieder ein paar Monate Entwicklungszeit dazwischen. Mit ChatGPT bzw. dem MS Copilot hab ich vor gut einem Jahr mein "Lunatia Experiment" gemacht und die Rohdaten hinten ans PDF gehangen - also nicht, dass der Text generell sehr gründlich überarbeitet wäre... Dafür müsstest du dann als Vergleich in die Zufallstabellen von Star Reeves (Seite 351-386) schauen oder die Seiten 343/44, die auf diesem Ausgangsexperiment basieren: https://drive.google.com/file/d/1FZjFyvUWqEoBAfkQlWrDMF7hxUI_IMMR/view?usp=drive_link

Bei Gemini können auch bei der kostenlosen Nutzung (mit Google Account) zwischendurch Dateien angelegt werden, in denen "Zwischenstände" gespeichert werden und auf die du später verweisen kannst, allerdings zu Preis, dass sich Google das Recht vorbehält, diese gespeicherten Daten "auszuwerten". Würde ich also wirklich nur für experimentelle Zwecke empfehlen.

Aber ich kann dir jetzt schon sagen, dass du kein 1:1 nutzbares (Text) Ergebnis aus einer KI herausholen wirst. Wenn du was Vernünftiges damit erstellen willst, musst du immer von Hand nacharbeiten, aber die KI ist eine gute Hilfe dabei, einen Haufen Ideen auszuspucken, aus denen du das Brauchbare rausfiltern und verfeinern kannst, bevor du den finalen Schliff dann von Hand vornimmst - den sich Personen, die auf nen schnellen Euro aus sind, natürlich in aller Regel sparen, sonst wäre es ja viel zu zeitaufwendig, um große Mengen davon auf den Markt zu werfen. ;)




Offline Maarzan

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #4 am: Heute um 18:18 »
Ich hab kürzlich ein wenig mit Google Gemini herumprobiert und die Anwendung kommt mir nochmal deutlich stärker als ChatGPT vor, aber es liegen ja auch schon wieder ein paar Monate Entwicklungszeit dazwischen. Mit ChatGPT bzw. dem MS Copilot hab ich vor gut einem Jahr mein "Lunatia Experiment" gemacht und die Rohdaten hinten ans PDF gehangen - also nicht, dass der Text generell sehr gründlich überarbeitet wäre... Dafür müsstest du dann als Vergleich in die Zufallstabellen von Star Reeves (Seite 351-386) schauen oder die Seiten 343/44, die auf diesem Ausgangsexperiment basieren: https://drive.google.com/file/d/1FZjFyvUWqEoBAfkQlWrDMF7hxUI_IMMR/view?usp=drive_link

Bei Gemini können auch bei der kostenlosen Nutzung (mit Google Account) zwischendurch Dateien angelegt werden, in denen "Zwischenstände" gespeichert werden und auf die du später verweisen kannst, allerdings zu Preis, dass sich Google das Recht vorbehält, diese gespeicherten Daten "auszuwerten". Würde ich also wirklich nur für experimentelle Zwecke empfehlen.

Aber ich kann dir jetzt schon sagen, dass du kein 1:1 nutzbares (Text) Ergebnis aus einer KI herausholen wirst. Wenn du was Vernünftiges damit erstellen willst, musst du immer von Hand nacharbeiten, aber die KI ist eine gute Hilfe dabei, einen Haufen Ideen auszuspucken, aus denen du das Brauchbare rausfiltern und verfeinern kannst, bevor du den finalen Schliff dann von Hand vornimmst - den sich Personen, die auf nen schnellen Euro aus sind, natürlich in aller Regel sparen, sonst wäre es ja viel zu zeitaufwendig, um große Mengen davon auf den Markt zu werfen. ;)

Dass die KI nicht mit einem Prompt was komplettes ausspuckt ist mir klar. Ich will halt schauen, was man da mit wie viel Aufwand machen kann.
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Online Zed

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #5 am: Heute um 18:31 »
Weil Maarzan danach gefragt hat, hier die Antworten der LLMs zur Gottheiten-Challenge. Der Prompt für die Aufgabe entsprach fast vollständig der Ausschreibung der Gottheiten-Challenge.

Die Antworten von DeepSeek, Claude.ai, Gemini und Perplexity findest Du in der angehängten Zip-Datei (weil ich hier keine direkten Text-Dateien anhängen kann).

Offline sma

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #6 am: Heute um 19:33 »
[sorry, ich kann nicht kurz]

Ein paar Grundlagen:

Aktuelle LLMs haben ein Kontextfenster von 200K oder mehr. Davon geht ein Systemprompt unbekannter Größe ab, sagen wir einfach mal 50K. Nähert sich man dem Ende des Fensters, steigt überproportional die Chance, dass das LLM vergisst was weiter vorne stand, d.h. nehmen wir zur Sicherheit 100K an. Da müssen alle Eingaben und alle Ausgaben rein passen.

100K heißt 100.000 Token. Und Token ist ein Stück Text. Der Einfachheit halber (die Tokenisierung ist eine Wissenschaft für sich) können wir 1 Token = 3 Zeichen oder 2 Token = 1 Wort abschätzen. Besagtes LLM wird also maximal mit Texten von 50.000 Wörtern arbeiten können. Können wir den Systemprompt kontrollieren, kommen wir auf 75.000 Wörter.

Im Chat ist man dem Systemprompt (den Basis-Instruktionen, was das LLM machen soll und was nicht) ausgeliefert und auch der Vorauswahl der anderen wichtigen Parameter: Temperatur (Wahrscheinlichkeit, von der offensichtlichen Antwort abzuweichen), Top-K (absolutes Maß für den Möglichkeitenbereichs), Top-P (relatives Maß für die Größe des Möglichkeitenbereichs). Und manchmal kann man noch nicht einmal wählen, ob das Modell über die eigenen Antworten reflektieren soll oder nicht (aka thinking). Besser ist es daher, sich direkt an das API zu wenden. Mittelmaß ist keine inherente Eigenschaft sondern gewolltes Chat-Verhalten.

Sollte ich Slop erzeugen sollen, kann ich mir nicht vorstellen, dass dies einfach nur per ChatGPT funktioniert. Damit kann ich weder genug "Content" erzeugen, noch geht das einfach genug, weil ich händisch kopieren müsste. Ich vermute, die Leute nutzen selbstgeschriebene oder von irgendwo (ohne KI) kopierte Scripte, die dann in kleinen Abschnitten die Texte erzeugen, kombinieren und in PDFs umwandeln. Und selbst das ist nicht einfach – jedenfalls gelingt es mir nicht, hier reproduzierbar befriedigende (ich sage extra nicht gut, weil das bei Slop ja gar nicht das Ziel ist) Ergebnisse zu produzieren.

Wer nicht die Welt mit Slop zum eigenen Vorteil und Nachteil aller anderen überschütten will, sondern sich von einer "KI" helfen lassen will – z.B. weil diese kreativer als man selbst ist und nicht die immer gleichen drei Ideen hat – dem würde ich dieses Verfahren vorschlagen:

Praxistipps:

Definiere den Kontext. Sag, was das Ziel ist, welches der aktuelle Schritt auf dem Weg dahin ist und was für Informationen du zusammengesammelt hast. Definiere System, Hintergrund, Rahmen, Format. Fasse das bereits Erzeugte zusammen. Dann formuliere die Aufgabe. Das kommt in einen neuen Chat. Du bekommst dann hoffentlich eine Antwort, die dir gefällt. Diskutiere sie ggf. Lasse dir dann einen neuen Kontext mit einer Zusammenfassung dieser Antwort generieren und nimm das dann als ersten Prompt in einem neuen Chat.

Nutze also Chats mit minimaler Historie.

Die besten Ergebnisse habe ich bislang mit Claude Opus erzielt. Da bekommt man auch problemlos längere Ergebnisse.

ChatGPT ist gerne kurz angebunden, liebt Aufzählungen und Tabellen (insbesondere wenn man gpt-oss statt gpt-5.2 nutzt) und während ich verstehen kann, dass es wertvoll ist, meine Zeit nicht mit langen Ausschweifungen zu verschwenden und OpenAI natürlich auch Geld spart, wenn die Anfragen nicht so groß sind – und die Antworten auch schneller kommen – wenn ich Prosa haben will, denke ich nicht an Tabellen.

Und Gemini drückt sich gerne. Da kommen dann so Antworten wie "oh, das ist aber ein großes Projekt, ich mache lieber erst mal dies andere". Das nervt mich gewaltig.

Grok boykottiere ich.

Mit Kimi und GLM habe ich noch zu wenig Erfahrung und Qwen und Deepseek sind mir ähnlich wie Mistral nicht gut genug.

In allen Fällen habe ich bezahlte Modelle, nicht die freien Versionen, da gibt es einen spürbaren Unterschied. Außerdem gibt es einen spürbaren Unterschied über die letzten Monate, wer also Erfahrung vor 12 oder 6 Monaten gemacht hat, sollte nochmal gucken.

Noch ein Punkt: Das LLMs halluzinieren ist nun mal so, denn sie sind keine Wissendatenbanken! Es sind nicht-deterministische Assoziativspeicher. Für das Erstellen von Prosa für Rollenspiele ist aber das Halluzinieren sogar wünschenswert, denn landläufig heißt sowas eigene Ideen haben.

Ob ein LLM bestimmte Regeln kennt, kann man ja nachfragen, etwa indem man sich eine Zusammenfassung für einen Prompt generieren lässt und diesen ggf. überarbeitet. (Das kann bei Hallozination auch ganz witzig sein. Gpt-oss wollte mit "Realms of Sorcery (1984)" als zweites deutsches Rollenspiel nach Midgard verkaufen und ich habe dann da nach Regeln, Setting, usw. gefragt und einen wilden Mischmasch aus DSA und anderen Ideen bekommen. Ihr kennt doch alle den Rollenspielpionier Ralf Hagemann, oder?)

Je bkannter das System, desto wahrscheinlicher hat auch ein LLM davon gehört. Vaesen, Coriolis, Traveller, Shadowrun und natürlich D&D und allen Geschmacksrichtung gehen alle. Cthulhu habe ich – fällt mir gerade auf – noch nie probiert.


PS: Ich hoffe es weiß jemand zu schätzen, dass ich extra so häufig wie  möglich einen Gedankenstrich im Text benutzt habe – denn ich mag den und habe den auch schon vor dem Aufkommen von KIs benutzt.

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Offline Doc-Byte

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #7 am: Heute um 20:12 »
Hey, machen wir doch ein Forumsspiel daraus! Ich hab gerade beide Aufgaben von Maarzan und sma kombiniert: https://docs.google.com/document/d/13W-VG-kARNlNSwnBN38do1qXT97jaIOIP_J79_IYiig/edit?usp=drive_link Jetzt ist der nächste von euch am Zug, das per KI weiter zu entwickeln. ;D

Offline unicum

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #8 am: Heute um 20:24 »
KI hat übrigens oft genug keine Ahnung von den Regeln oder auch dem Hintergrund eines Rollenspiels, auch wenn sie das Gegenteil behauptet.

Ich habe hier und da schon mal ein paar "Rollenspiele" auf ... ich glaube das nennt sich "Companion App" ... gemacht. Da hatte ich die Ahung das die KI sehr wohl zumindest den Hintergrund von Harry Potter und Wednesday kennt. Ich vermute das die KI dabei die verschiedenen Wikipedias durchgeforstet hat, oder, etwa bei Harry Potter gleich die ganzen Romane als PDF gezogen hat, könnten ja irgendwo im Netz zugänglich sein.

Jedenfalls kannte es den Hintergrund besser als ich. (was jezt auch nicht so die Sache ist, da ich von HP nur die Filme kenne und von Wednesday nur eine zusammenfassung).

Keine Ahnung ist für mich etwas anderes.

Offline caranfang

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #9 am: Heute um 20:45 »
Ich habe hier und da schon mal ein paar "Rollenspiele" auf ... ich glaube das nennt sich "Companion App" ... gemacht. Da hatte ich die Ahung das die KI sehr wohl zumindest den Hintergrund von Harry Potter und Wednesday kennt. Ich vermute das die KI dabei die verschiedenen Wikipedias durchgeforstet hat, oder, etwa bei Harry Potter gleich die ganzen Romane als PDF gezogen hat, könnten ja irgendwo im Netz zugänglich sein.

Jedenfalls kannte es den Hintergrund besser als ich. (was jezt auch nicht so die Sache ist, da ich von HP nur die Filme kenne und von Wednesday nur eine zusammenfassung).

Keine Ahnung ist für mich etwas anderes.
Ich sprach von Rollenspielen und nicht gerade populären Franchises. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Gerade zu Harry Potter kannst du viel mehr im Netz finden als, sagen wir mal, DSA. Ich habe mal ChatGTP nach einigen Rollenspielen ausgefragt. Da wurden schon einmal die Regeln verwechselt oder eine andere Welt beschrieben. Der konnte z.b. nicht einmal die Zwölfgötter von DSA korrekt auflisten. Die Hälfte der Götter war schlicht und einfach falsch. In einem anderen Fall habe ich nach den Grundregeln von Tunnels & Trolls gefragt, die schon immer frei im Netz zu finden waren. Ich weiß nicht, was er da beschrieben hat, es war auf jeden Fall nicht T&T. und es war auch nicht irgend ein anderes mir bekanntes Rollenspiel.
Und auch in anderen Fällen habe ich erlebt, dass KI keine vernünftigen Antworten liefert. Ich habe beruflich mal etwas gegooglet. Google's KI lieferte mir eine Antwort, die auf den ersten Blick falsch war.

Offline Mr. Ohnesorge

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #10 am: Heute um 20:51 »
Mir hat ChatGPT gerade das ausgespuckt auf „Nenne mir die 12 Götter von DSA“:

Zitat
In DSA (Das Schwarze Auge) heißen die Zwölfgötter:
   1.   Praios – Gott der Ordnung, Sonne, Gerechtigkeit
   2.   Rondra – Göttin des Krieges, der Ehre und des Sturms
   3.   Efferd – Gott des Wassers und der Meere
   4.   Travia – Göttin von Ehe, Familie und Gastfreundschaft
   5.   Boron – Gott des Todes, der Träume und des Vergessens
   6.   Hesinde – Göttin der Weisheit, Magie und Erkenntnis
   7.   Firun – Gott der Jagd und des Winters
   8.   Tsa – Göttin des Lebens, der Erneuerung und Veränderung
   9.   Phex – Gott der Diebe, Händler und des Glücks
   10.   Ingerimm – Gott des Feuers, der Schmiedekunst und des Handwerks
   11.   Rahja – Göttin der Liebe, Lust, des Weines und der Kunst
   12.   Peraine – Göttin der Heilung, Landwirtschaft und Fruchtbarkeit

Wenn du möchtest, kann ich dir auch ihre Symbole, Kirchen, Geweihten-Professionen oder regionale Besonderheiten erklären.
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Online Skaeg

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #11 am: Heute um 20:52 »
Ich sprach von Rollenspielen und nicht gerade populären Franchises. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Gerade zu Harry Potter kannst du viel mehr im Netz finden als, sagen wir mal, DSA. Ich habe mal ChatGTP nach einigen Rollenspielen ausgefragt. Da wurden schon einmal die Regeln verwechselt oder eine andere Welt beschrieben. Der konnte z.b. nicht einmal die Zwölfgötter von DSA korrekt auflisten. Die Hälfte der Götter war schlicht und einfach falsch. In einem anderen Fall habe ich nach den Grundregeln von Tunnels & Trolls gefragt, die schon immer frei im Netz zu finden waren. Ich weiß nicht, was er da beschrieben hat, es war auf jeden Fall nicht T&T. und es war auch nicht irgend ein anderes mir bekanntes Rollenspiel.
Und auch in anderen Fällen habe ich erlebt, dass KI keine vernünftigen Antworten liefert. Ich habe beruflich mal etwas gegooglet. Google's KI lieferte mir eine Antwort, die auf den ersten Blick falsch war.
LLMs haben, so scheint mir zumindest, die strikte Anweisung, nie zu sagen: "Das weiß ich nicht." Also "fantasieren" sie eher irgend welchen Schrott zusammen, weil sie natürlich auch nicht erkennen können, dass sie auf die Probe gestellt werden. Und natürlich auch kein Verantwortungsgefühl haben, wenn sie offensichtlichen Unsinn weiterverbreiten. (Okay, das haben viele Menschen auch nicht.)
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Offline unicum

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #12 am: Heute um 21:00 »
Mir hat ChatGPT gerade das ausgespuckt auf „Nenne mir die 12 Götter von DSA“:

Tja ich kenn mich mit DSA nur marinal aus aber das sieht doch nach einem Treffer aus, oder?

Soviel zu "keine Ahnung" - also jedenfalls mehr ahnung als ich.

LLMs haben, so scheint mir zumindest, die strikte Anweisung, nie zu sagen: "Das weiß ich nicht." Also "fantasieren" sie eher irgend welchen Schrott zusammen, weil sie natürlich auch nicht erkennen können, dass sie auf die Probe gestellt werden. Und natürlich auch kein Verantwortungsgefühl haben, wenn sie offensichtlichen Unsinn weiterverbreiten. (Okay, das haben viele Menschen auch nicht.)

Das sehe ich wirklich als Problem an. Man könnte sich da auch fragen: Woher hat es das blos? Was ist die Grundlage dafür? Woher hat es das gelernt,... ?
Aber dann erinnere ich mich wir haben ja auch in Deutschland 80 Mio Fussbalexperten, also 80 Mio -1 weil ich muss mich da echt rausnehmen aber ich schreib deswegen auch nicht viel zum Thema fussball und fall deswegen nicht auf. Ist Bayern (schon) wieder meister?

Offline caranfang

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #13 am: Heute um 21:02 »
Mir hat ChatGPT gerade das ausgespuckt auf „Nenne mir die 12 Götter von DSA“:
Entweder hat er dies inzwischen gelernt oder Du hast einfach Glück gehabt, aber vor sechs Monaten sah dies noch anders aus.
LLMs haben, so scheint mir zumindest, die strikte Anweisung, nie zu sagen: "Das weiß ich nicht." Also "fantasieren" sie eher irgend welchen Schrott zusammen, weil sie natürlich auch nicht erkennen können, dass sie auf die Probe gestellt werden. Und natürlich auch kein Verantwortungsgefühl haben, wenn sie offensichtlichen Unsinn weiterverbreiten. (Okay, das haben viele Menschen auch nicht.)
Und genau dies ist ein Problem, wenn man von einer KI verlangt bestimmte Regeln oder Hintergründe zu kennen.

Offline sma

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #14 am: Heute um 21:19 »
Der konnte z.b. nicht einmal die Zwölfgötter von DSA korrekt auflisten.
Das muss dann aber Jahre her sein. Wie ich schon mehrfach schrieb: Erfahrungen, die älter als 6 Monate sind, gelten wahrscheinlich nicht mehr. Es wäre doch einfach, vor dem erneuten Posten noch einmal solche Aussagen zu überprüfen.

Eben gerade "Wie heißen die Zwölfgötter bei DSA?" bei ChatGPT 5.2 gefragt:

In Das Schwarze Auge (DSA) bilden die Zwölfgötter das zentrale Pantheon Aventuriens. Ihre Namen sind:

1. Praios – Gott der Sonne, Ordnung und des Rechts
2. Rondra – Göttin des Krieges, der Ehre und des Gewitters
3. Efferd – Gott der Meere, des Wassers und der Stürme
4. Travia – Göttin von Ehe, Familie und Gastfreundschaft
5. Boron – Gott des Todes, des Schlafs und des Vergessens
6. Hesinde – Göttin der Weisheit, Magie und des Wissens
7. Firun – Gott der Jagd, des Winters und der Entbehrung
8. Tsa – Göttin der Erneuerung, Geburt und Veränderung
9. Phex – Gott der Diebe, Händler und des Glücks
10. Peraine – Göttin der Heilkunst, der Landwirtschaft und des Wachstums
11. Ingerimm – Gott des Feuers, der Schmiedekunst und des Handwerks
12. Rahja – Göttin der Liebe, Lust, Kunst und des Weines

Wenn du möchtest, kann ich dir auch Göttersymbole, typische Geweihte, Gebote/Verbote oder die Gegenspieler (Erzdämonen) zu jedem Gott auflisten.


Ulisses verbietet übrigens, ihre PDFs elektronisch zu verarbeiten, was dann auch das Verarbeiten mit KI einschließt. Bei Verlagen, die da fortschrittlicher sind, könntest du Regeln oder Quellenbücher mittels NotebookML indizieren lassen und dann Fragen stellen. Dieses Werkzeug kann bis zu 25.000.000 Wörter (50 Quellen a 500.000) verarbeiten, dank dem 1M Kontextfenster von Gemini und unterstützender RAG-Technologie (RAG baut einen Index basierend auf Wortzusammenhängen auf, d.h. wenn man nach "Götter" sucht, vermutet RAG, dass dies auf Seite 6, 9, 193 und 274 vorkommen könnte, sodass die KI dann nicht alles, sondern nur einzelne Abschnitte angucken muss).

Zitat
In einem anderen Fall habe ich nach den Grundregeln von Tunnels & Trolls gefragt, die schon immer frei im Netz zu finden waren. Ich weiß nicht, was er da beschrieben hat, es war auf jeden Fall nicht T&T. und es war auch nicht irgend ein anderes mir bekanntes Rollenspiel.
Ein LLM ist keine Datenbank. Beim "Durchlesen" des Internet ermittelt das LLM ein Wortgespür, also wie man Sätze formuliert, ohne zu "wissen", was diese Sätze bedeuten. Eine darauf folgende Phase formt dann ein Kontextgespür, also was mit was assoziiert werden soll (Rollenspiel kann Würfeln am Tisch oder Sexspielchen bedeuten). Somit weiß ein LLM jetzt, dass T&T wohl ein Rollenspiel ist. Danach erfolgt eine weitere entscheidende Phase im Training, wo das LLM jetzt belohnt wird, wenn es auf Fragen sinnvoll erscheinende Antworten gibt. Und wenn in den Trainingsdaten hier T&T nicht dabei war, weil der KI-Hersteller dieses Rollenspiel nicht wichtig fand sondern lieber 250.000 beispielhafte Travel-Planing-Empfehlungen trainieren wollte, dann "weiß" die KI da auch nix, sondern halluziniert nur aufgrund von Kontextgespür und der Fähigkeit, Sätze zu formulieren.

In diesem Fall müsstest du ein eigenes LLM trainieren, indem du ca. 1000 Frage- und Antwortpaare nimmst und die KI dafür belohnst, dass sie zu diesen Fragen die gewünschten Antworten gibt. Das dauert wenige Stunden oder Tage und kostet wenige Hundert oder Tausend $. Die Trainingsdaten schreibst du entweder selbst oder aber generierst du dir per KI aus einer anderen größeren KI. Das verbieten zwar alle KI-Hersteller, aber meines Wissens ist das trotzdem Usus. So oder so musst du sie durchgucken – oder von einer anderen KI prüfen lassen.

Offline sma

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #15 am: Heute um 21:32 »
LLMs haben, so scheint mir zumindest, die strikte Anweisung, nie zu sagen: "Das weiß ich nicht."
Das ist falsch.

Das Problem ist, dass ein LLM Schwierigkeiten hat, zu erkennen, dass sie nichts weiß, was sie nicht weiß. Man hat aber inzwischen erkannt, dass das ursprüngliche Belohnungsverfahren beim Lernen kontraproduktiv ist und versucht inzwischen auch Nichtwissen zu trainieren.

Bei mir quält sich gerade ChatGPT, die Frage "Was bedeutet "Atzelpuzel"?" zu beantworten. Nach 2:30m und heftiger Web-Suche gibt sie zu:

„Atzelpuzel“ ist kein standarddeutsches Wort, das man in den üblichen Wörterbüchern als festen Eintrag findet.

kann das aber nicht so auf sich sitzen lassen und lässt mich wissen, dass "Atzel" ein ungebräuchliches Synonym für Elster ist (lt. Duden – wusste ich bis eben nicht) und "Butzel" mundartlich (ich finde das in einem bayrischen Mundart-Lexikon, was die da im Süden alles so sagen…) ein kleiner Mensch, ein Säugling oder auch ein kleines Tier ist und ist dann glücklich mir mitteilen zu können, dass das also ein Elsterchen ist, weil ich bestimmt "Atzelbutzel" meinte.

PS: Nun fällt mir auch der "Bi-Ba-Butzemann" ein… da kommt das also her…

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #16 am: Heute um 21:52 »
Das ist falsch.

Das Problem ist, dass ein LLM Schwierigkeiten hat, zu erkennen, dass sie nichts weiß, was sie nicht weiß. Man hat aber inzwischen erkannt, dass das ursprüngliche Belohnungsverfahren beim Lernen kontraproduktiv ist und versucht inzwischen auch Nichtwissen zu trainieren.
Okay, dann ersetze "strikte Anweisung" durch "anerzogene Tendenz". ::)
Auf jeden Fall tut sie's meiner Erfahrung nach nicht.
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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #17 am: Heute um 22:02 »
und ist dann glücklich mir mitteilen zu können, dass das also ein Elsterchen ist, weil ich bestimmt "Atzelbutzel" meinte.
Das ist schon ziemlich übel. Vielleicht in dem Zusammenhang witzig, aber die KI hat sich hier ohne Grundlage etwas nach dem Motto "Ich könnte mir vorstellen..." aus den Fingern gesaugt, das mit Sicherheit Unsinn ist. Würde ich bei Sachen, die mir wichtig sind, definitiv nicht haben wollen.  :think:
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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #18 am: Heute um 22:10 »
Das ist schon ziemlich übel. Vielleicht in dem Zusammenhang witzig, aber die KI hat sich hier ohne Grundlage etwas nach dem Motto "Ich könnte mir vorstellen..." aus den Fingern gesaugt, das mit Sicherheit Unsinn ist. Würde ich bei Sachen, die mir wichtig sind, definitiv nicht haben wollen.  :think:
Ich weiß nicht ob ich's falsch ausgedrückt oder du falsch verstanden hast, aber alles, was die KI gesagt hat, stimmt. Da "Mit Sicherheit Unsinn" ist eine falsche Unterstellung. Ich habe das extra geprüft und doch auch in Klammern dazu geschrieben. Ich wollte clever sein und die KI ärgern, aber mein Wort war nicht falsch genug.

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #19 am: Heute um 22:16 »
Ich weiß nicht ob ich's falsch ausgedrückt oder du falsch verstanden hast, aber alles, was die KI gesagt hat, stimmt.
"Atzelbutzel" ist ein nachgewiesen existentes Wort für "Elsterchen"? Das hast du anderswo nachgeprüft? Das hat die KI sich nicht einfach aus "Atzel" und "Butzel" zusammengereimt, ohne zu wissen, ob das im Sprachgebrauch jemals irgendwo vorgekommen ist? 
(Alles ernst gemeinte Fragen, auch wenn ich zugegebenermaßen skeptisch bin... und nein, ging aus deinen Ausführungen nicht hervor.)
« Letzte Änderung: Heute um 22:21 von Skaeg »
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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #20 am: Heute um 22:27 »
"Atzelbutzel" ist ein nachgewiesen existentes Wort für "Elsterchen"?
Ach so, jetzt verstehe ich deinen Punkt. Nein, das war eine Schlussfolgerung aus der Vermutung, ich hätte mich vielleicht verschrieben und der Kombination der beiden Wörter. Und das finde ich völlig legtim, denn die KI hat ja klar gesagt, dass Wort kennt sie nicht, weil sie kein Wörterbuch gefunden hat, wo das steht und wollte trotzdem hilfreich etwas vorschlagen. Zu keinem Zeitpunkt wurde das als "es ist so" benannt.

Ich habe leider den Chat schon wieder gelöscht … musste also nochmal fragen.

Daraus ergibt sich für Atzelputzel sehr wahrscheinlich etwas in der Richtung von „kleine Elster“ → liebevoll-neckisch für ein quirliges, freches, redseliges (oder „diebisches“) Kind/Person

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #21 am: Heute um 22:31 »
Okay, dann ersetze "strikte Anweisung" durch "anerzogene Tendenz". ::)
Auf jeden Fall tut sie's meiner Erfahrung nach nicht.
Echt? Nochmal ChatGPT: Weißt du, ob ich morgen Nudeln essen werde?

Zitat von: chatgpt
Ich kann nicht wissen oder vorhersagen, was du morgen tatsächlich essen wirst – dafür habe ich keinen Zugriff auf deine Pläne, deinen Kühlschrank oder spontane Entscheidungen. 🙂

Hast du denn mal ein Beispiel dafür, wo sich ChatGPT bei offensichtlichem Nichtwissen einfach etwas ausgedacht hat?

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #22 am: Heute um 22:35 »
Daraus ergibt sich für Atzelputzel sehr wahrscheinlich etwas in der Richtung von „kleine Elster“ → liebevoll-neckisch für ein quirliges, freches, redseliges (oder „diebisches“) Kind/Person
Das ist nicht nur nicht im Geringsten wahrscheinlich, das ist praktisch ausgeschlossen. Denn wenn das so wäre, gäbe es irgend einen Nachweis dafür. Und den hätte die KI dann wohl auch genannt, wenn sie ihn kennt.
Das als "wahrscheinlich" oder auch nur als möglich darzustellen, ist genau die Tendenz, sich ohne sachliche Grundlage etwas nach dem Motto "könnte ich mir vorstellen" aus den Fingern zu saugen, die ich meine. Absolut fatal, wenn man wirklich nach verlässlichen Informationen sucht.

Etwas anderes wäre es, wenn die KI tatsächlich das Wort "Atzelputzel" oder "Atzelbutzel" irgendwo in einem Text gefunden und dann gemutmaßt hätte, dass du das meintest. Aber das wäre dann nichts anderes als die fortschrittlichere Version von Googles "meintest du XY?"
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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #23 am: Heute um 22:40 »
Also wenn du mich als Mensch fragst, was wohl ein Brotsarg ist und ich mir überlege, dass das ein Sarg für Brot sein könnte, in dem ich verschimmeltes Brot zur Ruhe bette, dann ist das eine für mich völlig plausible Wortbildung, die möglich sein könnte. Und nichts anderes hat die KI gemacht.

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Re: Spielerstellung mit Hilfe von KI
« Antwort #24 am: Heute um 22:48 »
Hast du denn mal ein Beispiel dafür, wo sich ChatGPT bei offensichtlichem Nichtwissen einfach etwas ausgedacht hat?
Gerade mal nach "Was sind Droyne im Traveller-Universum" gefragt. Information: Leben sehr lange, bis zu Jahrhunderte. Quatsch.
War aber nicht eingeloggt (lange her, dass ich ChatGPT das letzte Mal genutzt hatte).

Eingeloggt, nochmal genauer gefragt in Bezug auf Classic Traveller:



Komplett ausgedacht. CT-Droyne haben harte, crunchige Alterungsregeln genau wie Menschen - die selben Regeln, nur mit anderen Zahlenwerten. Droyne altern viel schneller als Menschen, daher sind auch die 60-80 Jahre, die ChatGPT im weiteren Verlauf genannt hat, Quatsch.
« Letzte Änderung: Heute um 22:50 von Skaeg »
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