Die Beispiele sehen für mich noch sehr Regelgetrieben aus: was kann das System, kann ich das zeigen?
Ist was dran. Für mich sind "Charakterkonzepte" ohnehin nicht unbedingt immer gleich primär "Was soll mein Charakter eigentlich
können?"(*) -- mindestens einer meiner AD&D2-Charaktere etwa war hauptsächlich um die Idee "Junger abenteuerlustiger Halbling, der die Welt sehen will" herumgestrickt, und daß er dann außerdem noch 'ne Dieb/Psioniker-Multiklasse am Hals hatte, war zwar im Sinne von "...und der hat auch was drauf!" nützlich, aber in Sachen "
Wer ist das eigentlich?" eher zweitrangig.
(*) Wobei's das natürlich auch gibt, sich aber auch auf relative Kleinigkeiten beziehen kann, die nicht gleich einen ganzen Archetyp hart festlegen. "Ich will Tiere verstehen können!" beispielsweise reicht ja auch vom D&D-Druiden über Tarzan und Siegfried bis hin zur Disneyprinzessin...
Was mir allerdings ausdrücklich in Sachen Können dann doch noch so ein bißchen fehlt, sind:
-- der Experte: der Arzt wurde schon angesprochen, aber es könnte genausogut ein Handwerker oder Professor für Ägyptologie sein. Jedenfalls jemand mit einem eher nicht so "klassisch-abenteuerlichen" Spezialgebiet, das sich dann im Spiel trotzdem einigermaßen regelmäßig als nützlich erweist.
-- der Kämpfer mit ein paar "übernatürlichen" Fähigkeiten, ohne die er einfach nicht dasselbe wäre; ich denke da so in Richtung Jedi oder Kai-Lord.
Kann auch ein Paladin oder Ninja sein, aber ob die wiederum tatsächlich in diese Kategorie fallen, hängt stark vom Kontext ab; nicht jeder Ninja beispielsweise kommt gleich aus der Welt von Naruto.