DiscoveryAnfangs sehr spannend, weil man bestimmte Sachen nur aus der "Außenperspektive" wahrnimmt, und nicht aus der Perspektive der "Entscheider" (Brückencrew). Deswegen ist es unklar, ob und wie bestimmte Sachen zu interpretieren sind, und wer wirklich auf welcher Seite steht.
In späteren Folgen kommt dann klassischeres ST-Feeling auf, mit einer eingespielten Crew. Zu diesem Zeitpunkt hatte man aber auch Gelegenheit weitere Charaktere kennenzulernen, die alle sehr sympathisch sind (Saru, Tilly, Detmer, Stamets, Culper und natürlich Reno - Tig Notaro geht immer). Die Bedrohungen waren auch gut dargestellt, ST hatte lange nicht mehr einen so guten Bösewicht, wie Osyraa.
PicardAnfangs gut, die Frustration von Picard, über den Weg den die Sternenflotte eingeschlagen hat, wurde gut dargestellt. Dann ein Mysterium, welches zu einer episodischen Tour von verschiedenen Schauplätzen im Star Trek Universum führt. Eine kurze Verschnaufpause bei Troi und Riker, mit viel cozy-Atmosphäre, dann weiter zum Finale. Die Auflösung des Mysteriums war eher meh, dafür ein befriedigender Moment, als Picards Vertrauen in Starfleet wiederhergestellt wird.
Die zweite Staffel hatte ihre Momente (die Szene mit dem Punk im Bus), aber insgesamt war der ganze Zeitreiseplot (und der aufgesetzte Bezug zu Picards Vorfahren) dann doch etwas drüber. Schön fand ich allerdings den Abschied von Q (die Staffel wäre wesentlich besser gewesen, wenn Picard das die ganze Staffel über gewusst hätte, und sich der Plot darum gedreht hätte, seinem "altem Freind" bei der Bewältigung dieses Umstands zu helfen), da hatte ich tatsächlich Pipi in den Augen.
Staffel 3 war dann der Tiefpunkt. Gut fand ich die Interaktion zwischen Worf und Raffi, das war eine schöne Dynamik. Ich habe nichts gegen Fanservice an sich, das Problem war, wie es gemacht wurde: Picard und Crusher wurde eine Affäre und ein Balg angedichtet (was kein einziger ST-Fan wollte), Riker wurde zu einem "deadbeat dad" gemacht, der seine Familie nach der Geburt seines Sohnes im Stich lässt, Troi zu einer (mentalen) Vergewaltigerin, Datas Rückkehr war auch ziemlich lahm (und dafür dass sein bester Freund "von den Toten" zurückkehrt, hat Geordi kaum reagiert), usw. usf. Das wirkte alles wie ein Versuch sich beim Fandom anzubiedern, ohne wirklich zu verstehen, was man da schreibt. Und der Changeling/Borg-Plot war wahrscheinlich der größte Mist aller ST-Serien.
Lower DecksAnfangs etwas nervig, aber spätestens mit Ende der ersten Staffel haben sich die Charaktere gefunden, und es entstehen richtig gute Geschichten. Bei Staffel 5 hatte ich den Eindruck, dass ein wenig die Luft raus war (vergleichbar mit Staffel 6+7 von TNG), war imo nicht verkehrt, die Serie zu beenden, bevor sie sich totläuft.
Strange New WorldsGanz OK, aber die Plots sind halt allesamt Aufgüsse von Sachen, die man schon in anderen Serien gesehen hat (besonders schlimm wird das in Finale von Season 1, wo eine komplette Episode von TOS wieder aufbereitet wird - und das auf die dümmstmögliche Weise).
Die Charaktere fallen in drei Kategorien:
1) Cool und interessant
Pike
Ortegas (auch wenn sie nur ein Abziehbild von Detmer ist - aber ich mochte Detmer)
Chapel
2) Prinzipiell cool (vom Konzept her), aber zu langweilig umgesetzt
Spock
Una
Dr. M'Benga
die Gebrüder Kirk
3) So langweilig, dass ich mir nichtmal ihre Namen gemerkt habe
die Khan-Nachfahrin
Uhura (da kenne ich den Namen, aber nur weil mich Darstellung so wütend gemacht hat)
der Andorianer
ProdigySehr charmante Charaktere, die sich (als durch widrige Umstände zusammengewürfelte Crew, mit einem Sternenflotten-Mentor) berappeln müssen, und nach und nach Respekt vor der Philosophie der Föderation lernen.
Außerdem (Spoiler für die Enthüllungen in Staffel 1)
hat die Serie mal einen Zeitreiseplot, der (im Gegensatz zu den meisten Zeitreisegeschichten in ST) nicht komplett Panne ist.
AcademySieht OK aus. Ist aber nach so wenigen Episoden zu früh, um da etwas genaueres zu sagen.