Ich denke,
wenn ich ein halbwegs grundsätzliches Vorurteil über US-Rollenspiel und -spieler habe, dann ist es eine gewisse Unterstellung von "Wild-West-Denke". Um's mal kurz und halbwegs schlagkräftig zu illustrieren, stellen wir mal kurz zwei Strohpuppen jeweils dieselben Fragen...
Frage: "Was liegt hinter den nächsten Bergen?"
Europäische Strohpuppe: "Na, das Nachbarkönigreich natürlich!"
US-Strohpuppe: "Unerforschte Wildnis, die von der Zivilisation (d.h. uns) erst noch erschlossen werden will!"
Frage: "Und was bräuchte es wohl, um die Kontroile über diese Gegend zu erlangen?"
Europäische Strohpuppe: "Also, entweder
mindestens eine anständige Armee, wenn wir's militärisch versuchen wollen, oder viel Vitamin B, ein paar wirtschaftliche Druckmittel, und ein gutes Diplomatenkorps...und selbst dann schadet die Armee als Rückhalt für den Notfall nichts. Und wenn wir doch mal 'Wildnis' erkunden wollen, dann schicken wir doch mindestens eine möglichst gut ausgerüstete größere Expedition los."
US-Strohpuppe: "Bah, das macht 'ne kleine Gruppe von bunt zusammengewürfelten Möchtegernhelden mal eben im Alleingang -- der Rest kann dann nachkommen!"
Ich hoffe, das verdeutlicht den (wirklich nur in meinem Kopf existenten?) Unterschied ein wenig.
