Der erste Fall ist gespielt. Hier der Bericht.
KaPo 27 im Schatten der MythenDie neuen Ermittler Reto Föllmi, Ermittler aus Zürich, der schon Kontakt mit Vampiren hatte, Anouk Zoller, die in einer Notaufnahme einen Werwolf versorgte, und Martin "Tinu" Traber, mit einem Gespür für Tiere, erhalten vom Stellvertretenden Chefermittler Nello Matto den Auftrag, der Tötung einer Gams unterhalb der beiden Mythen nachzugehen. Das Gebiet rund um den Grossen und den Chli Mythen steht unter Jagdbann und somit dürfen dort keine Tiere geschossen werden, doch dies scheint nicht das einzige Problem zu sein, denn vielmehr sticht ins Auge, wie die Gams getötet wurde. Ein grosser quadratischer Bolzen hat sie getötet.
Die Ermittler nehmen zuerst Kontakt zum Jäger, Dr. Jan Müller, deutscher Jurist mit Wohnort in Rickenbach, wird befragt, weil er die Gams gefunden hat. Er zeigt ihnen Fotos vom Fundort und erzeugt eine Verbindung zum Tierarzt, bei dem das tote Tier untergebracht wurde. Doch danach geht zunächst zu Tatort.
Das Tier wurde genau zwischen den beiden Bergen im Wald getötet. Die Tatwaffe scheint nicht aus Holz zu bestehen und bei der Begehung, fällt ihnen auf, dass sie beobachtet werden. Anouk kann sich an die Beobachterin heranschleichen, obwohl es überraschend schwierig ist. Es stellt sich heraus, dass eine Frau nahmens Swetlana ist, die im Wald lebt. Man begleitet sie in ihre Waldhütte, welche von Moss überwachsen ist und bei der neben der Eingangstür ein Mistelzweig hängt. In der Hütte wird sie zur Region befragt und man trinkt etwas vom angebotenen Tee. Swetlana berichtet von den beiden Bergbauern, die unterhalb der Mythen leben. Sven, unterhalb des Grossen Mythen und Silvano der beim Chli Mythen wohnt. Diese beiden sollen später noch aufgesucht werden, doch erst nachdem man die tote Gams begutachtet hat.
Als sie die Hütte verlassen, müssen die Ermittler feststellen, dass weit mehr Stunden vergangen sind, als gedacht. Dennoch schaffen sie es zur leichten Verärgerung des Veterinärs noch, dass tote Tier zu untersuchen und sich die Befunde bestätigen. Während die beiden Ermittler zurückfahren, untersucht Anouk in der Nacht nachmals den Tatort, um zu prüfen, ob sie mehr finden kann. Sie entdeckt, dass ein Loch im Boden ist, der von der Form, jedoch nicht von der Grösse her passen könnte.
Am nächsten Morgen wird zunächst Sven In der Halden aufgesucht. Er hat seinen Bergbauernhof beim Grossen Mythen. Es zeigt sich, dass dieser bewusst aufgesucht werden muss, wenn man ihn finden will. Beim Gespräch mit Sven spricht man über die tote Gams und eine Verletzung von Grenzen. Da die Ermittler sich nicht als KaPo 27 ausweisen, bleibt Sven distanziert und zeigt zudem auf, dass er Swetlana für einen Störfaktor in der Region hält, die jedoch von seinem Cousin Silvano geduldet wird.
Nach diesem Besuch geht es zu Silvana In der Halden beim Chli Mythen. Dieser führt ebenfalls einen Bergbauernhof und begrüsst die Ermittler deutlich offener. Er stört sich in der Tat nicht an Swetlana, die nun ja schon seit "ein paar Tagen" da ist und den Tieren und der Natur gut tut.
Die Ermittler forschen ein bisschen nach und stossen darauf, dass die beiden Bergbauern eigentlich Bergmännli sind und dass Sven der Sohn von Swyt und Silvano Schlejs Sohn ist. Die Grenze, die nun gestört wurde, zeigt die beiden Gebiete der Bergmännli an, deren Stämme in den jeweiligen Bergen leben. Weiterhin ist Swetlana gemeldet, die vor gut 500 Jahren in die Schweiz kam und eine Holzfrau ist.
Da die Tatwaffe nach wie vor fehlt macht sich Anouk erneut Nächtens auf die Suche. Tatsächlich wird sie fündig. Ein grosser Bronzebolzen, eigentlich zu gross, kann gefunden werden. Dann wird sie überrascht. Ein grosses hundeartiges Wesen verfolgt sie. Sie verwandelt sich in ihre Luchsgestalt und rettet sich auf einen Baum. Als sie hinunterschaut, wird sie von einem Edelstein auf der Stirn des Getiers geblendet und ist geblendet. So verbringt sie Nacht auf dem Baum.
Reto, der von Anouks nächtlicher Untersuchung wusste, meldet sich bei ihr und sie bittet um Hilfe. Die beiden Ermittler fahren in den Wald und finden die nackte Anouk noch immer im Baum. Sie helfen ihr runter und wieder angezogen, suchen sie erneut Sven auf, um ihn nochmals wegen der Grenzverletzung zu befragen. Der gefundene Bolzen ist zwar zu gross, für das gefundene Loch, doch Tinu vermutet, dass Bolzen seine Gestalt ändern könnte, sobald er im Erdreich steckt bzw. gezogen wird. Ein wichtiges Detail, wie sich später noch zeigt.
Da sie sich nun zu erkennen geben, zeigt sich Sven redefreudiger. Er vermutet, dass Swetlana ihren Einflussbereich ausweiten will und versucht, die beiden Cousins, die sich gut verstehen würden, aufeinander zu hetzen. Die Ermittler glauben es nicht so recht, wollen aber mit Swetlana darüber reden.
Bevor sie aufgesucht wird, forscht man noch zum angreifenden Tier nach und erfährt von zwei Wesen, die in der Region bekannt sind: den Stegkatzen und dem Glasscheibenhund. Die Stegkatzen führen Wanderer in die Irre und der Glasscheibenhund hat die Fähigkeit Leute zu blenden.
Gerade als die Ermittler zu Swetlana aufbrechen wollen, erhalten sie von Sven die Nachricht, dass Silvano sich nicht mehr melden würde, sodass dessen Bauernhof aufgesucht wird, während Sven andernorts nach ihm suchen will. Am Hof angekommen, machen die Ermittler einen grausamen Fund. Silvano wurde mit einem Mistelzweig getötet. Anouk erinnert sich an den Zweig bei Swetlana und hat einen schrecklichen Verdacht.
Die Hütte der Holzfrau wird aufgesucht. Diese ist verwüstet und als man sich umschaut, kann die Frau ausserhalb ausgemacht werden. Sie wirkt gehetzt und verängstigt. Doch da greift schon Sven mit einem grossen Bronzebolzen an und will Swetlana auch noch töten. Ein harter Kampf entbrennt und die Ermittler müssen mit luchsgestaltiger Schnelligkeit, gezogener Schusswaffe und einem gewedelten Mistelzweig zu werke gehen, um das Bergmännli zu bändigen.
Sven gesteht später in Haft die Tat. Er wollte Swetlana endlich aus dem Weg haben. Er hatte den Grenzbolzen entfernt, um Silvano endlich die Augen zu öffnen. Dabei wurde Sven von einer Gams überrascht und hat sie aus versehen getötet. Anouk hält ihm nochmals vor, wie gross der Schaden ist, denn Sven angerichtet hat und dass ihre Kinder es nun ausbaden dürfen. Mit grossem Trotz erkennt Sven die Tatsache und wird im Gefängnis unterhalb der Älggi-Alm verwahrt.
Inspiration und Grundlage zum Fall:
Die Herkunft der Schweizer,
Mythenspiel und
Balder