Ich denke, ob jemand eine Tabletopversion zu einem bestimmten Computerrollenspiel nun mit dessen möglichst penibel nachempfundenen Originalregeln herausbringen will, ist erst mal seine Entscheidung; die Geschmäcker sind da nun mal verschieden.
Wie gut er das allerdings kann, wenn er sich erst mal dafür entschieden hat, hängt mMn an noch mal mindestens zwei anderen Punkten.
1.) Wie gut kennt er die Originalregeln überhaupt? Als "reiner" Spieler und Fan muß man ja meist damit leben, daß allein schon das Interface nicht zu hundert Prozent transparent ist (und man beispielsweise nicht unbedingt überhaupt angezeigt bekommt, wie der Angriff mit einem Fertigkeitswert von "23%" und einer Waffe, die "2-7 Schaden" macht, eigentlich gegen welche Gegnerwerte und -eigenschaften abgewickelt wird und was für Faktoren da eventuell intern noch so eine Rolle spielen). Im Fall eines offiziellen Lizenzprodukts mögen sich die Originalentwickler immerhin beknieen lassen, entsprechende Dokumentation zu teilen (immer vorausgesetzt, sie haben sie selbst noch, was gerade bei alten Klassikern und nach ein paar Arbeitsplatzwechseln zwischendurch nicht mehr unbedingt zwingend gegeben sein muß)...
2.) Fast noch wichtiger allerdings: Wie gut lassen sich die Regeln auf ein Spiel im "Tischmodus" übertragen, das ja für gewöhnlich ein kleines bißchen anders aussieht als am Computer mit solchen Dingen wie regelmäßigem Spielstandsichern, annähernder Instant-Rast, und "Was nicht programmiert ist, geht halt nicht"? Ich meine, klar, das Spielerlebnis insgesamt wird so oder so einfach anders ausfallen, aber der reine Regelaspekt spielt da nun einmal auch mit hinein.