Ich frage mich ja auch immer wieder, warum bestimmte Roman-Welten es nie zum RPG-Setting schaffen und andere mehrfach.
Beispiel Midkemia. Feists Bücher entstanden aus einer D&D-Kampagne auf der Welt, dann hat er sie selbst weiterentwickelt. Wäre doch eigentlich eine Steilvorlage für ein D&D-Setting. Aber nö.
Gemmells Drenai-Saga. Wäre ein tolles Sword & Sorcery Setting. Hat offenbar noch keinen Verlag interessiert.
Andererseits hat man mehrere Versionen von Elric gemacht. 
Es gibt halt sehr viel mehr Romane (auch Roman
reihen) als Rollenspiele, geschweige denn Rollenspielverlage. Dann muß man sich spätestens, wenn man für sein Spiel auch Geld nehmen will, mit dem oder den Rechteinhaber(n) in Verbindung setzen und einigen, was an sich schon mal leicht Zeit und Geld kostet (und sei es nur für einen beratenden Anwalt), bevor die Räder sich überhaupt zu drehen anfangen...kurz gesagt, daß die Verlage da wählerisch sind und sich im Zweifelsfall auch mal lieber an die allerbekanntesten und schon bewährten Namen halten, kann ich ihnen nicht guten Gewissens verübeln. Da müßte, denke ich, an der passenden Stelle schon ein sehr überzeugter und überzeugender Midkemia- oder Drenai-
Fan sitzen, der den Rest der Belegschaft erst mal überhaupt auf genau-diese-und-keine-anderen Settings heiß macht.
Natürlich hindert einen nichts daran, sich einfach die Romane zu schnappen und die zugehörige Welt privat mit den Regeln seiner Wahl zu bespielen...nur, davon wird die Rollenspiel-Community außerhalb der heimischen Runde in den meisten Fällen ihrerseits vermutlich nicht viel mehr mitbekommen als bei anderen Welten auch.