Ich denke auch, dass es ein Fehler wäre, Dark Sun auf die eine oder andere politische Interpretation zu beschränken. Es ist halt eine total nihilistische Vision der Postapokalypse und daher total zutreffend auf das, was wir aktuell erleben. Dem Klimawandel ist es ja auch egal, ob Leute daran glauben oder nicht. Es wird halt nur noch schlimmer, wenn viele nix dagegen tun. Und diese Machtlosigkeit, die man im echten Leben verspürt, die kann man, finde ich, ganz gut in ein Setting projizieren, wo man eben dann ums Überleben kämpft und die Konsequenzen der Handlungen anderer ausbadet. Zugleich kann es doch aber auch sehr viel Spaß machen, in so einem Setting zu einer machtvollen Position aufzusteigen und sich über die Grenzen, die da einem auferlegt werden, hinwegzusetzen. Das ist doch eigentlich der ganze Spaß vom Rollenspiel. Dinge zu tun, die man in echt nicht tun kann, in einer Welt, die es in echt (noch) nicht gibt. Man kann da viel in D&D reinprojizieren, aber es geht doch im Kern darum, über den Dingen zu stehen am Ende aller Mühen (egal ob im Dungeon oder in der Wüste).