Ich hab das in einem anderen Thread schon mal erwähnt. Kenzer & Co hat bei D&D genau diese Auffassung vertreten. Nämlich dass es für kompatible 3rd Party Produkte keine Genehmigung in irgendeiner Art vom Markenverwerter und Urheber braucht.
Die haben da in den 90ern einfach Supplements rausgebracht, ohne TSR zu fragen. Da stand hinten tatsächlich drauf "for use with D&D" (also in der Art). Und es ist ihnen nix passiert. Im Gegenteil. Sie haben sogar später selbst WotC wegen einer Urheberrechtsverletzung dran gekriegt.
Aaaaber: 1) sind das die USA. 2) ist David Kenzer (anscheinend) Fachanwalt für Patentrecht oder so und 3) kann es ja trotzdem sein, dass eine Riesenfirma gegen einen klagt. Da isses Wurst, ob man meint,im Recht zu sein, weil du musst halt erst mal die Kohle für Anwalt und Gericht zahlen können. Ansonsten hast du keine Möglichkeiten, deine Rechte einzufordern. Und bitte nicht glauben, dass man da mit billo Rechtsschutz irgendwas reißen kann.
Hier muss man halt auch mega krass unterscheiden zwischen so Sachen wie Urheberrecht, Markenrecht usw. Das Museum, das ich leite, hat auch ne eingetragene Marke. Aber da ist zum Beispiel nix für die Nizza Klassen zum Thema Gaming eingetragen,dh da könnte ich niemanden verklagen, nur weil er den Namen für ein Spiel nimmt. Natürlich tragen die großen Firmen für so ziemlich jede Nizzaklasse was ein und lassen ständig neue Markeneintragungen von Anwälten überwachen und gehen auch gehen unegenehmigte Markennutzung vor.
Ich glaube, dass es in Deutschland beim Urheberrecht viele Sachen gibt, die total willkürlich gehandhabt werden und wo man sehr viel freizügiger sein könnte,als es Künstler und Urheber von geistigem Eigentum gerne hätten. Aber das müsste man halt dann bis in die oberste Instant durchspielen. Und das kostete Sau viel Geld.
Entsprechend würde ich mich niemals ,niemals auf die Einschätzung von irgendwelchen Forumsleuten oder KI verlassen. Es bringt sogar nix, nen befreundeten Anwalt zu fragen, weil es ja immer auf den Einzelfall ankommt und jeder Richter anders entscheidet. Letztendlich ist man nur einigermaßen safe, wenn man reiche Eltern hat oder selber reich ist und sich nen guten Fachanwalt leisten kann, der einen vertreten kann. Wenn die Gegenseiten nämlich nen schlechten Anwalt hat, hat man schon mal gute Chancen, die erste Instanz zu gewinnen.