Gerade in den USA würde ich meinen, dass die Zahl der religiösen Spinner bedeutend höher ist. Ebenso auch Vorurteile und Ängste gegenüber Fantasy und dann auch noch Rollenspielen, in denen man ja so tut, als wäre man zum Beispiel ein Magier.
Chillt doch mal ein bisschen das eigene stellare Überlegenheitsgefühl runter, das ist ja sonst zum Fremdschämen.
Der Eismann fragt nach Fachartikeln:
Der hier ist mMn belastbar, weil a) von 2008, also noch aus der nicht-batshit-insanen Zeit und zweitens b) wegen direktem Kontakt zum Gary. Ein richtiger klassischer 'Fachartikel' ist es aber wohl nicht.
Ich zitiere:
"I once asked Gary Gygax directly about the question of why this was so and he explained that he felt it unseemly to include anything too explicitly Christian in a mere game, even if he assumed a kind of quasi-Christian or crypto-Christian underpinning for the whole thing. This is also why his demons and devils used somewhat obscure names rather than very familiar ones. All the old school love for statting up Satan/Lucifer was something Gary didn't feel was proper."
Also er hat offenbar "zu krasse Anleihen bewusst vermieden". Das ist doch mal etwas, womit man arbeiten kann.
Ich persönlich fand die religiösen Elemente immer sehr deutlich christlich, gleichzeitig aber auch sehr wischi-waschi (im Sinne von oberflächlich, hemdsärmelig) und auch sehr springteufelig. Kennt ihr das, wenn ihr eine Partie Talisman spielt, ihr tötet Stärke-2-Goblins und lootet in der Wüste ausgerechnet "die Krone Salomos"? Die damit verbundene milde Irritation wegen dieser komischen Kombination aus "seltsamer Präzision" und "seltsamer Effekthascherei" beschreibt meine Erfahrung mit den religiösen Elementen im DnD-Kosmos eigentlich ziemlich perfekt.