Viel wird diskutiert, was beim Spielen Freude macht. Über die Jahrzehnte kamen verschiedene Methoden auf den Kuchen zu schneiden und es ist ein höchst multivariarter Kuchen. Freude eine neue Welt zu entdecken, einen Charakter auszuspielen, am Spiel anderer, an schönen Würfen, an cleverem Einsatz von Fähigkeiten, am Herausfinden von Geheimnissen, Fiesewichten das Handwerk zu legen, Schätze zu finden, den eigenen Charakter in den Abgrund zu reiten, eine Welt zu gestalten, einen Plot zu entwickeln, zu flirten, abzuschalten, Leute zusammen zu bringen usw.
An Spieltischen geht so einiges.
Ich glaube, ich habe einen Blindspot bei Charaktererschaffung.
Ich habe Ideen, was ich von Charaktererschaffung möchten könnte. Es kann mir sagen, was für Charaktere in die Welt passen, wie ich bestimmte Charaktere spielen könnte. Es kann mir erlauben zu Welt beizutragen, coole Fähigkeitseinsätze zu planen, meinen Mitspielys hinweise zu gehen, wie sie meinen Charakter anspielen können, mir meinen Charakter süß auszumalen.
Und gewisse Dinge bleiben mir ein Rätsel.
Ich spiele im Sommer mit zeitiger, Twi und ruhigen anderen Legends in the Mist. Und die Charaktererschaffung war qualvoll. Man muss vier Traits sich ausdenken und zu jedem dann Untertraits. Fühlte sich an, wie eine Deutschaufgabe. Das muss ja mindestens den Autoren Spaß gehabt haben.
Jüngst kann ein Playtest für die nächste Vampire-Edition raus. Der Aufschrei war groß, ist er ja immer. Aber verschiedentlich gab es Kritik, gab es herbe Kritik, dass da jetzt ein Life Path (Death Path?) in Vampire kommen solle. Das passe gar nicht zu dem Spiel.
Und ich find Fertigkeiten ja doof. Die sind zu nichts gut. Bei langen Listen liegen die meisten nutzlos auf dem Charakterblatt.
Und immer wieder kommt die Frage, welche Rassen oder Klassen in einem Spiel sein sollen.
Wahrscheinlich geht da nicht eine Sache vor, die mit abgeht, sondern mehrere.
Vielleicht wisst ihr ja mehr.