Autor Thema: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!  (Gelesen 354430 mal)

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BoltWing

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #50 am: 20.06.2005 | 11:54 »
Ähm, leutz  ???

Ich höre kein bischen was heraus, dass sie sich gegeneinander ausspielen sollen. Wenn der Proviant zurneige geht, sollten sie sich etwas einfallen lassen. Wenn das nicht hinhaut wird der Meister bestimmt etwas dementsprechendes "bereitstellen". Aber es geht hier immer noch darum eine Abenteuer Gruppe, welche AUCH auf ihre Ressourcen zu achten hat (!!!), zu spielen.  :korvin:

Bisher hört sich für mich allles nach einer leicht chaotisierten und durchaus spielbaren Gruppe an.

Zudem:
Wenn es Plotrelevant war dem Kleriker temp. die Kräfte zu entziehen ... warum nicht? Kann das nicht passieren? Ist es unfair? Wollte der Meister damit seinen Spieler sagen "Ich kann Dich nicht leiden"? Also Bitte! ...  :(

Es muss natürlich gerecht zu gehen! Aber das ist immer so!
Bisher waren es zu wenig Infos als das man etwas wie Ein oder Teclador sagen kann, dass er die Gruppe fertig machen will.
Er hat es NICHT auf die Gruppe abgesehen. Sonst hätte er sich auch nicht hier gemeldet ...

Offline Stefan G.

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #51 am: 20.06.2005 | 12:04 »
Eben, da kann ich Ein und Teclador nur zustimmen.

Ziel ist es gemeinsam Spaß zu haben.

Da du als Spielleiter die Szenarien ausarbeitest und die Regeln interpretierst hast du damit auch was das Spiel selbst angeht die größte Verantwortung. Und wenn du deine Spieler ständig dafür "bestrafst", dass sie nicht dem von dir vorgefertigten Weg folgen dann wäre das Spiel zumindest für mich ne Qual und kein Vergnügen.

Ich weis zwar jetzt nicht wie alt ihr seid, aber normalerweise kommt man als Spieler nicht zu ner Sitzung um da erzogen zu werden und die meisten sollten auch alt genug sein um zu wissen was sie von nem Spiel erwarten. Wenn deine nicht machen was du willst solltest du es wirklich mal von Mensch zu Mensch versuchen und klar an die Spieler gerichtet sagen, was dir an dem was Sie machen nicht passt. Natürlich sollten sie auch das gleiche tun und du solltest versuchen darauf einzugehen und Zuckerbrot und Peitsche lieber wegpacken.
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Ein

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #52 am: 20.06.2005 | 12:09 »
@BoltWing
Tecci und ich spielen schon ein wenig länger. (Ich selbst 15 Jahre.) Ich kann mir aus Erfahrungswerten ein ziemlich genaues Bild bilden, was da passiert.

BoltWing

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #53 am: 20.06.2005 | 12:13 »
Um beim Beispiel mit dem Wasser zu bleiben.
Mal angenommen er würde dabei bleiben und der Gruppe klar machen das sie u.U. nicht mehr altzugroße Wasservorrätte hat ...
Wäre das nicht eine klitzekleine Nebenaufgabe die man der Gruppe vorsetzen kann ohne als fieser Fiesling zu gelten?

Wir machen das in meinen Gruppen zwar nicht so streng mit dem Proviant, aber jede Gruppe ist anders. Und wenn sie sich auf soetwas festgelegt hat? Zudem hat es auch nicht unbedingt mit "Erziehung" zu tun. Das will keiner und sollte auch nicht in irgendeiner Gruppe praktiziert werden.
Aber wenn, z.B. eine neue Gruppe, einfach noch "Erfahrung" sammeln muss. Oder es die Gruppe schlicht und einfach vergisst, ist es doch auch nicht weiter schlimm. Es sollte nicht alles so super einfach zu lösen sein. Wäre doch langweilig!  ;)

Aber vielleicht liegt es auch einfach daran das meine Spieler gerne mal Herausforderungen haben ... Wie gesagt, jede Gruppe ist anders.

Offline Stefan G.

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #54 am: 20.06.2005 | 12:20 »
@Boltwing:

Ne, um das Wasser ging es mir dabei überhauptnet so sehr, und das ich selbst im Rollenspiel garkeine Herausforderungen für meine Charaktere will, osndern einfach nur ne Geschichte erzählen steht auf nem ganz anderen Blatt.

Worums mir hier ging sind solche Sachen wie das mit dem Falschen Weg der ins Unterreich zum viel zu harten Ungeheuer führt. Sowas richt für mich nämlcih immer nach Erziehung. Denn wenn man nen festen Weg plant und die Charatere davon abweichen kann man die auch anders wieder auf den "richtigen" Weg führen, als durch nen Schlag in die Fresse... man hätte z. B. einen Fiesling nehmen können, der schwächer als die Charaktere ist und ihn den "richtigen" Weg entlang fliehen lassen können...
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Ein

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #55 am: 20.06.2005 | 12:32 »
Japp, Ta'al, hat da recht.

Für mich riecht es immer mehr nach echtem Railroading und einem gestörten SL-Spieler-Verhältnis.

BoltWing

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #56 am: 20.06.2005 | 12:35 »
Mhm, ... kommt mir irgendwie nicht so vor. Aber ihr habt da wirklich eher die Erfahrung als ich (spiele intensiv seid ca. 2 1/2 Jahren).

Ravengrove

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #57 am: 20.06.2005 | 12:39 »
Ad Klerikerkräfte:
Ein Spieler hat damals als Tempuskleriker praktisch jede Situation an sich gerissen und den anderen Spielern über mehrere Sitzungen hinweg den Spaß genommen - er glänzte praktisch überall es gab wiederholt Klagen. Also habe ich ihm irgendwann eine Falle gestellt, bei der er die Wahl hatte, sich wieder in den Vordergrund zu stellen und sich dabei mit seiner Gottheit anzulegen oder zurückzustecken und mal einen anderen Spieler ranzulassen.

Ad Wasser:
Die Spieler wussten von Anfang an, dass sie bei der Mission aus 2 Gründen unter Zeitdruck stehen. Das eine ist die Rahmenhandlung, das andere ist die Transportkapazität für Proviant. Lichtquellen werden übrigens auch langsam knapp. Das und die Bedrohungslage da unten sind alles gute Gründe dafür, die Region schnell und möglichst unauffällig zu durchqueren.

Ad Hitpoints und Kämpfe:
Sie haben fast immer die Wahl und Möglichkeit, den Kämpfen aus dem Weg zu gehen, es gibt wenige unvermeidbare Kämpfe bei mir. Mag sein, dass es mein Fehler ist, wenn ich nicht jede Situation darauf auslege, dass sie Kopf voran gelöst werden kann. Aber so lange der Dieb sich beschwert, dass er sich unnütz fühlt, schaffe ich z.B. Situationen, in der er als Kundschafter Kämpfe vermeiden kann - wenn er denn einmal auf die Idee käme. Der Hauptfehler der Gruppe ist, dass sie unvorsichtig sind, Warnungen in den Wind schlagen und seltenst darüber nachdenken, ob ihr Lagerplatz gerade günstig gewählt ist. Wenn sie direkt auf dem Schauplatz des letzten Kampfes kampieren, sollten sie damit rechnen, dass Aasfresser nicht allzulange auf sich warten lassen - insbesondere, wenn Nahrung ohnehin knapp ist. Außerdem ist es wenig ratsam, lange Zeit an einem Ort zu bleiben, wenn dieser Ort einer von wenigen leicht passierbaren Wegen durch die Region ist.
Wenn sie keinen Wert auf Heilung legen, kann ich das zum Teil ausgleichen - siehe Regenerationsregel. Aber sie werden auch feststellen, dass ein Heiler ein wichtiger Bestandteil einer Gruppe ist, der zwar Nachteile haben kann, aber auf der anderen Seite auch für Flexibilität sorgt. Ohne Heiler müssen sie nun mal vorsichtiger sein und besser planen.
Ich sehe es nicht so, dass ich gegen die Spieler arbeite. Ich schaffe Situationen, in denen sie ihre Stärken ausspielen können, aber sie bekommen auch ihre Schwächen zu spüren. Damit bekommt jeder in der Gruppe die Gelegenheit, sich zu beteiligen - und manchmal stellen sie fest, dass etwas fehlt.

Ad Railroading:
Die Gruppe hat sich im vollen Bewusstsein, dass das Unterreich nicht ihre Kragenweite ist, für diesen Weg entschieden. Nun, vielleicht nicht "Bewusstsein", aber sie spielen lange genug mit mir um zu wissen, dass deutliche Hinweise auf eine hochgradig gefährliche Situation durchaus ernst gemeint sind. Es gibt immer eine Mischung aus viel Kroppzeuch, mit dem sie problemlos fertig werden, etwas härteren Kalibern, echten Herausforderungen und wenigen für sie unbesiegbaren Gegnern. Wenn sie sich entschließen, Menzoberranzan zu suchen, werden sie es früher oder später finden - es aber wohl kaum schaffen, die Stadt zu entvölkern. Wenn sie die Tür mit der Aufschrift "NICHT UND ZWAR UNTER KEINEN UMSTÄNDEN ÖFFNEN" trotzdem aufmachen, kann es vorkommen, dass sie dahinter ein Dämon angrinst. Und selbst wenn ich ihnen so etwas vorsetze, bleibt ihnen IMMER noch ein Ausweg - es sei denn, sie stellen sich WIRKLICH blöd an - siehe Menzoberranzan.
« Letzte Änderung: 20.06.2005 | 12:50 von Ravengrove »

Ein

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #58 am: 20.06.2005 | 12:46 »
Zitat
Also habe ich ihm irgendwann eine Falle gestellt, bei der er die Wahl hatte, sich wieder in den Vordergrund zu stellen und sich dabei mit seiner Gottheit anzulegen oder zurückzustecken und mal einen anderen Spieler ranzulassen.

Der Spieler dominiert das Spiel? Dann rede mit ihm! Vielleicht hat er es gar nicht gemerkt, dass er den anderen das Spiel versaut.

Zitat
Ad Wasser:
Das hier ist ein Gesellschaftsspiel, nicht nethack. Es geht darum Spaß zu haben. Wo ist der Spaß daran, im Untergrund elendlich zu verrecken? Die meisten erfahreren und ebenso viele unerfahrene Spieler würden dich mit dieser Herangehensweise auslachen und dann gehen.

Zitat
der Gruppe ist, dass sie unvorsichtig sind, Warnungen in den Wind schlagen und seltenst darüber nachdenken, ob ihr Lagerplatz gerade günstig gewählt ist.

Dein Fehler ist Arbeiten nach Vorschrift.

Wo steht geschrieben, dass der andere Weg nicht zur Festung führt? Nur in deinen Vorbereitungsunterlagen.

Du bist derjenige, der den Plot hier versaut, nicht die Spieler. Es liegt in deiner Macht, die Spieler in die Burg zu bringen. Statt dessen ziehst du es vor, deine Spieler zu quälen und ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen.

Rollenspiel besteht auch noch aus mehr als auch Dungeons und Kämpfen. Du solltest dich mal in eine Runde mit einem vernünftigen SL setzen und lernen, lernen, lernen....

Offline Boba Fett (away)

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #59 am: 20.06.2005 | 12:53 »
Wenn ich mir den ganzen Thread so durchlese, kann ich mir den Eindruck nicht verwehren, dass Spielleiter und Spieler gegeneinander spielen...
Die Runde hat keinen Kleriker mehr, weil dem einzigen Kleriker-Spieler der Spaß daran vom Spielleiter ausgetrieben wurde.
(Der Spielleiter hat ihm eine Falle gestellt, weil er zu aktiv war [anstatt, mit ihm zu reden])
Deswegen heilen die Charaktere nicht mehr zu schnell, und kriechen auf dem Zahnfleisch durch die Abenteuer.
(Nennt Ihr das eigentlich auch noch heroic Roleplay?)
Der Spieler des Diebes beschwert sich, weil er seinen Überraschungsangriff nicht anwenden kann. In der nächsten Gelegenheit übernimmt der Spielleiter die Kontrolle des SCs und greift einen anderen SC an. (Das wirkt ja auch gar nicht so, als wäre das eine die Konsequenz des anderen. "Du beschwerst Dich? Dann entmündige ich Dich erstmal. Und zeige nebenbei auch gleich mal, wie man sowas macht. Und würge einen anderen Spieler auch gleich noch eine rein...")
Macht sich die Runde keine Gedanken über Lagerplätze, Wasser, Proviant, mögliche Erdbeben, Kometeneinschläge, oder was auch immer, wird ihnen das gleich als Konsequenz aufgetischt und ihnen darüber einer reingewürgt...

Habt Ihr eigentlich Spaß an soetwas?

Meine Runde (und ich denke: viele Runden) sind auch oft unvorsichtig und lösen Konflikte oder Probleme mit Vorliebe "Kopf voran". Die Ursache ist: Die Spieler haben Spaß daran, wenn die Dinge so gelöst werden.
Sie wollen keine langen Debatten, ob der Lagerplatz jetzt günstig oder ungünstig gewählt ist, ob dies oder jenes zu beachten ist. Sie spielen ein Spiel (Rollenspiel) und sie spielen es so, wie sie es wollen.
Sie spielen es nicht so, wie ich ihnen es aufdiktiere.
Wir haben auch einen Spieler, der sich gerne aufspielt und in den Mittelpunkt drängt (naja, ehrlich gesagt, haben wir davon mehr als einen). Aber wenn das zur Last wird, stelle ich ihm keine Falle, dessen Ausgang ihm den Spaß versaut, sondern rede mit ihm. Ich mache ihm klar, dass er anderen auch mal die "Bühne" überlassen soll.
Situationen zu schaffen, wo sie ihre Stärken ausspielen können (aber nicht müssen) und ihnen die Schwächen spüren zu lassen, bedeutet, gegen die Spieler zu arbeiten.

Miteinander spielen, bedeutet als Spielleiter, herauszufinden, was die Spieler erleben wollen, und dies zu ermöglichen.
Und wenn das, was Du ihnen laut Deiner Beschreibung lieferst, das ist, was Deine Spieler sich wirklich wünschen, dann hast Du ziemlich masochistische Spieler...

Boba Fett

P.S.:
Hast Du eigentlich das Monopol in der Runde? Wenn ja, dann solltest Du dafür sorgen, dass es dabei bleibt, denn wenn Deine Spieler irgendwann spitz kriegen, dass man auch ganz anders spielen kann, dann stehst Du wahrscheinlich alleine da.
« Letzte Änderung: 20.06.2005 | 13:00 von Boba Fett »
Kopfgeldjäger? Diesen Abschaum brauchen wir hier nicht!



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Offline Stefan G.

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #60 am: 20.06.2005 | 13:03 »
Jo, bie der Sache mit dem Kleriker hat Ein recht, da hättest du mit dem Spieler reden sollen.


Mit dem Wasser ist eure Sache würde ich sagen, frag deine Spieler am besten mal ob sie auf Resourcenmanagment stehen, oder ob sie das lieber ignorieren würden.



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Wenn sie keinen Wert auf Heilung legen, kann ich das zum Teil ausgleichen - siehe Regenerationsregel. Aber sie werden auch feststellen, dass ein Heiler ein wichtiger Bestandteil einer Gruppe ist, der zwar Nachteile haben kann, aber auf der anderen Seite auch für Flexibilität sorgt. Ohne Heiler müssen sie nun mal vorsichtiger sein und besser planen.


Ja, nur solltest du dich dabei mal fragen, ob das wirklich ein Fehler ihrerseits ist, oder ob sie einfach nicht so spielen wollen? Vielleicht wollen sie sich um sowas ja garkeine Gedanken machen sondern lieber fröhlich durch die Gegend ziehen und ein paar Monsterärsche verprügeln und Todesfallen überwinden?

Und wenn sie das so spielen wollen, so wie du es vorbereitest, dann mach ihnen am vllt mal an enem Beispiel was vor 1-2 Abenden passiert ist klar, was sie falsch gemacht haben und erkär ihnen wie man sowas plant, die ständigen Bestrafungen scheinen ja nicht zu wirken.


Ad Hitpoints und Kämpfe:
Sie haben fast immer die Wahl und Möglichkeit, den Kämpfen aus dem Weg zu gehen, es gibt wenige unvermeidbare Kämpfe bei mir. Mag sein, dass es mein Fehler ist, wenn ich nicht jede Situation darauf auslege, dass sie Kopf voran gelöst werden kann. Aber so lange der Dieb sich beschwert, dass er sich unnütz fühlt, schaffe ich z.B. Situationen, in der er als Kundschafter Kämpfe vermeiden kann - wenn er denn einmal auf die Idee käme.

Ja, nur fragt sich was der Dieb genau will. Vllt will er ja nur einmal seine Sneak attack effektiv einsetzen können, oder irgendwo, wo es offensichtlich ist vorschleichen und der Gruppe so helfen? Du könntest ja irgendwo z. B. mal schlafende Wachen aufstellen, die der Dieb erledigen kann wenn er alleine vorschleicht.
Und ganz allgemein solltest du ihm vllt ganz direkt in der Situation sagen, wenn er eine von dir eingebaute Möglcihkeit nicht genutzt hat, und ihn fragen, warum er es nicht getan hat.



Und als letzes unterstell ich dir nicht mal so sehr, dass du gegen deine Spieler spielst, es scheint mir nur so las würdest du nicht wirklich auf sie eingehen, als hättest du ein festes Bild davon wie Rpg auszusehen hat und das ziehst ud dann ohne Rücksicht auf Verluste durch.
« Letzte Änderung: 20.06.2005 | 13:05 von Ta'al »
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Ravengrove

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #61 am: 20.06.2005 | 13:04 »
Der Spieler dominiert das Spiel? Dann rede mit ihm! Vielleicht hat er es gar nicht gemerkt, dass er den anderen das Spiel versaut.
Das Gespräch gab es vorher auch im Kreis der Runde. Nach der Sanktion ist es viel besser geworden.
Zitat
Das hier ist ein Gesellschaftsspiel, nicht nethack. Es geht darum Spaß zu haben. Wo ist der Spaß daran, im Untergrund elendlich zu verrecken?

Mehr fällt Dir dazu nicht ein? Ich schlage vor, Du hörst erst einmal auf, Deine Vorstellungen vom naivsten denkbaren Spielleiter auf mich zu projezieren und gestehst mir so viel Verstand zu, die Spieler eben NICHT unvermeidlich verrecken zu lassen. Nur müssen sie sich eben um das Problem kümmern und sich nicht blindlings darauf verlassen, dass sie schon rechtzeitig eine gedeckte Tafel und ein Faß Frischwasser im Gang finden.

Zitat
Die meisten erfahreren und ebenso viele unerfahrene Spieler würden dich mit dieser Herangehensweise auslachen und dann gehen.
Und mit den übrig gebliebenen spiele ich.
Niemand lacht und ich gehe davon aus, dass die meisten erfahrenen Spieler wenigstens 5 Jahre weniger Erfahrung haben als ich. Dass das aber nicht vor Fehlern schützt, zeigt sich überdeutlich. Daraus abzuleiten, dass erfahrene Spieler über mich lachen und gehen, nun ja, lassen wir das.

Zitat
Dein Fehler ist Arbeiten nach Vorschrift.
Ein gewisses Maß an mangelnder Flexibilität nehme ich als berechtigten Kritikpunkt auf.

Zitat
Rollenspiel besteht auch noch aus mehr als auch Dungeons und Kämpfen. Du solltest dich mal in eine Runde mit einem vernünftigen SL setzen und lernen, lernen, lernen....
Was bringt Dich auf den Gedanken, dass die Tatsache, dass sich in einem Dungeon Probleme ergeben, bedeutet, dass es in anderen Bereichen ebenfalls Probleme gibt?
Wie gesagt, hör mal auf zu projezieren.

Offline Wawoozle

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #62 am: 20.06.2005 | 13:07 »
Niemand lacht...

Und ich denke da ist der Kern des ganzen Problems :)

Es sieht so aus als stürzen sich deine Spieler mit Freude auf alles was kleiner als ein zweistöckiges Haus ist einfach nur um ein bissl Spass zu haben.
Vielleicht ist ihnen dein eigentlicher Plot mittlerweile völlig Egal und du musst jeden einzelnen Char umbringen nur weil sie lieber im Underdark unterwegs sind.
Ist das denn ne Lösung ?
« Letzte Änderung: 20.06.2005 | 13:10 von Wawoozle »
Ihr wollt doch alle den Nachtisch zuerst !

Offline Stefan G.

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #63 am: 20.06.2005 | 13:10 »
Ich würde es hier an der Stelle vllt auch unterlassen die Spielerfahrung in Spielzeit messen zu wollen, das bringt nämlich garnichts.
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BoltWing

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #64 am: 20.06.2005 | 13:28 »
Ok, also um das ganze mal zu entschärfen.

1)
Mit dem projezieren empfinde ich das leider auch. Deshalb vorhin die Post mit den "Nicht genügend Informationen". Wir können hier nur von den angegebenen Beispielen ausgehen. Und wenn Ravengrove sich dadurch angegriffen fühlt, kann es nicht der richtige Weg sein  ;)

2)
Das mit den "erfahrenen" oder "nicht so erfahrenen" SL's oder Spielern ist generell egal. Manche haben Talent zu soetwas, andere nicht und jeder spielt anders, unabhängig von seiner Erfahrung. Zudem Diskutieren wir hier, da sollte jeder seinen Kommentar abgeben, egal wie erfahren er ist und auch ernst genommen werden. Wir wollen doch ne Lösung herbeiführen  ;) :D

Jedoch muss ich sagen das ich die Geschichte mit den Kleriker auch nicht soo supi finde. Aus solch einen Grund dem Helden die Kräfte zu nehmen. Wobei das mit dem "Gott verärgern" vielleicht ein interessanter Plott gewesen wäre. Aber das kommt auf die Gruppe an und ob es Sinn macht. Hierbei wolltest Du deinem "Schützling" wohl  eher eines auswischen ...  :(

Ich weiß, das eine unsere Templerin es sich mal heftigst mit ihrem Gott verscherzt hat und es auf die gesamte Gruppe niederging (jedoch nicht altzuheftig  ;)). Jedoch war der Grund WARUM es die Templerin tat edel und so hat ihr die Gruppe geholfen. Es war ein überaus nettes Abenteuer  :) *

*Ja, wir hatten Spaß und haben uns nicht nur masochistisch geprügelt  ;)

Offline Natasz

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #65 am: 20.06.2005 | 13:50 »
Was ich nicht so ganz verstehe: Wieso wird Ravengrove eigentlich unterstellt ein naiver und unfähiger Spielleiter zu sein - nur weil er nicht anfängt den Spielern alle Steine aus dem Weg zu räumen, die sie selbst zu verantworten haben?! Ja, auch die Spieler haben eine gewisse Verantwortung im Spiel und können sich nicht immer auf den SL verlassen, dass dieser doch für den "Spaß" und die ganze "Freude" zu sorgen habe.   Es hat übrigens nichts mit Railroading zu tun, wenn ein Spielleiter nicht nur richtige Wege in seinem Plot einfließen lässt. Das zeigt den Spielern nämlich, dass sie wirklich alles machen können: auch Fehler. Das Leben ist kein Ponyhof und auch im Rollenspiel können die SCs fehler machen. Wer sämtliche Hinweise und Warnungen in den Wind schlägt, der gehört einfach bestraft. So habe ich es in vielen Runden mit hervorragenden SLs erlebt und handhabe es auch selbst so. Ein Sl kann im Grunde auch nur so gut sein, wie es die Spieler zulassen. Un der SL verliert in meinen Augen sogar an Glaubwürdigkeit, wenn er die SCs in Watte packt oder ihnen nicht ihre Grenzen aufzeigt. Auch wenn es in letzter Konsequenz heißt einen SC über die Klinge springen zu lassen, wenn er überhaupt nicht mehr auf seine Umwelt achtet und einfach sein Ding durchziehen möchte.

;-)



Edit:
Übrigens kommt es mir so vor, als würde man jeglichen Kommentar Ravengroves falsch verstehen wollen, da immer nur die negative Interpretation einer Darstellung angenommen wird: er will den SCs ein reinwürgen! Habt ihr mal versucht es so zu sehen, dass die Spieler einfach völlig naiv sind und sich gar keine Gedanken zu ihren SCs/zum Plot/zur Planung machen?!

Gruß
« Letzte Änderung: 20.06.2005 | 13:56 von Natasz »

Offline Monkey McPants

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #66 am: 20.06.2005 | 14:00 »
Wer sämtliche Hinweise und Warnungen in den Wind schlägt, der gehört einfach bestraft.

Das ist absoluter Blödsinn. Rollenspiel soll Spaß machen und keine Erziehung sein. So ein Verhalten ist nur in Ordnung wenn es ALLE wirklich so wollen und sich das vorher so ausgemacht haben. Dieses Gefühl hab ich aber hier nicht.

Hier hat der SL eine bestimmte Vorstellung wie das Abenteuer zu laufen hat (ohne sich diesbezüglich mit den Spielern abzusprechen) und bestraft alles was ihm gegen den Strich läuft, anscheinend auch noch mit der Vorstellung das so sein soll.

Ob man die Spieler in Watte packt oder durch die Hundeschule schickt hängt davon ab was die Gruppe ausgemacht hat. Hier hat sich die Gruppe das eindeutig nicht so ausgemacht, denn sonst würden die Spieler sich nicht aufregen und gegen die Erwartungen des SLs spielen.

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #67 am: 20.06.2005 | 14:17 »
@Monkey:
Auch das mag einfach Ansichtsache sein. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass in den Runden, in denen ich gespielt habe, genau das eben im Grunde auch klar war.Ich würde den Spieß einfach umdrehen und sagen: wer so spielen möchte, dass der eigene SC nur NACH ABSPRACHE mal einen auf den Deckel bekommt, der sollte das bei Gruppengründung auch deutlich sagen. Da sehe ich dann aber den Spieler in der Pflicht. Diesen Leuten würde ich dann jedoch auch raten eine andere Gruppe zu suchen.

Um es mal etwas zu veranschaulichen:
Wenn ein SC unbedingt in einen Raum möchte und dort in ein Loch greifen will, weil er dahinter einen Schatz vermutet ... er aber vorherh gewarnt wurde, das dort eine Falle sein soll und er auch noch feststellt das es dort irgendwo einen Meachnismus gibt.... der sollte sich nach all diesen "Warnungn/Hinweisen" dann nciht wundern, wenn plötzlich eine Falle zuschnappt. Insbesondere dann, wenn dieser Schatz nur der persönlichen Bereicherung dient und es DEUTLICH ist, das es für den Plot nicht weiter relevant sein wird. Die Spieler sind ja auch nicht dumm und wissen oftmals ganz genau was sie da tun - wer sich in Gefahr begibt (und das auch weiß), der kann sich auch daran verbrennen. Das sehe ich nicht als Erziehungsmaßnahme an. Übrigens bin ich auch meistens selbst Spieler und weiß wovon ich rede.

Natürlich gibt es für sowas auch Grenzen. Wenn der SL es immer gleich auf die harte Tour macht und die Spieler anfährt, das es doch ganz klar war, dass man das nicht macht .... aber jegliche Übertreibung ist nie gut ;-) !!!

Gruß

BoltWing

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #68 am: 20.06.2005 | 14:27 »
Die Helden (welche man in der Regel verkörpert) haben schließlich ihren Kopf und sollten "Wissen" was sie tun. Wenn an Stelle XYZ dies, das oder jenes passiert ist es doch ok. Bei uns in den Gruppen vertraut man seinem SL, genauso wie der SL den Spielern vertraut. Das klappt von Anfang an Perfekt! Wir können auch "mal" erhöhte Risiken eingehen, ohne das unsere Chars gleich sterben aber wir wissen auch wo die Grenzen sind!  >;D

Dem SL die Verantwortung alleine zu überlassen halte ich auch für falsch. ALLE spielen mit und der SL übernimmt NICHT die Vaterfigur. Wenn doch, hätte er auch die Berechtigung zur Erziehung. Aber das wollen wir ja nicht  ;)

Offline Monkey McPants

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #69 am: 20.06.2005 | 14:29 »
Wie bereits gesagt, EGAL wie das spiel laufen soll, es sollte voher klar gemacht werden. Hier ist das, so wie ich das sehe, nicht gemacht worden.

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Offline Natasz

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #70 am: 20.06.2005 | 14:38 »
@Bolt:
Ja, das sehe ich auch so. Nur weil der SL auch ab und zu Grenzen setzt und die Spieler vielleicht mal auflaufen, heißt das noch lange nicht, der SL und die Spieler spielen gegeneinander. Als Spieler möchte man vielleicht seine Grenzen austesten und schauen, wie weit man gehen kann. Wenn der SL dann hier und dort einfach einen Punkt macht, dann ist das auch völlig normal. Keiner fühlt sich deswegen zurückgesetzt. Zumindest ist es bei uns so.



@Monkey:
Ich weiß nicht, wie das bei Deinen Spielrunden so abläuft, aber wir unterhalten uns eigentlich nicht vorher darüber, ob der SL entscheiden darf, dass dem SC etwas zustoßen und er deswegen evtl. drauf gehen kann. Bei der gesamten Bandbreite an Spielern, die ich kennengelernt habe, war das eigentlich allen klar. Und da ich es nie anders erlebt habe, nenne ich das einfach mal "normal". Wer dies explizit nicht möchte, der muss vorher selbst aktiv werden. Eine gegenseitige Absprach kann bestimmt nicht schaden, doch sind wir da bisher nie drauf gekommen ...

Allerdins gibt es sicherlich auch ein paar SLs die mir zu schnell sind mit den Aktionen die einfach so zum Tod des SCs führen. Doch das ist dann keine Diskussion "OB" er das darf, sondern eher eine Frage über "Maß und Maßlosigkeit". 

Gruß
« Letzte Änderung: 20.06.2005 | 14:40 von Natasz »

Ravengrove

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #71 am: 20.06.2005 | 14:49 »
Ein paar ganz gute Punkte, allerdings kann ich die meisten ausschließen.
Ad Dieb:
Er hat sich beklagt, weil er die Gelegenheiten selten erkennt und nutzt und dann, wenn er sie nutzt, leider oft (extremes) Würfelpech hat. In dieser konkreten Situation habe ich ihm lediglich gesagt, dass die Rolle von Freunden und Feinden vertauscht ist. Er hat entsprechend reagiert - sich selbst ein Ziel gesucht - und war reichlich überrascht, als er plötzlich Würfelglück hatte. Die Attacke und die Folgen, die sich über den Rest des Abends im Rollenspiel widergespiegelt haben, waren eine Bereicherung für alle.
Zum Beispiel mit dem schlafenden Wächter gab es eine ähnliche Situation. Die Gruppe hat sich auf den Wächter gestürzt und es in Kauf genommen, dass er Gelegenheit zum Schreien hatte. Sie haben sich sogar ausdrücklich auf Verstärkung eingestellt...

Ich bin eigentlich relativ stolz darauf, Abenteuer mit gänzlich unterschiedlichen Schwerpunkte und Rahmenbedingungen zu präsentieren. Und gerade diese Abwechslung schätzen die Spieler.
Das Thema "Ressourcenmanagement" wird übrigens ausschließlich hier im Thread als Problem gesehen.
Das Lagerplatz-Thema hat verschiedene Gründe und taucht in diesem Abenteuer auch zum ersten Mal in dieser Ausprägung auf. Einerseits ist die Region zu gefährlich, um dort viel Zeit zuzubringen und an einer Stelle zu bleiben. Andererseits ist es neben der Ressourcenfrage und ganz besonders der Rahmenhandlung ein Grund mehr, Eile an den Tag zu legen. Die Spieler haben nur einen begrenzten Zeitraum, um ihre eigentliche Aufgabe zu erledigen, und ich sehe wenig Sinn darin, diese Zeitvorgabe ins unendliche auszudehnen (dadurch, dass bei den meisten Charakteren mangels Tageslicht das Zeitgefühl futsch ist, habe ich immerhin Spielraum und es gibt noch andere Möglichkeiten, den "großen" Zeitplan zu dehnen). Den einen macht es vielleicht Spaß, den Helden herauskehren zu können. Die anderen schätzen es aber auch, wenn ich nicht an der Spielrealität drehe und sie tatsächlich verlieren können - in dem Fall ist ihr Erfolg nämlich verdient. Tatsächlich nehmen sie es mir sehr viel übler, wenn sie den Eindruck haben, als würde ich Ihnen etwas schenken als wenn ich sie durch die Hölle gehen lasse. Und was sie ganz und gar nicht schätzen, sind Unstimmigkeiten. Mit wachsender Flexibilität nimmt das Risiko einer Unstimmigkeit zwangsläufig zu.

@Nataz:
Danke, die Beobachtung mit eingefärbten Interpretationen teile ich. Einige Beispiele waren allerdings unglücklich gewählt und erfordern zum vollständigen Verständnis offenbar Informationen, die ich im nötigen Umfang hier nicht posten werde - SO viel Zeit habe ich nicht.

Ad Kleriker:
Glaubt mir einfach mal, dass der Schnitzer offensichtlich und gravierend war und dass ich ihm im selben Moment, wo ich ihm die Kräfte genommen habe ihm auch gezeigt habe, wie er sie wieder bekommt. Kleiner Nebenplot, aber statt die Chance zu ergreifen hat der Charakter die Klasse gewechselt.
« Letzte Änderung: 20.06.2005 | 14:58 von Ravengrove »

Offline Monkey McPants

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #72 am: 20.06.2005 | 14:54 »
@Monkey:
Ich weiß nicht, wie das bei Deinen Spielrunden so abläuft, aber wir unterhalten uns eigentlich nicht vorher darüber, ob der SL entscheiden darf, dass dem SC etwas zustoßen und er deswegen evtl. drauf gehen kann. Bei der gesamten Bandbreite an Spielern, die ich kennengelernt habe, war das eigentlich allen klar. Und da ich es nie anders erlebt habe, nenne ich das einfach mal "normal". Wer dies explizit nicht möchte, der muss vorher selbst aktiv werden. Eine gegenseitige Absprach kann bestimmt nicht schaden, doch sind wir da bisher nie drauf gekommen ...

Ich wage mal zu behaupten das deine kleine Auswahl nicht wirklich representiv für die Gesamtheit aller Rollenspieler ist. Das aber nur am Rande.

Grundsätzlich spricht auch nichts dagegen vorher keine Besprechung darüber zu machen wie das Spiel laufen soll. Solange alle auf der selben Wellenlänge sind wird es auch überhaupt keine Probleme geben. Nur, genau das ist der Haken an der Sache.

Denn wenn nicht alle auf der selben Wellenlinie sind kann es sehr schnell zu Problemen kommen. Und dann wird schnell mal behauptet das es ja "Klar sein sollte" das der eigene Spielstil der Richtige ist, und schon geht der Streit los.

Wenn der SL der Meinung ist das die Spieler "intelligent" oder "realistisch" handeln sollen, einige Spieler aber der Meinung sind sie können viel lockerer und "action-mäßiger" (In welchen Actionfilm kümmern sich die Leute schon um Proviant?) agieren, dann wundert es mich nicht wenn das nicht lange hinhaut. Klassischer Fall von unterschiedlichen Erwartungen und mangelnder Kommunikation.

Und hier sehe ich auch in diesem Fall eigentlich das Problem. Das Spiel läuft, aber einer der Beteiligten (In diesem Fall zumindest mal der SL.) hat ein Problem, ihn stört etwas. Aber anstatt automatisch davon auszugehen wie Scheiße eigentlich die Spieler sind udn wie dämlich sie sich aufführen sollte er einfach mal mit ihnen reden und einen Kompromiss erzieheln mit den ALLE leben können. Das sollte doch nicht so schwer sein...

M
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Ravengrove

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #73 am: 20.06.2005 | 15:12 »
Fällt eigentlich niemandem hier auf, dass hier mit einigen Ausnahmen über Probleme meiner Runde diskutiert wird, die die Runde teils gar nicht als Problem und teils sogar als gut empfindet?
Wenn ich wirklich ein mieser Meister bin, dann sollten das doch in erster Linie die Leute beurteilen, die davon betroffen sind - und die sagen mir oft genug, wenn etwas nicht passt.
'Mag ja sein, dass ich für euch nicht der richtige Meister bin - für meine Gruppe vermutlich schon, sonst würde die Runde wohl kaum seit 4 Jahren mit wöchentlichen Sitzungen bestehen. Und das obwohl einige manchmal wirklich Stress haben, um dabei bleiben zu können. Die einzige Fluktuation in der Runde resultiert übrigens aus unzuverlässigen Spielern, die per Mehrheitsentscheid gekickt werden, weil sie zu kurzfristig oder gar nicht absagen und die Runde deswegen ausfällt (wobei einige Spieler eine längere Anfahrt haben). Das spricht nicht gerade dafür, dass die Spieler keinen Spaß haben.
Und bevor sich noch jemand daran stört, dass unzuverlässige Spieler rausfliegen: Ich habe derzeit 4 Spieler und wir haben die Regel, dass gespielt wird, solange mindestens 3 Spieler am Vortag fest zusagen. Mit weniger Spielern zu spielen haben wir als nicht praktikabel eingestuft. Bin mal gespannt, wer sich als erster darüber aufregt, dass wir jemanden als unzuverlässig einstufen.

Offline Asdrubael

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Re: Spieler... Grrrr... manchmal möchte ich sie würgen!
« Antwort #74 am: 20.06.2005 | 15:16 »
Tja Raven, hier wird eben jeder therapiert ;D
"Aber ich bin doch gesund" ist dabei kein Gegenargument ;)
Und ein Paladin ist nun mal ein Krieger und kein Therapeut.

Misantropie ist halt in der Gruppe lustiger  ;D