Autor Thema: MIDGARD Smalltalk  (Gelesen 268994 mal)

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Offline unicum

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #1800 am: 3.05.2022 | 10:17 »
Sehe ich auch so. Und dann bitte auch nicht nur in einer gleich vergriffenen Mini-Auflage. Ich würde mich wirklich ärgern, falls ich den (wenn er denn endlich mal kommt) Küstenstaatenband nicht bekommen würde....

Was war denn in einer Mini Auflage?

"Das Meister der Sphären?"

Offline Eleazar

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #1801 am: 12.05.2022 | 21:44 »
Was war denn in einer Mini Auflage?

"Das Meister der Sphären?"

Eine echte Mini-Auflage war der Zwergen-Ergänzungsband.
Eine ungewollt kleinere Auflage war der Nihavand-Quellenband. Wenn ich das richtig erinnere, waren von der Auflage eine ganze Reihe Exemplare bei der Lieferung beschädigt worden und kamen gar nicht in den Handel.

Ansonsten waren die Auflagen gar nicht so "Mini" und man konnte die Dinger echt lange kaufen. Das M4-Bestiarium und das Buluga-QB wurden zeitweise von einem Verlag sogar zu einem Spottpreis verramscht, um es loszuwerden.

Das Problem ist eher, dass manche Quellenbücher (und natürlich auch Abenteuer) für die nächsten Auflagen nicht neu aufgelegt wurden. Und Midgard ist halt ewig alt. Wenn ein Quellenbuch einer Auflage 10, 15 Jahre lang zu haben ist, dann ist das eigentlich lange. Kann bei Midgard aber auch bedeuten, dass man es 15 Jahre und länger nicht mehr kriegt.

Das Problem ist also eher, dass die Quellenbände in späteren Regeleditionen eigentlich noch gut nutzbar waren, aber irgendwann dann eben vergriffen. Überarbeitete Neuauflagen für neue Editionen haben sich schlecht verkauft (außer Alba), so dass sich der Druck und die Überarbeitung nicht gelohnt haben. Alte Werke waren technisch nicht einfach zu digitalisieren, weil da die Computerevolution zu weit fortgeschritten war. Alte Verträge hatten die digitalen Angebote noch gar nicht im Blick. Usw.

Das alles kann man bei einem kleinen Verlag vielleicht verstehen und so hinnehmen. Quälend und irgendwie auch nervig fand ich den recht vergurkten Übergang von M4 auf M5. Dass man jahrelang die elementarsten Sachen nicht beziehen konnte. Wäre M5 dann nicht so gut gewesen, hätte das Midgard den Todesstoß geben können. So hat die Freude über M5 den vorherigen Frust mehr als aufgewogen.

Für die jetzt noch kommenden Veröffentlichungen stellt sich natürlich die Frage nach dem Vertrieb: Natürlich werden die Frankes kalkulieren, wie groß die erste Welle der Abverkäufe ist. Was also im ersten Jahr verkauft wird. Das wird ausreichend produziert werden. Und dann stellen sich Fragen wie die: Wie lange wird Branwens Bazar geöffnet bleiben? Wie lange wollen die Frankes noch Druckerzeuge in ihrer "Garage" stehen haben und ab wann wollen sie die "Garage" anders nutzen? Gibt es irgendwen anders, der danach noch M5-Restbestände verkaufen will und darf?

Ich würde jedenfalls immer in absehbarer Zeit zuschlagen, wenn es was zu kaufen gibt.

Und vielleicht kaufe ich bald mal ein komplettes Regelwerk neu, um mir irgendwann mal eine eigene Luxusausgabe binden zu lassen.