Autor Thema: MIDGARD Smalltalk  (Gelesen 484322 mal)

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Offline Weltengeist

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2425 am: Gestern um 07:13 »
Aber gut: sie wollen keine irdischen Kulturen nachstellen.

Für mich erst einmal ein ganz dickes Plus. Natürlich wird man sehen müssen, wie gut sie das hinkriegen, aber neugierig macht es mich auf jeden Fall.

(Ob es nun ausgerechnet die alte Midgard-Fanbase abholt, ist natürlich auf einem anderen Blatt.)
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Offline Eleazar

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2426 am: Gestern um 09:03 »
Für mich erst einmal ein ganz dickes Plus. Natürlich wird man sehen müssen, wie gut sie das hinkriegen, aber neugierig macht es mich auf jeden Fall.

(Ob es nun ausgerechnet die alte Midgard-Fanbase abholt, ist natürlich auf einem anderen Blatt.)

Allein die praktische, positive Umsetzung ist entscheidend. Es gibt in der fantastischen Literatur immer mal Setzungen wie ".. das Dingsbums schien in einer Farbe, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hatte". Das kann man in einem Text erst mal so behaupten. Wenn man diese Farbe aber positiv, optisch darstellen will, kommt es zum Schwur. Und siehe da: Natürlich gibt es die Farbe schon. Wie haben ein festes Spektrum, daraus kann man sich bedienen.

Für mich sind die Probe aufs Exempel die bislang bekannten Illustrationen. Und die sind stlistisch und handwerklich zwar hübsch gemacht, aber du kannst jede Darstellung kulturell in die Schublade einer irdischen Kultur stecken. Und die allermeisten stumpf in die Kategorie mitteleuropäisches Fäntelalter. So richtig bahnbrechen Originelles habe ich da nicht gesehen.

Muss man ja auch nicht. Das Rad muss nicht noch mal neu erfunden werden. Aber es ist ist eben eigenartig, wenn man sich von einer Sache offensiv abgrenzt und dann im Bereich der Illustrationen eigentlich doch wieder ziemlich generisch daherkommt.

Offline Boba Fett

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2427 am: Gestern um 09:52 »
Aber gut: sie wollen keine irdischen Kulturen nachstellen.

Wie wichtig ist das?
Ein Setting muss zunächst einmal interessant sein und die Konflikte begünstigen, aus denen die Rollenspieler Abenteuer schaffen.
Das sind die beiden zentralen Komponenten, die Spielleiter und Abenteuer-Schaffende inspirieren.
Im Zweiten sollte es abwechslungsreich sein, damit es nicht zum One-Hit-Wonder verkommt.

Ob es sich an irdischen Vorlagen bedient und diese geschickt kombiniert und abstrahiert oder nicht, ist vollkommen nebensächlich.
Wobei das nicht einmal stimmt - denn wenn mit den irdischen Vorbildern bietet man auch Orientierungshilfen an, mit denen sich die Spielenden dann schneller und einfacher zurecht finden. Je abstrakter es wird, desto mehr Informationen müssen übermittelt werden - vom Autor an die Spielleitung und von der Spielleitung an die Mitspieler.
Deswegen hatte Numenera ein unheimlich großes Problem - wenn der Spielleiter da einen monströs großen blauen Tausendfüßler entgegenlaufen ließ, wußte man nicht, ob das ein Monster ist oder der Bus in die nächste Stadt... Was ist normal? Welches Verhalten ist statthaft, welche nicht. Was sind Gebräuche und Traditionen...
Wenn ich "wie in Transsylvanien" sage, hat jeder ein Bild im Kopf und sehr vieles ist Deckungsgleich. Wenn ich den Bezug und die Orientierung an irdische Kulturen außen vor lasse, muss ich sehr viel erklären...

Und die zweite Frage, die ich mir stelle ist, in wie weit das überhaupt möglich ist. Unsere Ideen sind immer durch Erfahrungen und Erlebnisse inspiriert. Wenn ich ein seefahrendes Inselreich erschaffe, dann habe ich Bilder im Kopf - die irgendwo herstammen und von meinen Erfahrungen und Erinnerungen inspiriert sind. Vielleicht denke ich an das antike Griechenland, vielleicht an den Pazifik und Vajana oder an etwas anderes. Aber es ist immer ein Bezugspunkt vorhanden. Und das ist auch gut, denn wenn ich muss meine kreativen Schöpfungen ja vermitteln können - ich muss ja bei meinem Gegenüber auch Bilder im Kopf erzeugen. Wenn ich das nicht kann, wird mein Versuch, Leute für mein Setting zu interessieren, scheitern. Und etwas völlig Neues werde ich in den aller seltensten Fällen hinbekommen.
Selbst wenn ich das Versuche, in dem ich eine Kultur, die komplett unter Wasser lebt, schaffen möchte - was es irdisch ja nie gab - bediene ich mich irgendwelcher Vorstellungen - Bilder die ich habe, um es mir vorstellen zu können. Also lande ich doch irgendwo, wo ich schon war - also auf unserer Erde...
« Letzte Änderung: Gestern um 09:59 von Boba Fett »
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Offline Eleazar

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2428 am: Gestern um 10:17 »
Ich finde, es kommt allein aufs Ergebnis an.

Ich finde es gut, wenn es Referenzkulturen gibt (die ja nicht mal ausdrücklich genannt werden müssen), die erst mal für konkrete, unterscheidbare Kulturen sorgen. Ohne Anker in der Vorstellung fällt schnell alles im Allgemeinen in der Mitte zusammen. Oder es bleibt unanschaulich und beliebig. Referenzkulturen haben den Vorteil, dass sie ein umfassendes, detailreiches Bild vermitteln und dass ich mit diesem Bild in meiner Fantasie die Lücken füllen kann, die jede Beschreibung lässt.

Der Nachteil ist, dass in den Referenzkulturen ja erst mal das Fantasymäßige komplett fehlt. Außerdem müssen sie noch verfremdet und aufgepimpt werden, damit sie spannend sind. Außerdem nervt es wahrscheinlich, wenn der 3-Semester-Sinologe oder der Was-ist-was-Babylonien-Besitzer dem SL sagt, wie es in dem entsprechenden Fantasyland wirklich läuft. Und die Karl-Mayisierung ist ein Problem: Das unser Blick auf fremde Kulturen durch überkommene, veraltete und teils kolonialistische oder rassistische Klischees getrübt ist.

Aber das ist unsere Fantasie ja ohnehin, so dass wir das alles auch in ultraselbstausgedachte nicht-irdische Kulturen von dreibeinigen Schuppenbiestern eintragen.

Und wahrscheinlich liegt jedes Ergebnis irgendwo zwischen den Polen: Genaues historisches Vorbild und zusammenfantasiert.

Ich finde: Bevor ein konkretes Ergebnis vorliegt, ist alles andere erst mal Blabla. Mich interessiert echt wenig, welch hochtrabende Zielvorstellungen jemand hat, sondern was am Ende konkret rauskommt.

Und da hat jeder Ansatz seine eigenen Fallen und Gefahren. Und was das Ergebnis genau ist, interessiert. Der Rest nicht.

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2429 am: Gestern um 10:23 »
Deswegen hatte Numenera ein unheimlich großes Problem - wenn der Spielleiter da einen monströs großen blauen Tausendfüßler entgegenlaufen ließ, wußte man nicht, ob das ein Monster ist oder der Bus in die nächste Stadt... Was ist normal? Welches Verhalten ist statthaft, welche nicht. Was sind Gebräuche und Traditionen...

Na ja, wenn diese großen blauen Tausendfüßler für die Charaktere normal sind, dann kann man das auch dazusagen. Und wenn nicht, dann spiegelt das Unwissen der Spieler halt gleich bequem das ihrer Charaktere wider...ob das nun ein gefährliches Monster ist, auf das man besser gleich schießt, bevor es zu nahe kommt, oder nur ein friedlicher Einwohner der Gegend, der die Neuankömmlinge vor einer drohenden Gefahr warnen will und es deshalb so eilig hat, müssen dann eben beide erst noch herausfinden. ;D

Zitat
Wenn ich "wie in Transsylvanien" sage, hat jeder ein Bild im Kopf und sehr vieles ist Deckungsgleich.

Ausnahme: Wenn ich "wie in Transsylvanien" sage und jemanden am Tisch habe, der längere Zeit in Transsylvanien verbracht und dabei nicht gerade unter einem Stein gelebt hat, dann ist es mit der Deckungsgleichheit unter Umständen schnell Essig. Denn der bringt dann natürlich seine Erinnerungen an seine Zeit und alles, was er so aufgeschnappt hat, mit und nicht bloß die bekannten Hammer-Horrorelemente...

Offline Eleazar

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2430 am: Gestern um 10:31 »
Alles klar.

Aber wir brauchen fürs Spielen einen gemeinsamen Vorstellungsraum. Ein Bühnenbild, in dem wir unsere Figuren bewegen können, ohne ständig über einen Stuhl oder Tisch zu stolpern. Und für meinen Geschmack ist es ein Vorteil, wenn das Anreißen dieses Bühnenbildes ziemlich schnell, intuitiv und einfach geht. Sonst muss ich mir als Spieler tausend abseitige Dinge merken, die der SL oder der Autor sich ausgedacht haben. Oder der SL muss ständig eingreifen, nachbessern und meine Vorstellungen korrigieren.

Und das geht dann, wenn man eh schon eine Vorstellung oder auch ein Klischee teilt. Und dann sollte der am Tisch sitzende Transsilvanier sein Heimatkundewissen eventuell mal gegen sein Tanz-der-Vampire-Wissen tauschen.

Wir wollen ja schließlich Abenteuer erleben, Fantasy erleben und nicht Völkerkunde betreiben.

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2431 am: Gestern um 10:43 »
Mich als Historiker stört es nicht, dass in der alten Midgard-Welt historisch nicht exakte Klischees über mittelalterliches Schottland oder Persien benutzt werden. Ich kann mit sowas gut leben, das ist praktisch und erleichtert den Einstieg.

Ich fange erst dann an, die Beckmesserei auszupacken, wenn mir vollmundig historisch exaktes Rollenspiel in unserer realen Geschichte versprochen wird, klugerweise machen das aber nur wenige.
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Offline Leonidas

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2432 am: Gestern um 10:45 »
Die Vermeidung irdischer Anleihen geschieht bei M6 ja nicht ganz ohne einen Zweck, der nur mittelbar spielerisch motiviert ist: der eurozentrische Blick auf andere Kulturen soll gezielt vermieden werden; in dem Kontext ist auch von Respekt für andere Kulturen geschrieben worden.

Auf das Ergebnis kommt es an. Schon morgen wissen die ganz großen M6 Fans mehr, denn da gibt es ja diese Prerelease-Marketingaktion bei Pegasus.

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2433 am: Gestern um 10:50 »
Alles klar.

Aber wir brauchen fürs Spielen einen gemeinsamen Vorstellungsraum. Ein Bühnenbild, in dem wir unsere Figuren bewegen können, ohne ständig über einen Stuhl oder Tisch zu stolpern.

Und das geht am besten, wenn wir uns wenigstens einig sind, was Stühle und Tische überhaupt sind -- schon klar. Das Prinzip stelle ich also nicht in Frage, nur die Verallgemeinerungen. :)

Zitat
Wir wollen ja schließlich Abenteuer erleben, Fantasy erleben und nicht Völkerkunde betreiben.

Hah. Wenn du das zehn Settingschreiberlingen sagst, werden dich mindestens drei von denen ganz entsetzt angucken. (Okay, speziell bei nach Regalmetern gemessenen deutschen Systemen vielleicht eher mindestens fünf... >;D)

Offline Eleazar

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2434 am: Gestern um 10:57 »
Die Vermeidung irdischer Anleihen geschieht bei M6 ja nicht ganz ohne einen Zweck, der nur mittelbar spielerisch motiviert ist: der eurozentrische Blick auf andere Kulturen soll gezielt vermieden werden; in dem Kontext ist auch von Respekt für andere Kulturen geschrieben worden.

Auf das Ergebnis kommt es an. Schon morgen wissen die ganz großen M6 Fans mehr, denn da gibt es ja diese Prerelease-Marketingaktion bei Pegasus.

Klar, ist aller Ehren wert. Aber mit einer Vermeidungshaltung ist noch keine einzige Zeile zu Papier gebracht. Und wie originell und detailreich es dann am Schluss wird, werden wir in der Praxis sehen. Wie gesagt: Die Illus der Figuren aus dem PTG und auch, was man sonst so sieht, sind vom Aquarellstil und von den Farben her modern und inovativ. Das, was konkret abgebildet wird, ist bislang totale Durchschnittsware. Da hatten die Abenteurertypen im Kodex oder die Illus in der Welt mehr Bandbreite.

Offline Swanosaurus

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2435 am: Gestern um 10:59 »
Die Vermeidung irdischer Anleihen geschieht bei M6 ja nicht ganz ohne einen Zweck, der nur mittelbar spielerisch motiviert ist: der eurozentrische Blick auf andere Kulturen soll gezielt vermieden werden; in dem Kontext ist auch von Respekt für andere Kulturen geschrieben worden.


Was ich ja auf verschiedenen Ebenen sehr zu begrüßen finde, unter anderem auch, weil es im besten Fall dafür sorgt, dass eben nicht die immergleichen Settingelemente in immergleichen Kombinationen wiedergekäut werden.

In der Fantasy-Literatur funktioniert das auch wunderbar (Siehe N.K. Jemisin, Robert Jackson Bennett, Daniel Abraham, Martha Wells und sicher zahllose andere, die ich nicht kenne ...). Aber da hat der/die Autor*in auch die volle Kontrolle über den Informationstropf und kann, so gut genug, die wichtigen Informationen und Bilder passgenau liefern und gleichzeitg nicht gleich mit einer ganzen eigenen Kosmologie überwältigen.

Im Rollenspiel ist das halt echt schwer - entweder, das originelle Setting spielt eine wichtige Rolle, dann will es aber auch erst einmal von allen Beteiligten gelernt werden, sonst sorgt es nur für Verwirrung. Oder es ist für die Abenteuer eigentlich egal oder bestenfalls ein Farbwert, dann wirkt es aber leicht blass und beliebig, und, na ja, egal ...

Ich weiß auch nicht, ob und wie man aus der Zwickmühle beim Rollenspiel rauskommt, wenn man ein wirklich großes und konsistentes Weltsetting entwickeln will. Für Gonzo - alles mögliche geht und wird dann im Spiel ausinterpretiert - geht das, für dicht beschrieben HIgh-Concept-Mikrosettings auch, aber für eine ganze Welt mit unterschiedlichen Abenteuerregionen? Puh.
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Offline Wyndor

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2436 am: Gestern um 11:09 »
Mir fiel der Einstieg in die "Geschichten aus Lun" auf Grund der neuartigen Namen und der fehlenden irdischen Bezüge (wie sieht z.B. die dortige Magokratie genau aus etc.) extrem schwer. Ich musste das Abenteuer auf links krempeln sehr oft lesen mit Notizen und immer wieder Nachlesen, bis ich ein Bild vor Augen hatte, mit dem ich mich sicher genüg fühlen konnte, im Spiel auch gut improvisieren zu können. Das war anstrengend und deutlich mehr Zeitaufwand als in den bisherigen M5 Publikationen. Das halte ich aktuell für sehr sperrig im Zugang und steht im Kontrast zum Thema "Vereinfachung". Aber: Ich habe es als sehr spannend und lohnenswert empfunden. Ich hoffe in Zukunft dennoch auf einen einfacheren Zugang zur Welt.

Ich kann gerne am Sonntag über erste Lektüreeindrücke berichten.

Offline Leonidas

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2437 am: Gestern um 11:15 »
(…). Und wie originell und detailreich es dann am Schluss wird, werden wir in der Praxis sehen. Wie gesagt: Die Illus der Figuren aus dem PTG und auch, was man sonst so sieht, sind vom Aquarellstil und von den Farben her modern und inovativ. Das, was konkret abgebildet wird, ist bislang totale Durchschnittsware. (…).

Das finde ich auch, leider. Allein die Kopfbedeckung des Halblings finde ich erwähnenswert.

Offline Leonidas

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2438 am: Gestern um 11:16 »
(…)
Ich kann gerne am Sonntag über erste Lektüreeindrücke berichten.

Gerne!  :d

Offline tartex

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2439 am: Gestern um 11:58 »
Ich sehe das sehr pragmatisch: es gibt schon so viele Fantasywelten, die einfach die immerselben historische Kulturen nachbauen, da brauch ich nicht noch eine.

Ob Damatu das durchhalten kann, ist eine andere Frage. Z.B Zwerge und Wikinger zu kreuzen ist jetzt auch nicht so die revolutionäre Innovation.
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Offline Swanosaurus

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2440 am: Gestern um 12:02 »

Ob Damatu das durchhalten kann, ist eine andere Frage. Z.B Zwerge und Wikinger zu kreuzen ist jetzt auch nicht so die revolutionäre Innovation.

Die "irdisches Klischee plus ein Gimmick"-Nummer ist eh die, die ich am wenigsten mag, das wurde schon in so vielen Kombinationen durchexerziert. Am meisten wirklich mit den Wikingern. Luftschiff-Wikinger, Zwergen-Wikinger, Weltraum-Wikinger ... vielleicht sollte jemand mal ein ganzes Spieluniversum nur mit unterschiedlichen Wikinger machen, die alle trotzdem nur mit Äxten kämpfen und geflochtene Bärte haben (bis auf die eine Wikinger-Zivilisation, deren originelles Gimmick es ist, dass sie Feuerwaffen erfunden hat).
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Offline Leonidas

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2441 am: Gestern um 12:22 »
Glaube nicht, dass das auf Klischeebruch durch Gimmick hinauslaufen wird, da traue ich dem M6-Team mehr zu.

Mein Tipp ist, dass ein großes Augenmerk auf Herrschaftskonzepte gerichtet werden wird. Lun, die Magokratie, Inbulon, das föderierte Reich mit theokratischer Dimension, etc. Sowas ist im Zweifel ja mit wenigen Skizzen gut darstellbar. Schwierig stelle ich mir Kultur, Alltag, Flora, Fauna, Klima, etc vor, wie das eine gemeinsame Spielerfahrung werden soll, ohne dass die Spielenden, mangels Bezugspunkt, die Beschreibung mit eigenen Vorstellungen ergänzen können.

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2442 am: Gestern um 12:23 »
Ob Damatu das durchhalten kann, ist eine andere Frage. Z.B Zwerge und Wikinger zu kreuzen ist jetzt auch nicht so die revolutionäre Innovation.

Stimmt schon. Zwerge wie Wikinger tragen Kettenhemd und Helm wahlweise mit oder ohne Hörner und beide treiben durchaus fleißig Handel, wenn sie nicht gerade auf Raubzug sind -- so groß ist der Unterschied also von vornherein nicht! :D

Offline Wisdom-of-Wombats

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2443 am: Gestern um 12:26 »
Die "irdisches Klischee plus ein Gimmick"-Nummer ist eh die, die ich am wenigsten mag, das wurde schon in so vielen Kombinationen durchexerziert. Am meisten wirklich mit den Wikingern. Luftschiff-Wikinger, Zwergen-Wikinger, Weltraum-Wikinger ... vielleicht sollte jemand mal ein ganzes Spieluniversum nur mit unterschiedlichen Wikinger machen, die alle trotzdem nur mit Äxten kämpfen und geflochtene Bärte haben (bis auf die eine Wikinger-Zivilisation, deren originelles Gimmick es ist, dass sie Feuerwaffen erfunden hat).

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Offline Eleazar

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2444 am: Gestern um 12:39 »
Tee trinkende, pazifistische Wikinger mit einem Faible für Gruppentherapie und Achtsamkeitstrainings?

Offline Swanosaurus

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2445 am: Gestern um 12:44 »
Tee trinkende, pazifistische Wikinger mit einem Faible für Gruppentherapie und Achtsamkeitstrainings?

 :d
Schon haben wir eine Kultur, die keiner mehr wiedererkennt! Runenmagie können sie ja trotzdem betreiben, und Zöpfe tragen. Und sie alle haben immer eine Axt dabei, aber ein kulturelles Tabu verbietet es, Äxte als Waffen einzusetzen, weil sie als das wichtigste, grundlegendste schöpferische Werkzeug einer Zivilisation gelten.
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Offline Eismann

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2446 am: Gestern um 13:07 »
Dann lieber Weltraum-Franzosen.
Gibt es denn Aussagen, wie in Midgard Kulturen gestaltet werden. Also, außer wie sie nicht gestaltet werden?

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2447 am: Gestern um 13:16 »
Dann lieber Weltraum-Franzosen.

Mit britischem Akzent? 8]

Offline Eismann

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2448 am: Gestern um 13:24 »
Napoleonik-Franzosen vs. Baguette-und-Barett-Franzosen vs. Normannen vs. Gallier in Space. Da kann man ein ganzes Planetensystem mit verschiedenen Kulturen füllen.
« Letzte Änderung: Gestern um 13:29 von Eismann »

Offline tartex

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Re: MIDGARD Smalltalk
« Antwort #2449 am: Gestern um 14:06 »
Stimmt schon. Zwerge wie Wikinger tragen Kettenhemd und Helm wahlweise mit oder ohne Hörner und beide treiben durchaus fleißig Handel, wenn sie nicht gerade auf Raubzug sind -- so groß ist der Unterschied also von vornherein nicht! :D

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