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Welcher Kunstform kommt das Rollenspiel am nähsten?

Literatur
Film
Theater
Comic

Autor Thema: Rollenspiel = Welche Kunstform?  (Gelesen 14080 mal)

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Offline Vanis

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #25 am: 13.10.2006 | 12:22 »
Ich würd auch sagen, dass Rollenspiel von allen genannten Künsten etwas hat. Wobei für mich die Tendenz hin zum Theater geht.

Im Theater hat man einen Autor. Das kann im Rollenspiel der Spielleiter sein, kann aber auch ein Autor eines Rollenspiels/Quellenbandes oder Abenteuers sein. Dann die Schauspieler im Theater, das sind dann wohl die Spieler im Rollenspiel. Je nach Spielstil nähert man sich im Rollenspiel der klassischen Aufführung im Theater (festgelegte Rollen, feststehende Handlung) oder dem Improtheater (freie Handlung, keine festen Rollen, im Rollenspiel gestalten SL und Spieler dann gemeinsam die Handlung).

Aber natürlich ist Rollenspiel auch Literatur. Was sonst sind Hintergrundgeschichten, Charaktergeschichten, Kurzgeschichten, die in Rollenspielen vorkommen, sonst?

Bei Rollenspiel und Filmen würd ich eher sagen, dass da Rollenspiel sich einiges abschaut in Sachen Spielstil, von der Kunstart her gibt es da aber doch einige Unterschiede. Filme sind in Bezug auf Improvisation wohl recht eingeschränkt.
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Offline Haukrinn

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #26 am: 13.10.2006 | 12:58 »
Warum nur 4 Optionen. Ich finde, Rollenspiel hat auch viel von der Bildhauerei...
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Offline Darius

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #27 am: 13.10.2006 | 13:06 »
Also das klassische Rollenspiel am Tisch mit Pen and Paper ist wohl am ehesten Literatur. Zum Theater fehlt die Schaupielerische Aktion in Mimic und Gestik. Und ich finde oder zumindest ist das bei uns so....es wird eine Geschichte erzählt, bei der die Spieler interagieren können und dis egestalten können. Also Interaktive Literatur sozusagen.
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Offline Thalamus Grondak

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #28 am: 13.10.2006 | 13:21 »
Literatur und Theater jeweils zu gleichen Teilen.
Von Filmen und Comix hat es IMHO nix, denn es gibt normalerweise keine Visualisierung, und Comic ohne Bilder ist Literatur und Filme ohne "Szenen so lange drehen, bis sie genau passen" ist Theater.
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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #29 am: 13.10.2006 | 13:25 »
Film auf keinen Fall, denn da fehlt das wesentlichste Element: Der Film.

Film definiert sich doch darüber, daß die gespielten Szenen aufgezeichnet und möglichst wirkungsvoll zusammengeschnitten werden. Klar, man kann mit entsprechenden Techniken zur Story- und charakterentwicklung arbeiten, aber das visuelle Element und die Aufzeichnung fehlen - und ohne visuelles Element und ohne Aufzeichnung kein Film.

Ich würde Rollenspiel auch als eigene Kunstform betrachten, die Elemente der genannten in sich vereinigt ;)

Ich finde, Rollenspiel hat auch viel von der Bildhauerei...
Stimmt. Wir sitzen auch alle mit einem Marmorblock, Hammer und Meißel am Tisch  ~;D

Offline Haukrinn

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #30 am: 13.10.2006 | 13:31 »
Stimmt. Wir sitzen auch alle mit einem Marmorblock, Hammer und Meißel am Tisch  ~;D

Quark! Obwohl, manchmal wären zumindest Hammer und Meißel garnicht schlecht...  >;D

Ich meinte eigentlich eher, daß man am Anfang nur eine Grobform (z.B. 'nen Charakter) hat, aus der man im Verlauf immer mehr Details herausarbeitet...  ::)
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Offline Fredi der Elch

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #31 am: 13.10.2006 | 14:14 »
Ich würde Rollenspiel auch als eigene Kunstform betrachten, die Elemente der genannten in sich vereinigt ;)
Das nehme ich auch! :)
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Offline Pendragon

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #32 am: 13.10.2006 | 14:44 »
Zitat
Ich würde Rollenspiel auch als eigene Kunstform betrachten, die Elemente der genannten in sich vereinigt

jo, dem stimm ich auch zu.
Je nach dem  was man beim Rollenspiel betont, weist das Rollenspiel mehr ähnlichkeiten mit dem einen oder anderen auf.

Offline Bitpicker

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #33 am: 13.10.2006 | 14:57 »
Warum Literatur? Schreibt ihr beim Rollenspiel reihum die Geschehnisse auf, anstatt sie zu erzählen?

Wenn du Literatur konsumierst, schreibst du dann mit? Beim Rollenspiel ist 'Schreiben' und 'Lesen' eins, auch wenn es nicht wirklich darum geht, Worte aufs Papier zu bringen. Erzählen in jeder nicht-visuellen Art ist Literatur; auch die mündliche Überlieferung ist Literatur, Märchen wurden nicht erst durchs Niederschreiben dazu.

Für mich ist der Literaturansatz vor allem deshalb ergiebiger als der Theateransatz, weil wir (meine Gruppe) beim Spiel sehr viel Beschreibung, indirekte Rede und dritte Person verwenden; als SL spreche ich nur relativ selten in Ich-Form bei der Darstellung von NSCs, weil es eben kein Theater sein soll. Auch die Spieler verstellen ihre Stimmen nicht und verhalten sich nicht wie ihre Charaktere. Ich weiß, dass das in anderen Gruppen durchaus anders sein kann.

Die Besonderheiten der Erzählform Rollenspiel sind für mich ihre (bereits erwähnte) Interaktivität und ihre Nicht-Fixiertheit. Traditionelle Literatur ist zunächst einmal ein Mittel zur Fixierung der Kultur, aber in unserer postmodernen Gesellschaft ist Fixierung von Traditionen unproduktiv. Das Rollenspiel produziert Literatur für das Hier und Jetzt und nur für die Beteiligten.

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Offline Lord Verminaard

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #34 am: 13.10.2006 | 15:16 »
Klar ist Rollenspiel was eigenes, die Frage war ja auch nicht, was es ist, sondern welcher Form es am nächsten kommt. ;)

Ich sehe da Literatur vorne, da verbale Beschreibung in beiden Formen Trumpf ist und die bildliche Vorstellung im Kopf des Adressaten entsteht. Soweit die Spieler tatsächlich schauspielern, ergeben sich Ähnlichkeiten zum Film (die meisten orientieren sich bei der Nachahmung ganz sicher eher an Filmschauspielern als an Theaterschauspielern).
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Offline Arbo

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #35 am: 13.10.2006 | 15:16 »
Also ich sehe auch eher eine Bindung zu dem, was ich mir unter Improvisationstheater vorstelle. Allerdings muss man der Ehrlichkeit halber auch festhalten, dass Improvisationstheater eine recht spezielle Form von Theater ist - daher wäre es wohl besser gewesen, gleich nach "Improvisationstheater" statt "Theater" zu fragen.

Der entscheidende Punkt ist dabei, dass es sich um ergebniss-offene "Prozesse" handelt - die Geschichte steht nicht fest, Dialoge sind - i.d.R. - nicht einstudiert usw. In dieser Hinsicht schneiden Film, (allg.) Theater wie Buch und Comic äußerst schlecht ab - während dort "vergangenes" Handeln erzählt wird, IST die Handlung beim RS am Entstehen. RS ist so m.E. wesentlich lebendiger (evolutorisch). Wird der Aspekt ausgeblendet, scheint mir die Nähe zu den verschiedenen Kunstformen gleichwertig (überall wird kreativ gearbeitet, es werden nur unterschiedliche Ausdrucksformen verwendet, die alle auch im RS zur Geltung kommen können).

Ansonsten hängt es auch davon ab, WIE man spielt. Wer nur railroaden möchte, wird möglicherweise eher eine Nähe zum Film (o.ä.) sehen, als ImprovisationskünstlerInnen.

Arbo

P.S.: In gewisser Weise kann man sicher auch die Nähe zum "Stand-up-Comedy" sehen.
« Letzte Änderung: 13.10.2006 | 15:18 von Cpt. Arbo Spauldings »
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Offline yossarian

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #36 am: 13.10.2006 | 15:32 »
...stand up comedy: sehr guter Punkt!

Offline Fredi der Elch

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #37 am: 13.10.2006 | 15:33 »
Klar ist Rollenspiel was eigenes, die Frage war ja auch nicht, was es ist, sondern welcher Form es am nächsten kommt. ;)
Dann nehme ich das:
Je nach dem  was man beim Rollenspiel betont, weist das Rollenspiel mehr ähnlichkeiten mit dem einen oder anderen auf.
;D
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Offline Lord Verminaard

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #38 am: 13.10.2006 | 15:35 »
...stand up comedy: sehr guter Punkt!

Vor allem wenn man mit dir und Ralf und Woozle spielt. ~;D
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Crazee

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #39 am: 13.10.2006 | 15:48 »
Wenn man den guten alten Geschichtenerzähler als Kunstform zulassen würde (quasi Literatur ohne Schrift und Papier) Dann ist es doch am ehesten interaktives Geschichtenerzählen.  Denn der Geschichtenerzähler früher hat Stimmen imitiert (check), Mimik gemacht (check), improvisiert (check), auch mal Sachen vorgemacht (check) aber vor allem eine Geschichte erzählt.

Mein Statement:

Rollenspiel ("Pen&Paper") entspricht am ehesten der Kunstform des Geschichtenerzählens.

Von daher ist das mit der Comedy gar nicht so verkehrt, denn der aktuelle Comedian tut das im Prinzip auch, nur dass die Geschichten teilweise sehr kurz sind und immer lustig sein sollen.

Online Aeron

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #40 am: 13.10.2006 | 15:59 »
Von der bestehenden Auswahl würde ich sagen im Schnitt könnte man es dem Theater zurechnen. Aber da wir gerade in diesem Forum zu gut wissen, dass es unterschiedliche Spielstile gibt, wird sicher eine Gruppe mehr in Richtung Film tendieren, eine andere in Richtung Literatur oder Comic...

Offline Arbo

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #41 am: 13.10.2006 | 16:11 »
Also halten wir mal zwischenzeitlich fest: Rollenspiel ist vor allem etwas, was alle aufgeführten Kunstformen nicht in ausreichendem Maße beinhalten - nämlich interaktiv.  ;D
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Offline Vanis

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #42 am: 13.10.2006 | 16:27 »
Rollenspiel ("Pen&Paper") entspricht am ehesten der Kunstform des Geschichtenerzählens.

Kann ich so stehen lassen, falls es für SL und Spieler gleichermaßen zutrifft.
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Offline Merlin Emrys

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #43 am: 13.10.2006 | 16:34 »
Also halten wir mal zwischenzeitlich fest: Rollenspiel ist vor allem etwas, was alle aufgeführten Kunstformen nicht in ausreichendem Maße beinhalten - nämlich interaktiv.  ;D
Gerade dieser Punkt dürfte es sein, der für mich Rollenspiel am naechsten an das Theater rückt. Dort hat man nämlich Charaktere, die interagieren. Das kann in einem Film gegeben sein, muss es aber nicht; daher fällt Film für mich weg. Aber das ist eben auch die Art zu spielen, auf die sich die Gruppen, in denen ich spiele, geeinigt hat: Wie Theater, nur mit minimaler Kulisse und Ausstattung, dafür sind die Menschen die zentralen Handlungsträger.

Allerdings gibt es unbestreitbar auch andere Spielweisen, insofern gebe ich mal keine Stimme ab.
(Nb, kann mir jemand sagen, wo der "Ergebnisse anzeigen"-Link hinverschwunden ist?)

Offline Vash the stampede

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #44 am: 13.10.2006 | 16:58 »
Allerdings gibt es unbestreitbar auch andere Spielweisen, insofern gebe ich mal keine Stimme ab.
(Nb, kann mir jemand sagen, wo der "Ergebnisse anzeigen"-Link hinverschwunden ist?)

Ich war so fies und habe die Einstellung getroffen, dass nur derjenige die Ergebnisse einsehen darf, der auch abgestimmt hat. >;D
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Offline Enkidi Li Halan (N.A.)

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #45 am: 13.10.2006 | 17:00 »
Dort hat man nämlich Charaktere, die interagieren. Das kann in einem Film gegeben sein, muss es aber nicht; daher fällt Film für mich weg.
Diesen Einwand verstehe ich nicht. In den meisten Filmen interagieren Charaktere (Ausnahmen sind Reportagen und Dokumentationen mit rein beschreibendem Inhalt sowie bestimmte Formen des Kunstfilms). Genauso gibt es Theaterstücke ohne Interaktion von Charakteren (nennt sich dann Monolog).

Wenn sich Interaktion allerdings auf Interaktion des Zuschauers (der Mitspieler) mit dem oder innerhalb des Mediums bezieht, ist es korrekt, dass dies größtenteils* nur im Improtheater gegeben ist.


*(es gibt sowohl im Film als auch im Theater Formen, bei denen das Publikum/der Zuschauer in die Bühenhandlung einbezogen wird bez. durch Abstimmung dazu aufgefordert wird, den Ausgang einer filmischen Handlung zu verändern)

Offline Kardinal

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #46 am: 13.10.2006 | 17:16 »
Geschichtenerzählen
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Joe Dizzy

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #47 am: 13.10.2006 | 17:29 »
Rollenspiel ähnelt am meisten dem Ausdruckstanz.

1) Auf Aussenstehende wirkt es obskur und etwas seltsam.
2) Man hat Spaß, egal ob man einfach nur rum zappelt bzw. irgendwie so spielt oder ob man Schulen erlernt bzw. das Spiel analysiert und aufschlüsselt.
3) Tänzer und Rollenspieler nehmen ihre Beschäftigung dermassen ernst, dass sich schnell Gruppen und Strömungen bilden, deren einziges Merkmal häufig ist, dass sie nicht "die Irren von der anderen Seite" sind.
4) Man kann Tänzer und Rollenspieler meist auf Anhieb erkennen.
5) Sowohl bei Ausdruckstänzern als auch bei Rollenspielern gibt es das Klischee: "Hat keine Freundin." Wenn auch aus verschiedenen Gründen.
6) Wenn Tänzer und Rollenspieler ihre Lieblingsbeschäftigung erklären, sagen sie immer: "Aber nicht so wie du jetzt vielleicht denkst..."
7) Beide glauben, dass nicht jeder das kann, was sie tun.
8) Einen Hang zur Selbstdarstellung halten beide für einen Charakterzug, der unter ihresgleichen unvermeidbar ist.
9) Die Kunst/das Hobby ist immer kurz davor unterzugehen.
10) Beide haben eine typische Standardgarderobe, die sie für unglaublich stylisch halten, aber die in Wirklichkeit nur Kopfschütteln erntet.

Hurle Vents

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #48 am: 13.10.2006 | 17:57 »
Argh! Mein Hassthema. Schwer, mich zurückzuhalten. Muss ich aber, sonst werde ich ausfallend. >:(

Rollenspiel ist keine Kunst und hat auch mit anderen Kunstformen nichts zu tun. Jedenfalls nicht mehr, als Kochen oder Makramee.

Da ich das Ergebnis nicht sehen kann, ohne abzustimmen, wäre ich für einen Zwischenstand dankbar.

Huckleberry

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Re: Rollenspiel = Welche Kunstform?
« Antwort #49 am: 13.10.2006 | 18:13 »
Literatur; darüber habe ich meine Magisterarbeit verfasst... ;)

Klingt ja interessant. Gibts die irgendwo (online?) zu lesen?