Umfrage

Was für eine Textverarbeitung bevorzugt ihr?

WYSIWYG mit manuellem Layout
15 (45.5%)
WYSIWIG mit automatischem Layout
8 (24.2%)
reine Texteingabe mit manuellem Layout
2 (6.1%)
reine Texteingabe mit automatischen Layout
8 (24.2%)

Stimmen insgesamt: 27

Autor Thema: OpenOffice oder LaTeX?  (Gelesen 10562 mal)

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Eulenspiegel

  • Gast
OpenOffice oder LaTeX?
« am: 29.10.2009 | 17:12 »
Inspiriert vom Nachbarthread würde mich mal interessieren, was für eine Textverarbeitung ihr persönlich bevorzugen würdet.

WYSIWIG Programme sind dabei Programme, wo man sofort sieht, was man eingegeben hat.
Bei reiner Texteingabe sieht man quasi nur den "Quellcode" und erst, wenn man die Datei speichert/kompiliert, wird daraus eine Textdatei mit vernünftigen Layout erzeugt.

Manuelles Layout bedeutet, dass man wirklich jede Kleinigkeit selber formatieren muss.
Beim automatischen Layout gibt man ganz am Anfang ein paar Parameter an und das Programm macht anschließend den Rest.

MS Office und Open Office sind zum Beispiel WYSIWYG Programme mit manuellem Layout.
Während LaTeX eine reine Texteingabe mit automatischen Layout ist.

Für die beiden anderen Sachen fallen mir momentan keine Beispiele ein, aber theoretisch müsste es sowas auch geben.

So, hier also die Frage: Welche Art der Textverarbeitung bevorzugt ihr und warum?

Pyromancer

  • Gast
Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #1 am: 29.10.2009 | 17:20 »
Wieso "bevorzugen würdet"? Unter welcher Bedingung denn?

Generell: WYSIWYG mit automatischem Layout, sprich: Word/OOo mit vernünftigen Formatvorlagen

Offline TRIX

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #2 am: 29.10.2009 | 17:24 »
Kommt eigentlich immer auf die Art des Textes an  ~;D

Einen normalen Brief (z.B. Kündigung von irgendwas, etc.) setz ich nicht mit LaTeX auf. Das geht mit OOo schneller. Auch kürzere Dokumente die ich für mich selbst anfertige (Notizen zu Kampagnen, etc.) schreib ich eher mit OOo. Längere Texte, die ggf. auch "veröffentlicht" werden sollen (also an andere Leute/Freunde/.. gehen), werden mit LaTeX gesetzt. Aber auch sonst nutze ich hin und wieder LaTeX um z.B. Übungszettel für die Nachhilfe zu erstellen. Ansonsten werden Seminare oder auch atm meine Diplomarbeit in LaTeX gesetzt (bei den ganzen mathematischen Formeln gibts halt nix besseres. Abgesehen davon BibTeX, automatische ToC, Nummerierung von Gleichungen/Abschnitten/etc., eqref/ref i.A., usw..... das is einfach toll :) ich kann mich voll auf den Inhalt konzentrieren und muss mir nicht um irgendwelche Formatierungen Gedanken machen.)

Ich hab daher mal für die letzte Option gestimmt; denn wenn ich mal Zeit hätte mir ordentliche Vorlagen zu basteln, ich LaTeX wohl auch für kürzere Sachen nutzen würde.
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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #3 am: 29.10.2009 | 17:32 »
Ich tu' mir schwer das den 4 Möglichkeiten zuzuordnen.

LaTeX kommt ins Spiel, sowie ein Text lange genug wird um Inhaltsverzeichnis, Index, Querreferenzen u.ä. zu benötigen.

Print-and-Forget Dokumente wie Briefe, Rechnungen, etc. schreib ich mit was auch immer gerade am PC installiert ist.
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Offline Barbara

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #4 am: 29.10.2009 | 17:53 »
Für Briefe nutze ich YSWYG aka ein Word. Für unfangreichere Projekte sehr gerne ein DTP-Programm. Leider sind die nicht gerade billig.
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Offline Merlin Emrys

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #5 am: 29.10.2009 | 18:01 »
Ich habe Latex nie gelernt, aber ich brauchte auch nur in Ausnahmefällen Formeln. Andererseits gab es häufiger Grafiken und vergleichbares, und da scheint Latex sich schwer mit zu tun - und dann lohnt auch das Lernen kaum, wenn die Word-Gruppe es wesentlich einfacher erlaubt. Und leider stoße ich immer noch auf Macken und Probleme in OpenOffice, weswegen es derzeit als Parallelinstallation mit einem älteren MS Office auf meinen Rechnern sein Dasein fristet.
In Word und Writer habe ich jeweils ein Format-Set zurechtgebastelt, aber ich verwende es nur für längere Arbeiten. Für das normale Schriftwerk gefällt mir eine manuelle Formatierung oft besser. Aber das hängt wirklich auch immer an der Art des Textes...

Ein

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #6 am: 29.10.2009 | 20:02 »
Definitiv Word. LaTeX. Tut mir leid, aber abgesehen von sehr spezifischen Anwendungsbereichen (sehr formellastig, wobei da OO schon seit langem gut aufgeholt hat) ist es schlicht veraltet und ein Krampf.

Offline Timberwere

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #7 am: 29.10.2009 | 20:04 »
Mit Setzprogrammen wie Latex habe ich gar keine Erfahrung, wusste bis zum Lesen des Nachbarthreads nicht mal, dass es sowas für "Otto-Normal-EDV-Nutzer" überhaupt gibt.

Ich weiß auch gar nicht, ob die mit TRADOS SQL oder anderen Übersetzungshilfen/Translation Memory-Programmen überhaupt zusammenarbeiten würden... ich habe ja noch nicht mal getestet, ob mein TRADOS auf meinem Mac läuft, sondern mache das bisher immer schön in Parallels und mit Word. Aber eigentlich ist mir Open Office inzwischen sogar lieber, bis auf einige winzige Kleinigkeiten, die Word  bzw. besser kann. Anderes wiederum kann OO besser, so dass ich manchmal sogar ein Dokument in beiden Programmen feintune, bis ich habe, was ich will.
Zitat von: Dark_Tigger
Simultan Dolmetschen ist echt kein Job auf den ich Bock hätte. Ich glaube ich würde in der Kabine nen Herzkasper vom Stress bekommen.
Zitat von: ErikErikson
Meine Rede.
Zitat von: Shield Warden
Wenn das deine Rede war, entschuldige dich gefälligst, dass Timberwere sie nicht vorher bekommen hat und dadurch so ein Stress entstanden ist!

oliof

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #8 am: 29.10.2009 | 20:19 »
Je länger die Texte werden, umso eher laufe ich bei WYSIWYG-Programmen in Probleme.

Kurze Texte und viele Texte an denen ich kollaborativ arbeite laufen bei mir über Google Docs (bzw. Wave, aber das ist kein Textverarbeitungsprogramm).

Die Abenteuer. mache ich mit ReST und PrinceXML, also strukturierter Textformatierung und automatischem Satz. Da habe ich am wenigsten Probleme, quasi beliebige Vorlagen zu übernehmen. Eigentlich sollte ich rst2pdf benutzen, aber ich kann leidlich CSS und will nicht noch einen anderen Stylesheet-Dialekt lernen.

LaTeX tu ich mir nicht mehr an. Zuviel Aufwand für beschränkt kontrollierbare Ergebnisse (einige meiner Dokumentenfeatures sind mit LaTeX—genauer: TeX—nicht umsetzbar (das ist mir so von TeX Core Developern gesagt worden). ConTeXt kann das angeblich ganz gut, aber ich bin zu beschränkt, das zu verstehen.

Ich hab mich auch schon mit Scribus rumgeschlagen, aber das ist mir doch zu fremd. Ich bin halt nur Amateur.

Word und OpenOffice benutze ich eigentlich nur ganz selten. Meistens, um aus Quelldateien was anderes zu machen.

Eulenspiegel

  • Gast
Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #9 am: 29.10.2009 | 20:20 »
Ich finde halt, der große Vorteil bei LaTeX ist, dass man sich kein bisschen um Formatierung kümmern muss. Da haben sich andere Leute, die sich besser mit Layout auskennen als ich, bereits Gedanken drüber gemacht.
Ich muss einfach nur schreiben, und um das Layout kümmert sich jemand anderes (der Computer).

Vorteil 2: Wenn ich doch mal ein ganz spezielles Layout haben möchte (was eigentlich selten vorkommt, da ich mit dem Standard Layout zufrieden bin), dann muss ich bei LaTeX nur vorne im Kopf ein paar Einstellungen verändern. Bei Word müsste ich durch die Datei gehen und überall einzeln die Einstellung ändern.

Vorteil 3: Man benötigt keine Maus, sondern kann alles mit der Tastatur machen. (Dadurch schreibt sich ein Text doch deutlich schneller, als wenn man das schreiben immer unterbrechen muss, um etwas mit der Maus zu markieren.)

Ein

  • Gast
Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #10 am: 29.10.2009 | 20:28 »
Zitat
dass man sich kein bisschen um Formatierung kümmern muss.
Ich habe fast 2 Jahre als LaTeX-Setzer gearbeitet, daher kann ich dir bestätigen, dass das so nicht stimmt.

Zitat
Bei Word müsste ich durch die Datei gehen und überall einzeln die Einstellung ändern.
Formatvorlagen? Dafür sind die da. Echt, Leute, die keine Formatvorlagen in Word einsetzen (angefangen bei banalen Dingen wie Überschrift 1, 2 etc.) gehören ehrlich gesagt erschossen.

Zitat
Man benötigt keine Maus, sondern kann alles mit der Tastatur machen
Word hat eine Masse an Hotkeys. Diese lassen sich sogar noch fast beliebig erweitern. Ich selbst benutze kaum die Maus beim Schreiben und ich schreibe und setze immer noch sehr lange Texte. (Unter anderem Abschlussarbeiten mit 100+ Seiten)


oliof

  • Gast
Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #11 am: 29.10.2009 | 20:29 »
ad 1) Es gibt für Word und OpenOffice Templates, die man nur ausfüllen muß.

ad 2) Auch Word und OpenOffice haben Formatvorlagen. Da muß man nur die Formatierungsanweisungen an zentraler Stelle ändern, und das wirkt sich aufs ganze Dokument auf.

ad 3) Es ist erstaunlich, wie weit man bei Word/OpenOffice mit Tastaturkürzeln kommt. Und dann gibt es noch diesen interessanten Grundlagenartikel.

Die Nachteile von WYSIWYG sind garnicht so groß, wie man üblicherweise annimmt. Mir macht die Kommandozeilenfrickelei auch mehr Spaß (-:

Belchion

  • Gast
Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #12 am: 29.10.2009 | 20:38 »
Ich finde halt, der große Vorteil bei LaTeX ist, dass man sich kein bisschen um Formatierung kümmern muss.
Brauchst du bei gängigen Textverarbeitungen auch nicht: Den gewünschten Absatz einfach mit einer Formatvorlage (z.B. Textkörper, Überschrift 1, Tabellenkopf usw.) versehen und der Text erhält automatisch das Layout, welches mit dieser Formatvorlage verknüpft ist. Diese Formatvorlagen werde idR mitgeliefert.

Bei Word müsste ich durch die Datei gehen und überall einzeln die Einstellung ändern.
Wenn du in gängigen Textverarbeitungen mit Formatvorlagen arbeitest, brauchst du auch bloß die Formatvorlage ändern, um alle entsprechenden Textteile anzupassen. Einige Textverarbeitungen (wie z.B. Papyrus Office) können sogar sämtliche identisch formatierten Textbestandteile eines Dokuments automatisch für dich selektieren (falls du z.B. nicht an die Formatvorlagen gedacht hast).

Man benötigt keine Maus, sondern kann alles mit der Tastatur machen.
Auszeichnungen (wie kursiv, fett usw) kannst du in allen gängigen Textverarbeitungen ebenfalls per Tastatur eingeben. Zumindest OOo verfügt auch über Tastenkürzel für die Formatvorlagen.

Offline Bombshell

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #13 am: 29.10.2009 | 20:41 »
Hallo,

solche Diskussionen hier arten immer zu Religionskriegen aus. Ich habe immer dann ein Problem mit einem Programm, wenn es versucht schlauer als der Benutzer zu sein und das passiert mir bei WYSIWYG-Editoren häufiger als bei einer reinen Textdatei die durch einen Formatierer läuft.

MfG

Stefan
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Ein

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #14 am: 29.10.2009 | 20:45 »
Das ist wiederum bei allen WYSIWYG-Editoren, die ich kenne, nur eine Einstellungssache.

Offline Bombshell

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #15 am: 29.10.2009 | 20:57 »
Hallo,

Das ist wiederum bei allen WYSIWYG-Editoren, die ich kenne, nur eine Einstellungssache.

Leider habe ich die Hör auf mich zu verarschen-Einstellung meistens nicht gefunden. Benutzt man ein Programm nicht häufig genug ist es meist den Aufwand nicht wert sich da besser einzuarbeiten. Und der Einstellungs-Dialog von Word ist auch nicht intuitiv.

MfG

Stefan
Kurze klare Worte

Offline Merlin Emrys

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #16 am: 29.10.2009 | 21:15 »
solche Diskussionen hier arten immer zu Religionskriegen aus.
Das liegt in der Natur der Sache, fürchte ich :-) . Ich würde gerne Latex wenigstens mal qualifiziert antesten, aber ich bin dann doch nicht motiviert genug, mir alles selbst beizubringen, und wenn man nicht mehr an einer Uni ist, ist es mit guten Kursen so eine Sache... Ich wäre ja dafür, beides im Schulunterricht unterzubringen (Word ab der 5. Klasse und Latex ab der 9. oder so), damit die Schüler wissen, welches Programm sie einsetzen sollten. Dafür muß man halt beide kennen.

Leider habe ich die Hör auf mich zu verarschen-Einstellung meistens nicht gefunden.
Ach, mit etwas Sucherei habe ich schon eine Menge Hör auf damit-Häkchen und Buttons gefunden. Aber die sind überwiegend irre gut versteckt, da stimme ich Dir zu. Und auch wenn's hier eine Spur OT ist, weil Excel und Calc ja keine Textverarbeitung sind: Kann mir irgendwer sagen, wie man wenigstens einem von beiden austreibt, Zahlen in Datumsangaben zu verwandeln, wann immer sie eine halbwegs passende Zahl (mit Punkt oder Komma als Trenner) importieren?

Eulenspiegel

  • Gast
Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #17 am: 29.10.2009 | 21:47 »
Ich habe fast 2 Jahre als LaTeX-Setzer gearbeitet, daher kann ich dir bestätigen, dass das so nicht stimmt.
Wobei hat LaTeX denn Probleme bereitet und du musstest per Hand nachhelfen?

Zitat
Word hat eine Masse an Hotkeys. Diese lassen sich sogar noch fast beliebig erweitern.
Hotkeys haben halt den Nachteil, dass sie immer nur ein Zeichen lang sein können (plus Alt, Strg und Shift). Daher habe ich zumindest Probleme, mir mehr als ca. 10 Stück zu merken.

Bei Latex, HTML etc. kann ein Befehl dagegen auch mal mehrere Zeichen lang sein. Man kann daher ein leicht zu merkendes kurzes Wort als Befehl nehmen.

oliof

  • Gast
Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #18 am: 29.10.2009 | 22:03 »
Wobei hat LaTeX denn Probleme bereitet und du musstest per Hand nachhelfen?

Bei mir waren es zum Beispiel sidebars die länger als eine Seite sind. Schriftmanagement ist auch fürn Arsch (und ich baue beileibe keine Fontmassengräber).

Zitat
Hotkeys haben halt den Nachteil, dass sie immer nur ein Zeichen lang sein können (plus Alt, Strg und Shift). Daher habe ich zumindest Probleme, mir mehr als ca. 10 Stück zu merken.

Bei Latex, HTML etc. kann ein Befehl dagegen auch mal mehrere Zeichen lang sein. Man kann daher ein leicht zu merkendes kurzes Wort als Befehl nehmen.

Das fassen Fortmatvorlagen ja zusammen. Und die haben wie oben gezeigt auch Kurzbefehls-Zugriff.

Ich habe die gleiche Vorliebe wie Du, aber Deine Argumentation scheint mir schwach und der Sache(TM) nicht dienlich …

Offline kirilow

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #19 am: 29.10.2009 | 22:16 »
Bei mir waren es zum Beispiel sidebars die länger als eine Seite sind. Schriftmanagement ist auch fürn Arsch (und ich baue beileibe keine Fontmassengräber).
Ha, das Problem hatte ich auch (in etwas anderer Form). Liegt daran, dass LateX kein Boxen- und Textflussmodell wie DTP-Programme hat.

Mit Formatvorlagen bei Word habe ich aber auch immer Probleme.

Eigentlich sind alle Lösungen scheiße. Ich brauche einfach 'ne Sekretärin (EDIT: oder 'nen Sekretär).

EDIT: entgendered
« Letzte Änderung: 29.10.2009 | 22:21 von kirilow »
Der Kummerkasten von Dr. Sommer-kirilow ist im rsp-blog Forum. Hier ist sein Postfach voll.

Offline Feuersänger

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #20 am: 29.10.2009 | 22:35 »
Open Office.

Zur Not auch Word, auch wenn das eine stärkere Tendenz dazu hat, sich für schlauer als mich zu halten, wie bei MS-Produkten allgemein üblich, und DAS hat mich bei allen Programmen immer schon angekotzt.

Latex... geh mir bloß weg mit dem Scheiss. Musste ich mal vor 8 Jahren oder so die Grundlagen lernen, und fand es damals schon von vorgestern. Mer lebe doch nimmer im finschdere Middelalder.
Am meisten hat mich daran angekotzt, dass der Müll zwar einen integrierten \LaTeX-Dingens hatte (der halt diesen blöden Schriftzug dargestellt hat), aber irgendwas anderes, viel essentielleres für den Alltagsgebrauch gefehlt hat. Ich weiß aber nicht mehr, was das war. Fand es jedenfalls symptomatisch.

<snip rant>
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #21 am: 29.10.2009 | 22:37 »
Wobei hat LaTeX denn Probleme bereitet und du musstest per Hand nachhelfen?

Bei mir machen die Inkompatibilitäten der diversen Pakete immer wieder Schwierigkeiten. A geht, und B geht, aber A+B gleichzeitig hat nebeneffekt C, der nur durch viel Suchen in Foren & newsgroups behoben werden kann. Und in zweispaltigem Layout Bilder "hübsch" setzen funktioniert nicht ohne erheblichen Aufwand.
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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #22 am: 29.10.2009 | 22:45 »
LaTeX ist für Formeln aller Art unverzichtbar, mir fällt kein math. Ausdruck ein, den man damit nicht setzen kann. Aber für alles andere nutze ich radikal WYSIWYG (OO oder MO) je nach Laune und PC ;)
Tactician 92%  Power Gamer 67%  Specialist 58%  Method Actor 58%
Storyteller 42%  Butt-Kicker 33%  Casual Gamer 25%

Eulenspiegel

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #23 am: 29.10.2009 | 23:04 »
Bei mir waren es zum Beispiel sidebars die länger als eine Seite sind. Schriftmanagement ist auch fürn Arsch (und ich baue beileibe keine Fontmassengräber).
Sah die Seite denn schlecht aus, wenn man die Schrifttypen benutzt hat, die Latex automatisch verwendet?

Klar, für einen Grafikdesigner ist Latex nichts. Der Vorteil von Latex ist ja gerade der, dass man sich NICHT um das ganze Layout Gedanken machen muss. (Ich musste mir zumindest bei Latex nie überlegen, welcher Schrifttyp jetzt angemessen ist.)

Zitat
Das fassen Fortmatvorlagen ja zusammen. Und die haben wie oben gezeigt auch Kurzbefehls-Zugriff.
Ich glaube, du hast mich missverstanden.

Was ich meinte:
Bei Word oder OO: Pro Formatvorlage ein Shortkey. Pro Shortkey ein Buchstabe (plus evtl. Alt, Strg und Shift).
Das heißt, wenn ich zehn Formatvorlagen habe, dann muss ich mir zehn Einzelbuchstaben merken. (Falls ich die Formatvorlagen über Shortkeys ansteuern will.)

Bei Latex oder HTML/CSS sieht es jedoch wie folgt aus:
Pro Formatvorlage ein Befehl. Dieser Befehl kann je nach Vorliebe ein einzelner Buchstabe oder ein ganzes Wort sein.
Bei zehn Formatvorlagen muss ich mir also nicht zehn Buchstaben, sondern zehn Wörter merken.

Und zehn Wörter lassen sich leichter merken als zehn Buchstaben. (Klar, wenn alle zehn Wörter mit unterschiedlichen Buchstaben anfangen, kann man als Shortkey einfach den Anfangsbuchstaben des Wortes nehmen. - Falls aber mehrere Wörter mit dem gleichen Buchstaben anfangen, sieht das ganze schon schwieriger aus.)

Ach ja, noch ein Vorteil von Latex:
Ich kann einen formatierten Text aus Latex oder hier hereinstellen, und ein anderer User kann ihn sich hier aus dem Forum kopieren und der Text bleibt formatiert.
Bei Word Anwendungen geht das nicht. Da muss man die ganze Datei als Anhang mitsenden.

Bei mir machen die Inkompatibilitäten der diversen Pakete immer wieder Schwierigkeiten. A geht, und B geht, aber A+B gleichzeitig hat nebeneffekt C
Nach Uromas uralten Kochrezept:
"Wenn A und B zusammen nicht schmecken, dann benutze fortan nur noch entweder A oder B, aber nicht mehr beide Zutaten gemeinsam."  ;)

Pragmatisch und effektiv.

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Re: OpenOffice oder LaTeX?
« Antwort #24 am: 29.10.2009 | 23:16 »
Nach Uromas uralten Kochrezept:
"Wenn A und B zusammen nicht schmecken, dann benutze fortan nur noch entweder A oder B, aber nicht mehr beide Zutaten gemeinsam."  ;)

Ich beschwer mich ja auch nicht ;) Dass es ja dann doch irgendwie geht zeigt der Link in meinem Footer.

Aber ich würde mich davor hüten, ungeduldigen oder nicht sehr verspielten Personen LaTeX zu empfehlen. Bis die Nutzen-Kurve die Aufwand-Kurve übertrifft, dauerts dort viel länger als mit einem Wordverschnitt.
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