Autor Thema: Filme und Serien - Smalltalk  (Gelesen 724308 mal)

Teo Vernam und 3 Gäste betrachten dieses Thema.

Online Zed

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8825 am: 22.10.2022 | 02:02 »
Ist n High-Concept-Projekt aus der Nolan-Produktionsschmiede. Fühlt sich wie ein gelungener Nolanfilm an. 😬

Offline Raven Nash

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8826 am: 22.10.2022 | 08:53 »
Ich schaue grade mehrere Serien.
Bei The Midnight Club (NF) bin ich fast durch. Ein Hospiz für todkranke Jugendliche in einem alten Landhaus. Die mysteriöse Heilung einer ehemaligen Bewohnerin, ein geheimnisvoller Keller und die Gruselgeschichten, die die jungen Bewohner sich täglich um Mitternacht erzählen, ergeben eine interessante Mischung. Natürlich ist der Tod ein ständiges Thema, aber auch das Leben. Gut gemacht, gut gespielt, die einzige Kritik für mich ist, dass eigentlich keiner der Jugendlichen wirklich todkrank aussieht (auch wenn das immer wieder behauptet wird).

Bei Dahmer (NF) sind wir grade in der Mitte. Und bereits jetzt haben wir festgestellt - der Serienmörder ist deutlich sympathischer als Galadriel in RoP.  >;D Überhaupt macht die Serie sehr viel richtig. Jeff ist nicht einfach ein Monster, man hat eigentlich immer das Gefühl, dass es nur ein wenig anders hätte laufen müssen, um ihn zu einem "normalen" Typen zu machen. Aber er ist ja auch nicht unbedingt der 08/15-Serienmörder.
Aber auch die Geschichte seiner Opfer wird erzählt, und damit auch zwangsweise viel von der Homosexuellen-Szene von den 70ern bis 90ern. Erstaunlich für NF, konnte ich bisher noch keinen erhobenen Diversity-Finger bemerken, sondern man beschränkt sich auf eine recht nüchterne Darstellung mit Fokus auf den Menschen.
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Offline Jiba

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8827 am: 22.10.2022 | 10:06 »
Zitat
Bei Dahmer (NF) sind wir grade in der Mitte. Und bereits jetzt haben wir festgestellt - der Serienmörder ist deutlich sympathischer als Galadriel in RoP.  >;D

Ja, und genau so etwas will ich im Kontext einer True-Crime-Serie wie "Dahmer" gerade nicht lesen müssen. Ich meine: komm schon, das ist doch keinesfalls vergleichbar...  wtf?

Jeffrey Dahmer hat Menschen mit die schlimmsten Verbrechen angetan, die man sich vorstellen kann.
Es hat Gründe, warum die Serie so ungeheuer kontrovers diskutiert wird.

Jeffrey. Dahmer. Was. Not. Just. A. Normal. Guy.
Wenn du eine halbe Stunde hast:
https://www.youtube.com/watch?v=4wi49P-Qjcc
« Letzte Änderung: 22.10.2022 | 10:11 von Jiba »
Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline Teylen

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8828 am: 22.10.2022 | 12:07 »
Neben dem Viedo von James Somerton finde ich auch die Betrachtung von Jack Saint relevant:
DAHMER (2022) Should Not Exist

Für mich war Dahmer bereits unten durch, als bekannt wurde das die Macher kein Interesse oder größeren Respekt vor den Hinterbliebenden der Mordopfer haben.
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Offline Raven Nash

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8829 am: 22.10.2022 | 12:18 »
Ja, und genau so etwas will ich im Kontext einer True-Crime-Serie wie "Dahmer" gerade nicht lesen müssen.
Tja, dann lies es nicht. Ich hab's auch nicht nötig, mich für meine Meinung zu rechtfertigen, nur weil sie nicht in dein Weltbild passt.  ::)
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Offline Jiba

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8830 am: 22.10.2022 | 12:31 »
Tja, dann lies es nicht. Ich hab's auch nicht nötig, mich für meine Meinung zu rechtfertigen, nur weil sie nicht in dein Weltbild passt.  ::)

Wenn du einen geschmacklosen Witz machst, dann darf ich auch sagen, dass ich den für geschmacklos halte.

Zitat
Für mich war Dahmer bereits unten durch, als bekannt wurde das die Macher kein Interesse oder größeren Respekt vor den Hinterbliebenden der Mordopfer haben.
Das musst du verstehen, Teylen.
Hätte man die Opfer und die Gesellschaft um sie herum in der Serie vernünftig aufgearbeitet, dann wäre das ja wieder so komische "Diversität mit erhobenem Zeigefinger". Lieber gar nicht erst thematisieren, welche Bedeutung der Dahmer-Fall für den Umgang mit Homosexuellen in der öffentlichen Wahrnehmung seiner Zeit hatte. Lieber nicht drüber sprechen, wie reale Homophobie in der Polizei die Aufklärung des Falls behindert hat.

Wir haben da wahrscheinlich einfach ein anderes Weltbild.
Alle Augen auf "Rings of Power", bitte. Da passieren die wirklich menschenverachteten Sachen. Die armen, armen genozidal bedrohten Orks (die wir in unseren "The One Ring"-Runden natürlich ohne zu Zögern töten würden... aber wenn eine Frau in einer Fantasyserie davon spricht, dann ist das natürlich viel schlimmer als dieser sympathische Mittdreißiger, der in der Realität Menschen umgebracht hat.)
« Letzte Änderung: 22.10.2022 | 12:33 von Jiba »
Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8831 am: 22.10.2022 | 14:00 »
True Crime Serien wie Dahmer sind der westlich-moderne Ersatz für den Nervenkitzel von "Löwen fressen Christen in der Arena".
"Ja natürlich ist das Realitätsflucht. Was soll daran schlecht sein? Haben Sie sich die Realität in letzter Zeit mal angesehen? Sie ist grauenhaft!"


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Offline Niniane

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8832 am: 22.10.2022 | 14:15 »
Mir erschließt sich die Faszination für Serienkiller auch nicht, egal, wie sie heißen oder wo sie herkommen, aber in jedem Medium. Es gibt ja inzwischen eine Band, deren Liedtitel die Namen berühmter Mörder:innen tragen bzw. ungelöster Kriminalfälle und die sich in Interviews ernsthaft wundert, dass Leute das abstoßend finden.

Und wenn ich dann noch lese, dass die Angehörigen bei "Dahmer" schön außen vor gelassen wurden, krieg ich sowieso einen Hals. Denn da geht es imho um billige Effekte und Geldmachen und nicht um Dokumentation von Verbrechen, die aus vielerlei Gründen lange unentdeckt geblieben sind.

True Crime Serien wie Dahmer sind der westlich-moderne Ersatz für den Nervenkitzel von "Löwen fressen Christen in der Arena".

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Offline Ludovico

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8833 am: 22.10.2022 | 15:32 »
Ich kann die Faszination für Serienkiller gut verstehen. Die Motivation für Mord ist ja immer gleich: Geld, Liebe oder Vertuschung.

Serienkiller dagegen tun anderen Menschen unglaubliche Dinge aus anderen Motivationen an. Sie sind für uns schwer begreifbar und unheimlich.
Es hat für mich was mit der Angst vor dem Unbekannten wie bei Lovecraft.

Leider gibt es in Film und Fernsehen eine Art Schwemme, so dass für mich auch die Luft raus ist, was das Thema angeht.

Was Dahmer angeht, so war er ja ein Womanizer und sehr charismatisch, was ihm oft genug half.
Ich denke, mich würde die Serie auch interessieren, da die Darstellung von Serienkillern ja sehr häufig die einer degenerierten Person ist.

So eine Art Hans Landau, der ja in Inglorious Bastards auch sehr charismatisch rüberkam, bloß als Serienkiller...  Auf Netflix gibt es eine Menge netter Sachen. Vielleicht sollte ich mal wechseln von Prime 

Offline Lyonesse

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8834 am: 22.10.2022 | 15:48 »
Was Dahmer angeht, so war er ja ein Womanizer und sehr charismatisch, was ihm oft genug half.
Ich glaube, du verwechselst Dahmer gerade mit Ted Bundy.
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Offline Ludovico

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8835 am: 22.10.2022 | 15:56 »
Verflixt! Und schon ist Netflix weniger interessant.  ;D

Apropos, die beste Darstellung eines Serienkillers brachte meiner Meinung nach immer noch Peter Lorre in M.
Sein Plädoyer zum Schluss war großartig.
« Letzte Änderung: 22.10.2022 | 16:03 von Ludovico »

Offline Alex

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8836 am: 22.10.2022 | 16:57 »
Apropos, die beste Darstellung eines Serienkillers brachte meiner Meinung nach immer noch Peter Lorre in M.
Sein Plädoyer zum Schluss war großartig.
Großartig ist etwas untertrieben. Aber ansonsten, ja. :)

Offline Talasha

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8837 am: 22.10.2022 | 17:33 »
Seit wann macht Quentin Tarantino Maid-Animes?  Akiba Maid Wars hat eine echt hohe Was-zur-Hölle-guck-ich-da?!?!?!?!?!-Quote.
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"Da klingelt was bei mir, aber ich kann nicht sagen ob sie da sind oder nicht"

Offline Timberwere

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8838 am: 22.10.2022 | 19:27 »
1. Folge Peripherie auf prime: So geht High-Budget-Serie!

Spannende Welt(en), toller Look, interessante Charaktere, super Darsteller:innen und das Skript (bislang) top!

Wir haben die erste Folge auch geschaut und sind ebenfalls schwer begeistert.
Zitat von: Dark_Tigger
Simultan Dolmetschen ist echt kein Job auf den ich Bock hätte. Ich glaube ich würde in der Kabine nen Herzkasper vom Stress bekommen.
Zitat von: ErikErikson
Meine Rede.
Zitat von: Shield Warden
Wenn das deine Rede war, entschuldige dich gefälligst, dass Timberwere sie nicht vorher bekommen hat und dadurch so ein Stress entstanden ist!

Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8839 am: 22.10.2022 | 23:17 »
Hab grad Everything Everywhere All At Once gesehen.

Der war deutlich alberner, als ich nach Trailer und Kritiken erwartet hätte.
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Offline Raven Nash

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8840 am: 23.10.2022 | 07:56 »
Wenn du einen geschmacklosen Witz machst, dann darf ich auch sagen, dass ich den für geschmacklos halte.
Zitat
War kein Witz - die Dramaturgie, die Darstellung und die schauspielerische Umsetzung sind einfach deutlich besser. Wenn Galadriel einfach ein verwöhntes Gör ist, deren Handlungen nicht wirklich koheränt sind, dann ist bei Dahmer das Gegenteil der Fall. Auch die Opfer haben wesentlich mehr Konturen als jede Figur in RoP - obwohl sie jeweils nur eine Folge lang auftauchen. Hat wohl was mit dem Drehbuch zu tun...
Zitat
Lieber gar nicht erst thematisieren, welche Bedeutung der Dahmer-Fall für den Umgang mit Homosexuellen in der öffentlichen Wahrnehmung seiner Zeit hatte. Lieber nicht drüber sprechen, wie reale Homophobie in der Polizei die Aufklärung des Falls behindert hat.
Genau das tut die Serie aber. Polizisten, die die Wohnung betreten und angeekelt von einer Durchsuchung absehen, weil Jeff sagt, dass im Schlafzimmer "so Schwulensachen" liegen. Die fluchtartig diese verlassen, weil "sie sich nichts einfangen wollen". Dabei liegt die Leiche des letzten Opfers neben dem Bett...
Oder sein Vater und seine Großmutter, die seine Homosexualität so verbissen ignorieren und auch alle anderen Seltsamkeiten ausblenden, nur um sich nicht damit zu konfrontieren.

Bei Dahmer waren sich die Gutachter ja nie einig, außer bei einer Sache: Er war sympathisch, zuvorkommend und höflich, machte einen netten Eindruck. Und genau das trifft die Serie auf den Punkt. Und die Tatsache, dass Serienkiller eben keine "Monster" sind, sondern der Typ von nebenan. Denn "das hätte ihm niemand zugetraut"! Und dass es eine ganze Reihe, hochkomplexer Faktoren braucht, um einen Serienkiller zu "erschaffen".

Das ärmste Schwein war eigentlich seine Nachbarin, die unzählige Male die Polizei gerufen hat, der man aber nicht glaubte, weil sie halt eine schwarze alte Frau war. Die faktisch wusste, dass neben ihr ein Serienkiller lebt, und noch dazu verarscht wurde. Und das zeigt die Serie ebenfalls recht drastisch.

Ich würde halt empfehlen, sich eine eigene Meinung zu bilden, anstatt auf irgendwelche YT-Wichtigtuer zu hören. Ist so ähnlich, als würde man Shadiversity als Experten für historische Waffen ansehen...
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Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8841 am: 23.10.2022 | 08:23 »
Das alles hätte man auch als eine neutrale Doku machen können, anstatt eine Serie zu drehen, die auf Effekthascherei aus ist.

Die Serie ist vollkommen unnötig und bedient in ihrer Machart nur die Sensationsgier.
True Crime ist medial aufpoliertes Rotten.com.
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Offline Jiba

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8842 am: 23.10.2022 | 08:59 »
War kein Witz - die Dramaturgie, die Darstellung und die schauspielerische Umsetzung sind einfach deutlich besser. Wenn Galadriel einfach ein verwöhntes Gör ist, deren Handlungen nicht wirklich koheränt sind, dann ist bei Dahmer das Gegenteil der Fall. Auch die Opfer haben wesentlich mehr Konturen als jede Figur in RoP - obwohl sie jeweils nur eine Folge lang auftauchen. Hat wohl was mit dem Drehbuch zu tun...

1. Warum vergleichst du dann Galadriel und Jeffrey Dahmer, die eigentlich wahnsinnig wenig Vergleichspunkte haben. Der eine ist ein realer, männlicher Serienkiller in den 1980ern, der jetzt von einem Schauspieler in einem True-Crime-Format dargestellt wurde. Die andere ist eine fiktionale Elben-Omi, die tausende Jahre gelebt hat, in einer Fantasywelt, in der Orks als das absolut Böse in früheren Formaten immer gesetzt waren. Ich meine, wo liegt das überhaupt nahe beieinander? Höchstens halt im Bereich der Übertreibung, Überspitzung, Überhöhung. Zu humoristischen Zwecken. Und um "RoP" einen Schwenker mitzugeben. 
2. Du setzt einen grinsenden Teufelchen-Smilie hinter die Aussage, um die Gag-Absicht zu markieren.

Und da sollen wir nicht annehmen, dass es dir um den humoristischen Effekt geht?
Das war ein Gag und ich finde empfinde den als im Maßstab völlig entglitten.

Nebenbei: Galadriel ist kein "verwöhntes Gör", sondern eine erwachsene Frau. Die können wir als kalt wahrnehmen. Als arrogant. Als inkonsistent. Aber warum infantilisierst du sie?

Und was soll zu einer Serie wie Dahmer denn der Hinweise auf "Netflix-Diversität" überhaupt? Was willst du damit eigentlich sagen? Ich meine, in einer Dahmer-Serie muss es doch um Homosexualität gehen. Und dass da keine Drag Queens mit bunten Haaren durchs Bild spazieren, davon war doch auszugehen. Das ist doch ein True-Crime-Format und nicht "The Queer Eye". Wovon sprichst du da überhaupt?
« Letzte Änderung: 23.10.2022 | 09:13 von Jiba »
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8843 am: 23.10.2022 | 09:52 »
Geht es hier nun um die schauspielerischen Leistungen von Morfydd Clark und Evan Peters?

Offline Isegrim

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8844 am: 23.10.2022 | 10:04 »
Das alles hätte man auch als eine neutrale Doku machen können, anstatt eine Serie zu drehen, die auf Effekthascherei aus ist.

Bezieht sich das jetzt auf Dahmer oder Rings of Power?
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Offline Jiba

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8845 am: 23.10.2022 | 10:05 »
@Ludovico:
Selbst die wären ja nicht vergleichbar.

Das wäre als würde ich sagen Charlize Theron sei eine bessere Schauspielerin Helena Bonham-Carter, weil Bonham-Carter ihre Belatrix LeStrange schlechter spielt als Theron ihre Aileen Wuornos. Das sind zwei völlig unterschiedliche Genres mit zwei völlig unterschiedlichen Ansprüchen an die Rolle.

Bezieht sich das jetzt auf Dahmer oder Rings of Power?

Und auch das Humoristische in dieser Aussage zündet nur, wenn wir anerkennen, dass beide Medienprodukte sehr, sehr schlecht zu vergleichen sind.
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Offline Isegrim

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8846 am: 23.10.2022 | 10:10 »
Und auch das Humoristische in dieser Aussage zündet nur, wenn wir anerkennen, dass beide Medienprodukte sehr, sehr schlecht zu vergleichen sind.

Wieso?
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8847 am: 23.10.2022 | 10:20 »
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Klar, die Perspektive einer Person die homosexuell ist und das auch in den 80ern war und sich mit der Aufarbeitung bzw. Präsentation der Geschichte, Kultur und weiterer Aspekte der Szene beschäftigt ist natürlich komplett nichtig. Da höre man doch lieber auf die Perspektive von jemand der sich vor der Dahmer Serie offensichtlich nicht mit dem Thema der Homosexualität in den 70er und 80er beschäftigt hat und das auch nicht will.

Und natürlich ist es moralisch verwerflich sich nicht die aufgebauchte Sexualisierung und Normalisierung eines Serienmördern anzuschauen, bei dem sehr viele der Hinterbliebenen der Opfer darauf hinweise das es ohne ihre Konsultation und auf ihre Kosten umgesetzt wurden, dass sie darüber hinaus aktiv unter Druck gestellt wäre. Wäre ja noch schöner wenn sowas wie die Perspektive der oder Respekt vor den Opfer einem die Aufgeilung am True Crime vermiest.

Es ist ja nicht so das Zuschauer es dann offenbar nicht hinkriegen Ted Bundy, der wegen Morden an weißen Frauen verurteilt wurden, von Dahmer zu unterscheiden, der wegen Morden an homosexuelle, überwiegend nicht-weißen Männer, zu unterscheiden. Weil, kann man mal verwechseln. Volll aufklärend die Serie. Die übrigens separat von der tatsächlichen Doku ist, die Netflix nebenher anbietet.


Komplett am Thema vorbei ist dann die Frage ob Even Peters schauspielern kann. Das er schauspielern kann ist unbestritten.
Es ist allenfalls fragwürdig einen Schauspieler für die Darstellung eines real existierenden Serienmörder zu casten, der in zumindest AHS bewiesen hat, dass er den verschiedenen fiktiven Mördern mehr sex-appeal gibt als für einen realen jetzt gut.
Man hätte das gleiche Problem wenn man anstelle von Even Peters beispielsweise Mads Mikkelsen gewählt hätte.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8848 am: 23.10.2022 | 10:23 »
Das alles hätte man auch als eine neutrale Doku machen können, anstatt eine Serie zu drehen, die auf Effekthascherei aus ist.

Nicht dass ich etwas dagegen hätte, wenn es mehr handwerklich saubere Dokus gäbe, aber die Entscheidung, eben gerade eine reißerische Serie zu machen, stand da doch ganz am Anfang.

Klar hätte man mit dem selben Thema oder bezogen auf den selben konkreten Fall etwas völlig anderes machen können, aber wende den Gedanken mal auf ähnliche Konstellationen an - das ist doch absurd.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8849 am: 23.10.2022 | 10:29 »
Nicht dass ich etwas dagegen hätte, wenn es mehr handwerklich saubere Dokus gäbe, aber die Entscheidung, eben gerade eine reißerische Serie zu machen, stand da doch ganz am Anfang.
Einerseits haben sie eine Doku gemacht, neben der Serie.
Andererseits haben sie ganz zu Anfang behauptet das die Serie total respektvoll mit den Opfern und den Hinterbliebenen umgeht und das Dahmer nicht vermenschlicht wird.

Ansonsten sehe ich jetzt nicht was an einer realistischeren, besser recherchierten Serie zu echten Geschehnissen (was ähnliche Konstellation meint) absurd sein soll?
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