Autor Thema: Filme und Serien - Smalltalk  (Gelesen 724090 mal)

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8850 am: 23.10.2022 | 10:35 »
Andererseits haben sie ganz zu Anfang behauptet das die Serie total respektvoll mit den Opfern und den Hinterbliebenen umgeht und das Dahmer nicht vermenschlicht wird.

Das ist eine ganz andere Baustelle und das haben sie recht offensichtlich verpfuscht.

Ansonsten sehe ich jetzt nicht was an einer realistischeren, besser recherchierten Serie zu echten Geschehnissen (was ähnliche Konstellation meint) absurd sein soll?

Nein, gemeint war eben nicht eine anders aufgezogene Serie, sondern explizit eine Doku anstatt einer Serie. So hat es Sashael geschrieben und so habe ich es weiter verwendet.

Und dann landet man z.B. eben bei:
"Saving Private Ryan? Da hätte man doch auch eine gut recherchierte Doku über die Operation Overlord machen können!"

Klar könnte man. Aber wie ein Entscheidungsprozess aussehen sollte, der dazu führt, dass man irgendwann im Projektverlauf das ganze Ding umschmeißt und was völlig anderes macht, will mir nicht so recht klar werden.


Das geht doch nur auf den Gedanken zurück, dass man mit einem anderen Produkt was hätte anfangen können und mit dem tatsächlich gelieferten eben nicht.
Geht mir ja genau so, aber ich schaue eben schlicht die Serie nicht und ansonsten muss die sich beim restlichen Publikum bewähren oder durchfallen - dann gibt es mehr davon oder nicht.
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Offline Teylen

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8851 am: 23.10.2022 | 10:42 »
Bei Saving Private Ryan ging es doch um ein fiktives Szenario, keine Darstellung eines so tatsächlichen Geschehen im zweiten Weltkrieg.
Wo es passen würde, wäre wenn es bei bspw Dunkirk als Kritik aufgekommen wäre. Was nach meiner Erinnerung aufkam, obwohl sich Nolan mit dem Film Mühe gab. Vielleicht war es deswegen weniger.

Geht mir ja genau so, aber ich schaue eben schlicht die Serie nicht und ansonsten muss die sich beim restlichen Publikum bewähren oder durchfallen - dann gibt es mehr davon oder nicht.
Mache ich für gewöhnlich auch so.
Wo ich allerdings aufmucke ist wenn dann Leute die sich über die Serie mit der Vergangenheit nur im Rahmen der Serie beschäftigen, die Serie wegen ihres "neutralen und informativen" Ansatz über den grünen Klee loben.

Ich mein, ich habe jetzt auch kein Bedürfnis jetzt Leute anzumopsen die "Hackers" mögen. Wenn man mir dann aber weiß machen mag wie technisch und sozial realistisch die Serie ist, und das Leute die der Sichtweise widersprechen woke Idioten sind, würde ich schon aufmucken.
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Offline Ludovico

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8852 am: 23.10.2022 | 10:49 »
@Ludovico:
Selbst die wären ja nicht vergleichbar.

Das wäre als würde ich sagen Charlize Theron sei eine bessere Schauspielerin Helena Bonham-Carter, weil Bonham-Carter ihre Belatrix LeStrange schlechter spielt als Theron ihre Aileen Wuornos. Das sind zwei völlig unterschiedliche Genres mit zwei völlig unterschiedlichen Ansprüchen an die Rolle.

Wenn es nicht an den schauspielerischen Leistungen liegt (und Schauspieler können durchaus verglichen werden in Sachen Qualität), dann an den Drehbuchautoren die die Persönlichkeit eines Charakters lebendig und glaubwürdig Festhalten oder aber des Regisseurs, der die Schauspieler nicht in die richtige Richtung lenkt...

Ich muss sagen, Rings of Power hat mich auch nicht abgeholt. Und dass es an der Darstellung der Figuren liegt, ist für mich naheliegend.

Wenn wir keine emotionale Bindung zu Figuren aufbauen, dann liegt das an Schauspielern, Autoren oder Regie.

Und dieser Aspekt ist durchaus vergleichbar.

Offline YY

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8853 am: 23.10.2022 | 10:49 »
die Serie wegen ihres "neutralen und informativen" Ansatz über den grünen Klee loben.

Das lese ich da weder inhaltlich noch im Ausmaß raus.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8854 am: 23.10.2022 | 11:00 »
Andererseits haben sie ganz zu Anfang behauptet das die Serie total respektvoll mit den Opfern und den Hinterbliebenen umgeht und das Dahmer nicht vermenschlicht wird.

Nachdem ich jetzt oberflächlich gesucht habe, mal in die Runde:

Hat das jemand parat?

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8855 am: 23.10.2022 | 12:04 »
Nachdem ich jetzt oberflächlich gesucht habe, mal in die Runde:

Hat das jemand parat?
Die verlinkten Videos zeigen afair beide entsprechende Aufnahmen der Macher in Bezug auf die Serie.
Bei dem von Jack Saint bin ich mir ziemlich sicher. Da es mit der Aussage von Evan Peters eröffnet und später längere Clips zeigt wo Peters noch Ryan erwähnt. Ich meine es gibt mehr Ausschnitte im YT Video.

Die Clips stammen wohl aus diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=pvQP-85ADRE
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8856 am: 23.10.2022 | 12:47 »
Smile
Solider Horrorfilm, aus dem man leider weit mehr hätte machen können. Er besitzt gute Momente und die Idee weiss ebenfalls zu überzeugen, selbst wenn sie nicht besonders innovativ ist. Dazu: Ein Film, der auf jump scares setzt, und dann bereits im Trailer damit um sich wirft, ist das nicht das cleverste. Nicht nur ich, wusste was kommt, anscheinend haben viele andere den Trailer gesehen, denn es ging an einer Stelle ein Geraune durchs Publikum, sodass der Effekt eher medioker war. Die Schauspieler machen immerhin einen soliden Job und das Design stimmte. Doch ist mir das Ende zu schal, in seiner Auflösung sogar zu banal. Und wie erwähnt, die grösste Stärke des Films, dieses beängstigende Lächeln, kommt viel zu schwach rüber. Für einen netten Halloween-Abend ist er vielleicht daher ansehnlich.

In der Vorschau lief der Trailer zu Mad Heidi und der unterm Strich am meisten Spass gemacht. Das sagt leider ebenfalls aus.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8857 am: 23.10.2022 | 16:01 »
Wenn es nicht an den schauspielerischen Leistungen liegt (und Schauspieler können durchaus verglichen werden in Sachen Qualität), dann an den Drehbuchautoren die die Persönlichkeit eines Charakters lebendig und glaubwürdig Festhalten oder aber des Regisseurs, der die Schauspieler nicht in die richtige Richtung lenkt...

Ich muss sagen, Rings of Power hat mich auch nicht abgeholt. Und dass es an der Darstellung der Figuren liegt, ist für mich naheliegend.

Wenn wir keine emotionale Bindung zu Figuren aufbauen, dann liegt das an Schauspielern, Autoren oder Regie.

Und dieser Aspekt ist durchaus vergleichbar.

Mich hat "Rings of Power" auch nicht vollständig abgeholt.

Aber ich käme trotzdem nicht im Ansatz auf die Idee zu sagen: "Also mir ist ja die Hauptfigur aus dem Serienkiller-Biopic, die Männer vergewaltigt, foltert, tötet und mitunter isst, viel sympathischer als die Elbenschnepfe in dieser neuen Fantasyserie. Hach, schaut mal was ich da jetzt für 'nen edgy Witz gemacht habe..."

Das kritisiere ich. Was soll das denn? Wir reden hier von Jeffrey Dahmer, Leute.
Jeffrey.
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Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline Ludovico

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8858 am: 23.10.2022 | 17:49 »
Kann man als Witz sehen und kann man geschmacklos finden oder auch nicht... Muss man alles aber nicht.
Geschmäcker sind verschieden.

Und wie zuvor erwähnt, gibt es durchaus Möglichkeiten beides zu vergleichen.

Und nun btt

Gerade Pippi Langstrumpf geht von Bord mit meiner Tochter gesehen. Nicht so gut gealtert für mich, aber mein Kind war hin und weg. Funktioniert also weiterhin.

Weiterhin hab ich gestern mit Jericho begonnen. Als sie im Fernsehen lief, hatte ich nur reingeschaltet, fand sie aber da schon gut. Es geht um die Kleinstadt Jericho inmitten der USA. Plötzlich sehen die Leute einen Atompilz. Die Verbindung zur Außenwelt bricht ab.
Keiner weiß, was los ist.

Eher aktuelles Thema, dramatisch dargestellt, aber trotzdem sehr gut.

Offline Outsider

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8859 am: 23.10.2022 | 19:03 »
Jericho ist richtig gut, leider wurde es abgesetzt.

Ich glaube die haben noch eine halbe Staffel nachgereicht nachdem Fans massenweise Erdnüsse an das Studio oder die Produktionsfirma geschickt haben.

Ich glaube die haben noch ein paar lose Enden abgeschlossen.

Sehr schade das da nicht mehr kam.
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Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8860 am: 23.10.2022 | 23:36 »
An diesem Wochenende noch Kiss the Cook und Morbius gesehen.

Der erste Film hatte zwar ein zwei Schwachpunkte, war aber ganz niedlich. Als Koch hat mich die starke Fokussierung auf dicke Fleischbrocken als "geiles Essen" etwas gestört, aber sonst war's okay.

Morbius hab ich nicht zu Ende geschaut.
Nicht, weil der so abgrundtief schlecht gewesen wäre, aber so richtig interessiert hat's mich dann letzten Endes dann auch nicht und es wurde schon spät.

Vielleicht geb ich mir die letzte halbe Stunde morgen doch noch.
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Offline Outsider

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8861 am: 25.10.2022 | 17:00 »
Ich muss noch mal kurz auf Dahmer zurückkommen.

Zitat
Andererseits haben sie ganz zu Anfang behauptet das die Serie total respektvoll mit den Opfern und den Hinterbliebenen umgeht und das Dahmer nicht vermenschlicht wird.

Wie weiter oben beschrieben habe ich mir ein eigenes Bild von der Serie gemacht. Sie ist nicht effekthaschend, sie ist bedrückend, weil die Seite der Opfer ein immenses Gewicht einnimmt. Es gibt nicht viele Serien bei denen ich mich leicht unbehaglich fühle, aber Dahmer schafft das ganz gut.

Zum einen liegt das daran, dass der Schauspieler von Dahmer und die geschriebene Rolle keinen Hochglanz-Serienkiller darstellt, sondern die seelischen Abgründe seiner Entwicklung und seiner Taten und seinen Umgang mit der Umwelt beklemmend deutlich einfängt.

Zum anderen daran, dass wenn Opfer näher beleuchtet werden man ihnen ein Gesicht gibt. Es ist klar, dass in nur 10 Folgen, deren Fokus auf dem Täter liegt, nicht alle Opfer die gleiche Screen Time bekommen können. Stellvertretend für alle Opfer nimmt sich die Serie aber Zeit auf zwei Fälle, die Familien und Hinterbliebenen gesondert einzugehen. Das macht sie mit viel Liebe zum Detail, nimmt sich Zeit und spinnt den Faden auch nach Dahmers Verhaftung weiter. D.h. es wird auch, exemplarisch an den beiden Familien (und seiner Nachbarin), verdeutlicht wie die Geschehnisse die Familien und deren Leben noch danach beeinflussen.

Auch wenn der Fokus auf diesen zwei Familien liegt werden die anderen Familien nicht unbeachtet gelassen. Nur nicht in der Ausführlichkeit!

Die Polizei und die Staatsorgane kommen bei dem ganzen verdammt schlecht weg und es wird deutlich, mehrmals auf die Verfehlungen der Beamten eingegangen. Aber auch wie das System sie deckt.

Die Serie schafft es aber trotzdem dem Zuschauer zu zeigen was das für Deppen waren!

Insgesamt empfinde ich die Serie als eine runde Sache.
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Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8862 am: 28.10.2022 | 17:11 »
Morbius hatte ich dann tatsächlich noch schnell zu Ende geschaut und es war zwar megavorhersehbar, aber der Hass auf Leto erschließt sich mir nicht.
Muss man dafür die Comics gelesen haben?

Dann habe ich noch Everything Everywhere All At Once gesehen und muss sagen, ich finde den Film doof.

Ja, die Schauspielerei ist auf einem guten Niveau und ja, im Gegensatz zu Dr.Strange 2 hat man hier wirklich ein MULTIversum, aber der Rest?

Die Story fängt gut an und driftet dann in einen "Vergib Darth Vader" Plot. Meh.
Die Prämisse zum Weltenspringen ist nett angedacht und eskaliert dann ins absolut Lächerliche.

Zudem war es sehr inkonsequent umgesetzt. Während am Anfang noch ein spezifischer Auslöser gefunden werden musste, um bestimmte Welten zu erreichen und definierte Skills zu bekommen (Stichwort Papercuts), wird später einfach nur noch komplett random Scheiss gemacht und alle bekommen Kung Fu Fähigkeiten.
Die Analplugszene hat's für mich echt gekillt.

Nach all den überschwenglichen Kritiken und begeisterten Zuschauern war der Film ziemlich unterwältigend.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8863 am: 28.10.2022 | 17:21 »
Morbius hatte ich dann tatsächlich noch schnell zu Ende geschaut und es war zwar megavorhersehbar, aber der Hass auf Leto erschließt sich mir nicht.
Muss man dafür die Comics gelesen haben?
Es ist mehr das der Film gewaltig oft im Kino angekündigt wurde (4 oder 5 Release Termine inklusive Trailer), Leto scheinbar ein recht großes Ego hat und der Film selbst, nachdem wie er beschrieben wurde, Anfang 2000 ganz gut bei die XMen Filme gepasst hätte oder so neben Elektra oder Hale Berry Catwoman.
Die Kombi hat dann dafür gesorgt das er ordentlich verissen wurde, anstelle wie die letzten Marvel-Filme mit einem "eh" abgebügelt. Zumal lästern über DC so ziemlich in ist.

Es hat dann nicht geholfen das mit dem Meme, dass Morbius im Film sowas sagt wie "It's morbin' time" oder sowas wie "I'll morb it", das arg viel verbreitet wurde, Sony dachte es bestehe vielleicht doch Interesse an dem Ding und ein Kino-Rerelease machte, das noch härter floppte als der erste Versuch.

Zitat
Dann habe ich noch Everything Everywhere All At Once gesehen und muss sagen, ich finde den Film doof.

Ja, die Schauspielerei ist auf einem guten Niveau und ja, im Gegensatz zu Dr.Strange 2 hat man hier wirklich ein MULTIversum, aber der Rest?
Der Rest funktioniert vor allem dann gut, wenn man die Geschichte als Metapher versteht.
Heißt beispielsweise dass Jobu Tupaki nicht wirklich ein "Darth Vader"-Bösewicht ist sondern mehr ein nihilistischer Teen auf dem Weg zum Suizid.

In Bezug auf das springen, also gerade die Dildo-Szene hat darauf basiert - auch wenn ich sie arg dumm fand.
Ansonsten sind Jobu Tupaki und später Evelynn davon ausgenommen, hören aber auch auf (afair) wild zu springen und beschäftigen sich die 3 oder 5 Universen-Story-Stränge abzuschliessen, plus sie nutzen es für persönliche Gespräche.
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Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8864 am: 28.10.2022 | 18:16 »
Heißt beispielsweise dass Jobu Tupaki nicht wirklich ein "Darth Vader"-Bösewicht ist sondern mehr ein nihilistischer Teen auf dem Weg zum Suizid.
Dazu passt eben nicht, dass sie sich durch alle Universen mördert und ihren Nihilismus auf alle Anderen ausweitet.

"Mir ist alles egal, für mich ist nichts von Bedeutung und deshalb ist es auch okay, wenn IHR alle draufgeht."

Passt einfach nicht und machte mir die Figur extrem unsympathisch. Und die Auflösung so ... plöd.
Jobu Tupaki hat wirklich keinerlei Konsequenzen für ihre Taten zu tragen. Ihre Opfer fragen sich wahrscheinlich "Wait WHAT?!?!?".
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8865 am: 28.10.2022 | 18:23 »
Dazu passt eben nicht, dass sie sich durch alle Universen mördert und ihren Nihilismus auf alle Anderen ausweitet.
Wenn man annimmt das es eine Metapher für den Geisteszustand von Tupaki bzw, die Probleme von Kontrolle, Überlastung und Vertrauen gibt es keine anderen Universen.

Zitat
Passt einfach nicht und machte mir die Figur extrem unsympathisch. Und die Auflösung so ... plöd.
Jobu Tupaki hat wirklich keinerlei Konsequenzen für ihre Taten zu tragen. Ihre Opfer fragen sich wahrscheinlich "Wait WHAT?!?!?".
Die Auflösung für Jobu Tupaki ist letztlich weniger für den Charakter, als für Evelynn. Die lernt bzw. versteht das sie ihre Problemen nicht mit "besser kämpfen/prügeln" lösen kann.
Die Auflösung für Joy das es sich, trotz dem Nihilismus, lohnt zu leben respektive die Erfahrungen kommen zu lassen und das ihre Familie sowohl sie als auch ihre Freundin akzeptiert.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8866 am: 28.10.2022 | 19:04 »
Zu Peripherie:
Nach den ersten zwei Folge kann ich die Begeisterung für die Serie in
gewisser Weise nachvollziehen. Natürlich muss man die Eigenwilligkeit
von Nolan mögen, die überall mitschwingt. Mit Flynn hat die Serie aber
schon mal einen äußert sympathischen Charakter, was jetzt nicht unbe-
dingt zu erwarten war. Das die Serie einen als Erwachsenen behandelt,
ist aber tatsächlich ein dickes Plus. Weiter so.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8867 am: 28.10.2022 | 21:12 »
Es ist mehr das der Film gewaltig oft im Kino angekündigt wurde (4 oder 5 Release Termine inklusive Trailer), Leto scheinbar ein recht großes Ego hat und der Film selbst, nachdem wie er beschrieben wurde, Anfang 2000 ganz gut bei die XMen Filme gepasst hätte oder so neben Elektra oder Hale Berry Catwoman.
Die Kombi hat dann dafür gesorgt das er ordentlich verissen wurde, anstelle wie die letzten Marvel-Filme mit einem "eh" abgebügelt. Zumal lästern über DC so ziemlich in ist.

[...]
(Hervorhebung von mir)

Den letzten Satz verstehe ich nicht. Morbius ist doch Narvel, nicht DC.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8868 am: 28.10.2022 | 21:41 »
Den letzten Satz verstehe ich nicht. Morbius ist doch Narvel, nicht DC.
Ah sorry, hab das vertauscht.
Naja die Leute waren/sind halt etwas grumpy auf die Sony Superhelden Filmen die nicht animiert sind.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8869 am: 28.10.2022 | 22:00 »
Kein Problem, kann ja mal passieren.

Und ja, Sony wird manchmal wie der unbeliebtere kleine Bruder von Disney betrachtet, was Marvel angeht.
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Offline Ludovico

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8870 am: 28.10.2022 | 22:34 »
Ah sorry, hab das vertauscht.
Naja die Leute waren/sind halt etwas grumpy auf die Sony Superhelden Filmen die nicht animiert sind.

Wieso eigentlich? Sony's Spiderman war spitzenmäßig.

Offline Sashael

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8871 am: 28.10.2022 | 23:10 »
Wenn man annimmt...
Kannst ja machen, gibt der Film für mich aber in keinster Weise her.

Ich fand den einfach nur grotesk albern mit klischeetriefender "Auflösung".

Kein Film, den ich nochmal angucken will.
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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8872 am: 29.10.2022 | 01:43 »
Passiert :)
Dafür sind mir Filme unzugänglich wo andere hellauf begeistert sind, von wegen Metaphern und Mitgefühl und so ^^;

Wieso eigentlich? Sony's Spiderman war spitzenmäßig.
Deshalb schrieb ich, dass sie auf die nicht-animierten Superhelden Filme grumpy sind.

Der erste Punkt ist: Sony Superhelden Filme sind nicht wirklich Teil des MCU und die Fanbase wünscht sich ein noch größeres Monopol bei Disney.
Der zweite Punkt ist: Außer mit Venom (erster Teil) hat Sony nicht wirklich Erfolg gehabt. Das selbe mit Garfields Spiderman und nun Morbius.
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Offline Alexandro

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8873 am: 29.10.2022 | 10:45 »
Einspruch. Die Raimi-Filme sind auch nicht animiert, und ohne deren Vorarbeit hätte es das MCU wahrscheinlich nie gegeben (sondern wir hätten die x-te Variation eines Superhelden der in Lederjacke und Jeans herumläuft).

Sony hat halt das Problem, dass sie nur Spiderman haben (und versuchen auf Krampf aus der recht dünnen Riege an Spidey-Supporting Cast ein Franchise zu bauen) und entsprechend nicht soviele Möglichkeiten. Aber sie sind immernoch besser als Fox, welche mit den kompletten Fantastic Four- und X-Men-Rechten (was hunderte an interessanten Charakteren und Geschichten beinhaltet), plus Daredevil, eher mehr Flops als ordentliche Filme produziert haben.

Jobu Tupaki hat wirklich keinerlei Konsequenzen für ihre Taten zu tragen. Ihre Opfer fragen sich wahrscheinlich "Wait WHAT?!?!?".

Bestrafung der Täter macht die Opfer auch nicht wieder lebendig.

Und im Kontext des Multiversums ist die Bestrafung doppelt sinnlos, weil Jobu nur generelle Trends und Muster widerspiegelt, welche sich in allen Universen finden (siehe auch die Beziehung zwischen Joy und Evelyn). Jobu zu bestrafen ist sinnfrei, wenn aus einem unendlichen Multiversum jederzeit eine weitere Jobu hervorkriechen kann. Jobu dagegen zu überzeugen, nicht mehr alle Existenz auslöschen zu wollen ist dagegen nachhaltiger Wandel, weil er auf andere Versionen von Jobu reproduzierbar ist (die Ursache des Problems beseitigen, statt immer nur nach härterer Bestrafung der Täter zu schreien - bzw., um die offensichtliche Analogie des Films aufzugreifen, die Ursachen von Waffenkriminalität bekämpfen, statt immer nur nach knallharter Bestrafung des nächsten Amokläufers zu brüllen und ansonsten alles beim Alten zu lassen).
“I really believe what we experienced the night before can be turned into a game for creating stories” -- Gary Gygax, 1972 (talking about a game of "Blackmoor", run by Dave Arneson)

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Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #8874 am: 29.10.2022 | 11:33 »
Im Westen nichts Neues (Netflix)

OMG Der Film ist so schlecht. Da hat man mal eben den Titel geraubt und einen Film dazu gedreht der vielleicht in vier oder fünf zusammenhanglosen Szenen etwas mit dem Buch von EMR zu tun hat.

Ich bin mal wieder entsetzt was deutsche Filmemacher umtreibt so einen Blödsinn auf die Leinwand zu Bannen. Ich glaube wer auch immer die Charaktere dort geschrieben hat oder das Drehbuch hat weder das Buch gelesen noch sich die bereits bestehenden Filme angesehen, noch hat er verstanden was EMR der Welt mit dem Buch sagen wollte. Auch kann sich derjenige auf keinen Fall mit der Stimmung in der Bevölkerung zu der Zeit des 1. Weltkrieges beschäftigt haben. 

Der Film geht mal wieder weg vom Fokus des Einzelnen und spannt einen hanebüchenen Bogen zwischen den Verhandlungen des Versailler Vertrages und dem Leben des Hauptprotagonisten. Und als am Ende:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)

2/10

1 für die technische Umsetzung

Die ist auf der Höhe der Zeit, aber nichts was man 1979 nicht schon genauso gut in Szene gesetzt hat.

1 für die Schauspieler

Die können nichts für das dumme Drehbuch oder die total verschriebenen Rollen, die geben sich redlich Mühe das umzusetzen was man da an Rollenvorgaben verbrochen hat.

Der Rest ist eine glatte 6-
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