Autor Thema: [Erzählt mir von...] Microscope  (Gelesen 1510 mal)

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Offline LuMi

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[Erzählt mir von...] Microscope
« am: 28.02.2011 | 16:49 »
What is Microscope?

Humanity spreads to the stars and forges a galactic civilization...

Fledgling nations arise from the ruins of the empire...

An ancient line of dragon-kings dies out as magic fades from the realm...

These are all examples of Microscope games. Want to explore an epic history of your own creation, hundreds or thousands of years long, all in an afternoon? That's Microscope.

You won't play the game in chronological order. You can defy the limits of time and space, jumping backward or forward to explore the parts of the history that interest you. Want to leap a thousand years into the future and see how an institution shaped society? Want to jump back to the childhood of the king you just saw assassinated and find out what made him such a hated ruler? That’s normal in Microscope.

You have vast power to create... and to destroy. Build beautiful, tranquil jewels of civilization and then consume them with nuclear fire. Zoom out to watch the majestic tide of history wash across empires, then zoom in and explore the lives of the people who endured it.

Mock chronological order.
Defy time and space.
Build worlds and destroy them.

A role-playing game for two to four players. No GM. No prep.

Offline Buddz

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #1 am: 29.02.2012 | 14:26 »
Hi, hat jemand Erfahrung mit dem Spiel? LuMi, hast du es dir zugelegt und kannst etwas dazu sagen? Halte die Idee für sehr interessant, speziell die Idee das Spiel mit einem herkömmlichen Spielstil zu kombinieren und alternieren.
If you wanna start makin' moves on the street, have no attachments, don't get yourself into anything you cannot walk out on in 30 seconds flat if you spot the heat around the corner.

Offline Mann mit Ukulele

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #2 am: 7.08.2012 | 06:48 »
Ich frag auch nochmal in die Runde: Kennt jemand Microscope und kann/mag was darüber erzählen?
Bei mir steht in Kürze eine Runde an, weswegen ich sehr an einem Erfahrungsbericht, oder wenigstens ein paar Stichworten interessiert bin. :-)

Liebe Grüße
Sefli
« Letzte Änderung: 7.08.2012 | 15:28 von Sefli »
Der MmU | Wem genug zuwenig ist, dem ist nichts genug. | Poeterey

Offline Selganor [n/a]

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #3 am: 7.08.2012 | 08:14 »
Wenn du mal eine Runde Microscope durchgespielt hoeren willst: http://ausgespielt-podcast.de/2012/04/durchgespielt-microscope/
Abraham Maslow said in 1966: "It is tempting, if the only tool you have is a hammer, to treat everything as if it were a nail."

Offline Chiarina

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #4 am: 10.01.2015 | 15:35 »
Na, wie immer springe ich auch noch auf Züge auf, die längst abgefahren sind, denn das hier hört sich einfach ganz schön toll an. Ich würde Microscope eventuell gern nützen, um ein Setting für eine andere Rollenspielrunde zu erschaffen. Allerdings habe ich da noch ein paar Fragen, um einschätzen zu können, ob ich das System in meinen Spielekreisen sinnvoll einsetzen kann:

1. Braucht man Übung, bis etwas Vernünftiges herauskommt? Oder ist es relativ wahrscheinlich, dass auch beim ersten Mal schon ein Setting entsteht, das man dann im Folgenden (mit einem anderen System) bespielen kann?
2. Wie universell ist denn Microscope? Sind reine Fantasywelten machbar? Alle Beispielrunden, die ich gefunden habe, beziehen sich irgendwie auf ziemlich fremdartige Science Fiction Ideen, Muppets-in-Space oder noch bizarrere Dinge. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass ein ziemlich normales Fantasysetting herauskommt?
3. Kann man den Zeitstrang, den man per Microscope offensichtlich entwickelt, an einem Punkt enden lassen, an dem man dann mit einem anderen System en detail weitermacht? (Um so offenzuhalten, welche weitere Entwicklung die Zivilisation nimmt - denn die könnte ja von den zukünftigen Charakteren beeinflusst werden).
4. Wie lange dauert denn eine Runde Microscope, bis die ein Setting ergibt, mit dem man weitermachen kann?
5. Ist es möglich, mit Microscope mehr als 4 Spieler zu beschäftigen?
6. Kann jemand mal ein bisschen konkreter beschreiben, welche Vorteile Microscope gegenüber den Fate-Welterschaffungsregeln bietet?

Danke, Chiarina.
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Online Shadom

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #5 am: 11.01.2015 | 21:49 »
Ich habe Microscope bisher "nur" 3 mal spielen können. Also kann es durchaus sein, dass sich nicht alles hier korrekt ist:

1. Braucht man Übung, bis etwas Vernünftiges herauskommt? Oder ist es relativ wahrscheinlich, dass auch beim ersten Mal schon ein Setting entsteht, das man dann im Folgenden (mit einem anderen System) bespielen kann?
Nein. Nach etwa 20 minuten Spielzeit (und eine Sitzung kann beliebig lange aber in meiner Erfahrung mindestens 1-2 Stunden dauern) ist alles was Microscope ausmacht gelernt. Was dann übrig bleibt ist allgemeine kreativität.
Das beste Beispiel war mein 1.5 mal Microscope. Beim aller ersten mal hatte ich kaum Zeit und es war mehr ein kurzers Reinschnuppern. Das zweite mal war auf dem großen Treffen. Das entstandene Setting finde ich immer noch super geil! Im Jahr drauf haben wir es dann mit Fate bespielt und alle hatten Spaß. Zwischendurch haben die Mitspieler sogar über eine Veröffentlichung als echtes Produkt nachgedacht. Schlussendlich ist das dann aber eingeschlafen.



Zitat
2. Wie universell ist denn Microscope? Sind reine Fantasywelten machbar? Alle Beispielrunden, die ich gefunden habe, beziehen sich irgendwie auf ziemlich fremdartige Science Fiction Ideen, Muppets-in-Space oder noch bizarrere Dinge. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass ein ziemlich normales Fantasysetting herauskommt?
Schwierig zu beantworten. Generell legst du als ersten Teil des Spiels zusammen mit deinen Mitspielern Konventionen und Tabus fest.
Beispielsweise einigt man sich auf Fantasy, aber ohne die klassischen EDO Rassen. Dann könnte ein anderer sagen er möchte das Magie vorkommt, aber sie soll nicht welterschütternd sein sondern eher im Hintergrund usw. halt.
Das ist einfach... tja Wischiwaschi. Das ist auch gut so! So bleibt jedem noch viel kreativität überlassen, aber desto weniger genau ihr alle dasselbe unter euren Vorschlägen versteht, desto weniger stark ist der Effekt.
Nehmen wir nur mal "klassisches Fantasy": Generell denkt der eine vielleicht dabei an Conan, der andere an Herr der Ringe, wieder einer an Narnia und der nächste an Homers Odyssee. Nichts davon ist wirklich falsch, aber alles sehr unterschiedlich zueinander.
Auch hier gilt wieder in einem gewissen Rahmen ist das gut so! Durch die verschiedenen Vorstellungen entsteht ein viel bunteres und interessanteres Setting als man es alleine ohne jahrelange Arbeit hingekriegt hätte. Manchmal muss man im nachhinein ein wenig glätten (einfach da durch Missverständnisse vielleicht kleine Kontinuitätsfehler entstehen), aber das sind bisher immer Kleinigkeiten gewesen.
Zurück zu Frage: Ja du kannst eine reine Fantasywelt damit machen, die nicht total bizarr ist. Sie wird aber niemals auch nur annähernd so ein wie du es dir vorher erhofft/gedacht hast und es erfordert mehr Disziplin aller Spieler als normalerweise.

Zitat
3. Kann man den Zeitstrang, den man per Microscope offensichtlich entwickelt, an einem Punkt enden lassen, an dem man dann mit einem anderen System en detail weitermacht? (Um so offenzuhalten, welche weitere Entwicklung die Zivilisation nimmt - denn die könnte ja von den zukünftigen Charakteren beeinflusst werden).
Kann man, würde ich aber nicht empfehlen. Man legt den End und Startpunkt bei Microscope so ziemlich als erstes fest. Ich wette aber mit dir das am Ende der Sitzung ein anderer Teil der Zeitleiste viel viel interessanter ist als das was man sich am Anfang so schnell überlegt hat. Wenn du das nicht glaubst ist der Sinn von Microscope ja eh sinnlos, dann kann man die Welt ja auch alleine machen.
 Je nachdem wie lange euer Zeitstrahl ist spielt "die Zukunft" auch kaum eine Rolle. Das nächste Ereignis auf dem Zeitstrahl könnte der nächste Plotpunkt der Kampagne sein (z.B. "die Insel der Elfen erhebt sich aus dem Meer") und der nächste Punkt liegt evtl. 1000 Jahre in der Zukunft (z.B. "die Völker vereinen sich im Kampf gegen die wilde Jagd"). Das ist noch sooo lange hin... das ist förmlich egal. Für mich ist das sozusagen Hilfestellung für das leiten :D, weil ich weiß welche Themen in der Welt "bald" wichtig werden. Wenn es doch mal kollidiert, gehe ich so vor: Alles was auf dem Zeitstrahl in der Zukunft liegt ist das was ohne die SCs passieren würde.


Zitat
4. Wie lange dauert denn eine Runde Microscope, bis die ein Setting ergibt, mit dem man weitermachen kann?
1-4 Stunden halte ich für realistisch. Theoretisch aber open ended. Einmal war das Setting so groß, dass wir uns vorgenommen haben uns nach dem Ende der 3 Stunden irgendwann nochmal zu treffen und einfach weiterzumachen. Kam nie dazu, aber das Setting hätte es gut vertragen.

Zitat
5. Ist es möglich, mit Microscope mehr als 4 Spieler zu beschäftigen?
Ich probiere es auf dem Treffen aus. Theoretisch ja. Das Problem ist genauso wie in Spielen wie Risiko. Desto mehr Spieler dabei sind, desto kleiner ist der Anteil von jedem an der Spielwelt. Desto schneller kommt es dazu, dass einer den Überblick verliert. Außerdem dauert es umso länger bis man dran ist. Tendenziell wird es also mit zu vielen Leuten langweiliger.

Zitat
6. Kann jemand mal ein bisschen konkreter beschreiben, welche Vorteile Microscope gegenüber den Fate-Welterschaffungsregeln bietet?
Hartes Stück Arbeit! Okay. So konkret wie du es dir wünscht wird es nicht.
Bei Fate (core) erschaffst du ganz klar eine Kampagne. Du regelst worum es in den Abenteuern gehen soll, wie episch die Spielabende werden sollen und klärst die dafür notwendigen Regeln usw. Das ganze ist nicht wirklich detailliert und du kriegst an die Hand was du brauchst um loszulegen. Der Rest klärt sich durch Erzählrechte schon noch im Spiel
Bei Microscope wird eine Welt erschaffen. Die ist stellenweise zwar auch extrem grob geschnitzt, aber stellenweise auch nicht. Es gibt viel mehr Details und Hintergrund. Schlicht wesentlich mehr Fakten und für mich stellt sich das ganze auch lebendiger dar. Gleichzeitig ist es aber auch echt viel im Hinterkopf zu behalten und einfach losspielen kannst du trotzdem nicht. Es werden so verdammt viele verschiedene Dinge im Zeitstrahl genannt.
Erst einmal muss man sich einigen WANN man spielt. Dann welche Themen der Epoche man thematisieren will usw. Im Grunde muss nach Microscope immer noch fast die Hälfte der Fate Erschaffung folgen sozusagen. Man hat einfach zu viele Möglichkeiten.  Wie funktioniert die Magie nun wirklich? Welche NSCs aus dem Zeitstrahl kann man verwenden und was fehlt dann noch? Auf welchem "Level" sind die Charaktere (Microscope bietet sich an Herrscher von Ländern zu spielen, aber auch die Bewohner eines Dorfes. Eben je nachdem was einen interessiert)? Ich muss aber eben auch zugeben, dass der selbst der übrig gebliebene Teil der Game Creation von Fate (aber wohl auch bei anderen universalsystemen) viel schneller geht als vorher, weil man schon eine gute Ahnung hat was man eigentlich möchte.
Der Vorteil (für mich) ist, dass alle einen recht guten Überblick über das Setting haben und (meist) das Setting auch mögen sogar wenn es eben etwas bunter als normal gerät.
Und ganz ehrlich? Im Gegensatz zu Fate macht mit mit Microscope die Setting Erschaffung WIRKLICH Spaß. Fate ist was das angeht okay. Es stört nicht und ist interessant. Aber wirklich freuen tue ich mich nicht darauf in Fate ein neues Setting zu machen (sondern eben aufs spielen).
Zitat
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Bitte, Shadom.

Offline Chiarina

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #6 am: 11.01.2015 | 22:07 »
O.K., das war sehr ausführlich. Super, Shadom!

Eine letzte Frage noch: Müssen es unbedingt solche irrsinnig großen Zeitabstände sein, über die hier verhandelt wird, oder könnte man auch Zeitintervalle von vielleicht 50 (oder sogar nur 20) Jahre verwenden?

Für mich hört sich´s so an, als sollte ich die Microscope-Idee bei uns zumindest mal vorstellen. Mal sehen, was meine Jungs und Mädels davon halten.

Chiarina.
« Letzte Änderung: 11.01.2015 | 22:09 von Chiarina »
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Online Shadom

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #7 am: 11.01.2015 | 22:29 »


Eine letzte Frage noch: Müssen es unbedingt solche irrsinnig großen Zeitabstände sein, über die hier verhandelt wird, oder könnte man auch Zeitintervalle von vielleicht 50 (oder sogar nur 20) Jahre verwenden?


Die einzige Art das einzuschränken ist vor dem Spiel. Da kann man sich natürlich auf alles einigen.
Im Spiel hat man da als Einzelperson keinerlei Kontrolle drüber und das gleich aus drei Gründen.
1. Kann in einer "Epoche" beliebig viel passieren. Je nachdem welche Ereignisse von den anderen da rein gelegt werden. Wenn ein ganzes Herrschergeschlecht in einer Epoche entsteht und zu Fall kommt, dann impliziert das nunmal eine gewisse Zeit.
3. Jeder kann zwischen zwei Karten noch eine weitere legen. Wenn du beispielweise "der  Köig stirbt" und "der Sohn des Königs wird gekrönt" als zwei verschiedene Ereignisse legst, dann vermutest du ja auch einfach mal, dass da zwischen nur einige Jahre vielleicht Jahrzehnte liegen. Aber nicht nur könnte da einfach einer "Der Sohn des Königs schläft einen tausendjährigen Schlag" dazwischen legen, sondern vielleicht sogar (je nachdem wie weit du ins Detail gegangen bist) ein ganz anderes Herrschergeschlecht dazischen bauen deren Sohn gekürt wird.
2. Es ist einfach mit Absicht nicht festgelegt wie groß die Zeitabstände zwischen Karten sind. Selbst nachdem du mit dem Setting fertig bist, kannst du nur an manchen Fakten erahnen wieviel Zeit vergangen ist (z.B. in wievielen Ereignissen dieselbe Figur oder deren Nachkommen auftauchen). Die Welt vom Treffen hat beispielweise irgendeinen Zeitraum zwischen geschätzt 1.000 Jahren und 100.000 Jahren umfasst. Das ist auch so etwas das je nachdem wie wichtig, dass in der Kampagne sein sollte nach dem Spiel besprochen werden sollte.

Microscope heißt wirklich die Kontrolle komplett abgeben und auf sich zukommen lassen was da am Ende bei raus kommt. Nicht alles (aber vieles) was wir erschafffen habe würde ich spielen wollen. Aber alles was wir erschaffen haben war auf die ein oder andere Art einfach nur wahnsinnig interessant und niemals das was ich vorher vermutet hätte.



Online aikar

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #8 am: 25.08.2015 | 11:44 »
Ich wollte hier mal ein Beispiel posten, was bei Microscope so rauskommen kann.
Die folgende Geschichte ist das Ergebnis von zwei Microscope-Sitzungen und Vorbereitung für unsere Traveller-Kampagne.
Alienrassen und Fraktionen wurden erst im Laufe der Microscope-Sitzungen entwickelt, die Jahrszahlen erst im Nachhinein eingefügt (Microscope arbeitet mit offenen Zeiträumen)

Das Thema war "Ein innerer Konflikt der Menschheit setzt den Subsektor in Brand"

Als Vorgaben hatten wir
Die Menschheit ist neu in diesem Teil des Universums, steigt aber bald zu einer einflussreichen Macht auf
Überlichtreisen finden primär über Sprungtore statt

Die Geschichte der Menschheit im Iastoe-Subsektor

0 n.d.A.: Die Menschheit durchquert das Galaxientor bei 0703/7 im Iastoe-Subsektor und erscheint damit zum ersten mal in diesem Teil des Universums. Beginn der neuen Zeitrechnung n.d.A. (Nach der Ankunft)

~5 n.d.A.: Das primitive Volk der Klaespou sieht das Erscheinen der Menschen auf 0804/1 als göttliches Zeichen und verehrt sie als göttliche Wesen. Die menschlichen Wissenschaflter führen an den Klaespou Experimente unter dem Namen "Projekt Juno" durch

~20 n.d.A.: Eine gemeinsame Kolonie der Menschen und Eikiel entsteht, nachdem Thomas Koral und Seimios von den Eikiel einen Freundschaftspakt geschlossen haben

Ab 50 n.d.A.: Die Menschen terraformen vermehrt Welten

~70 n.d.A.: Die Lokl erreichen einen Durchbruch in der Genetik. Einige behaupten, dieser legte den Grundstein für die Hybrid-Experimente späterer Zeiten

80 n.d.A.: Das 50. transplanetare Handelsabkommen wird geschlossen und gefeiert. Die Grundlage für systemübergreifende wirtschlaftliche und politische Systeme wird damit gelegt

~90 n.d.A.: Die Klepto beginnen vermehrt damit, Technologie der Menschen zu stehlen

Ab ~110 n.d.A.: Die rasche Vermehrung der Menschheit führt vermehrt zu Konflikten mit anderen Spezies

130 n.d.A.: Die Menschen besiedeln Bael (0605/4), die Hauptwelt der Priw, nachdem sie diesen mit biologischen Waffen bombardiert und alle Priw darauf ausgerottet haben. Bael soll die neue Hauptwelt der Menschheit in diesem Subsektor werden. Während der ersten Besiedelungswelle verschwindet das mit High- Tech-(TL17)-Artefakten beladene Forschungsschiff Ikarus auf dem Sprung von 0404/2 nach Bael spurlos

Ab 135 n.d.A.: Die nichtmenschlichen Spezies des Subsektors schließen sich gegen die immer aggressivere Menschheit zusammen. Der sich anbahnende Krieg hätte beinahe durch Friedensverhandlungen verhindert werden können, aber mehrere Anschläge durch die extremisstische Multi-Spezies-Sekte Ea'tia, die sich von einem Krieg den Untergang der Menschheit erhoffte, führen zur Eskalation. Der Saltarin-Krieg beginnt


140 n.d.A. Das Galaxientor bei 0703/7 wird nach langen und harten Gefechten von den nichtmenschlichen Spezies unbrauchbar gemacht. Der Nachschub der Menschheit aus ihrer Heimatgalaxie wird damit unterbrochen. 0703/7 wird in Folge zu einer Pilgerstätte für extremistische Anhänger einer Pro-Menschen-Bewegung, die den Grundstein für die spätere Humanitas-Bewegung legen.

Ab 150 n.d.A. Das kriegerische, nomadische Volk der Jelzu läuft zu den Menschen über, nachdem diese ihnen eine eigene Heimatwelt als Bezahlung angeboten haben.

Ab 155 n.d.A:  Die Menschheit setzt alles auf eine Karte und stellt ihre ganze Industrie und Forschung auf die Kriegsführung um. Dadurch erhalten sie die Oberhand.

160 n.d.A.: Die letzten Welten der blauhäutigen Klepto werden von den Menschen und Jelzu überrant und das Volk praktisch komplett ausgelöscht. Die dabei begangenen Grausamkeiten führen in späterer Folge zu einer Spaltung der Menschheit.

165 n.d.A.: Die Menschheit gewinnt, den Krieg als ihre Gegner kapitulieren. 0203/2 wird zu Jelzudao, der neuen Heimatwelt der Jelzu. Während der abschließenden Friedensverhandlungen wird der auf beiden Seiten respektierte menschliche Unterhändler Orwel Kre vom rassistischen Befehlshaber General Samos als "Alienfreund" und Verräter angeklart und exekutiert, was die politische Spaltung weiter vertieft. Die Ströhmungen der alienfreundlichen Kooperativen und der "Reine-Menschen"-Bewegung Humanitas bilden sich heraus.

170 n.d.A.: Die Jelzu werden von den Menschen zur Friedenssicherung eingesetzt und greifen dabei oft übermäßig brutal durch.

Ab 180 n.d.A.: Menschliche Wissenschaflter der kooperativen Bewegung versuchen genetische Eigenschaften andere Speziers in Menschen zu übertragen. Das Genmaterial beginnt sich außerhalb des Labors in der Menschheit auszubreiten. Wenn auch sehr selten, kommen seitdem natürliche Hybriden zur Welt, die von der Humanitas-Bewegung massiv angefeindet werden.

190 n.d.A. Der Rat der Spezies wird gebildet um weitere Genozide wie an den Klepto zu verhindern. Sein Hauptquartier entsteht auf 0709/3 im Subsektor Alluija. Der Rat geht nicht aktiv gegen die Menschheit vor, beschränkt aber ihre Ausbreitung auf den Iastoe-Subsektor

200 n.d.A. Unter der Leitung von Dr. Jakob Franks ensteht während der Arbeit an einem besseren autonomen Schiffsteuersystem die erste echt K.I.: Antares.
Sie entwickelt sich während eines Testlaufes zur Stationsverteidigung, als ihr in der Hektik die volle Rechenleistung der Station unterstellt und ein gestörtes Persönlichkeitsprofil eingespielt wird. Kurz danach wurde die Station durch ein Attentat von Anti-KI-Aktivisten vernichtet. Der Rechenkern mit Antares trieb ins All.

Ab 209 n.d.A.: Der Konflikt zwischen Humanitas und den Kooperativen verschärft sich zusehends, als Welten beginnen sich offen zu einer Bewegung zu bekennen. Die Anfangs poltischen Diskussionen eskalieren schnell. Die Humanitas-Liga und die Kooperativen Welten werden zu offiziellen politischen Blöcken. Im Subsektor werden immer wieder unbekannte Schiffe gesichtet, die später Verschwörungstheorien zu den Auslösern des folgenden Krieges schüren.

211 n.d.A.: Auf 0407/7 sprengen Terroristen eine Botschaft der Humanitas-Liga. Ein Klepto gibt sich als Verantwortlicher aus, die Echtheit wird aber von Kritikern (vor allem im Nachhinein) angezweifelt.

Ab 211 n.d.A.: Trotz der Zweifel an der Schuldigkeit der Klepto am Anschlag erklärt die Humanitas-Liga die letzten ihres Volkes allgemein zu Unruhestiftern und Terroristen und setzt Kopfgelder aus. Einige kooperative Welten geben Klepto Asyl.
212 n.d.A.: Die Jelzu spalten sich als ein Teil des Volkes nicht mehr bereit ist für ihre stark Humanitas-geprägten Auftraggeber zu arbeiten. Die Abtrünnigen kehren zu den alten Wegen ihres Volkes zurück, verlassen Jelzudao und bieten den Kooperativen ihre Dienste an.

Ab 212 n.d.A.: Die Humanitas-Liga nimmt Einfluss auf die bislang neutralen Ausbildungszentren der menschlichen Raumflotte und des Militärs. Nicht genehme Ausbilder werden ersetzt.

213 n.d.A.: In einem Ausbildungszentrum der Flotte kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Rekruten die der Humanitas-Bewegung angehören und solchen, die den Kooperativen zugeneigt sind. Die Humanitas-nahen Ausbilder erklären die kooperativen Rekruten für Schuldig an dem Zwischenfall und bestrafen sie mit zusätzlichen harten Trainingseinheiten. Dabei kommt es zu einem Zwischenfall, als ein System explodiert. Offiziell wird es als Unfall hingestellt, aber einige vermuten Sabotage.

214 n.d.A.: Auf mehreren Welten werden aufwändige und umfangreiche Computerverbrechen begangen. Dabei fällt immer wieder der Begriff 'Antares'

215 n.d.A.:  Die Achiles, ein Schlachtschiff der gemeinsamen menschlichen Flotte, eröffnet das Feuer auf die Vestrivan, ein anderes Schiff des selben Verbandes. Die Ursache waren offenbar politische Differenzen, die genauen Umstände werden aber nie aufgeklärt. In Folge des Gefechts bricht die Flotte auseinander und die Humanitas-Liga und die Kooperativen erklären sich offiziell den Krieg.
216 n.d.A. Der Rat setzt die Organisation der Wächter ein um als ihre Agenten das Gleichgewicht der Völker zu wahren

Ab ca. 219 n.d.A.: Der Krieg hat den ganzen Subsektor erfasst und wird mit allen Mitteln geführt. Auf vielen Welten ziehen sich die Bewohner in unteriridische Bunkeranlagen zurück, als immer mehr schwere Waffen und Ortillerie eingesetzt werden.

220 n.d.A.: Kapiten Aren, ein Eikiel-Halbblut, der sich als "würdig" beweisen will, erringt einen großen Sieg auf Seiten der Humanitas. Für die kooperativen Völker wird er damit zum Archetyp eines Verräters und Schlächters.

220 n.d.A.: Eine Sondereinheit kooperativer Jelzu landet auf Pliopea 0509/04 und schafft es in einem brutalen Bodengefecht einen wichtigen Bunker der Humanitas einzunehmen.

Ab 221 n.d.A.: Die Erbeutung kriegswichtiger Daten aus der Schlacht von Pliopea verschafft den Kooperative die Oberhand im Krieg. Infolge entschließen sich aber ettliche noch nicht am Konflikt teilnehmende, aber den Humanitas zugeneigte Welten, sich offiziell der Humanitas-Seite anzuschließen.
222 n.d.A.: Nach einer beiderseitig vernichtenden Schlacht schaffen Plünderer Material zur Seite. Infolge taucht Kriegsmaterial praktisch jeder Art noch Jahre später auf dem Schwarzmarkt auf.

Ab 222 n.d.A.: Die Klaespou werden von den Humanitas als fanatische Gotteskrieger eingesetzt, vor allem gegen die nichtmenschlichen Verbündeten der Kooperativen.

223 n.d.A.: Das Bael-System wird größtenteils von den Humanitas überrannt. Die Hauptwelt Bael (11. Orbit) und die Welt Keln (1. Orbit) werden sich aber noch volle vier Jahre im ständigen Belagerungszustand halten.

Ab 223 n.d.A.: Auf mehreren Welten (0103/5, 0305/1, 0604/1,0702/4 und 0703/07) werden Strafgefangenen-Lager eingerichtet, in der Humanitas-Liga gefangene Kooperative zur Zwangsarbeit einsetzt.

Ab ca. 224 n.d.A.: Das Kriegsglück wendet sich gegen die Kooperativen, der Krieg wird für sie zu einem Rückzugskampf ums Überleben.

227 n.d.A.: Mit der Schlacht von Bael (0605/11) endet der Krieg, als die Kooperativen Welten von der Humanitas-Liga nach einem mit allen Mitteln geführten Gefecht besiegt und ihre letzte Hauptwelt damit eingenommen wird.

228 n.d.A.: Spielbeginn

Offline Greifenklaue

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #9 am: 14.01.2020 | 21:53 »
Wenn du mal eine Runde Microscope durchgespielt hoeren willst: http://ausgespielt-podcast.de/2012/04/durchgespielt-microscope/
#

Da es gerade übersetzt wird, kann man auch heute noch empfehlen!
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
Schwarzauge wird büssen."

http://www.greifenklaue.de

Offline Jinx

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Re: [Erzählt mir von...] Microscope
« Antwort #10 am: 14.01.2020 | 22:06 »
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