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Autor Thema: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer  (Gelesen 26166 mal)

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Eulenspiegel

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Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« am: 28.06.2014 | 17:19 »
Dieser Thread ist aus http://www.tanelorn.net/index.php?topic=87953.0 rausgetrennt weil sich die "Strategiediskussionen" doch laenger gezogen haben als es in einem Thread ueber die ganze Serie sinnvoll war.

Selganor



Allein aus dem kalte Rache Motiv haben sie so ein ‚oh, ich stolper auf meinem Weg einfach mal in das Zimmmer‘ Ding gemacht. Das hat diese eigentlich ziemlich starke Szene irgendwie kaputt gemacht.
Er ist nicht einfach so in ihr Zimmer gestolper. Tyrion hatte vor, die Burg zu verlassen. Kurz vor dem Ausgang hat er nochmal kurz nachgedacht, ist umgekehrt und dann ganz zielstrebig in die Gemächer seines Vaters gegangen.

Was ich an Episode 10 Schade fand:
Mance Rayder wurde mal eben im Vorübergehen besiegt. - Bis zu Episode 9 wurde seine Armee als große Bedrohung mit Riesen, Mammuts etc. dargestellt. Und in Episode 10 dann Stannis Baratheon, der mit seiner Kavallerie durch den Wald (!) jagt und Mance Rayders Leute mal so alle nebenbei gefangen nimmt. Da frage ich mich: Wieso macht die Nachtwache so ein großes Tamtam um Mance Rayder? Da hätten sie auch gleich die Tore öffnen und Rayders Armee durchlassen können.
« Letzte Änderung: 5.07.2014 | 00:01 von Selganor »

Offline Talasha

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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #1 am: 29.06.2014 | 10:37 »
Keine Ahnung wie das in der Serie ist, aber im Buch hat die Nachtwache nach der Schlacht gegen die White Walkers an der Faust der ersten Menschen nicht mehr genug Leute für so eine Aktion.
Mormonts ursprünglicher Plan war ja auch die Wildlingsarmee immer wieder mit seiner deutlich disziplinierteren Truppe immer wieder an zu greifen und dadurch zu zerschlagen oder so zu schwächen das sie wieder heim gehen.
Klar sie hätten die Wildlinge durch lassen können, aber dann
hätten die Wildlinge erst mal alles daran gesetzt sich an den Krähen zu rächen.

Stannis Aktion war in erster Linie so erfolgreich weil er A. überraschend kam, B. von hinten und von der Seite angreifen konnte, C. Die Wildlinge zwischen der Mauer und Stannis Truppen fest steckten D. weil die Wildlinge keine disziplinierte Armee waren, wobei D der schwächste Grund war. Immerhin haben Hannibal bei Trebia, am Trasimenischen See und bei Cannae bewiesen das man mit der richtigen Vorgehensweise auch zahlenmäßig weit überlegene Verbände auslöschen kann.
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #2 am: 29.06.2014 | 14:04 »
Was ich an Episode 10 Schade fand:
Mance Rayder wurde mal eben im Vorübergehen besiegt. - Bis zu Episode 9 wurde seine Armee als große Bedrohung mit Riesen, Mammuts etc. dargestellt. Und in Episode 10 dann Stannis Baratheon, der mit seiner Kavallerie durch den Wald (!) jagt und Mance Rayders Leute mal so alle nebenbei gefangen nimmt. Da frage ich mich: Wieso macht die Nachtwache so ein großes Tamtam um Mance Rayder? Da hätten sie auch gleich die Tore öffnen und Rayders Armee durchlassen können.
Und die Wildlinge im Süden morden, plündern und brandschatzen lassen wie es bereits die Kannibalen und Ygrittes Gruppe gemacht haben?
Ansonsten störete mich die StannisExMachina auch.

Für Mammuts und Elephanten hat es wohl nicht mehr von'm Budget her gereicht.
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #3 am: 29.06.2014 | 15:14 »
Welche Wildlinge im Süden meinst du? Die Gruppe um Tormund hat Castle Black angegriffen und dabei ziemlich auf die Mütze bekommen.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #4 am: 29.06.2014 | 15:43 »
Welche Wildlinge im Süden meinst du? Die Gruppe um Tormund hat Castle Black angegriffen und dabei ziemlich auf die Mütze bekommen.
Die haben sich davor aber durch Moats Town und ein halbes Dutzend anderer Dörfer - die ihnen nichts getan haben - gemetzelt ^^;
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #5 am: 29.06.2014 | 15:50 »
Die haben sich davor aber durch Moats Town und ein halbes Dutzend anderer Dörfer - die ihnen nichts getan haben - gemetzelt ^^;

Das interessiert doch Stannis nicht, dass die ein paar Huren und Bauern ummetzeln. Du weißt doch: "Die Nacht ist dunkel und voller Schrecken" und so. ;)

Ich fand es im Buch eigentlich ziemlich cool, dass Stannis sich mal auf den Weg zur Mauer macht anstatt weiterhin bei dem Thron-Gezänk mitzumachen.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #6 am: 29.06.2014 | 16:14 »
Das interessiert doch Stannis nicht, dass die ein paar Huren und Bauern ummetzeln. Du weißt doch: "Die Nacht ist dunkel und voller Schrecken" und so. ;)
Ich meinte es auf die Idee hin den Tunnel einfach aufzumachen und die Leute durchzuwinken ^^;

Zitat
Ich fand es im Buch eigentlich ziemlich cool, dass Stannis sich mal auf den Weg zur Mauer macht anstatt weiterhin bei dem Thron-Gezänk mitzumachen.
Das schon. Nur war das auftauchen in der Serie,... hey die haben grad einmal einen Tag lang da gekämpft, und dann kommen die Truppen da wie aus dem nix. Plus ich hätte schon noch gern erfahren was da nu mit Shierle ist.
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #7 am: 29.06.2014 | 16:45 »
Ich fand es im Buch eigentlich ziemlich cool, dass Stannis sich mal auf den Weg zur Mauer macht anstatt weiterhin bei dem Thron-Gezänk mitzumachen.
Das Stannis sich auf dem Weg zur Mauer macht, fand ich auch cool.

Was auch cool wäre: Kurz bevor die Mauer überrant wird, treffen Stannis Leute ein und verstärken die Kämpfer auf der Burg. Gemeinsam mit Stannis Männern gelingt es, die Wildlinge, die bereits die Burg infiltriert haben, zurückzuschlagen.

Dann hätten wir beides: Eine gefährliche Armee von Manke Rayder und gleichzeitig Stannis, der den Leuten an der Mauer hilft. DAS wäre cool gewesen.

Aber was ist stattdessen passiert: Stannis denkt sich: "Mauern sind sinnlos. Ich kann diese lächerliche Armee von Rayder auch im offenen Kampf besiegen."
Und dann besiegt er die angeblich so gefürchtete Armee von Manke Rayder mal so eben im vorbeigehen in der Heimat der Wildlinge. In ihrer eigenen Heimat!!! Da, wo Manke Rayders Armee eigentlich Heimvorteil haben sollte!!!!

Mal ehrlich? Wozu braucht man überhaupt eine Mauer? Sobald die Wildlinge oder White Walker aufmucken, schickt man einfach eine Strafexpedition angeführt von Stannis oder den Lannisters hin und Ruh ist. Bis zu Episode 9 hatte ich noch Respekt vor der Nachtwache. Aber Episode 10 hat mir gezeigt: Die Nachtwache ist die überflüssigste Insitution Westeros. Niemand braucht die Nachtwache. (Und die Mauer braucht auch niemand.)

Und zu den Greueltaten der Wildlinge: Da sind die Wildlinge doch keine Spur grausamer als die aktuellen Herren des Nordens (Ramsay und Lord Bolton). Ich würde sagen, die Gruppe um Ygritte ist sogar harmloser als Lord Bolton.

Eigentlich hätte man mit Manke Rayder auch ein wunderbare Abmachung treffen können: Vertreibt Lord Bolton und als Gegenleistung dürft ihr euch südlich der Mauer ansiedeln.

Das Stannis den Leuten von der Nachtwache hilft, finde ich ja in Ordnung. Aber die Art und Weise, wie er das tut, lässt die Armee Manke Rayders lächerlich aussehen und lässt sowohl Nachtwache als auch Mauer nutzlos erscheinen. - Etwas, was so gar nicht zur bisherigen Handlung passt.

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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #8 am: 29.06.2014 | 16:48 »
Und dann besiegt er die angeblich so gefürchtete Armee von Manke Rayder mal so eben im vorbeigehen in der Heimat der Wildlinge. In ihrer eigenen Heimat!!! Da, wo Manke Rayders Armee eigentlich Heimvorteil haben sollte!!!!

Direkt vor der Mauer ist absolut nicht die Heimat der Wildlinge. Die sind ziemlich lang marschiert, bis sie da waren. Von Heimvorteil kann da keine Rede sein.

Die Mauer wurde übrigens nicht wegen der Wildlinge gebaut, sondern wegen der White Walker.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #9 am: 29.06.2014 | 17:17 »
Mal ehrlich? Wozu braucht man überhaupt eine Mauer? Sobald die Wildlinge oder White Walker aufmucken, schickt man einfach eine Strafexpedition angeführt von Stannis oder den Lannisters hin und Ruh ist. Bis zu Episode 9 hatte ich noch Respekt vor der Nachtwache.
Stannis hat für den Angriff eine gesamte Armee ausgehoben / gekauft.
Stannis hat zudem nicht gegen White Walker gekämpft sondern nur gegen Wildlinge. Mit richtigen, gerüsteten Soldaten. Es waren sehr viele Wildlinge im Vergleich zur Nachtwache. Im Vergleich zu Stannis Armee war das Verhältnis wohl ausgewogen.
Daneben hatte Stannis das Element der Überraschung auf seiner Seite. Schließlich hätte da im Traum keiner dran gedacht das eins der großen Heere Westeros aufmarschiert.

Zitat
Eigentlich hätte man mit Manke Rayder auch ein wunderbare Abmachung treffen können: Vertreibt Lord Bolton und als Gegenleistung dürft ihr euch südlich der Mauer ansiedeln.
Die Wildlinge haben zwei Probleme:
 - "We do not kneel", das heißt man holt sich Barbaren in das Land die keinen richtigen König kennen und akzeptieren werden.
 - Sie sind Barbaren. Personen aufressen ist nun einmal nicht gesellschaftsfähig.
 - Sie vertreiben Leute die da ansässig waren. Zumal Lord Bolton soweit da nicht einmal etwas illegales macht.

Zitat
Das Stannis den Leuten von der Nachtwache hilft, finde ich ja in Ordnung. Aber die Art und Weise, wie er das tut, lässt die Armee Manke Rayders lächerlich aussehen und lässt sowohl Nachtwache als auch Mauer nutzlos erscheinen. - Etwas, was so gar nicht zur bisherigen Handlung passt.
Die Nachtwache war total unterbesetzt und die Mauer relativ herabgekommen.
Das heißt die haben, gerade in der Serie, mit einhundert Mann eine Festung bewacht die eher auf tausende ausgelegt war.
Andere Festungen entlang der Mauer waren gar nicht mehr besetzt. Das heißt so wie die Nachtwache aufgestellt war, war sie (relativ) nutzlos geworden.
« Letzte Änderung: 29.06.2014 | 17:22 von Teylen »
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Offline Talasha

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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #10 am: 29.06.2014 | 17:23 »
@Eulenspiegel
Komm mal runter du hyperventilierst gerade.

Das Stannis sich auf dem Weg zur Mauer macht, fand ich auch cool.

Was auch cool wäre: Kurz bevor die Mauer überrant wird, treffen Stannis Leute ein und verstärken die Kämpfer auf der Burg. Gemeinsam mit Stannis Männern gelingt es, die Wildlinge, die bereits die Burg infiltriert haben, zurückzuschlagen.

Dann hätten wir beides: Eine gefährliche Armee von Manke Rayder und gleichzeitig Stannis, der den Leuten an der Mauer hilft. DAS wäre cool gewesen.
Das wäre wäre aber auch das grottendämlichste was man tun kann. Wieso bitte sollte Stannis als einer der erfahrendsten Heerführer von ganz Westeros einen angreifenden Mob der allein schon durch seine Masse eine Bedrohung dar stellt frontal nehmen, wenn er ihm doch genau so gut in den Rücken fallen und ihn gegen die Mauer quetschen kann?


Aber was ist stattdessen passiert: Stannis denkt sich: "Mauern sind sinnlos. Ich kann diese lächerliche Armee von Rayder auch im offenen Kampf besiegen."
Und dann besiegt er die angeblich so gefürchtete Armee von Manke Rayder mal so eben im vorbeigehen in der Heimat der Wildlinge. In ihrer eigenen Heimat!!! Da, wo Manke Rayders Armee eigentlich Heimvorteil haben sollte!!!!
Sie kämpfen aber nicht in der Wildnis sondern an der Mauer wo die Nachtwache den Heimvorteil hat.


Mal ehrlich? Wozu braucht man überhaupt eine Mauer? Sobald die Wildlinge oder White Walker aufmucken, schickt man einfach eine Strafexpedition angeführt von Stannis oder den Lannisters hin und Ruh ist. Bis zu Episode 9 hatte ich noch Respekt vor der Nachtwache. Aber Episode 10 hat mir gezeigt: Die Nachtwache ist die überflüssigste Insitution Westeros. Niemand braucht die Nachtwache. (Und die Mauer braucht auch niemand.)
Du meinst so wie es Mormont probiert hat? Da hatten die White Walker Heimvorteil und du hast ja gesehen was dann passiert.


Und zu den Greueltaten der Wildlinge: Da sind die Wildlinge doch keine Spur grausamer als die aktuellen Herren des Nordens (Ramsay und Lord Bolton). Ich würde sagen, die Gruppe um Ygritte ist sogar harmloser als Lord Bolton.
Weißt du noch was Tyrion in der ersten Staffel über die Wildlinge und die Einwohner der Sieben Königslande erzählt? ;)

Eigentlich hätte man mit Manke Rayder auch ein wunderbare Abmachung treffen können: Vertreibt Lord Bolton und als Gegenleistung dürft ihr euch südlich der Mauer ansiedeln.
Wer sagt denn das sowas nicht noch kommt?

Das Stannis den Leuten von der Nachtwache hilft, finde ich ja in Ordnung. Aber die Art und Weise, wie er das tut, lässt die Armee Manke Rayders lächerlich aussehen und lässt sowohl Nachtwache als auch Mauer nutzlos erscheinen. - Etwas, was so gar nicht zur bisherigen Handlung passt.
Also weil man einen Hammer hat ist der Amboss nutzlos und überflüssig?


Die Nachtwache war total unterbesetzt und die Mauer relativ herabgekommen.
Das heißt die haben, gerade in der Serie, mit einhundert Mann eine Festung bewacht die eher auf tausende ausgelegt war.
Andere Festungen entlang der Mauer waren gar nicht mehr besetzt. Das heißt so wie die Nachtwache aufgestellt war, war sie (relativ) nutzlos geworden.
Vor allem nachdem die White Walker die besten der Nachtwache ausgeschaltet haben. Im Buch diskutiert Ned Stark mit seinem Bruder ob man nicht Ritter und niederen Adel in den Ländereien der Nachtwache ansiedeln sollte um denen das Rückgrat zu stärken.
« Letzte Änderung: 29.06.2014 | 17:26 von Talasha »
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Offline Xemides

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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #11 am: 29.06.2014 | 18:05 »
Die Mauer wurde von Bran dem Baumeister errichtet und die Nachtwache gegründet, als die lange Nacht vorbei war oder früher, um sich vor den White Walkern und ähnlichem Gezücht aus dem Norden zu schützen. Diese Zeit ist Jahrtausende her, deshalb glaubt keiner mehr an diese "Märchen" und schickt kaum noch Leute an die Mauern. Und wenn dann Gesocks und Schwerstkrimminelle. Kein Wunder das da nichts mehr funktoniert. Wie schon gesagt wurde Sind nur noch Castle Back und die Endfestungen besetzt, der Rest steht leer da. Die haben tatsächlich keine Chance gehabt gegen die Wildlinge, zumal letztere ja auch nicht einfach so durch die Mauer wollen, sondern weil sie um die drohende Gefahr wissen.

Und gegen eine zahlenmässig überlegene Überzahl die mit dem Mut ver Verzweifflung kämpft zu gewinnen ist doch sehr schwer bis unmöglich.
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #12 am: 29.06.2014 | 19:05 »
Und gegen eine zahlenmässig überlegene Überzahl die mit dem Mut ver Verzweifflung kämpft zu gewinnen ist doch sehr schwer bis unmöglich.

...es sei denn, du hast eine disziplinierte Kavallerie und überraschst den unorganisierten Haufen nachts, nach einer Schlacht, bei der sie schwere Verluste eingefahren haben. Dann ist das gar nicht mehr so schwierig. ;)
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #13 am: 29.06.2014 | 19:51 »
Stannis hat für den Angriff eine gesamte Armee ausgehoben / gekauft.
Stannis hat zudem nicht gegen White Walker gekämpft sondern nur gegen Wildlinge. Mit richtigen, gerüsteten Soldaten. Es waren sehr viele Wildlinge im Vergleich zur Nachtwache. Im Vergleich zu Stannis Armee war das Verhältnis wohl ausgewogen.
Du missverstehst hier einiges:
1) Stannis hatte keine extra Armee für die Wildlinge. Er hatte die Armee genommen, mit der er sonst auch gegen die Lannisters gekämpft hätte.

2) Ja, es waren viele Wildlinge im Vergleich zur Nachtwache. Na und? Ich beschwere mich doch nicht über den Kampf Wildlinge vs. Nachtwache. Das war einer der besten Kämpfe schlechthin. (Wenn es nicht Episode 10 gegeben hätte, die rückwirkend die gesamte Episode 9 lächerlich erscheinen ließe.)

3) Ja, im Vergleich zu Stannis Armee war das Verhältnis wohl ausgewogen. Was mich halt zu der Frage veranlasst: Wenn die Wildlinge-Armee doch nicht so groß ist, wieso opfert man dann die gesamte restliche Nachtwache, um die Wildlinge aufzuhalten? Ich meine, die Wildling-Armee scheint nur eine Gefahr für die Nachtwache, aber nicht für die Westeros-Armeen darzustellen. Wieso kümmert sich also die Nachtwache um die Wildlings-Armee?

Weil so wie es ausschaut:
Stannis Armee ist schwächer als Lannisters Armee. Und Rayders Armee ist sogar noch schwächer als Stannis Armee. - Das heißt, Rayders Armee stellt nicht im geringsten Maße eine Bedrohung für Westeros da. Wieso opfert sich die Nachtwache also für einen Gegner, der keine ernsthafte Bedrohung darstellt?

Würde Rayders Armee eine ernsthafte Bedrohung darstellen, dann hätte Episode 9 einen Sinn ergeben. Dann hätte die Nachtwache Westeros vor einer Bedrohung beschützt. - Aber so? So war die Verteidigung das Sinnloseste überhaupt.

Zitat
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Die Nachtwache war total unterbesetzt und die Mauer relativ herabgekommen.
Zu Punkt 1 (We do not kneel): Das sollte gerade für die Nachtwache, bei der es offiziell auch keine Standesunterschiede gibt, kein Problem darstellen.

Zu Punkt 2 (Kannibalen): Das war ein einzelner Stamm, der sogar von den anderen Wildlingen wegen seiner Praktiken verachtet wurde. Schau dir Ygrittes Stamm an. Die Wildlingstochter Goldy von Craster wird von der Nachtwache auch akzeptiert und wirkt ganz in Ordnung. Auch Osha ist nicht sonderlich grausam.
Der Kannibalen-Stamm scheint also auch unter den Wildlingen eine Ausnahme zu sein.

Zu Punkt 3: Ja, sie waren im Krieg. Es war eine Kriegstaktik, um die Nachtwache aus der Burg zu locken. (Die nicht aufgegangen ist.) Wenn man sich die Gespräche von Ygrittes Stamm aber anhört, dann stellt man fest, dass sie in Friedenszeiten so nicht gehandelt hätten. Ygrittes Stamm war zwar skrupellos, aber nicht sadistisch oder grundlos grausam.

Und ja, der Lord macht per definitionem nichts Illegales. Das ist doch aber kein Grund, einen grausamen Lord nicht gegen einen weniger grausamen Lord auszutauschen. (Und Manke Rayder wäre ein wesentlich weniger grausamer Herrscher.)

Zu Punkt 4 (Nachtwache total unterbesetzt): Ein Grund mehr, nicht gegen Manke zu kämpfen. Wenn man total unterbesetzt ist, wieso kämpft man dann gegen eine zahlenmäßig hoch überlegene Armee. Wieso weicht man nicht aus und wartet darauf, dass eine zahlenmäßig gut ausgerüstete Armee (Stannis Armee oder Lannisters Armee oder Boltons Armee) gegen die Wildlinge kämpft?

Zitat
Das heißt die haben, gerade in der Serie, mit einhundert Mann eine Festung bewacht die eher auf tausende ausgelegt war.
Andere Festungen entlang der Mauer waren gar nicht mehr besetzt. Das heißt so wie die Nachtwache aufgestellt war, war sie (relativ) nutzlos geworden.
Sage ich doch!!!
Wieso hat die Nachtwache also gekämpft, wenn sie doch deinen eigenen Worten zufolge total nutzlos war?

Ich hatte Folge 9 so verstanden: "Wir (die Nachtwache) sind nicht nutzlos. Wir sind die Verteidiger der Mauer. Wir sind die einzigen, die den Einmarsch Rayders nach Westeros verhindern können. Fällt die Mauer, fällt Westeros. Wir müssen mit allen Mitteln die Mauer verteidigen, da sonst Westeros verloren ist."

Das war der Tenor in Staffel 9. Und in Staffel 10 war der Tenor dann plötzlich: "Mankes Armee ist harmlos." (Nicht harmlos für die Nachtwache. Harmlos für Westeros.)

Das wäre wäre aber auch das grottendämlichste was man tun kann. Wieso bitte sollte Stannis als einer der erfahrendsten Heerführer von ganz Westeros einen angreifenden Mob der allein schon durch seine Masse eine Bedrohung dar stellt frontal nehmen, wenn er ihm doch genau so gut in den Rücken fallen und ihn gegen die Mauer quetschen kann?
1) So etwas wie Front und Rücken gibt es nur bei disziplinierten Armeen, die in Formation kämpfen.

Gerade die Wildlinge wurden aber als undisziplinierter Haufen, der ohne Formation kämpft, beschrieben. Hier gibt es kein Vorne und kein Hinten. Hier kann sich die hintere Hälfte von Mankes Armee einfach umdrehen und gegen Stannis kämpfen, während die vordere Hälfte von Mankes Armee einfach weiter gegen die Mauer rennt.

2) Stannis Armee soll die Wildlinge nicht frontal angreifen! Er soll den Schutz der Mauer nutzen. Sprich, seine Leute stellen sich oben auf die Mauer und schießen von dort aus runter. Es ist nunmal so, dass derjenige, der die Mauer besetzt hat, einen taktischen Vorteil genießt. Das war der Grund, dass man Mauern gebaut hat! (Sie wurden nicht aus ästhetischen Gründen gebaut sondern um den Verteidigern einen taktischen Vorteil zu bieten.)

Zitat
Sie kämpfen aber nicht in der Wildnis sondern an der Mauer wo die Nachtwache den Heimvorteil hat.
Sie kämpfen nördlich der Mauer. Etwa dort, wo Casters Anwesen früher war. Das ist ja wohl eher Wildlings-Gebiet als Nachtwachen-Gebiet.

Wie gesagt: Heimvorteil wäre es, wenn sich Stannis Leute auf der Mauer postiert hätten und von dort aus runtergeschossen hätten. DAS wäre Heimvorteil gewesen.

Zitat
Du meinst so wie es Mormont probiert hat? Da hatten die White Walker Heimvorteil und du hast ja gesehen was dann passiert.
Ja, die White Walker wurden besiegt! Zwar unter schweren Verlusten, aber sie wurden besiegt!

Ansonsten geht es ja erstmal nicht um die White Walker sondern um die Wildlinge. Falls die Mauer wirklich das Ziel hat, nicht die Wildlinge sondern die White Walker aufzuhalten, wäre das ein Grund mehr, Mankes Armee passieren zu lassen, damit man zum Kampf gegen die White Walker nicht verausgabt ist.

Zitat
Also weil man einen Hammer hat ist der Amboss nutzlos und überflüssig?
Ich verstehe nicht, was du meinst.

Zitat
Vor allem nachdem die White Walker die besten der Nachtwache ausgeschaltet haben. Im Buch diskutiert Ned Stark mit seinem Bruder ob man nicht Ritter und niederen Adel in den Ländereien der Nachtwache ansiedeln sollte um denen das Rückgrat zu stärken.
Also es hätte der Nachtwache schonmal extrem den Rücken gestärkt, wenn sie nicht gegen die Wildlinge gekämpft hätten.

Und gerade, da Stannis mit den Wildlingen so den Boden aufwischt, scheinen die Armeen Westeros die Nachtwache nicht zu brauchen und auch ganz gut selber klarzukommen. Sicherlich, die White Walker werden nochmal eine Nummer härter werden als die Wildlinge. Aber was kann die Nachtwache gegen White Walker unternehmen, was Stannis Armee nicht wesentlich besser hinbekommen würde?

Die haben tatsächlich keine Chance gehabt gegen die Wildlinge, zumal letztere ja auch nicht einfach so durch die Mauer wollen, sondern weil sie um die drohende Gefahr wissen.
Wieso muss man alles dreimal sagen?
Nochmal: Es geht nicht darum, dass die Nachtwache keine Chance gegen die Wildlinge hat. Das ist vollkommen nachvollziehbar.
Es ging darum, dass Stannis Armee mit den Wildlingen den Boden aufwischt.

Hätte Stannis die Nachtwache unterstützt, indem seine Armee ebenfalls die Mauer besetzt hätte, wäre alles vollkommen in Ordnung gewesen. Nur diese totale Verharmlosung von Mankes Armee passt halt einfach nicht zur bisherigen Staffel.
« Letzte Änderung: 29.06.2014 | 19:56 von Eulenspiegel »

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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #14 am: 29.06.2014 | 19:55 »
Hör doch bitte auf, solche Mega-Zitierschlachten zu veranstalten, Eulenspiegel.  >:(
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #15 am: 29.06.2014 | 19:59 »
Mecker nicht mich an, meckere Teylen und Talasha an. Die haben mit den zig Zitaten begonnen. - Aber wundert mich ehrlich gesagt nicht, dass du mal wieder parteiisch bist. ::)

Ansonsten sind Zitate nunmal eine effektive Möglichkeit, um auf die einzelnen Punkte einzugehen.
« Letzte Änderung: 29.06.2014 | 20:05 von Eulenspiegel »

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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #16 am: 29.06.2014 | 20:09 »
Mein Lieber, solange ich nicht blau schreibe, darf ich so parteiisch sein, wie ich will.

Und effektiv erreichst du nur, dass viele Leute einfach gar keine Lust mehr haben, so einen Mega-Post zu lesen.
Zitat von: William Butler Yeats, The Second Coming
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #17 am: 29.06.2014 | 20:19 »
OK, ich versuche es nochmal ohne Zitate zu schreiben.

1) Die Mauer wurde errichtet, um Westeros vor den Gefahren des Nordens zu beschützen. Das heißt, wenn eine Gefahr aus dem Norden auftaucht, sollte man auch die Mauer benutzen, um sich gegen diese Gefahr zu schützen.

2) Bis Episode 9 wurde Mankes Armee als Gefahr für Westeros dargestellt. - In Episode 9 sogar nochmal extra stark: "Wir dürfen nicht weichen." und "Wenn wir fallen, sind die Königslande erledigt."

In Episode 10 dagegen wurde es so dargestellt, als ob Mankes Armee nur eine Gefahr für die Nachtwache darstellt, nicht aber für das restliche Westeros: Stannis Armee konnte sie problemlos besiegen. Und Stannis Armee war schwächer als Lannisters Armee.

Beide Punkte alleine stören mich nicht. Ich hätte kein Problem damit, wenn die Wildlinge für Westeros eine Gefahr darstellen und man sie an der Mauer aufhalten muss.
Ich hätte auch kein Problem damit, wenn die Wildlinge nur irgendwo zwischen harmlos und nervig angesiedelt sind und von einer Westeros-Armee problemlos fertig gemacht werden kann.

Was mich halt nervt, ist die totale Richtungsänderung von Episode 9 zu 10. In der einen Episode wurde die Armee als Gefahr für Westeros dargestellt in der anderen Episode als harmlos.

Disclaimer: Es geht mir nicht darum, dass die Wildling stärker als die Nachtwache waren. Das war in Episode 9 und 10 konsistent.
Es geht mir darum, dass die Wildlinge mal als Gefahr für das restliche Westeros dargestellt werden und mal als harmlos.

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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #18 am: 29.06.2014 | 20:41 »
Siehste, schon kann ichs lesen.

Okay, du hast sicher nicht ganz unrecht. Der Richtungswechsel von "großer Gefahr" zu "bumm, und weg" war einigermaßen krass.

Aber: Es wurde auch von der Nachtwache gesagt, dass die Wildlinge in Westeros nicht arg weit kommen. Da stand allerdings Winterfell noch, insofern wären die Wildlinge für den Norden schon eine Gefahr gewesen - gerade, weil es da keine einheitliche Armee gab.

Und Stannis war in Braavos, um sich Geld für eine Armee zu holen. Das war die Szene mit den komischen Bankern. Insofern hatte er tatsächlich wieder aufgestockt. Gut, ob seine Armee gegen die Macht Lannister / Tyrell gereicht hätte, ist unklar. Aber da hatte ihn seine rote Frau eh schon erklärt, dass er jetzt mal nach Norden soll, weil es der Gott so will.

Trotzdem hätte da etwas mehr Erklärung, warum die von "Ui, gefährlich" zu "hups, besiegt" werden, bestimmt nicht geschadet. Mich hat ja eher das Timing gestört, weil Stannis offensichtlich "at the speed of plot" reist und genau rechtzeitig kommt, um zumindest die kümmerlichen Nachtwachen-Reste noch zu retten. 
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #19 am: 29.06.2014 | 20:41 »
Stannis hat eine Extra Armee für die Wildlinge.
Der größte Teil der Armee mit dem er gegen die Lannister kämpfte ist schließlich in Blackwater gesunken und viele haben sich davon gemacht.
Deswegen hatte er Davos ausgesandt um neue Schiffe zu besorgen und ist letztlich zur Iron Bank of Braavos wo er einen Kredit aufnahm um sich eine neue Armee einkaufen zu können. Als Verdeutlichung gab es die Szene wo Davos den Piraten mit reichlich Gold bezahlt damit sich die Schiffe wieder anschließen.

Ich gehe nicht davon aus das die Wildling Armee nicht so groß war, sondern das sich Stannis eine sehr große Armee aufgebaut hat.
Zumal er bei der Abreise nicht erwartete gegen Wildlinge zu kämpfen, sondern gegen White Walker. Von denen die Nachricht - die Sam in einer Spam-Aktion in ganz Westeros verteilte - berichtete. Das es eine Wildling-Armee gibt die geführt vom König des Nordens gegen die Mauer zieht, wird er vermutlich erst gelernt haben als er mit den Schiffen hinter der Mauer gelandet ist.

Die Nachtwache stellt sich gegen die Wildlinge weil es zu den Aufgaben der Nachtwache gehört den Süden vor einer Einwanderung durch Wildlinge zu schützen. Ein wenig so wie sich die USA vor Mexikanern schützt respektive die Mauer die Ostdeutschen in der DDR hielt. Vielleicht mögen nicht alle Wildlinge perverse Kannibalen sein, Wargende Magieanwender, Monstren (Riesen) und vielleicht sind sie sogar zivilisiert. Aber sie sind unerwünscht. Passen weder von ihrer Gesellschaft noch den Bräuchen in's Land und Arm sind sie auch noch.

Bisher waren die Wildling-Armeen auch keine Gefahr für die Nachtwache oder Westeros.
Das erfährt man in der Serie in dem John Ygritte eine Geschichtsstunde gibt.
Das einzige was an der Situation neu ist, ist das es derart viele Wildlinge sind *und* das die Nachtwache schandhaft unterbesetzt ist.

Abgesehen davon, hätte die Nachtwache die Tore geöffnet, ihren Schwur gebrochen, wären sie anschließend von Westeros / dem Norden als Hochverräter verfolgt und hingerichtet worden. Siehe die erste Folge mit dem armen Klops der lediglich sein Leben gerettet hat.


Ansonsten ist Stannis Armee nicht per se schwächer als die Lannister Armee.
Das die Lannister gegen Stannis Armee bestehen konnten lag an zwei Faktoren:
-) Ein sehr großer Teil der Armee ist kampflos dank Wildfire abgesoffen
-) Die Lannister sind zusammen mit den Tyrells und einigen Teilen von Renlys Armee einmarchiert

Ich hatte Folge 9 so verstanden: "Wir (die Nachtwache) sind nicht nutzlos. Wir sind die Verteidiger der Mauer. Wir sind die einzigen, die den Einmarsch Rayders nach Westeros verhindern können. Fällt die Mauer, fällt Westeros. Wir müssen mit allen Mitteln die Mauer verteidigen, da sonst Westeros verloren ist."
Wenn die Nachtwache fällt, weil die Wildlinge einmarchieren, sehr wahrscheinlich nicht friedlich, kommen als nächstes die White Walker mit ihren Zombies nach. Dann wäre die Mauer im Grunde gefallen.

(Die ganzen Mexikaner sind eigentlich auch harmlos für 'murica)

Zitat
Sie kämpfen nördlich der Mauer. Etwa dort, wo Casters Anwesen früher war. Das ist ja wohl eher Wildlings-Gebiet als Nachtwachen-Gebiet.
Sie sind in direkter Sichtweise der Mauer. Das heißt in dem nicht abgefackelten Wald direkt davor.
Von Crasters Anwesen aus sieht man die Mauer nicht. Ansonsten hätte Libby nicht Angst gehabt das sie der Schlag trifft wenn sie die Mauer erblickt.

Zitat
Und gerade, da Stannis mit den Wildlingen so den Boden aufwischt, scheinen die Armeen Westeros die Nachtwache nicht zu brauchen und auch ganz gut selber klarzukommen. Sicherlich, die White Walker werden nochmal eine Nummer härter werden als die Wildlinge. Aber was kann die Nachtwache gegen White Walker unternehmen, was Stannis Armee nicht wesentlich besser hinbekommen würde?

Die Armeen Westeros sind über tausend Meilen entfernt mit Thronspielchen beschäftigt.
Gegen die White Walker hat Stannis Armee ohne Drachenglas keinen Chance.

Zumal zur Relativierungs von Mance's Armee.
Der Kerl hat Wildlingstämme genommen, die auf sich eingeschworen und ist dann im Grunde geflüchtet.
Dadurch das die Wildlinge kampferfahren sind kann man es ggf. Armee nennen, tatsächlich war das aber eher mehr eine Art Flüchtlingstrek. Von dem der Großteil wirklich pissig auf die Nachtwache war, weil die bei ihren Erkundungsgängen jenseits der Wall Wildlinge die sie trafen umbrachten.
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #20 am: 29.06.2014 | 20:51 »
Noch eine kleine Anmerkung:

Ja, die Armeen Westeros hätten die Wildlinge aufhalten können.

Aber die Armeen Westeros sind durch die Kriege der Könige beschäftigt und geschwächt, und niemand nimmt die Gefahr der Wildlinge überhaupt für voll, bis auf Stannis.
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #21 am: 29.06.2014 | 20:57 »
Das hatte Jon Ygritte ja in der zweiten Staffel auch so gesagt.

Die Nachtwache hat allerdings in Ermanglung von White Walkern die letzten paar Jahrhunderte gegen die Wildlinge gekämpft. Da fällt es schwer, die einfach durchlaufen zu lassen. Genauso, wie die Wildlinge die Wache nicht im Rücken haben wollten. Das ist eine ziemlich lang eingeschliffene Feindschaft, das sollte man nicht unterschätzen.

Ist ja nicht so, als könnte man nicht um die doofe Mauer rumlaufen.
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #22 am: 29.06.2014 | 21:00 »
Ist ja nicht so, als könnte man nicht um die doofe Mauer rumlaufen.

Das ist der größte Witz. Eine Riesenmauer, die Lücken hat.
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #23 am: 29.06.2014 | 21:04 »
Na, die Mauer hat keine Lücken.
Die hat nur rechts und Links ein Ende. Wo Wasser ist. ^^;
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Re: Game Of Thrones - Wildlinge und die Mauer
« Antwort #24 am: 29.06.2014 | 21:13 »
Nein. An einem Ende ist ein Gebirge, am anderen eine Bucht. Osha und ihre Kumpane sind durch die Bucht an der Mauer vorbeigekommen.

...gut, für eine größere Armee vielleicht keine sinnvolle Option.  ;)
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