Autor Thema: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan  (Gelesen 54809 mal)

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Offline Kowalski

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #475 am: 9.01.2019 | 13:33 »
Wie gesagt, was die technisch-physikalische Seite angeht, ist mein größter Aufreger dieses eine Ultra-Logikloch, dass sie die ganze Expedition zum Schwarzen Loch unternehmen, um einen Antrieb fertigzustellen, den sie _nachweislich bereits haben_, weil ohne ihn Landung auf und Start von diesem Schweren Planeten mit dem gezeigten Raumfahrzeug überhaupt nicht möglich wäre.

Seit wann ist denn der Planet "schwer"??????
Der düst nur so nahe an der Singularität rum das sich die Zeit verzerrt.
Was Grütze ist weil entweder haben die Scherkräfte die den Planeten zermalmen oder sie alle sind sich in der Zeitdilatation drin...

Es ist anders Grütze als Du denkst.

Die meisten anderen Aufreger sind hauptsächlich hirnrissigen Entscheidungen der Figuren sowie lächerlich vorhersehbaren Plot Twists geschuldet.

Eigentlich nicht. Bei den menschlichen Entscheidungen fand ich die zutiefst menschlich. Der am wenigsten logisch agierende war gleichzeitig der  sympatischte, Cooper. Die Unlogik fand ich aber in seinem Charakter gut erklärt.
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Offline rillenmanni

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #476 am: 9.01.2019 | 14:23 »
Bei den menschlichen Entscheidungen fand ich die zutiefst menschlich. Der am wenigsten logisch agierende war gleichzeitig der  sympatischte, Cooper. Die Unlogik fand ich aber in seinem Charakter gut erklärt.

Ich fand die Entscheidungen dort auch nicht hinrissig, dh selbst in ihrer gelegentlichen Anzweifelbarkeit entsprechend gut eingebettet in Krisen-Situation und Persönlichkeit. Darüber musste ich mich nicht eine Sekunde aufregen. Da hat der Film mE gute Arbeit geleistet.
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Offline Grey

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #477 am: 9.01.2019 | 14:40 »
Okay, das ist aber schon sehr Meta, oder? ;D
Nee, Meta war der Planet des Barnard-Sterns in "Space: 1999". ;)
Ich werd' euch lehren, ehrbaren Kaufleuten die Zitrusfrucht zu gurgeln!
--
Lust auf ein gutes Buch oder ein packendes Rollenspiel? Schaut mal rein! ;)

Offline Feuersänger

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #478 am: 9.01.2019 | 15:01 »
Seit wann ist denn der Planet "schwer"??????

Einer der besuchten Planeten - ich glaube der mit der Zeitverzerrung - hat eine Schwerkraft von iirc 1,3G. Wird jedenfalls so gesagt.
http://interstellarfilm.wikia.com/wiki/Miller_(planet)
Das bedeutet in Konsequenz, dass es im Vergleich zur Erde ziemlich genau doppelt soviel Energie kostet, von der Oberfläche aus in eine Umlaufbahn zu gelangen.
Und das machen sie mal eben so mit einem einstufigen Flitzer ohne Booster oder auch nur erkennbare Treibstofftanks. Ich habe vor 4 Jahren schonmal in diesem Thread vorgerechnet, was für eine Technologie eine derartige Leistung bedingt. Nämlich etwa "zehnmal besser" als was wir heute haben.
--> da sie ja _zeigen_ dass sie diese Technologie besitzen, gibt es keinen Grund, nicht einfach "Plan A" durchzuführen.

Coop: "Just build more of those Ranger engines and plug these into your mass exodus spaceships."
Brand: "Why didn't we think of that?"

Written and directed by George Lucas Christopher Nolan
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Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

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Offline Pyromancer

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #479 am: 9.01.2019 | 15:12 »
Es wurde schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem.
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Offline Kowalski

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #480 am: 9.01.2019 | 16:16 »
@Feuersanger: Ehrlich???

😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂

Schön das es Dich stört.
Ich bin ja schon schwer zufrieden zu stellen. Aber dafür habe ich mir abgewöhnt mir von so etwas den Spaß verderben zu lassen.
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Offline Alexandro

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Re: Re: Filme und Serien - Smalltalk
« Antwort #481 am: 9.01.2019 | 17:28 »
Und selbst wenn man damit argumentiert, dass die interstellare Distanz den Einsatz einer Sonde erschwert, weil keine vernünftige Kommunikation mit der Basis möglich ist, hätte die Crew, die dort als Erste hingeflogen ist, durch den Einsatz einer Sonde alle nötigen Daten bekommen, ohne Menschenleben zu riskieren und letztendlich zu verlieren. So war das einfach ne total dämliche und extrem(!) kostspielige Schnapsidee, bei der ich erwarte, dass eine Organisation, die interstellare Flüge hinbekommt, sie tatsächlich erst gar nicht in Betracht zieht.

Ja, klaaaaaaar...weil Funk ja auf dem Planeten auch problemlos funktioniert. Warum ist die Mission nochmal in die Binsen gegangen? Richtig, weil die Funkkommunikation in der Nähe des Schwarzen Lochs nicht richtig funktioniert hat.

Und ganz nebenbei hatten sie eine Drohne dabei: TARS. Hat aber auch keinen Unterschied gemacht (technisch gesehen war das die Schuld von Brand - wäre die nicht planlos losgelaufen, hätte man die Mission noch retten können - aber das wurde ja im Film auch thematisiert und Brand musste sich für ihr Verhalten eine (gerechtfertigte, aber imo noch zu lasche) Standpauke anhören).
« Letzte Änderung: 9.01.2019 | 17:45 von Alexandro »
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Offline Alexandro

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #482 am: 9.01.2019 | 17:32 »
Der Marsianer hat wenigstens so etwas wie eine Geschichte,

"Ein Trottel strandet durch eigene Dummheit auf dem Mars und versucht nicht zu sterben" ist jetzt nicht soviel mehr Geschichte, als "Zwei Trottel stranden durch eigene Dummheit außerhalb ihres Rauschiffs und versuchen nicht zu sterben".  >;D
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Offline Sashael

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #483 am: 9.01.2019 | 17:37 »
Schön das es Dich stört.
Naja, wenn ein Film beworben (aka gehyped) wird mit der Ansage "Das ist alles supertoll wissenschaftlich korrekt!", dann möchte ich persönlich zumindest im Kino sitzen und sagen "Whoa, cool!" oder "Ach! Siehste mal guck, das wusste ich noch gar nicht.".
Aber eben nicht "Äh ... das ergibt doch gar keinen Sinn. Und warum halten die sich eigentlich nicht an die einfachsten Prozeduren, die jeder HiWi bei der Einführung ins Labor lernt?".
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@alexandro
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Offline Alexandro

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #484 am: 9.01.2019 | 17:39 »
Ich glaube da sieht jemand (der sich hier im Forum öfter mal als "bully" betätigt) nicht den Balken in seinem Auge. Tschüss.
« Letzte Änderung: 9.01.2019 | 18:02 von Alexandro »
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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #485 am: 9.01.2019 | 17:43 »
Es sind nur Geschichten, kein Geschichtsunterricht oder ein Ingenieurs Kurs.

Klar, aber im Fall von Interstellar ist es halt eine schlechte, unlogische und in sich widersprüchliche Geschichte mit wenig bis gar keiner Glaubwürdigkeit.

Über einzelne Fehler lässt sich leicht hinwegsehen wenn der Rest der Geschichte gut ist, aber im Fall von Interstellar ist es schwer zu sagen ob es darin überhaupt auch nur einen einzigen plausiblen Punkt gibt.

Offline Kowalski

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #486 am: 9.01.2019 | 18:41 »
Naja, wenn ein Film beworben (aka gehyped) wird mit der Ansage "Das ist alles supertoll wissenschaftlich korrekt!", dann möchte ich persönlich zumindest im Kino sitzen und sagen "Whoa, cool!" oder "Ach! Siehste mal guck, das wusste ich noch gar nicht.".
Aber eben nicht "Äh ... das ergibt doch gar keinen Sinn. Und warum halten die sich eigentlich nicht an die einfachsten Prozeduren, die jeder HiWi bei der Einführung ins Labor lernt?".
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@alexandro
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Und tschüss.

Mag sein. Deine Schmerzschwelle sinkt von mal zu mal....
Und es steht Dir frei den Film zu kritisieren.
Oder mir den zu loben.
So wie ich den in weiten Teilen, was das Storytelling und Pacing angeht, mache.


Nur:

Seit wann glauben wir Werbung?
Sorry wenn Dich Deine Vorfreude enttäuscht hat.
Ich gehe mit wenigen Erwartungen in SciFi Filme was wissenschaftliche Korrektheit angeht. Damit bin ich bisher gut gefahren.
Ich fand manche Filme "in sich" nicht logisch, das macht dann nicht so viel Spaß.
Manche Fehler bemerkt man nur wenn man darauf hingewiesen wird, dann sind sie aber nur Nitpick-Pr0n.

Das Filme mehr der Dramaturgie als den Naturgesetzen folgen solltest Du gemerkt haben.
Ich nehme mal an die Drehbuchschreiber denken sich da "Markt doch keiner"

Und damit haben sie entweder bei Ihren Zuschauern recht oder fallen durch.

Für mich passt der Film als Space Opera ganz gut. Eine Hard Science (im Maßen) aber doch mehr Opera.

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Offline Sashael

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #487 am: 9.01.2019 | 20:34 »
Nur:

Seit wann glauben wir Werbung?
Sorry wenn Dich Deine Vorfreude enttäuscht hat.
Ich gehe mit wenigen Erwartungen in SciFi Filme was wissenschaftliche Korrektheit angeht. Damit bin ich bisher gut gefahren.
Ich fand manche Filme "in sich" nicht logisch, das macht dann nicht so viel Spaß.
Manche Fehler bemerkt man nur wenn man darauf hingewiesen wird, dann sind sie aber nur Nitpick-Pr0n.

Das Filme mehr der Dramaturgie als den Naturgesetzen folgen solltest Du gemerkt haben.
Ich nehme mal an die Drehbuchschreiber denken sich da "Markt doch keiner"

Und damit haben sie entweder bei Ihren Zuschauern recht oder fallen durch.

Für mich passt der Film als Space Opera ganz gut. Eine Hard Science (im Maßen) aber doch mehr Opera.
Das ist ja auch alles gut. Und der Film war eigentlich recht gut gemacht. Allerdings:

"Seit wann glauben wir Werbung?"

Das hat ja nichts mit "glauben" zu tun, sondern mit dem Schüren einer Erwartungshaltung. Wenn nicht im Vorfeld so damit geprahlt worden wäre, wie wunderbar man sich hätte wissenschaftlich beraten lassen, hätte ich den Film auch ganz anders wahrgenommen. Es gibt den (gar lustigen) Spruch "Es gibt kein schlechtes Essen,es gibt nur falsche Erwartungen!". Das kann man tatsächlich auf alle Lebensbereiche anwenden. Sobald das gelieferte Whateveritmaybe den Erwartungen nicht entspricht, ist man enttäuscht, unabhängig von der objektiven Qualität. Natürlich ist man unter diesen Voraussetzungen besser bedient, überhaupt keine Erwartungen zu entwickeln. Das haben die Macher von Interstellar in meinem persönlichen Fall aber gehörig unterbunden. Funktioniert auch andersrum: Ich bin auch schon in Filme reingegangen, die so dermaßen verrissen wurden, dass ich eigentlich nur Schlechtes erwartet habe und dann vom Film positiv überrascht wurde, selbst wenn er unter den meisten Gesichtspunkten nur mittelmäßig bis tatsächlich schlecht war.

Hier kam es bei mir nun leider zu dem Effekt, dass die Macher sich in meinem Fall verschätzt hatten, was ich bei ihren Angaben zur Glaubwürdigkeit noch glaubwürdig fand. Finde ich jetzt erstmal nicht sonderlich schlimm. Nur der Film punktet bei mir halt deutlich weniger als bei anderen, die mit weniger Erwartungen hineingegangen sind. Stellt sich in meinen Augen die Frage: Ist das dann meine Schuld? ;)
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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #488 am: 9.01.2019 | 22:25 »
Ich nehme mal an die Drehbuchschreiber denken sich da "Markt doch keiner"

Und damit haben sie entweder bei Ihren Zuschauern recht oder fallen durch.

So weit so gut...wenn einem dann in kürzester Zeit Varianten einfallen, wie man ohne dramaturgische Nebenwirkungen gar nicht auf dieses "Merkt doch keiner" hätte bauen müssen, wirds schon etwas nervig. Diesen Spagat möglichst gut hinzukriegen gehört doch zu den Kernaufgaben.
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Offline rillenmanni

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #489 am: 9.01.2019 | 23:05 »
Ich habe ja, wie schon eingeworfen, keine wirkliche Ahnung von dem Astrozeug, auch wenn ich es unglaublich interessant finde. Aber in der Bewertung des Details zum Starten und Landen auf Planeten mit dem ollen Raumschiffle bin ich ziemlich bei Sashael. Denn das ist mir beim Gucken aufgefallen und deutlich negativ aufgestoßen. Ich hatte keine Filmwerbung intus. Aber ich hatte gesehen, dass die Crew vorneweg ganz klassisch und erwartbar gestartet war, nämlich mit einer ollen mehrstufigen Rakete. Und dazu passte die Darstellung der späteren On/Off-Situationen einfach nicht (es waren ja zwei Planeten, nicht?), in denen man mal eben so die Schwerkraft überwindet. Das stellte für mich einen Kontinuitätsbruch dar, und das mag ich einfach nicht.

Ich mochte den Film trotzdem. Ich fand den 1,3G-Wasserplaneten auch ziemlich cool!

PS: Und jetzt streitet euch doch nicht! Herrje! "Du mal wieder!" ... "Ja, und Du auch mal wieder!" Es ist doch nur Astroblubb! :)
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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #490 am: 9.01.2019 | 23:36 »
Und auf der anderen Seite, wie weit einem die Autoren dabei entgegen kommen.
Oft genug sagt der Fachmann: Ja, für einen Film (wo das ggf. noch nicht mal Schwerpunkt ist) kann man das so machen, auch wenn es genau genommen so nicht stimmt.
Ich habe Interstellar nicht gesehen. Von daher kann ich nicht abschätzen, wie wichtig die anscheinend vorhandenen wissenschaftlichen Fehler in diesen Science Fiction-Film sind.
Whiplash dreht es sich zentral um einen Musik-Professor und einen seiner Studenten in New York. Der Film wird von vielen als Meisterwerk gefeiert, während ein ehemaliger New Yorker Musikstudent den Film inhaltlich auseinander nimmt.
Nur so als Info dazu. ;)
Zitat
Problematisch wird es da, wo die Autoren ganz offensichtlich kein bisschen Ahnung von der Sache haben und Plotelemente auf der falschen Darstellung aufbauen. Oder - ähnlich, aber nicht ganz das Selbe - wenn der Film von einer korrekten Darstellung auch plotseitig und dramaturgisch profitieren würde.
So was fuchst mich enorm.
Da kommt es dann mal wieder drauf an, was der Regisseur da eigentlich genau will. Ich frage mich z.B. immer noch wieso so viele YouTube-Videos sich bei dem Film Auslöschung auf das Alien und dessen Beweggründe versteifen, obwohl der Film eigentlich recht deutlich klar macht, dass die Menschen selbst da das eigentliche Thema ist und das Alien sogar als unergründlich (sozusagen komplett "alien") bezeichnet wird. Wenn Du dann aus so einer rein plotzentrierten Sicht irgendwo dramaturgisch was "verbessern" willst, würdest Du für viele Leute und aus Sicht des Regisseurs den Film inhaltlich zerstören. Und da reden wir von einem relativ typischen Science Fiction-Stoff.
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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #491 am: 9.01.2019 | 23:46 »
Soll ich jetzt auch nochmal meine Standpunkte von vor ein paar Jahren NOCHMAL schreiben? Mach ich gerne, habe ein Mitteilungsbedürfnis.  >;D 8) ~;D
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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #492 am: 9.01.2019 | 23:52 »
Als rein damit. Wenn Ihr so weiter macht, schau ich mir den Film dann vielleicht doch noch an. ~;D
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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #493 am: 9.01.2019 | 23:59 »
Vielleicht zur Sicherheit vorher eine bissfeste Tischkante organisieren ;)
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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #494 am: 10.01.2019 | 00:04 »
Als rein damit. Wenn Ihr so weiter macht, schau ich mir den Film dann vielleicht doch noch an. ~;D

Gerne:

Vorneweg: Der Film ist "normal gut", und dafür, dass er fast drei Stunden dauert, erstaunlich kurzweilig.
Woran das liegt kann ich auch nicht so genau sagen. Die Charaktere sind flach, die Story abstrus, die Physik bestenfalls durchwachsen, die Musik zu laut und zu wummrig; die Bilder sind zwar spektakulär, aber jetzt auch nicht sooo spektakulär. Handwerklich hat er aber ein paar schöne Elemente, z.B. die Überblendungen und Parallelschnitte zwischen der Handlung auf der Erde und der Handlung im Weltall, oder die eingespielten O-Töne, wo alte Leute vom Leben auf der Erde erzählen. Das schwarze Loch als Zugang zum L-Space und dessen visuelle Umsetzung fand ich auch gut.

Was mir gar nicht gefallen hat war, dass viel zu viele Dinge sich nicht schlüssig aus der Handlung ergeben, sondern passieren, "weil Plot".

Was ich dem Film auch ankreide ist, dass er am Anfang noch so tut als ob. Der Start des Raumschiffes von der Erde erfolgt, wie es sein muss, mit einer dreistufigen Rakete. Der Flug durch's Sonnensystem zum Wurmloch dauert zwei Jahre. So weit, so gut. Im Zielsystem angekommen wird dann aber zwar pausenlos der Treibstoff thematisiert, aber die Flugzeiten zwischen Wurmloch, schwarzem Loch und den drei Planeten betragen jeweils nur wenige Minuten, und man düst zweimal mit einem einstufigen Flugzeug, bei dem man sich fragt, wo da überhaupt Platz für Treibstoff sein kann, von der Oberfläche in den Orbit. Und um den physik-kundigen Zuschauer zu verhöhen läuft dann hinten ein Roboter durchs Bild und ruft: "Jetzt kommt eine tragische Szene, wegen Newtons drittem Gesetz!" (Ich wünschte, das wäre ein Scherz, das passiert aber wirklich.)

Die SciFi-Story von dem Vater, der für seine Tochter die Welt rettet (Sohn egal) hat da selbst Armageddon schlüssiger erzählt, inklusive plot-relevanter Ausnutzung physikalischer Phänomene, was in Interstellar überhaupt nicht vorkommt. Da wird die "Physik" wirklich auf Technobabbel und Deus-Ex-Machina reduziert.

Das Problem ist auch nicht alleine, dass der Film nicht wissenschaftlich ist - das Problem ist, dass diese Unwissenschaftlichkeit zu internen Konsistenzproblemen führt und den ganzen Plot ad absurdum führt.

Paradebeispiel: Da braucht die NASA Daten aus dem schwarzen Loch, um einen Gravitationsantrieb bauen zu können, um die Menschheit ins All zu schaffen. Direkt im Anschluss wird dann auch gezeigt, warum dieser Wunder-Antrieb nötig ist: Weil man schon eine riesige Rakete braucht, nur um ein paar popelige Astronauten in den Orbit zu bringen.
Und jenseits des Wurmloches wird dann gezeigt, wie die Astronauten völlig ohne große Raketen mit ihren Raumschiffen problemlos einen Pendel-Verkehr zwischen Oberfläche und Orbit einrichen und offensichtlich diesen Wunder-Antrieb schon haben.

Das ist nicht nur unwissenschaftlich, das widerspricht einer expliziten Prämissen des Films. Und das ist etwas, wofür man nicht Physik studiert haben muss, um es zu merken, dafür muss man nur dem Film aufmerksam folgen. Nun ist es so, dass viele Menschen dem Film nicht aufmerksam folgen, und denen ist es natürlich egal.  Die stellen den Bezug zu den späteren Szenen gar nicht her.

Der Film funktioniert, wenn man sein Gehirn abschaltet, die schönen Bilder anschaut, und am Ende denkt: "Huh?"
Aber damit sind viele der schönsten Stellen des Filmes verschenkt, weil um die zu würdigen muss man aufmerksam sein und mitdenken. Für den mitdenkenden Zuschauer schwankt der Film aber damit zwischen "hehe, nett gemacht!" und "ihr wollt mich wohl verarschen?!"

Interstellar ist auch nicht nur, was die Physik angeht, stellenweise blödsinnig, sondern auch menschlich und soziologisch. Da wird z.B. im Film die Aussage getätigt: "Wir brauchen keine Ingenieure, sondern nur noch Bauern, die Nahrung ranschaffen. Die Leute verhungern sonst." Diese Aussage wird von allen als wahr akzeptiert, selbst von dem Ingenieur, der - und das wird im Film gezeigt! - durch seine Ingenieurskunst ein Dutzend vollautomatische Traktoren am Laufen hält: "Sohn, du musst nur wissen, wie man Autoreifen wechselt und eine Sense schwingt. Technisches Wissen ist überflüssig, das hilft nicht dabei, dass Essen auf den Tisch kommt. Ich geh übrigens dann mal eben die GPS-Empfänger unserer vollautomatischen Traktoren neu kalibriert, damit die wieder unsere Felder pflügen, und baue diese gekaperte indische Drohne zu einer Steuereinheit für eine autonome Ernte-Einheit um." Das war z.B. auch so ein "ihr wollt mich wohl verarschen"-Moment für mich. So sehr verblöden KANN die Menschheit nicht in den paar Jahren.

Ich bin ja normalerweise intellektuell sehr genügsam im Kino. Ich kann die blödsinnigsten Prämissen akzeptieren, und hab auch kein Problem damit, wenn Leute im Film dumme, unlogische Dinge tun. Das geht aber bei Interstellar nicht. Dazu kommt der Film zu ernsthaft und bedeutungsschwanger daher, bemüht sich zu sehr, relevant zu sein.

Was ich dem Film aber zu Gute halte ist, dass er ziemlich werkgetreue Verfilmung von Queens "39" ist, bis hinunter zu "write your letters in the sand".
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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #495 am: 10.01.2019 | 00:13 »
Danke für die Einschaetzung. :d
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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #496 am: 10.01.2019 | 00:41 »
Nur kurz zur Soziologie: eine Welt, in der "Die Mondlandung war ein Hoax!" in der Schule gelehrt wird, der traue ich alles zu. Und der Vater sagt ja nicht "Werde kein Ingenieur, die werden nicht gebraucht", sondern "Mach keine Wellen, das schadet dir nur selbst, die Haltung gegenüber Ingenieuren wird sich schon von allein ändern" (diese defätistische Haltung kommt in der Geschichte leider ziemlich häufig vor - und teilweise haben wir so etwas auch heutzutage).
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Der Film funktioniert weil er eine Heldenreise ist und eine Botschaft hat die den meisten Menschen einleuchtet

Der Film startet in einer Post-Apokalyptischen Welt wo Militär so ziemlich das schlimmste Schimpfwort ist das man vorbringen kann.
Es fällt auf was nicht gezeigt wird,
Es werden keine Städte gezeigt. Es werden keine Menschenmassen gezeigt.
Im Laufe des Films kriegt man mir das die NASA dazu verdonnert wurde Atombomben auf Städte anderer Nationen zu werfen.

Was wir sehen ist das Outback das überlebt hat. Das kriegt man mit wenn es im Film hie und da erwähnt wird.
Die Nationen sind im Überlebensmodus (hier die USA) und wohl durch bakteriologische Kriegsführung (das wird aber nicht konkretisiert) werden sukzessive alle Nahrungsmittelpflanzen absterben. Das ist absehbar (Wieso der Weltraum hier Abhilfe schaffen kann wird nicht erklärt, ggf. liegt es an der zunächst sterilen Umgebung.)

Unser Held hat eher einfach gestrickten Sohn (deswegen rät er ihm auch Bauer zu werden) und Tochter (Die, weil aufgeweckt, er gerne aufs College schicken würde aber die Behörden blocken). Natürlich akzeptiert er es eben "nicht" das man technikfeindlich ist. Er wirft dem Schulrektor ja an den Kopf das er die Propaganda des Staates für Mumpitz hält und mit ein wenig Technik (einem MRT) seine Frau noch leben würde.

Wenn man so will ist er am Anfang ein gebrochener Held der seine Familie mag, und das beste aus der Situation macht.

Dann passiert der Plot und er darf in den Weltraum. Das, wie mürrisch sein Schwiegervater sagt, seine Bestimmung ist. Du warst doch nie gerne Farmer, gib es doch zu.

Die Tochter von Coop wird unter die Fittiche des Professors genommen der das ganze wissenschaftlich leitet. Es gibt rührselige Abschiedsszenen wo die Tochter ihrem geliebten Daddy vorwirft entweder in den Tod zu fliegen oder sie zumindest zu verlassen. Daddy ruft er käme zurück. Das ist das Versprechen das an ihm den ganzen Film lang knabbert.

Dann steigt unter Ohrenbetäubendem Getöse einer der Ranger auf. Die Technologie die gezeigt wird ist klar ein paar Jahrzehnte über unseren.
Wer sagt denn das der Ranger nicht ein SSTO (Single Stage to Orbit) Vehikel ist? Und die große Rakete einfach den Treibstoff und weitere Vorräte mitnahmen. "Zusätzlich" zum Schub des Rangers.

Etc. pp.

Ich habe an dem Film einen Makel, und das ist der bescheuerte Wasserplanet und die Dramatisierung der Landung da. Das ist spannend und vom Plot her okay, aber physikalisch Unsinnig.
Man hätte eine Szene einbauen können wo sie ein Notsignal auffangen und darüber diskutieren ob sie landen und den Wissenschaftler dort retten sollen oder ob sie Treibstoff sparen wollen. Und das OHNE die Zeitverschiebung.
Die Zeitverschiebung ist für die Doofen als Foreshadowing gedacht damit sie den Kollegen nach 35 Jahren(?) im All wartend wieder treffen.
Sich bewusst in Gefahr begeben. Ein Opfer bringen müssen. Schuldig fühlen. Dazu war das vom Plot her nötig und passend (rein von der Konstellation der Charaktere)

Das man die Wochen und Monatelangen Flüge zu den anderen Planeten des Binärsystems nicht weiter ausgewalzt hat verstehe ich. Die Flugzeiten wurden im Film erwähnt, gerade als sie über den Plan auf dem Wasserplaneten zu landen diskutiert haben.

Der Rest ist Psychologie (da trifft der Film ins Schwarze) und Plot (auch da ist er in sich stimmig)
Es gibt noch ein paar Wendungen die dazu führen das sich die Sicht auf einige der Charaktere ändert.
Auch auf den vermeintlichen Bösewicht.

Ich habe mir den Film ein Dutzend mal auf DVD angeschaut, die OV lässt mehr Nuancen durchscheinen, die Übersetzung fand ich aber auch nicht schlecht.

tl;dr:
Wenn man das mit dem Wasserplaneten ohne die bescheuerte Zeitdilatation hingekriegt hätte sähe ich keine groben Kritikpunkte.
Alles andere sind Sachen wo ich meine der Film zeigt eine Technik die ist 50 Jahre in der Zukunft (also anders als wir das erwarten). Die Erlösung kommt aber nur mit Technologie die um den Faktor 10 Effektiver ist (wo man Supertanker in den Weltraum katapultieren kann und nicht nur größere Flugzeuge)
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Online Arldwulf

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Die Nationen sind im Überlebensmodus (hier die USA) und wohl durch bakteriologische Kriegsführung (das wird aber nicht konkretisiert) werden sukzessive alle Nahrungsmittelpflanzen absterben. Das ist absehbar (Wieso der Weltraum hier Abhilfe schaffen kann wird nicht erklärt, ggf. liegt es an der zunächst sterilen Umgebung.)


Wenn die Erde wirklich so kaputt ist, dass sie "nicht zu retten" ist würde es ja auch reichen zum Mars zu fliegen. Ist letztlich viel simpler als bis zum Saturn und dann in ein kosmisches Katastrophengebiet wie die Umgebung eines schwarzen Loches zu reisen.

Aber diese Grundprämisse von der kaputten Erde ist eigentlich das unlogischste am ganzen Film. Damit die Welt so kaputt wäre dass irgendjemand ein schwarzes Loch als neue Heimat in Betracht zieht müsste der Planet wohl schon explodieren.

Offline rillenmanni

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Re: [Film] Interstellar - neuer Film von Christopher Nolan
« Antwort #499 am: 10.01.2019 | 09:49 »
Was ich dem Film aber zu Gute halte ist, dass er ziemlich werkgetreue Verfilmung von Queens "39" ist, bis hinunter zu "write your letters in the sand".

Pyro, das ist ja mal einer der genialsten Fingerzeige, den ich hierzuforum gelesen habe! :)

In the year of '39 assembled here the volunteers
In the days when lands were few
Here the ship sailed out into the blue and sunny morn
The sweetest sight ever seen
And the night followed day
And the story tellers say
That the score brave souls inside
For many a lonely day sailed across the milky seas
Ne'er looked back, never feared, never cried
Don't you hear my call though you're many years away
Don't you hear me calling you
Write your letters in the sand
For the day I take your hand
In the land that our grandchildren knew
In the year of '39 came a ship in from the blue
The volunteers came home that day
And they bring good news of a world so newly born
Though their hearts so heavily weigh
For the earth is old and grey, little darling, we'll away
But my love this cannot be
For so many years have gone though I'm older but a year
Your mother's eyes, from your eyes, cry to me
Don't you hear my call though you're many years away
Don't you hear me calling you
Write your letters in the sand for the day I take your hand
In the land that our grandchildren knew
Don't you hear my call though you're many years away
Don't you hear me calling you
All your letters in the sand cannot heal me like your hand
For my life
Still ahead
Pity me


Passt ja, der Herr May ist auch Astrophysiker. :)
Während die Opfer sich umkrempeln und der Professor nicht zu erreichen ist, reißt Rillen-Manni voller Wut eine Waffe an sich ...

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Power Gamer: 67% | Butt-Kicker: 54% | Tactician: 71% | Specialist: 42% | Method Actor: 50% | Storyteller: 50% | Casual Gamer: 50%