Autor Thema: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen  (Gelesen 14937 mal)

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Offline Feuersänger

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[Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« am: 18.09.2014 | 00:28 »
Um mal im anderen Thread nicht zu oft das Thema zu wechseln, einen neuen angefangen.

Wie gesagt ist die Idee, das Gauntlet aus einer Reihe aufeinander folgenden Herausforderungen aufzubauen, jede in einer anderen Stage mit unterschiedlichen Umweltbedingungen. Und zwar (idealerweise) erstens mit ansteigender Schwierigkeit, und zweitens für den Anfang so viele, dass die Herausforderungen für genau einen Levelaufstieg reichen. Danach kann man weitersehen.

Nun wäre also erstmal folgende Frage zu klären: mit was für Bedrohungen generell sollen denn die Kämpen konfrontiert werden, was für Fähigkeiten sollen sie unter Beweis stellen?

Da haben wir schonmal ein Dilemma, das immer wieder auftaucht: nehmen wir als Beispiel mal Todeseffekte. Save-or-Dies werden in D&D aus zwei Gründen toleriert: erstens kann man sich - in einer Party - in der Regel dagegen immunisieren, zweitens ist selbst im Versagensfall nichts endgültig verloren, da der Tod ja auch nur ein Zustand ist. (Wenn man nicht grad von einem Devourer geschlürft und verbrannt wird oder so.)
Auch Solo kann man - im begrenzten Rahmen - mit Todeseffekten fertig werden. Selten durch Klassenfähigkeiten, in der Regel durch Ausrüstung.
Wenn aber sowieso bekannt ist, dass im Lauf der Challenge 1x Death Effect drankommt - wir haben ja gesagt, wir machen es transparent - dann ist es völlig klar, dass sich eben jeder das passende Gegenmittel kauft. Das frisst dann WBL, aber sonst - was ist damit gewonnen? Mit Flugfähigkeit ist es im Prinzip die gleiche Geschichte.

Dieses Dilemma tritt bei meinen Gedankenspielen immer wieder auf, und ich finde das irgendwie unbefriedigend. :/ Es geht in der Regel um Fähigkeiten, die normalerweise vom Caster zur Verfügung gestellt werden, und bei Abwesenheit desselben eben aus dem WBL bezahlt werden müssen.
Bei den Skills besteht das gleiche Risiko: wenn klar ist, dass man Skill X braucht um durchzukommen, dann pumpt man ihn, sonst eben nicht. Wobei auch hier wieder gilt, dass viele Skills durch übernatürliche Fähigkeiten vollständig und würfellos ersetzbar sind.

Ein sinnvoller Ansatz scheint mir zu sein, dass man für entsprechende Stages mehrere Lösungswege anbietet. Wer die passende Fähigkeit/Skill hat, kann sich z.B. einen leichteren Kampf verschaffen, oder anderweitig Schaden vermeiden den er sonst fressen müsste.

Also langer Rede kurzer Sinn: ich sehe es als ziemlich sinnfrei an, Herausforderungen binär zu gestalten.
Weitere Gedanken?
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Offline Antariuk

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #1 am: 18.09.2014 | 01:17 »
Todeseffekte sollten aus den genannten Gründen fernbleiben, wir brauchen nicht das Budget für Consumables belasten wenn das eh von allen für den gleichen Effekt verwendet wird. Save-or-Suck wäre dagegen was anderes, solange es nicht um Versteinerung oder andere quasi-Tode geht.

Wenn das am Ende nicht zu aufwendig wird, sind verzweigende Stages mit alternativen Wegen glaube ich echt eine gute Lösung. Wer gut klettern kann, kann an der Wand bis zur Spitze des Turms klettern, muss sich aber mit den intelligenten Rankpflanzen auseinandersetzen. Wer fliegen kann, muss nur die Pteranodons überwinden und ist danach oben. Wer gut im Springen ist, hüpft über die umliegenden Ruinenbrocken der gefallenen Nachbartürme in Reichweite, weckt dabei aber ein paar Giant Centipedes auf. Wer gar nichts von alledem kann, muss den in der Nähe grasenden Pegasus einschüchtern oder freundlich sinnen, um hochgebracht zu werden. Wer auch das nicht kann, wird ausgebuht ^-^

Mit Einsatz von etwas Hirnschmalz sollten sich solche Alternativen für alle möglichen Stages finden, muss ja auch nicht immer pseudo-realistisch sein sondern kann ja Bezug auf die Phantastik der Oldschool Dungeons und Umgebungen nehmen.
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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #2 am: 18.09.2014 | 02:33 »
Mir wäre es sehr wichtig, dass die Herausforderungen nicht reiner Zahlenabtausch sind. Stages sollten zum einen taktische Möglichkeiten bieten, zum anderen auch variieren und die manövrierfähigkeit der Teilnehmer mit einbeziehen.
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Narubia

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #3 am: 18.09.2014 | 08:27 »
Was hat man eignetlich für ein Problem damit, einem SoD zu begegnen? Das Abenteurerleben braucht halt manchmal Glück. Ich sehe das halb so wild.
Angenommen, da schickt man gegen die Stufe 12-Charaktere einen Stufe 13 Magier mit Finger des Todes (SG 21), dann wird der durchschnittliche mundane Charakter den sowieso in mehr als 60% der Fälle knacken, die hier angesprochenen, optimierten Charaktere werden wohl eher bei 80% liegen. Da halte ich sowas doch durchaus für okay, dann kegelt man halt dadurch einen von 5 Teilnehmern raus. Pech gehabt?

Muss ja nicht in jedem Encounter sein, aber in einem späteren Zeitpunkt im Gauntlet halte ich das für vollkommen okay.
« Letzte Änderung: 18.09.2014 | 08:29 von Narubia »

Offline Nevermind

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #4 am: 18.09.2014 | 08:41 »
Hm,..

ich dachte es geht darum wie gut ein Build ist, und nicht wie glücklich. Nur  als kleiner Einwurf.


(Alternativ bei SoS dann eben X Prozent HP abziehen?)

Offline Feuersänger

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #5 am: 18.09.2014 | 08:45 »
Was Nevermind sagt.

Außerdem habe ich es grad oben schon im Detail beschrieben, aber nochmal in Kurzform:
Wenn bekannt ist, dass SoDs im Spiel sind, wird kein Spieler mit Hirn für 5 Pfennig dieses Risiko eingehen, sondern sich meist mittels Item gegen diese SoDs absichern.
Es kauft also im Endeffekt jeder das gleiche Item.
Was ist dann damit gewonnen?
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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #6 am: 18.09.2014 | 08:50 »
Was hat man eignetlich für ein Problem damit, einem SoD zu begegnen?

Aus Zuschauersicht: Ein SoD, der halt kommt, und dann schafft der Spieler den Wurf oder nicht, ist totlangweilig. Ein SoD, den der Spieler durch geschickte Taktik umgehen kann, oder als Teil eines Gambits akzeptiert, um in eine bessere taktische Position zu kommen kann dagegen sehr spannend sein.

Ich fände es übrigens KLASSE, wenn es Life-Kommentatoren gäbe, die jeden Zug analysieren, damit auch der Laie einen kleinen Einblick bekommt, was da eigentlich gerade passiert.
Ihr findet mich im Traveller-Kanal: https://www.tanelorn.net/index.php/board,380.0.html

Narubia

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #7 am: 18.09.2014 | 09:01 »
Was Nevermind sagt.

Außerdem habe ich es grad oben schon im Detail beschrieben, aber nochmal in Kurzform:
Wenn bekannt ist, dass SoDs im Spiel sind, wird kein Spieler mit Hirn für 5 Pfennig dieses Risiko eingehen, sondern sich meist mittels Item gegen diese SoDs absichern.
Es kauft also im Endeffekt jeder das gleiche Item.
Nenn mir mal ein Item, das dich gegen alle SoDs und Quasi-SoDs absichert?
Ich rede da von Versteinerung, Schlaf, Bewusstlosigkeit, Lähmung, usw.
Wüsste jetzt nichts außer solide RWs, mit denen man sich insgesamt davor schützen kann.
Muss ja nur eine Hexe mit 14 Stärke mal ankommen und dir "Schlummer" reindrücken und dir mit einer stinknormalen Sense nen (ja, da hat sie keinen Umgang, und ja, das ist ihr vollkommen schnuppe) CdG reindrücken. Minimum SG: 30. Durchschnitt: 42. Wirst du im Regelfall also nicht überleben. Und das soll verboten sein? Dann brauchst du im Allgemeinen einfach gar keine Magiewirker schicken. Jeder 2. Zauber ist auf Zaubergrad 7 so übel, dass du einpacken kannst.

Und das Argument "langweilig" ist recht kurz gedacht, ich gehe davon aus, dass jeder Charakter (zumindest von FS oder Schwertwal), der hier antritt, seinen Gegner mit einem vollen Angriff durchschnittlich one-shottet. Und zumindest in 3.5 ist es ein Kinderspiel, den vollen Angriff auch beim Sturmangriff zu erhalten. Spannend ist nicht genau das Wort, das ich dafür wählen würde.

ich dachte es geht darum wie gut ein Build ist, und nicht wie glücklich. Nur  als kleiner Einwurf.
Glück wird immer eine Rolle spielen. Immer. Du kannst noch so doll sein, wenn der Gegner nur 20er würfelt und du nur 1er würfelst, stößt jedes Build an seine Grenzen.

Am besten noch per Live-Stream aufschalten und real bespielen, am Tisch, mit Kamera, und dann auf youtube uploaden!
« Letzte Änderung: 18.09.2014 | 09:08 von Narubia »

Offline Schwertwal

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #8 am: 18.09.2014 | 09:07 »
Aus Zuschauersicht: Ein SoD, der halt kommt, und dann schafft der Spieler den Wurf oder nicht, ist totlangweilig. Ein SoD, den der Spieler durch geschickte Taktik umgehen kann, oder als Teil eines Gambits akzeptiert, um in eine bessere taktische Position zu kommen kann dagegen sehr spannend sein.

Ich fände es übrigens KLASSE, wenn es Life-Kommentatoren gäbe, die jeden Zug analysieren, damit auch der Laie einen kleinen Einblick bekommt, was da eigentlich gerade passiert.

Ja, ich würde, wie gesagt sogar vorschlagen, dass alle Gegner UND Charaktere vom Kollektiv der Teilnehmer (und SLs) gesteuert werden, um in jedem Fall das bestmögliche Handeln zu erreichen und damit etwaige Fehler von SL oder Spieler zu vermeiden, da es ja letztendlich um die Builds geht, und nicht darum, ob einfach mal jemand unkonzentriert ist und unüberlegt handelt.

Offline Nevermind

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #9 am: 18.09.2014 | 09:21 »
Ich würde die Chars vom Ersteller gesteuert lassen, einfach weil der genauer weis als das Kollektiv , was er sich mit welchen Item gedacht hat ( vielleicht mit einen 'Senior Coordinator'  um eventuelle Regelmissinterpretationen zu vermeiden)

Und Narubia, das klingt bei dir so als wenn es sowieso auf eine Ini-Win-SoS-Zauber Geschichte hinausläuft, und das ist iirc nicht der Sinn einer Melee-Arena Challenge. :)
Wie gesagt, mein Vorschlag ist, Vergeigte Saves = Opfer darf irgendwo bei 25-40% HP opfern um den Effekt abzuschütteln. (Orginal HP natürlich)

Offline Feuersänger

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #10 am: 18.09.2014 | 09:27 »
Ich fände es übrigens KLASSE, wenn es Life-Kommentatoren gäbe, die jeden Zug analysieren, damit auch der Laie einen kleinen Einblick bekommt, was da eigentlich gerade passiert.

Etwa so? ^^
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=v8_rvNp6Rk8#t=23

Ja da müssen wir mal sehen, wie wir das dann überhaupt umsetzen, ob mit Maptool oder Roll20 oder sonstwie.

Zitat
Nenn mir mal ein Item, das dich gegen alle SoDs und Quasi-SoDs absichert?
Ich rede da von Versteinerung, Schlaf, Bewusstlosigkeit, Lähmung, usw.

Du brauchst natürlich gegen Todeseffekte andere Items als gegen Lähmungseffekte. Gibt es aber alles. Z.B. die Death Ward Armor-Property - kostet +1, und negiert pro Tag 1x einen beliebigen Todeseffekt als Immediate Action. Das verschafft dir die Gnadenfrist, die du nutzen kannst um den Gegner wegzumachen. Die Luxuslösung ist eine Soulfire Armour, ist zwar teuer aber macht dich dafür vollständig immun gegen _jede_ Art von Energy Drain, Death Effects usw.
In Suchen Stun/Paralysis gibt es ein ähnliches Spektrum, es gibt billige Items die 1-3x am Tag funktionieren, und teure die dich dauerhaft schützen. Stehen sogar meistens im DMG/MIC.

Ist natürlich jetzt alles auf 3.5 bezogen. In PF mag da einiges fehlen. Vermutlich weil PF den Teamwork-Gedanken stärker betonen will, und daher entsprechende Immunitäten von den Castern an die Gruppe verteilt werden sollen. In dem Fall hat ein Solo-Mundane halt irgendwo die Arschkarte.
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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #11 am: 18.09.2014 | 09:28 »
Was machen wir, wenn ein Teilnehmer einfach wegen enormen Würfelpechs ausscheidet? Wäre das nicht irgendwo ungerecht? Wie ließe es sich vermeiden? Würfel-Arrays? Ist irgendwie alles nicht so ganz das wahre - ich wäre ja dafür, dass jeder Encounter einmal wiederholt werden darf, aber das wiederum kann dazu führen, dass man einen Encounter, für den das Build eigentlich zu schwach ist, dann doch durch viel Glück noch schlagen kann.... schwierige Angelegenheit...


edit: SoDs finde ich dann unter meiner oben genannten Voraussetzung ok, wenn jemand nen scheiß will-save hat und SoDs per HP-Verlust abschüttelt, fände ich das allerdings wieder ziemlich doof....

Offline Antariuk

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #12 am: 18.09.2014 | 09:36 »
Glück wird immer eine Rolle spielen. Immer. Du kannst noch so doll sein, wenn der Gegner nur 20er würfelt und du nur 1er würfelst, stößt jedes Build an seine Grenzen.

Das stimmt zu einen nicht ganz (mit 20 vs. 1) und es besteht ja wohl ein gewaltiger Unterschied ob du bei in einem geskillten Bereich (also mit Boni) würfelst oder irgendwas abseits des RNG auf gut Glück versuchst und auf die 5% Chance hoffst (angenommen eine Natural 20 hilft). Das hier soll ja kein Oldschool Dungeoncrawl sein, wo diese Lebenseinstellung notwenidges Grundmotto ist, insofern würde ich den Glücksfaktor gerne zumindest minimiert sehen.

Und Narubia, das klingt bei dir so als wenn es sowieso auf eine Ini-Win-SoS-Zauber Geschichte hinausläuft, und das ist iirc nicht der Sinn einer Melee-Arena Challenge. :)
Wie gesagt, mein Vorschlag ist, Vergeigte Saves = Opfer darf irgendwo bei 25-40% HP opfern um den Effekt abzuschütteln. (Orginal HP natürlich)

An sich eine diskutierbare Idee, nur bevorzugt das Builds die bei Verlust von größeren Mengen hp besondere Effekte erzielen. Ich würde es einfach auf Save-or-Suck Effekte beschränken die den Kampf nicht automatisch beenden, oder eine Reduzierung des Effektes auf 1 Runde vorschlagen, damit es weitergehen kann.

Was machen wir, wenn ein Teilnehmer einfach wegen enormen Würfelpechs ausscheidet? Wäre das nicht irgendwo ungerecht? Wie ließe es sich vermeiden? Würfel-Arrays? Ist irgendwie alles nicht so ganz das wahre - ich wäre ja dafür, dass jeder Encounter einmal wiederholt werden darf, aber das wiederum kann dazu führen, dass man einen Encounter, für den das Build eigentlich zu schwach ist, dann doch durch viel Glück noch schlagen kann.... schwierige Angelegenheit...

Vorschlag: wenn jemand eine Stage verliert und man das Gefühl hat es lag am Würfelpech (also mehrfach verhauen, nicht nur einmal), werden alle involvierten Angriffs- und Reaktionswürfe des Charakters zusammengezählt und der Durchschnitt ermittelt. Liegt er niedriger als 10.5, kann die Stage wiederholt werden. Das wäre mit Würfelservices wie Invisible Castle ohne Probleme möglich.
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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #13 am: 18.09.2014 | 09:39 »
Vorschlag: wenn jemand eine Stage verliert und man das Gefühl hat es lag am Würfelpech (also mehrfach verhauen, nicht nur einmal), werden alle involvierten Angriffs- und Reaktionswürfe des Charakters zusammengezählt und der Durchschnitt ermittelt. Liegt er niedriger als 10.5, kann die Stage wiederholt werden. Das wäre mit Würfelservices wie Invisible Castle ohne Probleme möglich.

Das klingt ziemlich clever. Bin ich mal spontan dafür.
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Narubia

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #14 am: 18.09.2014 | 09:40 »
Du brauchst natürlich gegen Todeseffekte andere Items als gegen Lähmungseffekte. Gibt es aber alles.
Gegen ALLES wirst du dich aber niemals schützen können. Letztendlich wirst du dich immer wieder auf deine Saves verlassen müssen. Es ist vollkommen wurscht, ob der gescheiterte Rettungswurf dich jetzt versteinert, einschläftert, lähmt, bewusstlos macht oder direkt umbringt.
Daher halte ich das Argument, dass SoDs nicht erlaubt sein sollen, unsinnig, denn in einer Challenge, in der man alleine antritt, sind alle diese Effekte effektiv SoDs. Also kannst du gleich alle verbieten. Wenn dir dann deine Challenge noch Spaß macht, bitte.

Was man natürlich mal überlegen könnte, wäre, das WBL ordentlich hochzudrehen (auf 1,5-fach o. Ä.), da man sich tatsächlich gegen allerhand Gefahren schützen muss, während man sich üblicherweise auf Schützenhilfe verlassen kann.

Zum neuen Vorschlag: Ich bin dafür, dass die Schwelle erst bei 9,0 o. Ä. erreicht ist. Ein halbwegs optimierter Charakter sollte gewisses Würfelpech durchaus abfangen.

Offline Schwertwal

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #15 am: 18.09.2014 | 09:47 »
Vorschlag: wenn jemand eine Stage verliert und man das Gefühl hat es lag am Würfelpech (also mehrfach verhauen, nicht nur einmal), werden alle involvierten Angriffs- und Reaktionswürfe des Charakters zusammengezählt und der Durchschnitt ermittelt. Liegt er niedriger als 10.5, kann die Stage wiederholt werden. Das wäre mit Würfelservices wie Invisible Castle ohne Probleme möglich.

Naja, das Problem ist, jede Würfelserie liegt zu 50% unter 10,5.
Ich würde tatsächlich auch sagen, dass man das kollektiv entscheidet, das wird schwer genau festzulegen. Mein Vorschlag wäre, wenn der Eindruck entsteht, der Kampfausgang wurde durch Würfelergebnisse, deren Ergebnisse unterhalb ~25% des zugehörigen Erwartungswertes liegen, signifikant verändert, darf der Kampf wiederholt werden. Oder da es ja eh an einem d20 scheitern wird, immer dann, wenn in einem Kampf auffällig viele Werte unter 3-5 gewürfelt wurden.

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #16 am: 18.09.2014 | 09:52 »
Zum neuen Vorschlag: Ich bin dafür, dass die Schwelle erst bei 9,0 o. Ä. erreicht ist. Ein halbwegs optimierter Charakter sollte gewisses Würfelpech durchaus abfangen.

Ne Schwelle irgendwo bei 8/9 hört sich gut an, und wenn der Spieler einsieht das er es sowieso net wuppt kann er ja drauf verzichenten. :)

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #17 am: 18.09.2014 | 09:57 »
Ne Schwelle irgendwo bei 8/9 hört sich gut an, und wenn der Spieler einsieht das er es sowieso net wuppt kann er ja drauf verzichenten. :)

Wenn Du 10 mal ne 16 würfelst, aber 5 1er an den falschen Stellen, dann hast Du einen Schnitt von 11. Finde, das wird echt schnell problematisch, weil 5 Einser ausreichen um Dich zu zerstören, während Dir 16er oft absolut keinen Vorteil bringen (Gegenüber einer 10 z.B.)

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #18 am: 18.09.2014 | 10:02 »
Gegen ALLES wirst du dich aber niemals schützen können.

Saving Throws are for suckers.
Du kannst dich mit der entsprechenden Investition gegen alles _relevante_ schützen, solange du nicht damit zugespammt wirst - wie gesagt, die günstigen Optionen funktionieren 1-3x/Tag bzw ein paar Runden oder Minuten lang, und das muss auf diesen Stufen gegen halbwegs angemessene Gegner ausreichen. Man muss natürlich auch seine Item Slots entsprechend planen.
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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #19 am: 18.09.2014 | 10:03 »
Saving Throws are for suckers.
Du kannst dich mit der entsprechenden Investition gegen alles _relevante_ schützen, solange du nicht damit zugespammt wirst - wie gesagt, die günstigen Optionen funktionieren 1-3x/Tag bzw ein paar Runden oder Minuten lang, und das muss auf diesen Stufen gegen halbwegs angemessene Gegner ausreichen. Man muss natürlich auch seine Item Slots entsprechend planen.

In 3.5

Sollte man nicht vergessen. Trotzdem, sehe da kein Problem, entweder saves pushen oder sich mit solchen, zum Teil teuren Items absichern.


Gerade X/Tag Items sind bei einer solchen Challenge kaum von Wert - ich denke mal, das man schon öfter mal saven muss und wenn Du das nicht wirklich oft wirklich gut kannst (vermute mal DCs von 15 bis 22+, je nachdem, wie weit Du eben kommst, werden relativ häufig vorkommen), dann kommst Du eben nicht beliebig weit in der Challenge.
« Letzte Änderung: 18.09.2014 | 10:09 von Schwertwal »

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #20 am: 18.09.2014 | 10:23 »
Ja da müssen wir mal sehen, wie wir das dann überhaupt umsetzen, ob mit Maptool oder Roll20 oder sonstwie.

Dazu vielleicht nochmal was: als Alternative kann man sehr gut GoogleDocs benutzen, weil da keiner was installieren oder sich anmelden muss, Freigabelink auf Bearbeiten für alle schicken und gut ist. Dann legt man sich ein passendes Bild (mit Rasterung) als Hintergrund fest und kann auf der normalen Ebene Formen erstellen und fröhlich hin- und herschieben, und zugucken können auch alle. Hat halt keine schicken Autoberechnungen, wäre aber sicherlich der kleinste gemeinsame Nenner.
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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #21 am: 18.09.2014 | 10:31 »
Saving Throws are for suckers.

Erm. Ja. Genau. Immer diese 3.5 Weisheiten.
*Kippt lachend vom Stuhl*

@SoD-Thema:
Das hängt auch mit dem Thema zusammen ob man sich seine Items selbst basteln darf (dagegen!). Es bleibt jedem Spieler selbst überlassen ob er einen Cloak of Kill ´em All oder einen Cloak of Resistance +4 nimmt. Wer dann mit unterdurchschnittlichen Saves an so eine Sache rangeht, nur weil er an anderer Stelle optimiert hat, der hat halt Pech gehabt.

@Karten:
Ich bin für eine Schachbrett-Nummerierung. Dann kann man auch klar ausdrücken wie sich eine Figur bewegt (Ich gehen von A1 zu B2 und dann zu D4). Ebenso kann man dann im Detail sagen woran es hapert, wenn da was sein sollte, etwa durch Terrain (der Schritt von A1 zu B2 kostet 2x Movement weil Blah)
Wenn wir einander in der Dunkelheit festhalten .. dann geht die Dunkelheit dadurch nicht vorbei
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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #22 am: 18.09.2014 | 10:36 »
Gerade X/Tag Items sind bei einer solchen Challenge kaum von Wert - ich denke mal, das man schon öfter mal saven muss und wenn Du das nicht wirklich oft wirklich gut kannst (vermute mal DCs von 15 bis 22+, je nachdem, wie weit Du eben kommst, werden relativ häufig vorkommen), dann kommst Du eben nicht beliebig weit in der Challenge.

Na da opponiere ich aber mal ganz stark. Saves sollten niemals inflationär abgefragt werden, und auf keinen Fall Save or Dies, gerade weil der Glücksfaktor eben _nicht_ so eine große Rolle spielen soll.
Mal in Zahlen ausgedrückt: 10x Save sind schon kumulativ 40% Chance auf eine Nat1.

Allerdings könnte es da helfen, bei den relevanten Kreaturen die entsprechenden Varianten in 3.5 und PF zu vergleichen. Da ist mal das eine, mal das andere weniger tödlich.
Beispiel Bodak: CR8, also "Standardherausforderung". Todesblick.
In 3.5: Fort Save or Die (DC15) -- In PF: Fort Save vs Energy Drain (DC18, 1d4 lvl).
Drain ist natürlich auch fies,  aber eben kein SoD und auf jeden Fall leichter zu kurieren als Tod.
« Letzte Änderung: 18.09.2014 | 10:38 von Feuersänger »
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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #23 am: 18.09.2014 | 10:43 »
@Feuersänger:

Also wenn du die Saves vergeigst ist doch was schiefgelaufen. Entweder spielst du dann einen Rogue oder du hast so bizarr rumoptimiert das du die Standard-Saves für das kämpfende Volk nicht mehr schaffst.
Die typischen Fighter vergeigen alles rund um den Fort-Save doch nur noch gegen extrem gepushte Gegner oder bei einer natürlichen "1".
Wenn wir einander in der Dunkelheit festhalten .. dann geht die Dunkelheit dadurch nicht vorbei
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Offline Schwertwal

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Re: [Challenge] Die Gauntlet-Herausforderungen
« Antwort #24 am: 18.09.2014 | 10:44 »
SoDs nicht, aber SoS's werden garantiert vorkommen - wo wären wir denn, wenn man nicht mal nen entangle/energy drain/grease/scirocco/whatever abbekäme?