Autor Thema: Player walk-outs - Ein unvermeidbares Risiko oder einfach A****loch-Verhalten?  (Gelesen 26581 mal)

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Offline JS

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Hm. Resultiert diese lange Diskussion etwa auf der in unseren Breiten so üblichen Differenz zwischen Selbst- und Fremdsicht?
 ::)
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Offline Weltengeist

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Also ich habe aus dieser Diskussion einiges gelernt, was mich vorsichtig gesagt überrascht hat. Zum Beispiel, dass Rollenspiel scheinbar von ziemlich vielen eben nicht als Teamsport aufgefasst wird. Und dass es gesellschaftlich völlig akzeptabel geworden ist, öffentlich zu sagen: "Natürlich bin ich mir wichtiger als die anderen." Wow. Wieder was gelernt.
"Wenn ich in Unterleuten eins gelernt habe, dann dass jeder Mensch ein eigenes Universum bewohnt, in dem er von morgens bis abends recht hat." (Juli Zeh, Unterleuten)

Spielleitermotto: Ein Plot ist eine Geschichte, wie sie hätte passieren können, wenn man keine Spieler darauf losgelassen hätte.

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Offline Evil Batwolf

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... Und dass es gesellschaftlich völlig akzeptabel geworden ist, öffentlich zu sagen: "Natürlich bin ich mir wichtiger als die anderen." Wow. Wieder was gelernt.
Ich fürchte, mal abgesehen von Albert Schweitzer und Konsorten, ist das die weltweit verbreitete Denkweise seit Tausenden von Jahren. Dass offen zu sagen, ist also m. E. erst mal nur ehrlich.

Hier in diesem Thread stellt sich die ja Frage, was noch akzeptabel ist im Verhalten gegenüber anderen - und deren Bedürfnissen - , wenn die eigenen Bedürfnisse in der Situation nicht ausreichend befriedigt werden.

Was ich da im negativen Sinne interessant finde, ist die Einstellung: "Den kenn' ich nicht, da kann ich ihn auch mies behandeln." Was, bitte schön, hat es damit zu tun, ob ich jemanden kenne, dass ich die Mindestanforderungen menschlichen Begegnens einhalte? Wer sich nur gegenüber Freunden und Verwandten korrekt verhält, und bei anderen die Axt im Walde gibt, hat für meine Begriffe derbe Probleme mit der Sozialkompetenz.

Ich würde übrigens auch nicht eine Spielrunde, die mir nicht gefällt, stundenlang wortlos über mich ergehen lassen. Ich würde mein Problem ansprechen, gleichgültig, ob da jemand leitet, den ich gut kenne, oder nicht. Und auch mit dem gleichen Grad an Freundlichkeit.

Offline Chiarina

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Zitat von: Evil Batwolf
Ich würde übrigens auch nicht eine Spielrunde, die mir nicht gefällt, stundenlang wortlos über mich ergehen lassen. Ich würde mein Problem ansprechen, gleichgültig, ob da jemand leitet, den ich gut kenne, oder nicht. Und auch mit dem gleichen Grad an Freundlichkeit.

So soll es sein - finde zumindest ich (auch der Rest deines Beitrags hat mir gut gefallen).

Ich sehe schon, dass die Situation auf einem Con eine andere ist, als die in der wöchentlichen Runde zuhause. Ich kann auch gut nachvollziehen, dass man auf einem Con mit Kritik an einem völlig fremden Menschen vorsichtiger ist. Ich denke nur: Aufstehen und gehen ist ja im Prinzip die Kapitulation, ist im Prinzip die Aussage, dass hier nichts mehr geht und dass man eine Runde aufgegeben hat. Bevor ein Spieler das tut, sollte es doch zumindest noch einen Versuch geben über vorhandene Probleme zu kommunizieren.

Chiarina.
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Offline Crimson King

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Also ich habe aus dieser Diskussion einiges gelernt, was mich vorsichtig gesagt überrascht hat. Zum Beispiel, dass Rollenspiel scheinbar von ziemlich vielen eben nicht als Teamsport aufgefasst wird. Und dass es gesellschaftlich völlig akzeptabel geworden ist, öffentlich zu sagen: "Natürlich bin ich mir wichtiger als die anderen." Wow. Wieder was gelernt.

Der wesentliche Aspekt dabei ist, ob man benötigt wird oder nicht. Zumindest für mich wäre die Hemmschwelle viel höher, wenn ich durchs Weggehen die Runde sprengen würde. Allerdings ist Rollenspiel in den allermeisten Fällen kein Sport, und der mehrfach artikulierte Leistungsgedanke irritiert mich da deutlich mehr.

Davon abgesehen sind die Fälle, in denen ganz klar nicht das geliefert wird, was versprochen wurde, auch gesondert zu betrachten. Aber auch da sollte Aufstehen und Gehen eher das letzte Mittel sein als das erste.

Ansonsten, was Batwolf sagt: den kenn' ich nicht, den kann ich mies behandeln sagt eine Menge über die eigene Einstellung zu Mitmenschen aus.
« Letzte Änderung: 26.11.2014 | 08:06 von Crimson King »
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
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Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten;
Dann kehrt man abends froh nach Haus,
Und segnet Fried und Friedenszeiten.

J.W. von Goethe

Altansar

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Ich trage auch mal was dazu bei und hoffe, dass es so objektiv wie möglich ist. Wenn nicht, dann ist es meine subjektive Betrachtungsweise  :headbang:


Als Spieler:

Als Spieler gehe ich auf eine Con um Spaß zu haben. Auf der Con bietet mir man als Spieler bekannte und unbekannte Systeme.
Subjektiv: Ich gucke mir bekannte Systeme gerne an um bekannte Leitstile anzuschauen, denn obwohl die meisten Abenteuer recht Standarisiert sind, finde ich das als SL sehr interessant. Gerade das Ausspielen von NPCs, die Interaktion mit den Spielern, die Spontanität usw.
Bei unbekannten Systemen möchte ich die einfachen Mechanismen und die grobe Welt kennen lernen, für alles andere Reicht die Zeit auf einer Con nicht und ich sehe solche Runden als Teaser für das System, da mögliche stärken und schwächen und die Ausführlichkeit der Spielwelt erst in Kampagnen ans Licht kommen.

Objektiv: Eine Con ist für viele ein Wochenendfüllendes Event und nach einer Woche der Arbeit/Schule freut man sich auf ein gutes Wochenende. Wenn die Runde allerdings dem Anspruch und/oder die Erwartungen nicht erfüllt, hat man als Spieler nur zwei Möglichkeiten:

1) Man verlässt die Runde, entweder man ist dabei ehrlich und sagt dem Spielleiter warum man diese verlässt oder man verlässt sie unter falschen Tatsachen bzw. ohne ein Wort zu sagen.
2) Man zeigt Courage und bleibt sitzen und man ärgert sich als Spieler, weil 2-8h der Con und damit von dem Wochenende verlorene Zeit war.

Dem Spieler bleiben nur zwei Möglichkeiten und bei Cons, wo alle 2h eine neue Runde angeboten wird, besteht einfach eine größere Möglichkeit des Player walk-outs.

Als Spielleiter
Als Spielleiter biete ich in der Regel die Runden an, weil ihnen das System und/oder die Spielwelt zusagen und sie die Spieler dieses Schmackhaft machen wollen.

Wenn Spieler die Runde verlassen, kann dies natürlich zu einer Frustration des Spielleiters führen, weil er sich die Mühe gemacht hat etwas vorzubereiten und er keine Anerkennung findet. Zudem kann dadurch die ganze Runde "gecrasht" werden und der Spielleiter sitzt nun selbst rum und muss die Zeit bis zur nächsten Runde todschlagen.


Lösungen:
  • Vorgefertigte Charaktere: Spart euch die Zeit auf den Con und baut Charaktere vor. Es gehört in den heutigen Zeiten eigentlich schon zum Standard. Wenn man kein System wie Maid spielen will, wo der Witz bei der Charaktererschaffung anfängt, dann lasst es. Wenn Ihr die Zeit habt, gibt diesen Charakteren einen Hintergrund, der zu der Welt/Setting passt und schreibt etwas zu ihm was die Spieler lesen können, evtl auch paar Charaktermacken und wie sich die Charaktere untereinander verstehen. Dadurch kommen Spieler besser ins Spiel und die Spieler wissen zumindestens was mit den Charakteren anzufangen.
  • Charaktere von anderen Spielern: Entweder Ihr erlaubt mitgebrachte Charaktere aber gibt Ihnen direkt die Ausrüstung die sie brauchen oder ihr verbietet sie gänzlich.
  • Plotgröße: Versucht den Plot knackig zu halten und versucht ein Thema zu wählen was zu dem Setting passt. Langatmige Reisen, stundenlanges Einkaufen und andere banalen Dinge sollten außen vor bleiben. Keep it straight and simple. Lasst einen Plot erkennen und lasst Platz für das RP zwischen den Charakteren
  • Zeit: Ein Con-Plot sollte normalerweise nicht länger als 4h sein. Sehr den Plot als Teaser zu einem Film bzw in dem Fall als Teaser zu dem System. Zeigt ein Ausschnitt aus dem ganzen
  • Regeln: Sollte das Regelwerk zu dick sein, spielt mit light Regeln und sagt es den Spielern, dass die Regeln der Con wegen vereinfacht wurden.
  • Aushang: Versucht das System, den Plot und was ihr euch darunter vorstellt, kurz zusammenzufassen. Damit die Spieler wissen was sie erwartet, dann sollte der PWO auch vermindert werden

Thema Feedback:
Der Vergleich mit einer Castingshow fand ich witzig aber nicht zweckmäßig. Konstruktive Kritik soll dem Spielleiter und auch den Spielern helfen das Spiel zu verbessern. Auf Cons spielt man meistens nur einmal mit dem Spielleiter und läasst sowas gerne außen vor aber gerade in festen Runden ist dies eins der wichtigsten Dinge. Ein Spielleiter kann sich nur schwerlich selbst reflektieren, weil er eben soviele Aufgaben erfüllen muss, daher ist es wichtig, dass das Spiel verbessert wird. Man muss das als Justierung sehen, dabei wird dem Spielleiter gesagt, dass einige Dinge nicht im Ruder laufen, damit er dies für sich neu einstellt.
Spielleiter die keine Kritik zulassen und sowas direkt unterbinden, verbessern sich nur geringfügig und zeigen, dass Ihnen die Meinung anderer egal ist


Offline Thandbar

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"Du wirst direkt in diesem Moment von einer Zilliarde grünkarierter Kakerlakeneinhörner in Tweedanzügen umzingelt, die mit Fallschirmen aus gebeiztem Vanillepudding aus der nächstgelegenen Dattelpalme springen und dich zu ihrer Avonberaterin krönen - und die Krone ist aus Dr. Frankensteins bösartig mutiertem Killernougat! Streich dir 78000 Hirnschadenspunkte ab und mach sofort eine Jodelimprovisation!"

Fast zu lang für eine Sig. Aber nur fast!

"Du wirst direkt in diesem Moment von einer Zilliarde grünkarierter Kakerlakeneinhörner in Tweedanzügen umzingelt, die mit Fallschirmen aus gebeiztem Vanillepudding aus der nächstgelegenen Dattelpalme springen und dich zu ihrer Avonberaterin krönen - und die Krone ist aus Dr. Frankensteins bösartig mutiertem Killernougat! Streich dir 78000 Hirnschadenspunkte ab und mach sofort eine Jodelimprovisation!"

Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Offline Tarin

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Um mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen:

Player Walk Outs sind für mich
- weder ein Problem
- noch irgendwie mit falschen Entschuldigungen zu umschreiben.

So ein Con geht üblicherweise von Freitag Abend bis in die frühen Sonntagsstunden. Mit ein bisschen Pennen und Quatschen komme ich da auf so 3, maximal 4 Spielrunden. Wenn man merkt, die Runde passt nicht, dann sagt man das eben und geht. Finde ich als SL ok, als Spieler auch. Wenn jetzt tatsächlich irgendwelchen absehbaren Sachen vorliegen (letzter Zug, andere Runde), wäre es natürlich nett, das kurz vor Spielbeginn zu kommunizieren. Solang sich jetzt nicht Spieler um die Plätze reißen, kann die Person doch trotzdem für ein bis zwei Stündchen mitspielen.
Es verstößt gegen die Hausordnung, aus dem Necronomicon zu zitieren.

Offline Dreamdealer

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Normalerweise lese ich immer still mit und gieße kein Öl aufs Feuer, bringt oft nichts. Auch steht es mir fern jemanden zu beurteilen, mit dem ich noch nicht gespielt habe und auch das Feedback der "Augenzeugen" sollte man mit einer Prise Salz genießen. Aber wenn ich die Jed´s eigene Einschätzung lese, dann gruselt es mich.

Viel hilft halt nicht viel (bezogen auf die ganzen Cons auf denen Du dich rumtreibst), Du schreibst selbst:

Wahrscheinlich gefallen meine Ideen und mein Stil maximal 20% aller Spieler, jedem Fünften, aber durch die hohe Anzahl der Cons und den weiten Radius plus Internet-Spielrunden sind das immer noch recht viele Spieler.

Will heißen, dass bei einer Runde mit 5 Leuten, 4 deinen Stil nicht gut finden... da wunderst, dass die aufstehen und gehen? Und wirfst Ihnen Arschlochverhalten vor?

Ich höre oft, meine Runden seien "komisch" und "träge" und "unlogisch" und was auch immer,...

Hörst Du oft, ja? Macht aber nix, weil Du ja Routine hast?

Es scheint echt gerade eine Pechsträhne zu sein.

Hmm, ganz ehrlich? Seid Jahren änderst Du nichts an deinem oft kritisierten Leitstil und wunderst dich?

Du kennst doch bestimmt den alten Spruch von Humphrey Bogart aus Casablanca, "Uns bleibt Paris", oder?

Schön, da hast Du 7x 20% Spieler am Tisch gehabt, vielleicht kann jemand mal ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Das Ergebnis  multiplzierst Du einfach mit deinen Con besuchen und kannst ausrechnen, wann Mr. Bogart wieder vorbei kommt.

Warum bist Du der Meinung, dass Du für Cons gut geeignet bist? Offensichtlich hast Du einen ganz besonderen Leitstil, den wenige Leute wirklich zu schätzen wissen. Wäre eine private Runde nicht für alle Beteiligten viel frustfreier. Wäre meiner Meinung nach eine Überlegung wert.
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Offline Hotzenplot

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Ansonsten, was Batwolf sagt: den kenn' ich nicht, den kann ich mies behandeln sagt eine Menge über die eigene Einstellung zu Mitmenschen aus.

Genau das.

Ich denke, wir können uns ja auch etwas auf unsere Menschenkenntnis verlassen, mal völlig abseits unseres geliebten Hobbies. Vielleicht ist die empathische Empfindung wichtiger als jede rationale Übereinstimmung von System und Spielstil.
Oder um es mit Ray Charles zu sagen: „Für das, was in meinem Leben wichtig ist, brauche ich nicht unbedingt zu sehen. Ich kann Ihnen auch so ziemlich schnell sagen, ob jemand ein Idiot ist oder nicht.“
« Letzte Änderung: 26.11.2014 | 11:24 von Jim Plotz »
ehrenamtlicher Dienstleistungsrollenspieler, Spotlightbitch und Plothure

Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
http://www.tanelorn.net/index.php?topic=91369.msg1896523#msg1896523

Ich habe die G7 in 10 Stunden geleitet! Ich habe Zeugen dafür!

Offline GustavGuns

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So ein Walk-out ist ja auch nur viable, wenn die peer group auf dem event underrepresented ist, und dadurch das goal-attainment von convergence bei der playstyle fashion nicht mehr realistic ist. Diese thoughts hat sicher jeder schonmal gehavet, aber es geht da auch um excellence in consequence und nicht um dickwaving.
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Offline ChaosAmSpieltisch (CaS)

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So ein Walk-out ist ja auch nur viable, wenn die peer group auf dem event underrepresented ist, und dadurch das goal-attainment von convergence bei der playstyle fashion nicht mehr realistic ist. Diese thoughts hat sicher jeder schonmal gehavet, aber es geht da auch um excellence in consequence und nicht um dickwaving.

Bullshitgenerator von SPON?
Es ist unzweckmäßig ein Kugelfisch zu sein, denn die haben keine opponierbaren Daumen.

http://chaosamspieltisch.blogspot.de/

Offline GustavGuns

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Bullshitgenerator von SPON?
Nee hab ne Geisteswissenschaft studiert  :-\
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Offline Timberwere

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Ich hab das nicht im Scope. Ich muss da ein Target draus machen, sonst bekomm ich echt ein Issue.
Zitat von: Dark_Tigger
Simultan Dolmetschen ist echt kein Job auf den ich Bock hätte. Ich glaube ich würde in der Kabine nen Herzkasper vom Stress bekommen.
Zitat von: ErikErikson
Meine Rede.
Zitat von: Shield Warden
Wenn das deine Rede war, entschuldige dich gefälligst, dass Timberwere sie nicht vorher bekommen hat und dadurch so ein Stress entstanden ist!

Offline Ludovico

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So ein Walk-Out erfordert auch eine adaequate Risk Evaluation, denn die Dangers fuer HBS (Health, Body, Soul) sind significant.

Das sieht man hier: http://m.youtube.com/watch?v=3zavgk2_BJs#

Offline Rev. Bilk

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Intelligenz und intelligentes Handeln müssen sehr weh tun. Warum sollten sich ansonsten so viele Menschen zwanghaft dumm anstellen, wenn sie damit nicht die Schmerzen vermeiden wollten?

Offline Scimi

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Schön, da hast Du 7x 20% Spieler am Tisch gehabt, vielleicht kann jemand mal ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Das Ergebnis  multiplzierst Du einfach mit deinen Con besuchen und kannst ausrechnen, wann Mr. Bogart wieder vorbei kommt.

Warum bist Du der Meinung, dass Du für Cons gut geeignet bist? Offensichtlich hast Du einen ganz besonderen Leitstil, den wenige Leute wirklich zu schätzen wissen. Wäre eine private Runde nicht für alle Beteiligten viel frustfreier. Wäre meiner Meinung nach eine Überlegung wert.

Wenn mein Stil, Rollenspielrunden zu leiten, 20% der Spieler wirklich gefällt, dann muss ich auf einer Con mit 100 Spielern doch einfach nur die 20 Leute finden, für die ich genau das anbiete, was sie wollen und kriege damit dann vier Runden voll - das ist mehr, als ich normalerweise leiten würde.
Macht es in dem Fall nicht mehr Sinn, sich vorher die "richtigen" Spieler rauszufischen, als seinen Stil anzupassen um einen höheren Spieleranteil zu erreichen, damit in einer Runde, die aus einer zufälligen Stichprobe der vorhandenen Spielerschaft besteht, dann der Anteil der genervten Leute kleiner ist?

Wenn einer gegrillte Schnecken verkauft, finde ich es auch besser, wenn er für seine wenigen Kunden die besten gegrillten Schnecken macht, die es gibt, als wenn er zu einer weiteren Pizzadönerfrittenwurstburgersalatnudelenchilada-Supperia wird, die alles kann aber nix richtig.

Wobei ich schon viele Con-Runden hatte, die überhaupt nicht mein Fall waren, aber trotzdem viel Spaß gemacht haben. Wenn es gehakt hat, dann eher wenn ich einmal mit Leuten aus der Runde menschlich so gar nicht klargekommen bin oder wenn die Organisation versagt hat und Platzsuche, Charaktererschaffung, Regelerklärungen und andrere Zeitfresser vom Spiel abgehalten haben.

Offline Tantalos

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Im übrigen bitte ich von Posts abstand zu nehmen, die sich nicht ums Thema scheren, danke.
Rebellion? Läuft gut!

Offline Pyromancer

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Also ich habe aus dieser Diskussion einiges gelernt, was mich vorsichtig gesagt überrascht hat. Zum Beispiel, dass Rollenspiel scheinbar von ziemlich vielen eben nicht als Teamsport aufgefasst wird. Und dass es gesellschaftlich völlig akzeptabel geworden ist, öffentlich zu sagen: "Natürlich bin ich mir wichtiger als die anderen." Wow. Wieder was gelernt.

"Jetzt hatte ich schon 10 Minuten nicht die volle Spaß-Dröhnung - Scheiß-Runde, ich verpiss mich und such mir etwas anderes."
vs.
"Boah, jetzt murmelt der SL schon seit 2 Stunden einen kaum verständlichen Monolog in seinen Bart, wir sind bei Schritt 3 von 27 der Charaktererschaffung, und gerade hat er gesagt, dass er statt des angekündigten sozial-lastigen Kleine-Leute-lösen-kleine-Probleme-Plots jetzt doch lieber einen episches Weltrettungs-Schnetzel-Dungeon leiten wird, und er die Nacht durchspielen will, damit er morgen abend rechtzeitig vor Con-Ende fertig ist - und ich kann nicht gehen, weil das wäre ja unhöflich und unsozial."
Kontext-Sensitiv: Mein Fhtagn-Hard-SciFi-Transhumanismus-Abenteuer auf dtrpg: https://www.drivethrurpg.com/product/303463/KontextSensitiv--Unternehmen-Taube

Offline Feuersänger

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@Scimi: joar, "nur" die passenden Spieler finden... mach mal.
Der :T:-Sprachführer: Rollenspieler-Jargon

Zitat von: ErikErikson
Thor lootet nicht.

"I blame WotC for brainwashing us into thinking that +2 damage per attack is acceptable for a fighter, while wizards can get away with stopping time and gating in solars."

Kleine Rechtschreibhilfe: Galerie, Standard, tolerant, "seit bei Zeit", tot/Tod, Stegreif, Rückgrat

Offline GustavGuns

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Nebenbei, was für mich oft ein Grund ist, schon am Anfang auszusteigen wenn es noch Alternativen gibt, ist wenn die Gruppengröße auf 7 oder mehr Spieler ansteigt. Selten mache ich das auch mal mit, aber im Allgemeinen sind mir das zu viele Leute für einen SL, da muss ich mich bei jeder Aktion fragen ob ich nicht lieber die Schnauze halten sollte damit die anderen auch mal dürfen, etc.
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Offline Scimi

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@Scimi: joar, "nur" die passenden Spieler finden... mach mal.

Wenn 20% der Anwesenden meinen Stil mögen, finde ich das leichter, als wenn ich eine über Jahre ausgeübte Art, Spielleiter zu sein, Runden zu leiten und Abenteuer vorzubereiten neu erfinden soll. Wenn es natürlich auf dem ganzen Erdkreis nur fünf Leute gibt, die meine Art ertragen, sieht das schon wieder anders aus.

Aber bei den meisten Cons hängen da altmodische Zettel mit dem Namen des SL, der mir meistens gar nichts sagt, einem System, das mir meistens nur sagt, welche Würfel ich brauche und einem Abenteuertitel. Eventuell mit Glück gibt es noch ein wenig Prosa (seit ganz lange steht im Wald von Bla ein sagenumwobenes Dingen und nun muss eine Gruppe tapferer usw.) und ein paar stichwortartige Informationen (Es werden Hausregeln verwendet. Charaktere mitbringen/werden gestellt. Reiner Dungeonrun.). Das reicht irgendwie meistens, damit sich mehr oder weniger funktionierende Runden zusammenfinden, aber wenn nicht, geht da kommunikationsmäßig bestimmt noch mehr.  ;)

Offline Dreamdealer

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Wenn 20% der Anwesenden meinen Stil mögen, finde ich das leichter, als wenn ich eine über Jahre ausgeübte Art, Spielleiter zu sein, Runden zu leiten und Abenteuer vorzubereiten neu erfinden soll. Wenn es natürlich auf dem ganzen Erdkreis nur fünf Leute gibt, die meine Art ertragen, sieht das schon wieder anders aus.

Ich gebe dir recht, daher habe ich ja auch nicht vorgeschlagen, den Stil zu ändern, sondern das Zielpublikum genauer auszuwählen. Und da man auf einem Con halt schlechter selektieren kann, dann kommt es zu den geschilderten frustigen Erlebnissen und zwar nicht nur für den SL, sondern auch für die Spieler. Alternativ könnte man auf die Rundenbeschreibung deutlicher seinen Spielstil herausstellen. Da Jed ja gesagt hat, dass er oft auf Convetions geht, könnte er einmal (evtl. mit Feedback) seinen Stil beschreiben und diesen "Disclaimer" auf die Rundenaushänge schreiben. Da ist die Chance auf ein "Pariserlebniss" sicherlich deutlich höher, was für alle wünschenswert ist.
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Offline Evil Batwolf

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"Jetzt hatte ich schon 10 Minuten nicht die volle Spaß-Dröhnung - Scheiß-Runde, ich verpiss mich und such mir etwas anderes."
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"Boah, jetzt murmelt der SL schon seit 2 Stunden einen kaum verständlichen Monolog in seinen Bart, wir sind bei Schritt 3 von 27 der Charaktererschaffung, und gerade hat er gesagt, dass er statt des angekündigten sozial-lastigen Kleine-Leute-lösen-kleine-Probleme-Plots jetzt doch lieber einen episches Weltrettungs-Schnetzel-Dungeon leiten wird, und er die Nacht durchspielen will, damit er morgen abend rechtzeitig vor Con-Ende fertig ist - und ich kann nicht gehen, weil das wäre ja unhöflich und unsozial."
Zum Glück gibt es zwischen diesen beiden Extremen noch einen bunten Strauß von Verhaltensoptionen. Meistens ist nach meiner Erfahrung eine dieser Optionen besser als die extreme Herangehensweise. Wer in Extremen denkt, handelt extrem. Was die Lösung von Problemen meist extrem beeinträchtigt.