Autor Thema: Rhylthar schreibt...  (Gelesen 72473 mal)

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Online schneeland

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #125 am: 27.05.2018 | 16:50 »
Eine ganze Box würde ich heutzutage vermutlich auch gar nicht mehr lesen (irgendwie nimmt die Freizeit anscheinend im gleichen Maße ab wie die Graufärbung der Haare zunimmt), aber nachdem das Ganze als "wir reden über die großen Konflikte des D&D-Universums" präsentiert wurde, hatte ich schon ein bisschen mehr erwartet als ein Monster Manual 2.5. Aber gut, mal schauen, was sich am Ende so rausziehen lässt aus dem Buch.
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Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #126 am: 27.05.2018 | 17:11 »
Einen entscheidenden Satz zu diesem Buch habe ich irgendwo am Anfang gelesen:
Es schließt sich ans Monster Manual und Volo´s Guide to Monster an.

Das hätte man dann auch so bewerben können.

Edit:
Da haben wir es ja:

Zitat
A companion to the Monster Manual and Volo's Guide to Monsters, this book contains[...]
« Letzte Änderung: 27.05.2018 | 17:18 von Rhylthar »
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"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

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Offline Antariuk

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #127 am: 27.05.2018 | 17:16 »
Danke für das Mordekainen Review :d
Eine Frage, bzw. Wunsch: du hast doch bestimmt sowohl das alte d20 Freeport wie auch das neuere PF Razor Coast, oder? Wäre da ein vergleichendes Review möglich, so als Special?
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Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #128 am: 27.05.2018 | 17:20 »
Habe das alte d20 Freeport nicht. Hatte (Habe?) die alten d20 Abenteuer, aber nicht das Setting.

Razor Coast ist schon ein Schinken....wenn Du eine Kurzempfehlung haben wolltest, würde ich zu Freeport raten, weil imho leichter ranzukommen (und günstiger). Razor Coast ist eine Ecke abgefahrener, aber eben nur sehr schwer zu erhalten.
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Offline Antariuk

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #129 am: 27.05.2018 | 17:25 »
Ah, OK. Ja, Razor Coast ist echt etwas heftig... so toll finde ich D&D Piraten dann auch nicht, daher war ich neugierig ^-^
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Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #130 am: 29.05.2018 | 17:04 »
Primeval Thule Campaign Setting



Klappentext (bzw. Einführungstext des 2. Kapitels):
Welcome to Thule, a primordial land of fierce barbarians, elder horrors, and savage wilderness. In this ancient age, humankind is a young race, newly arisen on a monster-haunted Earth. Cities of cruel spledor lie scattered across the great lands of the north like a handful of gems strewn from a dead thief's hand.

This is a doomed age, a time of great deeds and inhuman terror destined to be lost and forgotten beneath the numbing cloak of endless winter. But for one glittering moment, Thule lives—and it is a fierce, cruel, splendid, and marvelous moment indeed.


It is a land of deep jungles and golden seas, mysterious and unexplored.
It is a land of knife-edged mountains and deadly glaciers, trackless and forbidding.
It is an age when humankind is a young race, newly arisen on an ancient and monster-haunted Earth. Mighty cities and sprawling empires rise and fall, weaving a tale of great deeds and epic tragedies that will be lost and forgotten by the peoples who came later. Even the land itself is fated to fall beneath the numbing cloak of endless winter, burying the triumphs and defeats of this vanished age beneath miles of ice.
But for this glittering moment in the slow dream of time, Thule lives—and it is a fierce, cruel, splendid, and marvelous moment indeed.


Mein Eindruck:
Ich beziehe mich hier nur auf die 5E-Version. 272 Seiten, gerade für knapp 38,00 € als Print und pdf auf Drivethru zu haben. Schönes Artwork, das Schriftbild ist für mich ein wenig anstrengend zu lesen (Jammern auf hohem Niveau).

Warum sollte man sich dieses Setting holen? Nun, wenn man halt mal D&D 5E "geerdeter" spielen will. In 7 Kapiteln wird dabei die Welt mit ihren Besonderheiten beschrieben und regeltechnische Änderungen zum "normalen" D&D beschrieben, wobei sich letzeres allerdings in Grenzen hält (wobei man wissen muss, dass das Setting vor der offiziellen SRD entstanden ist, so dass Sasquatch Studios bei einigen Begriffen tricksen musste),

Kapitel 1 widmet sich dann auch direkt den Besonderheiten des Kontinents. Auf 36 Seiten werden die Sachen beschrieben, die Thule so "anders" machen. Perfekter Einsteig, egal ob für den SL oder den Spieler. Brauche ich auch kaum was zu sagen, wen es interessiert: Bitte schön!

Kapitel 2 geht auf Feinheiten der Völker von Thule ein, sowohl vom Hintergrund als auch von den Regeln. Gut, Paladine/Monks gestrichen, dafür aber eine schöne Regelergänzung: Narratives. Ersetzen die Backgrounds aus dem PHB, sind aber durchaus mächtiger und sehr settingbezogen. In meinen Augen sehr schön, könnte man auch für andere Settings verwenden (als Mechanik).

Kapitel 3...das Kernstück für mich. 64 Seiten Settingbeschreibung. Inkl. Abenteuerideen. Mit Rakhasas! Awesome!

Kapitel 4 gibt dem SL Tipps an die Hand, wie man eine "typische" Primeval Thule Kampagne aufziehen kann. Normalerweise bin ich bei solchen Kapiteln immer schnell dabei, sie gelangweilt zu überblättern, aber hier lohnt sich wirklich ein längerer Blick.

Kapitel 5...das nächste Schmankerl. 33 Seiten Stadtbeschreibung von Quodeth, einer möglichen Startstadt von Charakteren. "City of Thieves"...dreckig, korrupt, gefährlich...vielleicht ist man in der Wildnis doch besser aufgehoben...

Kapitel 6 sagt dann allerdings das Gegenteil: Monster in der Wildnis sind auch nicht so nett. Egal ob Zyklope, Beast-Man oder Drachen...Gefahren lauern genug auf die Charaktere.

Aber in Kapitel 7 warten dann ja die Belohnungen in Form von Magie bzw. Schätzen. Alle durchaus settingbezogen, also nicht Standard 08/15, gerade auch, weil Magie in Thule eben nicht an jeder Ecke stattfindet.

Mein Fazit:
Gebe offen zu, es ist über 2 Jahre her, seit ich das Setting komplett gelesen habe. Kann mich also nicht mehr an alle Details erinnern. Ich kann aber durchaus sagen, dass das eine wirklich gute Alternative zu anderen Settings ist, die es sonst für die 5E gibt. Und auch vielleicht bespielbar mit anderen Regelsystemen, wobei es schon sehr an D&D angelehnt ist. Ich kann es nur empfehlen:  :d
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Offline D. Athair

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #131 am: 29.05.2018 | 17:39 »
Und auch vielleicht bespielbar mit anderen Regelsystemen, wobei es schon sehr an D&D angelehnt ist.
Na klar. Nicht umsonst gibt es Varianten für 13th Age, Pathfinder, D&D 4 und Savage Worlds. (Bis auf das Letzte werden/wurden alle Fassungen auch ganz gut unterstützt.)

Schöne Rezension.
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Offline Weltengeist

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #132 am: 29.05.2018 | 17:44 »
Vielen Dank für diese "Rezi auf Bestellung"! :d

Wie sieht es denn mit dem EDO-Anteil aus? Mussten wieder Elfen, Zwerge, Orks (und sogar Halb- und Tieflinge) mit rein? Oder hat man sich was Passenderes überlegt?
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Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #133 am: 29.05.2018 | 17:57 »
Elf - Check
Zwerg - Check
Ork - Weg, sind jetzt Beast-Man (und damit nur ganz entfernt Orks)
Tieflinge, etc. - Weg.
Gnome- Weg.
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #134 am: 29.05.2018 | 17:59 »
Ich fürchte, jetzt muss ich Geld ausgeben - das scheint insgesamt einfach zu gut in mein aktuelles "Interessante-Settings-anlesen"-Projekt zu passen...

Nochmal danke für deine Hilfe!
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Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #135 am: 29.05.2018 | 18:05 »
Na klar. Nicht umsonst gibt es Varianten für 13th Age, Pathfinder, D&D 4 und Savage Worlds. (Bis auf das Letzte werden/wurden alle Fassungen auch ganz gut unterstützt.)

Schöne Rezension.
Savage Worlds?  :o

Sieh an, war mir nicht bekannt.
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Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #136 am: 5.06.2018 | 21:05 »
Pathfinder Campaign Setting - Nidal, Land of Shadows



Klappentext:
A land chained in shadow.

Mein Eindruck:
64 Seiten Softcover, frisch von Roland eingetroffen, bei ihm 22,95 €. Vollfarbe und Hochglanz, (für mich!) absolut fantastisches Artwork.

Nidal, Land of Shadows (ab jetzt: Nidal) reiht sich ein in die verschiedenen Publikationen zu einzelnen Ländern in Paizos hauseigenem Setting Golarion. Die Aufteilung ist eigentlich auch die bewährte:

I. Historie, Bevölkerung, Hintergrund, Kultur
II. Gazetteer: Beschreibung von Ortschaften und Landstrichen
III. Abenteueraufhänger/Interessante Ortschaften für Abenteuer
IV. Neue Monster

Fangen wir mal an. Als die große Apokalypse in Golarion bevorstand, schlossen die Bewohner Nidals (ein nomadisches Reitervolk) einen Pakt mit einem dunklen Gott, damit sie und ihre Pferde(!) verschont blieben. Tja, haben auch überlebt, wenn man so will...nur ist das Land nur ein Schatten (haha!) seiner selbst, denn die Gottheit kam von der Schattenebene, verdunkelte das Land und beherrscht nun über seine Anhänger die gesamte Bevölkerung. Ungünstig, wenn dies der Gott der Folter ist und sich Untote zu diesem Land hingezogen fühlen wie die Motten zum Licht. Einen Preis für "Schöner Wohnen" werden die dort nicht gewinnen. Insgesamt aber interessant geschrieben, die verschiedenen "Player" werden vorgestellt und der Leser gewinnt einen guten Eindruck, wie man die Stimmung am Tisch in Bezug auf Nidal rüberbringen kann. Tipp für Spieler: An Feiertagen würde ich das Land verlassen!

Was folgt, sind Kurzbeschreibungen zu einzelnen Ortschaften. "Nothing fancy" wie es neu-deutsch so schön heißt, aber gut gemacht und immer mit kleineren Abenteueraufhängern und/oder NSC versehen. Auch hier wieder: Man bekommt einen schönen Eindruck der verschiedenen Ortschaften (mit Spielraum für eigene Gestaltung) und ich habe mich dann auch mehrmals erwischt, wie ich zu der karte im Buchdeckel gewandert bin, um zu sehen, wo ich mich denn gerade befinde im Land. Also quasi "eingetaucht".

Die Abenteueraufhänger beschäftigen sich mit einigen "Adventure Sites", die aber nur grob umrissen sind und eben, falls gewünscht/gewählt, vom SL ausgearbeitet werden müssen. Abwechslungsreich, vom einfachen Grabmal bis zur verwunschenen Gildenhalle oder der Festung fanatischer Kytons (Chain Devils) ist alles dabei. Jeweils kurz, knackig, aussagekräftig...mach was draus oder nimm was anderes.

Das Bestiary ist relativ kurz, nur ein paar Shadow Creatures. Bei mittlerweile 5(?) Bestiaries für Pathfinder auch vollkommen ausreichend, die Gegner waren jetzt nicht bahnbrechend, aber interessant und passend zum Buch.

Mein Fazit:
Ich habe ja mit Pathfinder (als Regelsystem) bzw. Golarion (als Setting) eigentlich gar nichts am Hut. Trotzdem kaufe ich mir regelmäßig diese oder andere Fluffbücher (und Abenteuer), einfach, weil mir sehr gefällt, was ich da kriege. Gerade diese Regionalbände mag ich sehr, einfach, weil sie mir einen kurzen aber guten Überblick über diesen Landstrich geben, so dass ich ihn ohne Probleme in einer Kampagne verwenden oder eben eine Kampagne dort spielen könnte. Würde ich mir für so manch anderes Spiel auch wünschen...(I look at you, WotC!).

Was ein wenig stört, sind die häufigen Verweise auf andere Pathfinder-Bücher. Wobei das bei Pathfinder nicht ganz so wild ist, weil man ja alles im SRD nachlesen kann. Und der Preis ist natürlich auch nicht ganz ohne.

Trotzdem, Nidal ist ein sehr interessantes Buch, gerade auch wegen dieser sehr düsteren Region (nebenan ist es btw. nicht besser; da ist Cheliax) und ich habe es heute Nachmittag in einem Zug verschlungen. Definitiv:  :) :d
« Letzte Änderung: 5.06.2018 | 21:21 von Rhylthar »
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Luxferre

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #137 am: 6.06.2018 | 07:34 »
Krass, dass das erst jetzt erschienen ist. Ich habe (glaube ich) 2012 angefangen darauf zu warten ...  8]

Allerdings muss ich sagen, dass Deine Rezi (äh, also das Buch  >;D ) mich jetzt nicht vom Hocker haut. Leider tun das seit Jahren immer weniger Produkte, was schließlich zu meiner Abkehr von PF führte. Große Ankündigungen, es wird eine riesen Erwartungshaltung aufgebaut und dann ... kommt diese etwas zu seichte Kost.

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #138 am: 6.06.2018 | 07:47 »
Kann sein, dass es das zweite Nidal Buch ist...habe noch ein anderes Cover gesehen.

Zu seicht kann ich gar nicht behaupten; 64 Seiten sind zwar kein Silver Marches, aber definitiv eine sehr gute Zusammenfassung aller relevanten Informationen für diese Region.
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #139 am: 6.06.2018 | 07:51 »
Naja, quantitative 64 Seiten sagen wenig über deren Inhalt aus. Bist Du wirklich zufrieden damit? Es klingt etwas durch, dass dort nicht gerade die innovativen Ideen aufgefahren werden. Und dabei böte sich Nidal mit den ersten veröffentlichten Bröckchen gerade zu an, daraus etwas sensationelles zu zaubern. Schaffen die Paizoindianer aber nicht (mehr).

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #140 am: 6.06.2018 | 07:56 »
Ich habe zu viele RPG gelesen, komplett innovativ ist für mich selten etwas.

Ist es deswegen schlecht? Nein, die Idee ist gut und die Umsetzung gefällt mir durchaus. Ist definitiv weg vom 08/15. Würde wohl für eine Shade-Kampagne einiges klauen.
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #141 am: 6.06.2018 | 08:19 »
Schlecht? Puh, ich muss an meinen Formulierungen arbeiten .. und Du nicht alles gleich mega-negativ aufnehmen ;)

Die Messlatte für Nidal ist meinerseits aber auch verdammt hoch gewesen. Die Bruchstücke aus dem Weltenband und einigen Abenteuern waren einfach etwas, dass diese Haltung sehr geschürt hat. Und wenn ich dann eine recht neutral gehaltene Rezi lese, dann passt das in mein Bild, dass die Jungs nicht mehr die Qualtität abliefern (können), die ich erwartet hätte und von früher auch gewohnt war.
Deine Rezi selbst ist dabei jeglicher Kritik erhaben. Mir fehlen vielleicht die Superlative  >;D

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #142 am: 6.06.2018 | 08:26 »
Das liegt bei mir wohl daran, dass Golarion nicht "meine" Welt ist. Ich habe kein gewachsenes Gesamtbild.
Wenn ich Superlative verwenden sollte, dann wohl für die innenpolitischen Intrigen und die Beschreibung des Alltags der meisten Nidaler unter der Knute der Schergen des Gottes. Sehr gut durchdacht in meinen Augen und, ganz wichtig, am Spieltisch nutzbar.
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Hellstorm

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #143 am: 14.06.2018 | 20:22 »
Danke für die Rezi Rhylthar!

Online Tintenteufel

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #144 am: 14.06.2018 | 22:51 »
Ja, danke. Teile schon viel deiner Einschätzung. Finde aber schon schön, dass sich der Blood War bzw. die Teilnehmerschaft auch, wie die Material Plane Settings, weiterentwickelt hat. Also z. B Zariel oder Geryons Schicksal etc.
Leite derzeit DCC, Mausritter, S&W, VgdF und Shadowdark.
Im Bereich Spielberichte könnt ihr mehr über unsere Hauptkampagne lesen, auf meinem Blog mehr zu unserer Spielwelt Avalon und auf Instagram Bilder unserer Runde sehen. Über meine ko-fi-Seite gibt es kostenlose Karten!

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #145 am: 23.08.2018 | 10:37 »
U1 - The Sinister Secret of Saltmarsh



Klappentext:
Desolate and abandoned, the evil alchemist's mansion stands alone on the cliff, looking out towards the sea. Mysterious lights and ghostly hauntings have kept away the people of Saltmarsh, despite rumors of fabulous forgotten treasure. What is its sinister secret?

Mein Eindruck:
Warum holt der denn jetzt so eine olle Kamelle raus?

a) Weil ich es kann.  ^-^
b) Weil ich es gerade als Reprint bei DrivethruRPG bestellt habe. Es fehlte mir noch in meiner Sammlung (bei ebay war ich nicht spendabel genug).
c) Viele alte Module sind für wenig Geld bei DrivethruRPG/DMsGuild kaufbar.

Fakten (bezogen auf das pdf; das physische Produkt liegt mir noch nicht vor):
Auftakt einer dreiteiligen Serie für AD&D, 37 Seiten, Artwork wie aus der "guten alten Zeit"™, Abenteuer für 5 bis zu 10 (!) SC der Stufen 1 - 3. Aufgrund des Aufbaus des Abenteuers würde ich allerdings eine 4 - 5köpfige Gruppe Stufe 1/2 empfehlen. Das eigentliche Abenteuer sind eigentlich 2 separate Abenteuer, die aufeinander aufbauen, wobei man auch ohne Probleme nach dem ersten aufhören kann, wenn man dies will.

Bevor es überhaupt losgeht, erstmal ein paar Dinge für den SL (ach ja, es kommen Spoiler!):
Das Abenteuer schlägt ausdrücklich vor, Vorbereitungen zu treffen. Ausgangspunkt ist ein Fischerdorf (Saltmarsh), welches, wenn man denn alle Abenteuer spielen möchte, definitiv ausbauen sollte. Es soll eine Karte gezeichnet werden, die NSC ausgearbeitet werden, Beziehungen aufgebaut werden, wichtige Orte, etc. Ich glaube, man könnte es auch so schön neu-deutsch einen "Questhub" nennen.

Das erste Abenteuer, "Haunted House", ist ja fast selbsterklärend durch den Titel. Nach ein wenig Detektivarbeit werden die SC sich wohl, gerne auch gegen Bezahlung, aufmachen, dieses verwunschene Haus zu untersuchen, an das sich seit Jahren kein Mensch mehr herangetraut hat. Merkwürdige Lichter, Schreie, etc....das ist nichts für den abergläubischen Fischer! Naja, der Hintergrund ist erfrischend simpel: Schmuggler haben sich in dem Haus eingenistet und nutzen, durch die Fähigkeiten ihres Anführers (Illusionist) ausgelöst, die Angst der Leute aus, um ihren Geschäften nachzukommen. Bei der Untersuchung des Hauses (hier bin ich der Meinung, dass 10 SC einfach nicht passen würden) sind mir ein paar Sachen aufgefallen, die im Modul auch öfter erwähnt werden:
Es soll "Stimmungsspiel" betrieben werden. Durch die dort verankerten Zauber (Magic Mouth) soll zumindest zu Beginn der Anschein erweckt werden, als wäre das Hauch wirklich verflucht. Erst nach und nach können, wenn sie denn clever sind, die SC erkennen, was wirklich dahintersteckt. Stelle ich mir, gerade bei misstrauischen Spielern schon ein wenig schwierig vor. Hinzu kommt, dass auf der einen Seite relativ wenig Encounter vorhanden sind (hier mal eine Spinne, da mal ein paar Tausendfüssler), auf der anderen Seite nach meinem Eindruck doch ziemlich viel magische Gegenstände gefunden werden können für so ein eher niedrigstufiges Modul. Für den SL sicherlich eine Herausorderung, dies sauber rüberzubringen, denn auch einen dort gefunden NSC (mit bestimmten Absichten) gilt es noch zu steuern.
Über kurz oder lang werden sie SC wohl hinter das Geheimnis kommen und die Schmuggler finden. Dieser Part wird dann eher "straight forward" sein, wobei die intelligent agierenden Schmuggler nun auch kein Fallobst sind. Kurz: Wenn sie nicht sterben/sich zurückziehen aus dem Abenteuer, wird die Gruppe die Schmuggler besiegen und in Saltmarsh entsprechend gefeiert (insbesondere, da die SC mal eben 25 % ihrer Beute an die Stadt abtreten dürfen...). Wenn die Gruppe will, kann hier alles vorbei sein.

Oder sie machen mit "Sea Ghost" weiter. Kurzfassung: Die Schmuggler an Land sind besiegt, aber das Schmugglerschiff ist immer noch an der Küste unterwegs. Also weg damit. Es geht als darum, auszuknobeln, wie man an Bord kommt und schließlich den Schmugglern das Handwerk legt. Dabei wird man sicherlich noch auf ein weiteres Geheimnis stossen (Aufhänger für die Nachfolgemodule), im ganzen also plotmäßig geradeaus. Kurzer "WTF?"-Moment für mich: Man kann einen Pseudo-Dragon als Begleiter bekommen, wenn alles richtig läuft.

Die Karten (insbesondere die vom Schiff) und wenigen Handouts sind gut, im Anhang sind mögliche vorgefertigte SC aufgelistet und natürlich die wichtigsten Gegner auch im Detail.

Mein Fazit:
Ein wenig anders, ein wenig geradliniger...aber ein schönes Abenteuer. Mit ein wenig Spucke vom SL und vielleicht der ein oder anderen Anpassung an verschiedenen Stellen ein schönes Einführungsabenteuer, egal für welche D&D-Edition. Mir hat es gefallen.  :)


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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #146 am: 23.08.2018 | 15:43 »
Als ich heute so vor einem meiner Regale stand, fiel mir mal wieder eines meiner Lieblingswerke ins Auge. "Ach, da muss ich mal meine eigene Rezension zu lesen...da habe ich bestimmt mal was drüber geschrieben!". Seltsamerweise habe ich dies nicht getan. Wieso, weshalb, warum...keine Ahnung. Na denn...

Dark Matter - Supernatural Conspiracy Roleplaying (d20)



Klappentext:
All you see is not all there is.

Devious organisations scheme for world domination, otherworldly forces infiltrate our power structures, and creatures from our nightmares lurk in the shadows. Working for a clandestine organisation called the Hoffman Institute, heroes explore hidden mysteries while eluding forces both human and alien that conspire to control the truth.


Mein Eindruck:
Die d20-Ära hat ja so ziemlich alles verwurstet, was nicht bei 3 auf den Bäumen war. Von d20 Afghanistan (Öhm, nö...) bis hin zu d20 Cthulhu (welches in meinen Augen häufig zu Unrecht abgewertet/zerrissen wurde); für jeden war etwas dabei. "Dark Matter" macht da keine Ausnahme; es ist eine Neuauflage des Alternity Settings, das Jahre vorher herauskam.

Wie immer, ein paar Fakten: "Dark Matter" basiert auf d20 Modern (ist also evtl. notwendig), umfasst ca. 160 Seiten mit wirklich sehr genialem Artwork und wurde von Monte Cook und Wolfgang Baur verfasst. Diese Namen (und auch noch ein paar andere, die mitgewirkt haben: Sean K. Reynolds, Richard, Baker, Andy Collins, Kim Mohan) sollten dem ein oder anderen Rollenspielfreund ein Begriff sein.

Worum geht es nun eigentlich?
Wie oben im Klappentext erwähnt, ist das Setting "Alternate History" mit starken Anleihen bei Filmen/Serien wie "Akte X", "Illuminati" oder auch "Fringe". Man (also als SC) ist Mitglied des Hoffmann Instituts und ist für, nennen wir es mal so, "außergewöhnliche" Fälle zuständig. Ich lasse mal ein ganzes Kapitel des Buches außen vor, weil es da nur um regeltechnische Details in bezug auf d20 Modern geht. Dies ist aber nicht das, was das Setting so ausmacht.

Nach einer umfangreichen (10 Seiten) Einführung in das Hoffmann Institute, die für mich sehr gut geeignet ist, um Spieler mit ihren Aufgaben und ihrem Background vertraut zu machen, kommt besagter Regelteil (30 Seiten), bevor die erste Sternstunde schlägt: "The True History". Wer sowas mag, ist hier bestens aufgehoben. Von der Frühgeschichte bis zur Jetztzeit, von Atlantis bis Roswell...kurzweilig und interessant beschrieben. Alleine für diese 25 Seiten lohnen sich fast die $15.00 für das pdf, was das Buch als pdf gerade kostet.

Aber es geht ja noch besser weiter: Auf den nächsten 35 Seiten geht es um "Illuminati". Der Begriff wird hier verwendet für Geheimorganisationen jeglicher coleur, gegen oder mit denen die Spieler arbeiten müssen. Was darf es denn sein? Die amerikanische Regierung (und ja, Fox Mulder hatte Recht!)? UNO? Maltesische Ritter? Freimaurer? Aliens? Opus Dei? Skull & Bones? Prieuré de Sion? Und, und, und...
Bestimmt gibt es irgendein Buch da draussen, in dem auch dies alles drin ist. Ich kenne keins. Natürlich wird nicht alles jedem gefallen (denke da an die Nazi Vril Society), aber wenn man bedenkt, dass jeder Eintrag auch noch einen kurzen Adventure Seed erhält, dann ist das schon groß.

Weiter geht es mit "Places of Power". Von Ayers Rock bis Malta. Von Atlantis bis nach Paris. Ach ja, Weltraum auch noch. Nur, um das nochmal festzuhalten: Das Buch gibt einem neben potentiellen Gegnern mit Abenteuer-Pitches auch noch besondere Orte vor, an dem die SC agieren können. Auch, wenn sich manches wie ein Reiseführer liest, die ausgewählten Orte haben es in sich und liessen zumindest bei mir die Abenteuerideen nur so sprudeln (auch wenn ich leider nie dazugekommen bin, es zu spielen). Wichtig: Das ist nicht nur für dieses Setting verwendbar. Cthulhu Now, Delta Green...you name it.

Das Buch endet mit einem, nach meinem Geschmack gutem, Kapitel, wie man derartige Kampagnen aufbauen könnte. Sei es der Einsatz von normalen und paranormalen Dingen, Verschwörungen, wie Gesetzeshüter mit manchen Dingen umgehen sowie allgemeine Tipps zum Spielleiten. Kein Feuerwerk der Innovation, aber ein gut zu lesender Abschnitt, der sicherlich interessante Anregungen beinhaltet.

Und ganz zum Schluss dann noch, ein Abenteuer: Exit 23. War jetzt nicht so ganz meins, weil es doch etwas abseits dessen war, was das Buch erahnen liess, aber man könnte mit dem (Kurzen) Szenario sicher Spaß haben.

Fazit:
Wer auf solche Sachen steht und/oder aus seinem Delta Green-versum ausbrechen bzw. es ergänzen will, für den könnte dies ein Must-Have sein. Ich hüte dieses Buch wie einen Augapfel (ich hatte es mal verkauft, ich Idiot!) und stöbere immer mal wieder darin rum. Denn auch außerhalb des Rollenspiels ist es eine interessante Lektüre.  :d




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« Letzte Änderung: 23.08.2018 | 15:48 von Rhylthar »
“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

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Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #147 am: 25.08.2018 | 10:14 »
Lords of Darkness (3E)



Klappentext:
Evil Powers Threaten Faerun

Sinister cabals plot in shadows, while merciless armies gather for war. Explore the inner workings of infamous factions such as the Red Wizards and the Zhentarim. Discover more recently unveiled enemies, including the shades and the People of the Black Blood. With detailed descriptions of key villains, secret headquarters, and more, this guide covers everything a Dungeon Master needs to conspire against the heroes of the Forgotten Realms game setting.


Mein Eindruck:
Heute mal zu einem (scheinbar) der meist unterschätzten Bücher für die Forgotten Realms. Wie komme ich darauf, dass es wohl unterschätzt wurde? Nun, "Lords of Darkness" war das 5. Buch, was damals für die Forgotten Realms im Nov. 2011 herauskam (für mich eigentlich das 3., "Into the Dragon´s Lair" und "Monsters of Faerûn" zähle ich nicht so wirklich) und nicht mal ein Jahr später konnte man es auf der SPIEL für nen Appel und ein Ei (10,00 € oder 5,00 €, wenn man verhandelte (Mengenrabatt)) erstehen. Es wurde quasi verramscht, im Gegensatz zu den anderen bis dahin erschienenen Büchern. Kann natürlich auch an Miskalkulation liegen, aber ich war damals ziemlich aktiv und es wurde auch verhältnismäßig wenig über dieses Buch geredet. Zu Unrecht, wie ich finde. Wurde auch meines Wissens nach nicht übersetzt.

Fakten:
192 Seiten Softcover (eines der wenigen; später wurde ja komplett auf Hardcover umgestellt), schöne Illustrationen, Sean K. Reynolds, Jason Carl, Richard Baker beteiligt, zur Zeit $12.00 als pdf.

Anmerkung:
Beim Inhalt werde ich nur auf ca. 75 % eingehen; alles regeltechnische lasse ich weg. Grund: Zum einen halte ich die 3.0-Edition für die heute am wenigsten noch gespielte Version und zum anderen hatten die Regeln auch schon damals das Problem, dass sie von anderen Publikationen quasi "überholt" wurden und beim Erscheinen nicht mehr "state-of-the-art" waren.

Worum geht es?
LoD ist praktisch aus meiner Sicht ein reines SL-Buch. Es gehört für mich zu jenen Büchern, die ich Anfängern in den Forgotten Realms immer empfehle, weil es ein Sammelsurium von gegnern ist. Nicht im Stile eines Monster Manuals, sondern "böse" Organisationen, die der SL als Widersacher den SC entgegenwerfen kann.

Und davon sind es nicht wenige. Insgesamt 28 Organisationen, die ein SL in seiner Kampagne verbraten kann. Aufgeteilt in die "Big Players" und eher kleinere Gruppen, wobei dies wahrscheinlich auch Ansichtssache ist und nichts über die Möglichkeit der Anwendung aussagt.

Die "großen" Organisationen bekommen natürlich mehr Platz im Buch. Zwischen 10 und 15 Seiten im Buch, während sich die kleineren (was aber dem "Wert" der Informationen nicht schadet) mit 1 - 2 Seiten begnügen müssen.

Die Aufteilung bei den "Big Players" ist eigentlich gleich: Geschichte, Aufbau, Hierarchie, Feinde, Verbündete. Ausführlich und übersichtlich dargestellt, um den SL alle Infos zu geben, um sie in seine Reiche einzubauen. Für Abwechslung ist natürlich auch gesorgt: Ob Zhentarim, Drow, Cult of the Dragon, Red Wizards of Thay, Shades, Church of Cyric....ich denke, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Egal ob bodenständig oder abgefahren, die Bereiche werden abgedeckt. Interessant (und ein wenig verwundert) war es für mich als Realms-Kenner, dass die "Night Masks" zu den "Major Organizations" gezählt wurden, aber sei es drum...macht das Buch nicht schlechter.

Ein Tacken interessanter waren aber für mich fast noch die "Minor Organizations", einfach, weil noch mehr abgedeckt wurde. Alleine, dass mit "Iron Throne", "Knights of the Shield" und "Rundeen" auch 3 Handelsorganisationen aufgeführt werden, finde ich sehr interessant. Ansonsten sind dort auch einige Gruppierungen enthalten, die mir vorher unbekannt waren, aber schöne Möglichkeiten bieten. Als Beispiele mal die "Eldreeth Veluuthra" (radikale Elfen) oder "House Karanok" (Herrscherfamilie, die jeden Zauberkundigen (oder Zwerg/Elf) auf den Scheiterhaufen bringen). Es ist Abwechslung angesagt, je nachdem, was man als SL braucht...man wird wohl fündig werden.

Ich könnte hier natürlich endlos viel schreiben und auf jede Organisation im einzelnen eingehen. Würde nur keiner lesen. Zu sagen ist eben noch, dass dazu noch bestimmte Regelelemente enthalten sind, die man sicherlich für andere Editionen als Anregung nutzen kann und auch z. B. Karten vom Aufbau eines Unterschlupfs.

Mein Fazit:
Wie gesagt, wenn jemand mich fragen würde, welche Bücher er als Hintergrund für einen Start in die Forgotten Realms bräuchte, würde ich dieses (neben Forgotten Realms Campaign Setting, Magic of Faerûn und evtl. Faiths & Pantheons) immer empfehlen. Aber auch für SL, die nicht D&D und/oder Forgotten Realms spielen, ist dieses Buch für mögliche Organisationen in ihrer (Fantasy-)Welt durchaus ein Highlight. Deswegen ganz klar von mir:  :d
« Letzte Änderung: 25.08.2018 | 10:47 von Rhylthar »
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"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #148 am: 25.08.2018 | 11:02 »
Kann natürlich auch an Miskalkulation liegen, aber ich war damals ziemlich aktiv und es wurde auch verhältnismäßig wenig über dieses Buch geredet.

Kann ich zumindest insofern bestätigen als das Buch zu den wenigen FR-Büchern/PDFs gehört, die ich nicht in meiner Sammlung habe (was äquivalent dazu ist, dass das niemand aus meinem damaligen Freundeskreis hatte). Danke auf jeden Fall für die Besprechung!
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #149 am: 25.08.2018 | 11:14 »
Kann ich zumindest insofern bestätigen als das Buch zu den wenigen FR-Büchern/PDFs gehört, die ich nicht in meiner Sammlung habe (was äquivalent dazu ist, dass das niemand aus meinem damaligen Freundeskreis hatte). Danke auf jeden Fall für die Besprechung!
Leg es Dir zu. :)

Ich habe (unverkäuflich!) 2 Exemplare, da ich für 5 € natürlich noch eins mitgenommen habe (eines zum Lesen, eines fürs Regal), es taucht immer wieder mal bei ebay für um die 15,00 € auf, bei Medimops sogar für unter 7,00 €.
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