Ich finde die Reiseregeln gar nicht mal so schlecht und erfreue mich an den Diskussionen am Spieltisch, wenn die beste Route zum Ziel diskutiert wird. Natürlich nutze ich sie auch nicht immer. Meine Gruppe pendelt z. B. gerade viel zwischen den Grauen Anfurten und dem Breeland hin und her, da spare ich mir eine aufregende Reise durch das Auenland, obwohl man da sicherlich auch was draus machen könnte.
Mir gefällt es sehr gut, dass es verschiedene Rollen in der Reisegemeinschaft gibt, die verschiedene Fähigkeiten ansprechen. Das passt schön zu der Thematik, dass keiner alles kann und jeder in der Gruppe gebraucht wird.
Die Zufallstabellen halte ich aber auch für anstrengend, daraus als Spielleiter schnell eine stimmige Begegnung zu basteln. Da ich in der Regel weiß, wann im Abenteuer eine größere Reise ansteht, würfel ich mir bereits im Vorfeld einige Begegnungen zurecht und kann diese dann schön ausschmücken. Beim letzten Mal hatte ich es z. B. so ausgearbeitet, dass es kleine Mini-Geschichten für den jeweiligen Helden wurden, den es aufgrund seiner Rolle "erwischt" hatte. Ich schilderte darin die Situation und bot einige Handlungsoptionen an. Dann machte er den geforderten Wurf (je nach Handlung ggf. noch modifiziert) und entsprechende Dinge geschahen...
Mir gefällt auch die Reiseerschöpfung, so dass die Helden nach einer Woche Wildnis nicht frohgemut den Dungeon stürmen sondern ein bisschen angekratzt sind und die Sache etwas ruhiger angehen. Je nachdem, wie sie sich während der Reise geschlagen haben...