Da verdrehst Du was ich sage. Ich sage: wer das Risiko eines Rechtsstreits eingeht, muss sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein. Die Rechtsgrundlage ist eben nicht eindeutig. Und sie ist ganz bestimmt nicht wumpe. Ich sage nur, es wird ein langer Rechtsstreit und der Ausgang ist ungewiss. Wer ihn führen will, soll ihn führen. Bitte.
Ich denke nicht, dass das zwingend ein langer Rechtsstreit würde. Die Eskalation würde doch schlicht so laufen: WotC bringt seine aktualisierte OGL; Paizo verstößt an Tag 1 dagegen mit einem simplen 1-Seiter; WotC stellt kurzfristig Antrag auf injunctive relief und kurz darauf haben wir ein erstes hearing und ggf. ein summary judgment.
Bei allem Respekt, aber es handelt sich wirklich nicht um einen komplexen Sachverhalt und es ist doch schon eher sehr wahrscheinlich, dass die unbefristet (perpetual) gewährte OGL widerruflich ist, weil es schlicht nicht ausgeschlossen ist. Das wird auch der Grund sein, warum einige schon Herausposaunen, dass sie was eigenes machen (Kobold Press, MCDM).
Man kann es doch auch so sehen: Wenn es denen wirklich um ein offenes System ginge, dann würden die sich doch zusammenschließen und gemeinsam ein OG-System auflegen. Das wäre echte Konkurrenz für WotC. Aber nein, die Kollegen wollen weiter mit WotC-D&D ordentlich Geld verdienen (>USD 750k) ohne Royalties abzuführen.
Edit: zugegeben, sie verdienen es dann ja mit eigenem IP. Es muss also eher heißen: Sie wollen weiter mit dem mithilfe von WotC aufgebauten Goodwill Geld verdienen ohne Royalties abzuführen.