Autor Thema: Archiv zu OGL, ORC, SRD und anderen Lizenzfragen rund um die OGL  (Gelesen 91598 mal)

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Offline Lasercleric

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Da verdrehst Du was ich sage. Ich sage: wer das Risiko eines Rechtsstreits eingeht, muss sich der möglichen Konsequenzen bewusst sein. Die Rechtsgrundlage ist eben nicht eindeutig. Und sie ist ganz bestimmt nicht wumpe. Ich sage nur, es wird ein langer Rechtsstreit und der Ausgang ist ungewiss. Wer ihn führen will, soll ihn führen. Bitte.

Ich denke nicht, dass das zwingend ein langer Rechtsstreit würde. Die Eskalation würde doch schlicht so laufen: WotC bringt seine aktualisierte OGL; Paizo verstößt an Tag 1 dagegen mit einem simplen 1-Seiter; WotC stellt kurzfristig Antrag auf injunctive relief und kurz darauf haben wir ein erstes hearing und ggf. ein summary judgment.

Bei allem Respekt, aber es handelt sich wirklich nicht um einen komplexen Sachverhalt und es ist doch schon eher sehr wahrscheinlich, dass die unbefristet (perpetual) gewährte OGL widerruflich ist, weil es schlicht nicht ausgeschlossen ist. Das wird auch der Grund sein, warum einige schon Herausposaunen, dass sie was eigenes machen (Kobold Press, MCDM).

Man kann es doch auch so sehen: Wenn es denen wirklich um ein offenes System ginge, dann würden die sich doch zusammenschließen und gemeinsam ein OG-System auflegen. Das wäre echte Konkurrenz für WotC. Aber nein, die Kollegen wollen weiter mit WotC-D&D ordentlich Geld verdienen (>USD 750k) ohne Royalties abzuführen.

Edit: zugegeben, sie verdienen es dann ja mit eigenem IP. Es muss also eher heißen: Sie wollen weiter mit dem mithilfe von WotC aufgebauten Goodwill Geld verdienen ohne Royalties abzuführen.
« Letzte Änderung: 11.01.2023 | 16:51 von Lasercleric »

Offline takti der blonde?

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Ich denke nicht, dass das zwingend ein langer Rechtsstreit würde. Die Eskalation würde doch schlicht so laufen: WotC bringt seine aktualisierte OGL; Paizo verstößt an Tag 1 dagegen mit einem simplen 1-Seiter; WotC stellt kurzfristig Antrag auf injunctive relief und kurz darauf haben wir ein erstes hearing und ggf. ein summary judgment.

Bei allem Respekt, aber es handelt sich wirklich nicht um einen komplexen Sachverhalt und es ist doch schon eher sehr wahrscheinlich, dass die unbefristet (perpetual) gewährte OGL widerruflich ist, weil es schlicht nicht ausgeschlossen ist. Das wird auch der Grund sein, warum einige schon Herausposaunen, dass sie was eigenes machen (Kobold Press, MCDM).

Man kann es doch auch so sehen: Wenn es denen wirklich um ein offenes System ginge, dann würden die sich doch zusammenschließen und gemeinsam ein OG-System auflegen. Das wäre echte Konkurrenz für WotC. Aber nein, die Kollegen wollen weiter mit WotC-D&D ordentlich Geld verdienen (>USD 750k) ohne Royalties abzuführen.

Gibt ja jenseits der Firmen Menschen, die davon betroffen sind und mit denen sich solidarisieren lässt...wollen die meisten nicht zudem auf eine CC-Lizenz umstellen? Das ist schon recht offen. :)

Online tartex

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Ist natürlich auch tolles Marketing. Kobold Press konnte ich vorher gar nicht wirklich zuordnen. Jetzt, weiß ich: das ist ja Baur mit seinem Midgard und anscheinend sind die auch voll erfolgreich.

MCDM macht wohl auch Zeug.

Voll hängengeblieben jetzt beide als Retter der Rollenspielwelt.
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Offline unicum

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Ich frage aus ehrlichem Interesse, denn ich weiß es schlicht nicht: Kann man Gerichtsprozesse crowdfunden oder ist das zum Beispiel irgendwie sittenwidrig?
Weil wenns nicht sittenwidrig (o.ä.) ist, dann kommt a) der Prozess so sicher wie das Amen in der Kirche und b) wird definitiv auch genug Geld für da sein.
Ich sage das völlig wertfrei, das ist einfach nur mein best guess.

Was sollte Sittenwidrig daran sein? (und was stört das in den USA?)

Es gibt doch auch heute schon Gerichtsprozesse wo die Verteidigung Spendenbasiert arbeitet, stichtwort "Lezte Generation".
Meine auch das ich etwas ähnliches schon mal gesehen habe als Kickstarter,... kann mich aber auch täuschen.

Offline Rorschachhamster

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Und der Protest gerade... schaut euch einfach die Geschichte von GW an, da seht ihr, was das bewirkt... es ändert sich nix, die Firma wird größer und macht viele Jahre damit weiter. Denn der Protest kommt von vergleichsweise wenigen, wenn man die gesamte Spielerschaft ansieht... den Großteil interessiert es einfach nicht, weil die eh nix mit den 3rd Party-Sachen zu tun haben. Ist halt so.
Schaut euch mal die Geschichte von TSR/WotC an.  ~;D
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DMG Pg. 81 " The mechanics of combat or the details of the injury caused by some horrible weapon are not the key to heroic fantasy and adventure games. It is the character, how he or she becomes involved in the combat, how he or she somehow escapes — or fails to escape — the mortal threat which is important to the enjoyment and longevity of the game."

Online tartex

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Jetzt ist auf jeden Fall die perfekte Gelegenheit ein paar empörte D&D-Spieler für meine Lieblingssysteme zu begeistern und rekrutieren.
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Offline Runenstahl

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Mal eine andere Sichtweise (bin Laie, korrigiert mich also gerne wenn ich hier was komplett falsch verstehe):

Jahrelang hat Wizards anderen erlaubt mit Hilfe ihrer Marke Geld zu verdienen. Etwas vergleichbares macht (meines Wissens nach) kaum eine andere Firma.

Jetzt hat man sich entschieden von den größten Fischen im Teich ein bißchen was abzugreifen.

Mal zum Vergleich: Welche anderen großen Rollenspiele haben denn überhaupt etwas was mit der OGL vergleichbar wäre ? DSA ? Cthulhu ? Shadowrun ? WoD ? Irgendwer ?

Wer für irgendein System ein Abenteuer oder sonstiges Buch rausbringen möchte, der muß normalerweise einen Deal mit der jeweiligen Firma aushandeln. Gelingt das nicht, guckt man in die Röhre. Wizards gibt (gerade den kleinen 3rd Party Produzenten) ja immer noch einen Freifahrtschein. Und wer tatsächlich annimmt mit zukünftigen Produkten die 750.000 zu überschreiten, den hindert auch nichts daran zu versuchen mit Wizards einen anderen Deal zu machen (genau wie mit jedem anderen Rollenspielverlag).

Der ganze Aufstand gerade rührt mMn eher daher, das man in der Vergangenheit von den sehr großzügigen Konditionen verwöhnt war und nun der Freifahrtschein (gefühlt) plötzlich weg ist.
"Reading is for morons who can't understand pictures"
   Gareth (aus der Serie "Galavant")

Camo

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Mal eine andere Sichtweise (bin Laie, korrigiert mich also gerne wenn ich hier was komplett falsch verstehe):

Jahrelang hat Wizards anderen erlaubt mit Hilfe ihrer Marke Geld zu verdienen. Etwas vergleichbares macht (meines Wissens nach) kaum eine andere Firma.

Jetzt hat man sich entschieden von den größten Fischen im Teich ein bißchen was abzugreifen.

Mal zum Vergleich: Welche anderen großen Rollenspiele haben denn überhaupt etwas was mit der OGL vergleichbar wäre ? DSA ? Cthulhu ? Shadowrun ? WoD ? Irgendwer ?

Wer für irgendein System ein Abenteuer oder sonstiges Buch rausbringen möchte, der muß normalerweise einen Deal mit der jeweiligen Firma aushandeln. Gelingt das nicht, guckt man in die Röhre. Wizards gibt (gerade den kleinen 3rd Party Produzenten) ja immer noch einen Freifahrtschein. Und wer tatsächlich annimmt mit zukünftigen Produkten die 750.000 zu überschreiten, den hindert auch nichts daran zu versuchen mit Wizards einen anderen Deal zu machen (genau wie mit jedem anderen Rollenspielverlag).

Der ganze Aufstand gerade rührt mMn eher daher, das man in der Vergangenheit von den sehr großzügigen Konditionen verwöhnt war und nun der Freifahrtschein (gefühlt) plötzlich weg ist.

Cthulhu und Runequest haben auf jeden Fall ihre Community Content-Programme, durch die man Zusätze veröffentlichen kann, dabei bekommt Chaosium aber was ab. Für das BRP (Basic Role Playing) GIBT es eine OGL, die aber verschiedene Themenbereiche vorgibt, die tabu sind... unter Anderem alles, was sie selbst beackern. Diese OGL ist aber ohne Abgaben, wenn ich mich richtig Erinnere. Fria Ligan hat auch ein derartiges Community Content Programm, Modiphius glaube ich auch, ich meine auch DSA. Ist also gar nicht so selten, aber so freizügig wie die OGL 1.0 ist und war keines dieser Programme... und ja, da haben einige Leute bisher 20 Jahre durchaus nicht wenig Geld mit verdient. Aber ja, man hat sich dran gewöhnt, dass man alles durfte und ist nun bockig, dass es nicht mehr gehen soll. *schulterzuck*

Offline Radulf St. Germain

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Mal eine andere Sichtweise (bin Laie, korrigiert mich also gerne wenn ich hier was komplett falsch verstehe):

Jahrelang hat Wizards anderen erlaubt mit Hilfe ihrer Marke Geld zu verdienen. Etwas vergleichbares macht (meines Wissens nach) kaum eine andere Firma.

Ich glaube damals waren einige Idealisten am Ruder. Daher ist Dein Standpunkt durchaus valide. Ich möchte aber hinweisen, dass dieses Muster im IT Bereich ein klassisches Playbook darstellt.

1. In der Phase der Flaute macht man Open Source
2. Die Konkurrenz leidet, man wird zum quasi-Standard, unterstützt von vielen
3. Sobald man die Konkurrenz beseitigt hat, bewegt man sich ins Proprietäre mit Zusatz-Apps etc.

Beispiel: Android von Google

Offline Rorschachhamster

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Ich glaube damals waren einige Idealisten am Ruder. Daher ist Dein Standpunkt durchaus valide. Ich möchte aber hinweisen, dass dieses Muster im IT Bereich ein klassisches Playbook darstellt.

1. In der Phase der Flaute macht man Open Source
2. Die Konkurrenz leidet, man wird zum quasi-Standard, unterstützt von vielen
3. Sobald man die Konkurrenz beseitigt hat, bewegt man sich ins Proprietäre mit Zusatz-Apps etc.

Beispiel: Android von Google
Ja, aber die offenen Software kannst nicht mehr wegnehmen. Das ist die Definition von "Open". Und die Zusatzapps sind ja irgendwo ein Mehrwert (und sei es, das niemand anders das wuppen kann).  :P
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DMG Pg. 81 " The mechanics of combat or the details of the injury caused by some horrible weapon are not the key to heroic fantasy and adventure games. It is the character, how he or she becomes involved in the combat, how he or she somehow escapes — or fails to escape — the mortal threat which is important to the enjoyment and longevity of the game."

Offline Rorschachhamster

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Gerade gefunden: Jemand hat seine Doktorarbeit über die OGL geschrieben, bei Roll for Combat: https://www.youtube.com/watch?v=q1Ld4ZjYNiA  >;D
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Offline Wisdom-of-Wombats

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Cthulhu und Runequest haben auf jeden Fall ihre Community Content-Programme, durch die man Zusätze veröffentlichen kann, dabei bekommt Chaosium aber was ab. Für das BRP (Basic Role Playing) GIBT es eine OGL, die aber verschiedene Themenbereiche vorgibt, die tabu sind... unter Anderem alles, was sie selbst beackern. Diese OGL ist aber ohne Abgaben, wenn ich mich richtig Erinnere. Fria Ligan hat auch ein derartiges Community Content Programm, Modiphius glaube ich auch, ich meine auch DSA. Ist also gar nicht so selten, aber so freizügig wie die OGL 1.0 ist und war keines dieser Programme... und ja, da haben einige Leute bisher 20 Jahre durchaus nicht wenig Geld mit verdient. Aber ja, man hat sich dran gewöhnt, dass man alles durfte und ist nun bockig, dass es nicht mehr gehen soll. *schulterzuck*

D&D hat auch ein Community Content Programm. Da brauchst Du dann auch keine OGL  >;D Modiphius hat seines heute gestartet.
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Offline Wisdom-of-Wombats

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Bei allem Respekt, aber es handelt sich wirklich nicht um einen komplexen Sachverhalt und es ist doch schon eher sehr wahrscheinlich, dass die unbefristet (perpetual) gewährte OGL widerruflich ist, weil es schlicht nicht ausgeschlossen ist. Das wird auch der Grund sein, warum einige schon Herausposaunen, dass sie was eigenes machen (Kobold Press, MCDM).

Also siehst Du eine Chance, dass Hasbro vor Gericht tatsächlich Recht bekommt? Was ja immer wieder in verschiedensten Diskussionen im Netz in Abrede gestellt wird.
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Offline Candero

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Es würde mich nicht wundern, wenn Paramount hinter der Lizenzänderung steckt:

"Dungeons & Dragons": Paramount+ gibt Serie in Auftrag

Offline Lasercleric

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Also siehst Du eine Chance, dass Hasbro vor Gericht tatsächlich Recht bekommt? Was ja immer wieder in verschiedensten Diskussionen im Netz in Abrede gestellt wird.
Ja, genau so habe ich es gemeint. Es fehlt nun einmal das "irrevocable". Ich halte es auch für sehr abwegig, dass man das irgendwie vergessen hat. Die Formulierung ist ein Standardsatz, wie er in unzähligen Formularsammlungen on- und offline nachgelesen werden kann. Wen man die extreme Form der Unwiderruflichkeit will, dann schreibt man es ausdrücklich hinein. Es ist in der Sache ja auch viel naheliegender, sich die Hintertüre offenzuhalten. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass die (ergänzende) Vertragsauslegung über den Wortlaut hinaus nicht gerade eine große Tradition in den Rechtsordnungen des Common Law hat.

Offline Rorschachhamster

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Ja, genau so habe ich es gemeint. Es fehlt nun einmal das "irrevocable". Ich halte es auch für sehr abwegig, dass man das irgendwie vergessen hat. Die Formulierung ist ein Standardsatz, wie er in unzähligen Formularsammlungen on- und offline nachgelesen werden kann. Wen man die extreme Form der Unwiderruflichkeit will, dann schreibt man es ausdrücklich hinein. Es ist in der Sache ja auch viel naheliegender, sich die Hintertüre offenzuhalten. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass die (ergänzende) Vertragsauslegung über den Wortlaut hinaus nicht gerade eine große Tradition in den Rechtsordnungen des Common Law hat.
Eine Sache habe ich irgendwo gefunden, das "irrevocable" erst in usus ist seit einem Gerichtsurteil von 2011 in UK (Common Law und so weiter). In wie weit das irgendwelche Auswirkungen hat...  :P
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Camo

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In dem von mir geposteten Video hatte der spezialisierte Anwalt da auch eine gar nicht so geringe Chance gesehen, dass WotC vor Gericht gewinnen würde. Weil die OGL ja nicht verschwindet, sondern in der 1.1 weiterexistiert. Damit bliebe der Knackpunkt "authorized"... und WotC könne einzelne Fassungen ent-authorisieren. Womit die 1.0 wirkungslos ist, so weit es WotC und ihren Content betrifft. Das wäre also keineswegs klar, dass WotC vor Gericht scheitert... womit die Gerichtskosten in den Sand gesetzt sein könnten... viel Geld ohne jeglichen Nutzen.

Womit jeder Kläger tatsächlich sich überlegen muss, ob eine Klage sinnvoll wäre oder ob das Geld nicht anders besser angelegt wäre. Wobei wie gesagt die Information, dass der Kopf hinter der aktuellen Strategie 25 Jahre Erfahrung in diesem speziellen Rechtsgebiet hat durchaus berücksichtigt werden sollte, das ist kein Anfänger... und er dürfte alle möglichen Szenarien durchdacht und durchgeplant haben. Ein derartig erfahrener Kopf baut selten Luftnummern, denke ich.

Online tartex

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dass der Kopf hinter der aktuellen Strategie 25 Jahre Erfahrung in diesem speziellen Rechtsgebiet hat durchaus berücksichtigt werden sollte, das ist kein Anfänger... und er dürfte alle möglichen Szenarien durchdacht und durchgeplant haben. Ein derartig erfahrener Kopf baut selten Luftnummern, denke ich.

Wer ist denn dieser Kopf?
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Offline RackNar

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... womit die Gerichtskosten in den Sand gesetzt sein könnten... viel Geld ohne jeglichen Nutzen.
Der Nutzen wäre mMn eine gewisse Klarheit, die momentan nicht geben ist. Ob dies aber das Geld wert ist, ist eine andere Frage ...
« Letzte Änderung: 11.01.2023 | 19:53 von RackNar »
„Ich gebe zu, dass ich mich irren kann, dass Du recht haben kannst und dass wir zusammen vielleicht der Wahrheit auf die Spurkommen werden.“ - Frei nach Popper

Offline takti der blonde?

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    • ALRIK
Ja, genau so habe ich es gemeint. Es fehlt nun einmal das "irrevocable". Ich halte es auch für sehr abwegig, dass man das irgendwie vergessen hat. Die Formulierung ist ein Standardsatz, wie er in unzähligen Formularsammlungen on- und offline nachgelesen werden kann. Wen man die extreme Form der Unwiderruflichkeit will, dann schreibt man es ausdrücklich hinein. Es ist in der Sache ja auch viel naheliegender, sich die Hintertüre offenzuhalten. Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass die (ergänzende) Vertragsauslegung über den Wortlaut hinaus nicht gerade eine große Tradition in den Rechtsordnungen des Common Law hat.

Dem gegenüber steht zuminest diese Absichtsbekundung von WotC, aus einer mittlerweile nur noch per Archiv einsehbaren FAQ (https://web.archive.org/web/20010429033432/http://www.wizards.com/D20/article.asp?x=dt20010417e). Dort steht gleich zu Beginn:

"Q: What is meant by the term "Open Gaming"?

A: An Open Game is a game that can be freely copied, modified, and distributed, and a system for ensuring that material, once distributed as an Open Game will remain permanently Open."

oder auch

"Q: What other conditions apply to Open Games?

A: Generally, Open Games are provided to the public using a copyright license. The terms of that license may vary from game to game depending on the inclinations of the original creators of the game in question. Each license may impose additional terms, but in order to be considered an Open Game, any such license must give the recipient the right to freely copy, modify, and distribute the licensed material, and the license must provide a mechanism to ensure that Open Game content cannot become Closed (meaning that the freedom to copy, modify and distribute the content cannot be rescinded)."

Camo

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Ich und Namen... müsste ich wieder hervorkramen. Finde ich aber gerade auf die Schnelle nicht.
Ich MEINE mich zu erinnern, dass er u.A. das Fachthema gelehrt hat und dergleichen.

Camo

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Dem gegenüber steht zuminest diese Absichtsbekundung von WotC, aus einer mittlerweile nur noch per Archiv einsehbaren FAQ (https://web.archive.org/web/20010429033432/http://www.wizards.com/D20/article.asp?x=dt20010417e). Dort steht gleich zu Beginn:

"Q: What is meant by the term "Open Gaming"?

A: An Open Game is a game that can be freely copied, modified, and distributed, and a system for ensuring that material, once distributed as an Open Game will remain permanently Open."

oder auch

"Q: What other conditions apply to Open Games?

A: Generally, Open Games are provided to the public using a copyright license. The terms of that license may vary from game to game depending on the inclinations of the original creators of the game in question. Each license may impose additional terms, but in order to be considered an Open Game, any such license must give the recipient the right to freely copy, modify, and distribute the licensed material, and the license must provide a mechanism to ensure that Open Game content cannot become Closed (meaning that the freedom to copy, modify and distribute the content cannot be rescinded)."

Es wird die Lizenz zum Veröffentlichen ja nicht zurückgezogen, nur mit einer neuen Version ersetzt. Damit existiert das noch, womit - nach Ansicht eines auf diesen Themenbereich spezialisierten Anwaltes - wird "perpetual" nicht beeinträchtig. Es KANN weiterhin veröffentlicht werden (auch wenn das vielen nicht gefällt, die Möglichkeit ist aber da... das reicht laut amerikanischem Vertragsrecht, sagt er.

Nach Ansicht dieses Anwaltes (siehe das von mir verlinkte Video) ist die einzige Chance eine Class Action, in der festgestellt wird, dass die OGL 1.0 ZU VAGE formuliert war und die Publisher deswegen auf den Gedanken hereingefallen sind, dass es ewig weiterginge, weswegen sie es weiterhin tun dürften. Das wäre dann aber in leichtem Widerspruch zum üblichen Vertragsrecht, wäre aber eine (wenn auch nicht große) Möglichkeit.

Offline Wisdom-of-Wombats

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Dem gegenüber steht zuminest diese Absichtsbekundung von WotC, aus einer mittlerweile nur noch per Archiv einsehbaren FAQ (https://web.archive.org/web/20010429033432/http://www.wizards.com/D20/article.asp?x=dt20010417e). Dort steht gleich zu Beginn:

"Q: What is meant by the term "Open Gaming"?

A: An Open Game is a game that can be freely copied, modified, and distributed, and a system for ensuring that material, once distributed as an Open Game will remain permanently Open."

oder auch

"Q: What other conditions apply to Open Games?

A: Generally, Open Games are provided to the public using a copyright license. The terms of that license may vary from game to game depending on the inclinations of the original creators of the game in question. Each license may impose additional terms, but in order to be considered an Open Game, any such license must give the recipient the right to freely copy, modify, and distribute the licensed material, and the license must provide a mechanism to ensure that Open Game content cannot become Closed (meaning that the freedom to copy, modify and distribute the content cannot be rescinded)."

Ganz böse: die Antworten stimmen sogar noch  >;D Auch unter OGL 1.1 kannst Du alles immer noch "frei" tun. WotC verbietet es Dir nicht, solange Du die Lizenzauflagen erfüllst. Die OGL wird auch nicht zurückgenommen, sondern weiterentwickelt und mit einem Update zugänglich gemacht. Ja, das ist eine böse Lesart. "Kannsch ja noch alles mache,  aber halt zu anderen Bedingungen". Kein Schelm, wer Böses dabei denkt.
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Offline Zed

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Wer ist denn dieser Kopf?
Zitat
Der Vizepräsident und Stabschef von Hasbro ist ein Mann namens Nicholas Mitchell. Er war 11 Jahre lang Leiter der Rechtsabteilung von Wizards of the Coast. Davor war er 11 Jahre lang Juraprofessor, spezialisiert auf die Lizenzierung von geistigem Eigentum. Und davor war er 3 Jahre lang Anwalt bei der Hughes Media Law Group. Das sind 25 Jahre Erfahrung im Recht des geistigen Eigentums. Kurz gesagt, Herr Mitchell ist alles andere als ein "Idiot", wie es scheint. Was auch immer für ausgefallene Rechtsansprüche auf Reddit auftauchen mögen (Promissory Estoppel usw.), wir können sicher sein, dass er bereits darüber nachgedacht hat, wie er damit umgehen wird.

Hatte ich hier geschrieben.

Offline Wisdom-of-Wombats

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Dann kennt der die OGL, weil er sie mitabgefasst hat. Unter Umständen ist er selber für das Schlupfloch in Artikel 9 und das Fehlen von „irrevocable“ mitverantwortlich. Dancey kann er ja alles mögliche erzählt haben.
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