DBA 3 mit Parthern gegen Alanen. Also ein Klassiker der vorderasiatischen Steppe. Die Alanen hatten vier Elemente schwere Reiterei und ansonsten leichte Reiterei. Die Parther standen mit sechs Elementen Kataphrakten (überschwere Reiterei) und ansonsten mit leichter Reiterei dagegen. Es versprach also schnell und rasant zu werden.
Das Gelände durften die Alanen wählen und - wie man erwarten darf - wählten sie relativ offenes Gelände: Einen großen aber nur sanft ansteigenden Hügel (Gentle Hill), ein relatives kleines Geröllfeld (Rocky) und eine Erosionsrinne (Gully). Erosionsrinne und Geröllfeld wurden relativ weit am Rand platziert, nur der Hügel ragte mitten ins Schlachtfeld. Also ein ziemlich offenes Schlachtfeld, mit ein paar Punkten, an denen man Flanken verankern kann, denn keine Seite würde das unwegsame Gelände betreten wollen. Die Lager standen entsprechend auch ziemlich offen, nur das Lager der Alanen war teilweise von der Erosionsrinne geschützt.
Beide Seiten platzierten ihre schwere Reiterei im Zentrum und die leichten Reiter auf den Flügeln, insgesamt recht symmetrisch. Die Alanen standen besser, weil sie ihre schweren Reiter auf dem Hügel aufstellen konnten (und dadurch einen Nahkampfbonus bekommen hätten).
Es begann mit relativ schlechten Kommandowürfen auf beiden Seiten, wodurch nur kleine Vorstöße auf den Flügeln sinnvoll waren. Die Alanen nutzen das, um auf dem rechten Flügel vorzustoßen und bereits in der zweiten Runde die dort platzierte leichte Reiterei der Parther in die Flucht zu schlagen. Sah nicht gut aus, die linke Flanke der Parther war damit offen.
Es gelang den Parthern dann aber, diese Lücke halbwegs zu stopfen und den Vorstoß aufzuhalten - begünstigt wurde das dadurch, dass die Parther im Zentrum rasch vorstießen und einen Teil der schweren Reiterei der Alanen zurückwerfen, einen Teil zerstören konnten. Das Geplänkel auf den Flanken blieb im weiteren Verlauf ohne Ergebnisse und die Parther konnten das Zentrum der Alanen zertrümmern und die Schlacht damit gewinnen.
Interessant war das aufeinandertreffen großer Verbände der beiden unterschiedlichen Sorten schwerer Reiterei. Die Parther hatten tatsächlich einen deutlichen Vorteil dadurch, dass die Kataphrakten (4Kn) zurückgeworfene Gegner nicht verfolgen, wodurch die Formation stabil blieb. Den schweren Reitern der Alanen (3Kn) dagegen gelang kein Durchbruch, aber sie mussten viele Kommandopunkte dafür ausgeben, ihre Formation zu stabilisieren, während die parthischen schweren Reiter in Formation blieben und sich gegenseitig unterstützen konnten. Theoretisch hätten die Alanen den Vorteil gehabt, dass ihre schwere Reiterei etwas bessere Kampfkraft hat (bei Gleichstand gewinnen 3Kn gegen 4Kn), das hat sich aber in diesem Spiel nicht ausgewirkt.
Schönes Spiel, werde ich wohl noch häufiger machen. Für die Alanen hätte ich auch ein wenig Fußvolk, das könnte die Sache auch interessant machen.
Und um es nochmal zu betonen: Das alles kann man mit DBA 3 in deutlich unter einer Stunde Spielzeit haben, inklusive Auf- und Abbau.