Im 7er-Rugby klopfen die Deutschen jedes Jahr wieder aufs Neue an die Tür um bei den Großen mitzuspielen, aber gereicht hat es bisher nicht. Entweder, weil man im entscheidenden Moment wichtige Spiele verloren hat oder weil kurzfristig Aufstiegsregelungen geändert wurden. Grundsätzlich steht das 7er-Rugby aber besser da. Schon alleine aus dem Grund, dass es olympische Disziplin ist, und damit ganz andere Fördermittel zur Verfügung stehen.
Das Spiel gegen die Schweiz hat vor allem eines gezeigt: Deutschland ist aktuell nicht in der Lage, konditionell 80 Minuten durchzuspielen. In einem der Spiele meinte Manuel Willhem auch, dass genau das ein großes Probelm der Spieler ist, die in der Bundesliga spielen. Dadurch, dass es wenig knappe Spiele gibt, wird in der Regel in der zweiten Hälfte Tempo aus dem Spiel genommen und entsprechend werden die Spieler weniger konditionell gefordert. Das rächt sich dann in dem Moment, wo man international gegen Gegner spielt, die auch in der zweiten Hälfte noch gegenhalten.
Für die 2-Jahresabrechnung bedeutet das Ergebnis, dass man in 2026 mindestens sechster werden muss, um sicher nicht abzusteigen. Ok, rein rechnerisch gibt es eine Konstallation bei der sie als sechster absteigen würden, aber wie wahrscheinlich ist es, dass die Schweiz fünfter, Holland siebter und Belgien achter wird?