@Metamorphose
Ja, so ist es wohl. Du hast nun schon wieviele Projekte marktreif entwickelt, mehr als drei? Da hast Du auf jeden Fall viel Erfahrung, auch mit den Sackgassen, die auftauchen.
@Philipp
Danke, da werde ich rot.
Da die fünf Einsteigenden gar keine Erfahrung in Rollenspielfragen mitbrachten, hätte ich angenommen, dass sie noch nicht auf einen schlanken Spielstil vorgeprägt waren. Aber vielleicht ist es tatsächlich die Frage, ob es aktuell eine Jugendkultur gibt, die ich bislang nicht wahrgenommen habe, die mit Inkompatibilität zu aufwändigeren Spielformaten korreliert.
@flaschengeist
Das sind spannende Fragen. Mit denen kann es hier gerne weiter gehen. Ich habe den Threadtitel angepasst.
"Damals" hat Probespiel auch nicht bei allen gezündet, doppelt, wenn man nicht unter bereits hochinteressierten gefischt hat. Ich würde deine Beschreibung eher lesen: nur eine Rollenspielerin und einige Nieten getroffen. Gab's zu allen Zeiten.
Ich glaube, Maarzan, da hast Du einen blinden Fleck bei mir entdeckt. Meine engeren Kollegen sind nur eine Generation jünger als ich und aktive DSA-Spieler. Am Mittagstisch sprechen wir alle - auch mit denen, mit denen ich jetzt das Schnupperspiel hatte - also von ganz jung bis alt - über dieselben Pop-Kultur-Themen, und ich finde, wir sind altersunabhängig insgesamt auf ähnlicher Wellenlänge. Und dann tummle ich mich noch hier unter uns RPG-Veteran:innen: Da kam ich gar nicht auf die Idee, dass Menschen etwas anderes sein können, als unentdeckte Rollenspieltalente!
Aber natürlich hast Du Recht, und zu meiner Einstiegszeit war es auch schon so: Nicht alle packt das Rollenspiel, nicht alle haben einen Sinn dafür. Vielleicht ist es zu einem Teil das.
Das ist ein hochinteressanter Bericht, ganz lieben Dank für die Ausführlichkeit!
Deine Erfahrungen decken sich mit meinen: ausgeklügelte Systeme finden bei weniger erfahrenen Spielenden weniger Anklang. Das wichtigste ist, dass sie immer wissen, was sie tun können, beziehungsweise was das System von ihnen will.
Ganz besonders wichtig ist aber, dass du das Spiel so designst, wie es dir gefällt. Man muss sich echt davon freimachen, daß "perfekte Spiel" zu designen. Man kann nur ein Spiel designen, das die eigenen Vorlieben perfekt abdeckt. Irgendwie finden sich sicher auch Leute, die das selbe mögen.
Und danke, dass du in Erwägung gezogen hast, Mini D20 zu benutzen 
MfG,
Seba
So designen, dass es mir gefällt: Das muss die Hauptmotivation bei der (Hobby-) Spielentwicklung sein, absolut! Und das habe ich auch mit Freude jahr(zehnt)elang gemacht. Sehenden Auges habe ich weiter gebastelt, wissend, dass ich es zwischendurch mal testen muss - und das habe ich versäumt. Und nun habe ich wahrgenommen, dass die vielen Ideen, die mir im einzelnen Freude gemacht haben, im ganzen Zusammenspiel wohl nur schwer erfüllen, was ich mir als Designziele erhofft hatte.
Wenn man nicht wie ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen möchte, dann ist Dein
MINI D20 hervorragend geeignet, mit Einsteigenden einfach mal loszuspielen. Insbesondere für DnD-sozialisierte Leute wie mich ist es eine große Hilfe.
Vielen Dank für Euer aufmerksames Lesen und Hineindenken!