Mehrere Spielleiter und Gruppen, die parallel in derselben Welt agieren, finde ich ein extrem spannendes Konzept. Ich hab selbst noch keine praktische Erfahrung mit diesem "Shared World"-Ansatz, aber hab mir mal ein paar Gedanken gemacht. So aus der Perspektive eines Ohrensessel-Theoretikers vielleicht:
1. Die "SL-Session Zero": Ich würde versuchen, sich auf ein gemeinsames Fundament zu einigen: Themen, Stimmung und zentrale Konflikte; was soll vorkommen in der Welt/den Abenteuern, was nicht? Und: wahrscheinlich braucht es nicht nur ein solches Meeting, sondern eher regelmäßige Absrpachen (können ja auch nicht-linear ablaufen, z.B. über einen Gruppenchat oder so, s.u. mein Punkt 2) für die SLs.
2. Radikale Akzeptanz: Ich würde mich hier vom Impro-Theater inspirieren lassen: alle SL akzeptieren, was die jeweils anderen SLs in ihren Sessions einführen. Idealerweise baut man darauf vlt sogar auf. Das erfordert ein gesundes Maß an "Loslassen" bezüglich der eigenen Welt-Hoheit, kann aber super-befriedigend sein, denke ich.
3. Die Infrastruktur: Ganz praktisch würde ich eine gemeinsame Plattform (Wiki, Blog, oder einen Discord-Server) nutzen. Da kann dann nicht nur die Basis-Lore liegen, sondern vlt. auch ein aktuelles Logbuch geführt werden: Was wurde verändert? Welche Location wurde neu eingeführt? Welcher NSC (oder SC...
![Sneaky 8]](https://www.tanelorn.net/Smileys/default/sneaky.gif)
) ist gestorben? Vlt kriegt ihr auch ein*e oder mehrere Spieler*innen dazu, als Chronisten die Sessions kurz zu dokumentieren?
Als Inspiration (falls du es nicht ohnehin schon auf dem Schirm hast) lohnt sich ein Blick auf das Konzept der
West Marches Kampagne. Das ist zwar nicht eins zu eins das, was ihr vorhabt, bietet aber viele gute Ideen dafür, wie man eine Welt für wechselnde Gruppen und Leitungen handhabbar hält.
Bin auf jeden Fall gespannt mehr darüber zu erfahren, wie Du das angehst und welche Erfahrungen Du machst!