Fakt ist auch das ein Großteil aller Rollenspiele aus den USA kommen, auch solche die eben nicht nur Kampfregeln beeinhalten (Cthulhu und Pendragon z.B).
Deine Beispiele sind jetzt gerade Spiele, die insbesondere die britische ... und z.T. in Folge europäische (v.a. schwedische) Szene und deren Eigenentwicklungen gepägt haben.
Dem aktuellen Runequest wird sein "europäisches" Artwork in den US gern entweder angekreidet oder hoch angerechnet.
Moon Design Publications ... die ja später Chaosium verstärkt/geerbt haben ... war ne britische Firma. Und so weiter ...
Wobei ... Chaosium, auch weil gerade Cthulhu noch andere regionale Schwerpunkte hat (allen voran: Japan!) eh mehr echte internationale Einflüsse hat, als D&D.
Ich würde auch generell sagen, dass die (zunehmend weniger) nationalen Szenen sich unterscheiden.
Und ich glaube da kommt die Kritik an D&D & Co auch hauptsächlich her:
Denn sowohl im Regeldesgn als auch in der Spielkultur von D&D (und seinen spirituellen Ablegern) stecken spezifisch weiße, US-amerikanische Metaerzählungen.
"Wild West Frontier", From Zero to Hero/Powerfantasy, The winner takes it all, (Melting Pott) ... all das muss man halt auch mögen.
Das steckt mMn eigentlich hinter der Kritik "zu kampflastig. Natürlich kommen da noch Vorurteile und Kulturverachtung dazu (die ja auch ne Reaktion auf Kulturimperialismus sind) ... und ggf. eine Ablehnung von kompetitivem Rollenspielen (was ja immer Teil von kampflastigem Spiel/Spielen ist).
Das schreibe ich jetzt als Person, die spielemäßig am ehesten in der brit. RSP-Kultur beheimatet ist, die OSR sehr mag, New School D&D und Co. (mit Ausnahme von 4E) nicht mag und mit Indies - gerade auch aus den US - ziemlich viel anfangen kann.