Autor Thema: [Notorious Style] Ein Graffiti-Solo-Journaling Spiel  (Gelesen 338 mal)

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Offline First Orko

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Per Zufall bin ich kürzlich auf das ganz wunderbare designte kleine Solo-Rollenspiel Notorious Style gestoßen, das journaling and sketching tabletop rpg about gaining notoriety in the graffiti scene - und nach dem ersten Durchblättern war klar: Das muss ich einfach mal ausprobieren!   :o

Bei Bedarf kann ich mal eine Rezi verfassen, das Ding ist echt ein Brett - aber zunächst mal ein paar Worte zu mir und meiner Motivation: Ich war in den 90ern bis frühen 2000ern extrem fasziniert von der Graffitieszene, hatte einen Freund mit dem ich oft in Hamburg herumgefahren bin und Fotos von bemalten Wänden gemacht und den Graffitiladen (DaSOURCE, gibs immer noch!) besucht hab um coole Klamotten zu shoppen. Ich hab zwar viele Skizzen in meinem Blackbook, davon aber bis auf ein paar “Ausrutscher” Nichts jemals an die Wand gebracht - weniger aus Mangel an Motivation denn an Gelegenheit… ich war zu gut behütet, als dass ich mich nachts hätte für Stunden unbemerkt hätte herausschleichen können!

Dementsprechend ist dieses Spiel eine Möglichkeit, eine was-wäre-wenn-Seite von mir auszuleben. Da das Zeichnen und Malen ins Blackbook Boni bringt auf bestimmte Moves, was es einfach so logisch macht, das Ganze als Solo-RPG aufzuziehen… ein Piece malen kann halt schomal dauern und mit ner Gruppe wären diese Pausen eher weniger… spannend. Ich war aber der Szene zumindest gedanklich immer nahe und diese Faszination hält bis heute an, hab damals “Wild Style” als VHS besessen und diverse Bücher über Graffiti und Szene-Zeitschriften. Ich würde sagen: Ich kenne mich ganz gut aus, habe aber keinerlei “Street Credibility”.

Ich werde mal was Neues ausprobiere und mein Sitzungstagebuch versuchen, in einer losen Drehbuchform schreiben, dabei aber meine Überlegungen (in kursiv) einfließen lasen - und natürlich Bilder die beim Spiel entstehen beifügen! Das Ganze wird wahrscheinlich ein stückweit autobiografisch, eben weil ich hier quasi eine Art Traum von früher ausleben kann und das Drehbuch kann etwas Distanz schaffen. Vielleicht kann ich aber auch Manche an der dieser speziellen, urtümlichen Form von “Street Art” teilhaben lassen und zu ein bisschen Verständnis für diese Kunstform beitragen   8)

Regeln
Notorious Style ist ein von Ironsworn inspiriertes PbtA und kommt dementsprechend mit einer Latte an Moves, die alle sehr passend und stimmungsvoll zum Thema erstellt wurden: Von “Supplies Move” (Farben und Marker besorgen) über den erwartbaren “Paint Moves” bis zu “Crew Moves” wo es um den Zusammenschluss mit anderen Writern geht wird alles abgedeckt, was man in dem Umfeld so machen kann. Gewürfelt wird mit 2W10 (Strong Hit: 15+, Weak Hit: 8-14, Miss: 7-), dafür gibt es Bonis durch Stats - und durchs (echte) Zeichnen ins Blackbook!

Der Charakter hat Namen, Stats (Style, Craftiness, Physique, Creativity, Stealth) und 5 Tracks (Stress, Heat, Health, Supplies, Money, Time) und eine Motivation, die man auswürfeln kann.
Dazu kommen noch die Progress Bars für den Fortschritt im Spiel, dazu später mehr.

Setting
Generische deutsche Mittelstadt Ende 90ern mit den typischen Subkulturen: Metaller, Goths, Emos, Grunger, Linke, Asyldeutsche, Nazis. Aktive Sprayerszene, Bahnhof und ein ein paar heruntergekommende Ecken mit vielen Möglichkeiten von denen aber viele schon besetzt sind. Schule im guten Stadtteil, Wohnung seit der Scheidung weiter weg am Industriegebiet.

Charakter
Ich fand ja die Charaktererschaffung bei Ironsworn schon etwas ZU frei, wenn ich da nicht mehr aufschreibe hab ich kein Bild von meinem Charakter vor Augen. Ich mag aber, wie es bei Dont rest your beschrieben ist und klau mir da was:

Hello my name is: Dominik  Weber
Das ist erstmal der bürgerliche Name. Der entscheidende Teil kommt noch…

And I am:
Schüler in der Oberstufer am Gymnasium, gute Noten aber sozialer Außenseiter

What’s on the surface:
Ein etwas zu schnell zu hoch geschossener, schmaler und unauffälliger Typ, der gern übersehen wird aber kein großes Problem damit hat. Haare und Kleidung nachlässig und teilweise etwas kaputt, trägt nur Sneaker, hat ein paar wenige, “coole” Shirts und Hoodies mit von teuren Marken die er selten anzieht. Er passt damit so gar nicht zu den reichen schnöseligen Klassenkamerad·innen an seiner Eliteschule und ohne seine sehr guten Noten in den meisten Fächern (Sport gehört nicht dazu…) wäre er wohl nicht dahin gekommen. Er hatte eine Zeitlang Ärger mit einer Gruppe Bullies, hat dann den Anführer derart verprügelt, dass es einen Verweise nach sich zog. Seitdem hat er die Aura eines “Unberührbaren”.

What lies beneath:
Ein für den giftigen Ellenbogen-Umgangston dieser Stadteilschule etwas zu sensiblen jungen Mann, der (erwachsene) Comics und sammelt. Aufgewachsen in einer wohlbehüteten Mittelstands-Familie, die nach außen zu lange den Schein warte bevor seine Mutter sich von seinem Alkholiker-Vater endlich getrennt hat. Er lebt mit seinem Bruder bei ihr, ist ein typisches Schlüsselkind für den sich niemand wirklich interessiert, in der Schule gab es mal ordentlich Ärger, insgesamt war er aber immer schon Außenseiter aus einer Arbeiterfamilie, dem der “Stallgeruch” der Akademiker fehlt und deshalb nie Anschluss fand aber auch angewiedert von der überheblichen, falsch-freundlichen Art seiner Umgebung. Seine Eltern haben ihm zulange etwas vorgemacht, dass er noch mit Herumlügen klarkommt.

Soweit zur Person, wie ich ihn mir so vorstelle. Jetzt können wir die Motivation noch erwürfeln - 2W10 zeigen eine 14, also ist es: “A political opinion” - Aha! Das kommt etwas unerwartet, passt aber ganz gut ins Setting.

Motivation “A political opinion”
Die Nazis in der Stadt sind im letzten Jahr immer mehr geworden, die DVU hat überraschend viele Stimmen gewonnen, weil sie die Situation im sozialen Brennpunkt des Blockhausviertels für ihre Zwecke ausnutzen konnte, wo arbeitslose Russlanddeutsche nicht wissen, wohin mit sich und immer wieder an die selbsternannten “einheimischen” Jugendlichen aneinander geraten.

Dominik wiedert das an und er hat angefangen, einen Edding mit sich rumzutragen um rechte Parolen wo er sie sieht zu überschreiben oder ggf. zu verändern.

Tag - Straßenname
Tagging, den “eigenen” Namen mit einem Marker an die Wand bringen, die Urform der Urform. TAKI 183 gilt als einer der Begründer der Graffiti-Bewegung, der  Koseform seines Vornamens verbunden mit der Nummer seiner Straße - damit fing alles an. Notorious Style hat auch hier eine Zufallstabelle: Ich würfel also 2x W5, das ergibt: “5 letters” und “contains 2 number”. Ok, könnte ich machen und jetzt noch zufällig Buchstaben würfeln - aber die Buchstaben müssen auch funktionieren fürs Tag, für Skizzen, für Pieces. Ich könnte jetzt meinen alten Namen nehmen, aber den hab ich schon (auf Papier!) so oft geschrieben, dass der Stil mittlerweile extrem abstrakt geworden ist, das passt nicht zur Figur.

Ich male ein bischen herum, finde als Wort “Cube” ganz geil - aber C und U funktionieren gemalt gar nicht, dazu noch B mit den Kurven und das kantige E am Ende.. nope, habs mehrfach getestet, läuft nicht. Nach ein bißchen mehr herumprobieren finde ich die Kombi “HEX” ganz geil, da geht was! Das X ist ne starke Aussage und Hex als Spruch oder Bann ist auch thematisch stark… der Foren-Hexer möge mir hier vergeben, sein Nick war eine spontane Inspiration. Vielleicht hört Dominiks kleiner Bruder ja grad viel Bibi Blocksberg und das “Hex hex” ist halt präsent…

Die Zahlen im Namen stammen aus der US-Tradition, sich auf Straßennahmen und/oder Viertel zu beziehen, das ist in Deutschland nicht ganz so verbreitet (auch wenn die aktivste und mit Abstand kreativste Crew mit enorm hohen Skillevel hier in der Gegend die “R10er” sind) aber ich finde die Idee charmant - und nehme die 47, die Hausnummer von Dominiks altem Elternhaus - die Erinnerung an eine Zeit, in der alles besser war. Also HEX 47 it is!

Die Werte: Stats und Tracks
Jetzt kommen die Stats, dafür kann man 9 Punkte verteilen. Dominik konnte schon immer gut zeichnen, seine Körperlänge minus Training macht ihn ein bißchen zu nem Körperklaus aber dafür hat er es gemeistert, nicht aufzufallen. Er ist ein schlauer Typ, der viel beobachtet und analysiert, also könnte auch was in Craftiness gehen.

🌟 Style: 1 💡Craftiness: 2 💪🏻Physique: 1 🖌️Creativity: 3 🥷🏻Stealth: 2

Dann kommen die Tracks, dafür hat man 2 für Stress + Heat und 11 Punkte für die anderen. Mit alleinerziehender Mutter und ohne Nebenjob ist nicht viel drin, als Schüler hat man aber Zeeeeiiit. Er übernimmt zuhause die Handwerkstätigkeiten und hat dazu von seinem Vater ein bißchen Zeug geerbt und angesammelt, dazu malt und zeichnet er gern und hat für seine Anti-Parolen sowieso schon immer Eddings dabei. Er steht immer etwas unter Strom, also starten wir mit Stress 2 und kein Heat, da er bislang nur Vorhandenes crosst oder verändert, damit fiel er bisher nie auf.

⌚Time: 4 ⌚Money: 1 🩸Stress: 2 ❗Heat: 0 ❤️‍🩹Health: 3  🎨Supplies: 3

Damit ist der Charakter soweit fertig und sieht so aus:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)
Fehlen zum Start nur noch ein paar andere Writer in der Stadt als NSC - und Spots, wo “Hex 47” aktiv werden kann. Ich nutze hier die Tabellen, wandle die Namen aber ab und lass mich inspieren.

NameCrewNotorietyRelationship
MOH4KR7PGetting Up
 Ehrgeizig, laut, überall Tags, manchmal ein stilisierter Character (Figur zum Bild) mit Irokenschnitt daneben
SEGAR2350All City
Der Veteran.Jeder kennt den Namen. Alte Schule, überall zu sehen
NOXAngel Einige der besten Pieces der Stadt, die nie übersprüht werden. Verschwunden. Taucht nur noch als Mythos auf. Niemand weiß, ob tot oder Legende.

WasHostilityAccessibilityDetails
Verlassene Güterhalle am RangierbahnhofAlright   EasyAlte Tags überall, kaum Security, aber nachts fahren noch Züge durch.
Parkhausdach über dem EinkaufszentrumHotHardKameras, Wachschutz, aber die Fläche schreit nach einem Piece.
Brückenpfeiler am FlussradwegChillLimitedBeliebter Writer-Spot, tagsüber Jogger, nachts ruhig.
« Letzte Änderung: 23.02.2026 | 13:18 von First Orko »
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Offline Jiba

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Re: [Notorious Style] Ein Graffiti-Solo-Journaling Spiel
« Antwort #1 am: 23.02.2026 | 07:54 »
Voll cool. Bin gespannt, was da noch kommt.  :d
Engel – ein neues Kapitel enthüllt sich.

“Es ist wichtig zu beachten, dass es viele verschiedene Arten von Rollenspielern gibt, die unterschiedliche Vorlieben und Perspektiven haben. Es ist wichtig, dass alle Spieler respektvoll miteinander umgehen und dass keine Gruppe von Spielern das Recht hat, andere auszuschließen oder ihnen vorzuschreiben, wie sie spielen sollen.“ – Hofrat Settembrini

Offline Megan

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Re: [Notorious Style] Ein Graffiti-Solo-Journaling Spiel
« Antwort #2 am: 23.02.2026 | 08:43 »
Was Jiba sagt. Halt uns auf dem Laufenden!  :d

Offline Grashoffer

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Re: [Notorious Style] Ein Graffiti-Solo-Journaling Spiel
« Antwort #3 am: 23.02.2026 | 08:49 »
Ich bin ja immer und immer wieder gespannt, was für abgefahrenes Zeug es gibt. Jedenfalls cool, dass Dich Notorious Style derartig triggert und danke fürs Vorstellen.

Offline First Orko

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Re: [Notorious Style] Ein Graffiti-Solo-Journaling Spiel
« Antwort #4 am: 23.02.2026 | 12:57 »
Innen- chaotisches Jugendzimmer von zwei Jungs - ABENDS
Ein vielleicht 5jähriger Junge liegt im Bett, dämmert fast weg, ein Hörspiel im Hintergrund. Am Schreibtisch in der anderen Zimmerhälfte klopft ein etwa 17jähriger auf seinen Walkman herum und seufzt, öffnet ihn und wirft die Batterien weg, findet in der Schublade keine. Er wirft das Gerät in die Ecke auf einen Haufen Kassetten (Rap-Mixtapes mit kruder Schrift gekonnt selbst gestaltet) und beugt sich im Licht der Schreibtischlampe über seine Schulhefte. Aus dem Kassettenradio ertöhnt die Stimme eines Mädchens:

    Hex, Hex!

Der Teenager seufzt entnervt und kritzelt etwas in seinen Block.

An dieser Stelle wird es Zeit für den ersten Move. Ich fand meine Idee für die Inspiration zu seinem Writer-Namen ganz witzig, auch wenn sie als Szene etwas cheesy wirkt - passt aber in die 90er! Auch wenn er (noch) kein Blackbook hat nutze ich den Blackbook Move. Ich heb tatsächlich eine Reihe von Varianten gezeichnet und bekomme deshalb +1, würfle auf Creativity (passt zur Eingebung gerade in der Szene) und hab mit 2W10+4 eine 16 - ein Strong Hit.  Das heißt -2 Stress, wir starten also ganz entspannt in die Geschichte!



Intro
Musik: Zeb.Roc.Ski - Never Stop feat. Seen

[Szenen aus Dominiks Leben in S/W: Kurze Einblicke aus der guten Zeit, Hochzeit Eltern, Geburt, sein 6. Geburstag mit dem teuren Zeichenkasten, Ärger mit seien Bruder, gemeinsames Spielen von Beiden, Einschulung, heile Welt. Dann sein Vater das erste Mal betrunken zuhause, Schläge, Bierflaschen, Weinflaschen, Kornflaschen. eine Mutter schützend vor den Söhnen, Auszug, neue enge Wohnung, Mutter überfodert. Dazwischen Szenen wie Dominik immer wieder zeichnet, malt, nur die Bilder als Einziges in Farbe, die Stifte werden kürzer, der Kasten ranziger,. Schnitte mit knallbunten Spraydosen schnell übersprüht, am Ende ein hastig gesprühtes, schwarzes X]

Außen- Vor der Schule, weißer, ehrwürdiger Bau der Jahrhunderwende- NACHMITTAGS
Schulkamerad verabschiedet sich mit lässigen Handschlag von Dominik

     Jo, ich mach mal die Biege, heute Abend abchillen bei dir oder wieder mal unentspannt zu Hause?

    Dominik (winkt ab)
    Nee du, geht nicht klar. Mom hat Spätschicht, besser wir treffen uns draußen. Bei Mäkkis um Acht?

    Andreij
    Check!

Er dreht sich um und geht, sichtlich humpeln.

   Dominik (ruft)
   Was los mit deinem Bein, ey? Basketball oder schon wieder die Faschos?

Andreij hält kur innen, zuckt mit den Schultern, schaut nicht zurück

    Am Club. War selbst schuld, was geh ich auch hin, hm? Kein Stress ich komm klar.

    Dominik
    Scheiße Mann!

Er macht den Walkmen an, dreht sich kopfschüttelnd um und geht in die andere Richtung.

[Montage:  er wird als Einziger nicht von einem teuren Auto vor der Schule abgeholt wird sondern schließt sein runtergerocktes BMX auf und fährt durch die Seitenstraßen und ein paar inoffizielle Abkürzungen, die Gegend verändert sich und wird ärmer, aus begrünten Villen werden Sozialbauten und Gewerbehöfe mit grauen Mauern und Stacheldrahtzaun.]

Außen - vor einer Autobahnbrücke - Nachmittags
Dominik bremst scharf und starrt auf eine Kritzelei direkt neben der Bushaltestelle an der Wand des Brückenpfeilers, hastig gesprüht aber gut sichtbar: “Scheiß Russen”. Ohne zu zögern zieht er einen dicken Edding aus dem Eastpack, lehnt das Rad an den Pfeiler, nutzt es als wacklige Kletterhilfe und malt daraus “Scheiß Busse” , ergänzt um ein “FKC NZS”. Er zögert kurz… und lässt ein wenig Platz, platziert ein HEX47 darunter….

Zeit für den Tag-Move! In der Blackbook-Situation hab ich die Spot-Modifier ignoriert weil irrelevant, hier in freier Wildbahn wird es aber eventuell spannend! Der Pfeiler ist "chill" aber begrenzter Zugang, ergibt +1. Das Tag habe ich verfeinert, damit gibt es wieder +1, dazu +2 Stealth und mit 2W10 - 17, wieder ein strong hit! Das lief ja glatt, es gibt jeweils 1/4 in REP(utation) und BEL(onging). Dominik fühlt sich ein bißchen wie ein Writer und ein paar Anderen fällt sein Name auf.



Ich nähere mich dem für mich neuen Namen an und probiere ein paar Sachen aus. So ganz super sind die noch nicht, aber ich hab nen Ansatz

Sein Bike hält, so dass er auf das Dach der Haltestelle klettern kann und seinen Namen in einem spontanen Anfall von Kreatitivät gut sichtbar und weit genug von dem dummen Spruch entfernt anbringt. Die Linien sind satt und gerade - sauber! Er springt runter, schaut befriedigt auf sein Werk, dann hüpft er auf sein Rad und sucht das Weite, als sich ein Auto nähert.


[Schnitt]
Dominik fährt einen kleinen Radweg hinter einem Güterbahnhof vorbei und hält an. Im Maschendrahtzaun ist ein einladendes Loch, sein Blick fällt auf auf die alte Güterhalle und die große Fläche mit abblätternder Farbe, er zückt den Stift.

Blut geleckt! Der Erfolg motiviert ihn und er will mehr. Ich verfeinere das Tag im Blackbook für ein +1, aber der Spot (Hot und Hard) gibt -2 das ergibt mit Steahlt 0, 2W10+1 sind dann: 12, weakt hit. Das gibt +1 Belonging aber auch -1 Supplies.


Noch keine Zahl, die 47 kommt später dazu, schließlich ist Dominik noch sehr unbedarft und hat weniger Ahnung von der Szene als ich

Das Tag sitzt und ist groß geworden und gut sichtbar, aber der einfache Edding verträgt sich nicht mit dem abblätternden Putz des Lokschuppens, was man dem Tag etwas ansieht. Dominik zieht es trotzdem durch und macht dann die Biege.

INNEN - McDonals, am Tisch vor Fastfood - Abends

Andreij schaufelt sich Burger rein, Dominik stochert im Essen
   Dominik
   Und du willst die Fascho-Spasten nicht anzeigen?

   Andreij (mit vollem Mund)
   Das bringt nix, hab niemanden erkannt. Und die Bullen kümmert das eh nicht, die wählen doch eh alle auch rechts

   Dominik
   Das kanns doch nicht sein! Das Pack kritzelt hier alles voll, überall Sprüche und Hakenkreuze! Und dich kümmert das nicht?*

   Andreij
   Bomben.

   Dominik
  …Was?

   Andreij
   Die "bomben" alles voll. So nennt man das, hab ich mal gehört. Also die ganzen Kritzeleien überall und so, das heißt wohl Bombing. Lief mal ne Doku, wo sie von nem Kerl in Hamburg erzählt haben.

Dominik schaut ihn an und nickt im auffordernd zu

   Oz. Bombt die ganze Stadt zu, die Polizei kommt gar nicht hinterher und kriegt den einfach nicht, schreibt überall “Oz” , macht aber auch größere Bilder. Krasser Typ! Bisschen hängengeblieben wohl aber…weiß nicht. Irgendwie cool.

   Dominik (leise)
   Cooler als Faschosprüche!
   (laut)
   Ok also Bomben. Na gut. Was geht noch, ist Freitag! Jugendclub fällt wohl raus…?

Andreij nimmt den letzten Happen

   Kino? Meine Brüder haben diesen neuen Film geguckt “Fight Club”, oberkrasses Ding! Typen die irgendwie sich prügeln so zum Spass aber halt wohl auch Gegen Kommerzscheiße, habs nicht ganz gerafft. Marek macht heute Kasse und kann uns reinlassen!

   Dominik
   Fett! Ja cool, lass machen!

Beide stehen auf, kopfen sich auf die Schulter und verlassen den Laden

Außen - Gasse hinter dem Kino - Später Abend
Dominik und Andreij kommen aus dem Kino, reden aufgeregt über den Film und gehen die Straße lang, die Mauer voller Tags. Dominiks Blick streift die Wand, man sieht ein großes Piece “SEGAR” , klare Farben und Linien, große Flächen, sehr abstrakt (bißchen wie DAIM).

Ein Beispiel von DAIMS Pieces

Er bleibt stehen.

   Ey krasses Teil oder?! Mann… Digger, lieber sowas statt Scheiß Nazi-Sprüche!

Andreij hält auch an, guckt hin nickt

   Ja. Macht die Stadt bunt. Aber was willste tun? Guck mal…

Er zeigt auf ein Hakenkreuz. Dominik schaut hin, schaut zu Andreij, nimmt sein Stift raus und will es übermalen, aber der Edding streickt. Er wirft ihn an die Wand.
   Scheißdreck! Wo kriegt ich jetzt nen neuen her, die Dinger sind teuer und Mom hatte nix übrig für Taschengeld die Woche!

Andreij guckt ihm zu, zieht dann an Dominiks Arm und deutet auf das Gebäude hinter der Mauer

   Ich hab da ne Idee...

[Schnitt: Die beiden Stehen an einem Gitterzaun, dahinter das Lager der Lackiererei mit einem Stapel Kartons. Andreij hilft Dominik hoch.]

Zeit für neue Utensilien - und Gelegenheit macht Diebe, sagt man ja… dafür gibts die “Supplies Moves”. An dieser Stelle ist dann wohl “Rack Supplies” angesagt. Das geht auf Stealth mit +2 , ich erlaube mir aber einen +1 dazu wegen der Unterstützung von Andreij und komme auf: 7… ein weak hit! Oh oh… “Shit Happens”, mit en beiden Zufallstabellen für “Incident” und “Encounter”: 1 Vehicle und 9 Actively hostile vigilante! Wow… okay, ich glaube, da hab ich was Naheliegendes....
« Letzte Änderung: 23.02.2026 | 13:26 von First Orko »
It's repetitive.
And redundant.

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Dir ist schon klar, dass es in diesem Forum darum geht mit anderen Leuten, die nix besseres mit ihrem Leben zu tun haben, um einen Tisch zu sitzen und sich vorzustellen, dass wir Elfen wären.

Offline First Orko

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Re: [Notorious Style] Ein Graffiti-Solo-Journaling Spiel
« Antwort #5 am: 23.02.2026 | 13:13 »
( Puhh..was für ein Krampf! Das Arbeiten mit mehren Anhängen und Zweisen von IMG-Tags ist echt kein Spass hier  :P :-\  Und mehr als 4 Anhänge geht auch nicht, oder..?
Wenn jemand eine gute Idee hat, wie man hier ein Drehbuch-Layout mit unseren Formatierungen hinbekommt, wäre ich auch offen...)
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