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Wie intensiv spielt ihr denn BtW?

Es ist eines meiner Hauptsysteme (oder sogar DAS Hauptsystem)
Ich spiele es gelegentlich.
Ich hab schon davon gehört.
BtWas?

Autor Thema: [Beyond the Wall] Wie intensiv spielt ihr denn "Beyond the Wall"?  (Gelesen 410 mal)

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Offline Nodens Sohn

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Hi Leute,

wie man bestimmt schon in einigen Posts bemerkt hat, bin ich ein riesiger Fan von BtW. Es taucht in diesem Forum auch immer wieder in einigen Diskussionen auf, besonders dann, wenn es um den Einstieg in das Rollenspiel oder wenn es um Rollenspiel mit Kindern geht.

Für mich ist jetzt aber interessant, ob es darüber hinaus auch noch in Rollenspielgruppen gespielt wird. Wie intensiv spielt ihr BtW und noch interessanter, was habt ihr an den Regeln für eure Gruppe verändert, angepasst?

Ich habe für meinen Teil die Zahl der Fertigkeiten etwas erhöht, so dass bei jedem Stufenaufstieg sich auch an den Fähigkeiten des Charakters etwas ändert. Dafür steigen bei mir die Charaktere auch etwas langsamer auf.

Wie sieht es bei euch aus?

Online schneeland

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Ein Hauptsystem im engeren Sinne gibt es bei mir nicht (mehr), aber ich leite aktuell eine Beyond the Wall-Kampagne, die planmäßig auch noch eine Weile läuft.

Regelseitig habe ich gleich zu Anfang die Möglichkeit eingeführt, für einen Schicksalspunkt kleinere Spielweltfakten zu erschaffen. Und jetzt, wo wir zum Hexcrawl übergegangen sind, plane ich das slotbasierte Inventarsystem von Old-School Essentials zu importieren und die Ressourcenwürfel aus Forbidden Lands. Außerdem kommt eventuell die Weather Flower zum Einsatz, um ein bisschen Varianz in die Umgebungsbedingungen zu bringen.
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Offline General Kong

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Ich kann nichts ankreuzen: Hatte es mal vollständig und habe es dann vollständig und ungespielt in der Bucht verklappt, als ich Platz brauchte.
Ich mag OSR/D&D sehr. Aber Beyond The WALL gefiel mir nicht besonders. Zu "märchenhaftes" Bauergaming. "Unsere kleine Farm" in D&D ... so würde ich das beschreiben - die seltsame Schubheftprässentation fand ich auch nicht so dolle.
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Offline Fezzik

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Angrkreuzt hab ich jetzt mal nix. Ich hab es und besitze auch die Schwestersysteme "Through sunken lands" und "Grizzeled Adventurers".
Bisher habe ich allerdings nur 2 Oneshots geleitet.
Eher verwende ich BtW als Steinbruch für meine anderen OSR Runden.
Ich mag z.B. wie sie Drachen und Dämonen handhaben (Baukastensystem).
Und ich borge mir die Attributverbesserungs -und Fertigkeitsregeln, da LabLord sowas z.B. nicht hat, aber Spieler für gewöhnlich gern etwas mehr Einfluss auf ihre Charaktergestaltung haben.
SL: Labyrinth Lord, Dolmenwood
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"Falls du mich meinst: Ich spiele Regelwerke und Settings, keine Bilder" - Weltengeist

Offline Haukrinn

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Ich spiels zu meinem eigenen Bedauern nur sehr sporadisch. Die damalige Kampagne ist mangels Gruppeninteresse eingeschlafen, und in den gelegentlichen One-Shots die ich leite kann es sein Potenzial nur bedingt entfalten.
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Offline Hotzenplot

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Ich habe mehrere Abenteuer geleitet, einige mehrfach, dazu ein paar Oneshots. Ich mag es gerne, vor allem die Dorf- und Charaktererschaffung. Die kann man natürlich auch wunderbar auf andere Systeme übertragen.

Offline Ma tetz

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Ich habe c angekreuzt. Die Bücher stehen zwar im Schrank und einige der Abenteuer habe ich schon genutzt. Das System hatte ich aber noch nicht auf dem Tisch. Eventuell spielen wir es, wenn wir unserer Warhammer- der Feind um Innern-Kampagne durch sind, aber das dauert vermutlich noch 2 Jahre.
Ihr mögt DCC, dann schaut doch mal auf Discord vorbei: Kerkerkrabbler

Offline Tudor the Traveller

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Ich habe davon gehört. Tatsächlich genug, dass ich aktuell überlege es zu kaufen.  :)
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Yeah? What’s the difference?
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Offline flaschengeist

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Mit fehlt bei der Abstimmung: "Ich habe es mal gespielt" - ggf. noch mit den Optionen "mochte es" und "mochte es nicht".

Ich habe kurz nach dem Erscheinen (also vor knapp 10 Jahren) damit mal eine Kampagne bis Stufe 6 gespielt. Wir mochten alle die gemeinsame Charakter- und Dorferschaffung. Fürs längere Spielen hat BtW allerdings für meinen Geschmack nicht genug Fleisch auf den Regelknochen - aber das gilt für alle OSR Systeme, die ich kenne.

Ich mag an Beyond the Wall weiterhin, dass es zu den OSR Systemen gehört, die den Mut hatten auch moderne Einflüsse zu integrieren. So gibt es keine Zufallsermittlung von Attributen im engeren Sinne, ein einfache aber konsistente Fertigkeitsmechanik und Schicksalspunkte.

Wenn ich für eine Gruppe, die keinen Wert auf hohe Charakterdifferenzierung und viele Entwicklungsmöglichkeiten legt, ein OSR System leiten müsste, wäre BtW definitiv das System meiner Wahl.


Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
Hier findet ihr mein mittel-crunchiges Rollenspiel-Baby, das nach dieser Philosophie entstanden ist, zum kostenfreien Download: https://duodecem.de/download

Offline gilborn

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Ich habe die Charakter- und Dorferschaffung durchgelesen.
Das würde ich auch gern mal ausprobieren, mangels anderer Projekte ist dies jedoch unwahrscheinlich.

Ich würde also die nicht vorhandene Kategorie "reingelesen, aber nicht gespielt" ankreuzen.

Offline Nodens Sohn

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Wenn ich für eine Gruppe, die keinen Wert auf hohe Charakterdifferenzierung und viele Entwicklungsmöglichkeiten legt, ein OSR System leiten müsste, wäre BtW definitiv das System meiner Wahl.

Spannend, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von BtW sein kann. Ich finde, dass einem bei BtW so viele Charakterentwicklungsmöglichkeiten gegeben werden, wie sonst bei keinem anderen Rollenspiel.

Aber - hier ist explizit Handarbeit angesagt. Laut Regeltext möchte BtW nicht als "vollumfängliches" Regelwerk daher kommen. Möchtest du Zauber anpassen oder lernen, die du bei anderen Rollenspielen entdeckt hast? Dann füge sie ein. Die Listen der Fertigkeiten ist bewusst offen gehalten. Du möchtest als Waldläufer Alchemie erlernen? Dann wähle einfach die Fertigkeit beim Stufenaufstieg. Die Grenze ist deine Vorstellungskraft.
Das ist aber auch gleichzeitig die große Hürde für viele Spieler. Die meisten Spieler die ich kenne, wollen lieber ein Konzept, das ihnen zeigt, was sie auf welcher Stufe zu erwarten haben und worauf sie sich freuen können. Ich kann beides verstehen, doch wünsche ich mir oft, meine Mitspielerinnen und Mitspieler würden sich von diesen gedanklichen Fesseln befreien und selbst mehr kreativ werden.

Aber ich muss auch sagen, dass mir ebenfalls beim Stufenaufstieg zu wenig passiert. Daher habe ich es für mich etwas aufgebohrt.

Offline flaschengeist

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Spannend, wie unterschiedlich die Wahrnehmung von BtW sein kann. Ich finde, dass einem bei BtW so viele Charakterentwicklungsmöglichkeiten gegeben werden, wie sonst bei keinem anderen Rollenspiel.

Ich denke, wir definieren den Begriff "Charakterentwicklung" unterschiedlich. Ich meine damit regelseitige bzw. -mechanische Charakterentwicklung. BtW hat 43 Seiten Spielerbuch, 47 Seiten Spielleiterbuch und 43 Seiten DIN A5 Zauberbuch. Ist klar, dass hier nicht soviel Regeltiefe (von der sich üblicherweise viel mit Charakterdifferenzierung beschäftigt) geboten werden kann wie etwa in D&D 2024, wo allein das Spielerhandbuch 384 Seiten umfasst. Übrigens finde ich beide Systeme effizient im Sinne von: Sie holen pro Seite Regeltext viel Differenzierung raus.

Auf einer fünfstufigen Skala der Regeltiefe würde ich Beyond the Wall übrigens gar nicht vernüftig verorten können, da es für mich ziemlich genau zwischen 1-2 liegt. Auf einer zehnstufigen Skala der Regeltiefe wäre es entsprechend eine 3.

Aber ich will den Faden nicht derailen. BtW ist aus meiner Sicht ein schönes System, das gut macht, wofür es nach meiner Wahrnehmung designt wurde: Regelleichtes, modernes OSR-artiges Spiel mit gemeinsamer Charakter und Dorferschaffung am Anfang.
Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann (frei nach Antoine de Saint-Exupéry). Ein Satz, der auch für Rollenspielentwickler hilfreich ist :).
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