Soundtrack: Daniel Pemberton,
Seasoned Oakhttps://www.youtube.com/watch?v=JGV95hAHqqsWährenddessen laufen in der Wildnis zwei durchscheinende Gestalten Seite an Seite durch das dichte Unterholz. Manchmal machen sie sich die Mühe, im Rennen über hohes Gebüsch, Totholz und Steinbrocken hinweg zu springen, aber manchmal laufen sie auch einfach hindurch, spüren dabei feines Astwerk, Moose, und Gestein durch sich wandern. Der Wald von Evermore fühlt sich für ihre Sinne etwas kühl und seltsam an, noch betäubt von seiner langen Winterstarre. Kaum zu vergleichen mit dem blühenden Uldwyld-Wald, in dem sie bis vor Kurzem waren, welcher so nah an den Aos Sidhe ist, so nahe an Tír na nÓg.
„Fearghus Gaeldain!“, so hatten menschliche Stimmen durch die beginnende Abenddämmerung gerufen, die Stimmen Suchender, die sich offensichtlich nicht trauten, diesen Menschen-Namen laut auszusprechen. Wer weiß, wen oder was sie fälschlicherweise aufstören könnten, so nahe am Schlachtfeld …
Die beiden Elfen haben alles versucht, aber haben die Herkunft dieser Rufe leider nicht finden können — aber vielversprechende Fährten sind hier dennoch überall.
„… Was hältst Du eigentlich von dem Menschen-Ritter?“, will irgendwann im Laufen Ciruwynn wissen.
„Von ihm, der durch das Kreuz verunziert ist?“, knurrt sie, „Nicht allzu viel! Dennoch war er nützlich, er mit seinem Schwert und Schild, in den Tiefen von Draomair!“
Ciruwynn lacht keck, „Ich meinte sein Antlitz, das war‘s, wonach ich frug. Ist er für Deine Lorlin auch wirklich gut genug?“
„Pah! Sein Antlitz? Nun, das ist nicht ganz so schlimm zugerichtet wie meins! Glaubst Du, meinen Segen würde ich diesem Paare geben oder verwehren aufgrund dessen, wie einer
aussieht?“„Jetzt sprichst Du sogar schon davon, sie zu segnen! Sie scheinen es Dir besonders angetan zu haben, ‚Schwester‘! Am End‘ vielleicht gar alle beide? Deine Augen …! Dieses Funkeln, um das ich Dich beneide!“
„Wir, ‚Schwester’, wissen doch noch gar nicht, wie nützlich diese Sterblichen uns überhaupt sein könnten! Plappere also nicht.“
„Du machst auch die falschen Versprechungen!“, grinst Ciruwynn, „So kannst Du das Lorlin-Kind nicht gewinnen. Sie will offensichtlich keine Haarspange aus Walfisch-Gebeinen.“
„Unsinn! Natürlich will sie das. Menschen haben bereits Reiche begründet und auch Kriege geführt um jene Dinge, die unser Glân ihnen gegeben hat.“
„Aber Du machst viel zu viele Versprechungen.“
„Immerhin reime ich nicht die halbe Zeit!“
„Das kommt mir vor wie eine Widrigkeit!“
„Hör‘ bloss auf, oh ‚Schwester‘. Ohnehin müssen wir uns konzentrieren! Auf den Auftrag von den Aos Sidhe sollten wir viel mehr unser Augenmerk richten als darauf, mit was für Sterblichen wir uns eingelassen haben, und ob sie auch nach unserem Geschmack sind.“
„Tu‘ nicht so! Es ist doch immerhin
Deine Sterbliche, um die‘s hier geht, Ghilann‘! Du und sie wärt doch ein schön’ Gespann!“
„Halt‘ ein … duck‘ Dich!
Gefahr …“, keucht Ghilanna plötzlich.
„Hast Du eine Vorahnung?“, wispert Ciruwynn neugierig.
„Schhh! Dort, in den Baum hinein! Da vorne ist wieder der Wald durchbrochen von einer der Schneisen … wir beobachten …“
Überall dort, wo die Groggoch den Sterblichen erschienen waren, haben sie die Spuren ihrer massigen Füße hinterlassen. Ghilanna und Ciruwynn haben sich einem der Kampfplätze am Rand des Tals von Evermore genähert, und hier haben die Groggoch in ihrer Raserei große Verheerung angerichtet. Junge Bäume liegen hier, zerschmettert und entwurzelt von den Schwingern der Ungetüme.
Aus dem Stamm eines großen Baumes recken sich nun vorsichtig wieder zwei geisterhafte Gesichter hervor, und trauen sich, zu spähen. Der Baumstamm ist gerade dick genug dafür, dass sie dicht an dicht darin Deckung finden, eng aneinander gekauert. Ghilanna sieht einen Ritterhelm ganz in der Nähe im Gras liegen, der von einer Groggoch-Keule getroffen worden sein muss — der Kopf steckt noch darin, durch das Helmvisier starren tote, glasige Augäpfel hervor, grob in ihre Richtung. Ghilanna verzieht angeekelt das Gesicht, Ciruwynn lächelt amüsiert. Dann aber schrecken sie zusammen, und heben den Blick, als ihre feinen Ohren ein Rascheln aufnehmen!
Ein einzelner Wanderer stakst durch die Verwüstung am Rande der Waldschneise. Gelegentlich stochert er mit seinem Wanderstab im Unterholz, suchend. Er bewegt sich nach Ansicht der Elfen erstaunlich gewandt für einen Menschenmann. Ein ganz ähnlicher Grund scheint ihn hierher gebracht zu haben, wie sie beide.
„Ich schlage vor, dass ich ihn schnapp‘“, wispert Ghilanna, „Ich schlage ihm die Füße ab! Und wenn er wehrlos ist, welch Graus, dann frag’n wir ihn in Ruhe aus!“
„Du kannst nicht immer gleich alles abmurksen, das Du befragen willst!“, tuschelt Ghilanna zurück.
„Aber gewiss kann ich das! Außerdem schone ich sein Leben süß — er lebt ja weiter, ohne Füß‘!“
„Hör‘ auf mit Deinen ständigen Widerworten! Du musst auf mich hören,
bitte!“, zischt die Ältere.
„Hoho, zu
hören ist da das eine oder andere, fürwahr!“, raunt plötzlich eine fremde, halblaute Stimme, es ist der Menschenmann mit der Kapuze, „Und das ist nicht das Gewisper der dünnen Zweiglein! Bei Danu der Erdmutter, ich muss wahrlich gesegnet sein!“
Beide Elfen verstummen, und ziehen ihre Gesichter erschrocken in den Baumstamm zurück. Ghilanna riskiert scheu, ein Auge und die Nasenspitze wieder hindurch zu schieben, um zu sehen, ob er in ihre Richtung guckt.
Ghilanna späht aus der Deckung hervorStattdessen hat er die Augen geschlossen, den Stab und die andere Hand halb erhoben, und lauscht in den Abendwind. Ghilanna hat noch nie erlebt, wie ein Sterblicher so durch und durch aufmerksam zuhört, darauf, wie der Wald klingt!
Wir lassen diesen Charakter mal seinen
Faith-W8 würfeln. Er hat einen Erfolg, um seine Kraft
Summon Ally auszulösen — und solche
Allies, das sind für ihn Uldwyld-Wesen wie die Elfen!
Er intoniert leise:
Órin glaetha síl na bréa,
Caelir dúnath fír na réa;
Faenor lúithan múr na thae,
Bríanach sólith—ánu mae.Ciruwynn fühlt plötzlich eine unwiderstehliche Anziehungskraft, ausgehend von den Versen des Menschen.
„Hört mich, Ihr, die Ihr für uns Sterbliche Gute Nachbarn seid!“, raunt die Stimme von der Baumgrenze, in einem rauen Singsang, „Hört Euren ergebenen Diener. Lauscht auf meinen Herzschlag, mit Euren scharfen Ohren: Ist in mir nicht das Blut des Uldwyld, so wie in Euch? Zeigt Euch, Gute Nachbarn! Auf dass ich Euch lobpreisen kann und Euch ein Opfer darbringe!“
Ciruwynn zittert am ganzen Leib, Ghilanna spürt ihre Fingerspitzen auf ihren Schultern, als die Verwandte sich aus der Kauerhaltung löst, und sich erhebt, auf die andere gestützt! Sie will den Baum verlassen! Ghilanna packt die andere Elfe bei den Armen.
„Ciruwynn, nein!“, zischt sie, „Ich hab‘ Angst vor diesem Menschen, der will seinen Bann auf uns legen! Wir brauchen ihn nicht gewähren zu lassen dabei! Wir sind ihm nicht verpflichtet!“
„Sind wir nicht?“, fragt Ciruwynn sie, zögerlich, atemlos.
„Nein! Das Gesetz des Lichten Hofes verpflichtet uns nur zum Schutze derer, die bereits einen Pakt mit uns haben!“, beteuert Ghilanna flüsternd.
„Kommt und zeiget Euch mir!“, raunt der Singsang, „Nehmt dieses Opfer, von Eurem ergebenen Diener!“
Geschickte Finger stellen eine kleine Steinschale auf, lösen einen Proviantbeutel von seinem Umhang, und gießen bedächtig etwas daraus in die Schale. Ein Stück frisch geschossenes Wild scheint darin zu sein: Die Flüssigkeit ist rot.
Erneut versucht Ciruwynn aus dem Baum hervor zu treten, unruhig versucht sie sich von Ghilanna los zu machen.
„Bleib‘ wo Du bist! Untersteh‘ Dich, ihm zu erscheinen!“, wimmert die Ältere.
„Er hat Blut!“, keucht Ciruwynn, „Köstliches, köstliches Blut!“, und wie von Sinnen reißt sie sich los. Schon ist sie durch die Baumrinde hindurch, und tritt vor den Fremden. Ihr Blick ist auf die kleine Opferschale geheftet.
„Oooh, Du bist eine Elfe!“, sagt der Bärtige in seinem leisen Singsang, „Mutter Danu möge geben, dass ich nicht erblinde vom Gleißen Deiner Schönheit! Dich schickt der Lichte Hof des Wylden Volkes! Ich kenne Wesen wie Dich …! Es ist mir eine große Ehre …“
„Gib‘s her …!“, zischt Ciruwynn unbeherrscht.
„Nein, tu‘s nicht!“, raunt Ghilanna entsetzt hinter ihr her.
Widerstrebend kommt sie der Jüngeren nach. Aber der Pakt ist bereits gemacht, als sie wieder in Sicht kommt: Ciruwynn hat die kleine Schale aufgehoben und leer getrunken. Ghilanna erstarrt in ihrer Bewegung.
„Zu zweit seid Ihr, welch ein Glückstag!“, raunt der Bärtige, „Ich habe
noch eine Gabe, auch für
Dich!“„Nein,
meins!“, zischt Ciruwynn eifersüchtig, sie steht hörbar etwas neben sich.
„
Ich will keine Opfergaben, Mensch!“, flüstert Ghilanna, „Was ist Dein Begehr?!“
„Ich bin ein wandernder Druide vom Steinkreis der Trilithen! Mein Name ist Ceddruich vom Glân Albioch, Euer ergebener Diener.“
„Wozu benötigst Du die Hilfe des Wylden Volkes?“
„Nun, oh schöne Elfe, die brauche ich, um mir dabei zu helfen, mich an meinem Proviant zu laben! Ich teile gern! Mit mehreren schmeckt alles noch besser. Singen will ich Euch eine Weise, um Eure Anmut zu preisen! Haha! Tanzen wir umeinander, wenn der Mond aufgeht!“
„
Ich bin nicht schön!“, knurrt Ghilanna, „Hüte Deine Zunge! Und Du bist wohl kaum hierher gekommen, zum Schlachtfeld von Evermore, um mit Elfen zu tanzen! Sag‘ die Wahrheit, Druide!“
„Das ist die Wahrheit, oh Holde mit dem Herzen voller Leidenschaft und dem feurigen Auge der Raubkatze, so golden!“
„Nicht sie,
mich! Lobpreise mich, Du Narr!“, zischt Ciruwynn gierig.
„Oh, aber ja, meine Verbündete, mit dem Hauch aus dem Reich der Unsterblichkeit, den Du bringst, und den Lippen in der Farbe wie erlesenstes Lachsfleisch!“, schleimt der Bärtige enthusiastisch weiter.
Ciruwynn lächelt gönnerhaft, mit halb geschlossenen Augen.
„Was suchst Du hier?“, faucht Ghilanna, die sich nicht belabern lassen will.
„Auf die Hilfe solcher Mächtigen wie Euch hätte ich nicht einmal zu hoffen gewagt! Vielleicht ein kleines Zeichen von Danu der Erdgöttin. Noch ist nicht alles verloren! Ich suche meinen Verbündeten, Fearghus—“
„—Gaeldain“, spricht Gilanna mit, als sie begreift, und fügt hinzu, „Also waren das Deine Leute, die vorhin nach ihm gerufen haben. Gedämpft nur, als hätten sie was zu befürchten. Ängstigen Euch die Groggoch? Die sind schon weg.“
Der Bärtige nickt, „Aber auch die Männer des Königs sind hier noch überall, und unsereins tut gut daran, sich vor denen zu hüten. Wir kämpfen nun einen Kampf an mehreren Schlachtenlinien, müsst Ihr wissen.“
„Denselben suchen ich und sie“, raunt Ciruwynn, mit einem Kopfnicken in Richtung der anderen Elfe, „Der gehört den Aos Sidhe!“
„Ihr habt also keine Spur von ihm?“, fragt Ghilanna.
„Doch, Herrinnen, wir haben zwischendurch Fährten von ihm entdeckt. Er muss aus einem der Dörfchen entkommen sein, die nach der Schlacht von den Caeldir besetzt wurden. Zusammen mit noch einem anderen Flüchtigen, und beide verletzt.“
„Aber jetzt habt Ihr seine Fährte verloren?“, will Ghilanna wissen.
„Hier sind tagelang alle möglichen Fußpaare durcheinander getrampelt, ja, leider! Aber sie können nicht weit sein. Blutstropfen klebten am Blattwerk, unsere Gesuchten müssen beide in schlechtem Zustand sein. Wir werden sie schon finden, insbesondre, wenn ich Eure Hilfe bekomme, oh Ihr vom Schönen Volk! Aber leider könnt Ihr ihn nicht haben, meinen alten Freund Fearghus Gaeldain, mit dem Ruhm des stolzen Adlers und der Weisheit des Erdferkels! Die Rebellen brauchen ihn, und das, was er zu berichten hat.“
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Ceddruich vom Glân AlbiochHier sind schon mal die Spielwerte für diesen Charakter. (Er kam bereits mehrfach vor, und hat jeweils mit Fearghus und Amberlain interagiert, vor der Schlacht.) Ceddruich ist einer der Druiden der Gemeinschaft der Trilithen-Steine, und daher verbündet mit den keltischen Rebellen des Uldwyld. Seine wahre Loyalität gilt jedoch seinem Glân, den Albioch, und dessen großem Helden Cromdar.
Sein Portrait ist
hier zu sehen.
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Ceddruich AlbiochRoaming Druid of the Trilithon CircleBond: Uldwyld
Attributes: Agility d6, Smarts d8, Spirit d8, Strength d6, Vigor d8
Skills: Athletics d6, Common Knowledge d6, Faith d8, Fighting d4, Notice d6, Occult d6, Persuasion d6, Stealth d8, Survival d8, Taunt d4
Pace: 6;
Parry: 4;
Toughness: 6
Hindrances: Loyal (Glân Albioch, especially Cromdar), Habit (Minor: Loves to trick or befuddle people, especially those loyal to church and king), Secret (Minor: Druid), Vow (Minor: Protect the forests and untouched wilderness of Hy-Brasil)
Edges: Arcane Background (Miracles), Charismatic, Woodsman
Special Abilities:Power Points: 10
Powers: Boost/Lower Trait (Sing or murmur for invoking Nature‘s will), Empathy (Deep look), Summon Ally (Make a pact with nearby Uldwyld beings)
Gear: Staff, dagger, heavy leather clothes with cap (Armor 2), hooded cape, some trail gear, blanket, 305 pennies