Wie wichtig ist euch Regelkenntnis bei Spielleitungen und was stört euch ggf., falls selbige mangelhaft ist?
Ich finde, der Spielleiter sollte bei allen wesentlichen Spielregeln sattelfest sein.
Er muss nicht jede Regel auswendig kennen und bei einem Overflow an Optionen (Zauber bei D&D oder Talente bei Pathfinder) finde ich, sollte jeder das beherrschen, was für ihn wichtig ist (also die Spielenden das Zeug ihrer Charaktere, der SpL das Zeug seiner Personen).
Holprigkeit oder Nachschlage-Unterbrechungen finde ich sehr nervig. Dann kann man besser ein Rules Light System spielen.
Bei Handwedelei aufgrund mangelnder Regelkenntnis unterstelle ich Faulheit, die Spielregeln zu lernen. Das stört mich (bei allen Mitspielenden).
Aber mich stört auch, wenn jemand mit seinem Charakter an die Reihe kommt und dann erst anfängt zu überlegen, was er denn machen könnte und vielleicht dann auch erst Zauber liest, um sie zu vergleichen. Als Spielleiter zähle ich dann nach kurzer Toleranz-Zeit die Sekunden runter die eine Spielrunde dauert und dann hat der Charakter wegen Unentschlossenheit nicht agiert. Finde ich auch doof, aber die Alternative ist störender.
Regeldiskussionen, die das Spiel unterbrechen, finde ich störend und überflüssig. Wenn man jemand hat, der sich hinreichend gut auskennt, kann man den als Referenz nehmen. Wenn man zwei Klugscheißer hat, die beide unbedingt recht behalten müssen und kompromisswillig sind, dann sind wohl zwei Stühle zu viel an diesem Tisch - oder einer (meiner). Für mich ist ein guter Kompromiss auch, wenn man erst einmal einer Regelinterpretation zustimmt (auch wenn man anderer Meinung ist) und wenn sich später rausstellt, dass man Recht hatte, dass man dann eine Kompensation bekommt.
Inwirklich relevaten Fragen (Charaktertod?) kann man recherchieren.